Eisenbahnmuseen und Museumseisenbahnen bewahren die faszinierende Geschichte der Eisenbahn und machen sie für Besucher unmittelbar erlebbar. In den Museen werden historische Lokomotiven, Wagen, Signalanlagen, Uniformen, Fahrkarten, Streckenkarten, Modelle und zahlreiche Dokumente aus verschiedenen Epochen gezeigt. Sie vermitteln eindrucksvoll, wie sich Technik, Verkehr und Reisen im Laufe der Zeit entwickelt haben. Museumseisenbahnen gehen noch einen Schritt weiter: Hier verkehren liebevoll restaurierte Dampf- und Diesellokomotiven mit historischen Wagen auf originalen Strecken. Die Fahrten verbinden Eisenbahnromantik, technische Geschichte und reizvolle Landschaften zu einem besonderen Erlebnis für Familien, Technikfreunde und Reisende. Diese Seiten stellen bedeutende Eisenbahnmuseen und Museumsbahnen in Europa vor und laden dazu ein, die Geschichte der Eisenbahn aktiv zu entdecken. (c)WV
Das Südwestfälische Eisenbahnmuseum ist im ehemaligen Bahnbetriebswerk Siegen untergebracht und wird von der IG Historischer Lokschuppen Siegen e.V. betrieben. Seit der Vereinsgründung im Jahr 2004 hat sich das Museum zu einem festen Bestandteil der regionalen Industriekultur entwickelt. Mittelpunkt der Anlage ist der historische Ringlokschuppen mit Drehscheibe – ein eindrucksvolles Relikt aus der großen Zeit des Dampfbetriebs im Siegerland. Der Eisenbahnstandort Siegen spielte im 19. und frühen 20. Jahrhundert eine zentrale Rolle für die regionale Industrie. Nach der Eröffnung der Ruhr-Sieg-Strecke im Jahr 1861 wurde es möglich, große Mengen Steinkohle aus dem Ruhrgebiet schnell und kostengünstig ins Siegerland zu transportieren. Diese Verbindung war entscheidend für die Eisen- und Stahlproduktion der Region. Zeitweise stammten mehr als 23 Prozent der preußischen Roheisenproduktion und sogar rund 85 Prozent der Rohstahleisenproduktion aus dem Siegerland.
Die Sauschwänzlebahn ist eine der eindrucksvollsten Museumsbahnen Deutschlands und verkehrt auf einem Teilstück der historischen Wutachtalbahn zwischen Zollhaus-Blumberg und Weizen. Eingebettet zwischen Bodensee und Schwarzwald durchquert sie den Naturpark Südschwarzwald und bietet eine außergewöhnliche Kombination aus technischer Meisterleistung und landschaftlicher Schönheit. Ihren volkstümlichen Namen verdankt sie dem stark gewundenen Streckenverlauf, der sich wie ein „Sauschwänzle“ durch das Tal schlängelt. Die Wutachtalbahn entstand aus strategischen Überlegungen des Deutschen Reiches. Nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 sollte eine militärisch nutzbare Nord-Süd-Verbindung zwischen Ulm und Basel geschaffen werden, ohne Schweizer Gebiet zu berühren. 1890 wurde die Strecke durchgehend eröffnet. Die Ingenieure standen vor enormen topographischen Herausforderungen: tiefe Täler, steile Hänge und
Das DB Museum Koblenz wurde im Jahr 2001 als erster Außenstandort des Verkehrsmuseums Nürnberg eröffnet und befindet sich im ehemaligen Werk für Güterwagenschnellausbesserung im Koblenzer Stadtteil Lützel. Die historische Industriearchitektur mit ihren weitläufigen Hallen und markanten Gebäudestrukturen bildet eine authentische und zugleich eindrucksvolle Kulisse für die umfangreiche Sammlung von Eisenbahnfahrzeugen. Träger des Museums ist die Stiftung Bahn-Sozialwerk (BSW), während der Betrieb mit großem Engagement von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern getragen wird. Seine Wurzeln liegen in einer BSW-Freizeitgruppe zur Erhaltung historischer Eisenbahnfahrzeuge – ein Ursprung, der bis heute den besonderen Charakter und die Leidenschaft des Hauses prägt. Der inhaltliche Schwerpunkt des Museums liegt auf historischen Elektrolokomotiven, womit es innerhalb der deutschen Eisenbahnmuseumslandschaft eine
Die Brohltalbahn, bekannt als „Vulkanexpress“, ist eine der eindrucksvollsten Schmalspurbahnen in Rheinland-Pfalz. Auf rund 18 Kilometern verbindet sie Brohl-Lützing am Rhein mit Engeln bei Kempenich in der Vulkaneifel und überwindet dabei einen Höhenunterschied von etwa 400 Metern. Schon der Ausgangspunkt direkt am Rhein verleiht der Fahrt einen besonderen Reiz: Vom breiten Stromtal aus arbeitet sich der Zug langsam in das zunehmend enger werdende, vulkanisch geprägte Brohltal hinein. Mit gemächlichen 20 Stundenkilometern bleibt genügend Zeit, die Landschaft intensiv zu erleben. Etwa eineinhalb Stunden dauert die Reise, in der sich der Zug durch enge Kurven windet, elegante Steinbrücken bei Bad Tönisstein und Oberzissen überquert und bei Burgbrohl einen knapp 100 Meter langen Tunnel durchfährt. Immer wieder wechseln sich hohe Dämme, tiefe Einschnitte und steile Berghänge ab. Die Strecke vermittelt das Gefühl einer echten Gebirgsbahn – trotz der
Die Bahnstrecke von Bad Endorf am Chiemsee nach Obing ist ein Stück lebendige oberbayerische Eisenbahngeschichte. Ihren Ursprung nahm sie mit der feierlichen Eröffnung der Lokalbahn Endorf – Obing am 15. Oktober 1908. Über Jahrzehnte hinweg verband die Strecke ländliche Gemeinden mit dem überregionalen Eisenbahnnetz, transportierte landwirtschaftliche Produkte, Holz, Stückgut und natürlich unzählige Fahrgäste. Sie war Lebensader und Wirtschaftsfaktor zugleich. Mit dem zunehmenden Individualverkehr ab den 1950er Jahren ging das Verkehrsaufkommen jedoch stetig zurück. Am 26. Mai 1968 verkehrte der letzte planmäßige Reisezug, 1996 schließlich der letzte Güterzug. Damit endete der reguläre Bahnbetrieb – doch nicht die Geschichte der Strecke. Engagierte Eisenbahnfreunde hauchten ihr neues Leben ein und machten sie zu einer nostalgischen Touristikbahn. Heute verkehrt die Chiemgauer Lokalbahn von Anfang Mai bis Anfang Oktober an
Die Siegener Kreisbahn, im Volksmund auch Johannlandbahn genannt, verband Siegen über Weidenau und Netphen mit Deuz und erschloss damit das obere Siegtal. Die Kleinbahn Weidenau–Deuz GmbH wurde am 4. Juni 1904 gegründet. Finanziert wurde das Projekt vom Königreich Preußen, der Provinz Westfalen und dem Kreis Siegen. Ziel war es, das wirtschaftlich aufstrebende Johannland besser an die Kreisstadt anzubinden und eine zuverlässige Verkehrsverbindung für Menschen und Industrie zu schaffen. Zuvor hatte eine Omnibuslinie der Netphener Omnibusgesellschaft – eine der ersten ihrer Art in Deutschland – versucht, die Strecke Siegen–Deuz zu bedienen. Da dieses Angebot jedoch die Erwartungen nicht erfüllte, entschied man sich für den Bau einer Eisenbahn. Im Dezember 1906 wurde der Personen- und Güterverkehr auf der 11,3 Kilometer langen Strecke von Weidenau nach Deuz aufgenommen. Genau zehn Jahre später folgte die Verlängerung bis
Die Selfkantbahn ist die letzte erhaltene meterspurige Kleinbahn in Nordrhein-Westfalen und zugleich ein lebendiges Denkmal regionaler Verkehrsgeschichte. Zwischen Gillrath und Schierwaldenrath verkehrt sie heute als Museumsbahn auf einem 5,5 Kilometer langen Reststück der ehemaligen Geilenkirchener Kreisbahn. Diese war einst rund 38 Kilometer lang und erschloss über 70 Jahre hinweg den ländlich geprägten Raum des Selfkants – Deutschlands westlichste Region – sowie angrenzende Gebiete. Wie viele Kleinbahnen geriet auch die Geilenkirchener Kreisbahn ab den 1950er Jahren zunehmend unter Druck. Der wachsende Straßenverkehr und flexible Bus- und Lkw-Verbindungen führten 1971 zur endgültigen Einstellung des regulären Betriebs. Doch bereits 1969 hatten engagierte Eisenbahnfreunde die „Interessengemeinschaft Historischer Schienenverkehr e. V.“ (IHS) gegründet. Ihr Ziel war es, historisch wertvolle Fahrzeuge vor der Verschrottung zu retten und
Die Geschichte der Sauerländer Kleinbahn ist eng mit der industriellen Entwicklung des märkischen Sauerlandes verbunden. Nachdem im 19. Jahrhundert durch die Bergisch-Märkische Eisenbahn sowie später durch die Preußische Staatsbahn die Hauptstrecken im Lenne-, Ruhr- und Volmetal entstanden waren, blieb die Erschließung der zahlreichen Seitentäler zunächst unzureichend. Unternehmer und Kommunalpolitiker setzten sich daher für meterspurige Schmalspurbahnen ein, die flexibel genug waren, auch enge Täler und abgelegene Betriebe zu erreichen. Diese Kleinbahnen bildeten über Jahrzehnte das Rückgrat der regionalen Versorgung und des Gütertransports. Mit dem zunehmenden Straßenverkehr in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verloren die Schmalspurbahnen jedoch ihre wirtschaftliche Grundlage. Busse und Lastwagen übernahmen Schritt für Schritt die Transportaufgaben, viele Strecken wurden stillgelegt und abgebaut. Auch die 1915 eröffnete
Das Eisenbahnmuseum Dieringhausen liegt unmittelbar an der Bahnstrecke Köln – Gummersbach und befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Bahnbetriebswerks Dieringhausen. Nach der Schließung des Betriebswerks am 30. April 1982 drohte der traditionsreiche Standort zu verfallen. Engagierte Eisenbahnfreunde gründeten daraufhin den Verein „Eisenbahnfreunde Flügelrad Oberberg“ mit dem Ziel, die historischen Anlagen zu erhalten und in ein lebendiges Museum umzuwandeln. Zur organisatorischen Absicherung wurde eine Museums-GmbH ins Leben gerufen, historische Fahrzeuge wurden angekauft, aufgearbeitet und betriebsfähig erhalten. Bereits im Gründungsjahr fand das erste Museumsfest statt – der Auftakt zu einer bis heute gepflegten Tradition. Die Atmosphäre im ehemaligen Ringlokschuppen, zwischen Drehscheibe, Werkstattgleisen und Wasserkran, vermittelt authentische Eisenbahngeschichte. Besucher erleben hier nicht nur abgestellte Fahrzeuge, sondern
Die Eisenbahnfreunde Betzdorf e.V. wurden 1985 gegründet mit dem Ziel, die Eisenbahngeschichte im nördlichen Rheinland-Pfalz und im angrenzenden Siegerland lebendig zu erhalten. Von Beginn an stand neben historischen Recherchen und Vorträgen vor allem die praktische Eisenbahnarbeit im Mittelpunkt. Eine transportable Modellbahnanlage entstand in Modulbauweise und wuchs im Laufe der Jahre auf 25 Module an. Sie wurde auf zahlreichen Ausstellungen präsentiert und machte den Verein überregional bekannt. Bereits 1986 organisierten die Eisenbahnfreunde in Zusammenarbeit mit der Westerwaldbahn erste Dampfzug-Sonderfahrten auf der Strecke Scheuerfeld – Bindweide. Damit begann eine aktive Phase im Museumsbahnverkehr, die den Verein weit über die Region hinaus bekannt machte. Als erstes eigenes Schienenfahrzeug wurde eine Bahnmeister-Draisine mit VW-Käfer-Motor beschafft – ein technisches Unikat mit besonderem Charme. Es folgte der Erwerb
Die Wiehltalbahn (Kursbuchstrecke D 2680) verbindet Dieringhausen mit Waldbröl und Morsbach und gehört zu den eindrucksvollsten Nebenbahnen im Süden des Naturparks Bergisches Land östlich von Köln. Auf der denkmalgeschützten Strecke erleben Fahrgäste Eisenbahn hautnah: Bei vielen Ausflugsfahrten ist es möglich, im Triebwagen dem Lokführer über die Schulter zu schauen und den Betrieb aus nächster Nähe mitzuerleben. Diese besondere Perspektive macht den Reiz der rund 30 Kilometer langen Linie aus und vermittelt ein authentisches Gefühl für Technik und Landschaft. Erbaut wurde die Bahn vor mehr als hundert Jahren von oberbergischen Arbeitskräften gemeinsam mit Gastarbeitern aus Italien. Ursprünglich führte die Strecke von Osberghausen nach Waldbröl und Morsbach. Sie entstand in einer Zeit wirtschaftlichen Aufschwungs, als Städte wie Wuppertal, Solingen, Köln und Bonn stark expandierten. Für den Bau von Straßen und Plätzen wurde große
Die Eisenbahnfreunde Betzdorf e.V. wurden 1985 gegründet mit dem Ziel, die Eisenbahngeschichte im nördlichen Rheinland-Pfalz und im angrenzenden Siegerland lebendig zu erhalten. Von Beginn an stand neben historischen Recherchen und Vorträgen vor allem die praktische Eisenbahnarbeit im Mittelpunkt. Eine transportable Modellbahnanlage entstand in Modulbauweise und wuchs im Laufe der Jahre auf 25 Module an. Sie wurde auf zahlreichen Ausstellungen präsentiert und machte den Verein überregional bekannt. Bereits 1986 organisierten die Eisenbahnfreunde in Zusammenarbeit mit der Westerwaldbahn erste Dampfzug-Sonderfahrten auf der Strecke Scheuerfeld – Bindweide. Damit begann eine aktive Phase im Museumsbahnverkehr, die den Verein weit über die Region hinaus bekannt machte. Als erstes eigenes Schienenfahrzeug wurde eine Bahnmeister-Draisine mit VW-Käfer-Motor beschafft – ein technisches Unikat mit besonderem Charme. Es folgte der Erwerb
Die Chiemsee-Bahn ist mit nur 1,91 Kilometern Länge eine der kürzesten, zugleich aber traditionsreichsten Schmalspurbahnen Bayerns. Seit 1887 verbindet die meterspurige Lokalbahn den Bahnhof Prien am Chiemsee mit dem Ortsteil Prien-Stock am Seeufer. Dort besteht direkter Anschluss an die Chiemsee-Schifffahrt, die Besucher zu den Inseln Herrenchiemsee und Frauenchiemsee bringt. In der Hauptsaison wird die Strecke zeitweise noch mit einer historischen Dampflok befahren – ein besonderes Erlebnis, das Eisenbahnromantik mit bayerischer Seenlandschaft verbindet. Die Bahn ist als Lokalbahn konzessioniert und wird nach der Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung für Schmalspurbahnen betrieben. Sie verfügt über einen eigenen Gleiskörper mit klassischen Vignolschienen und kreuzt mehrfach Straßen im Ortsgebiet von Prien. Trotz ihrer Kürze ist sie technisch eine vollwertige Eisenbahnlinie mit Bahnhofsgebäuden, Weichenanlagen und historischen Fahrzeugen, die bis
Auf der Hochfläche der Schwäbischen Alb betreiben die Ulmer Eisenbahnfreunde zwei traditionsreiche Lokalbahnstrecken, die unterschiedlicher kaum sein könnten: eine normalspurige Nebenbahn nach Gerstetten und eine meterspurige Schmalspurbahn nach Oppingen. Beide Linien zweigen im Bahnhof Amstetten von der Filstalbahn Stuttgart–Ulm ab – am oberen Ende der berühmten Geislinger Steige – und führen in die weite Landschaft der Albhochfläche. Die Lokalbahn Amstetten–Gerstetten ist rund 20 Kilometer lang und wurde 1906 von der Württembergischen Eisenbahn-Gesellschaft eröffnet. Sie diente über Jahrzehnte dem Personen- und Güterverkehr zwischen Alb und Filstal. Mit dem Rückgang des ländlichen Bahnverkehrs wurde der reguläre Personenverkehr 1996 eingestellt. Heute verkehren auf der Strecke in der Sommersaison an Sonn- und Feiertagen Museumszüge. Meist kommt ein historischer Triebwagen zum Einsatz, der die typische Atmosphäre württembergischer Nebenbahnen vermittelt. Zu besonderen Anlässen fährt auch ein Dampfzug, der die Strecke in ein lebendiges Eisenbahnmuseum unter freiem Himmel verwandelt. Ganz andere Dimensionen besitzt die meterspurige Strecke Amstetten–Laichingen.
Das Bahnmuseum Kerzers war ein kleines, privat geführtes Museum mit Exponaten von Lokomotiven, Bahnwagen und Bahntechnik. Das Museumsgelände lag ca. 1000 Meter vom Bahnhof Kerzers entfernt. 1999 begannen Rolf Wymann und sein Sohn Roger mit dem Sammeln von historischen Schienenfahrzeugen. Es entstand eine Sammlung von rund einhundert Fahrzeugen verschiedener Gesellschaften und Spurweiten. Ende 2007 musste das Museum am Standort Kerzers aufgelöst werden. 2008 wurde ein Grossteil der Fahrzeuge vom Bahnhof Kerzers nach Kallnach auf eine Gelände einer Giesserei untergestellt. 2017 musste auch dieser Standort aufgelöst werden. Das Rollmaterial wurde an Museen in Deutschland und Tschechien abgegeben. Die Sammlung umfasste eine BLS ABDe 4/8 der ehemals Oensingen-Balsthal-Bahn, den ältesten Kesselwagen der Schweiz, die Teak-Speisewagen WR402, WR403 der Oensingen-Balsthal-Bahn (Orient-Express, ex CIWL/SBB, Baujahre 1906/1907)
Die Dampfbahn Furka-Bergstrecke führt zwischen Oberwald im Goms und Realp im Urserental über die historische Passlinie der Furka und durchquert dabei eine der eindrucksvollsten Hochgebirgslandschaften der Schweiz. Gletscher, wilde Bäche, schroffe Felsflanken und weite Alpweiden prägen diese Nahtstelle in der Längsfurche der Alpen. Die Strecke vermittelt unmittelbar die Kraft der Natur und die Pionierleistung des alpinen Eisenbahnbaus. Bereits 1914 erreichten die ersten Dampfzüge der Bahngesellschaft Brig-Furka-Disentis (BFD) die Hotelsiedlung Gletsch. 1926 verlängerte die Furka-Oberalp-Bahn (FO) die Linie bis Disentis und stellte damit den Anschluss an das Netz der Rhätischen Bahn her. Seit 1942 war die hochalpine Strecke elektrifiziert. Doch wegen extremer Klimabedingungen mit Schnee, Eis und Lawinen konnte der Betrieb nur in den Sommermonaten erfolgen. Mit dem Bau des Furka-Basistunnels, der 1982 in Betrieb ging, wurde die alte Bergstrecke stillgelegt. Die
Die Brienz Rothorn Bahn ist eine der eindrucksvollsten historischen Gebirgsbahnen der Schweiz und zugleich die einzige Dampfzahnradbahn des Landes, die ausschliesslich mit Dampflokomotiven betrieben wird. Am 31. Oktober 1891 erreichte erstmals eine Dampflokomotive den Gipfel des Brienzer Rothorns. Die offizielle Betriebseröffnung erfolgte am 17. Juni 1892. Bis 1914 verkehrten die Züge während der Sommermonate regelmässig von Brienz hinauf auf den 2350 Meter hohen Gipfel. Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurde der Betrieb eingestellt. Erst 1931, nach 16 Jahren Stillstand, konnte die Bahn wieder in Betrieb genommen werden. In dieser Zeit waren zahlreiche andere Zahnradbahnen elektrifiziert worden, sodass die Brienz Rothorn Bahn zur letzten reinen Dampfzahnradbahn der Schweiz wurde. Gerade diese Besonderheit verlieh ihr später einen hohen historischen und touristischen Wert. Heute gilt sie als lebendiges Denkmal der Dampfromantik und als technisches
Die Museumstoomtram Hoorn–Medemblik bietet eine der eindrucksvollsten Zeitreisen durch die niederländische Eisenbahngeschichte. Auf einer rund 20 Kilometer langen Strecke verbindet die historische Dampfkleinbahn die Städte Hoorn und Medemblik im westfriesischen Flachland. Ergänzt wird das Erlebnis durch eine Fährverbindung über das IJsselmeer nach Enkhuizen – eine Kombination aus Dampfzug und historischem Salonschiff, die an die große Zeit der Zuidersee erinnert. Die ursprüngliche Bahnstrecke wurde zwischen 1884 und 1935 von der Locaalspoorwegmaatschappij Hollands Noorderkwartier betrieben. Anfangs dominierten Dampflokomotiven den Verkehr, ab 1929 kamen Diesellokomotiven hinzu. Mit der Stilllegung des Bahnhofs Medemblik endete 1941 auch der Personenverkehr. Erst engagierte Eisenbahnfreunde retteten die Strecke vor dem endgültigen Verschwinden und machten sie zu einer lebendigen Museumsbahn. Herzstück der Sammlung ist die Dampflokomotive Nr.
Mitten in der waldreichen Landschaft der Veluwe lässt die Veluwsche Stoomtrein Maatschappij (VSM) die große Zeit der Dampfeisenbahn wieder aufleben. Seit 1975 betreibt der Verein historischen Zugverkehr auf der über 100 Jahre alten Bahnlinie zwischen Apeldoorn und Dieren. Die Strecke führt über Beekbergen, Loenen und Eerbeek und ist Teil der einstigen „Königslinie“, die ursprünglich eine Verbindung zwischen Zwolle, Apeldoorn und Dieren herstellte. Die Fahrt mit dem Dampfzug ist ein eindrucksvolles Erlebnis: Das rhythmische Schlagen der Kolben, das Zischen der Dampfpfeife und die kraftvolle Beschleunigung vermitteln authentische Eisenbahnromantik. Die Züge durchqueren ausgedehnte Wälder, Heideflächen und ländliche Ortschaften – eine Kulisse, die besonders im Frühling und Herbst ihren Reiz entfaltet. Im Laufe der Jahrzehnte hat die VSM einen beeindruckenden Fuhrpark aufgebaut. Neben mehreren betriebsfähigen Dampflokomotiven gehören auch historische
Die Museumsbahn Rosentalbahn in Kärnten ist eine nostalgische Schmalspurbahn, die eine faszinierende Zeitreise in die Vergangenheit des Eisenbahnverkehrs ermöglicht. Diese historische Bahnlinie verläuft durch das wunderschöne Rosental entlang der Drau und bietet eine einzigartige Möglichkeit, die malerische Landschaft Südkärntens auf besonders charmante Weise zu erkunden. Die Museumsbahn Rosentalbahn begeistert Eisenbahnliebhaber, Familien und Naturfreunde gleichermaßen und ist ein beliebtes Ausflugsziel in der Region. Die ursprüngliche Rosentalbahn, die 1906 eröffnet wurde, spielte einst eine bedeutende Rolle im Güter- und Personenverkehr. Heute wird sie als Museumsbahn betrieben und bietet mit ihren historischen Fahrzeugen und liebevoll restaurierten Waggons eine nostalgische Fahrt durch die idyllische Natur. Angetrieben von alten Dampflokomotiven oder nostalgischen ...
Die Pinzgauer Lokalbahn wurde am 2. Jänner 1898 eröffnet. Bereits 1889 gab es erste Pläne für die Errichtung einer Bahnstrecke von Zell am See in den Oberpinzgau. Die Vorarbeiten bis zur Konzessionserteilung dauerten jedoch noch bis 1896. Am 19. Mai 1896 unterzeichnete Kaiser Franz Josef I. die Urkunde zum Bau und Betrieb einer schmalspurigen Lokalbahn von Zell am See über Mittersill nach Krimml. Anfänglich verkehrten zwei Personenzüge, wobei ein Zug auch den Güterverkehr übernahm. Dieser diente in erster Linie dem Holztransport und dem Transport landwirtschaftlicher Güter. In Zell am See wurde die Fracht bis zur Einführung des Rollwagenbetriebs 1926 auf Normalspurwaggons umgeladen und weitertransportiert. Im Fahrgastbetrieb sorgten die Krimmler Wasserfälle für ein hohes touristisches Fahrgastaufkommen. Auch heute ist der Tourismus neben Pendlern, ...
Die Stainzerbahn, auch liebevoll „Flascherlzug“ genannt, ist eine historische Schmalspurbahn in der Weststeiermark und zählt zu den charmantesten Nostalgiebahnen Österreichs. Die Bahnlinie führt auf einer rund 11 Kilometer langen Strecke von Stainz über Preding-Wieselsdorf durch die sanften Hügel und Weingärten der Region. Die Fahrt mit der Stainzerbahn ist ein besonderes Erlebnis, das sowohl Familien als auch Eisenbahnfreunde begeistert. Ursprünglich wurde die Strecke 1892 eröffnet und diente einst dem Transport von Personen und Gütern. Ihren Spitznamen „Flascherlzug“ verdankt die Stainzerbahn der Geschichte der Region: Früher transportierten die Einheimischen Heilwasser in Flaschen, die in der Umgebung gewonnen wurden. Heute fahren liebevoll restaurierte Dampflokomotiven und historische Waggons, die das nostalgische Flair der Eisenbahnromantik aufleben lassen. Die Fahrt beginnt im ...
Die Taurachbahn im Land Salzburg ist eine nostalgische Schmalspurbahn, die mit ihrem einzigartigen Charme Einheimische und Touristen gleichermaßen begeistert. Eingebettet in die malerische Landschaft des Lungaus führt die Strecke von Mauterndorf nach St. Andrä und bietet eine Zeitreise in die Vergangenheit, als Dampflokomotiven und historische Waggons den Alltag prägten. Die rund 11 Kilometer lange Strecke wurde ursprünglich 1894 eröffnet und diente einst dem Güter- und Personenverkehr. Heute ist die Taurachbahn eine Museumsbahn, die liebevoll restaurierte Lokomotiven und Waggons aus vergangenen Zeiten präsentiert. Besonders in den Sommermonaten verkehren die historischen Züge und bieten ein unvergleichliches Erlebnis für Eisenbahnliebhaber und Familien. Während der Fahrt können die Passagiere die atemberaubende Bergkulisse, sanfte Wiesen und idyllische Dörfer genießen. Die ...
Die Museumstramway Mariazell-Erlaufsee ist bekannt für ihre historischen Schienenfahrzeuge mehrerer Österreichischer Straßenbahn- und Lokalbahnbetriebe, die auf hohem technischen Niveau restauriert wurden. Die normalspurige Straßenbahnstrecke entstand nicht wie die meisten anderen durch Reaktivierung einer eingestellten Bahnstrecke, sondern durch kompletten Neubau in den 1980er-Jahren. Da nach Jahren auf dem Schrottplatz oder zweckfremder Verwendung häufig nur noch wenig brauchbares Originalmaterial vorhanden ist, ist die umfangreiche Neufertigung auch von Großkomponenten jedoch unvermeidbar. In der Fahrzeugsammlung befindet sich unter anderem die einzige betriebsfähige Dampftramwaylokomotive der Straßenbahn Wien, die zugleich die älteste betriebsfähige Dampftramwaylokomotive der Welt ist. Seit ...
Die Achenseebahn ist eine Schmalspur-Zahnradbahn 1000mm Spurweite. Sie führt von Jenbach zum Seespitz am Achensee. Die Strecke ist nicht elektrifiziert und wird fahrplanmäßig ausschließlich mit Dampflokomotiven befahren. 1889 wurde die 6,76km lange Strecke feierlich eröffnet. Die knapp 7 km lange Strecke beginnt in Jenbach, dem einzigen österreichischen Bahnhof mit drei unterschiedlichen Spurweiten. Hier treffen sich die Normalspurige ÖBB, die 760mm-Schmalspur der Zillertalbahn und die Meterspur der Achenseebahn. Die Steilstrecke von Jenbach hinauf nach Eben ist mit einer Leiterzahnstange nach dem System Riggenbach ausgestattet, da hier eine maximale Steigung von 160‰ überwunden werden muss. Von dort geht es wieder ohne Zahnrad in leichtem Gefälle zum Seespitz am Ufer des Achensee, wo Anschluss zu den ...
Niederösterreich ist durchzogen von vielen interessanten Bahnstrecken abseits der Hauptverkehrsachsen. Schmalspurbahnen sind die Mariazellerbahn zwischen St. Pölten und Mariazell, die Citybahn Waidhofen zwischen Bahnhof und Stadtzentrum von Waidhofen, die Waldviertlerbahn zwischen Gmünd, Groß Gerungs, Litschau und Heidenreichstein, die Wachaubahn am Donauufer zwischen Krems und Emmersdorf, der Reblaus Express zwischen Retz und Drosendorf sowie die Bergzahnradbahn Schneebergbahn und die Bergbahn Mitterbach auf die Gemeindealpe. Auf einigen Strecken verkehren in der Urlaubszeit auch Sonderzüge mit historischen Dampflokomotiven. 1993 wurde für diese Nebenstrecken die Niederösterreichische Verkehrsorganisationsgesellschaft NÖVOG für die Berg-, Regional- und Schmalspurbahnen in Niederösterreich gegründet. Seither werden die schmalspurigen Strecken .. /1W
Die Zillertalbahn ist eine Schmalspurbahn der Bosnischen Spurweite von 760mm und führt durch das Zillertal in Tirol von Jenbach an der ÖBB Inntalstrecke nach Mayrhofen. Seit Ende der 1860er Jahre wurde der Bau einer Eisenbahnstrecke gefordert, da die vorhandenen Straßen schlecht befahrbar waren. Auch mussten Reisende nach Mayrhofen eine Übernachtung in Zell am Ziller einplanen. Doch erst 1892 wurden sich die Gemeindevorsteher einig und gründeten ein sogenanntes Bahnkomitee das drei Jahre später den Bahnbau beschloss. Mehrere Projekte wurden untersucht, auch eine Verbindung zur Pinzgauer Lokalbahn über den Gerlospass. Aus Kostengründen und militärischen Erwägungen wurde die Strecke in Bosnischer Spurweite (760mm) gebaut. Mit großen Mühen und unter finanziellen Schwierigkeiten konnte die Bahn 1902 bis Mayrhofen in Betrieb ...
Im ehemaligen Bahnwärterhaus 167, direkt am weltberühmten Viadukt 'kalte Rinne' gelegen, habe ich das 1. - und meines Wissens weltweit einzigen - Museum für CARL RITTER v. GHEGA eingerichtet. Von der Geburt bis zum Tod habe ich zahlreiche Unterlagen, mit Hilfe des ö. Staatsarchivs, zusammen getragen. Wichtige Wegbegleiter werden ebenso gezeigt, wie etwa (Kopien) der Pläne, welche CARL RITTER v. GHEGA einst gezeichnet hat. Das Haus steht unter Denkmalschutz. Zum Unterschied von den anderen noch existierenden Bahnwärterhäusern besteht dieses Haus aus Mischbauweise: 80% Ziegel, 20% Bruchsteine. Da es die ÖBB verfallen ließen, habe ich es mit einer handvoll Freunden vom Keller bis zum Dach saniert. Unterstützung gab und gibt es von niemanden! ges auf einem geschotterten Waldweg bergauf bis zum Ghega-Museum.
Das Tramway Museum Graz befindet sich in der ehemaligen Remise der Kleinbahn Graz-Mariatrost an der Endstation Mariatrost der Straßenbahnlinie 1 der Holding Graz Linien. Es beherbergt vor allem Triebwagen der Straßenbahn aus Graz, aber auch aus anderen Städten, unter anderem Wien, Amsterdam und New York City. Der Verein Tramway Museum Graz wurde 1971 gegründet. Zur Zeit beherbergt das Museum neben vielen Kleinobjekten 40 historische Fahrzeuge, das älteste aus dem Jahr 1873. Die jüngere Geschichte des öffentlichen Verkehrs in Graz beginnt Mitte des 19. Jahrhunderts. Aufgrund der zunehmenden Industrialisierung wurden die Wege von und zur Arbeit häufiger und auch länger. Stellwagen, die ersten Einrichtungen des öffentlichen Verkehrs, reichten nicht mehr aus. 1878 nahm die Pferdestraßenbahn vom damaligen Südbahnhof (heute Hauptbahnhof) zum ...
Die Gurkthalbahn war 1898 eine Schmalspurbahn mit 760mm Spurweite zwischen Treibach-Althofen und Klein-Glödnitz im Gurktal in Kärnten. Heute wird auf einer 3km langen Reststrecke zwischen Treibach-Althofen und Pöckstein-Zwischenwässern in den Sommermonaten mit Dampflokomotiven als Gurkthalbahn - Kärntner Museumsbahn gefahren. Die Gurkthalbahn war die erste Museumsbahn in Österreich. Auf der Gurkthalbahn können Sie noch echte Schmalspurromantik erleben. Wie vor mehr als hundert Jahren ziehen Dampflokomotiven den Zug durch blühende Wiesen und Felder. Der Verein Gurkthalbahn hat es sich zum Ziel gesetzt, die historischen Fahrzeuge von einst nicht nur zu erhalten, sondern auch zu betreiben und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Familien haben dadurch die seltene Gelegenheit, die Fahrten mit den Dampflokomotiven zu ...
Im September 1891 als Zahnradbahn eröffnet und als solche bis 1978 mit Dampflokomotiven betrieben, zählt die Erzbergbahn zweifellos zu den schönsten Bahnstrecken Österreichs. Dass sie außerdem die steilste Normalspurbahn der Europäischen Union ist, verleiht ihr zusätzlich Anziehungskraft. Eisenbahnliebhaber aus aller Welt kennen die Erzbergbahn aus jener Zeit, als sie unter schwersten Bedingungen für den Erztransport vom Steirischen Erzberg zu den Hochöfen nach Vordernberg und Donawitz bei Leoben sorgte. Nach dem Entfall dieser Verkehrsleistung wurde die Strecke im Mai 1988 von den Österreichischen Bundesbahnen eingestellt und dem Verein Erzbergbahn für den Betrieb einer Museumseisenbahn verpachtet. Im Jahr 2003 hat der Verein die Bahnlinie, sowie die Zugförderungsstelle Vordernberg und den Bahnhof Erzberg von den ÖBB käuflich ...
Dänemark besitzt ein Eisenbahnnetz von besonderer verkehrsgeografischer Bedeutung, da es als Bindeglied zwischen Mitteleuropa und Skandinavien fungiert. Historische Fährverbindungen über Kleinen und Großen Belt sowie die Vogelfluglinie prägten jahrzehntelang den internationalen Verkehr zwischen Nord- und Ostsee. Heute verbinden moderne Brücken und Tunnel Kopenhagen mit Malmö und schaffen eine leistungsfähige Nord-Süd-Achse bis zur deutschen Grenze bei Padborg. Die Bahnstrecken führen durch abwechslungsreiche Küstenlandschaften, über Inseln und durch bedeutende Städte wie Kopenhagen, Roskilde, Odense und Aarhus. Das Eisenbahnmagazin Dänemark stellt die wichtigsten Bahnlinien, technische Besonderheiten und die spannende Entwicklung der dänischen Eisenbahn vor und lädt dazu ein, das Land und seine faszinierenden Verkehrswege zwischen Nord- und Ostsee mit der Bahn zu entdecken. (c)WV
Mitten im Zentrum von Odense, nur wenige Gehminuten nördlich des Hauptbahnhofs, befindet sich das Danmarks Jernbanemuseum. Untergebracht ist es in einem ehemaligen Lokschuppen an der Dannebrogsgade, der 1954 als Werkstatt für die Staatsbahnen DSB und die nordfünischen Privatbahnen errichtet wurde. Heute beherbergt das Gebäude eine der bedeutendsten eisenbahnhistorischen Sammlungen Skandinaviens. Die Ausstellung spannt einen weiten Bogen von den Anfängen der dänischen Eisenbahn bis in die moderne Traktionsära. Zu den ältesten Exponaten gehört die Dampflokomotive H40 aus dem Jahr 1868, ein eindrucksvolles Zeugnis der frühen Industrialisierung. Am anderen Ende der Zeitskala steht die dieselelektrische ME-Lokomotive von 1981, die für den schweren Schnellzugdienst beschafft wurde. Dazwischen dokumentieren zahlreiche Lokomotiven und Wagen die technische und gesellschaftliche Entwicklung des Bahnverkehrs in Dänemark. Besonders beeindruckend
Die Flåmsbana zählt zu den spektakulärsten Eisenbahnstrecken Europas und ist eine der meistbesuchten Touristenattraktionen Norwegens. Als eingleisige normalspurige Nebenstrecke zweigt sie im auf 864 Metern über dem Meer gelegenen Bahnhof Myrdal von der Bergenbahn ab und führt auf nur 20,2 Kilometern hinunter nach Flåm am Aurlandsfjord, der nahezu auf Meereshöhe liegt. Dabei überwindet sie einen Höhenunterschied von 864 Metern – eine außergewöhnliche ingenieurtechnische Leistung. Mit dem Bau der Strecke wurde 1923 begonnen. Ursprünglich diente sie dem Gütertransport und sollte eine Verbindung zwischen der Bergenbahn und dem Sognefjord herstellen. Gleichzeitig ersetzte sie den letzten Abschnitt des historischen Rallarvegen, der während des Baus der Bergenbahn als Versorgungsweg diente. Wie viele Nebenbahnen Norwegens war auch die Flåmsbana in den 1950er- und 1960er-Jahren von Stilllegungsplänen betroffen, wurde jedoch aufgrund
Die Bergenbahn zählt zu den eindrucksvollsten Eisenbahnstrecken Europas. Sie verbindet Oslo mit der Hafenstadt Bergen an der Westküste Norwegens und durchquert dabei einige der spektakulärsten Landschaften Skandinaviens. Über Geilo und Voss führt die Strecke über weite Abschnitte oberhalb der Baumgrenze durch die Hochebene der Hardangervidda – vorbei an Gletschern, Fjorden und subpolarer Natur. Ursprünglich war geplant, mit dieser Bahnverbindung die wichtigen Handelsstädte Bergen und Stockholm innerhalb der damals vereinigten Königreiche Norwegen und Schweden zu verbinden. Nach der norwegischen Unabhängigkeit im Jahr 1905 änderten sich die Prioritäten: Nun sollte eine leistungsfähige Verbindung zwischen den beiden wichtigsten norwegischen Städten Oslo und Bergen geschaffen werden. 1909 wurde die Strecke eröffnet und ermöglichte erstmals eine vergleichsweise schnelle und ganzjährig nutzbare Verbindung zwischen Ost- und
Mit der Dovrebanen und der Nordlandsbanen führen zwei der eindrucksvollsten Bahnstrecken Norwegens tief in den Norden des Landes. Die 552 Kilometer lange Dovrebanen verbindet Oslo mit Trondheim, während die 729 Kilometer lange Nordlandsbanen weiter bis nach Bodø reicht. Gemeinsam bilden sie die wichtigste Nord-Süd-Achse des norwegischen Eisenbahnnetzes. Die Dovrebanen nutzt von Oslo bis Eidsvoll eine moderne Schnellfahrstrecke. Danach folgt sie der ursprünglichen Trasse entlang des Mjøsa-Sees. Über Hamar und Lillehammer – Austragungsort der Olympischen Winterspiele 1994 – führt die Strecke in das weite Gudbrandsdal. Über Otta und Dovre erreicht sie den Bahnknoten Dombås, wo die Raumabahn nach Åndalsnes abzweigt. Hinter Dombås beginnt der hochalpine Abschnitt. Die Strecke steigt zur Hochebene bei Fokstua an und erreicht bei Hjerkinn mit 1.024 Metern ihren höchsten Punkt. Diese Region ist von karger Tundralandschaft
Die Inlandsbanan ist eine der längsten und eindrucksvollsten Eisenbahnstrecken Skandinaviens. Über mehr als 1.288 Kilometer führt sie von Kristinehamn in Südschweden bis nach Gällivare im hohen Norden. Sie verläuft fernab der dicht besiedelten Küstenregionen durch Wälder, Moore und Seenlandschaften – eine Bahnlinie mitten durch die schwedische Wildnis. Historisch wurde die Inlandsbahn als strategische Nord-Süd-Verbindung im Landesinneren gebaut. Ziel war es, abgelegene Regionen zu erschließen und wirtschaftlich zu entwickeln. Über Jahrzehnte spielte sie eine wichtige Rolle im Güterverkehr, insbesondere für Holztransporte, Bergbauprodukte und allgemeine Waren. Auch heute besitzt die Strecke weiterhin Bedeutung für den Transport von Rohstoffen. Für den Personenverkehr verlor die Inlandsbahn im Laufe der Zeit an Bedeutung. Der reguläre Verkehr wurde stark reduziert und beschränkte sich lange Zeit auf die Sommermonate. In dieser Phase entwickelte sich die
Walder-Verlag - Reiseführer rund um Natur, Geschichte, Kunst und Kultur: Der Walder-Verlag bietet Reiseführer für verschiedene Regionen mit vielen Sehenswürdigkeiten, Bahnreiseführer bekannter Bahnstrecken, Radtourenführer entlang abwechslungsreicher Flusslandschaften und Wanderführer in verschiedenen Mittelgebirgslandschaften an. Neu im Programm sind 'online'-Reisemagazine zu beliebten Ausflugszielen in Europa. All das ist für Sie auf Internet-Seiten zusammengestellt unter
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Foto: Ingrid Walder und Achim Walder
Text: Ingrid Walder und freie Mitarbeiter*innen und Mitarbeiter*innen des Walder-Verlags
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