Reiseführer Achenseebahn in Tirol
Die Achenseebahn ist eine der außergewöhnlichsten Schmalspurbahnen Europas und gilt als älteste ausschließlich mit Dampf betriebene Zahnradbahn des Kontinents im fahrplanmäßigen Einsatz. Sie verbindet seit dem Jahr 1889 den Ort Jenbach im Inntal mit dem Seespitz am Südufer des Achensees und überwindet dabei auf knapp sieben Kilometern Strecke einen markanten Höhenunterschied mit einer Maximalsteigung von 160 Promille. Die Bahn folgt dem System des gemischten Adhäsions- und Zahnstangenbetriebs, wie es in der Gründerzeit des Eisenbahnwesens für steile Gebirgsbahnen üblich war. Die Konzession zum Bau und Betrieb der Bahn wurde am 1. August 1888 von Kaiser Franz Josef I. persönlich erteilt und ist heute noch als prachtvoll gestaltete Originalurkunde mit dem kaiserlichen Siegel im Besitz der Bahn erhalten. Der Betrieb erfolgt bis heute ausschließlich mit Dampflokomotiven, die größtenteils noch aus der Anfangszeit der Bahn stammen und als technische Denkmale von europäischem Rang gelten. Ihre 180 PS starken Maschinen mit der typischen Dampfzylinder-Bauweise stemmen sich pfeifend, fauchend und stampfend die steile Bergstrecke hinauf zum Achensee, vorbei an duftenden Wiesen, durch lichte Wälder und über kleine Viadukte, wobei sich während der Fahrt eindrucksvolle Ausblicke auf das Inntal und die Tiroler Bergwelt öffnen. Der Bahnhof Jenbach, Ausgangspunkt der Achenseebahn, ist eine eisenbahntechnische Besonderheit, denn hier treffen drei verschiedene Spurweiten aufeinander: die Normalspur der Österreichischen Bundesbahnen mit 1435 Millimetern, die 760 Millimeter breite Zillertalbahn und die 1000 Millimeter Spurweite der Achenseebahn. Bereits bei ihrer Eröffnung galt die Bahn als technisches Wagnis und wurde nicht von allen Zeitgenossen als zukunftsweisend betrachtet, doch bald erwies sich die neue Verbindung als unschätzbare Erleichterung für den Sommerfrischler- und Ausflugsverkehr ins Achental. Die Fahrt selbst ist bis heute ein Erlebnis mit historischem Flair, denn in den offenen Waggons herrscht nostalgische Atmosphäre, wenn der Schaffner außen am Waggon über das Trittbrett zu den Fahrgästen gelangt, um die Billette zu zwicken – ganz wie zu Kaisers Zeiten. Die nur in der Sommersaison verkehrende Bahn endet an der Anlegestelle Seespitz, wo die Passagiere direkt in die Achenseeschifffahrt umsteigen können. So entsteht eine traditionsreiche Verbindung zwischen Bahn und Schiff, die seit über 130 Jahren das touristische Erleben des Achensees mit einer einzigartigen technischen Kulturleistung verbindet. Die Achenseebahn ist weit mehr als ein Transportmittel – sie ist ein lebendiges Zeugnis österreichischer Ingenieurskunst, eine bewahrte Erinnerung an die kaiserliche Zeit und eine romantische Zeitreise durch eine der schönsten Regionen Tirols. (c)WV
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Redaktion: Ingrid Walder und Achim Walder
Foto: Ingrid Walder und Achim Walder
Text: Ingrid Walder und freie Mitarbeiter*innen und Mitarbeiter*innen des Walder-Verlags
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