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Reiseführer Europa

(c) Ingrid + Achim Walder

Bahnreise durch Skandinavien 1982
21 Tage Rundreise durch Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland

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Eine große, zusammenhängende Route mit Bahn, Schiff und einzelnen Busetappen – landschaftlich spektakulär, kulturell vielseitig und ideal für entschleunigtes Reisen. Die Strecke verbindet große Metropolen mit stillen Küstenabschnitten und weiten Landschaften, führt über ikonische Bahnlinien und ergänzt das Schienenerlebnis dort, wo Wasserwege oder kurze Busverbindungen sinnvoll sind. Nachtzüge sparen wertvolle Reisezeit und machen aus Distanzen einen komfortablen Übergang, während lange Tagesfahrten mit Panoramablicken belohnen und das Unterwegssein selbst zum Höhepunkt werden lassen. Durch bewusst eingeplante Pausentage entsteht ein guter Rhythmus aus Bewegung und Ankommen, sodass sich Städte, Natur und Kultur ohne Hektik erleben lassen. Gleichzeitig bleibt die Reise konsequent nachhaltig, weil sie auf öffentliche Verkehrsmittel setzt und damit eine stimmige Alternative zum Flug darstellt. Kurzfazit: Diese Übersicht zeigt eine ambitionierte, aber gut machbare Bahnreise mit ausgewogenem Tempo. Längere Fahretappen werden durch Panoramastrecken und Nachtzüge abgefedert, Pausen schaffen Luft für Besichtigungen, Spaziergänge und spontane Entdeckungen. Eine inspirierende Blaupause für eine große skandinavische Bahnexpedition. Hinweis: wenige neue Bilder, für die keine Originale vorhanden sind, wurden von Freuden bereitgestellt.

Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Hamburg HauptbahnhofReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - 21 Tage Rundreise durch Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland

1. Tag: Bahnreise Hamburg – Flensburg – Glücksburg – Padborg (DK)

Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Hamburg HauptbahnhofReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Hamburg Hauptbahnhof

Morgens um 6 Uhr begann in Bonn die große Skandinavien-Rundreise mit einer langen, aber von Vorfreude geprägten Bahnfahrt Richtung Norden. Schon die ersten Kilometer machten deutlich, dass nicht nur ein Ortswechsel bevorstand, sondern der bewusste Start in eine Reise, bei der der Weg selbst eine zentrale Rolle spielte. Die erste Etappe führte über Köln, Dortmund und Hamburg bis nach Flensburg und vermittelte bereits unterwegs das Gefühl eines allmählichen Übergangs von Mitteleuropa in den skandinavisch geprägten Raum. Mit jedem Streckenabschnitt rückte der Norden näher, die Landschaft öffnete sich, Städte gingen zunehmend in weite Ebenen über, und das Tempo des Reisens wurde gefühlt ruhiger. Aus dem funktionalen Alltag der deutschen Verkehrsachsen wurde Schritt für Schritt eine Reise, bei der Beobachten, Ankommen und Durchatmen wichtiger wurden als reine Geschwindigkeit. Diese erste lange Bahnfahrt stimmte auf die kommenden Wochen ein und markierte bewusst den Auftakt einer entschleunigten Entdeckung Skandinaviens.

Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - FlensburgReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Flensburg

Flensburg*** - Stadtrundgang

Stadtrundgang Flensburg: Der Stadtrundgang durch Flensburg begann am Südermarkt, dem lebendigen Zentrum der Altstadt, wo historische Fassaden, kleine Geschäfte und Cafés das typische Flair der Stadt prägen. Von hier führte der Weg durch enge Gassen zum Nordertor, dem einzigen erhaltenen Stadttor, das eindrucksvoll an die mittelalterliche Vergangenheit erinnert. Anschließend ging es in den Oluf-Samson-Gang, eine der ältesten Straßen Flensburgs, deren kleine Fischerhäuser und Kopfsteinpflaster einen authentischen Eindruck vom Leben früherer Jahrhunderte vermitteln. Über mehrere historische Kaufmannshöfe eröffnete sich ein Blick auf den einstigen Reichtum der Handelsstadt, bevor der Rundgang an der St.-Nikolai-Kirche vorbeiführte, die mit ihrem Turm die Silhouette prägt. Den Abschluss bildete der Hafen, wo historische Segelschiffe, moderne Boote und die Uferpromenade das maritime Erbe Flensburgs bis heute erlebbar machen.
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Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Schloss GlücksburgReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Schloss Glücksburg

Schloss Glücksburg**

Am Nachmittag wurde die Reise fortgesetzt, als es mit dem Linienbus von Flensburg nach Glücksburg ging. Bereits diese kurze Fahrt verdeutlichte den fließenden Übergang zwischen Stadt, Förde und ländlichem Umland, denn ruhige Straßen, grüne Wiesen und weite Blicke bestimmten das Bild. Ziel war Schloss Glücksburg, eines der bedeutendsten Wasserschlösser Nordeuropas, das malerisch inmitten eines Sees liegt und schon von außen mit seiner klaren Renaissancearchitektur, den hellen Fassaden und den spiegelnden Wasserflächen beeindruckt. Bei der Besichtigung erschlossen sich die historischen Innenräume, die einen anschaulichen Einblick in die Geschichte des herzoglichen Hauses und die politische Bedeutung des Schlosses vermitteln. Die besondere Lage, umgeben von Wasser und Parklandschaft, verleiht dem Ort eine wohltuende Ruhe und machte diesen Programmpunkt zu einem kulturellen Höhepunkt des Tages. Anschließend ging es zurück nach Flensburg, bevor am frühen Abend die kurze Bahnfahrt zum Hotel im dänischen Padborg folgte. Der Grenzübertritt erfolgte nahezu unmerklich und unterstrich bereits am ersten Reisetag den internationalen Charakter der bevorstehenden Rundreise. Der Tag klang ruhig aus und bot mit der gelungenen Verbindung aus Bahn, Bus, Kultur und erster Auslandsetappe einen stimmungsvollen und motivierenden Auftakt der Reise.
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2. Tag: Bahnreise Padborg – Kolding – Esbjerg – Herning – Aarhus – Vejle – Hobro

Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Bahnstrecke in JütlandReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Bahnstrecke in Jütland

Der zweite Reisetag begann früh um 6:05 Uhr am Bahnhof Padborg und stand ganz im Zeichen einer langen, aber eindrucksvollen Durchquerung Jütlands. Mit einem Regionalzug führte die Fahrt durch weite Teile des dänischen Festlands und eröffnete von Beginn an einen intensiven Blick auf die Landschaft und den Alltag abseits der großen Städte. Die Strecke verlief über Tønder, Esbjerg, Skjern, Herning, Vejle und weiter bis nach Hobro und zeigte dabei die ganze Bandbreite Jütlands. Weite Marschlandschaften im Westen, landwirtschaftlich geprägte Regionen mit Feldern und Höfen sowie kleinere Städte mit funktionalen Bahnhöfen wechselten sich kontinuierlich ab. Immer wieder öffneten sich weite Horizonte, der Blick schweifte über flaches Land, Wiesen und Wasserläufe, während Windkraftanlagen und moderne Infrastruktur das zeitgemäße Gesicht Dänemarks unterstrichen. Die zahlreichen Zwischenhalte strukturierten den Tag, ohne die Ruhe der Fahrt zu unterbrechen, und boten Gelegenheit, das gleichmäßige Tempo der Regionalzüge bewusst wahrzunehmen. Gerade diese Langsamkeit machte den Reiz der Etappe aus, denn sie erlaubte es, die Landschaft aufmerksam zu beobachten und die Veränderungen von Region zu Region nachzuvollziehen. Trotz der Länge wirkte der Reisetag nie eintönig, sondern entwickelte sich zu einer abwechslungsreichen Bahnfahrt, bei der der Weg selbst zum Erlebnis wurde und die landschaftliche wie strukturelle Vielfalt Jütlands eindrucksvoll erlebbar machte.

Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - EsbjergReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Esbjerg

Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Bahnstrecke in JütlandReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Bahnstrecke in Jütland

Nach der Ankunft in Hobro führte der erste Weg zunächst ins Hotel, um nach der langen Bahnfahrt kurz anzukommen und neue Kraft zu sammeln. Anschließend ging es zu Fuß weiter zur Wikingersiedlung Fyrkat, die deutlich außerhalb des heutigen Stadtzentrums liegt und bereits durch ihre Lage erahnen lässt, dass hier einst bewusst ein strategisch günstiger Ort gewählt wurde. Der Weg dorthin führte durch ruhige Randbereiche Hobros und offene Landschaft, vorbei an Feldern und Grünflächen, wodurch sich ein allmählicher Übergang von der modernen Stadt in eine historisch geprägte Umgebung vollzog. Die Entfernung machte den Besuch zu einem kleinen Spaziergang, der Zeit zum Abschalten bot und den Blick für die Umgebung schärfte.

Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Wikingerburg FyrkatReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Wikingerburg Fyrkat

Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Wikingerburg FyrkatReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Wikingerburg Fyrkat

Hobro, Wikinger Siedlung Fyrkat

Die Wikingerburg Fyrkat bei Hobro gehört zu den bedeutendsten Anlagen dieser Art in Dänemark und vermittelt mit ihrem streng geometrischen Aufbau einen eindrucksvollen Einblick in die Lebenswelt des 10. Jahrhunderts. Die ringförmige Festung mit vier Toren und rekonstruierten Langhäusern zeigt die hohe Organisations- und Planungskompetenz der Wikingerzeit und verdeutlicht die enge Verbindung von Alltag, Gemeinschaft und Verteidigung. Weit außerhalb der Stadt gelegen, verbindet Fyrkat Geschichte und Landschaft auf besondere Weise und entfaltet eine ruhige, konzentrierte Atmosphäre. Der Besuch bildete einen stimmungsvollen Abschluss des Tages und ergänzte die lange Bahnfahrt um eine eindrucksvolle historische Dimension.
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3. Tag: Bahnreise Hobro – Jelling – Fredericia – Kleine-Belt-Brücke – Odense – Großer Belt – Kopenhagen

Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Bahnstrecke in JütlandReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Bahnstrecke in Jütland

Nach dem Frühstück ging es vom Bahnhof Hobro weiter auf die nächste Etappe der Reise. Bereits am Bahnhof sorgte eine besondere Begegnung für Eisenbahnfreude, denn dort war die kultige NOAB-Lokomotive der dänischen Eisenbahn zu sehen, ein markantes Relikt skandinavischer Bahngeschichte, das mit seiner robusten Form und dem charakteristischen Design sofort ins Auge fiel und den Reisetag stimmungsvoll einleitete. Nächstes Ziel waren die Jelling-Monumente, ein herausragendes Zeugnis der Wikingerzeit und UNESCO-Welterbe. Schon beim Ankommen wird deutlich, dass dieser Ort eine zentrale Rolle in der dänischen Geschichte spielt.

Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Jelling - Monumente, UNESCO-WelterbeReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Jelling - Monumente, UNESCO-Welterbe

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Jelling*** - Monumente, UNESCO-Welterbe

Die monumentalen Grabhügel, die berühmten Runensteine und die weiträumig gestaltete Anlage vermitteln eindrucksvoll die Bedeutung Jellings als politisches und religiöses Zentrum der frühen Könige. Jelling gilt als Herz der dänischen Geschichte und als Wiege des Königreichs Dänemark. Zwischen den beiden mächtigen Grabhügeln erhebt sich die Kirche von Jelling, die um das Jahr 1100 errichtet wurde und sinnbildlich für den Übergang von der heidnischen Wikingerkultur zum Christentum steht. Unmittelbar davor befinden sich die beiden weltberühmten Runensteine, die als nationale Symbole gelten. Der kleinere Stein wurde von König Gorm dem Alten zum Gedenken an seine Frau Thyra gesetzt, während der größere Stein von Harald Blauzahn stammt, der hier seine Machtansprüche und die Christianisierung der Dänen verewigen ließ. Diese Inschriften machen Geschichte unmittelbar greifbar und verleihen dem Ort eine außergewöhnliche Authentizität. Das weitläufige Gelände mit Ausgrabungsflächen und rekonstruierten Strukturen lässt die Dimensionen der historischen Anlage erahnen und vermittelt ein eindrucksvolles Bild der einstigen Bedeutung Jellings. Ergänzt wird der Besuch durch das moderne Museum, das mit anschaulichen Darstellungen, Modellen und Originalfunden das Leben, den Glauben und die Machtstrukturen der Wikingerzeit verständlich macht. Eine Nachbildung eines Wikingerschiffes verdeutlicht zudem die maritime Ausrichtung und das technische Können dieser Epoche. Der Aufenthalt in Jelling entwickelte sich so zu einem intensiven Geschichtserlebnis und bildete einen inhaltlich starken Kontrapunkt zur Bahnfahrt, indem er die kulturellen Wurzeln Dänemarks lebendig und nachvollziehbar vor Augen führte.
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Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Bahnstrecke in JütlandReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Bahnstrecke in Jütland

Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Fredericia - JütdlandReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Fredericia - Jütdland

Fredericia - Jütland

Kurzer Stadtrundgang durch Fredericia: Der Rundgang durch Fredericia begann am historischen Stadtkern, der noch heute von den gut erhaltenen Wallanlagen geprägt ist. Ein Spaziergang entlang der Stadtmauer vermittelte einen anschaulichen Eindruck von der einstigen Festungsstadt und eröffnete immer wieder schöne Ausblicke auf die Umgebung. Im Zentrum erinnerte das Denkmal des Landsoldaten an die bewegte Geschichte des 19. Jahrhunderts und bildete einen markanten Orientierungspunkt. Von hier führen ruhige Straßen mit schlichten, funktionalen Häusern Richtung Hafen, der den Übergang von Militärgeschichte zur modernen Stadtentwicklung sichtbar macht. Der kurze Rundgang verband Geschichte, Weitblick und maritime Atmosphäre und eignete sich ideal als entspannte Zwischenetappe auf der Weiterreise.
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Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Bahnbrücke Kleiner BeltReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Bahnbrücke Kleiner Belt

Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Bahnbrücke Kleiner BeltReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Bahnbrücke Kleiner Belt

Kleiner-Belt-Brücke

Die Überquerung der Kleiner-Belt-Brücke bot eindrucksvolle Ausblicke auf Meer und Küstenlandschaft. In Odense, der Geburtsstadt Hans Christian Andersens, wechselte die Szenerie erneut, bevor die Fahrt mit der Eisenbahnfähre über den Großen Belt ein besonderes Verkehrserlebnis bot.

Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien Odense _ Insel FynReiseführer Bahnreise durch Skandinavien Odense - Insel Fyn

Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Eisenbahnfähre Großer BeltReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Eisenbahnfähre Großer Belt

Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Eisenbahnfähre Großer BeltReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Eisenbahnfähre Großer Belt

Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Eisenbahnfähre Großer BeltReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Eisenbahnfähre Großer Belt

Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Eisenbahnfähre Großer BeltReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Eisenbahnfähre Großer Belt

Eisenbahnfähre von der Insel Fyn zur Insel Seeland

Die Überfahrt mit der Fähre bildete einen besonderen Abschnitt der Reise und verlieh der Verbindung ihren ganz eigenen Reiz. Vor dem Ablegen wurden die Eisenbahnwagen sorgfältig auf das Fährschiff rangiert, ein technisch wie organisatorisch aufwendiger Vorgang, bei dem Lokomotiven und Hafenpersonal präzise zusammenarbeiten. Sobald die Wagen sicher verladen waren, begann die eigentliche Seereise. An Bord boten die großzügigen Aufenthaltsräume, Cafés und offenen Decks Gelegenheit, die Passage entspannt zu erleben, frische Seeluft zu genießen und den Blick über das Wasser schweifen zu lassen. Die Fährschiffe selbst sind als schwimmende Verkehrsbauwerke konzipiert, robust und funktional, zugleich aber auf den Komfort der Reisenden ausgelegt. Die Überfahrt schaffte eine bewusste Pause im Reiseablauf, unterbrach die Bahnfahrt auf angenehme Weise und machte den Wechsel zwischen Land und Meer unmittelbar erlebbar.

Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Kopenhagen HauptbahnhofReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Kopenhagen Hauptbahnhof

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Kopenhagen - Hauptbahnhof

Der Hauptbahnhof von Kopenhagen ist eines der wichtigsten Verkehrsdrehkreuze Skandinaviens und bildet für viele Reisende das Tor zur dänischen Hauptstadt. Das großzügige Empfangsgebäude verbindet historische Architektur mit moderner Funktionalität und vermittelt bereits bei der Ankunft ein urbanes, weltoffenes Flair. Weite Hallen, klare Wegeführungen und ein lebendiger Mix aus Reisenden, Pendlern und Besuchern prägen das Bild. Der Bahnhof ist nicht nur ein reiner Verkehrsort, sondern zugleich ein Stück Stadtleben mit Geschäften, Gastronomie und direktem Anschluss an Metro, S-Bahn und Fernverkehr. Von hier aus sind sowohl die Innenstadt als auch internationale Bahnverbindungen schnell erreichbar, was den Bahnhof zu einem zentralen Knotenpunkt für Bahnreisen durch Dänemark und nach Skandinavien macht. Der Aufenthalt wirkt trotz der Größe übersichtlich und gut organisiert und unterstreicht den hohen Stellenwert der Eisenbahn im dänischen Alltag.

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Tag 4: Kopenhagen - Hauptstadt Dänemark, Schloss Frederiksborg - Schloss Kronborg

Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - KoppenhagenReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Koppenhagen

Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - KoppenhagenReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Koppenhagen

Kopenhagen*** - Hauptstadt Dänemark - Stadbesichtigung

Der vierte Reisetag stand ganz im Zeichen der dänischen Hauptstadt und ihrer königlichen Geschichte. Am Morgen begann die Stadtbesichtigung in Kopenhagen, einer der lebenswertesten Metropolen Europas. Rund um den historischen Stadtkern zeigten sich markante Wahrzeichen wie der Rathausplatz, die Einkaufsmeile Strøget und der lebendige Hafenbereich Nyhavn mit seinen farbenfrohen Giebelhäusern. Zwischen moderner Architektur, alten Speicherhäusern und königlichen Residenzen entstand ein abwechslungsreiches Stadtbild, das Tradition und Gegenwart harmonisch verbindet. Auch ein Blick auf Schloss Amalienborg, die Residenz der dänischen Königsfamilie, durfte dabei nicht fehlen. Im Anschluss führte ein Ausflug nach Nordseeland zum Schloss Frederiksborg. Die prachtvolle Anlage liegt idyllisch auf mehreren Inseln inmitten eines Sees und gilt als eines der bedeutendsten Renaissance-Schlösser Skandinaviens. Reich geschmückte Säle, prunkvolle Decken und die Schlosskirche vermittelten einen eindrucksvollen Einblick in die Geschichte des dänischen Königreichs. Besonders der weitläufige Barockgarten unterstrich die repräsentative Bedeutung dieser Schlossanlage.
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Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Bahnstrecke auf SeelandReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Bahnstrecke auf Seeland

Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Schloss FrederiksborgReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Schloss Frederiksborg

Hilleroed, Schloss Frederiksborg***

Im Anschluss führte ein Ausflug nach Nordseeland zum Schloss Frederiksborg, das als eines der bedeutendsten Renaissanceschlösser Dänemarks gilt. Die weitläufige Anlage erstreckt sich über mehrere Inseln inmitten eines Sees und beeindruckt durch das harmonische Zusammenspiel von Wasser, Architektur und Landschaft. Einst königliche Residenz und heute nationales Geschichtsmuseum, vermittelt das Schloss mit seinen prunkvoll ausgestatteten Sälen, kunstvollen Decken und historischen Darstellungen einen eindrucksvollen Einblick in die dänische Geschichte. Ein besonderer Höhepunkt ist die Schlosskirche, deren prächtige Ausstattung bis heute für königliche Zeremonien genutzt wird. Der großzügige Barockgarten mit seinen klaren Formen und Sichtachsen ergänzt das Ensemble und unterstreicht die repräsentative Wirkung der Anlage. Am Abend kehrten wir nach Kopenhagen zurück. Den stimmungsvollen Abschluss bildete ein Besuch im Tivoli, dessen Lichter, historische Fahrgeschäfte und gepflegte Gärten eine besondere Atmosphäre schufen und den ereignisreichen Tag harmonisch ausklingen ließen.
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Tag 5: Bahnreise Kopenhagen – Helsingør – Eisenbahnfähre – Helsingborg – Göteborg – Oslo

Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Eisenbahnfähre ÖresundReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Eisenbahnfähre Öresund

Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Schloss KronborgReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Schloss Kronborg

Helsingør - Schloss Kronborg*** - Dänemark

Die Hafenstadt Helsingør im Nordosten der Insel Seeland zählt zu den geschichtsträchtigsten Orten Dänemarks und ist vor allem durch das prächtige Schloss Kronborg weltberühmt geworden. Diese imposante Festung, die im Jahr 1420 auf einer Landzunge am Öresund errichtet wurde, diente über Jahrhunderte hinweg der Kontrolle des Schiffsverkehrs und der Erhebung von Zöllen auf der bedeutenden Handelsroute zwischen Nord- und Ostsee. Schloss Kronborg, heute UNESCO-Weltkulturerbe, gilt als eines der bedeutendsten Renaissanceschlösser Nordeuropas und vereint militärische Stärke mit architektonischer Eleganz. Nach einem verheerenden Brand im Jahr 1629 wurde die Anlage detailgetreu wieder aufgebaut und mit zusätzlichen Befestigungsanlagen versehen, die ihr bis heute ihr majestätisches Erscheinungsbild verleihen. Weltweite Berühmtheit erlangte das Schloss als Schauplatz von Shakespeares Tragödie „Hamlet“, wodurch es auch als „Hamlets Schloss“ bekannt wurde. Die weiten Innenhöfe, prunkvollen Säle und mächtigen Bastionen lassen Besucher in die glanzvolle Geschichte des dänischen Königshauses eintauchen.
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Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Eisenbahnfähre ÖresundReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Eisenbahnfähre Öresund

Der fünfte Reisetag begann früh um 6:51 Uhr in Kopenhagen und führte mit dem Zug entlang der Ostseeküste nach Helsingør. Die kurze, aber atmosphärische Fahrt vermittelte erste maritime Eindrücke und stimmte auf den besonderen Charakter dieses Tages ein. In Helsingør folgte ein außergewöhnlicher Abschnitt der Reise: Die DB-Kurswagen nach Oslo wurden direkt auf die Eisenbahnfähre verladen. Dieses selten gewordene Zusammenspiel von Eisenbahn und Schiff ließ klassische Reiseformen vergangener Jahrzehnte lebendig werden. Während der Überfahrt über den Øresund bot sich ein eindrucksvoller Blick auf das mächtige Schloss Kronborg, das mit seiner markanten Silhouette die Einfahrt in den Hafen von Helsingør dominiert und als historisches Wahrzeichen weithin sichtbar ist.

Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Helsingborg -- Göteborg -- OlsoReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Helsingborg -- Göteborg -- Olso

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Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Helsingborg -- Göteborg -- OlsoReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Helsingborg -- Göteborg -- Olso

Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Helsingborg -- Göteborg -- OlsoReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Göteborg

Nach dem Anlegen in Helsingborg setzte der Zug seine Fahrt durch Schweden fort. Vorbei an Küstenlandschaften, Wäldern und Seen führte die Strecke zunächst nach Göteborg und zeigte die landschaftliche Vielfalt des Landes. Von dort ging es weiter Richtung Norwegen, wo sich das Landschaftsbild allmählich veränderte und hügeliger wurde. Weite Wälder und ruhige Siedlungen begleiteten die Fahrt bis zum Ziel. Um 16:51 Uhr erreichte der Zug schließlich Oslo und beendete einen langen, aber äußerst abwechslungsreichen Reisetag, bei dem nicht nur das Ziel, sondern vor allem der Weg selbst mit seinen besonderen Verkehrsmitteln und Landschaftseindrücken im Mittelpunkt stand. Abends folgte noch ein Rundgang durch Oslo und gemeinsames Abendessen.

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Tag 6: Bahnreise Sorlandsbahn Oslo -- Kristiansand – Snartemo -- Stavanger

Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Oslo HauptbahnhofReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Oslo Hauptbahnhof

Der sechste Reisetag begann früh um 8:05 Uhr in Oslo mit der Abfahrt der Sorlandsbahn in Richtung Westen vom damaligen Westbahnhof.

Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Sorlandsbahn Oslo -- Kristiansand – Snartemo -- StavangerReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Sorlandsbahn Oslo -- Kristiansand – Snartemo -- Stavanger

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Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Sorlandsbahn Oslo -- Kristiansand – Snartemo -- StavangerReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Sorlandsbahn Oslo -- Kristiansand – Snartemo -- Stavanger

Mit der Weiterfahrt nach Westen änderte sich die Landschaft zunehmend. Breite Flüsse begleiteten die Strecke, Wasserfälle stürzten aus den bewaldeten Hängen, und zahlreiche Tunnel verdeutlichten die ingenieurtechnischen Herausforderungen des norwegischen Eisenbahnbaus. Die Szenerie wurde wilder und ursprünglicher, je näher man der Westküste kam. Am späten Nachmittag erreichten wir schließlich um 16:17 Uhr Stavanger.

Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Sorlandsbahn Oslo -- Kristiansand – Snartemo -- StavangerReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Sorlandsbahn Oslo -- Kristiansand – Snartemo -- Stavanger

Bei strahlendem Wetter führte die Strecke zunächst durch die sanft hügelige Landschaft Südnorwegens, vorbei an Wäldern, Seen und kleinen Ortschaften, die ein ruhiges und zugleich sehr typisches Bild dieser Region vermittelten. Die Fahrt nach Kristiansand wirkte entspannt und abwechslungsreich, wobei immer wieder weite Ausblicke auf Täler und bewaldete Höhenzüge möglich waren. In Kristiansand, einem klassischen Kopfbahnhof, wurde ein kurzer Halt eingelegt, den das Bahnpersonal nutzte, um alle Zweiersitze wieder in Fahrtrichtung zu drehen – ein Service, der den weiteren Reisekomfort spürbar erhöhte.

Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Stavanger - SüdwestnorwegenReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Stavanger - Südwestnorwegen

Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Stavanger - SüdwestnorwegenReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Stavanger - Südwestnorwegen

Stavanger** - Südnorwegen - Stadtrundgang

Das für die norwegische Westküste typische einsetzende Regenwetter verlieh Stavanger eine besondere, fast maritime Stimmung und unterstrich den Charakter der Stadt. Trotz der feuchten Witterung blieb Zeit für einen Rundgang durch die Altstadt mit ihren charakteristischen Holzhäusern sowie für den Besuch des Doms, der als historisches und kulturelles Zentrum einen stimmungsvollen Abschluss bot. Stavanger liegt an der norwegischen Westküste inmitten einer eindrucksvollen Landschaft aus steilen Bergen, vorgelagerten Inseln und tief eingeschnittenen Fjorden und zählt zu den reizvollsten Reisezielen des Landes. Östlich der Stadt erstreckt sich der rund 40 Kilometer lange Lysefjord, einer der bekanntesten Fjorde Norwegens, der mit steilen Felswänden und ursprünglicher Natur beeindruckt. Der alte Hafen Vågen bildet mit seiner maritimen Atmosphäre einen lebendigen Mittelpunkt, während das historische Viertel Gamle Stavanger mit seinen weiß gestrichenen Holzhäusern aus dem 18. und 19. Jahrhundert ein authentisches Bild der Stadtgeschichte vermittelt. Die um 1125 erbaute Domkirche prägt als architektonisches Zentrum das Stadtbild, ergänzt durch den Valbergturm, der weite Ausblicke über Stadt und Hafen ermöglicht. Die harmonische Verbindung aus Geschichte, maritimem Leben und moderner Entwicklung verleiht Stavanger seinen besonderen Reiz.
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Tag 7: Schiffstour Stavanger – entlang des Nordseeküste - Bergen

Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Schiffstour Stavanger -- BergenReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Schiffstour Stavanger -- Bergen

Früh am Morgen begann der Tag am Hafen von Stavanger, wo der moderne Katamaran um 8:05 Uhr ablegte und mit hoher Geschwindigkeit durch die vorgelagerten Inseln und Schären der norwegischen Westküste glitt Die Schiffstour von Stavanger nach Bergen zählt zu den eindrucksvollsten Küstenreisen Norwegens und verbindet spektakuläre Naturerlebnisse mit maritimer Atmosphäre und traditionsreichen Städten. Schon kurz nach dem Ablegen öffnete sich die typische Fjordlandschaft mit steil aufragenden Felswänden, kleinen Inseln und ständig wechselnden Küstenbildern.

Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Schiffstour Stavanger -- BergenReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Schiffstour Stavanger -- Bergen

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Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Schiffstour Stavanger -- BergenReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Schiffstour Stavanger -- Bergen

Die Fahrt führte entlang bekannter Fjordabschnitte wie dem Lysefjord und weiter entlang einer abwechslungsreichen Küstenlinie, die immer neue Perspektiven auf Norwegens raue und zugleich faszinierende Natur eröffnete, gelegentlich begleitet von Seevögeln oder anderen Meerestieren. Gegen 12:20 Uhr erreichte das Schiff den Hafen von Bergen, wo im Anschluss Zeit für eine kleine Stadtbesichtigung bliebt und erste Eindrücke der historischen Hafen- und Handelsstadt mit ihrem besonderen Flair zwischen Bergen und Meer gesammelt werden konnten.

Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Bergen - WestnorwegenReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Bergen - Westnorwegen

Reiseführer Bahnreise Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Bergen - WestnorwegenReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Bergen - Westnorwegen

Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Bergen - WestnorwegenReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Bergen - Westnorwegen

Bergen*** - Westnorwegen - Stadtrundgang

Nach der Ankunft in Bergen um 12:20 Uhr schloss sich eine Stadtbesichtigung an, die einen kompakten, aber dennoch aussagekräftigen Eindruck dieser bedeutenden Hafenstadt vermittelte. Bergen liegt an der Westküste Norwegens und ist traditionsreicher Ausgangshafen der Hurtigruten sowie Endpunkt der berühmten Bergenbahn, wodurch sich See- und Landwege hier auf besondere Weise verbinden. Das historische Zentrum erstreckt sich rund um den Naturhafen Vågen, wo die farbenprächtigen Holzhäuser des ehemaligen Hansekontors Bryggen an Bergens Rolle als wichtiges Handelszentrum der Hanse erinnern. In unmittelbarer Nähe liegen die Festung Bergenhus mit der Håkonshalle sowie Dom- und Marienkirche, die die reiche Geschichte der Stadt widerspiegeln. Der lebendige Hafen mit Fischmarkt, Cafés und maritimer Atmosphäre bildete einen stimmungsvollen Abschluss, optional ergänzt durch einen Ausblick vom Fløyen über Stadt, Hafen und Küstenlandschaft.
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Tag 8: Bahnreise mit der Bergenbahn Bergen – Myrdal – Flåmbahn nach Flåm – Finse – Oslo

Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Bergenbahn Bergen -- OsloReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Bergenbahn Bergen -- Oslo

Die Fahrt begann in Bergen mit einem Regionalzug der Bergenbahn, der entlang von Fjorden und Tälern stetig an Höhe gewinnt und schließlich über die Baumgrenze hinaus nach Myrdal führt.
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Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Bergenbahn Bergen -- OsloReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Bergenbahn Myrdal

Myrdal Bahnhof an der Bergenbahn

Der hochgelegene Bahnhof Myrdal ist ein bedeutender Knotenpunkt im norwegischen Bahnnetz und spielt vor allem für Reisende eine zentrale Rolle, die hier in die berühmte Flåmsbahn umsteigen. Inmitten einer rauen Hochgebirgslandschaft gelegen, wirkt der Bahnhof trotz seiner Abgeschiedenheit überraschend lebendig, denn hier treffen Fernzüge und die touristisch geprägte Bergstrecke zusammen. Der Höhenunterschied, der von Myrdal bis hinunter zum Fjord überwunden wird, macht den Ort zu einem symbolischen Übergang zwischen Hochland und Küstenlandschaft. Beim Umstieg wird der Kontrast besonders deutlich: Während die Hauptstrecke durch offene, karge Gebirgsräume führt, beginnt mit der Flåmsbahn eine spektakuläre Talfahrt durch enge Schluchten, Wasserfälle und steile Berghänge. Der Aufenthalt in Myrdal bietet zudem Gelegenheit, die klare Bergluft und die weiten Ausblicke zu genießen, bevor die Reise auf einer der eindrucksvollsten Bahnstrecken Europas fortgesetzt wird.

Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Bergenbahn Bergen -- OsloReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Bergenbahn Myrdal

Flåmsbana von Myrad nach Flåm

Die Flåmsbana gilt als eine der spektakulärsten Nebenbahnen Europas und zählt zugleich zu den steilsten normalspurigen Adhäsionsbahnen der Welt. Von Myrdal auf 864 Metern über dem Meeresspiegel führt die nur 20,2 Kilometer lange Strecke hinab nach Flåm am Aurlandsfjord, der nahezu auf Meereshöhe liegt. Auf dieser kurzen Distanz überwindet die Bahn einen enormen Höhenunterschied und bietet eindrucksvolle Ausblicke auf das enge Flåmsdalen mit steilen Berghängen, Wasserfällen und Schluchten. Heute beeindruckt die Strecke mit starken Steigungen von bis zu 55 Promille, zahlreichen Tunneln und einem Kehrtunnel zur Überwindung der Höhendifferenz.
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Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Flåmsbana Myrdal -- FlåmReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Flåmsbana Myrdal -- Flåm

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Kjosfossen an der Flåmsbana, Kjosfossen

Ein besonderer Höhepunkt der Fahrt ist der Halt am Kjosfossen, einem der eindrucksvollsten Wasserfälle entlang der Strecke, bei dem die herabstürzenden Wassermassen aus nächster Nähe erlebt werden können. Der Zug hält hier bewusst einige Minuten, sodass Reisende aussteigen und die gewaltige Kraft des Wassers unmittelbar spüren können. Mit donnerndem Rauschen stürzt der Wasserfall über mehrere Kaskaden in die Tiefe und füllt die enge Schlucht mit Gischt und feuchter Luft. Besonders eindrucksvoll ist das Zusammenspiel aus Fels, Wasser und Vegetation, das die wilde, ursprüngliche Seite der norwegischen Natur eindrücklich vor Augen führt. Je nach Jahreszeit variiert die Wassermenge deutlich, doch gerade in den schneereichen Monaten und während der Schneeschmelze entfaltet der Kjosfossen seine volle Dramatik. Der kurze Aufenthalt unterbricht die Bahnfahrt auf wirkungsvolle Weise und macht den Naturraum entlang der Strecke zu einem aktiven Bestandteil der Reise. Der Halt am Wasserfall bleibt vielen Reisenden als intensives Sinneserlebnis in Erinnerung und zählt zu den ikonischen Momenten dieser Bahnroute.

Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Flåmsbana Myrdal -- FlåmReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Flåm Bahnhof

Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Flåmsbana Myrdal -- FlåmReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Flåm Bahnhof

Flåm Bahnhof

Flåm liegt eindrucksvoll am innersten Ende des Aurlandsfjords und zählt trotz seiner geringen Größe zu den bekanntesten Orten Norwegens. Eingebettet zwischen steilen Berghängen, Wasserfällen und tief eingeschnittenen Tälern bildet der Ort einen markanten Übergang zwischen Hochgebirge und Fjordlandschaft. Berühmt wurde Flåm vor allem durch die Flåmsbahn, die hier endet und als eine der spektakulärsten Bahnstrecken der Welt gilt. Ihre Ankunft im Ort ist für viele Reisende ein emotionaler Moment, da sich nach der steilen Talfahrt plötzlich der weite Blick auf Fjord, Wasser und Himmel öffnet. Der kleine Hafen prägt das Ortsbild und verbindet Flåm mit dem Aurlandsfjord, auf dem Ausflugsschiffe und Fähren unterwegs sind. Spaziergänge entlang des Wassers oder durch das grüne Flåm-Tal vermitteln einen unmittelbaren Eindruck der norwegischen Natur, die hier zugleich kraftvoll und ruhig wirkt. Ergänzt wird der Besuch durch das Eisenbahnmuseum, das anschaulich die Geschichte des Bahnbaus in dieser anspruchsvollen Landschaft dokumentiert. Flåm ist weniger klassische Ortschaft als Erlebnisraum, in dem Bahn, Fjord und Landschaft auf einzigartige Weise zusammenfinden und den Ort zu einem unvergesslichen Höhepunkt jeder Norwegenreise machen.

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Bahnstrecke vom Myradl nach Finse und weiter nach Oslo

Die Weiterfahrt führte von Myrdal aus über eine der eindrucksvollsten Bahnstrecken Norwegens hoch hinauf in die Bergwelt. Die Trasse windet sich durch karge Hochlagen und wird von zahlreichen Galerien und Schutzbauten begleitet, die die Strecke besonders im Winter zuverlässig vor Schnee und Lawinen sichern. Mit zunehmender Höhe verändert sich die Landschaft spürbar, bis schließlich Finse erreicht wird, der mit 1.222 Metern über dem Meeresspiegel höchstgelegene Bahnhof Norwegens. Hier eröffnet sich ein großartiges Panorama auf den mächtigen Hardangergletscher, der die hochalpine Szenerie eindrucksvoll prägt und Finse zu einem der landschaftlichen Höhepunkte der Bahnfahrt macht. Anschließend beginnt der langsame Abstieg, bei dem die Strecke in weit gezogenen Bögen an Höhe verliert und sich der Blick zunehmend öffnet. Die Bahn führt nun durch das Gudbrandsdalen und bietet immer wieder wunderbare Ausblicke auf weite Täler, Seen und abwechslungsreiche Landschaften, die den Übergang von der rauen Hochgebirgswelt zu sanfteren Regionen eindrucksvoll erlebbar machen.

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Finse Bahnhof und der Gletscher Hardangerjøkulen

Finse ist einer der höchstgelegenen Bahnhöfe Norwegens und liegt abgeschieden auf rund 1.200 Metern Höhe mitten auf der Hardangervidda. Der Ort ist ausschließlich per Bahn erreichbar und besitzt dadurch einen ganz besonderen Charakter, der stark vom Rhythmus der Eisenbahn und der umliegenden Hochgebirgslandschaft geprägt ist. Der Bahnhof selbst wirkt schlicht und funktional, zugleich markiert er einen wichtigen Punkt auf der Bergenbahn, an dem sich alpine Weite und technische Meisterleistung begegnen. Rund um Finse breitet sich eine karge, offene Landschaft aus, die je nach Jahreszeit von Schnee, Fels und kurzen Vegetationsphasen bestimmt wird und ein eindrucksvolles Gefühl von Abgeschiedenheit vermittelt. Unweit des Bahnhofs liegt der mächtige Hardangerjøkulen, einer der größten Gletscher Südnorwegens, dessen Eisflächen und Gletscherzungen das Landschaftsbild dominieren. Der Gletscher ist nicht nur landschaftlich beeindruckend, sondern auch ein wichtiges Forschungsgebiet für Klimawandel und Glaziologie. Spaziergänge und Wanderungen rund um Finse eröffnen weite Ausblicke über Hochflächen, Seen und Eisfelder und machen die Kräfte der Natur unmittelbar erlebbar. Finse steht exemplarisch für das raue, ursprüngliche Norwegen und bildet einen markanten Kontrast zu Fjorden und Küstenorten. Der Aufenthalt wirkt entschleunigend und eindrucksvoll zugleich und zählt zu den besonderen Erlebnissen einer Bahnreise durch das norwegische Hochgebirge.

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Tag 9: Oslo*** - Hauptstadt Norwegen - Stadtbesichtigung

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Oslo*** - Hauptstadt Norwegen, Stadtrundgang, Kontiki-Museum, Norsk Folkemuseum,Vigelandpark

Der neunte Reisetag stand ganz im Zeichen der norwegischen Hauptstadt Oslo, die reizvoll zwischen dem Oslofjord und ausgedehnten Waldgebieten liegt und als kulturelles, politisches und historisches Zentrum des Landes eine besondere Rolle einnimmt. Die Stadt verbindet moderne Hauptstadtatmosphäre mit tief verwurzelter Geschichte und einer spürbaren Nähe zur Natur, was sich während der gesamten Stadtbesichtigung immer wieder zeigte. Ein zentraler Programmpunkt war die Halbinsel Bygdøy, die mit ihrer außergewöhnlichen Dichte an Museen einen konzentrierten Überblick über die kulturelle Entwicklung Norwegens bietet. Im Norsk Folkemuseum, einem der größten Freilichtmuseen Europas, wurde die Geschichte des Landes besonders anschaulich erlebbar. Historische Gebäude aus allen Regionen Norwegens, darunter bäuerliche Höfe, Stadthäuser und eine originale Stabkirche aus dem 13. Jahrhundert, vermitteln ein lebendiges Bild vom Alltag früherer Jahrhunderte und von der Vielfalt norwegischer Bau- und Lebensformen. Einen spannenden Kontrast bildete das Kon-Tiki-Museum, das dem Forscher und Abenteurer Thor Heyerdahl gewidmet ist. Originalexponate wie das legendäre Kon-Tiki-Floß dokumentieren eindrucksvoll den Entdeckergeist und die maritime Tradition Norwegens. Ergänzt wurde dieser thematische Schwerpunkt durch das Oseberg-Schiff, eines der am besten erhaltenen Wikingerschiffe weltweit, dessen reiche Verzierungen und Grabfunde faszinierende Einblicke in Kunst, Glauben und Seefahrt der Wikingerzeit erlauben. Am Nachmittag führte die Besichtigung in den Vigelandpark, die weltweit größte Skulpturenanlage eines einzelnen Künstlers. Die monumentalen Figuren aus Bronze und Granit zeigen den Menschen in allen Lebensphasen und greifen universelle Themen wie Gemeinschaft, Freude, Leid und Vergänglichkeit auf. Der weitläufige Park verbindet Kunst und Natur auf eindrucksvolle Weise und lädt zugleich zum Verweilen ein. Insgesamt vermittelte die Stadtbesichtigung einen umfassenden Eindruck von Oslo und machte deutlich, wie harmonisch hier Geschichte, Kultur, moderne Stadtentwicklung und Landschaft zusammenwirken. Der Tag erwies sich als kultureller Höhepunkt der Reise und unterstrich eindrucksvoll die Bedeutung Oslos als Herz Norwegens.
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Tag 10: Bahnreise Dovrebane Oslo – Trondheim

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Heute begann früh die rund 500 Kilometer lange Bahnfahrt von Oslo nach Trondheim auf der Dovrebane, einer der eindrucksvollsten Eisenbahnstrecken Norwegens. Die Strecke verbindet die Hauptstadt mit der traditionsreichen Königsstadt Trondheim und führt durch äußerst abwechslungsreiche Landschaften aus Seen, fruchtbaren Tälern und karger Hochgebirgsnatur.
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Nach der Nutzung der modernen Schnellfahrstrecke bis Eidsvoll folgt die Bahn über weite Abschnitte dem Ufer des Mjøsa-Sees, des größten Sees Norwegens, bevor sie über Hamar und das olympische Lillehammer weiter nach Norden führt. Anschließend verläuft die Strecke durch das langgestreckte Gudbrandsdalen mit seinen Bauernhöfen und bewaldeten Hängen und erreicht bei Dombås einen wichtigen Bahnknotenpunkt.

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Über die Hochebene bei Fokstua steigt die Dovrebane bis zu ihrem höchsten Punkt bei Hjerkinn auf 1.024 Metern an, wo eine raue, offene Landschaft mit Moorflächen und weitem Himmel prägt. Danach folgt der Abstieg durch das eindrucksvolle Drivdalen, bevor schließlich Trondheim erreicht wird. Die Fahrt verbindet auf besondere Weise moderne Bahntechnik mit ursprünglicher Natur und zählt zu den großen Eisenbahnerlebnissen Skandinaviens.

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Trondheim** - Mittelnorwegen - Stadtrundgang

Nach der frühen Ankunft in Trondheim blieb am Nachmittag ausreichend Zeit für eine intensive und abwechslungsreiche Stadtbesichtigung. Trondheim, ehemalige Königsstadt, kirchliches Zentrum Norwegens und heutige Universitätsstadt, verbindet seine über tausendjährige Geschichte mit einer lebendigen, jungen Gegenwart und einer deutlich spürbaren Nähe zum Wasser. Die Stadt liegt malerisch am Trondheimfjord und strahlt trotz ihrer historischen Bedeutung eine entspannte, offene Atmosphäre aus. Im Mittelpunkt des Rundgangs stand der Nidarosdom, das Nationalheiligtum Norwegens und eines der bedeutendsten gotischen Bauwerke Skandinaviens. Die Kathedrale wurde über dem Grab des heiligen Königs Olav Haraldsson errichtet und war über Jahrhunderte Ziel großer Pilgerströme. Die reich verzierte Westfassade, die monumentalen Türme und das lichtdurchflutete Innere spiegeln eindrucksvoll die religiöse, politische und kulturelle Bedeutung dieses Ortes wider. Unweit des Doms befindet sich der Stiftsgården, das größte Holzpalais Skandinaviens, das bis heute als königliche Residenz genutzt wird. Das langgestreckte, elegante Gebäude vermittelt mit seinen klassizistischen Formen einen Eindruck vom repräsentativen Leben früherer Jahrhunderte. Anschließend führte der Weg hinauf zur Festung Kristiansten, die auf einer Anhöhe über der Stadt liegt. Von hier aus eröffnet sich ein weiter Blick über die Altstadt, den Fluss Nidelva, den Hafen und den Fjord und macht die strategische Lage Trondheims besonders deutlich. Der Hafen selbst präsentiert sich als lebendiger Bereich mit maritimem Flair, in dem historische Speicherhäuser, moderne Nutzungen und das ruhige Kommen und Gehen der Schiffe eine besondere Atmosphäre schaffen. Den stimmungsvollen Abschluss des Rundgangs bildete die Gamle Bybroen, die markante rote Holzbrücke aus dem 17. Jahrhundert, die Altstadt und Speicherstadt miteinander verbindet und einen der bekanntesten Blickwinkel der Stadt bietet. Insgesamt vermittelte der Nachmittag einen facettenreichen Eindruck von Trondheim und zeigte eindrucksvoll, wie Geschichte, Wissenschaft, Religion und maritimes Leben hier bis heute eng miteinander verwoben sind.
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Tag 11: Bahnreise Nordlandbahn (Nordlandsbanen) Trondheim -- Bodø

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Der elfte Reisetag begann früh am Morgen in Trondheim. Um 8:11 Uhr setzte sich der Zug der Nordlandbahn (Nordlandsbanen) in Bewegung und startete zu einer der längsten und eindrucksvollsten Bahnfahrten Norwegens. Vor uns lagen fast zehn Stunden Reisezeit und eine Strecke, die tief hinein in die Weite und Einsamkeit Nordnorwegens führte. Schon kurz nach der Abfahrt wurde spürbar, dass diese Etappe weniger vom Tempo als vielmehr vom bewussten Erleben lebt, denn hier ist der Weg selbst das Ziel. Die Nordlandbahn, norwegisch Nordlandsbanen, schließt nördlich von Trondheim direkt an die Dovrebane an und durchquert einige der ursprünglichsten Regionen des Landes. Zunächst teilt sich die Strecke bis Støren den Verlauf mit der traditionsreichen Rørosbahn und führt durch ruhige Täler, Wälder und kleine Ortschaften, in denen sich das ländliche Norwegen von seiner stillen Seite zeigt. Danach öffnet sich die Landschaft zunehmend, die Besiedlung wird dünner, und die Natur gewinnt immer mehr an Raum. Die Strecke ist eingleisig und nicht elektrifiziert, dennoch wirkt der Betrieb ruhig und zuverlässig. Immer wieder wechseln sich dichte Wälder mit offenen Hochflächen, Moorlandschaften, Flüssen und Seen ab.
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Ein besonderer Höhepunkt der Reise wart die Überquerung des Polarkreises, die auf der Nordlandsbanen einmalig per Bahn möglich ist. Hier wird symbolisch die Grenze zur arktischen Zone überschritten, was für viele Reisende ein emotionaler Moment ist und den Übergang in eine neue landschaftliche und klimatische Welt markiert. Nördlich des Polarkreises wird die Landschaft offener, rauer und ursprünglicher, die Vegetation niedriger und die Weite des Raums noch stärker spürbar.

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Mit zunehmender Fahrt nach Norden verändern sich Licht und Farben, die Landschaft wirkt weiter, rauer und ursprünglicher. Ein besonderer Moment der Reise war die Überquerung des Polarkreises, die für viele Reisende einen symbolischen Höhepunkt darstellt. Hier wird der Übergang in die arktisch geprägten Regionen Nordnorwegens spürbar, auch wenn die Landschaft weiterhin sanft und weit erscheint. Trotz der langen Fahrzeit kam keine Monotonie auf, denn ständig eröffneten sich neue Ausblicke auf Berge, Täler und weite Ebenen. Mit etwas Glück lassen sich entlang der Strecke sogar Rentiere oder Elche beobachten. Kleine Bahnhöfe und verstreute Siedlungen vermitteln Einblicke in das Leben im Norden, das eng mit der Natur verbunden ist und von Ruhe und Gelassenheit geprägt scheint.

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Nach vielen Stunden intensiver Naturbeobachtung erreichte der Zug schließlich Bodø, die nördliche Endstation der norwegischen Eisenbahn. Die Stadt liegt direkt am Meer, geprägt von Hafen, Küste und dem offenen Blick Richtung Lofoten. Bodø verbindet moderne Infrastruktur mit einer markanten Lage am Nordmeer und bildet einen idealen Ausgangspunkt für weitere Reisen per Schiff oder Flug in die arktischen Regionen. Die Bahnfahrt von Trondheim nach Bodø war weit mehr als eine reine Verbindungsetappe, sie war ein eindrucksvolles Reiseerlebnis, das die landschaftliche Vielfalt Norwegens vom Fjord bis in den hohen Norden auf besondere Weise erlebbar machte.

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Bahnhof Bodø

Der Bahnhof Bodø bildet den nördlichen Endpunkt des norwegischen Eisenbahnnetzes und besitzt damit eine besondere symbolische Bedeutung für Bahnreisende. Hier endet die Nordlandsbanen nach der langen Fahrt von Trondheim, und zugleich beginnt für viele Reisende der Übergang in die arktisch geprägten Regionen Nordnorwegens. Der Bahnhof ist funktional und übersichtlich gestaltet, geprägt von klaren Linien und kurzen Wegen, was den Aufenthalt angenehm und unkompliziert macht. Trotz seiner Lage weit nördlich des Polarkreises herrscht hier eine lebendige Atmosphäre, denn Bahn, Bus, Schiff und Flugverkehr treffen in Bodø eng aufeinander. In unmittelbarer Nähe liegen Hafen, Innenstadt und wichtige Verkehrsanbindungen, sodass sich der Wechsel vom Zug zu anderen Verkehrsmitteln problemlos vollzieht. Der Bahnhof spiegelt damit die Rolle Bodøs als Verkehrsknotenpunkt des hohen Nordens wider und markiert für viele Reisende einen besonderen Moment, an dem die klassische Bahnreise endet und neue Wege in Richtung Küste, Inselwelt oder Arktis beginnen.

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Bodø - Nordnorwegen - Stadtrundgang

Am Abend nach einem kleinen Rundgang durch Bodø: Die lebendige Küstenstadt liegt nördlich des Polarkreises und bildet das Tor zu den Inselwelten Nordnorwegens. Nach fast zehn Stunden Bahnfahrt endete hier eine außergewöhnliche Reise, die weniger durch spektakuläre Bauwerke als durch Weite, Stille und stetig wechselnde Landschaften beeindruckte. Die Fahrt mit der Nordlandbahn erwies sich als eines der intensivsten Eisenbahnerlebnisse der gesamten Reise und machte eindrucksvoll deutlich, wie sehr Norwegen seine Faszination aus der Verbindung von Natur, Raum und Langsamkeit schöpft.
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Tag 12: Bodø – Fauske – Busfahrt nach Narvik

Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Bodø – Fauske – Busfahrt nach NarvikReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Bodø – Fauske – Busfahrt nach Narvik

Der zwölfte Reisetag begann früh in Bodø, wo um 8:00 Uhr die Weiterfahrt startete. Zunächst ging es mit der Bahn nach Fauske, der vorletzten Station der Nordlandbahn. Schon während dieser kurzen Bahnfahrt zeigte sich noch einmal die typische Landschaft Nordnorwegens mit Bergen, Wasserflächen und weiten Räumen. In Fauske endete die Bahnstrecke, weshalb hier viele Reisende aussteigen, da zwischen Bodø und Narvik keine durchgehende Eisenbahnverbindung besteht. In Fauske erfolgte der Umstieg auf den Linienbus, der die Weiterreise nach Narvik übernahm. Die Busfahrt verläuft größtenteils entlang der Europastraße E6 und bietet zahlreiche eindrucksvolle Ausblicke auf Fjorde, Berge und Küstenabschnitte.

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Besonders reizvoll ist, dass auf dieser Strecke mehrere Fjorde mit Fähren überquert werden müssen, was der Reise einen maritimen Charakter verleiht. Die Linienbusse haben dabei stets Vorrang und können direkt auf die Fähren auffahren, während touristische Fahrzeuge und Wohnmobile meist warten müssen, wodurch die Busfahrt zügig vorankommt. Während der Fährüberfahrten eröffnen sich immer wieder weite Blicke über das Wasser auf schroffe Küstenlinien und vorgelagerte Bergketten. An einzelnen Abschnitten sind bei guter Sicht sogar Ausblicke auf die Lofoten möglich, deren markante Silhouetten am Horizont erscheinen. Die abwechslungsreiche Kombination aus Straße, Fjordüberfahrten und ständig wechselnden Landschaftsbildern macht diese Etappe trotz der längeren Fahrzeit besonders eindrucksvoll. Gegen 15 Uhr erreicht der Bus schließlich Narvik.

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Narvik - Nordnorwegen - Stadtrundgang

Die Stadt liegt eindrucksvoll am Ofotfjord und nimmt als Verkehrsknotenpunkt im hohen Norden Norwegens eine besondere Stellung ein. Bahnlinien aus Schweden, wichtige Straßenverbindungen sowie der ganzjährig eisfreie Hafen treffen hier zusammen und machen Narvik zu einem zentralen Bindeglied zwischen Skandinavien und dem Nordmeer. Nach der abwechslungsreichen Mischung aus Bahn-, Bus- und Fährfahrten endete hier ein Reisetag, der vor allem durch große landschaftliche Gegensätze, weite Räume und das Gefühl nordischer Abgeschiedenheit geprägt war. Am Abend bot sich noch ausreichend Gelegenheit zu einem Rundgang durch die Stadt, der einen ersten intensiven Eindruck von Narvik vermittelte. Besonders eindrucksvoll präsentierten sich die weitläufigen Hafen- und Verladeanlagen, die bis heute das wirtschaftliche Rückgrat der Stadt bilden. Hier wird deutlich, welche zentrale Rolle Narvik als Umschlagplatz für den Erztransport aus dem schwedischen Kiruna-Gebiet spielt. Die langen Gleisanlagen, massiven Verladekräne und vor Anker liegenden Frachtschiffe zeugen von der industriellen Bedeutung des Ortes und stehen in starkem Kontrast zur umgebenden Fjordlandschaft mit ihren steilen Berghängen und dem ruhigen Wasser des Ofotfjords. Gerade dieses Nebeneinander von Industrie, Natur und urbanem Leben verleiht Narvik seinen besonderen Charakter. Der Spaziergang entlang des Hafens bot weite Ausblicke über das Wasser, wechselnde Lichtstimmungen und einen authentischen Einblick in den Alltag einer nordnorwegischen Hafenstadt. Der Rundgang rundete den Reisetag stimmungsvoll ab und machte Narvik zu einem eindrucksvollen Zwischenstopp auf der Reise durch den hohen Norden.
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Tag 13: Bahnreise Erzbahn Narvik – Kiruna – Gällivare und Busfahrt nach Jokkmokk

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Der dreizehnte Reisetag begann sehr früh in Narvik und stand ganz im Zeichen einer außergewöhnlich eindrucksvollen Bahnfahrt. Bereits um 6:00 Uhr setzte sich der Zug auf der Ofotenbahn in Bewegung, einer der spektakulärsten Eisenbahnstrecken Skandinaviens und zugleich eine der nördlichsten Hauptbahnen Europas.
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Gleich nach der Abfahrt verläuft die Strecke hoch über dem Ofotfjord und eröffnet immer wieder weite Ausblicke auf das tief eingeschnittene Fjordwasser, die steilen Berghänge und die rau wirkende nordische Küstenlandschaft. Besonders in den frühen Morgenstunden entsteht durch das wechselnde Licht eine eindrucksvolle Stimmung, in der sich Wasser, Fels und Himmel miteinander verbinden. Die Bahntrasse schmiegt sich eng an die Landschaft an und macht deutlich, mit welchem technischen Aufwand diese Strecke in einer so anspruchsvollen Umgebung realisiert wurde. Im weiteren Verlauf entfernt sich die Bahn allmählich vom Fjord und führt hinein in eine zunehmend karge und hochalpine Landschaft. Die norwegisch-schwedische Grenze wird in einem Tunnel auf rund 520 Metern über dem Meeresspiegel unterquert, der zugleich den höchsten Punkt der Strecke markiert. Dieser Abschnitt steht sinnbildlich für den Übergang von der maritimen Küstenwelt Norwegens in die weiten Berg- und Seenlandschaften Nordschwedens.

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Auf schwedischer Seite öffnet sich die Landschaft deutlich, die Berge treten zurück und machen Platz für große Wasserflächen und offene Ebenen. Die Bahn folgt nun über viele Kilometer dem Torneträsk, einem der größten Seen Schwedens, dessen ruhige Wasserfläche immer wieder direkt neben den Gleisen liegt. Die Fahrt entlang des Sees wirkt besonders entschleunigend und vermittelt eindrucksvoll die Weite und Stille Lapplands. Vorbei an Abisko, einem bekannten Ausgangspunkt für Natur- und Nordlichtbeobachtungen, setzt sich die Reise durch eine nahezu unberührte Landschaft fort, in der nur vereinzelt Siedlungen und Bahnhöfe auftauchen. Diese lange, landschaftlich eindrucksvolle Etappe machte den Weg selbst zum Erlebnis und bildet einen der atmosphärisch stärksten Abschnitte der gesamten Reise, bevor schließlich Kiruna erreicht wurde.

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Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Kiruna - NordschwedenReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Kiruna - Nordschweden

Kiruna - Nordschweden - Stadtrundgang

Ein wichtiger Halt ist Kiruna, eine Stadt, die bis heute stark vom Bergbau geprägt ist und als Zentrum des schwedischen Eisenerzabbaus gilt. Der mächtige Erzabbau hat nicht nur die wirtschaftliche Entwicklung der Region bestimmt, sondern auch das Stadtbild nachhaltig verändert. In Kiruna wird besonders deutlich, wie eng Industrie und Natur im hohen Norden miteinander verbunden sind, denn die Stadt liegt eingebettet in eine weite, nahezu unberührte Landschaft aus Bergen, Seen und Tundra. In den vergangenen Jahren wurde Kiruna zudem international bekannt, da große Teile der Stadt aufgrund der Bergbautätigkeit schrittweise verlegt werden mussten, was sie zu einem außergewöhnlichen Beispiel moderner Stadtplanung macht.
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Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Erzbahn Narvik – Kiruna – GällivareReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Erzbahn Narvik – Kiruna – Gällivare

Nach dem Aufenthalt in Kiruna setzte die Bahn ihre Fahrt weiter nordöstlich nach Gällivare fort, das gegen 10:48 Uhr erreicht wurde. Auch dieser Ort ist historisch eng mit dem Bergbau verbunden und spielt bis heute eine wichtige Rolle als Verkehrs- und Versorgungszentrum in Schwedisch-Lappland. In Gällivare erfolgte der Umstieg auf den Bus, der die Weiterreise nach Jokkmokk übernahm. Dieser Bustransfer wart notwendig, um am nächsten Morgen frühzeitig den ersten Zug erreichen zu können, und ergänzte die Bahnfahrt auf sinnvolle Weise. Die Strecke führt durch eine stille, dünn besiedelte Landschaft, die von ausgedehnten Wäldern, Seen und weiten Ebenen geprägt ist. Immer wieder öffnen sich lange Sichtachsen in die nordische Weite, während nur vereinzelt Siedlungen und Straßen das Bild unterbrechen. Die ruhige Busfahrt unterstrich den entschleunigten Charakter der Reise und vermittelte einen intensiven Eindruck von der Abgeschiedenheit und Weite Schwedisch-Lapplands.

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Jokkmokk* - Nordschweden - Stadtrundgang

Am Abend blieb Zeit für einen ausführlicheren Rundgang durch Jokkmokk, einen Ort, der als kulturelles Herz des samischen Lebens in Schwedisch-Lappland gilt. Trotz seiner überschaubaren Größe besitzt Jokkmokk eine große symbolische Bedeutung, denn hier treffen traditionelle samische Kultur, moderner Alltag und nordische Lebensweise unmittelbar aufeinander. Das Ortsbild ist geprägt von schlichten Gebäuden, weiter Landschaft und einer ruhigen Atmosphäre, die den Rhythmus des hohen Nordens widerspiegelt. Ein zentraler Programmpunkt war der Besuch des Samenmuseums, das eindrucksvoll die Geschichte, Traditionen und Lebensweise der indigenen Bevölkerung Lapplands vermittelt. Ausstellungen zu Rentierhaltung, Handwerk, Kleidung, Religion und moderner samischer Identität machen deutlich, wie eng Kultur, Natur und Alltag miteinander verbunden sind. Besonders anschaulich wird dabei der Wandel zwischen jahrhundertealten Traditionen und den Herausforderungen der Gegenwart. Auch ein Spaziergang durch den Ort und entlang der umliegenden Natur vermittelte ein Gefühl für die Weite, die Stille und das besondere Licht dieser Region. Der Tag klang ruhig und bewusst aus und bildete einen gelungenen Übergang von der intensiven Eisenbahnreise hin zu einer vertieften kulturellen Begegnung mit Lappland und seinen Menschen.
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Tag 14: Bahnreise Jokkmokk – Inlandsbanan – Östersund

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Der vierzehnte Reisetag stand ganz im Zeichen einer außergewöhnlichen und atmosphärisch dichten Bahnreise mit der schwedischen Inlandsbahn. Um 10:18 Uhr begann die Fahrt in Jokkmokk, dem kulturellen Zentrum Lapplands, das tief mit der samischen Geschichte und Lebensweise verbunden ist. Schon am Bahnhof war spürbar, dass diese Etappe für viele Reisende etwas Besonderes darstellt, denn zahlreiche Fahrgäste hatten sich eingefunden, um diese legendäre Strecke zu erleben. Der Zug war gut besetzt, die Stimmung erwartungsvoll, Gespräche drehten sich um Landschaft, Geschichte und die Besonderheiten der Inlandsbanan. Mit der Abfahrt setzte sich der Zug gemächlich in Bewegung, ganz bewusst ohne Eile, denn auf dieser Strecke steht nicht Geschwindigkeit, sondern das intensive Erleben von Raum, Natur und Zeit im Vordergrund. Die Inlandsbahn führt durch einige der ursprünglichsten und am dünnsten besiedelten Regionen Schwedens. Endlose Wälder, weite Moore, Flüsse und Seen bestimmen das Landschaftsbild, während kleine Orte und abgelegene Bahnhöfe wie Inseln in der Weite auftauchen und einen Eindruck vom Leben fernab urbaner Zentren vermitteln.
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Ein besonderer Höhepunkt der Fahrt war das Überqueren des Polarkreises, das auf der Inlandsbahn bewusst zelebriert wird. Der Halt an dieser symbolischen Linie markiert den Übergang in die arktische Zone und wird von vielen Reisenden als emotionaler Moment empfunden, der die geografische Dimension der Reise eindrucksvoll verdeutlicht.
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Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Jokkmokk – Inlandsbanan – ÖstersundReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Jokkmokk – Inlandsbanan – Östersund

Je nach Fahrplan und Saison wird ein Teil der Strecke sogar mit Dampflokbetrieb zurückgelegt, was der Reise eine zusätzliche historische Tiefe verleiht. Das rhythmische Schlagen der Kolben, der Geruch von Dampf und Kohle und das gemächliche Tempo lassen Eisenbahngeschichte lebendig werden und ziehen zahlreiche Eisenbahnfreunde an. Die vielen Fahrgäste, die gemeinsame Erfahrung und die besondere Atmosphäre an Bord machen deutlich, dass diese Bahnreise weit mehr ist als eine reine Fortbewegung. Sie ist ein soziales und landschaftliches Erlebnis, das entschleunigt, verbindet und die enorme Weite Nord- und Mittelschwedens auf eindrucksvolle Weise erfahrbar macht.
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Mit etwas Glück lassen sich entlang der Strecke sogar Elche oder Rentiere in freier Wildbahn beobachten. Im Verlauf des Tages verändert sich die Landschaft allmählich. Die kargen, nordischen Weiten Lapplands gehen über in sanftere Wald- und Seenlandschaften weiter südlich. Die Inlandsbahn folgt dabei keinem großen Ballungsraum, sondern verbindet abgelegene Regionen und macht gerade dadurch den besonderen Reiz dieser Strecke aus. Die langen Aufenthalte an einzelnen Bahnhöfen und die ruhige Fahrt unterstreichen den Charakter dieser historischen Bahnlinie, die seit Jahrzehnten als Symbol für Reisen durch das schwedische Binnenland gilt. Am Abend erreichte der Zug schließlich um 22 Uhr Östersund. Die Stadt liegt am Storsjön und markiert den Übergang von Nord- zu Mittelschweden. Nach mehr als elf Stunden Bahnfahrt endete hier ein außergewöhnlicher Reisetag, der weniger von einzelnen Sehenswürdigkeiten, dafür umso mehr von Landschaft, Ruhe und dem besonderen Erlebnis einer Fahrt mit der Inlandsbahn geprägt war. Diese Etappe zählt zu den intensivsten Bahnabschnitten der gesamten Rundreise und macht die Weite und Ursprünglichkeit Schwedens auf eindrucksvolle Weise erlebbar.
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Tag 15: Bahnreise Östersund – Uppsala – Stockholm

Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Östersund – Uppsala – StockholmReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Östersund – Uppsala – Stockholm

Der fünfzehnte Reisetag begann sehr früh in Östersund und markierte den Übergang vom dünn besiedelten Norden in den dichter strukturierten Süden Schwedens. Bereits um 6:40 Uhr startete die Bahnfahrt südwärts in Richtung Stockholm. In den ersten Stunden führte die Strecke durch die weiten Landschaften Mittelschwedens, die noch einmal die ruhige, offene Charakteristik des Landes zeigten. Seen, ausgedehnte Wälder und sanfte Ebenen wechseln sich ab, begleitet von kleinen Orten und einzelnen Höfen, die den gleichmäßigen Rhythmus der Fahrt unterstrichen. Die morgendliche Ruhe im Zug verstärkte das Gefühl einer entschleunigten Reise, bei der die Landschaft langsam vorbeizieht und Raum für Beobachtung und Reflexion lässt.

Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Uppsala - MittelschwedenReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Uppsala - Mittelschweden

Uppsala* - Mittelschweden - Stadtrundgang

Mit zunehmender Nähe zu den Ballungsräumen veränderte sich das Bild allmählich, die Besiedlung wurde dichter und die Infrastruktur sichtbarer. Unterwegs wurde in Uppsala Halt gemacht, wo Zeit für eine kurze Besichtigung blieb. Die traditionsreiche Universitätsstadt zählt zu den bedeutendsten kulturellen und wissenschaftlichen Zentren Schwedens und strahlt eine besondere akademische Atmosphäre aus. Der mächtige Dom prägt das Stadtbild und verweist ebenso wie die historischen Straßenzüge auf die lange Geschichte Uppsalas als geistiges Zentrum des Landes. Der Aufenthalt ermöglichte einen kompakten, aber eindrucksvollen Eindruck dieser traditionsreichen Stadt, bevor die Reise weiter in Richtung Hauptstadt fortgesetzt wurde.
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Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Uppsala -- Stockholm Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Uppsala -- Stockholm

Gegen 13:10 Uhr erreichte der Zug Stockholm. Die Ankunft in der schwedischen Metropole bildete einen deutlichen Kontrast zu den ruhigen Landschaften der vergangenen Tage und leitete den nächsten Abschnitt der Reise ein. Nach einem kurzen Aufenthalt blieb Zeit zum Ankommen, bevor am Abend bereits die nächste große Etappe der Bahnreise begann.

Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - StockholmReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Stockholm

Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Stockholm HauptbahnhofReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Stockholm Hauptbahnhof

Nach einem kurzen Aufenthalt blieb Zeit zum Ankommen, bevor am Abend bereits die nächste große Etappe der Bahnreise begann.

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Große Reise und Gepäckorganisation

Eine 21-tägige Bahnreise stellt besondere Anforderungen an das Gepäck. Für zwei Personen wurde bewusst minimalistisch geplant: ein gemeinsamer Rucksack für den täglichen Bedarf und ein großer Alukoffer für die umfangreiche Fotoausrüstung. In den 1980er-Jahren war es noch möglich, einzelne Koffer selbstständig mit der Bahn zu versenden, eine Option, die diese Reise deutlich erleichterte. Ingrid nutzte diese Möglichkeit und schickte einen Koffer im Voraus zum Bahnhof Oslo und einen weiteren nach Stockholm. So blieb das Reisegepäck während der langen Bahnfahrten überschaubar und flexibel. Am 9. Tag der Rundreise wurden in der Gepäckaufbewahrung des Bahnhofs Oslo die Inhalte von Rucksack und Koffer getauscht, sodass wieder frische Kleidung und benötigte Ausrüstung zur Verfügung standen. Ein ähnlicher Gepäckwechsel erfolgte am 15. Tag, bevor die Koffer schließlich selbstständig die Rückreise nach Hause antraten. Das Bahnpersonal zeigte sich dabei ausgesprochen hilfsbereit und ermöglichte das Umorganisieren direkt im Lagerbereich. Diese durchdachte Gepäcklogistik erwies sich als großer Vorteil und machte deutlich, wie gut sich auch eine lange Bahnreise mit wenig mitgeführtem Gepäck komfortabel organisieren ließ.

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Tag 16: Bahnreise Nachtzug Stockholm – Boden/Luleå – Haparanda – Tornio – Oulu

Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Nachtzug Stockholm -- BodenReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Nachtzug Stockholm -- Boden

Am 15. Tag startet der Stockholm startete der Nachtzug, der die Reise wieder nach Norden aufnahm.. Am 16 Tag führte die Fahrt zunächst in Richtung Boden, mit einem Abstecher nach Luleå, das am Bottnischen Meerbusen liegt und einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt im Norden Schwedens darstellt. Im weiteren Verlauf ging es bis nach Haparanda, das gegen 17:42 Uhr erreicht wurde.

Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Nachtzug Stockholm -- BodenReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Nachtzug Stockholm -- Boden

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Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien -LuleåReiseführer Bahnreise durch Skandinavien -Luleå - Nordschweden

Luleå - Nordschweden - Stadtrundgang

Ein kurzer Abstecher führte von Boden nach Luleå, der größten Stadt in Norrbotten und Tor zur Bottenwiek. Nach der Ankunft bot sich ein kompakter Stadtrundgang an, der einen guten Eindruck von der maritim geprägten Stadt vermittelte. Vom Bahnhof ging es Richtung Zentrum mit dem Dom von Luleå als markantem Orientierungspunkt, dessen schlichte Architektur gut zur nordischen Klarheit passt. Ein Spaziergang zum Hafen öffnete den Blick auf die weite Wasserfläche der Bottenwiek und unterstrich die Bedeutung Luleås als Handels- und Küstenstadt. Besonders eindrucksvoll war der Besuch der nahegelegenen Kirchstadt Gammelstad, einem UNESCO-Welterbe, wo hunderte rote Holzhäuser rund um die mittelalterliche Steinkirche ein einzigartiges historisches Ensemble bilden. Der kurze Rundgang verband Stadtleben, Geschichte und Küstenlandschaft und ergänzte die Reise um einen prägnanten Eindruck vom Leben im hohen Norden.
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Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Boden -- Haparanda -- Tornio -- OuluReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Boden -- Haparanda -- Tornio -- Oulu

Tornio, Grenzstation Schweden - Finnland

Hier erfolgte der Grenzübertritt nach Finnland ins benachbarte Tornio. Mit dem Wechsel des Landes ändert sich auch das Bahnsystem, denn es wird auf finnische Breitspurgleise übergegangen. Diese technische Besonderheit markierte einen weiteren spannenden Abschnitt der Reise. Am Abend setzte sich die Fahrt fort bis nach Oulu, wo gegen 21:25 Uhr die Ankunft erfolgte. Trotz der langen Reisedauer blieb noch Zeit für einen kurzen Rundgang durch die Stadt, der erste Eindrücke von Oulu als lebendiger nordfinnischer Stadt am Bottnischen Meerbusen vermittelte. Der Tag endete spät, aber reich an Eindrücken, geprägt von Bahnreisen durch Schweden und Finnland sowie vom Wechsel zwischen verschiedenen Kulturräumen des hohen Nordens.

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Tag 17: Bahnreise Oulu – Karelien – Joensuu – Helsinki

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Der siebzehnte Reisetag war geprägt von einer langen, aber sehr abwechslungsreichen Bahnfahrt mit modernen Triebwagen durch den Osten Finnlands. Um 8:50 Uhr verließ der Zug Oulu und fuhr zunächst ostwärts in Richtung Karelien.
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Die Strecke verläuft durch weite, dünn besiedelte Regionen, die typisch für Finnland sind und von ausgedehnten Wäldern, Moorlandschaften, Flüssen und immer wieder von Seen geprägt werden. Die ruhige Fahrt mit dem Triebwagen ermöglichte ein entspanntes Reisen und bot kontinuierlich wechselnde Ausblicke auf die nordische Landschaft.

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Im Verlauf der Fahrt wird Karelien erreicht, eine Region mit stark ausgeprägter kultureller Identität und enger Verbindung zur finnischen Geschichte. Die Landschaft wirkt hier besonders ursprünglich, geprägt von stillen Dörfern, Holzhäusern und einer engen Verbindung zur Natur. Gegen 16:30 Uhr erreichte der Zug Joensuu, das als kulturelles und wirtschaftliches Zentrum Nordkareliens gilt.

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Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Helsinki HauptbahnhofReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Helsinki Hauptbahnhof

Helsinki Hauptbahnhof

Der Hauptbahnhof von Helsinki ist eines der markantesten Bauwerke der finnischen Hauptstadt und ein architektonisches Wahrzeichen des Landes. Das monumentale Gebäude aus Granit wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichtet und verbindet Elemente des Jugendstils mit klaren, nationalromantischen Formen. Besonders prägend sind die beiden großen Figuren mit den Leuchten vor dem Haupteingang, die längst zu einem Symbol Helsinkis geworden sind. Im Inneren öffnet sich eine weitläufige Halle mit hohen Gewölben, großen Fenstern und einer ruhigen, fast feierlichen Atmosphäre, die den Ankommenden unmittelbar empfängt. Der Bahnhof ist nicht nur zentraler Verkehrsknotenpunkt für den gesamten finnischen Eisenbahnverkehr, sondern auch ein lebendiger Treffpunkt mit Geschäften, Cafés und direktem Anschluss an Straßenbahn, Metro und Busse. Trotz seiner Größe wirkt der Bahnhof übersichtlich und gut organisiert und spiegelt den finnischen Anspruch an Funktionalität, Klarheit und Design wider. Für Bahnreisende bildet er ein eindrucksvolles Tor zur Stadt und einen stimmungsvollen Auftakt für die Erkundung Helsinkis.

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Tag 18: Helsinki - Hauptstadt Finnland

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Helsinki - Hauptstadt Finnland - Stadtbesichtigung

Der achtzehnte Reisetag war ganz der finnischen Hauptstadt Helsinki gewidmet, die mit ihrer klaren nordischen Architektur, dem Wechselspiel aus Geschichte und Moderne sowie ihrer offenen Lage an der Ostsee beeindruckte. Die Stadt wirkt zugleich großzügig und übersichtlich und verbindet urbane Lebendigkeit mit einer spürbaren Nähe zur Natur. Ein zentraler Ausgangspunkt der Besichtigung war der Senatsplatz, dessen klassizistisches Ensemble ein außergewöhnlich geschlossenes Stadtbild vermittelte. Der weiße Dom mit seinen grünen Kuppeln erhebt sich beherrschend über dem Platz und prägt seit dem 19. Jahrhundert die Silhouette der Stadt. Er gilt als eines der wichtigsten Wahrzeichen Finnlands und steht sinnbildlich für die Entwicklung Helsinkis zur Hauptstadt. In unmittelbarer Nähe setzt die Uspenski-Kathedrale einen markanten Kontrast. Die mächtige orthodoxe Kirche aus rotem Backstein thront auf einem Felsen über dem Hafenviertel Katajanokka und verweist mit ihren goldenen Kuppeln und reich verzierten Details auf den historischen Einfluss Russlands.

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Einen völlig anderen architektonischen Akzent setzt die Temppeliaukio-Kirche, die direkt in einen Granitfelsen gebaut wurde. Der außergewöhnliche Innenraum aus rohem Naturstein, die kupfergedeckte Kuppel und das gedämpfte Tageslicht schaffen eine eindrucksvolle, fast meditative Atmosphäre. Ein weiterer Höhepunkt ist der Sibelius-Park mit dem bekannten Sibelius-Denkmal, dessen aus hunderten Stahlröhren bestehende Skulptur dem Komponisten Jean Sibelius gewidmet ist und je nach Licht und Blickwinkel immer neue Eindrücke bietet. Ergänzt wurde der Rundgang durch den finnischen Reichstag, der als politisches Zentrum des Landes die staatliche Bedeutung Helsinkis unterstreicht.

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Vor der Küste schließlich liegt die weitläufige Festungsanlage Suomenlinna, die sich über mehrere Inseln erstreckt und eindrucksvoll die enge Verbindung der Stadt zum Meer zeigt. Historische Befestigungen, Grünflächen und maritime Ausblicke verbinden sich hier zu einem besonderen Erlebnisraum. Insgesamt vermittelte die Stadtbesichtigung ein vielschichtiges Bild von Helsinki, in dem klassische Baukunst, moderne Gestaltung, politische Geschichte und skandinavische Lebensart harmonisch zusammenfinden.
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Tag 19: Bahnfahrt Helsinki – Turku und Fähre nach Stockholm

Reiseführer Bahnreise durch SReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Helsinki Hauptbahnhof

Reiseführer Bahnreise durch SReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Helsinki Hauptbahnhof

Der neuzehnte Reisetag begann früh in Helsinki und leitete den Übergang von der Hauptstadt an die finnische Westküste ein. Um 7 Uhr verließ der Zug den Hauptbahnhof und setzte sich Richtung Turku in Bewegung. Schon kurz nach der Abfahrt wandelte sich das Stadtbild in eine ruhige, weitläufige Landschaft, wie sie für Südwestfinnland typisch ist. Dichte Wälder, dazwischen immer wieder spiegelnde Seen, Moore und offene Lichtungen prägten den Blick aus dem Zugfenster. Kleine Ortschaften mit Holzhäusern, vereinzelte Höfe und beschauliche Bahnhöfe unterstrichen den ländlichen Charakter der Region. Die Fahrt verlief angenehm ruhig und vermittelte ein Gefühl von Weite und Gelassenheit, das den finnischen Alltag widerspiegelt. Das gleichmäßige Tempo des Zuges lud zum Beobachten ein und machte diese Etappe zu einem entspannten Start in den Tag, bevor mit Turku eine der ältesten und geschichtsträchtigsten Städte Finnlands erreicht wurde.

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Gegen 10 Uhr wurde Turku erreicht, die älteste Stadt Finnlands und frühere Hauptstadt des Landes, deren historische Bedeutung bis heute deutlich spürbar ist. Die Stadt liegt malerisch am Fluss Aura, der sich durch das Zentrum zieht und seit Jahrhunderten das Rückgrat von Handel, Verwaltung und kulturellem Leben bildet. Entlang seiner Ufer reihen sich historische Gebäude, moderne Einrichtungen und lebendige Aufenthaltsbereiche, die Turku eine offene und zugleich traditionsreiche Atmosphäre verleihen. Die Nähe zur Ostsee prägt die Stadt zusätzlich und macht sie seit jeher zu einem wichtigen maritimen Knotenpunkt zwischen Finnland und Skandinavien. Nach der Ankunft blieb Zeit, den ersten Eindruck dieser geschichtsträchtigen Stadt aufzunehmen, bevor nahtlos der nächste Abschnitt der Reise begann. Der direkte Übergang zur Fährreise nach Stockholm unterstreicht den fließenden Charakter dieser Rundreise, bei der Bahn- und Schiffsverbindungen ineinandergreifen. Mit dem Einschiffen in Turku wechselte die Reise vom landgebundenen Unterwegssein auf den Seeweg und leitete eine neue, maritime Etappe ein, die Finnland mit Schweden verbindet und zugleich einen stimmungsvollen Übergang zwischen zwei skandinavischen Kulturräumen schafft.

Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Fähre Turku -- Ålandinseln -- StockholmReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Fähre Turku -- Ålandinseln -- Stockholm

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Die Überfahrt fand tagsüber statt und dauerte von etwa 10 Uhr bis 21 Uhr, wodurch sich ausreichend Zeit bot, diese besondere Seereise intensiv zu erleben. Bereits kurz nach dem Auslaufen öffnete sich die beeindruckende Schärenlandschaft vor der finnischen Küste. Unzählige kleine Inseln, flache Felsen und bewaldete Eilande glitten langsam am Schiff vorbei und vermittelten ein erstes Gefühl für die einzigartige Inselwelt der Ostsee. Die Fähre bewegte sich in ruhigem Tempo durch ein scheinbar endloses Mosaik aus Wasser, Land und Himmel, wobei sich ständig neue Perspektiven ergaben. Während der langen Tagesüberfahrt luden die Außendecks ebenso wie die Aufenthaltsräume dazu ein, die vorbeiziehende Landschaft aufmerksam zu beobachten, frische Seeluft zu genießen und die entspannte Atmosphäre an Bord wirken zu lassen. Mit fortschreitender Fahrt veränderte sich das Bild allmählich, die finnischen Schären gingen in die schwedische Inselwelt über, die ebenso reich gegliedert, aber teilweise offener wirkt. Diese Tagesfahrt zählte zu den landschaftlich reizvollsten Passagen im gesamten Ostseeraum, da sie Naturerlebnis und entschleunigtes Reisen auf besondere Weise verband.

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Unterwegs legte die Fähre zusätzlich in Mariehamn auf den Åland-Inseln an, wo ein kurzer Hafenaufenthalt einen unmittelbaren Eindruck von dieser autonomen und stark maritim geprägten Region vermittelte. Schon vom Schiff aus wurden die überschaubare Hafenanlage, die niedrige Bebauung und die enge Verbindung zum Meer sichtbar, die den besonderen Charakter Ålands ausmachen. Der Zwischenstopp unterbrach die Überfahrt auf angenehme Weise und verdeutlichte die historische Rolle der Inselgruppe als Bindeglied zwischen Finnland und Schweden. Nach dem Ablegen setzte das Schiff seine Fahrt durch die weit verzweigte Schärenlandschaft fort. Wieder glitten unzählige Inseln, Felsen und bewaldete Eilande vorbei, während sich die ruhige, fast meditative Atmosphäre der Ostsee weiter entfaltete und die Reise ihren landschaftlich besonders reizvollen Verlauf fortsetzte.

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Mit der allmählichen Annäherung an die schwedische Küste kündigte sich am Abend die Einfahrt nach Stockholm an. Die Fähre glitt nun durch die weitläufigen Stockholmer Schären, die im warmen Abendlicht eine besonders stimmungsvolle Atmosphäre entfalteten. Inseln, kleine Häuser und bewaldete Ufer zogen langsam vorbei und ließen die Nähe zur Metropole bereits erahnen, ohne den Eindruck von Ruhe und Weite zu verlieren. Um 21 Uhr erreichte das Schiff schließlich den Hafen der schwedischen Hauptstadt. Nach einem langen, aber abwechslungsreichen Reisetag endete hier die Seereise, die Bahn- und Schiffsverkehr auf harmonische Weise miteinander verbunden und den Übergang von Finnland nach Schweden eindrucksvoll erlebbar gemacht hatte. Die Ankunft in Stockholm bildete einen sanften Abschluss dieser Etappe und stimmte auf den nächsten Abschnitt der Reise durch Skandinavien ein.

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Tag 20: Stockholm - Hauptstadt Schweden

Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Stockholm - Schwedens Hauptstadt Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Stockholm - Schwedens Hauptstadt

Stockholm - Hauptstadt Schweden - Stadtbesichtigung

Der zwanzigste Tag der Rundreise stand ganz im Zeichen Stockholms und bot ausreichend Zeit, die schwedische Hauptstadt intensiv und in ihrer ganzen Vielfalt kennenzulernen. Die Stadt erstreckt sich über zahlreiche Inseln zwischen Ostsee und Mälarsee und verbindet auf einzigartige Weise Wasser, Geschichte und modernes Stadtleben. Schon während der Wege durch die Stadt wird deutlich, wie prägend das maritime Element für Stockholm ist, denn Brücken, Fähren, Uferpromenaden und Hafenbecken strukturieren den Alltag ebenso wie das Stadtbild. Immer wieder öffnen sich weite Blicke über Wasserflächen, auf vorbeiziehende Schiffe und auf die vielgestaltige Silhouette der Stadt, was Stockholm eine offene, lichtdurchflutete und zugleich entspannte Atmosphäre verleiht. Ein Schwerpunkt des Tages lag auf der historischen Altstadt Gamla Stan, dem ältesten Teil Stockholms. In den engen, verwinkelten Gassen mit ihren farbenfrohen Häusern, kleinen Plätzen und historischen Fassaden lässt sich die lange Geschichte der Stadt besonders eindrucksvoll nachvollziehen. Der Stortorget, der älteste Platz der Stadt, bildet dabei einen atmosphärischen Mittelpunkt und vermittelt mit seinen geschlossenen Häuserzeilen ein lebendiges Bild vergangener Jahrhunderte. Unweit davon erhebt sich das königliche Schloss, eines der größten noch genutzten Schlösser Europas, das die Rolle Stockholms als königliche Residenzstadt unterstreicht. Auch die deutsche Kirche mit ihrem markanten Turm und dem traditionsreichen Glockenspiel verweist auf die enge Verbindung der Stadt zum hansischen Handel und zur internationalen Geschichte.

Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Stockholm - Schwedens Hauptstadt Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Stockholm - Schwedens Hauptstadt

Ein weiterer Programmpunkt führte auf die Insel Riddarholmen, wo die Riddarholmskirche als eine der ältesten Kirchen der Stadt an die königliche Geschichte Schwedens erinnert. Die schlichte, zugleich eindrucksvolle Architektur dieses Bauwerks steht in bewusstem Kontrast zur lebendigen Altstadt und verleiht dem Stadtteil eine ruhige, fast feierliche Atmosphäre. Am Nachmittag rückte die Insel Djurgården in den Mittelpunkt, die als grüne Lunge der Stadt gilt und Kultur, Natur und Freizeit auf besondere Weise verbindet. Hier befindet sich das Vasa-Museum, eines der bedeutendsten Museen Skandinaviens, in dem das nahezu vollständig erhaltene Kriegsschiff Vasa aus dem 17. Jahrhundert ausgestellt ist. Das monumentale Holzschiff mit seinen reich verzierten Schnitzereien vermittelt eindrucksvoll die Machtansprüche des damaligen schwedischen Königreichs, zugleich aber auch die technischen Grenzen jener Zeit, und bietet einen faszinierenden Einblick in die maritime Geschichte des Landes. Zwischen den einzelnen Besichtigungen blieb immer wieder Zeit für Spaziergänge entlang des Wassers, bei denen sich das besondere Flair Stockholms mit seinen Booten, Kais und Blicken in die Schärenlandschaft intensiv erleben ließ. Insgesamt vermittelte dieser Tag einen umfassenden und vielschichtigen Eindruck von Stockholm als Stadt der Könige, Seefahrer, Künstler und Moderne und bildete einen der kulturellen Höhepunkte der gesamten Rundreise.
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Tag 21: Bahnreise Stockholm – Göteborg – Kopenhagen -- Puttgarden -- Lübeck

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Der zwanzigste Reisetag war ein langer, aber inhaltlich reicher Reisetag, der gleich zwei Länder und mehrere große Städte miteinander verband. Früh am Morgen begann die Etappe in Stockholm. Um 7 Uhr verließ der Zug die schwedische Hauptstadt und fuhr südwärts durch Südschweden. In den ersten Stunden zog eine ruhige, typisch schwedische Kulturlandschaft vorbei: dichte Wälder wechselten sich mit Seen, offenen Feldern und kleineren Städten ab. Die Strecke war weniger dramatisch als die Bahnlinien im hohen Norden, überzeugte jedoch durch ihre Weite, Klarheit und den stetigen Wechsel der Landschaftsbilder. Das gleichmäßige Tempo der Fahrt vermittelte nochmals einen entspannten Eindruck vom schwedischen Süden und bildete einen ruhigen Auftakt des Tages.

Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Stockholm HauptbahnhofReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Göteborg

Göteborg

Gegen 15 Uhr wurde erreicht, die zweitgrößte Stadt Schwedens und ein bedeutender Hafen an der Westküste. Trotz des knappen Zeitrahmens blieb Gelegenheit für eine kurze Stadtbesichtigung. Erste Eindrücke ergaben sich bei einem Spaziergang durch das Zentrum mit seinen Kanälen, breiten Straßen und dem maritimen Flair. Göteborg zeigte sich als moderne, weltoffene Stadt mit starkem Bezug zum Meer, geprägt von Handel, Schifffahrt und Industrie, zugleich aber auch von einem lebendigen urbanen Leben. Der kurze Aufenthalt vermittelte einen markanten Kontrast zur historischen und königlichen Prägung Stockholms. Am späten Nachmittag wurde die Reise fortgesetzt. Die Bahn folgte nun der Westküste in Richtung Süden. Dieser Abschnitt bot immer wieder Blicke auf Küstenlandschaften und das Wasser des Öresunds, das die Annäherung an Dänemark ankündigte.
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Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Stockholm HauptbahnhofReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Göteborg - Kopenhagen

In Helsingborg endete der schwedische Teil der Fahrt. Hier erfolgte der Wechsel auf die Bahnfähre nach Helsingør. Die kurze Überfahrt über den schmalen Sund ist ein besonderes Erlebnis, da Bahn- und Schiffsverkehr unmittelbar ineinandergreifen und der Länderwechsel fast nahtlos erfolgt. Nach der Ankunft in Helsingør setzte der Zug seine Fahrt auf dänischem Boden fort. Die letzte Etappe des Tages führte nach Kopenhagen, wo der Zug um 20:37 Uhr eintraf. Nach einem langen, aber abwechslungsreichen Reisetag endete hier diese intensive Etappe, die Bahnfahren, Stadtbesichtigungen und eine Fährpassage auf eindrucksvolle Weise miteinander verband und den Übergang von Schweden nach Dänemark stimmungsvoll vollzog.

Reiseführer Bahnreise durch Skandinavien - KopenhagenReiseführer Bahnreise durch Skandinavien - Kopenhagen

Zum Abschluss des langen Reisetages bot sich noch ein Besuch im Tivoli in Kopenhagen an. Der traditionsreiche Vergnügungspark mitten im Stadtzentrum bildet einen stimmungsvollen Kontrast zur vorausgegangenen Bahn- und Fährreise. Am Abend entfaltet der Tivoli mit seinen Lichtern, historischen Fahrgeschäften, Gärten und Musikbühnen eine ganz besondere Atmosphäre. Zwischen beleuchteten Alleen, Pavillons und Cafés lässt sich der Tag entspannt ausklingen, während sich modernes Stadtleben und nostalgischer Charme auf einzigartige Weise verbinden. Der Besuch im Tivoli setzte einen heiteren, fast märchenhaften Schlusspunkt unter diesen intensiven Reisetag und rundete die Ankunft in Kopenhagen auf besonders stimmungsvolle Weise ab.

Reiseführer 'Skandinavien' - Koppenhagen -- Puttgarden -- LübeckReiseführer 'Skandinavien' - Koppenhagen -- Puttgarden -- Lübeck

Gegen 22 Uhr startete die Rückfahrt Richtung Deutschland. Im Nachtzug verkehrten Kurswagen, die von Kopenhagen aus weiter nach Osteuropa oder bis nach Paris liefen, was der Verbindung einen ausgesprochen internationalen Charakter verlieh. Der Zug war stark ausgelastet, viele Interrail-Reisende nutzten diese Route, sodass in den Gängen eine lebendige Stimmung herrschte, Gepäcknetze gut gefüllt waren und verschiedenste Sprachen zu hören waren. Trotz der Enge entstand eine typische Nachtzugatmosphäre, die von Vorfreude auf die Heimreise, leisen Gesprächen und dem langsamen Zur-Ruhe-Kommen geprägt war.

Reiseführer 'Skandinavien' - Koppenhagen -- Puttgarden -- LübeckReiseführer 'Skandinavien' - Eisenbahnfähre Nyborg -- Puttgarden

Kurz vor Mitternacht erreichte der Zug den Fährhafen, und gegen 24 Uhr folgte die Überfahrt mit der Eisenbahnfähre von Nyborg nach Puttgarden. Dieser Abschnitt war ein besonderer Höhepunkt, denn Zug und Reisende setzen gemeinsam per Schiff über die Ostsee. Während der Zug sicher im Bauch der Fähre stand, blieb Zeit für einen kurzen Aufenthalt an Deck oder in den Salons, wo die nächtliche See, das Schaukeln des Schiffes und die gedämpfte Beleuchtung eine ganz eigene Stimmung erzeugten.

Reiseführer 'Skandinavien' - Koppenhagen -- Puttgarden -- LübeckReiseführer 'Skandinavien' - Eisenbahnfähre Nyborg -- Puttgarden

Nach der Ankunft auf deutscher Seite wurde die Fahrt fortgesetzt. In den folgenden Stunden kehrte zunehmend Ruhe ein, die meisten Reisenden schliefen, während der Zug über Lübeck und Hamburg südwärts rollte und die Nacht langsam dem Morgen wich. Am Ende der langen Nachtfahrt wurde Bonn um 8 Uhr erreicht. Mit diesem letzten Abschnitt schloss sich der Kreis der Reise.

Reiseführer 'Skandinavien' - Koppenhagen -- Puttgarden -- LübeckReiseführer 'Skandinavien' - Eisenbahnfähre Nyborg -- Puttgarden

Nach 21 Tagen intensiver Eindrücke, unzähligen Bahnkilometern, Fährpassagen und Stadtbesichtigungen endete hier eine außergewöhnliche Rundreise durch Skandinavien, die von landschaftlicher Vielfalt, kulturellen Höhepunkten und dem besonderen Erlebnis des Reisens auf der Schiene geprägt war.

Reiseführer Bahnreise SkandinavienReiseführer Bahnreise durch Skandinavien

Diese dreiwöchige Bahnreise durch Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland war weit mehr als eine Abfolge von Fahrplänen und Etappen. Sie verband große Metropolen und kleine Orte, Hochgebirge und Fjordlandschaften, Wälder, Seen, Schären und Küsten zu einer zusammenhängenden Route, bei der der Weg selbst stets Teil des Erlebnisses blieb. Ikonische Bahnstrecken wie die Flåmsbahn, die Nordlandsbahn, die Ofotenbahn oder die schwedische Inlandsbahn machten die Vielfalt Skandinaviens auf eindrucksvolle Weise erfahrbar, ergänzt durch Fährüberfahrten, die Land und Meer harmonisch miteinander verbanden. Städte wie Oslo, Stockholm, Helsinki, Trondheim oder Kopenhagen boten kulturelle Höhepunkte, während Orte wie Jokkmokk, Narvik, Finse oder Flåm tiefe Einblicke in Natur, Geschichte und Alltag des hohen Nordens ermöglichten. Die Reise zeigte, wie entschleunigt, nachhaltig und zugleich intensiv Europa auf der Schiene erlebt werden kann. Nachtzüge, Eisenbahnfähren und gezielt geplante Pausen sorgten für einen ausgewogenen Rhythmus aus Bewegung und Ankommen. Nach 21 Tagen, tausenden Bahnkilometern und unzähligen Eindrücken schloss sich mit der Rückkehr nach Bonn der Kreis dieser außergewöhnlichen Rundreise – reich an Landschaftsbildern, kulturellen Begegnungen und dem besonderen Gefühl, unterwegs gewesen zu sein, ohne jemals den Faden der Reise zu verlieren.

 

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Online Reiseführer 'Sehenswertes in Skandinavien'

Online Reiseführer 'Sehenswertes Dänemark' und Bahn- und Schiffstouren

Reiseführer Dänemark - Kopenhagen

Reiseführer Dänemark - KopenhagenZahlreiche beeindruckende Sehenswürdigkeiten locken jedes Jahr zahlreiche Besucher nach Kopenhagen, der Hauptstadt Dänemarks mit der Bronzefigur der kleinen Meerjungfrau an der Uferpromenade Langelinje, die als Wahrzeichen Dänemarks gilt. Die Stadt mit ihren rund 500.000 Einwohnern liegt ganz im Osten Dänemarks direkt an der Meerenge zu Schweden, dem Öresund. Für ihr besonderes Flair, ihr hervorragendes kulturelles Angebot und nicht zuletzt ihre zahlreichen historischen Sehenswürdigkeiten zeichneten führende Magazine als eine der Städte mit der höchsten Lebensqualität aus. Vom 100m hohen Rathausturm lassen sich die vielen Sehenswürdigkeiten überblicken und eine einzigartige Aussicht über die Stadt genießen. Neben der Friedenskirche mit ihrer beeindruckenden mit Fresken geschmückten 45m hohen Kuppel steht Schloss Amalienborg aus den Jahren 1749 bis 1760. In dem aus vier. ...

Reiseführer Dänemark - Seeland + Fünen

Reiseführer Dänemark - FünenDie Insel Seeland ist die größte Insel der Ostsee und gleichzeitig auch Dänemarks. Auf ihr leben rund zwei Fünftel der dänischen Bevölkerung. Damit bildet sie die einwohnerstärkste Region des Landes. Im Westen trennt sie der Große Belt von der Nachbarinsel Fünen und im Osten der Öresund vom schwedischen Festland. Im Süden umkränzen mehrere kleinere Inseln Seeland und im Norden erstreckt sich das Skagerak. Den Nordosten dominiert die Landeshauptstadt Kopenhagen und etwas westlich liegt die ehemalige Königsresidenz Roskilde mit ihrem mächtigen Dom. Mit den umliegenden Inseln bestehen über großartige Brückenbauten dauerhafte Verkehrsverbindungen, zuletzt auch mit der Öresundbrücke nach Malmö in Schweden. Über die Brücken über den Großen und Kleinen Belt ist Seeland über Fünen mit Jütland verbunden. Die Insel Fünen liegt zwiscshen dem Kleinen und dem. ...

Reiseführer Dänenmark - Jütland

Reiseführer Dänenmark - Jütland Zur ersten dieser Kulturstätten wurden 1994 die auf Jütland liegenden Runensteine von Jelling mit Kirche und den Grabhügeln ehemaliger Wikingerfürsten ernannt. Zu deren Erbe gehören auch die Reste ehemaliger Festungsanlagen wie Fyrkat bei Hobro. Nach der Insel Grönland, die auch zu Dänemark gehört, verfügt Jütland über die größte dänische Landfläche. Sie gliedert sich in vier Teile, nördlich und südlich des Limfjords sowie weiter südlich in Ost- und Westjütland. Kennzeichnend für die Gebiete um den Limfjord sind die herrlichen weiten Strände. Im Osten liegen die größeren Städte, die aus vielen früheren Handelsniederlassungen entstanden sind und auch heute zu den prosperierenden Zentren Dänemarks zählen. Die rauhe Nordsee prägt dagegen den Westen mit seinen kleinen Fischerdörfern und langen wattreichen Stränden. Die salzhaltige, pollenfreie Luft bietet besonders Allergikern. ...

Reiseführer Öresundbrücke - Dänenmark

Reiseführer Öresundbrücke - DänenmarkDie Öresundbrücke ist die weltweit längste Schrägseilbrücke für kombinierten Straßen- und Eisenbahnverkehr. Sie bildet zusammen mit dem Drogdentunnel und der künstlichen Insel Peberholm die mautpflichtige Öresundverbindung, die die dänische Hauptstadt Kopenhagen mit Malmö in Schweden verbindet. Die Brücke wurde am 1. Juli 2000 dem Verkehr übergeben. Die Gesamtlänge der Brücke beträgt 7845m. Zur Brücke gehören zwei niedrige Vorbrücken. Die westliche mit 3014m besteht aus 22 Brückenfeldern und die östliche mit 3739m aus 28 Brückenfeldern. Dazwischen liegt die 1092m lange Öresundhochbrücke mit einer Spannweite von 490m. Die Pylone bestehen aus 206m hohen Stahlbetonpfeilern. Der doppelstöckige Fachwerkbrückenträger weist eine Höhe von 11m und eine Breite von 30m auf. Auf dem Oberdeck verläuft die vierspurige Autobahn, im Fachwerkträger liegen die. ...

Reiseführer Dänemark mit der Bahn entdecken

Reiseführer Dänemark mit der Bahn entdeckenDänemark im Norden Europas ist über drei Bahnstrecken zu erreichen: Die Strecke Niebüll - Tondern in Westjütland dient dem Lokalverkehr und über die elektrifizierte Strecke Flensburg - Padburg läuft zur Zeit der internationale Personen- und Güterverkehr. Eine Personenzugverbindung mit Eisenbahnfähren verbindet über die Vogelfluglinie Hamburg - Lübeck - Fehmarn mit Puttgarden - Rødby - Kopenhagen. Die größeren Städte und Orte können Sie gut mit der Bahn erreichen. In Kopenhagen gibt es seit einigen Jahren ein S- und Metro-Netz. Die meisten weiteren Orte sind mit dem Bus zu erreichen. In den Zügen ist die Fahrradmitnahme möglich. Nun ein wenig zur Geschichte der Eisenbahn in Dänemark: Der Staat engagierte sich in Dänemark schon früh bei Bau und Betrieb von Strecken. 1844 wurde die Strecke Østersø - Jernbane der Altona-Kieler-Eisenbahn-Gesellschaft und 1847. ...

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Reiseführer Finnland

Reiseführer FinnlandFinnland beherbergt eine Vielzahl sehenswerter Städte. Die größte von ihnen ist die Hauptstadt Helsinki mit ihrem berühmten Wahrzeichen, dem Dom, einer Kreuzkuppelkirche. Mit einem beeindruckenden Glasmuseum mit der Alvar-Aalto-Vase lockt die Stadt Kotka. Rauma ist die größte Holzhausstadt in ganz Nordeuropa. Die bis heute am besten erhaltene mittelalterliche Burg Skandinaviens ist Burg Olavinlinna auf einer kleinen Felseninsel in Savonlinna. Nur wenige Kilometer von Helsinkis Stadtzentrum entfernt, liegt die malerische Insel Seurasaari, ein Erholungspark mit dem beeindruckenden Freilichtmuseum mit 87 Gebäuden. Hier werden dem Besucher die unterschiedlichen Baustile der einzelnen Landesteile, die altertümliche Handwerkskunst und die wechselvolle Geschichte des Landes näher gebracht. Ein Paradies für Naturliebhaber sind die Fjälllandschaften von Ruka, nahe des Polarkreises. Auch. ...

Reiseführer Bahnreise Oulo -- Helsinki

Die Bahnstrecke von Oulu nach Helsinki führt durch Westkarelien und über die Orte Nurmes, Joensuu, Lappeenranta und Lahti. Unsere Fahrt beginnt am Bahnhof Oulu, nachdem wir die alte Dampflokomotive ausgiebig besichtigt hatten. In den ersten 12 Stunden der Fahrt stand eine Triebwagengarnitur aus vier Dm7, auch Dattelschachteln genannt, auf der nicht elektrifizierten Strecke zur Verfügung. Nur wenige Ortschaften liegen entlang der malerischen Strecke. Lockere Kiefernwälder, zahllose Seen und breite Flüsse kennzeichnen diese von den Eiszeitgletschern geformte flache Landschaft. Nur selten bieten kleine Anhöhen Abwechslung. Entspannt kann man die Ausblicke auf die großen Seeflächen des Oulujärvi und Pielinen genießen. Auf den Flüssen treiben riesige Flöße aus Baumstämmen. Holz bildet das große Kapital Finnlands. Zwischen Parikkala und Simpele berührt die Strecke fast die. ...

Reiseführer Schiffstour Helsinki -- Turku -- Stockholm

Der nächste Tag der großen Nordlandreise beginnt in Helsinki HBf kurz nach 7.30 Uhr. Zuerst führt die Strecke durch die flache Landschaft Südfinnlands an zahlreichen Seen entlang. Nach drei Stunden erreicht der Zug der finnischen Staatsbahn VR den Ostseehafen Turku. Im Hafen liegen schon die beiden Fährschiffe der StenaLine und SiljaLine zur Überfahrt nach Stockholm bereit. Die ersten Stunden bei schönsten Wetter umfahren die Schiffe die vielen winzigen Felseninseln, die Schären genannt werden, mit teilweise abenteuerlich engen Durchfahrten in langsamer Geschindigkeit. Das nächste Ziel ist der Hafen Mariehamn der finnischen autonomen Ålandinseln. Hiei werden hauptsächlich Güter und Autos verladen. Nach einer 3/4 Stunde geht die Reise weiter Richtung Stockholm, erstmals über die offene Ostsee. Nur Möven begleiten noch die Fähre. Dann wird die Fahrt wieder langsamer und die zweistündige. ...

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Online Reiseführer 'Sehenswertes Norwegen' und Bahn- und Schiffstouren

Reiseführer Sehenswertes in Norwegen

Reiseführer Sehenswertes in NorwegenDas Königreich Norwegen mit seiner Hauptstadt Oslo ist bekannt für seine atemberaubenden, einzigartigen Naturlandschaften, vielen Inseln, riesigen Gletschern, Wasserfällen und Fjorden an der Westküste. Besondere Anziehungspunkte sind der Zwillingswasserfall in Làtefossen und der Folgefonn-Gletscher, dem Wasserfall gegenüber. Die Inselgruppe der Lofoten beeindruckt mit ihren Bergen und Sehenswürdigkeit wie dem Wikingermuseum in Borg, über 3000 Jahre alten Höhlenmalereien in der 115 m tiefen und 50 m hohen Refsvik- Höhle und dem Hafen von Hamney. Faszinierend ist auch die historische Altstadt von Bergen. Fahrten mit den Schiffen der Hurtigenruten entlang der einzigartigen norwegischen Küstenlinie, vorbei an beeindruckenden Berglandschaften, ...

Reiseführer Flåmsbana - Flambahn

Reiseführer Flåmsbana - FlambahnFlåmsbana ist eine eingleisige normalspurige Nebenstrecke der norwegischen Bergenbahn und ist eine der meistbesuchten Touristenattraktionen Norwegens. Die Bahnstrecke beginnt am Bahnhof Myrdal in 864m ü.M. an der Bergenbahn von Bergen nach Oslo und führt 20,2 Kilometer hinunter zum Aurlandsfjord mit 2m ü.M. Beim sagenumwobenen Wasserfall Kjosfossen wird ein Halt von einigen Minuten eingelegt, damit die Reisenden den Zug verlassen können, um den Wasserfall zu bestaunen. Mit dem Bau der ursprünglich zum Gütertransport angelegten Bahn wurde 1923 begonnen, um Transportmöglichkeiten von der Bergenbahn hinunter zum Sognefjord zu schaffen und den letzten Teil des Rallarvegen zu ersetzen. In den 1950er und 1960er Jahren war die Strecke wie andere Nebenstrecken in Norwegen von der Stilllegung bedroht. Die Flåmsbana gehört zu den steilsten. ...

Reiseführer Bergenbahn

Reiseführer BergenbahnDie Bergenbahn ist eine der schönsten Bahnlinien in Norwegen und verbindet die Hauptstadt Olso mit der zweitgrößten Stadt Bergen am Atlanik. Sie verläuft von Oslo über Geilo und Voss meist oberhalb der Baumgrenze durch die Hochebene der Hardangervidda, am Hardangergletscher vorbei bis an die Westküste nach Bergen. Historisch gesehen sollte die Bahnstrecke die beiden wichtigsten Handelsstädte - Bergen und Stockholm - der damals vereinigten Königreiche Norwegen und Schweden verbinden. Schon bei ihrer Fertigstellung wie auch in der Instandhaltung bis heute erweist sie sich besonders im Winter als schwierig. Nach der Unabhängigkeit Norwegens von Schweden 1905 änderte man die Pläne. Jetzt sollten die beiden wichtigsten Städte Norwegens.verbunden werden. Die Strecke wurde 1909 freigegeben und ermöglichte zum ersten Mal eine relativ schnelle Reise. ...

Reiseführer Dovrebanen Dovrebahn

Reiseführer Dovrebanen DovrebahnDie beiden Bahnstrecken Dovrebane 552km von Oslo nach Trondheim und die Nordlandsbanen 729km nach Bodø sind die längsten Bahnstrecken nach Norden in Norwegen. Der Streckenabschnitt von Trondheim nach Støren ist auch ein Abschnitt der Rørosbane. Die Dovrebane nutzt von Oslo bis Eidsvoll eine Schnellfahrstrecke und führt erst danach auf der ursprünglichen eingleisigen Strecke weiter am Mjøsa entlang. Über Hamar geht es nach Lillehammer, bekannt durch die Olympiade 1994. Die Strecke führt nun durch das Gudbrandsdal nach Otta, Brennhaug und Dovre zum Bahnknoten Dombås. Hier zweigt die Raumabahn nach Åndalsnes ab. Die Dovrebane steigt nun zur Hochebebne bei Fokstua auf und erreicht ihren höchsten Punkt bei Hjerkinn mit 1024 Meter über dem Meer. Durch das enge Drivdalen führt die Strecke abwärts Richtung Trondheim, dem Zielbahnhof ...

Reiseführer Nordlandsbanen Nordlandbahn

Walder-Verlag Reisetipps-Europa Bahn-Reiseführer Nordlandbahn: Trondheim -- BodöDie beiden Bahnstrecken Dovrebane 552km von Oslo nach Trondheim und die Nordlandsbahn 729km nach Bodø sind die längsten Bahnstrecken nach Norden in Norwegen. Der Streckenabschnitt von Trondheim nach Støren ist auch ein Abschnitt der Rørosbane. Die Dovrebane nutzt von Oslo bis Eidsvoll eine Schnellfahrstrecke und führt erst danach auf der ursprünglichen eingleisigen Strecke weiter am Mjøsa entlang. Über Hamar geht es nach Lillehammer, bekannt durch die Olympiade 1994. Die Strecke führt nun durch das Gudbrandsdal nach Otta, Brennhaug und Dovre zum Bahnknoten Dombås. Hier zweigt die Raumabahn nach Åndalsnes ab. Die Dovrebane steigt nun zur Hochebebne bei Fokstua auf und erreicht ihren höchsten Punkt bei Hjerkinn mit 1024 Meter über dem Meer. Durch das enge Drivdalen führt die Strecke abwärts Richtung Trondheim, dem Zielbahnhof ...

Reiseführer Erzbahn, Narvik -- Kiruna.

Reiseführer Erzbahn, Narvik -- KirunaDie Bahnstrecke Luleå–Narvik ist die nördlichste Eisenbahnstrecke, die mit dem übrigen normalspurigen Eisenbahnnetz Europas verbunden ist. Die Gesamtstrecke wird Erzbahn genannt, das schwedische Teilstück Malmbanan und das norwegische Teilstück Ofotbanen. Die Bahnstrecke verläuft vom schwedischen Luleå am Bottnischen Meerbusen in nordwestlicher Richtung zu den nördlich des Polarkreises liegenden Eisenerz-Abbaugebieten von Gällivare und Kiruna und weiter zum immer eisfreien norwegischen Hafen Narvik. Auf 68° 26‘ nördlicher Breite befindet sich mit dem Bahnhof Narvik der nördlichste im Personenverkehr erreichbare Regelspurbahnhof Europas. 1899 wurde die Strecke von Gällivare nach Kiruna eröffnet. Dies war wegen des langen Transportweges nach Luleå und der winterlichen Vereisung des Hafens noch keine befriedigende Lösung, weshalb 1898 das. ...

Reiseführer Sørlandsbanen, Oslo -- Stavanger

Reiseführer Sørlandsbanen, Oslo -- StavangerVon Oslo wird der Südwesten Norwegens mit der Sørlandsbane erschlossen. Diese Eisenbahnstrecke führt im südlichen Norwegen (Sørlandet) von Oslo über Kristiansand nach Stavanger. Die eigentliche Strecke der Sørlandsbane zweigt in Hokksund westlich von Drammen von der Randsfjordbane ab. Sie ist 528km lang und auf der gesamten Länge elektrifiziert. Die interessante Strecke führt durch 189 Tunnel und über 490 Brücken. 121 Kilometer sind für Geschwindigkeiten über 100km/h zugelassen. Die Sørlandsbane schließt dabei Teilstrecken der Drammenbane, der Randsfjordbane, der Arendalsbane, der Setesdalsbane, der Jærbane und der Flekkefjordbane ein. Alle diese Teilstrecken wurden beim Bau in der ursprünglichen Gesamtstreckenführung in Schmalspur mit einer Spurweite von 1067 mm errichtet und später auf Normalspur umgespurt. Der Zielpunkt. ...

Reiseführer Schiffstour im Romantischen Rheintal von Boppard nach Bingen

Reiseführer Schiffstour im Romantischen RheintalEine romantische Reise mit der Schiff von Boppard nach Binden führt Sie in die Rheinromatik mit vielen Burgen, Schlössern und Weinorten entlang einer alten Handelsroute von den Alpen zum Meer. Der Rhein hat sich im Laufe von Jahrmillionen seinen Weg durch das Rheinische Schiefergebirge gegraben und dabei eine einmalige Landschaft geschaffen mit herausragender kulturhistorischer Bedeutung. Von der UNSECO wurde das Mittelrheintal 2002 in die Liste des UNESCO-Welterbe aufgenommen. Als eine der bedeutendsten Wasserstraßen in Europa hielt der Fluss für die Schiffer und Reisenden bis ins 19. Jahrhundert viele Mühen und Risiken bereit. Besonders die Engstellen am Binger Loch und an der Loreley waren berüchtigt und boten Anlass zu zahlreichen Sagen- und Legendenbildungen. Das Mittelrheintal entwickelte sich zudem zu einer beeindruckenden Burgenlandschaft. ...

Reiseführer Hurtigruten Schiffstour von Bergen zum Nordkap

Hurtigruten – die Geschichte der schönsten Seereise der Welt seit 1893 entlang der Küste Norwegens. Die mehr als 2.400 Kilometer lange Küste zwischen Bergen und Kirkenes gehörte schon im 19. Jahrhundert zu den reichsten Fischgründen Norwegens. Doch die Seekarten waren ungenau und besonders im Norden gab es nur wenige Leuchttürme. Tückische Riffe, schmale Sunde, kleine Inseln und Schären machten diesen wichtigen Seeweg sehr gefährlich. Deshalb war die Suche nach einer sicheren Handelsroute entscheidend für die Verbindung zwischen Nord- und Südnorwegen. Es war der Schiffsberater August Kriegsmann Gran, der erstmals die Idee einer regulären und schnellen Schiffsverbindung zum Transport von Post und Waren zwischen Trondheim und Hammerfest aufbrachte. Ein Treffen mit dem Kaufmann und Kapitän Richard With brachte ihn seinem Traum näher. Gran und With,. ...

Reiseführer Schiffstour von Stavanger nach Bergen

Eingebettet in eine Landschaft mit mächtigen Bergen, kleinen Inseln und Fjorden, von denen der 40km lange Lysefjord östlich der Stadt der bekannteste ist, breitet sich die Stadt Stavanger aus. Im alten Hafen Vagen legen regelmäßig Linienschiffe und Kreuzfahrtschiffe an. Das Viertel Gamle Stavanger, das zum historischen Zentrum der Stadt gehört, ist geprägt von weiß gestrichenen Holzhäusern aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Der um 1125 errichtete Dom bildet den Stadtmittelpunkt. Wissenswertes über die Ölförderung in Norwegen vermittelt das Norwegische Ölmuseum. Nach der Besichtigung von Stavanger geht es morgens um 8 Uhr mit dem Schnellboot, einem Katamaran, Richtung Bergen. Entlang der durch Inseln reich gegliederten Küste führt die recht schnelle Fahrt. Vom offenen Meer ist nur selten ein Blick zu erhaschen. Immer neue mächtige Wolkenberge treibt der heftige Sturm über den Himmel,. ...

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Online Reiseführer 'Sehenswertes Schweden' und Bahn- und Schiffstouren

Reiseführer Sehenswertes in Schweden

Reiseführer Sehenswertes in SchwedenDas Königreich Schweden mit seinen Inseln Gotland und Öland verfügt neben zahlreichen beeindruckenden Sehenswürdigkeiten über eine vielseitige Flora und Fauna. Die Hauptstadt Stockholm ist eine der europaweit schönsten Metropolen. Auf der Freizeitinsel Djugàrden zieht die Vasa in einem der interessantesten Museen Schwedens ihre Besucher in ihren Bann. Zu einer Zeitreise lädt das 1891 auf Djugàrden gegründete, weltweit erste Freilichtmuseum Skansen ein. An den Ufern wunderschöner Seen oder unmittelbar am Meer bietet Schweden eine Vielzahl außergewöhnlicher Schlösser. Mit seiner imposanten Größe besticht auch das Königliche Schloss im Zentrum von Stockholm. Vor der Küste Göteborgs, der zweitgrößten Stadt Schwedens, können die in der Eiszeit entstandenen Schäreninseln erkundet werden. Fans von Pippi Langstrumpf kommen im Astrid Lindgren Freizeitpark in Vimmerby. ...

Reiseführer Inlandsbahn Inlandbanan - Schweden

Reiseführer Transsibirische Eisenbahn 1Die Inlandsbahn (Inlandsbanan) ist eine Eisenbahnstrecke in Schweden, die größtenteils von der Eisenbahngesellschaft Inlandsbanan betrieben wird. Sie führt über eine Länge von mehr als 1288km von Kristinehamn im Süden bis nach Gällivare im Norden. Lange Zeit besaß die Inlandsbahn (Inlandsbanan) für den Personenverkehr nur noch eine untergeordnete Bedeutung. Die Personenbeförderung beschränkte sich auf die Sommermonate – hier werden in der Hauptsache Touristen befördert. Erst langsam setzt hier wieder eine Änderung ein. Daneben hat die Bahn noch eine Bedeutung für den Holz- , Bodenschatz- , und Warentransport. In Gällivare trifft die Inlandsbahn (Inlandsbanan) auf die Erzbahn, die Kiruna und das norwegische Narvik im Norden mit Luleå und der schwedischen Ostseeküste im Süden verbindet. Die Geschichte der Inlandsbahn (Inlandsbanan) wird in zwei Museen thematisiert,. ...

Reiseführer Erzbahn, Narvik -- Kiruna.

Reiseführer Erzbahn, Narvik -- KirunaDie Bahnstrecke Luleå–Narvik ist die nördlichste Eisenbahnstrecke, die mit dem übrigen normalspurigen Eisenbahnnetz Europas verbunden ist. Die Gesamtstrecke wird Erzbahn genannt, das schwedische Teilstück Malmbanan und das norwegische Teilstück Ofotbanen. Die Bahnstrecke verläuft vom schwedischen Luleå am Bottnischen Meerbusen in nordwestlicher Richtung zu den nördlich des Polarkreises liegenden Eisenerz-Abbaugebieten von Gällivare und Kiruna und weiter zum immer eisfreien norwegischen Hafen Narvik. Auf 68° 26‘ nördlicher Breite befindet sich mit dem Bahnhof Narvik der nördlichste im Personenverkehr erreichbare Regelspurbahnhof Europas. 1899 wurde die Strecke von Gällivare nach Kiruna eröffnet. Dies war wegen des langen Transportweges nach Luleå und der winterlichen Vereisung des Hafens noch keine befriedigende Lösung, weshalb 1898 das. ...

Reiseführer Schiffstour Helsinki -- Turku -- Ålandinseln -- Stockholm

Reiseführer Bahn und Schiff Helsinki -- Turku -- Ålandinseln -- StockholmDer nächste Tag der großen Nordlandreise beginnt in Helsinki HBf kurz nach 7.30 Uhr. Zuerst führt die Strecke durch die flache Landschaft Südfinnlands an zahlreichen Seen entlang. Nach drei Stunden erreicht der Zug der finnischen Staatsbahn VR den Ostseehafen Turku. Im Hafen liegen schon die beiden Fährschiffe der StenaLine und SiljaLine zur Überfahrt nach Stockholm bereit. Die ersten Stunden bei schönsten Wetter umfahren die Schiffe die vielen winzigen Felseninseln, die Schären genannt werden, mit teilweise abenteuerlich engen Durchfahrten in langsamer Geschindigkeit. Das nächste Ziel ist der Hafen Mariehamn der finnischen autonomen Ålandinseln. Hiei werden hauptsächlich Güter und Autos verladen. Nach einer 3/4 Stunde geht die Reise weiter Richtung Stockholm, erstmals über die offene Ostsee. Nur Möven begleiten noch die Fähre. Dann wird die Fahrt wieder langsamer und die. ...

 

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Redaktion: Ingrid Walder und Achim Walder
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