Reiseführer Vinschgaubahn von Mals nach Meran und Bozen -
Die Vinschgaubahn von Mals nach Meran und weiter Richtung Bozen bietet eine der reizvollsten Bahnreisen Südtirols und führt durch den landschaftlich eindrucksvollen Vinschgau sowie das traditionsreiche Burggrafenamt. Der Vinschgau bildet den westlichsten Teil Südtirols und rahmt den oberen Abschnitt des Etschtals. Seit über 2000 Jahren besiedelt, präsentiert er eine außergewöhnliche kulturelle Tiefe, die durch Funde aus vorchristlicher Zeit und zahlreiche sakrale wie weltliche Bauwerke sichtbar wird. Die Via Claudia Augusta, eine der bedeutendsten römischen Handelsstraßen, verband einst den Reschenpass mit dem Süden und verlief durch das rund 80 Kilometer lange Tal, das heute fast vollständig Teil des Nationalparks Stilfserjoch ist – dem größten Naturschutzgebiet Italiens rund um das mächtige Ortlermassiv. Dank rund 300 Sonnentagen im Jahr erstrahlt der Vinschgau im Frühling in einem Meer aus blühenden Obstbäumen und vermittelt ein besonders freundliches, lichtdurchflutetes Landschaftsbild. Die Vinschgaubahn macht es möglich, diese Fülle an Kultur- und Naturschätzen in aller Ruhe zu erleben und verbindet Orte, die durch ihre Vielfalt und ihren Charakter ein authentisches Bild dieses traditionsreichen Landstrichs zeichnen. Zu den Höhepunkten der Strecke zählen das eindrucksvoll über dem Tal gelegene Benediktinerkloster Marienberg in Burgeis, das mittelalterliche Städtchen Glurns mit vollständig erhaltener Stadtmauer, Schloss Kastelbell sowie die berühmte Kirche St. Johann in Taufers. Darüber hinaus begeistern zahlreiche Bergkirchlein wie St. Ägidius am Schatzknott in Schlanders, St. Veith auf dem Tartscher Bühel, St. Benedikt in Mals oder die Bichlkirche in Latsch durch ihre Lage und historische Bedeutung. Unvergessen bleiben auch die markanten Wahrzeichen des Tals: der aus dem Reschensee ragende Turm von Alt-Graun, die mächtige Churburg bei Schluderns, das Marmordorf Laas, die Spitalskirche zum Heiligen Geist in Latsch sowie Reinhold Messners Schloss Juval am Eingang des Schnalstals. Weitere sehenswerte Orte wie der Fröhlichsturm in Mals, die Fürstenburg in Burgeis, Schloss Goldrain in Goldrain oder die eindrucksvolle Ruine Lichtenberg in Prad spiegeln die kulturelle Tiefe und historische Vielfalt wider, die diesen Landstrich so besonders macht. Die Fahrt mit der Vinschgaubahn wird dadurch zu einem inspirierenden Erlebnis, das landschaftliche Schönheit, kulturelle Einblicke und zahlreiche Aussichtsmomente miteinander verbindet und den Vinschgau sowie das Burggrafenamt auf unvergleichliche Weise erschließt. (c)WV
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Glurns ist ein echtes Juwel im oberen Vinschgau und zugleich die kleinste Stadt Südtirols. Mit nur rund 900 Einwohnern bietet sie ein einzigartiges Zusammenspiel aus mittelalterlicher Architektur, bewegter Geschichte und stimmungsvoller Atmosphäre. Die vollständig erhaltene Stadtmauer mit ihren wehrhaften Türmen und Stadttoren umschließt eine malerische Altstadt, in der sich enge Gassen, Laubengänge und historische Wohnhäuser zu einem harmonischen Ganzen verbinden. Schon beim Durchschreiten der Tore scheint die Zeit stillzustehen, denn Glurns hat seinen historischen Charakter bis in die Gegenwart bewahrt – ein Verdienst behutsamer Sanierungen und dem Engagement der lokalen Bevölkerung. Die Ursprünge des Ortes reichen weit in die Antike zurück, als das Gebiet zur römischen Provinz Rätien gehörte. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Glurns im Jahr 1163. Eine besondere Blüte erlebte der Ort im Mittelalter, als er zum wichtigen Markt- und Handelsplatz zwischen dem Norden und der Lombardei wurde. Graf Meinhard II. von Tirol verlieh Glurns im späten 13. Jahrhundert das Marktrecht, und 1304 folgte die Verleihung des Stadtrechts. Der wirtschaftliche Aufschwung brachte Wohlstand, von dem bis heute zahlreiche Patrizierhäuser und adelige Ansitze zeugen. Die Stadt erlangte auch militärische Bedeutung, insbesondere im ausgehenden 15. Jahrhundert, als sie im Zuge der Bündner Wirren schwer zerstört, jedoch gezielt als befestigte Grenzstadt wiederaufgebaut wurde. Glurns war damit ein strategischer Vorposten Tirols gegenüber dem Graubündner Gebiet. Wer durch die historische Altstadt bummelt, entdeckt bedeutende Baudenkmäler wie die Stadtpfarrkirche St. Pankraz, das Frölich-Haus mit seinem charakteristischen Treppengiebel und die Kirche St. Jakob mit gotischen Wandmalereien. Hinter den dicken Stadtmauern entfaltet sich ein stimmungsvolles Ensemble aus Geschichte, Kunst und ländlicher Lebensart. Im Kontrast zur architektonischen Dichte steht die weitläufige Landschaft, in die Glurns eingebettet ist: blühende Obstwiesen im Frühjahr, schneebedeckte Gipfel im Hintergrund und die frische Luft des Etschtals geben dem Ort seinen besonderen Reiz. Glurns ist nicht nur ein idealer Ort für Geschichtsinteressierte, sondern lädt mit seiner Gastfreundschaft, kleinen Läden, regionalen Produkten und kulturellen Veranstaltungen wie dem mittelalterlichen Stadtfest auch zum Verweilen ein. Ein Besuch in dieser charmanten Stadt ist wie eine Reise in eine andere Zeit – und gerade deshalb ein unvergessliches Erlebnis im Vinschgau. (c)WV
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Graun, am nördlichsten Rand Südtirols gelegen und eingebettet in die weite Landschaft des oberen Vinschgaus, ist ein Ort, der auf einzigartige Weise Geschichte, Natur und Symbolkraft miteinander verbindet. Wer heute nach Graun reist, wird unweigerlich vom berühmten, aus dem Wasser ragenden Kirchturm im Reschensee empfangen – einem der meistfotografierten Wahrzeichen Südtirols. Dieser einsame Turm erzählt von einem dramatischen Einschnitt in die Geschichte des Ortes. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts befand sich hier ein lebendiges Dorf, dessen Schicksal im Jahr 1950 besiegelt wurde, als durch den Bau eines Stausees das gesamte alte Dorf Graun geflutet wurde. Die Bewohner mussten ihre Häuser verlassen, und nur der romanische Glockenturm der ehemaligen Pfarrkirche St. Peter aus dem Jahr 1355 blieb als stummer Zeuge erhalten. Heute erhebt sich dieses Relikt aus dem Wasser des Reschensees und ruft bis heute Erinnerungen an den alten Ort wach. Doch Graun hat mehr zu bieten als nur dieses eindrucksvolle Mahnmal. Die gesamte Region rund um den Reschenpass ist reich an Geschichte und kulturellen Zeugnissen. Schon zur Römerzeit führte die bedeutende Alpenverbindung Via Claudia Augusta durch das heutige Gemeindegebiet. Diese antike Handelsstraße verband Norditalien mit dem römischen Reich im Norden und war über Jahrhunderte hinweg ein pulsierender Verkehrskorridor. Noch heute zeugen Wegabschnitte, Ausstellungen und Informationszentren von ihrer historischen Bedeutung. In unmittelbarer Nähe zum See liegt das Hospiz St. Voltn, ein bedeutender Rast- und Pilgerort aus dem Mittelalter, das an die Zeit erinnert, als Reisende hier Schutz und Unterkunft fanden. Ebenso eindrucksvoll ist das alte Bergdorf Monteplair oberhalb des heutigen Graun. Mit seinen traditionellen Steinhäusern, engen Gassen und ursprünglichen Strukturen vermittelt es ein authentisches Bild des bäuerlichen Lebens vergangener Jahrhunderte. Graun selbst ist heute ein moderner, lebendiger Ort, der sich trotz der schicksalhaften Vergangenheit zu einem beliebten Reiseziel für Naturfreunde, Wanderer und Wintersportler entwickelt hat. Die weiten Hochflächen rund um den Reschenpass bieten zu jeder Jahreszeit beste Bedingungen für sportliche Aktivitäten – vom Radfahren auf der alten Bahntrasse über das Wandern auf Höhenwegen bis zum Skifahren in den nahen Skigebieten. Graun ist ein Ort, der tief berührt. Die Verschmelzung aus tragischer Geschichte, lebendiger Kultur und faszinierender Naturkulisse macht ihn zu einem besonderen Ziel im Vinschgau. Hier begegnet man nicht nur den Spuren der Vergangenheit, sondern erlebt auch, wie eine Region mit ihrer Geschichte lebt und daraus neue Stärke schöpft. (c)WV
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Mals, auf einer weiten Sonnenterrasse im Obervinschgau gelegen, ist einer der geschichtsträchtigsten und zugleich landschaftlich reizvollsten Orte Südtirols. Schon in vorchristlicher Zeit war die Region besiedelt, wie Funde und Ausgrabungen auf dem Tartscher Bühel belegen. In römischer Zeit führte die wichtige Handelsstraße Via Claudia Augusta durch das Gebiet, und auch im Mittelalter spielte Mals eine zentrale Rolle als Gerichtssitz und religiöses Zentrum. Die zahlreichen Kirchen und Kapellen im Gemeindegebiet zeugen bis heute vom spirituellen Reichtum des Ortes. Die Altstadt von Mals bezaubert mit verwinkelten Gassen, historischen Fassaden, kleinen Plätzen und erhaltenen Resten der mittelalterlichen Stadtmauer. Der markante Fröhlichsturm, ein ehemaliger Wehrturm, ist ein Wahrzeichen der Stadt und Teil ihrer wehrhaften Vergangenheit. Besonders herausragend ist die kleine Kirche St. Benedikt, deren karolingische Wandmalereien aus dem 8. Jahrhundert zu den ältesten Kunstwerken im gesamten Alpenraum zählen. Ebenfalls sehenswert sind die Kirchen St. Nikolaus, St. Veit und St. Leonhard, die teils romanische, teils gotische Bauelemente aufweisen und das Bild eines über Jahrhunderte gewachsenen Ortskerns vervollständigen. Über dem Ort thront die Fürstenburg, eine ehemalige Residenz der Bischöfe von Chur, die später in ein Kloster umgewandelt wurde. Heute beherbergt sie ein landwirtschaftliches Ausbildungszentrum. Nur wenige Schritte davon entfernt liegt das Benediktinerkloster Marienberg, das höchstgelegene Kloster Europas. Es wurde im 12. Jahrhundert gegründet und beherbergt eine der schönsten romanischen Krypten Südtirols mit farbenprächtigen Fresken. Die Gemeinde Mals umfasst auch zahlreiche Fraktionen wie Burgeis, Schleis, Tartsch und Laatsch, die jeweils mit ihrem eigenen Charakter und ihren historischen Bauten bezaubern. Besonders malerisch ist der Tartscher Bühel mit der kleinen St.-Veith-Kirche, die über dem Tal thront und ein beliebtes Fotomotiv darstellt. Naturfreunde finden rund um Mals ein vielfältiges Netz an Wanderwegen, darunter die historischen Waalwege und zahlreiche Höhenwege mit herrlichen Ausblicken auf das Ortlermassiv und das Münstertal. Auch für Radfahrer ist die Umgebung ideal erschlossen – mit flachen Wegen im Tal und anspruchsvolleren Strecken in den Bergen. Mals verbindet auf eindrucksvolle Weise seine reiche Geschichte mit einer intakten Natur- und Kulturlandschaft. Der Ort bietet gleichermaßen Raum für geistige Einkehr, kulturelle Entdeckungen und aktive Erholung und ist somit ein ideales Reiseziel für jeden, der den Vinschgau in seiner Tiefe erleben möchte. (c)WV
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Schluderns, eingebettet in einen breiten Talkessel zwischen der Ortlergruppe und den Ötztaler Alpen, ist ein Ort voller Geschichte, Kultur und Naturerlebnis. Die Lage zwischen mächtigen Gebirgszügen macht Schluderns zu einem idealen Ausgangspunkt für Wanderungen und Naturerkundungen. Besonders charakteristisch ist die fast unberührte Naturlandschaft der Prader Sand und die reizvolle Flusslandschaft der Etsch, die zahlreichen seltenen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum bietet. Herzstück und Wahrzeichen des Ortes ist die imposante Churburg, eine der besterhaltenen und schönsten Schlossanlagen im Alpenraum. Sie wurde im 13. Jahrhundert errichtet und beherbergt heute die größte private Rüstkammer Europas. Ihre prachtvollen Renaissance-Arkadenhöfe, kunstvollen Fresken und liebevoll restaurierten Innenräume machen die Burg zu einem der wichtigsten kulturhistorischen Anziehungspunkte Südtirols. Im Dorfzentrum befinden sich weitere Sehenswürdigkeiten wie die Pfarrkirchen St. Katharina und St. Michael. Letztere überrascht mit barocker Ausstattung und einer reichen Freskenausstattung. Das Vintschger Museum im Ortskern bietet interessante Einblicke in die Kulturgeschichte und das Alltagsleben der Vinschger Bevölkerung, ergänzt durch Wechselausstellungen und didaktisch aufbereitete Themenbereiche. Ein weiteres Highlight ist die archäologische Ausgrabungsstätte Ganglegg, ein bronze- und eisenzeitlicher Siedlungsplatz oberhalb von Schluderns. Die Fundstelle wurde rekonstruiert und ist heute als Freilichtmuseum zugänglich. Besucher können hier originale Mauerreste, Häusergrundrisse und Nachbauten erleben, die das Leben der frühen Bewohner anschaulich vermitteln. Schluderns liegt zudem an einem Netz von historischen Waalwegen, die entlang alter Bewässerungskanäle verlaufen und Wanderern herrliche Ausblicke über das Tal bieten. Sie verbinden Naturerlebnis mit kultureller Spurensuche auf besonders reizvolle Weise. Die familiäre Atmosphäre, die Vielfalt an Erlebnismöglichkeiten und die tiefe Verwurzelung in der Geschichte machen Schluderns zu einem besonderen Ort im Vinschgau – ideal für neugierige Entdecker und kulturinteressierte Besucher. (c)WV
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Prad am Stilfserjoch, im Herzen des oberen Vinschgaus gelegen, ist ein Ort, der seine Ursprünglichkeit bewahrt hat und gleichzeitig als Tor zum Nationalpark Stilfserjoch gilt. Die Gemeinde, zu der auch die Fraktionen Agums, Lichtenberg und St. Johann gehören, liegt eingebettet zwischen dem fruchtbaren Talboden und den schroffen Hängen des Stilfserjochmassivs. Prad blickt auf eine lange Siedlungsgeschichte zurück, die bis in die Römerzeit reicht, als die Via Claudia Augusta durch das Gebiet führte. Heute zeugen noch zahlreiche historische Bauwerke von dieser bewegten Vergangenheit. Das Zentrum von Prad ist geprägt von einer gepflegten Altstadt mit traditionellen Häusern und kleinen Gassen, in denen sich Geschichte und Alltagsleben auf angenehme Weise mischen. Besonders eindrucksvoll ist die Kirche St. Johann, das älteste Gotteshaus des Ortes, das mit seinen romanischen Bauelementen ein stilles Zeugnis der frühen Christianisierung im Vinschgau darstellt. In der Fraktion Agums befindet sich die St.-Georgs-Kirche mit ihrer barocken Seitenkapelle, während in Lichtenberg die malerisch gelegene Kirche St. Christina Besucher mit ihrer schlichten Eleganz beeindruckt. Hoch über dem Ort thront die imposante Burgruine Lichtenberg, eine der größten und bedeutendsten Burgruinen Südtirols. Sie wurde im 13. Jahrhundert errichtet und war einst Sitz der Vögte von Matsch, einem der mächtigsten Adelsgeschlechter Tirols. Heute ist die Burg frei zugänglich und bietet einen atemberaubenden Blick über das Tal – ein beliebtes Ziel für Wanderer und Geschichtsinteressierte. Ein besonderes Erlebnis für Groß und Klein ist das moderne Nationalparkhaus Aquaprad, das auf anschauliche Weise die Welt der alpinen Gewässer, Fische und Amphibien erklärt. Es ist Teil des Nationalparks Stilfserjoch und ein hervorragender Ausgangspunkt für Exkursionen in die umliegende Natur. Die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt des Nationalparks lässt sich auf zahlreichen Themenwegen, Naturlehrpfaden und Höhenrouten entdecken. Prad ist ein idealer Ort für Naturliebhaber, Wanderfreunde und Kulturinteressierte. Die Kombination aus intakter Natur, historischen Sehenswürdigkeiten und einer gastfreundlichen Atmosphäre macht diesen Ort zu einem besonderen Ziel für alle, die den Vinschgau in seiner ganzen Vielfalt erleben möchten. (c)WV
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Laas, gelegen im Herzen des mittleren Vinschgaus, ist ein Ort, der weit über die Grenzen Südtirols hinaus bekannt ist – nicht nur wegen seiner beeindruckenden Landschaft, sondern vor allem wegen eines ganz besonderen Gesteins: dem Laaser Marmor. Dieses strahlend weiße, besonders reine und widerstandsfähige Gestein hat dem Dorf Weltruhm eingebracht und wird seit Jahrhunderten oberhalb von Laas im sogenannten Weißwasserbruch abgebaut. Der Marmor prägt nicht nur das Ortsbild, sondern auch die Seele des Dorfes – man begegnet ihm auf Schritt und Tritt: auf den Fassaden, in der Pflasterung der Gassen, in den Kirchen und auf den Friedhöfen. Zahlreiche Bildhauer und Künstler aus aller Welt zieht es jedes Jahr nach Laas, um mit dem edlen Material zu arbeiten. In der modernen Marmorverarbeitungshalle direkt im Ort kann man heute den Weg des Steins vom Bruch bis zur fertigen Skulptur nachvollziehen. Doch Laas ist weit mehr als nur ein Marmordorf. Der historische Ortskern mit seinem charmanten Marktplatz, den engen Gassen und den gepflegten alten Häusern strahlt eine besondere Ruhe aus. Zu den kunsthistorisch bedeutendsten Bauwerken zählt die Pfarrkirche St. Johannes mit einer romanischen Apsis aus dem 12. Jahrhundert, deren klare Linien und ausgewogene Proportionen in bestem Marmor ausgeführt sind. Nicht weit entfernt steht die Kirche St. Markus mit ihrem auffälligen Kreuzschlitz im Ostgiebel – ein faszinierendes Detail, das auf den Einfluss spätantiker Baukunst hinweist. Ebenfalls erwähnenswert ist die St.-Nikolaus-Kirche in Eyrs, die ein monumentales Fresko des heiligen Christophorus aus dem 16. Jahrhundert ziert. Die kleine Kirche St. Sisinius, die wohl zu den ältesten Sakralbauten des Vinschgaus zählt, thront auf einem Hügel über dem Tal und bietet einen wunderbaren Blick über das Etschtal hinweg. Die Gemeinde Laas umfasst auch die Fraktionen Tanas, Allitz, Tschengls, Tarnell und Parnetz – allesamt reizvolle Siedlungen, die wie auf einem Naturbalkon oberhalb des Tales liegen. Besonders eindrucksvoll ist die Panoramastraße, die sich von Allitz über Tanas hinaufzieht und immer wieder Ausblicke auf das weite Tal und die schneebedeckten Berge des Nationalparks Stilfserjoch eröffnet. In Tschengls thront über dem Tal die Ruine der Tschenglsburg, einst Herrschaftssitz eines mächtigen Adelsgeschlechts, heute ein stiller Zeuge mittelalterlicher Geschichte. Das Klima in Laas ist geprägt von der außergewöhnlichen Trockenheit des Vinschgaus – mit rund 300 Sonnentagen im Jahr zählt die Region zu den niederschlagsärmsten im Alpenraum. Diese Bedingungen sind ideal für den Obstbau, und so gedeihen rund um Laas Apfelplantagen, die sich im Frühling in ein weiß-rosa Blütenmeer verwandeln. Laas ist ein Ort, der sich seine Identität bewahrt hat. Zwischen Marmor und Geschichte, Handwerk und Natur, Stille und Inspiration entfaltet sich hier eine besondere Atmosphäre, die Besucher tief berührt. Wer Laas besucht, spürt sofort: Hier ist nicht nur der Stein kostbar, sondern auch das Lebensgefühl. (c)WV
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Schlanders, das geographische und wirtschaftliche Zentrum des Vinschgaus, liegt auf halber Strecke zwischen dem Reschenpass und Meran und präsentiert sich als lebendiger Hauptort mit reichem kulturellen Erbe und einer eindrucksvollen Umgebung. Der Ort besticht durch seine Lage zwischen dem grünen Nördersberg und dem kargen, sonnendurchfluteten Sonnenberg – zwei gegensätzliche Naturräume, die das Landschaftsbild ebenso prägen wie das Leben der Menschen. Im historischen Ortskern laden gepflegte Gassen, kleine Plätze und traditionsreiche Häuser zum Bummeln und Verweilen ein. Besonders markant ist der schlanke, gotische Kirchturm der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt, der mit seinen 97 Metern als höchster Kirchturm Tirols gilt. Die Kirche selbst beeindruckt mit ihrem neugotischen Inneren und zahlreichen Kunstwerken. Gleich daneben befindet sich die Spitalkirche aus dem 14. Jahrhundert mit einem sehenswerten Flügelaltar. Ein weiteres historisches Kleinod ist das Kapuzinerkloster, das seit dem 17. Jahrhundert existiert und heute noch eine stille Oase mitten im Ort bildet. Die im Jahre 1600 erbaute Schlandersburg, einst Wohnsitz eines landesfürstlichen Beamten, ist ein bemerkenswertes Beispiel der Renaissancearchitektur und beherbergt heute kulturelle Einrichtungen. Hoch über dem Tal thront das Schloss Schlandersberg, einstiger Sitz der Herren von Schlandersberg. Die eindrucksvolle Ruine bietet nicht nur historische Atmosphäre, sondern auch einen herrlichen Ausblick über das Vinschger Tal. Ein außergewöhnliches Ziel für Natur- und Vogelfreunde ist das Nationalparkhaus avimundus. Es widmet sich ganz der Vogelwelt und zeigt auf faszinierende Weise Lebensräume, Brutverhalten und Zugrouten der heimischen Arten. Ergänzt wird das Naturerlebnis durch Wanderwege auf den Sonnen- und Nördersberg, auf denen sich die ganze landschaftliche Vielfalt der Region erschließt. Nicht zuletzt ist Schlanders auch ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in alle Teile des Vinschgaus. Dank guter Bahn- und Busverbindungen ist der Ort bestens erreichbar. Märkte, kulturelle Veranstaltungen und ein reges Vereinsleben zeugen vom lebendigen Gemeinschaftsgeist und machen Schlanders zu einem authentischen, offenen und zugleich traditionsbewussten Ort. Wer den Vinschgau kennenlernen möchte, kommt an Schlanders nicht vorbei – hier schlägt das Herz des Tales. (c)WV
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Latsch, eingebettet zwischen den mächtigen Bergzügen der Ortlergruppe und der Ötztaler Alpen, ist ein Ort, der reich an Geschichte und Kultur ist und durch seine landschaftliche Schönheit beeindruckt. Die Gemeinde liegt inmitten von Apfelplantagen und Weinbergen und gilt als einer der sonnigsten Plätze im Vinschgau. Schon im Mittelalter war Latsch ein bedeutender Ort im Tal, wovon zahlreiche historische Bauten und Adelssitze zeugen. Besonders eindrucksvoll ist Schloss Goldrain, das im 16. Jahrhundert auf den Grundmauern einer mittelalterlichen Anlage errichtet wurde. Heute beherbergt es ein Bildungshaus und ist ein Ort kultureller Begegnung. Ein weiterer bedeutender Bau ist die Burgruine Obermontani, die einst der Sitz eines Minnesängers war und in deren Mauern Fragmente des Nibelungenlieds aus dem 14. Jahrhundert gefunden wurden – ein Hinweis auf die literarische Bedeutung des Ortes. Nur unweit davon entfernt liegt die Ruine Untermontani, ebenfalls Zeugnis der bewegten Geschichte dieser Region. Die Burg Latsch im Ortszentrum, der Ansitz Mühlrain mit seinen wertvollen Fresken, das Schloss Annenberg mit seiner gotischen Kapelle aus dem 15. Jahrhundert sowie zahlreiche Kirchen und Kapellen wie St. Dionys, St. Michael oder die St. Karpophoruskirche in Tarsch ergänzen das reiche architektonische Erbe von Latsch. Kunsthistorisch bedeutend ist vor allem der Flügelaltar von Jörg Lederer, einem bekannten Bildschnitzer der Spätgotik, der sich in der Spitalkirche von Latsch befindet. Die Fresken in der Burgkapelle St. Stephan in Morter gelten als herausragende Werke mittelalterlicher Wandmalerei. Im alten Spitalgebäude ist heute ein kleines Museum untergebracht, das die Geschichte des Ortes und seiner Bewohner dokumentiert. Neben den kulturellen Highlights begeistert Latsch auch mit einer Vielzahl an Wander- und Radwegen. Der Vinschger Sonnenberg mit seinen Trockenhängen und der fruchtbare Nördersberg bieten ein abwechslungsreiches Terrain für Naturfreunde. Alte Waalwege führen entlang historischer Bewässerungskanäle durch eine reizvolle Landschaft und verbinden Kultur mit Natur auf ganz besondere Weise. Latsch vereint in einzigartiger Weise kunsthistorisches Erbe, alpine Natur und lebendige Tradition. Besucher erwartet hier ein facettenreicher Ort, in dem sich Vergangenheit und Gegenwart harmonisch begegnen – ein Ort zum Erkunden, Erleben und Genießen. (c)WV
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Kastelbell-Tschars liegt malerisch im unteren Vinschgau und besticht durch seine reizvolle Kombination aus geschichtsträchtigen Bauwerken, sonnigen Hängen und einer intakten Kulturlandschaft. Schon von weitem fällt Schloss Kastelbell ins Auge, das sich auf einem markanten Felsrücken über dem Tal erhebt und dem Ort sein unverwechselbares Gesicht gibt. Die Ursprünge der Burganlage reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück, und ihre Mauern erzählen von der bewegten Geschichte dieser strategisch wichtigen Region an der Via Claudia Augusta. Einst war das Schloss Herrschaftssitz der Tiroler Landesfürsten, später wurde es mehrfach zerstört, wiederaufgebaut und erweitert. Heute beherbergt Schloss Kastelbell eine kulturhistorische Ausstellung und dient als Kulisse für wechselnde Kunstausstellungen und stimmungsvolle Sommerkonzerte. Die Gemeinde, die sich aus mehreren Fraktionen zusammensetzt, bietet mit dem benachbarten Schloss Juval ein weiteres Highlight: Hoch über dem Taleingang gelegen, thront das Anwesen auf einem prähistorisch bedeutsamen Hügel. Es gehört dem bekannten Extrembergsteiger Reinhold Messner und ist Teil seines Messner Mountain Museums. Neben Exponaten zur tibetischen Kultur und Expeditionskunst bietet das Schloss einen unvergleichlichen Blick auf das Vinschger Tal. Die Verbindung von alpiner Lebensweise, moderner Museumsdidaktik und spiritueller Atmosphäre macht Juval zu einem besonderen Erlebnisort. Nicht weniger geschichtsträchtig ist Schloss Kasten, ein ehemaliger Wirtschaftssitz, der einst zur Burg Hochgalsaun gehörte. Er liegt inmitten der sanft ansteigenden Hänge, die mit Apfelgärten und Weinreben bedeckt sind und die Landschaft um Kastelbell-Tschars in ein leuchtendes Mosaik verwandeln. Die Burgruine Hochgalsaun selbst ist heute nur noch in Teilen erhalten, bietet aber als Wanderziel einen reizvollen Rückzugsort mit historischem Flair. In Tschars sticht die Pfarrkirche St. Martin hervor, deren markanter, gotischer Kirchturm weithin sichtbar ist. Der Ort selbst lädt mit engen Gassen, alten Bauernhöfen und typischer Südtiroler Gastfreundschaft zum Verweilen ein. Die Umgebung ist ideal für ausgedehnte Wanderungen, etwa entlang der historischen Waalwege, die noch heute das Bewässerungssystem der Region veranschaulichen. Diese schmalen Pfade, einst von Bauern angelegt, führen durch Kastanienhaine, Obstgärten und Wälder und bieten zugleich herrliche Ausblicke auf die umliegenden Gipfel. Kastelbell-Tschars ist nicht nur ein Ort für Kulturfreunde und Geschichtsinteressierte, sondern auch ein Paradies für Naturliebhaber und Genießer. Die Kombination aus landschaftlicher Schönheit, reichem Kulturerbe und einer authentischen Atmosphäre macht die Gemeinde zu einem besonders lohnenswerten Ziel im Vinschgau. (c)WV
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Naturns, am westlichen Rand des Burggrafenamts gelegen, ist eine der ältesten durchgehend besiedelten Gemeinden im Vinschgau und zeichnet sich durch eine außergewöhnlich reiche geschichtliche und kulturelle Substanz aus. Die Lage zwischen dem sonnenverwöhnten Nörderberg im Süden und dem Naturpark Texelgruppe im Norden prägte seit jeher das Leben der Menschen in dieser Region, deren fruchtbare Böden und geschütztes Mikroklima sowohl Ackerbau als auch Wein- und Obstkultur begünstigten. Die historische Altstadt von Naturns bewahrt bis heute den Charakter einer gewachsenen Tiroler Siedlung mit engen Gassen, aneinandergefügten Häusern und gepflegten Plätzen, die von einer langen Tradition lokaler Handwerkskunst und bäuerlicher Bautradition zeugen. Besonders herausragend ist das St. Prokulus Kirchlein, eines der ältesten erhaltenen Kirchengebäude des Alpenraums, dessen Ursprünge ins 7. Jahrhundert zurückreichen. Die Fresken im Inneren, entstanden um das Jahr 800, zählen zu den ältesten Wandmalereien des deutschen Kulturraums und zeigen in ihrer expressiven Stilistik eine eigenständige Bildsprache, die sich deutlich von der karolingischen Kunst abhebt. Unmittelbar daneben befindet sich das Prokulus-Museum, das die Entwicklung des Sakralbaus, die Bestattungskultur, religiöse Praktiken und das alltägliche Leben in der Region von der Spätantike bis ins 20. Jahrhundert anschaulich dokumentiert. Die beiden Kirchen St. Zeno und St. Oswald, heute in der Umgebung verstreut liegend, ergänzen das sakrale Erbe des Ortes: St. Zeno ist eine romanische Landkirche mit barock überformtem Innenraum, während St. Oswald auf eine ursprünglich spätmittelalterliche Bauform zurückgeht, die im Lauf der Jahrhunderte mehrfach restauriert wurde. Zu den profanen Denkmälern zählen Schloss Hochnaturns, ein mittelalterlicher Ansitz mit wuchtigem Bergfried und charakteristischer Schildmauer, sowie Schloss Tarantsberg, eine spätgotische Residenz mit Kapelle, Zinnenkranz und steingerahmten Fenstern, die in ihrer heutigen Form aus der Renaissancezeit stammt. Beide Schlösser dienten dem lokalen Adel zur Verwaltung der umliegenden Ländereien und dokumentieren das Selbstverständnis einer wohlhabenden bäuerlich-feudalen Schicht im oberen Etschtal. Die Höhenlage, das kulturelle Erbe und die reiche kirchliche Geschichte machen Naturns zu einem Brennpunkt mittelalterlicher Kunst- und Baugeschichte im Vinschgau.
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Plaus liegt eingebettet zwischen den Ausläufern des Nörderbergs und den fruchtbaren Ebenen des Etschtals, nur wenige Kilometer westlich von Meran, und gehört zu den kleinsten Gemeinden im Burggrafenamt. Trotz seiner überschaubaren Größe blickt das Dorf auf eine lange Geschichte zurück, die durch seine Lage an alten Verbindungswegen entlang der Etsch und durch frühe kirchliche Einflussnahmen geprägt wurde. Der Ortskern hat sich seine bäuerliche Struktur bewahrt und vermittelt ein ruhiges, authentisches Bild ländlicher Kultur in Südtirol. Die Pfarrkirche zum Heiligen Ulrich, ein schlichter Sakralbau mit einem auffällig massiven romanischen Glockenturm, ist das geistliche Zentrum des Dorfes und eines der ältesten Gebäude in Plaus. Der Glockenturm mit seinen Rundbogenfenstern und dem steilen Satteldach dominiert das Dorfbild und zeugt von der langen religiösen Tradition des Ortes. An der Friedhofsmauer der Kirche befindet sich der Plauser Totentanz, eine seltene und besonders eindrucksvolle Darstellung dieser Bildtradition, die ursprünglich aus dem späten Mittelalter stammt. Das großformatige Fresko greift die Themen Vergänglichkeit und Gleichheit vor dem Tod auf und reiht Plaus in die bedeutende Reihe jener Orte ein, die dieses Mahnmal der Volksfrömmigkeit bewahrt haben. Die Darstellungen zeigen detailreiche Szenen, in denen der Tod mit Personen aus allen gesellschaftlichen Schichten tanzt – ein kulturelles Zeugnis von großer historischer und künstlerischer Bedeutung. Durch seine Lage zwischen den weitläufigen Obstgärten des Etschtals und den bewaldeten Hängen der umliegenden Berge ist Plaus zudem ein idealer Ausgangspunkt für gemütliche Spaziergänge und kleinere Wanderungen. Die ruhige Atmosphäre, die landschaftliche Schönheit und das kunsthistorische Erbe machen den Ort zu einem Refugium für Besucher, die eine Verbindung von Stille, Kultur und Natur suchen. (c)WV
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Partschins liegt westlich von Meran am Eingang des Vinschgaus, direkt am Fuß der steil aufragenden Texelgruppe, und war durch seine Lage an alten Passwegen und später an der Via Claudia Augusta bereits früh ein bedeutender Siedlungsplatz. Die Ortsentwicklung ist eng mit der Landwirtschaft, dem Weinbau sowie der späteren touristischen Erschließung verbunden, wobei das historische Zentrum bis heute durch enge Gassen, typische Tiroler Steinhäuser und herrschaftliche Ansitze geprägt ist. Die Pfarrkirche St. Peter und Paul, ein spätgotischer Bau mit barockem Hochaltar und kunstvollen Seitenaltären, bildet das geistliche Zentrum der Gemeinde. Ihre harmonischen Proportionen und der schlanke Kirchturm prägen das Ortsbild und zeugen vom hohen handwerklichen und künstlerischen Anspruch der damaligen Bauzeit. Nur wenige Schritte entfernt erhebt sich der Ansitz Stachelburg, ein herrschaftlicher Wohnsitz mit mittelalterlichem Kern, der heute neben seiner historischen Bedeutung auch durch seine Nutzung als Vinothek und Kulturort eine moderne Funktion erfüllt. Schloss Spauregg, oberhalb des Ortes gelegen, ist eine barocke Anlage mit weitläufigem Garten, in dem ein imposanter Mammutbaum wächst – ein botanisches Kuriosum, das zu den markantesten seiner Art in Südtirol zählt. Eine weitere Besonderheit stellt der Ansitz Gaudententurm dar, ein befestigter Wohnturm aus dem 15. Jahrhundert mit Zinnenkranz, Erkern und historischer Stube, der einst dem Schutz adliger Familien diente. Im Ortsteil Rabland befindet sich die Filialkirche St. Jakob, ein einfacher, aber stimmungsvoller Sakralbau mit romanischem Ursprung und gotischem Chorgewölbe. Die Verbindung von Technikgeschichte und lokaler Kultur wird im Schreibmaschinenmuseum gewürdigt, das dem Partschinser Erfinder der ersten funktionstüchtigen Schreibmaschine, Peter Mitterhofer, gewidmet ist. Die Sammlung dokumentiert nicht nur die technische Entwicklung, sondern zeigt auch die gesellschaftliche Bedeutung des Schreibens als Kulturgut. Unweit davon zieht das K. und K. Museum Bad Egart mit einer umfangreichen Sammlung habsburgischer Memorabilia, Alltagsgegenständen und kurioser Fundstücke Besucher an, die sich für das Leben und die Geschichte der Donaumonarchie interessieren. Der Partschinser Wasserfall, mit einer Fallhöhe von nahezu 100 Metern, gehört zu den spektakulärsten seiner Art in den Ostalpen und war schon im 19. Jahrhundert ein Ziel von Kurgästen und Landschaftsmalern. Die umliegende Landschaft mit ihren Waalwegen, Steigen und Höhenpfaden lädt zu ausgedehnten Wanderungen zwischen Apfelgärten, Kastanienhainen und alpinen Hochflächen ein. Partschins vereint auf eindrucksvolle Weise historische Tiefe, landschaftliche Vielfalt und technikgeschichtliche Bedeutung in einem Ort, der weit mehr als nur ein malerisches Feriendorf darstellt. (c)WV
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Eisenbahnwelt Partschins - vom Brenner über Bozen nach Meran und Mals
Die Eisenbahnwelt in Rabland bei Meran ist die größte digitale Modelleisenbahnanlage Italiens. Die Grundlage für die Ausstellung bildet die umfangreiche Sammlung von Modelleisenbahnen, die mit über 20.000 Stück, zu den größten Privatsammlungen Europas zählt. Die größte Faszination der Eisenbahnwelt geht von den beeindruckenden Miniaturlandschaften aus, die - im Maßstab 1:87 (H0) nachgebaut - mit zahlreichen Details und interaktiven Elementen die Besucher ins Staunen versetzen. Entdecken Sie die Sehenswürdigkeiten Südtirols in Miniatur, sowie unsere Phantasielandschaft mit ihrer unglaublichen Vielfalt. Bewundern Sie im 1. Obergeschoss bei einem Rundgang Südtirol in Miniatur von Brennerbad bis Mals im Vinschgau. Auf einer Ausstellungsfläche von 300 Quadratmetern bietet sich dem Besucher ein faszinierender Rundumblick. |
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Marling, auf einer weiten Hangterrasse westlich von Meran gelegen, gehört zu den traditionsreichen Dörfern des Burggrafenamts und war über Jahrhunderte hinweg von Landwirtschaft und Weinbau geprägt. Die frühe Besiedlung ist durch archäologische Funde belegt, und die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem 12. Jahrhundert. Die Alte Pfarrkirche von Marling, ein romanischer Bau mit gotischen Erweiterungen, war über viele Jahrhunderte Zentrum des kirchlichen Lebens und besitzt eine gut erhaltene Ausstattung mit spätgotischen Fresken und einem barocken Hochaltar. Ergänzt wird das sakrale Erbe durch die Filialkirche St. Felix in der Nörder, einem kleinen, hoch über dem Ort gelegenen Gotteshaus, das ursprünglich als Pestkapelle errichtet wurde und heute ein bedeutendes Beispiel ländlicher Sakralarchitektur darstellt. Auch die neue Pfarrkirche Maria Himmelfahrt, erbaut im 20. Jahrhundert, spiegelt den Wandel der religiösen Baukultur im ländlichen Raum wider. Von technik- und wirtschaftsgeschichtlicher Bedeutung ist der Marlinger Waal, ein historischer Bewässerungskanal, der sich auf einer Länge von zwölf Kilometern durch die Hänge oberhalb des Etschtals zieht. Ursprünglich zur Versorgung der Weingüter und Obstgärten angelegt, wurde der Waalweg später zu einem bedeutenden Verkehrs- und Kulturweg ausgebaut. Er zählt heute zu den längsten und am besten erhaltenen Waalwegen Südtirols und ist ein wichtiges Zeugnis historischer Wasserbaukunst. Marling verbindet in seinem Ortsbild und seiner Kulturlandschaft bäuerliche Struktur, sakrale Baukunst und technische Tradition und gibt damit ein authentisches Bild der Entwicklung des mittleren Etschtals über die Jahrhunderte hinweg. (c)WV
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Reiseführer Vinschgaubahn von Mals nach Meran und Bozen -
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Algund, am Südhang der Texelgruppe gelegen und unmittelbar an Meran angrenzend, zählt zu den kulturhistorisch bedeutsamen Orten des Burggrafenamts. Die Geschichte des heutigen Gemeindegebiets reicht bis in die Urgeschichte zurück, wie prähistorische Funde und sogenannte Schalensteine auf dem Schlundenstein nahelegen. Bereits in frühmittelalterlicher Zeit bestand hier eine durch Landwirtschaft geprägte Siedlung, die später durch ihre Nähe zu Meran und den strategisch wichtigen Wegen ins Vinschgau und Passeiertal weiter an Bedeutung gewann. Im Zentrum des historischen und architektonischen Interesses steht Schloss Forst, eine wehrhafte Anlage mit zwei massiven Wohntürmen, einer integrierten Kapelle und einem Wohntrakt. Das Schloss wurde mehrfach umgebaut und erweitert, erhielt aber seine charakteristische spätmittelalterliche Struktur. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich die traditionsreiche Brauerei Forst, die im 19. Jahrhundert gegründet wurde und heute als eine der größten Brauereien Italiens gilt. Das Ensemble aus Schloss, Wirtschaftsgebäuden und Verwaltungsbauten bildet ein markantes architektonisches Zeugnis industrieller und adliger Nutzungsgeschichte. Religiöse Baukunst ist durch mehrere Sakralbauten vertreten. Die Pfarrkirche zum Heiligen Joseph, im Zentrum Algunds gelegen, ist ein Neubau aus dem frühen 20. Jahrhundert mit klaren neoromanischen Formen. Die Kirche besitzt einen hohen Glockenturm mit Spitzhelm und eine dreischiffige Anlage mit figurativer Ausstattung. In Mühlbach, einem Ortsteil Algunds, befindet sich zudem eine Kapelle, die in ihrer Schlichtheit und landschaftlichen Einbindung ein typisches Beispiel für die Sakralarchitektur ländlicher Gebiete darstellt. Das ehemalige Dominikanerinnenkloster Maria Steinach spielte lange Zeit eine wichtige Rolle im geistlichen und sozialen Leben des Ortes. Heute dient das Gebäude teilweise anderen Zwecken, hat jedoch seine klösterliche Atmosphäre bewahrt. Ein modernes, jedoch auf historische Spuren bezogenes Projekt ist das Landart-Projekt Steinzeit, das auf künstlerische Weise an die prähistorische Besiedlung der Region erinnert. Es wurde an einem Standort mit archäologischer Bedeutung errichtet und verweist damit auf die lange Kontinuität menschlicher Präsenz im Algunder Raum. Algund steht heute für die Verbindung von historischer Kontinuität, religiöser Prägung und regionaltypischer Baukultur. Die vorhandenen Baudenkmäler und kulturhistorischen Zeugnisse machen den Ort zu einem lohnenden Ziel für Reisende, die ein Interesse an Geschichte, Architektur und regionaler Identität mitbringen. (c)WV
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Meran, im Herzen des Burggrafenamts gelegen, zählt zu den traditionsreichsten Städten Südtirols und war bis zum späten Mittelalter Residenz der Tiroler Landesfürsten, bevor Innsbruck diese Rolle übernahm. Die günstige klimatische Lage am Zusammenfluss von Etsch und Passer, geschützt durch die umliegenden Berge, führte schon früh zur Entwicklung einer städtischen Struktur mit starkem wirtschaftlichem, religiösem und politischem Gewicht. Merans Altstadt spiegelt diese Entwicklung eindrucksvoll wider: Die historischen Laubengassen, seit dem 13. Jahrhundert bezeugt, bildeten das wirtschaftliche Rückgrat des städtischen Handels und sind bis heute durch Arkaden, schmuckvolle Fassaden und eng gestellte Bürgerhäuser geprägt. Das Vinschgauer Tor, Bozner Tor und Passeier Tor markieren die erhaltenen Zugänge zur Altstadt und stammen größtenteils aus der Zeit der Stadtbefestigungen im Spätmittelalter. Ein zentrales Monument weltlicher Macht ist die Landesfürstliche Burg, ein spätgotisches Ensemble aus Wohntrakt, Wehrtürmen und Innenhof, das einst als Residenz und Verwaltungssitz diente. Die Pfarrkirche St. Nikolaus mit ihrem mächtigen, 83 Meter hohen Glockenturm zählt zu den ältesten rein gotischen Sakralbauten in Tirol und zeichnet sich durch ein dreischiffiges Langhaus sowie figurenreiche Portale und Glasfenster aus. Das Kurhaus, 1874 erbaut und später im Jugendstil erweitert, ist bis heute architektonisches Wahrzeichen der Stadt und Zentrum des gesellschaftlichen Lebens. Die ehemalige Passerpromenade, heute Kurpromenade genannt, wurde als Teil des kaiserlichen Kurprogramms angelegt und verbindet die Innenstadt mit den herrschaftlichen Villen- und Parkanlagen im Süden. Bedeutende Stationen entlang dieses Wegs sind der Gasthof Roter Adler, einer der ältesten Herbergen der Stadt mit museumsgeschichtlicher Dauerausstellung, sowie das Stadtmuseum, das eine Sammlung zur Kultur- und Kunstgeschichte Merans beherbergt. Der Tappeinerweg, benannt nach dem Arzt und Mäzen Franz Tappeiner, führt über den Altstadthäusern entlang und ist gesäumt von mediterraner Vegetation, Aussichtspunkten und historischen Villen. Zu den herausragenden architektonischen Zeugnissen zählen zudem zahlreiche Adelssitze und Schlösser wie Schloss Trauttmansdorff mit seinem weltberühmten Botanischen Garten, Schloss Kallmünz mit barocker Kapelle, Schloss Labers mit erhaltenem Rittersaal, die hoch aufragende Fragsburg als höchstgelegenes Jagdschloss Südtirols, sowie Schloss Katzenstein, Goyen, Rametz und Knillenberg, die alle ihre Ursprünge in mittelalterlichen Wehrhöfen haben und später zu repräsentativen Ansitzen ausgebaut wurden. Schloss Rametz beherbergt heute ein Weinmuseum mit historischem Weinkeller. Schloss Trauttmansdorff erlangte zusätzlich durch Kaiserin Elisabeth von Österreich Berühmtheit, die hier mehrfach zur Kur weilte. Ergänzt wird das kulturhistorische Bild durch das Freizeitgebiet Meran 2000, das oberhalb der Stadt liegt und sowohl im Sommer als Wandergebiet als auch im Winter als familienfreundliches Skizentrum genutzt wird. Mit seiner Verbindung aus Altstadt, herrschaftlicher Architektur, Kurtradition und alpiner Landschaft verkörpert Meran wie kaum eine andere Stadt die historische Synthese von Südtiroler Identität und mitteleuropäischer Eleganz. (c)WV
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Reiseführer Seilbahn Meran 2000
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Burgstall, eingebettet am Rande eines Naturschutzgebietes zwischen idyllischen Biotopen und einem bezaubernden Hochplateau, verzaubert Besucher mit seiner harmonischen Verbindung von Natur und Kultur. Eine Seilbahn führt von Burgstall direkt in das beeindruckende Tschögglberg-Gebiet, das mit seinen weiten Lärchenwäldern und saftigen Almwiesen ideale Bedingungen für unvergessliche Ausflüge bietet. Diese besondere Lage macht Burgstall zu einem beliebten Ausgangspunkt für Wanderer und Naturliebhaber. Das Naturmuseum im Ortszentrum vermittelt spannende Einblicke in die vielfältige Flora und Fauna der Region und eröffnet Besuchern ein tieferes Verständnis für die natürliche Umgebung. Nordwestlich der Pfarrkirche erheben sich die imposanten Reste der Ringmauer von Burg Burgstall. Entlang eines landschaftlich reizvollen Trimm-Dich-Pfades kann die historische Burganlage erkundet werden, deren Überreste eindrucksvoll von einer bewegten Vergangenheit zeugen. Ein besonderes Highlight für Familien und Naturfreunde ist das Museum für heimisches Wild, das als einziges Tiermuseum Südtirols einzigartige Einblicke in die heimische Tierwelt und ihren Lebensraum bietet. Für sportlich Aktive bietet der anspruchsvolle Sunnseitn-Steig ein intensives Erlebnis. Dieser Pflastersteig nach Burgstall ist vor allem bei erfahrenen Bikern beliebt und führt durch eine abwechslungsreiche Landschaft, die Naturgenuss mit sportlicher Herausforderung verbindet. Burgstall vereint in eindrucksvoller Weise Natur, Geschichte und Aktivität und ist damit ein reizvolles Ziel für Kulturinteressierte, Naturliebhaber und sportlich ambitionierte Besucher gleichermaßen. (c)WV
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Reiseführer Vinschgaubahn von Mals nach Meran und Bozen -
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Lana, im unteren Etschtal zwischen Bozen und Meran gelegen, zählt zu den kulturhistorisch vielseitigsten Orten des Burggrafenamts und gliedert sich in die Ortsteile Oberlana, Mitterlana und Niederlana. Die Lage an einem bedeutenden historischen Verkehrsweg sowie die frühe Besiedlung machen Lana zu einem Zentrum mit langer und dokumentierter Geschichte. Besonders eindrucksvoll ist die spätgotische Pfarrkirche Maria Himmelfahrt in Niederlana, die mit einem kunsthistorisch herausragenden Flügelaltar von Hans Schnatterpeck ausgestattet ist. Der monumentale Schnitzaltar aus dem frühen 16. Jahrhundert zählt zu den bedeutendsten sakralen Kunstwerken Südtirols und vereint gotische Bildsprache mit handwerklicher Meisterschaft auf höchstem Niveau. Ein weiteres Zeugnis sakraler Baukunst ist die Kirche St. Margareth, die mit Fresken und baulichen Details aus romanischer und gotischer Zeit die religiöse Entwicklung des Ortes widerspiegelt. Im profanen Bereich geben mehrere Burgen und Schlösser Einblick in die Adelsherrschaft vergangener Jahrhunderte. Die Burgruine Brandis erhebt sich auf einem bewaldeten Hügel über dem Ortskern und war einst Stammsitz der Herren von Brandis. Ihre Reste, darunter ein gut erhaltener Bergfried und Mauerzüge, prägen das Landschaftsbild ebenso wie das imposante Schloss Braunsberg, das ursprünglich im Spätmittelalter als Sitz landesherrlicher Verwaltung diente. Die Leonburg mit ihrem markanten, dreigeschossigen Bergfried zählt zu den besterhaltenen Anlagen ihrer Art im Burggrafenamt. Auch die Mayenburg oberhalb von Völlan, mit Ringmauer und romanischem Wohnturm, zeugt von der wehrhaften Vergangenheit dieser Region. Im ehemaligen Ansitz Larchgut befindet sich heute das Südtiroler Obstbaumuseum, das auf anschauliche Weise die Entwicklung des Obstanbaus dokumentiert und damit die wirtschaftsgeschichtliche Bedeutung der Region verdeutlicht. Lana steht beispielhaft für das Zusammenspiel von sakraler Kunst, adliger Herrschaftsarchitektur und landwirtschaftlicher Tradition und bietet eine hohe Dichte an kulturhistorisch relevanten Stätten auf engem Raum. Eine schöne Unterkunft ist beispielsweise das familiär geführte Hotel Lana. Das ist ein Dreisternehotel, das gleich am Ortsrand von Lana liegt. An das Hotel grenzt ein Campingplatz als Alternative für Urlauber mit kleinerem Budget. Von Hotel und Campingplatz kann wunderbar der Ort Lana und die gesamte Umgebung erkundet werden. (c)WV
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Gargazon, am westlichen Ufer der Etsch zwischen Bozen und Meran gelegen, zählt zu den kleineren, aber geschichtlich und architektonisch interessanten Gemeinden im Burggrafenamt. Seine Lage inmitten eines fruchtbaren Schwemmtals, durch das einst wichtige Handels- und Pilgerwege führten, machte das Dorf bereits im Mittelalter zu einem besiedelten und strategisch nicht unbedeutenden Ort. Die historische Substanz von Gargazon ist bis heute gut erkennbar und konzentriert sich auf einige markante sakrale und weltliche Bauwerke, die das Ortsbild prägen. Die Kurtialkirche St. Johannes dem Täufer gehört zu den ältesten sakralen Anlagen im Ort und war einst Teil eines seelsorglich bedeutenden Kirchenbezirks. Ihr heutiges Erscheinungsbild ist von verschiedenen Bauphasen geprägt, wobei vor allem der Turm und Chorbereich romanische bzw. frühgotische Elemente erkennen lassen. In der Kirche werden Reliquien des heiligen Octonius aufbewahrt, die auf eine alte Verehrungstradition hinweisen. Die Pfarrkirche zum Heiligsten Herzen Jesu, ein jüngerer Bau des 20. Jahrhunderts, entstand in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg und zeigt Elemente des Historismus mit regionaltypischer Fassadengestaltung. Auch wenn sie stilistisch zurückhaltend wirkt, ist sie ein Ausdruck des kirchlichen Lebens in der Zwischenkriegszeit. Hoch über dem Ort erhebt sich der Kröllturm, ein massiver, quadratischer Wehrturm aus dem Spätmittelalter, der ursprünglich zur Überwachung der Etschbrücke und der südlichen Talzufahrten diente. Der Turm war Bestandteil eines örtlichen Wehrsystems und bietet heute noch einen markanten Ausblick über die umgebende Tallandschaft. Ebenfalls erwähnenswert ist der Berger Hof mit seiner Marmorgedenktafel, die an die Opfer der Tiroler Freiheitskämpfe erinnert. Dieses Zeugnis der Tiroler Erinnerungskultur verdeutlicht die lokale Einbindung in die politische Geschichte des 19. Jahrhunderts. Gargazon bewahrt mit diesen Bauten eine stille, aber eindrucksvolle Geschlossenheit historischer Kontinuität, die besonders für kulturhistorisch interessierte Reisende ein lohnendes Ziel darstellt. (c)WV
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Nals, am Übergang zwischen dem Burggrafenamt und dem Südtiroler Unterland gelegen, war bereits in der Römerzeit von Bedeutung, da die antike Handelsroute 'Via Claudia Augusta' durch das heutige Gemeindegebiet führte und damit früh die Voraussetzungen für eine kontinuierliche Siedlungsgeschichte schuf. Der heutige Ort, eingebettet in ein Mosaik aus Obst- und Weingärten, entwickelte sich im Mittelalter zu einem Zentrum landwirtschaftlicher Produktion und adliger Ansitze. Die bedeutendste historische Anlage ist Castel Schwanburg, eine trutzige Schlossanlage mit Ursprüngen im 13. Jahrhundert, die über Jahrhunderte im Besitz der Familie Boymundt-Payersberg blieb. Der repräsentative Wohnsitz mit seinem charakteristischen Rundturm, spätgotischen Erkern und barocker Kapelle beherbergt heute eine der ältesten Privatkellereien Südtirols, deren Gewölbekeller mit barocken Holzfässern aus der Zeit Maria Theresias zu den eindrucksvollsten Zeugnissen regionaler Weinkultur zählt. Nicht weniger bedeutsam ist die Stachelburg, ein ehemaliger Wehrhof mit wuchtigem Hauptgebäude und spätmittelalterlichem Wirtschaftsflügel, der einst als Sitz lokaler Gerichtsbarkeit diente. Schloss Payersburg auf einem bewaldeten Hügel im Südwesten des Ortes ist heute nur noch als Ruine erhalten, war jedoch im Spätmittelalter eine wichtige Festungsanlage zur Kontrolle des unteren Etschtals. Ergänzt wird das historische Bild durch die Kirche St. Ulrich, ein schlichter Bau mit romanischen Fundamenten und gotischem Chor, der durch seine Lage am Ortsrand eine spirituelle Landmarke darstellt. Die historische Altstadt von Nals zeigt sich mit engen Gassen, spätmittelalterlichen Häusern, gewölbten Einfahrten und gut erhaltenen Fassaden, die die dörfliche Struktur über Jahrhunderte bewahren konnten. Von besonderem landschaftlichem Reiz ist der Ortsteil Sirmian, auf rund 800 Metern Meereshöhe gelegen, der mit romanischer Kirche und Panoramablick über das gesamte Etschtal bis zu den Dolomiten einen kulturellen wie natürlichen Höhepunkt bildet. Die klimatischen Bedingungen der Region, mit heißen Sommern und milden Wintern, ermöglichen den Anbau hochwertiger Weiß- und Rotweine, während das dichte Wegenetz um Nals ideale Voraussetzungen für Kulturspaziergänge und aussichtsreiche Wanderungen bietet. Nals vereint als historisch gewachsenes Weindorf architektonisches Erbe, landschaftliche Vielfalt und eine tiefe Verankerung in der regionalen Geschichte des Burggrafenamts. (c)WV
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Terlan, im Herzen des Etschtals zwischen Bozen und Meran gelegen, gehört zu den traditionsreichen Weinbaugemeinden Südtirols und blickt auf eine lange Siedlungsgeschichte zurück. Mit den Fraktionen Vilpian und Siebeneich umfasst die Gemeinde eine kulturell vielfältige Region, die durch ihre markanten Burgruinen, sakralen Bauten und geschlossene Dorfstrukturen geprägt ist. Schon im Mittelalter spielte Terlan eine bedeutende Rolle als Marktort und Kontrollpunkt entlang der alten Handelswege. Der Ort ist heute bekannt für seinen Weißwein, insbesondere den „Terlaner“, doch auch abseits des Weinbaus bietet die Gemeinde ein bemerkenswertes historisches Erbe. Hoch über dem Ort erhebt sich die Ruine Neuhaus, im Volksmund als „Maultasch“ bezeichnet – eine Erinnerung an Margarete Maultasch, Gräfin von Tirol, der diese Burg zugeschrieben wird. Die im 13. Jahrhundert errichtete Anlage thront auf einem bewaldeten Hügel und vermittelt mit ihren erhaltenen Mauerzügen, Türmen und dem ehemaligen Wohntrakt einen anschaulichen Eindruck mittelalterlicher Wehrarchitektur. Noch höher gelegen und auf steilerem Fels errichtet, befindet sich die Ruine Greifenstein, von den Einheimischen als „Sauschloss“ bezeichnet. Die Burg stammt aus dem frühen Hochmittelalter und diente einst der Sicherung der nördlichen Talzufahrten. Auch wenn nur noch wenige Bauelemente erhalten sind, vermittelt die exponierte Lage ihre einstige Bedeutung eindrucksvoll. Das religiöse Zentrum bildet die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt, ein spätgotischer Bau mit barocken Erweiterungen. Besonders auffällig ist der Turm, der mit über 80 Metern Höhe zu den höchsten Kirchtürmen Südtirols zählt. Das Innere der Kirche ist reich mit Altären, Fresken und spätgotischem Maßwerk ausgestattet – ein kunsthistorisches Zeugnis der religiösen Blütezeit Terlans. In der Fraktion Siebeneich befindet sich die Kapelle St. Antonius, ein kleiner, spätmittelalterlicher Bau mit schlichtem Äußeren und liebevoll restaurierter Innenausstattung. Die Kirche St. Sebastian in Vilpian sowie die Gratl-Kapelle in Unterkreuth ergänzen das religiöse Erbe der Gemeinde und zeigen, wie eng Dorfgeschichte und kirchliches Leben in dieser Region miteinander verbunden waren. Terlan steht beispielhaft für die Verbindung von Weinbau, religiöser Tradition und mittelalterlichem Erbe. Zwischen den Zeugnissen höfischer Macht, bäuerlicher Frömmigkeit und bürgerlicher Entwicklung entfaltet sich ein Ort, der mit seiner Geschichte wie mit seiner heutigen Identität ein authentisches Bild des südlichen Südtirols vermittelt – eindrucksvoll, ruhig und voller Substanz. (c)WV
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Reiseführer Vinschgaubahn von Mals nach Meran und Bozen - Sigmundskron
Südwestlich von Bozen erhebt sich Schloss Sigmundskron weithin sichtbar auf einem bewaldeten Porphyrfelsen und dominiert eindrucksvoll den Talkessel an der Mündung des Eisack in die Etsch. Die mächtige Anlage zählt zu den größten und markantesten Burgen Südtirols und prägt durch ihre exponierte Lage seit Jahrhunderten das Landschaftsbild der Region. Erstmals um 945 n. Chr. als Castel Formigar erwähnt, spiegeln die wuchtigen Mauern und Befestigungen vor allem aus dem späten Mittelalter eine bewegte Geschichte wider, die eng mit den Landesfürsten und insbesondere mit Sigmund dem Münzreichen verbunden ist. Schloss Sigmundskron spielte eine bedeutende Rolle in der historischen Entwicklung Tirols und wurde im 20. Jahrhundert zu einem wichtigen Symbol der Südtiroler Autonomiebewegung. Heute beherbergt die eindrucksvolle Burganlage das Messner Mountain Museum Firmian, den zentralen Standort des von Reinhold Messner initiierten Museumsprojekts. Die Ausstellung widmet sich der Beziehung zwischen Mensch und Berg sowie dem Spannungsfeld von Natur und Kultur und führt Besucher durch unterschiedliche Lebens- und Erfahrungswelten der Berge rund um den Globus. In den historischen Räumen, Höfen und auf den Aussichtsterrassen werden alpine Mythen, religiöse Vorstellungen, Grenzerfahrungen und die Faszination des Hochgebirges eindrucksvoll vermittelt. Ergänzt wird die Dauerausstellung durch wechselnde Sonderausstellungen und kulturelle Veranstaltungen, die das Schloss zu einem lebendigen Ort der Auseinandersetzung mit Natur und Geschichte machen. Von den Mauern der Burg eröffnen sich zudem weite Ausblicke über das Etschtal und die umliegenden Berglandschaften, die den Besuch auch landschaftlich zu einem besonderen Erlebnis machen. Schloss Sigmundskron verbindet auf einzigartige Weise historische Architektur, politische Symbolik und moderne Museumsarbeit und zählt damit zu den bedeutendsten Kultur- und Ausflugszielen Südtirols. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Bozen - Verkehrsamt - Waltherplatz 8, I-39100 Bozen Tel. +39-0471-307000
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Reiseführer Vinschgaubahn von Mals nach Meran und Bozen -
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Bozen, die strahlende Hauptstadt Südtirols, beeindruckt durch ihre reiche Geschichte, kulturelle Vielfalt und die einmalige Lage zwischen Alpen und Mittelmeer. Erstmals im frühen 8. Jahrhundert als „Bauzanum“ erwähnt, entwickelte sich die Stadt durch ihre strategische Lage zwischen den Handelsrouten aus dem Süden und dem deutschen Sprachraum zu einem bedeutenden Handelszentrum. Die mittelalterlichen Laubengassen im Herzen der Altstadt, die bis heute das Stadtbild prägen, wurden bereits im 12. Jahrhundert angelegt und sind ein eindrucksvolles Zeugnis städtischer Planung im Hochmittelalter. Heute beherbergen sie ein lebendiges Nebeneinander aus Boutiquen, Handwerksbetrieben und traditionellen Cafés. Der Waltherplatz, benannt nach dem berühmten Minnesänger Walther von der Vogelweide, bildet das gesellschaftliche Zentrum der Stadt. Hier treffen sich Einheimische und Besucher vor der eindrucksvollen Kulisse des gotischen Doms Maria Himmelfahrt mit seinem filigranen Turm und wertvollen Kunstwerken im Innern. Neben der Altstadt mit ihren gepflegten Bürgerhäusern, engen Gassen und historischen Fassaden laden auch die Promenaden entlang der Talfer zu einem Spaziergang ein – vorbei an Weinreben, Villen und Parkanlagen. Hoch über dem Fluss erhebt sich Schloss Runkelstein, dessen weltberühmter profaner Freskenzyklus einen tiefen Einblick in das höfische Leben des Mittelalters gewährt. Schloss Maretsch, direkt am Stadtrand gelegen, beeindruckt mit seiner Renaissancearchitektur und dem Blick auf den Rosengarten. Weitere historische Bauwerke wie die Haselburg, Schloss Ried, Burg Kampenn und die Burgruine Rafenstein zeugen vom einstigen Wohlstand und der strategischen Bedeutung Bozens. Zu den spirituellen Zentren der Stadt zählen neben dem Dom auch das Franziskanerkloster mit seinem spätgotischen Kreuzgang sowie das Kloster Muri-Gries, das mit barocker Kirche und angeschlossenem Weingut ein lebendiges Stück klösterlicher Kultur bewahrt. Die Kirche St. Georgen, malerisch am Hang gelegen, beeindruckt mit ihrer romanischen Schlichtheit und der eingebetteten Lage inmitten von Weinbergen. Einen besonderen Stellenwert nimmt das Südtiroler Archäologiemuseum ein, das mit der Gletschermumie „Ötzi“ eine der bedeutendsten archäologischen Entdeckungen Europas beherbergt. In modernen Ausstellungen wird anschaulich das Leben in der Kupferzeit dargestellt. Auch das Museion, das Museum für moderne und zeitgenössische Kunst, ist ein architektonisches und inhaltliches Aushängeschild der Stadt. Es bildet eine symbolische Brücke zwischen dem deutschsprachig geprägten historischen Zentrum und der italienisch geprägten Neustadt. Bozen ist darüber hinaus Sitz bedeutender wissenschaftlicher und kultureller Einrichtungen wie der Freien Universität Bozen und des Stadttheaters. Die Stadt vereint auf besondere Weise alpenländische Bodenständigkeit mit mediterraner Offenheit und zeigt sich zu jeder Jahreszeit als urbanes, lebendiges Zentrum Südtirols – mit zahlreichen Veranstaltungen, traditionsreichen Märkten und einem attraktiven Kunst- und Kulturangebot. Die Verbindung von Geschichte, Natur und städtischer Lebensqualität macht Bozen zu einem unverwechselbaren Reiseziel im Herzen der Alpen. (c)WV
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Kultur-Reiseführer Sehenswertes in Südtirol - als Taschenbuch für 8,90 €
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Redaktion: Ingrid Walder und Achim Walder
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Text: Ingrid Walder und freie Mitarbeiter*innen und Mitarbeiter*innen des Walder-Verlags
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