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Reiseführer Europa

(c) Ingrid + Achim Walder

Reiseführer Burgen und Schlösser im Münsterland
In der Region zwischen Lippe und Teutoburger Wald


Reiseführer Burgen - Schlösser im Münsterland - Reiseführer Burgen - Schlösser im Münsterland -

Reiseführer 'Sehenswerte Burgen und Schlösser im Münsterland'

Das Münsterland zählt zu den eindrucksvollsten Burgen- und Schlösserlandschaften Deutschlands und beeindruckt durch eine harmonische Verbindung von Geschichte, Architektur und kultivierter Parklandschaft. Über Jahrhunderte prägte das Gebiet als weltliches Herrschaftsgebiet der Münsteraner Fürstbischöfe eine außergewöhnlich dichte Konzentration von Wasserburgen, Herrenhäusern, Klöstern und repräsentativen Schlossanlagen. Die von Gräften umgebenen Adelssitze boten bereits im Mittelalter Schutz und entwickelten sich in der Neuzeit zu prachtvollen Residenzen mit großzügigen Garten- und Parkanlagen. Besonders im Barock erlebte der Schlossbau im Münsterland seinen Höhepunkt, als bedeutende Baumeister repräsentative Anlagen schufen, die bis heute das Landschaftsbild prägen. Weite Wiesen, alte Baumalleen und spiegelnde Wasserflächen bilden den harmonischen Rahmen für Bauwerke von hoher architektonischer Eleganz. Neben den herrschaftlichen Schlössern haben sich zahlreiche mittelalterliche Burgen erhalten, die von der strategischen Bedeutung und der bewegten Geschichte der Region zeugen. Dieser Reiseführer lädt dazu ein, die Burgen und Schlösser des Münsterlandes als zusammenhängende Kulturlandschaft zu entdecken, ihre historischen, architektonischen und landschaftlichen Besonderheiten zu erkunden und die besondere Atmosphäre einer Region zu erleben, in der Geschichte, Natur und Baukunst auf einzigartige Weise verschmelzen. (c)WV


Reisetipps-Europa - Walder-Verlag

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Übersichtskarte

Reiseführer Burgen - Schlösser im Münsterland - Reiseführer Burgen - Schlösser im Münsterland -

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. Münster, Bischöfliches Palais*** - im Münsterland

Reiseführer Burgen - Schlösser im Münsterland - Münster, Bischöfliches PalaisReiseführer Burgen - Schlösser im Münsterland - Münster, Bischöfliches Palais

Münster, Bischöfliches Palais*** - im Münsterland

Das Bischöfliche Palais am Domplatz gegenüber dem St.-Paulus-Dom ist eine beeindruckende Dreiflügelanlage, die 1732 errichtet wurde und vermutlich unter Mitwirkung von Peter Pictorius dem Jüngeren oder Lambert Friedrich Corfey entstand. Ursprünglich als Domdechanei genutzt, entwickelte sich das Palais über die Jahrhunderte zu einem zentralen Verwaltungs- und Wohngebäude für das Bistum, seit 1825 dient es als Wohnsitz des Bischofs und beherbergt das Generalvikariat. Im Zweiten Weltkrieg erlitt das Gebäude bei einem schweren Luftangriff am 10. Oktober 1943 erhebliche Schäden, wobei der Bischof Clemens August Graf von Galen unverletzt blieb und die historische Kontinuität der geistlichen Leitung gewahrt wurde. Nach dem Krieg begann der aufwendige Wiederaufbau: Die Seitenflügel wurden originalgetreu restauriert, während der mittlere Teil in vereinfachter Form neu errichtet wurde. Das monumentale Absperrgitter von Johann Conrad Schlaun, das den Ehrenhof umschließt, blieb unversehrt und bildet bis heute ein prägnantes architektonisches Element, das den barocken Charakter des Palais unterstreicht. Die Architektur des Palais vermittelt nicht nur ein eindrucksvolles Beispiel barocker Baukunst, sondern steht auch als Symbol für Resilienz, historische Kontinuität und den Wiederaufbau nach Zerstörung. Besucher können die geschichtsträchtigen Mauern und Innenhöfe besichtigen, die sowohl den Glanz vergangener Epochen als auch die Bedeutung der Anlage für die geistliche Verwaltung und Repräsentation des Bistums verdeutlichen. Zusätzlich wird im Palais das Generalvikariat betrieben, das als Verwaltungssitz des Bistums wichtige kirchliche und organisatorische Funktionen erfüllt, und die Anlage wird für kulturelle Veranstaltungen und Führungen genutzt, die die Geschichte, Kunstfertigkeit und die spirituelle Rolle des Gebäudes anschaulich erlebbar machen. (c)WV


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. Münster, Erbdrostenhof*** - im Münsterland

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Münster, Erbdrostenhof*** - im Münsterland

Der Erbdrostenhof in Münster, ein Meisterwerk des Barockarchitekten Johann Conrad Schlaun, wurde zwischen 1753 und 1757 für den münsterschen Erbdrosten Adolf Heidenreich Freiherr Droste zu Vischering errichtet. Das prächtige dreiflügelige Adelspalais an der Salzstraße besticht durch seine repräsentative Gestaltung auf begrenztem Raum und bildet zusammen mit der Clemenskirche und der Dominikanerkirche die sogenannte „Barockinsel“ in Münster, ein Ensemble, das die Stadtgeschichte und den architektonischen Höhepunkt des westfälischen Barock eindrucksvoll widerspiegelt. Besonders markant ist die diagonale Ausrichtung des Gebäudes auf einem rechteckigen Grundstück, die Schlauns gestalterische Raffinesse und sein Gespür für harmonische Proportionen demonstriert. Im Inneren beeindrucken vor allem das prunkvolle Treppenhaus und der Festsaal im ersten Stock, die ihre ursprüngliche Gestaltung und Ausstattung weitgehend bewahrt haben und durch Stuckarbeiten, Malereien und kunstvolle Holzverzierungen den Glanz des 18. Jahrhunderts vermitteln. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Erbdrostenhof stark beschädigt, jedoch blieb die Fassade in großen Teilen erhalten und konnte nach dem Krieg originalgetreu wiederhergestellt werden. Umfassende Sanierungsarbeiten, zuletzt zwischen Juli und Oktober 2012 unter Leitung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), stellten die historische Sandsteinfassade wieder her und erneuerten die historischen Fenster, wobei auf Authentizität und detailgetreue Rekonstruktion besonderer Wert gelegt wurde. Heute dient der Erbdrostenhof als Sitz des Landeskonservators von Westfalen und ist ein Ort der kulturellen und historischen Repräsentation. Obwohl das Gebäude normalerweise nicht öffentlich zugänglich ist, können der Festsaal und weitere Innenräume bei speziellen Veranstaltungen besichtigt werden. Zusätzlich beherbergt der Hof eine Sammlung historischer Tasteninstrumente, die bei den jährlich stattfindenden Erbdrostenhofkonzerten erklingen und den Besuchern einen klangvollen Eindruck barocker Musiktradition vermitteln. Das Zusammenspiel von Architektur, Geschichte, Kunst und Musik macht den Erbdrostenhof zu einem herausragenden Beispiel westfälischer Barockkultur und einem wichtigen Bestandteil des kulturellen Erbes der Stadt. (c)WV


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. Münster, Fürstbischöfliches Schloss*** - im Münsterland

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Münster, Fürstbischöfliches Schloss*** - im Münsterland

Das Fürstbischöfliche Schloss, erbaut zwischen 1767 und 1787 im Barockstil als Residenz des letzten Fürstbischofs Maximilian Friedrich von Königsegg-Rothenfels, zählt zu den bedeutendsten Baudenkmälern westfälischer Architektur. Entworfen von Johann Conrad Schlaun, einem der herausragenden Barockbaumeister, präsentiert sich die dreiflügelige Anlage in rotem Backstein mit hellem Sandstein und besticht durch die harmonische Kombination von Monumentalität und filigranen Gestaltungselementen. Die Hauptfassade erstreckt sich über 91 Meter und wird durch symmetrische Fensterreihen, elegante Pilaster und dekorative Reliefs geprägt, die den repräsentativen Anspruch des Bauwerks unterstreichen. Im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, erfolgte zwischen 1947 und 1953 der Wiederaufbau, der die historische Substanz bewahrte und das ursprüngliche Erscheinungsbild originalgetreu wiederherstellte. Seit 1954 beherbergt das Schloss die Westfälische Wilhelms-Universität Münster und fungiert als architektonisches und kulturelles Zentrum der Stadt. Ein besonderes Merkmal ist das Glockenspiel im Turm, das dreimal täglich erklingt und mit wechselnden Melodien Besucher und Studierende gleichermaßen begeistert. Der weitläufige Schlossgarten, ebenfalls Teil der Universität, verbindet historische Gestaltung mit moderner Nutzung und beinhaltet das Institut für Botanik sowie den Botanischen Garten, der regelmäßig Führungen anbietet und die botanische Vielfalt anschaulich vermittelt. Die Anlage vereint Geschichte, Architektur, Wissenschaft und kulturelles Leben auf einzigartige Weise und bleibt ein bedeutendes Wahrzeichen der Region. (c)WV


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Tourismusinfos/Büro: Tourist-Info Münster, Tel. 0251-492-2710, Erreichbar: Von Essen mit RE oder RB (ca. 65 Min.), von Dortmund mit RB (ca. 50 Min.) oder von Hamm mit RE oder RB (ca. 30 Min.) nach Münster Hbf. Von dort 1km durch die Altstadt. Alternativ mit Bus 11,12,14 bis „Landgericht“ oder Bus 20 bis „Hindenburgplatz“.
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. Münster, Drostenhof - im Münsterland

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Münster, Drostenhof - im Münsterland

Der Drostenhof, ein herausragendes Beispiel der Renaissancearchitektur aus der Mitte des 16. Jahrhunderts, wurde 1557 erbaut und zählt zu den ältesten und bedeutendsten Profanbauten Westfalens. Sein markanter Stufengiebel diente als Vorbild für das Krameramtshaus und prägt das historische Erscheinungsbild des Adelssitzes. Die Anlage besteht aus zwei zweigeschossigen Backsteingebäuden, wobei das älteste der Torhaus von 1545 ist, reich verziert mit Erkern und spätgotischen Elementen wie dem spitzbogigen Torbogen und dem gestuften Giebelportal mit Palmettenornamenten. Das hinter dem Torhaus gelegene Herrenhaus beeindruckt durch seine harmonische Renaissancegestaltung und die detailreiche Fassadengestaltung. Während der Nachkriegszeit diente das Anwesen zeitweise als Unterkunft für Vertriebene, ehe es vollständig restauriert und einer neuen Nutzung zugeführt wurde. Heute beherbergt der Drostenhof die ständige Ausstellung „Westpreußen – Geschichte, Land und Menschen“, betrieben von der Erik-von-Witzleben-Stiftung, die tiefgehende Einblicke in die Kultur, Geschichte und Lebensweise der Menschen Westpreußens bietet und somit die historische Bedeutung des Gebäudes mit zeitgenössischem Bildungsauftrag verbindet. (c)WV


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. Ahaus, Schloss Ahaus*** - im Münsterland

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Ahaus, Schloss Ahaus*** - im Münsterland

Schloss Ahaus, ein herausragendes Beispiel barocker Architektur im westfälischen Münsterland, blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück. An dieser Stelle befand sich bereits im frühen 12. Jahrhundert eine Wasserburg, die 1406 in den Besitz des Fürstbischofs von Münster überging. Nach mehreren Zerstörungen und Umbauten wurde zwischen 1688 und 1695 anstelle der alten Burg ein prächtiges Barockschloss errichtet. Dieses wurde nach Schäden im Siebenjährigen Krieg von Johann Conrad Schlaun wiederhergestellt und zum Park hin durch einen Mittelrisalit mit großer Freitreppe erweitert. Die Anlage umfasst eine Vorburg mit imposantem Torturm und Triumphtor sowie das Hauptschloss, das durch Prunkgiebel, vier markante Eckpavillons und die elegant gestaltete Freitreppe besticht. Die Fassade des Hauptgebäudes ist reich mit Baumberger Kalksandstein verziert und zeigt deutliche Einflüsse des französischen und niederländischen Barocks, während die Innenräume nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges zwischen 1948 und 1955 originalgetreu wiederaufgebaut wurden. Heute beherbergt das Schloss die Technische Akademie Ahaus und zwei Museen: das Torhausmuseum, das die regionale Geschichte, Kultur und Kunst anschaulich präsentiert, sowie ein weiteres Museum, das die historische Entwicklung der Region dokumentiert. Die Kombination aus repräsentativer Architektur, historischer Bedeutung und heutiger Nutzung macht Schloss Ahaus zu einem zentralen kulturellen und bildungshistorischen Ankerpunkt in der Region. (c)WV


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. Ahlen, Haus Vorhelm - im Münsterland

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Ahlen, Haus Vorhelm - im Münsterland

Haus Vorhelm, ein ehemaliges Gutshaus mit Ursprüngen im 14. Jahrhundert, zeigt eine beeindruckende Verbindung von mittelalterlicher Wehrarchitektur und späteren barocken Erweiterungen. Die Anlage steht auf Eichenpfählen im Wasser und wird von einer Gräftenanlage umgeben, die insgesamt sechs Inseln umfasst und die typische Zweiinselform aus Haupt- und Vorburg abbildet. Der älteste Gebäudeteil lässt sich auf 1455 datieren, während der massive Südflügel mit dreistufigem Staffelgiebel und zweigeschossigen Erkern aus dem Jahr 1601 stammt. Das Haupthaus besteht aus einem massiven Untergeschoss mit einem darüber liegenden zweistöckigen Fachwerkaufbau, der die charakteristische Architektur des Westfälischen Gutshofs widerspiegelt. Zum Ensemble gehören außerdem zwei historische Mühlen, ein alter Schafstall und eine barocke Toranlage mit Zugbrücke, die den Zugang zur Vorburg sichert, in der sich zwei Wirtschaftsbauten aus dem 20. Jahrhundert befinden. Östlich und südlich der Hauptburg erstrecken sich zwei großzügige barocke Garteninseln, die das historische Ambiente der Anlage abrunden und einen harmonischen Bezug zur umgebenden Landschaft schaffen. Die jahrhundertealte Baugeschichte, die Verbindung von Wohn- und Wirtschaftsbauten sowie die sorgfältig gestalteten Gärten machen Haus Vorhelm zu einem bedeutenden Zeugnis westfälischer Architektur- und Kulturgeschichte. Seit 1974 befindet sich die Anlage im Besitz der Reichsgrafenfamilie von Schall-Riaucour, die das historische Erbe pflegt und bewahrt. (c)WV


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Tourismusinfos/Büro: Eine Besichtigung ist nicht möglich.
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. Ascheberg, Schloss Westerwinkel*** - im Münsterland

Reiseführer Burgen - Schlösser im Münsterland - Ascheberg, Schloss WesterwinkelReiseführer Burgen - Schlösser im Münsterland - Ascheberg, Schloss Westerwinkel

Ascheberg, Schloss Westerwinkel*** - im Münsterland

Schloss Westerwinkel, ein frühbarockes Wasserschloss, liegt eingebettet in einen weitläufigen englischen Park mit altem Baumbestand und zeigt die harmonische Verbindung von Wehrarchitektur und repräsentativem Adelssitz. Seit dem 16. Jahrhundert befindet sich die Anlage im Besitz der Grafen von Merveldt und vermittelt mit ihrem Herrenhaus, das zwischen 1663 und 1668 erbaut wurde, ein eindrucksvolles Bild frühbarocker Architektur. Die kastellartige Bauweise mit vierflügeligem Hauptgebäude, quadratischen Pavillontürmen an jeder Ecke sowie die umliegenden Wallanlagen und der breite Grabenring bewahren den mittelalterlichen Wehrgedanken und erzeugen eine imposante Silhouette. Die Vorburg mit Torhaus und markantem Eckturm leitet Besucher über eine Brücke über den Hausteich in den Innenhof des Herrenhauses, während die sorgfältig proportionierten Fassaden und dekorativen Details den barocken Stil unterstreichen. Ergänzt wird die historische Anlage durch die westlich gelegene Garteninsel, zahlreiche Wirtschaftsgebäude und die landschaftlich gestaltete Parkanlage, die seltene Baumarten und eine 600 Jahre alte Linde beherbergt. Heute bietet das Schloss nicht nur kulturelle Einblicke, sondern auch vielfältige Freizeitmöglichkeiten, unter anderem durch den angrenzenden Golfclub, der zur Pflege und Erhaltung der historischen Anlage beiträgt. Die Kombination aus Architektur, Gartenkunst, Wassergräben und historischen Strukturen macht Schloss Westerwinkel zu einem bedeutenden Zeugnis westfälischer Kulturgeschichte, das Besuchern einen umfassenden Einblick in adelige Lebensweise und Gestaltungsideale der frühen Neuzeit vermittelt. (c)WV


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Tourismusinfos/Büro: Schloss Westerwinkel, Tel. 02599-98878; Verkehrsverein Ascheberg, Tel. 02593- 6324 oder 9316, Erreichbar: Von Dortmund Hbf. mit RB (Richtung Münster) nach Capelle, ca. 25 Min. Von dort 2km Fußweg durch den Wald. Ort: Ascheberg, Wasserschloss Westerwinkel, Besichtigung: nach Anmeldung, Info: Tel. +49(0)2599-988.78
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. Ascheberg, Schloss Ittlingen - im Münsterland

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Ascheberg, Schloss Ittlingen - im Münsterland

Schloss Itlingen, ein barocker Adelssitz, entstand ursprünglich im 14. Jahrhundert als Burg und wurde im 18. Jahrhundert von Johann Conrad Schlaun zu seiner heutigen hufeisenförmigen Gestalt umgebaut. Dabei erhielt die Anlage einen zusätzlichen Flügel, kunstvolle Schmuckelemente sowie eine ansprechende Innenausstattung mit einer Stuckdecke im Rittersaal und einem Sandsteinkamin von 1582, die den barocken Charakter unterstreichen. Das Schloss liegt malerisch auf zwei Inseln, umgeben von einer Gräfte und einem teils barocken Garten, der vermutlich ebenfalls von Schlaun gestaltet wurde und die harmonische Verbindung von Architektur und Landschaft demonstriert. Heute befindet sich die Anlage in Privatbesitz und wird als bedeutendes Vollblutgestüt genutzt: Philipp Graf Stauffenberg und seine Frau betreiben hier seit 1999 die renommierte Agentur „Stauffenberg Bloodstock“ zur Zucht und Vermittlung von Vollblütern. Darüber hinaus dient das Schloss als Kulisse für Film- und Fernsehproduktionen, unter anderem für die Serien „Rivalen der Rennbahn“ und „Alles Glück dieser Erde“, wodurch historische Architektur und moderne Nutzung eindrucksvoll verschmelzen. Die Kombination aus barocker Baukunst, landschaftlicher Einbettung, kultureller Nutzung und internationaler Bekanntheit macht Schloss Itlingen zu einem bedeutenden historischen und zeitgenössischen Wahrzeichen, das Besucher und Interessierte gleichermaßen fasziniert und einen lebendigen Einblick in adelige Wohnkultur, Pferdezuchttradition und multimediale Präsentation bietet. (c)WV


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Tourismusinfos/Büro: Ascheberg Herbern, Haus Itlingen, Appelhofstr., Besichtigung: auf Anfrage, Info: Tel. +49(0) 2593-6324
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. Billerbeck, Haus Hameren - im Münsterland

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Billerbeck, Haus Hameren - im Münsterland

Haus Hameren ist eine historische Wasserburg, die sich malerisch auf zwei Inseln erstreckt und von weitläufigen Gräften umgeben ist, was die ursprüngliche Wehrhaftigkeit und strategische Lage unterstreicht. Die Anlage wurde 1325 von den Rittern von Hameren erbaut und hat sich über die Jahrhunderte ihren mittelalterlichen Charakter weitgehend bewahrt. Ein herausragendes Merkmal ist der rechteckige Bergfried, der als das einzige nahezu unveränderte mittelalterliche Burggebäude im Münsterland gilt und einen authentischen Einblick in die Bauweise jener Zeit bietet. Ergänzt wird die Anlage durch einen Turmspeicher aus dem Jahr 1593, der die wirtschaftliche und funktionale Nutzung der Burg verdeutlicht, sowie durch eine neugotische Kapelle, die 1869 hinzugefügt wurde und der Anlage eine spirituelle Dimension verleiht. Besonders bemerkenswert ist der rundliche Turm, der um 1600 im niederländischen Specklagenmauerwerk errichtet wurde; diese Bauweise kombiniert Ziegelsteine mit gleichmäßig verlegten Werksteinbändern und verleiht dem Turm eine markante, charakteristische Erscheinung. Zusammen mit den historischen Wirtschaftsgebäuden, der idyllischen Wasserlage und den detailreichen Bauelementen vermittelt Haus Hameren einen umfassenden Einblick in die mittelalterliche Burgenarchitektur, die Lebensweise des Adels und die kontinuierliche Nutzung der Anlage über mehrere Jahrhunderte. (c)WV


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Tourismusinfos/Büro: Billerbeck, Coesfelder Str. Besichtigung: nur außen Info: Tourist-Information, Tel. +49(0)2543-7373
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. Billerbeck, Kolvenburg - im Münsterland

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Billerbeck, Kolvenburg - im Münsterland

Die Kolvenburg ist eine ehemalige Wasserburg, deren Ursprung im 13. Jahrhundert liegt und deren Name auf die Familie Colve zurückgeht, die das Anwesen von den Rittern der Familie von Billerbeck erwarb. Das heutige Erscheinungsbild mit dem markanten Krüppelwalmdach ist das Ergebnis zahlreicher Umbauten und Erweiterungen, die sich über die Jahrhunderte erstreckten. Nach einer langen Phase des Verfalls wurde die Burg zwischen 1958 und 1976 umfassend restauriert. Dabei erhielten das Dach eine neue Eindeckung, die Kellerdecke wurde in Stahlbeton erneuert und das Außenmauerwerk stabilisiert. Die Finanzierung erfolgte durch Mittel von Bund, Land, Kreis, Stadt Billerbeck, den Landschaftsverband Westfalen-Lippe sowie durch die Familie von Twickel. Seit der Wiedereröffnung 1976 dient die Kolvenburg als Kulturzentrum, in dem regelmäßig wechselnde Ausstellungen, Konzerte, Vorträge und Diskussionsveranstaltungen stattfinden. Die präsentierten Kunstwerke reichen von klassischer bis zu moderner Kunst und umfassten bereits Werke international bekannter Künstler wie Albrecht Dürer, Pablo Picasso, Marc Chagall, Käthe Kollwitz und Joseph Beuys. Zusätzlich fungiert die Burg als Außenstelle des Standesamtes und bietet einen repräsentativen Rahmen für standesamtliche Trauungen, wodurch die historische Anlage heute sowohl kulturelle als auch gesellschaftliche Funktionen vereint und Besuchern ein vielseitiges Nutzungserlebnis bietet. (c)WV


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Tourismusinfos/Büro: Billerbeck, An der Kolvenburg Besichtigung, siehe Öffnungszeiten, Info: Tourist-Information, Tel. +49(0)2543-7373
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. Billerbeck, Kloster Gerleve - im Münsterland

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Billerbeck, Kloster Gerleve - im Münsterland

Die Benediktinerabtei Kloster Gerleve, malerisch im Münsterland gelegen, wurde 1899 von der Erzabtei Beuron gegründet und entwickelte sich seitdem zu einem bedeutenden spirituellen und kulturellen Zentrum. Die Klosterkirche und der Westflügel entstanden zwischen 1901 und 1904 nach den Plänen des Architekten Wilhelm Rincklake, der zuvor auch den Ludgerusdom in Billerbeck entworfen hatte. Die Kirche besticht durch ihren neoromanischen Stil, während die markante westwerkartige Front, 1938 von Dominikus Böhm gestaltet, aus besonders wetterbeständigem Sandstein aus Ibbenbüren gefertigt ist. Heute leben etwa 32 Mönche in der Abtei, die zahlreiche Möglichkeiten für spirituelle Einkehr, Bildung und Reflexion bietet. Das Gästehaus „Haus Ludgerirast“ sowie die Jugendbildungsstätte „Haus St. Benedikt“ ermöglichen Retreats, Seminare und Exerzitien. Zugleich ist die Abtei aktiv in der liturgischen Bewegung und pflegt die Tradition des Gregorianischen Chorals. Neben der spirituellen Funktion dient die Anlage auch als kultureller Treffpunkt: Konzerte, Vorträge und Ausstellungen bereichern das Leben der Gemeinde und der Besucher. Die Abteikirche ist täglich geöffnet und vermittelt eine ruhige, besinnliche Atmosphäre, während die weitläufigen Klostergebäude und die harmonisch gestalteten Gärten die historische und architektonische Bedeutung des Ortes anschaulich verdeutlichen. (c)WV


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Tourismusinfos/Büro: Billerbeck-Gerleve Besichtigung: nach Anmeldung Info: Tel. +49(0)2541-8000
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. Bocholt, Haus Diepenbrock - im Münsterland

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Bocholt, Haus Diepenbrock - im Münsterland

Haus Diepenbrock, ein malerisches Wasserschloss, blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück. Bereits im frühen 14. Jahrhundert befand sich an dieser Stelle ein befestigtes Anwesen, das im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert wurde. Das heutige Erscheinungsbild, geprägt von einer zweigeschossigen Anlage mit eleganter Barockfassade und markantem Walmdach, entstand 1733 bei einem umfassenden Umbau. Besonders auffällig sind die beiden Rundtürme, die das Schloss majestätisch rahmen und seinen wehrhaften Ursprung betonen. Seit 1732 befindet sich das Anwesen im Besitz der Familie Freiherr von Graes, die in den 1970er Jahren eine behutsame Restaurierung durchführte, bei der auch die Innenräume sorgfältig rekonstruiert wurden, um die historische Atmosphäre und den ursprünglichen Charme des Hauses zu bewahren. Die harmonische Verbindung von Architektur, historischen Elementen und der umgebenden Wassergräfte macht Haus Diepenbrock zu einem eindrucksvollen Beispiel regionaler Schlossbaukunst. (c)WV


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Tourismusinfos: Bocholt-Barlo, Schlossallee 5 Besichtigung: eingeschränkt, Gastronomiebetrieb Info: Tel. +49(0)2871-21740
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. Borken, Wasserschloss Gemen*** - im Münsterland

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Borken, Wasserschloss Gemen*** - im Münsterland

Wasserschloss Gemen, eine eindrucksvolle historische Anlage, blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Ursprünglich vermutlich im 9. oder 10. Jahrhundert als Motte errichtet, wurde die Burg erstmals 1274 urkundlich erwähnt. Im 13. Jahrhundert erfolgte der Ausbau zu einer Ringburg, und im 14. Jahrhundert erhielt sie eine neue Ringmauer, die den polygonalen Grundriss prägte. Die Anlage ist von einem weitläufigen Wassergraben- und Teichsystem umgeben, das eine malerische und idyllische Kulisse schafft. Unter Heinrich III. von Gemen wurde im 15. Jahrhundert ein dreigeschossiger Palas errichtet und der Bergfried aufgestockt, während der Kapellen- oder Batterieturm ebenfalls aus dieser Epoche stammt. Im 17. Jahrhundert formte Hermann Otto II. von Limburg-Styrum das heutige Erscheinungsbild: Nordflügel und Uhrturm wurden ergänzt, und barocke Elemente bereicherten das zuvor gotische Bauwerk. Besonders hervorzuheben sind die Löwenstatuen am Portal des Nordflügels, ein seltenes und eindrucksvolles Detail in Westfalen. Die historische Bedeutung des Schlosses spiegelt sich heute in seiner Nutzung als Jugendbildungsstätte des Bistums Münster wider, wobei Architektur, Wasseranlagen und parkartige Umgebung zusammen ein anschauliches Bild regionaler Schlossbaukunst vermitteln. (c)WV


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Tourismusinfos/Büro: Burg Gemen, Tel. 02861-92200; Tourist-Info Borken, Tel. 02861-939252 oder 7584
Erreichbar: Von Essen Hbf. mit RE nach Borken, von dort mit Bus 751 (Richtung Coesfeld) oder Bus 853 (Richtung Cordulaschule) bis „Ev. Johanneskirche“, ca. 70 Min. Alternativ ca. 2km Fußweg vom Bahnhof Borken. Am Wochenende eingeschränktes Busangebot.
Ort: Borken-Gemen, Coesfelder Str. 1 Besichtigung: außen jederzeit, innen nach Absprache und Voranmeldung, Info: Tourist-Info, Bahnhofstr. 22, Borken, Tel +49(0)2861/939252
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. Borken, Haus Döring - im Münsterland

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Borken, Haus Döring - im Münsterland

Haus Döring, eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Motten Westfalens, wurde im 11. oder 12. Jahrhundert auf einem künstlich aufgeschütteten Hügel errichtet und war von doppelten Wassergräben umgeben, die der Verteidigung dienten. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Burg 1307, als sie von den Grafen von Kleve erobert und später als Lehen beansprucht wurde. Auf den alten Fundamenten entstand 1727 das heutige Herrenhaus, ein rechteckiger Backsteinbau mit Sandsteindetails, der für Johann Arnold Graf zu Leerodt errichtet wurde. Im Lauf der Jahrhunderte wechselte die Burg mehrfach den Besitzer, unter anderem gehörte sie den Familien von Wylich und von Leerodt, bevor sie 1922 in den Besitz der Familie Klümper gelangte, die das Anwesen bis heute bewahrt. Ergänzend zur Hauptanlage gehört eine historische Wassermühle, erstmals 1292 erwähnt, deren unterschlägiges Wasserrad und Wehr noch erhalten sind und eindrucksvoll die wirtschaftliche und technische Bedeutung des Gutes in früheren Zeiten verdeutlichen. Die Kombination aus Mottenhügel, Herrenhaus, Wassergräben und Mühle vermittelt ein anschauliches Bild der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Bau- und Lebensweise auf einem Adelssitz. (c)WV


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Tourismusinfos/Büro: Borken-Marbeck, Haus Döringweg, Besichtigung: nur außen, Info: Tourist-Info Borken, Tel. +49(0)2861/939252
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. Borken, Herrensitz Pröbsting - im Münsterland

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Borken, Herrensitz Pröbsting - im Münsterland

Der Herrensitz Pröbsting, auch als Haus Pröbsting bekannt, wurde erstmals im 13. Jahrhundert als Probsteigut des Stiftes Vreden erwähnt und verdankt seinen Namen dieser historischen Verbindung. Die Wasserburg entstand 1345 und umfasst ein Backstein-Herrenhaus sowie eine dreiflügelige Vorburg aus dem 15. Jahrhundert, die ursprünglich landwirtschaftlichen und repräsentativen Zwecken diente. Im Laufe der Jahrhunderte verfiel das Anwesen, bis es 1988 umfassend restauriert und wiederaufgebaut wurde. Heute präsentiert sich Haus Pröbsting als schmuckes Wasserschloss mit gepflegtem Park und historischen Wassergräben, die die ursprüngliche Wehrhaftigkeit betonen. Das Gebäude beherbergt die Schlossklinik Pröbsting, eine Einrichtung für psychotherapeutische Medizin, die intensive Einzel- und Gruppentherapien anbietet. Die Kombination aus historischer Architektur, idyllischer Lage und moderner Nutzung macht den Herrensitz zu einem eindrucksvollen Beispiel dafür, wie historisches Erbe lebendig erhalten und gleichzeitig sinnvoll genutzt werden kann. (c)WV


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Tourismusinfos/Büro: Borken-Hoxfeld, Pröbstinger Allee 14, Tourist-Info Borken, Tel. +49(0)2861/939-252,
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. Drensteinfurt, Haus Bisping - im Münsterland

Reiseführer Burgen - Schlösser im Münsterland - Drensteinfurt, Haus BispringReiseführer Burgen - Schlösser im Münsterland - Drensteinfurt, Haus Bisping

Drensteinfurt, Haus Bisping - im Münsterland

Haus Bisping, ein ehemaliges Wasserschloss, wurde erstmals 1364 urkundlich erwähnt und liegt malerisch inmitten der grünen Landschaft, eingebettet in die typische Münsterländer Parklandschaft. Heute ist das Schloss nur noch teilweise erhalten; besonders auffällig ist das zweistöckige Torhaus aus dem Jahr 1651, dessen Untergeschoss aus rotem Bruch- und Backstein gefertigt ist, während das Obergeschoss in Fachwerk ausgeführt wurde. Die markanten Dreistaffelgiebel verleihen dem Bauwerk ein charakteristisches Erscheinungsbild und zeugen von der kunstvollen Bauweise der Epoche. Ursprünglich diente das Anwesen als Tafelgut der Bischöfe von Münster, bevor es im 14. Jahrhundert in den Besitz von Hermann von Velen überging und damit eine wechselvolle Geschichte erlebte. Spuren der ursprünglichen Wassergräben sind noch heute erkennbar und verdeutlichen die einstige wehrhafte Struktur der Anlage. Haus Bisping ist heute nicht nur ein historisches Zeugnis der regionalen Architektur, sondern auch ein beliebter Halt auf der 100-Schlösser-Route, die zahlreiche bedeutende Bauwerke im Münsterland miteinander verbindet, und bietet Besuchern die Möglichkeit, Geschichte, Natur und kulturhistorische Architektur in einem stimmigen Gesamtensemble zu erleben. (c)WV


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Tourismusinfos/Büro: Haus Bisping ist in Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden. Ort: Drensteinfurt, Altendorf 26
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. Drensteinfurt, Haus Borg - im Münsterland

Reiseführer Burgen - Schlösser im Münsterland - Drensteinfurt, Haus BorgReiseführer Burgen - Schlösser im Münsterland - Drensteinfurt, Haus Borg

Drensteinfurt, Haus Borg - im Münsterland

Haus Borg, ein beeindruckendes Wasserschloss, erstreckt sich über drei Inseln und umfasst die Hauptburg, die Vorburg sowie eine weitläufige Parkanlage. Das eher schlichte Herrenhaus auf der Hauptinsel stammt aus dem 15. Jahrhundert und wurde über die Jahrhunderte mehrfach erweitert und umgebaut, wobei die ursprüngliche Struktur erhalten blieb. Besonders auffällig sind das Brauhaus und der markante Rundturm mit Kegeldach, die der Hauptburg eine charakteristische Silhouette verleihen. Die Vorburg, deren Gebäude überwiegend aus dem 17. Jahrhundert stammen, wird von einem lang gestreckten Torhaus mit kleinen flankierenden Türmchen geprägt, ein typisches Beispiel barocker Architektur. Umgeben ist die Anlage von einem malerischen Barockgarten, der durch eine repräsentative Allee zugänglich ist; diese Wegeführung und die Gartenstrukturen wurden im Rahmen umfassender Restaurierungen sorgfältig wiederhergestellt, sodass der historische Charme und die ursprüngliche Wirkung des Anwesens erhalten bleiben. Die Kombination aus Wasserburg, Gartenanlage und architektonischer Vielfalt vermittelt Besuchern ein anschauliches Bild der historischen Entwicklung und des repräsentativen Lebensstils in vergangenen Jahrhunderten und macht Haus Borg zu einem bedeutenden kulturellen und landschaftlichen Zeugnis der Region. (c)WV


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Tourismusinfos/Büro: Haus Borg kann nur von außen besichtigt werden, Privatbesitz. Ort: Drensteinfurt, Altendorf 51
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. Drensteinfurt, Haus Walstedde - im Münsterland

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Drensteinfurt, Haus Walstedde - im Münsterland

Haus Walstedde, ein historisches Fachwerkgebäude aus dem Jahr 1821, liegt zentral neben der Kirche und prägt das Ortsbild durch seine traditionelle Bauweise. Heute dient das Anwesen als Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und bietet eine umfassende Betreuung für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis zum 21. Lebensjahr. Die Einrichtung integriert verschiedene medizinische Fachrichtungen, wobei ein interdisziplinäres Team aus Ärzten, Therapeuten, Sozialarbeitern und Heilpädagogen eng zusammenarbeitet, um eine individuelle und bedarfsgerechte Versorgung sicherzustellen. Besonderer Wert wird auf Resozialisierung, Alltagsbewältigung und die Schaffung einer stabilen, möglichst normalen Lebensumgebung gelegt, sodass die jungen Patienten nicht nur medizinisch, sondern auch sozial und pädagogisch optimal unterstützt werden. Die historische Architektur des Fachwerkhauses und die moderne Nutzung als Gesundheitszentrum verbinden Tradition und zeitgemäße Funktion auf eindrucksvolle Weise und machen Haus Walstedde zu einem bedeutenden Ort für Therapie, Bildung und regionale Gesundheitsversorgung. (c)WV


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. Drensteinfurt, Schloss Steinfurt - im Münsterland

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Drensteinfurt, Schloss Steinfurt - im Münsterland

Schloss Steinfurt, ein prächtiges Wasserschloss, erstreckt sich über zwei Inseln in der Werse und umfasst das Herrenhaus mit Nebengebäuden, ein Renaissance-Torhaus, eine Remise sowie einen weitläufigen Park mit historischer Wassermühle. Das Torhaus, das älteste erhaltene Bauwerk der Anlage, stammt aus dem 16. Jahrhundert und zeugt von der Renaissancearchitektur der Region. Im frühen 18. Jahrhundert entstand anstelle des mittelalterlichen Schlosses das heutige Backsteinherrenhaus, ergänzt durch einen Garten mit Orangerie und weiteren barocken Elementen, die die historische Gartenlandschaft prägen und die repräsentative Wirkung des Schlosses unterstreichen. Die Anlage befindet sich seit 1739 im Besitz der Familie von Landsberg-Velen, die über Generationen hinweg die Pflege und Erhaltung des Ensembles sicherte. Trotz der Schäden im Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss teilweise restauriert, wodurch sein historischer Charakter bewahrt blieb. Heute präsentiert sich die Schlossanlage als harmonisches Ensemble aus Architektur, Gartenkunst und Wasserflächen, das die Entwicklung adeliger Wohn- und Repräsentationsbauten über mehrere Jahrhunderte anschaulich dokumentiert und Besuchern einen Einblick in die kulturelle und architektonische Geschichte der Region bietet. (c)WV


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Tourismusinfos/Büro:Drensteinfurt, Besichtigung: nur außen nach Vereinbarung, Privatwohnungen, Info: Tel. +49(0)2508-995.154
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. Dülmen, Schloss Buldern - im Münsterland

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Dülmen, Schloss Buldern - im Münsterland

Schloss Buldern, ein historisches Herrenhaus, wurde ursprünglich im 16. Jahrhundert im Stil der Spätrenaissance erbaut und diente der Familie von Buldern als Sommersitz, im Gegensatz zu ihrer mittelalterlichen Residenz im Ortskern. Im 18. Jahrhundert gelangte das Anwesen durch Heirat in den Besitz der Familie von Romberg, die es 1838 zu einem klassizistischen Herrenhaus umbauen ließ. Das Gebäude entstand auf den Fundamenten des Vorgängerbaus und zeigt an der Gartenfassade einen Mittelrisalit sowie zwei runde Eckpavillons, während der stark umgebaute Torflügel aus dem 17. Jahrhundert an den Wirtschaftsbauten aus Backstein und Fachwerk anschließt. Im 20. Jahrhundert war das Schloss bis 1961 Sitz der Forschungsstelle für vergleichende Verhaltensforschung, wo der berühmte Verhaltensforscher Konrad Lorenz tätig war. Heute fungiert das Schloss als Internat und privates Gymnasium, das Landschulheim Schloss Buldern, und bietet Wohn- und Lernräume für rund 200 Schülerinnen und Schüler, wodurch die historische Anlage weiterhin eine lebendige und bildungsorientierte Funktion erfüllt und das kulturelle Erbe der Region erfahrbar macht. (c)WV


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Tourismusinfos/Büro: Landschulheim Schloss Buldern, Dorfbauerschaft 22, 48249 Dülmen-Buldern, Tel. 02590-99-0
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. Ennigerloh, Haus Dieck - im Münsterland

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Ennigerloh, Haus Dieck - im Münsterland

Haus Dieck, das älteste Gebäude von Ennigerloh-Westkirchen, entstand um 1300 und erhielt seine heutige barocke Erscheinung 1771, wobei der Umbau vermutlich ein Spätwerk des bekannten Architekten Johann Conrad Schlaun ist. Das Herrenhaus besteht aus verputztem Bruchstein und Fachwerk, verfügt über einen dreiseitigen Mittelrisalit und ein Mansardwalmdach und bildet zusammen mit weiteren historischen Bauwerken ein harmonisches Ensemble. Dazu gehören das Torhaus von 1746, das 1760 verlängert und um die Jägerei ergänzt wurde, sowie die Rentei, ein Fachwerkbau aus dem späten 17. Jahrhundert. Das Anwesen ist von einer Gräfte umgeben, die nicht nur die frühere Wehrhaftigkeit verdeutlicht, sondern auch die landschaftliche Einbettung betont. Die Gebäude vermitteln anschaulich die Geschichte von Adelssitz und landwirtschaftlicher Nutzung über mehrere Jahrhunderte und bieten Einblicke in Bauweise, Gestaltung und funktionale Vielfalt eines westfälischen Herrensitzes. (c)WV


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Tourismusinfos/Büro: Ennigerloh-Westkirchen, Freckenhorster Str., Besichtigung: vom Weg einsehbar, privat, Info: Tel. +49(0)2524-8300
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. Ennigerloh, Haus Enniger - im Münsterland

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Ennigerloh, Haus Enniger - im Münsterland

Haus Enniger, ein historisches Anwesen in Ennigerloh, kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken, die bis ins 9. Jahrhundert reicht. Ursprünglich war der Hof Enniger vermutlich Ausgangspunkt für die Entwicklung des heutigen Dorfes und lag in unmittelbarer Nähe der St.-Mauritius-Kirche. Der erste schriftlich belegte Lehnsherr war Bertoldus de Ennigger, dessen Name in Urkunden aus den Jahren 1206–1207 auftaucht. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte das Anwesen mehrfach den Besitzer, darunter im 14. Jahrhundert die Familie von Walegarden und im 15. Jahrhundert Henrik von Horstel. Nach weiteren Erbschaften und Verkäufen fiel das Lehen im 17. Jahrhundert an das Stift St. Mauritz zurück. Von 1687 bis 1840 war das Anwesen an die Familie Casparius Heese und deren Nachfahren verpachtet, bevor es 1840 in den Besitz von Heinrich Ostermann und Ignatz Bisping gelangte. Heute gehört Haus Enniger der Familie Koch-Haverkamp, die das Anwesen in den letzten Jahren sorgfältig renoviert und modernisiert hat, wobei historische Strukturen bewahrt und gleichzeitig neue Nutzungsmöglichkeiten geschaffen wurden. Die Anlage vermittelt einen anschaulichen Einblick in die wechselvolle Geschichte eines westfälischen Adelssitzes, zeigt die architektonische Entwicklung über die Jahrhunderte und verdeutlicht die Bedeutung des Anwesens als wirtschaftliches, kulturelles und gesellschaftliches Zentrum der Region. (c)WV


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. Ennigerloh, Haus Vornholz - im Münsterland

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Ennigerloh, Haus Vornholz - im Münsterland

Haus Vornholz, ein eindrucksvolles Wasserschloss in Ennigerloh, blickt auf eine lange und vielseitige Geschichte zurück. Ursprünglich im 12. Jahrhundert als Sitz der Ritter von Ostenfelde gegründet, wurde es 1666 auf den Grundmauern des ehemaligen Rittersitzes im Frühbarockstil wiederaufgebaut, wobei der Architekt Peter Pictorius der Ältere maßgeblich beteiligt war. Im Lauf der Jahrhunderte erlebte das Schloss zahlreiche Besitzerwechsel, besonders prägend war die Zeit ab 1656, als Dietrich Hermann von Nagel und Margaretha Magdalena von Schilder das Gut übernahmen und das Herrenhaus nach einem verheerenden Brand neu errichten ließen. Die Anlage ist von einer Gräfte umgeben, die als Schutz für die Holzfundamente und als Verteidigungsmechanismus diente. Im Inneren können Besucher den historischen Rittersaal und das Kavalleriemuseum besichtigen, in dem Ausrüstungsgegenstände von Soldaten aus der Zeit von 1748 bis 1918 anschaulich präsentiert werden. Die weitläufigen Ländereien des Schlosses werden heute von einem Golfclub genutzt, und jedes Jahr im Herbst findet die traditionelle Schleppjagd statt. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente Haus Vornholz bis 1969 als Seniorenheim des Deutschen Roten Kreuzes, wodurch das Anwesen auch eine soziale Funktion übernahm. Die Kombination aus historischer Architektur, musealer Nutzung, sportlicher Aktivität und kulturellem Brauchtum macht Haus Vornholz zu einem facettenreichen Zeugnis regionaler Geschichte und lebendiger Tradition. (c)WV


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Tourismusinfos/Büro: Ennigerloh-Ostenfelde, Steinpatt 11, Besichtigung: nur außen; Museum in Gruppen nach Voranmeldung, Info: Tel. +49(0)2524-8300 oder -2222
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. Havixbeck, Haus Hülshoff*** - im Münsterland

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Havixbeck, Haus Hülshoff*** - im Münsterland

Haus Hülshoff in Havixbeck, eine malerische Wasserburg, wurde erstmals im 11. Jahrhundert als Oberhof „Zum Hülshof“ urkundlich erwähnt und erstreckt sich über zwei Inseln, wodurch die Anlage ihr typisch westfälisches, wasserumwehrtes Erscheinungsbild erhält. Bereits 1349 ist eine Burg im Besitz derer von Schonebeck dokumentiert, und 1417 ging sie an die Herren von Deckenbrock über, die sich später in von Droste und schließlich von Droste-Hülshoff umbenannten. Dieses Adelsgeschlecht prägte die Anlage nachhaltig, indem es nicht nur das Herrenhaus erweiterte, sondern auch die Vorburg, Wirtschaftsgebäude und die charakteristischen Türme wie den Hundeturm (1580) und den Gärtnerturm (1628) errichtete; Letzterer zeigt noch heute ein beeindruckendes frühbarockes Relief, das vermutlich Heinrich II. von Droste-Hülshoff darstellt und die kunsthandwerkliche Qualität der Epoche widerspiegelt. Das zwischen 1540 und 1545 im Renaissancestil aus Ziegeln und Sandstein errichtete Herrenhaus erfuhr im 18. Jahrhundert mehrere Umbauten und beherbergt heute ein Museum, das in Kombination mit dem Center for Literature umfangreiche Einblicke in das Leben und Werk der bekanntesten Bewohnerin Annette von Droste-Hülshoff bietet, die hier am 10. Januar 1797 geboren wurde und aufwuchs. Besucher können nicht nur die Wohn- und Arbeitsräume der Dichterin besichtigen, sondern auch die originalen Möbel, Kunstwerke, Manuskripte und Gartenanlagen erleben, die die Atmosphäre der Epoche lebendig machen. Die Stiftung Annette von Droste zu Hülshoff verwaltet das Anwesen, sorgt für die Pflege der historischen Bausubstanz und organisiert regelmäßig kulturelle Projekte, Lesungen, Konzerte und literarische Veranstaltungen, die sowohl die literarische Tradition als auch die Geschichte der Familie und der Burg vermitteln. Die weitläufige Parkanlage mit alten Baumbeständen, idyllischen Wasserläufen und Spazierwegen rundet das Ensemble ab und ermöglicht einen umfassenden Einblick in die historische und kulturelle Bedeutung von Haus Hülshoff, das heute als Ort der Literatur, der Kunst und der regionalen Geschichte einen einzigartigen Bildungs- und Erlebniswert bietet. (c)WV


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Tourismusinfos/Büro: Havixbeck, Burg Hülshoff, Schonebeck 6, Besichtigung: Apr. - Nov. 11 - 18 Uhr, Info: Tel. +49(0)2534-1052
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. Havixbeck, Haus Havixbeck - im Münsterland

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Havixbeck, Haus Havixbeck - im Münsterland

Haus Havixbeck, ein historisches Wasserschloss aus dem 14. Jahrhundert, war ursprünglich als Brüninghof bekannt und gehörte dem Stift St. Mauritz. Nach dem Tod des Betreibers Wigbold Brunynck 1369 wurde das Anwesen als Lehen an den Ritter Dietrich von Schonebeck vergeben, bevor es 1488 in den Besitz von Friedrich von Bevern gelangte, der umfangreiche Erweiterungen und Umbauten veranlasste. Das dreiflügelige Herrenhaus mit seinem markanten Dreistaffelgiebel stammt aus dem Jahr 1562 und ist ein charakteristisches Beispiel der Münsterländer Baukunst, das die Bautätigkeit und den Einfluss der Familie von Bevern dokumentiert. Im Jahr 1601 brachte Ermgard von Bevern das Gut als Mitgift in ihre Ehe mit Rudolf von Twickel ein; die Familie von Twickel setzte die Ausbauarbeiten fort, erweiterte 1656 das Herrenhaus und fügte 1710 einen barocken Vorbau hinzu, wodurch die Anlage einen repräsentativen Charakter erhielt. Ursprünglich als Zweiinselanlage mit einem Trenngraben zwischen den Inseln konzipiert, wurde dieser Graben erst 1850 zugeschüttet, was die heutige Form der Anlage prägt. Neben dem Herrenhaus und den historischen Wirtschaftsgebäuden ist die Anlage von Gräften und Parkflächen umgeben, die die typische Wasserburgenarchitektur der Region unterstreichen. Heute wird Haus Havixbeck weiterhin von der Familie von Twickel bewohnt und gepflegt; die Kombination aus historischer Architektur, barocken Ergänzungen, landschaftlicher Einbettung und kontinuierlicher Nutzung macht das Anwesen zu einem bedeutenden Zeugnis der regionalen Geschichte und zu einem anschaulichen Beispiel westfälischer Adelskultur. (c)WV


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Tourismusinfos/Büro: Havixbeck, Haus Havixbeck, Besichtigung: Außenanlagen auf Anfrage, privat, Info: Tel. +49(0)2507-7510
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. Havixbeck, Haus Stapel - im Münsterland

Haus Stapel ist eine der bedeutendsten Wasserburgen Westfalens, deren Name sich von „Stave“ oder „Stau“ ableitet, da das Wasser der Poppenbecker Aa hier für den Fischfang aufgestaut wurde. Erste urkundliche Erwähnungen datieren auf das Jahr 1211. Zwischen 1607 und 1608 ließ die Familie von Kerckerinck die markanten Türme errichten, die die Vorburg flankieren und die wehrhafte Struktur der Anlage unterstreichen. 1719 folgte der Bau des barocken Torturms nach Plänen von Maximilian von Welsch, errichtet zur Feier des Sieges im münsterschen Erbmännerstreit. Das heutige Schloss im klassizistischen Stil entstand zwischen 1819 und 1828 nach den Plänen von August Reinking, der kurz nach der Grundsteinlegung verstarb. Haus Stapel blieb über die Jahrhunderte unverkauft und ging 1801 durch Heirat an Konstantin Freiherr von Droste zu Hülshoff, Onkel der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff. Die Anlage umfasst neben dem Herrenhaus eine Vorburg, Wirtschaftsgebäude, markante Türme und von Wassergräben umgebene Inseln, die die typische Wasserburgenarchitektur Westfalens eindrucksvoll präsentieren. Heute wird Haus Stapel von der Familie Raitz von Frentz bewohnt und gepflegt, wobei historische Substanz, klassizistische Gestaltung und die landschaftliche Einbettung in die umliegende Parklandschaft den hohen kulturhistorischen Wert des Anwesens unterstreichen. (c)WV


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Tourismusinfos/Büro: Havixbeck, Haus Stapel, Besichtigung: auf Anfrage, privat, Info: Tel. +49(0)2507-1021
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. Isselburg, Schloss Anholt*** - im Münsterland

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Isselburg, Schloss Anholt*** - im Münsterland

Schloss Anholt ist ein beeindruckendes barockes Wasserschloss, dessen Ursprünge bis ins 12. Jahrhundert als Wehranlage der Herren von Zuylen zurückreichen und das sich über zwei große Inseln erstreckt, wodurch seine mittelalterlichen Anfänge noch deutlich erkennbar bleiben. Der mächtige Bergfried überragt das Hauptschloss und dient noch heute als markantes Wahrzeichen, das die Wehrhaftigkeit der Anlage unterstreicht. Im Spätmittelalter wurde die Hauptburg zu einem unregelmäßigen vierflügeligen Komplex mit Innenhof ausgebaut, während die Vorburg um 1700 ihre dreiflügelige Form erhielt und dabei sowohl repräsentative als auch wirtschaftliche Funktionen erfüllte. Die barocke Umgestaltung und Erweiterung im niederländischen Stil im 17. Jahrhundert brachte elegante Fassaden, kunstvolle Stuckarbeiten und eine harmonische Verbindung der einzelnen Baukörper. 1719 entstand nach Plänen des Architekten Maximilian von Welsch der barocke Torturm, der den Sieg des Besitzers Johann Ludwig von Kerckerinck im münsterschen Erbmännerstreit symbolisierte und heute als eines der markantesten architektonischen Elemente gilt. Das heutige klassizistische Schloss, das 1828 fertiggestellt wurde, steht seit 1641 im Besitz der Familie Salm-Salm, die es bis heute bewohnt und sorgfältig pflegt, wodurch das historische Erbe und die ursprüngliche Nutzung als adeliger Wohnsitz erhalten geblieben sind. Innerhalb der Schlossanlage befindet sich eine bedeutende Kunstsammlung mit Gemälden niederländischer Meister des 16. und 17. Jahrhunderts, darunter Werke von Rembrandt, Jan Brueghel dem Älteren und Holbein, die größte privat gehaltene historische Sammlung in der Region, ergänzt durch zahlreiche Skulpturen, Möbelstücke, Gobelins und kunsthandwerkliche Objekte, die die repräsentative Nutzung der Räume dokumentieren. Die prachtvolle Ausstattung der Säle, wie der Paradesaal, das Marmorzimmer und der Rittersaal, bietet Besuchern nicht nur ästhetischen Genuss, sondern auch einen tiefen Einblick in die Lebensweise und den kulturellen Anspruch der adeligen Familie. Die weitläufige Parkanlage mit barocken und englischen Gartenbereichen, die im 19. Jahrhundert umgestaltet wurde, verbindet harmonisch die Architektur des Schlosses mit der Landschaft und lädt zu Spaziergängen, kulturellen Veranstaltungen und historischen Führungen ein. Das Zusammenspiel von Wehrhaftigkeit, Kunst, Architektur und Natur macht die Schlossanlage zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk, das über Jahrhunderte hinweg geprägt wurde und heute als bedeutendes Kulturdenkmal der Region gilt. (c)WV


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Tourismusinfos/Büro: Schloss Anholt, Tel. 02874-45353; Verkehrsverein Isselburg, Tel. 02874-942344, Erreichbar: Von Duisburg Hbf. mit RB (Richtung Emmerich) nach Millingen (b. Rees), von dort mit Bus 61 bis Schloss Anholt, ca. 70 Min. Am Wochenende eingeschränktes Busangebot.
Isselburg-Anholt, Schloss 1, Info: +49(0)2874-45353
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. Legden, Schloss Egelborg - im Münsterland

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Legden, Schloss Egelborg - im Münsterland

Schloss Egelborg ist eine historische Wasserburg, deren Ursprünge bis ins 14. Jahrhundert zurückreichen, als sie erstmals den Herren von Egelmarink gehörte und ab etwa 1400 in den Besitz der Familie von Billerbeck überging. Ab 1670 diente die idyllisch gelegene Anlage, die am Oberlauf der Dinkel von weitläufigen Wäldern umgeben ist, als Wohnsitz der Familie von Oer und prägte über Jahrhunderte das Leben auf dem Gut. Die ältesten erhaltenen Teile stammen aus dem Jahr 1559 und sind im niederländischen Renaissancestil errichtet, mit kunstvollen Ziergiebeln, Fensterrahmungen und markanten Backsteindetails, die die gestalterischen Prinzipien dieser Epoche veranschaulichen. Die neugotische Vorburg mit dem markanten Torhaus entstand 1866 und zeigt die gestalterischen Strömungen des 19. Jahrhunderts. Weitere bedeutende Bauten auf dem Anwesen sind ein Fachwerkbau von 1767, der repräsentative Wohnräume und Wirtschaftsbereiche vereint, sowie ein Wohn- und Stallgebäude südlich der Gräfte aus dem Jahr 1832, das die landwirtschaftliche Nutzung der Burg über Generationen hinweg dokumentiert. Die Gräften und umliegenden Wasserläufe betonen die ursprüngliche Wehrhaftigkeit der Anlage, während die harmonische Einbettung in die Landschaft, die historischen Gärten und die angrenzenden Wälder das Schloss zu einem anschaulichen Beispiel für die kontinuierliche architektonische und landschaftliche Entwicklung eines westfälischen Adelssitzes machen. Besucher können die historische Struktur, die stilistischen Übergänge vom Renaissancestil über das Fachwerk bis hin zur Neugotik nachvollziehen und die kulturelle Bedeutung der Burg über mehrere Jahrhunderte erleben. (c)WV


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Tourismusinfos/Büro: Legden, Beikelort 95, Besichtigung: von der Einfahrt einsehbar, privat, Info: Verkehrsverein Legden, Tel. +49(0)2566/9503
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. Lüdinghausen, Burg Vischering*** - im Münsterland

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Lüdinghausen, Burg Vischering*** - im Münsterland

Burg Vischering ist ein herausragendes Beispiel einer mittelalterlichen Wasserburg, die 1271 direkt als Ringmantelburg konzipiert wurde und dadurch einzigartig im Münsterland ist. Die Anlage ist von einem ausgeklügelten Gräften- und Wallsystem umgeben, das Zugbrücken, Schießscharten und Wehrgänge umfasst und auf Verteidigung ausgelegt ist. Hauptburg und Wirtschaftsgebäude der Vorburg befinden sich auf separaten Inseln, was die strategische Planung der Anlage verdeutlicht. Ein markantes architektonisches Element ist die Auslucht, ein kunstvoll verzierter Erker mit dem charakteristischen Münsteraner Staffelgiebel, der Anfang des 17. Jahrhunderts an der Südseite der Mantelmauer hinzugefügt wurde. Im Jahr 1521 erlitt die Burg schwere Brandschäden, wurde aber im Renaissance-Stil wiederaufgebaut, wobei alte Mauern erhalten blieben und harmonisch in den Neubau integriert wurden. Seit 1972 beherbergt die Burg das Münsterlandmuseum, das auf 400 Quadratmetern Ausstellungsfläche Einblicke in das adelige und bäuerliche Leben der Region vermittelt. Die Dauerausstellung wurde 2018 umfassend erneuert und bietet interaktive sowie mediale Präsentationen. Zu den herausragenden Exponaten zählen ein großer Fußblock, ein eiserner Schatzfass, ein Folterinstrument aus dem 16. Jahrhundert sowie kunsthistorisch bedeutende Objekte wie das Himmelbett von Heidenreich Droste zu Vischering und seiner Frau Jaspara. Die Burg befindet sich im Besitz der Familie Droste zu Vischering und wurde vom Kreis Coesfeld gepachtet, der sie der Öffentlichkeit zugänglich machte. Besucher können die mittelalterliche Atmosphäre der Anlage erleben, die historische Baukunst studieren und an vielfältigen kulturellen Veranstaltungen, Führungen und Sonderausstellungen teilnehmen, die das Wissen über die Geschichte, Architektur und das gesellschaftliche Leben der Region lebendig vermitteln. (c)WV


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Tourismusinfos/Büro: Burg Vischering, Tel. 02591-79900; Verkehrsverein Lüdinghausen, Tel. 02591-78008, Erreichbar: Von Dortmund Hbf. mit RB (Richtung Enschede) nach Lüdinghausen ca. 36. Min. Von dort mit Taxibus T41 (mind. 30 Min. vorher anmelden unter Tel. 02591-939188) bis Burg Vischering. Alternativ Fußweg von ca. 2,3km oder mit Bus R44 bis Busbahnhof, von dort ca. 1km Fußweg. Burg Vischering, Berenbrock 1, 59348 Lüdinghausen, Info: 02591-7990-0
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. Lüdinghausen, Burg Lüdinghausen*** - im Münsterland

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Lüdinghausen, Burg Lüdinghausen*** - im Münsterland

Burg Lüdinghausen wurde spätestens im 12. Jahrhundert von den Rittern von Lüdinghausen errichtet, die ihr Lehen vom Kloster Werden erhalten hatten, und noch heute sind Spuren dieser frühen Anlage im Eckturm sichtbar. Nach dem Aussterben der Linie von Lüdinghausen fiel die Burg 1443 an den Münsteraner Fürstbischof, und 1569 wurde sie vom Domkapitular Gottfried von Raesfeld im Renaissance-Stil umgebaut; aus dieser Zeit stammen der Südflügel und das Bauhaus, die bis heute erhalten sind. Unter der Herrschaft der Hessen erfuhr die Festungsanlage zwischen 1633 und 1636 während des Dreißigjährigen Krieges weitere Ausbauten, um den Verteidigungswert zu erhöhen. Nach der Säkularisation 1802 ging die Burg an Preußen über, wurde 1822 an einen Lüdinghauser Bürger verkauft, der 1829 den Bergfried abreißen ließ. Die Stadt Lüdinghausen mietete die Anlage 1869 und erwarb sie zehn Jahre später; um 1900 wurde der Westflügel erneuert, und im Jahr 2000 erfolgte eine umfassende Restaurierung. Heute dient die Burg als soziokulturelles Zentrum, das kulturelle Veranstaltungen, Ausstellungen, Tagungen und Konzerte beherbergt, und bietet Besuchern ein eindrucksvolles historisches Ambiente. Die ständige Dokumentation vermittelt die Geschichte des Bauwerks, während Führungen von den Freunden der Burg Lüdinghausen Einblicke in Architektur, Baugeschichte und das gesellschaftliche Leben über die Jahrhunderte geben. Die angrenzende Parkanlage, der „Parc de Taverny“, ergänzt das Ensemble als grüner Erholungsraum, lädt zu Spaziergängen ein und bietet einen harmonischen Rahmen, der die historische Anlage mit Natur, Kultur und Freizeit verbindet. (c)WV


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Tourismusinfos/Büro: Renaissanceburg Lüdinghausen, Amthaus 8, 59348 Lüdinghausen, Informationen: 02591-926176
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. Nordkirchen, Schloss Nordkirchen*** - im Münsterland

Reiseführer Burgen - Schlösser im Münsterland - Nordkirchen, Schloss NordkirchenReiseführer Burgen - Schlösser im Münsterland - Nordkirchen, Schloss Nordkirchen

Nordkirchen, Schloss Nordkirchen*** - im Münsterland

Schloss Nordkirchen, oft als „Westfälisches Versailles“ bezeichnet, erhebt sich auf einer von breiten Wassergräften umgebenen Insel und bildet eines der beeindruckendsten Beispiele barocker Schlossarchitektur in Westfalen. Der Bau der Anlage wurde 1703 von Fürstbischof Friedrich Christian von Plettenberg initiiert und begann unter der Leitung von Gottfried Laurenz Pictorius, bevor Johann Conrad Schlaun, einer der bedeutendsten Barockarchitekten Westfalens, 1734 die Vollendung übernahm. Die dreiflügelige Anlage im französischen Barockstil besticht durch ihre harmonische Achsensymmetrie, gestufte Fassaden, prächtige Risalite und dekorative Elemente wie Balustraden, Pilaster und aufwendige Portale, die das Schloss zu einem Paradebeispiel höfischer Architektur machen. Die zentrale Achse wird durch das Vestibül betont, das mit kunstvollen Stuckarbeiten und fein gearbeiteten Holzverkleidungen den Besucher auf das prunkvolle Interieur einstimmt. Besonders hervorzuheben sind der Festsaal mit seinem prunkvollen Deckenstuck, die Schlosskapelle mit reich verzierter Ausstattung und die großzügigen Galerien, die das Lebensgefühl und den Repräsentationsanspruch des 18. Jahrhunderts anschaulich vermitteln. Das Schloss ist in eine weitläufige Garten- und Parklandschaft eingebettet, die ursprünglich 1704 angelegt und über die Jahrhunderte mehrfach erweitert und umgestaltet wurde. Der Park gilt als einer der schönsten Gärten Europas und beeindruckt durch kunstvoll angelegte Alleen, symmetrische Rasenflächen, Pavillons, Wasserspiele und die markante Orangerie, die Schlaun um 1725 aufstockte. Weitläufige Spazierwege und Sichtachsen eröffnen immer neue Perspektiven auf die Schlossanlage und verbinden Architektur, Wasser, Skulpturen und Gartenkunst zu einem harmonischen Gesamtkunstwerk, das heute als UNESCO-schützenswert gilt. Seit dem 20. Jahrhundert ist Schloss Nordkirchen Sitz der Fachhochschule für Finanzen Nordrhein-Westfalen, wobei das historische Interieur weitgehend erhalten geblieben ist. Die Schloss- und Parkanlagen sind ganzjährig für Besucher geöffnet, und regelmäßige Führungen vermitteln umfassende Einblicke in die Architektur, die Geschichte der Familie Plettenberg, das höfische Leben des 18. Jahrhunderts und die kunstvollen Gestaltungen der Barockzeit. Die Anlage verbindet auf einzigartige Weise Funktion, Schönheit und Geschichte, sodass Besucher sowohl die prunkvolle Innenarchitektur als auch die weitläufigen Gärten in ihrer gesamten barocken Pracht erleben können. (c)WV


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Tourismusinfos/Büro: Schloss Nordkirchen, Tel. 02596-933402; Verkehrsverein Nordkirchen, Tel. 02596-917137, Erreichbar: Von Münster Hbf. oder Dortmund Hbf. mit RB (Münster – Dortmund) nach Capelle (Westf), von dort mit Bus R53 nach Nordkirchen Schlosspark, jeweils ca. 40 Min. Am Wochenende verkehrt der Bus R53 als Taxibus (Anmeldung mind. 30 Min. vorher unter Tel. 02591-939188). Nordkirchen, Schloss, Fachhochschule f. Finanzen NRW, Info: Tel. +49(0)2596-933.2402
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. Oelde, Haus Nottbeck - im Münsterland

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Oelde, Haus Nottbeck - im Münsterland

Haus Nottbeck, ein historisches Rittergut mit Ursprüngen im 14. Jahrhundert, präsentiert sich heute als lebendiges Kulturzentrum und beherbergt das Museum für Westfälische Literatur. Die Anlage entstand ursprünglich als stattliche Wasserburg und wurde im 15. Jahrhundert zum Wohnsitz der münsterischen fürstbischöflichen Amtsdrosten von Oer, deren Einfluss sich in der Architektur und der weitläufigen Gräftenanlage widerspiegelt. Einer der berühmtesten Bewohner war der Historienmaler Theobald von Oer, der 1807 auf dem Gut geboren wurde und dessen künstlerisches Schaffen eng mit der Geschichte des Hauses verknüpft ist. Das Museum für Westfälische Literatur zeigt eine Dauerausstellung, die die Entwicklung der Literatur Westfalens von den Anfängen bis zur Gegenwart nachvollzieht, ergänzt durch interaktive Bild- und Hörinstallationen sowie eine frei zugängliche Bibliothek, die Forschern und Literaturinteressierten offensteht. Besonders herausragend ist die „Kölner Bibel“, die erste Ausgabe der Bibel in niederdeutscher Sprache aus den Jahren 1478–1479, reich illustriert mit 113 kolorierten Holzschnitten, die einen eindrucksvollen Einblick in die Buchkunst des späten Mittelalters geben. Die Anlage umfasst zudem eine Musik- und Theaterwerkstatt, in der regelmäßig Konzerte, Lesungen, Workshops und Theateraufführungen stattfinden. Der Nottbecker Büchermarkt und wechselnde Sonderausstellungen erweitern das kulturelle Angebot und machen das Gut zu einem lebendigen Treffpunkt für Kunst, Literatur und Bildung. Die historische Architektur, die gepflegten Innenhöfe und die Wassergräben schaffen dabei ein authentisches Ambiente, das die Geschichte und den kulturellen Anspruch des Hauses anschaulich vermittelt und Besuchern ein ganzheitliches Erlebnis von westfälischer Geschichte, Literatur und Kultur ermöglicht. (c)WV


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Tourismusinfos/Büro: Oelde-Stromberg, Landrat-Predeick-Allee 1, Besichtigung: Tel. +49(0)2529-945590
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. Oelde, Burg Stromberg - im Münsterland

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Oelde, Burg Stromberg - im Münsterland

Burg Stromberg ist eine weitläufige Ruinenanlage mit einer Blütezeit zwischen dem 12. und 15. Jahrhundert, die ursprünglich im 11. Jahrhundert während des Investiturstreits als strategischer Verteidigungsort errichtet wurde und damit eine zentrale Rolle in der mittelalterlichen Machtstruktur der Region einnahm. Heute sind noch Reste der Umfassungsmauer, der markante Paulusturm, das spätgotische Burgmannshaus Mallickrodthaus sowie der historische Burgbrunnen erhalten, die einen eindrucksvollen Einblick in die Bauweise und das Leben auf einer mittelalterlichen Burg bieten. Der Paulusturm, der als Hauptzugang diente, stammt aus dem 15. Jahrhundert und beherbergt eine Glocke aus dem 13. Jahrhundert, die Zeugnis von der langen Nutzung der Anlage ablegt. Besonders bemerkenswert ist die dreischiffige gotische Hallenkirche, auch Kreuzkirche genannt, die 1344 geweiht wurde und Reliquien aus der Vorgängerkirche des frühen 13. Jahrhunderts enthält; das byzantinische Kruzifix „Heiliges Kreuz“ zählt zu den bedeutendsten Christusdarstellungen Westfalens und machte die Kirche zu einem wichtigen Pilgerort. Die Burg diente über Jahrhunderte hinweg sowohl als Wohn- als auch als Verteidigungsstätte für bedeutende Adelsfamilien, darunter die von Rüdenberg und die Burggrafen von Stromberg, die hier ihren Sitz hatten und das Anwesen kontinuierlich erweiterten und umbauten. Verschiedene Erweiterungen, Umbauten und Anpassungen an neue militärische und repräsentative Anforderungen prägten die Anlage, bevor Teile der Burg im 18. Jahrhundert zerstört wurden. Heute vermittelt die Ruine ein umfassendes Bild der mittelalterlichen Architektur, der strategischen Bedeutung, der sozialen Hierarchien und der Alltagskultur auf einem westfälischen Adelssitz und lädt Besucher dazu ein, Geschichte, Baukunst und die landschaftliche Umgebung in einem lebendigen historischen Kontext zu erleben. (c)WV


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. Raesfeld, Schloss Raesfeld*** - im Münsterland

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Raesfeld, Schloss Raesfeld*** - im Münsterland

Schloss Raesfeld, oft als „Märchenschloss im Herzen des Münsterlandes“ bezeichnet, besticht durch seine weitläufige und eindrucksvolle Anlage, die von mehreren markanten Türmen geprägt wird, wobei besonders der Hauptturm mit seiner steilen Haube auffällt, die an ein altes Fernrohr erinnert und weithin sichtbar ist. Die Ursprünge der Anlage reichen bis in die Anfänge des 12. Jahrhunderts zurück, als sie zunächst als Erdhügelburg errichtet wurde. Die heutige Form entstand jedoch maßgeblich durch umfangreiche Umbauten ab 1643 unter Graf Alexander II. von Velen, der das Gebäude in ein repräsentatives Residenzschloss im Übergangsstil von Renaissance und Frühbarock verwandelte. Die Anlage gliedert sich in die Hauptburg und die Vorburg, die auf zwei Inseln errichtet wurden und die strategische Lage der Anlage unterstreichen. Von dem ursprünglichen vierflügeligen Hauptschloss sind heute noch zwei Flügel erhalten, die den architektonischen Wandel vom späten 17. Jahrhundert anschaulich dokumentieren. Der höchste Turm der Anlage misst beeindruckende 52,5 Meter und ist damit der höchste aller Schlösser in Westfalen, ein markantes Symbol für Macht und Repräsentation. Die Wirtschaftsgebäude, die der Hauptburg gegenüberliegen, sowie die Schlossfreiheit, eine kleine Siedlung, in der früher die Bediensteten untergebracht waren, komplettieren das historische Ensemble. Viele dieser Nebengebäude sind denkmalgeschützt und bewahren ihre mittelalterliche Struktur, wodurch das Ensemble eine nahezu vollständige Darstellung historischer Schlossarchitektur bietet. Seit 1952 dient die Anlage als Bildungsstätte der „Akademie des Handwerks“, wodurch die historische Substanz mit moderner Nutzung verbunden wird. Darüber hinaus beherbergt das Schloss ein bekanntes Restaurant und ist ein beliebter Veranstaltungsort für kulturelle Events, Konzerte und Gesellschaften. Besonders sehenswert ist der Rittersaal, der mit seiner historischen Ausstattung und der kunstvollen Raumgestaltung einen authentischen Eindruck der Repräsentationskultur der Schlossbewohner vermittelt. Die Kombination aus historischer Architektur, kultureller Nutzung, parkartiger Umgebung und den charakteristischen Türmen macht Schloss Raesfeld zu einem herausragenden Zeugnis der westfälischen Schlossbaukunst und zu einem lebendigen Zentrum für Bildung, Kultur und Tourismus. (c)WV


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Tourismusinfos/Büro: Verkehrsverein Raesfeld, Tel. 02865-955127,Erreichbar: Von Essen Hbf. mit RE (Richtung Borken) nach Rhade, dann mit Bus 721 (Richtung Borken) bis „Raesfeld Ortskern“, ca. 70 Min. Alternativ von Essen Hbf. mit RE (Richtung Borken), dann mit Bus 721 (Richtung Erle Heideweg) bis „Raesfeld Ortskern“, ca. 100 Min.

Raesfeld, Besichtigung: Außenanlagen jederzeit frei zugänglich; Innenbesichtigung der Kapelle mit Rundgang durch die Außenanlagen nach Absprache, Info: Tel. +49(0)2865-60910
, Bus- und Bahnfahrplan
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. Reken, Haus Uphave - im Münsterland

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Reken, Haus Uphave - im Münsterland

Haus Uphave ist ein historisches Gebäude, das 1742 errichtet wurde und ursprünglich als Heuerlingsstelle des Hofes Schulze-Holthausen diente, wobei die Familie Uphave als Dienstmannen monatlich Handdienste für den Haupthof leisten musste. Im Laufe der Zeit wuchs das Anwesen durch Zukäufe zu einem kleinbäuerlichen Betrieb heran, der als Dorfkötter bekannt wurde. Bis 1971 lebten die letzten Bewohner, zwei Geschwister, unter sehr einfachen Bedingungen und bestritten ihren Lebensunterhalt überwiegend durch den Verkauf von Eiern. 1980 erwarb die Gemeinde Reken das Gebäude und ließ es mit Unterstützung des Amtes für Denkmalpflege sowie finanzieller Hilfen von Land und Bund grundlegend restaurieren. Seit der Fertigstellung im Jahr 1988 wird Haus Uphave vom Heimatverein Reken e.V. als öffentliche Begegnungsstätte genutzt und dient als Veranstaltungsort für kulturelle Ereignisse, Sitzungen, Hauptversammlungen und thematische Abende wie die beliebten „Proaloawende“, bei denen historische Aspekte Rekens anschaulich vorgestellt werden. Ergänzt wird das Ensemble durch einen idyllischen Bauerngarten mit Biotop hinter dem Haus, der zum Verweilen, Spazieren und Entdecken einlädt und die historische Atmosphäre des Anwesens unterstreicht. (c)WV


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Tourismusinfos/Büro: : Groß-Reken, Harrierstraße Besichtigung nach Absprache im Rahmen des 'Historischen Rundgangs' möglich Info-Tel. 02864 / 944 035
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. Rhede, Haus Rhede - im Münsterland

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Rhede, Haus Rhede - im Münsterland

Haus Rhede ist ein zweiflügeliges Renaissanceschloss mit einem markanten achteckigen Treppenturm, der noch heute das Allianzwappen der Erbauer Lubbert von Rhemen und seiner Frau Hillegunde von Diepenbrock trägt. Über eine zwölfstufige Treppe gelangt man zur Eingangstür, die um 1740 gefertigt wurde. Der Nordostflügel wurde Mitte des 16. Jahrhunderts mit geschweiften Giebelstaffeln errichtet, während der Südwestflügel 1845/46 auf den alten Grundmauern erneuert wurde. Die zweigeschossige Anlage ist von einer doppelten Gräfte und einem weitläufigen Park umgeben, der die historische Struktur des Schlosses unterstreicht und Erholung bietet. Die wechselvolle Geschichte des Hauses reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück, als an dieser Stelle bereits eine Burg der Herren von Rhede existierte, die 1324 während einer Fehde zerstört und später von den Herren von Rhemen wieder aufgebaut wurde. 1564 ließ Lubbert von Rhemen den Bergfried abreißen und errichtete das heutige Renaissanceschloss. Nach dem Aussterben der männlichen Linie des Hauses Rhemen 1695 wechselte das Anwesen mehrfach den Besitzer, bevor es 1850 von der fürstlichen Familie zu Salm-Salm übernommen wurde. In den folgenden Jahrhunderten wurde das Schloss kontinuierlich gepflegt und restauriert, zuletzt zwischen 2002 und 2006, wobei sowohl das historische Mauerwerk als auch die Innenräume sorgfältig konserviert wurden. Das Schloss dient bis heute als Wohnsitz der Familie zu Salm-Salm und verbindet repräsentative Architektur mit lebendiger Nutzung, während die angrenzenden Parkanlagen mit alten Baumbeständen, Gräften und Spazierwegen das Ensemble harmonisch abrunden und Besuchern einen Einblick in die Geschichte und die Lebensweise der damaligen Adelsfamilien bieten. (c)WV


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Tourismusinfos/Büro: Rhede, Besichtigung: von außen
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. Rhede, Haus Kretier - im Münsterland

Reiseführer Burgen - Schlösser im Münsterland - Rhede, Haus KretierReiseführer Burgen - Schlösser im Münsterland - Rhede, Haus Kretier

Rhede, Haus Kretier - im Münsterland

Haus Kretier ist ein historischer Herrensitz mit einem mittelalterlichen Kern, der bis heute erhalten geblieben ist und erstmals im 14. Jahrhundert erwähnt wurde. Das Anwesen wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach erneuert und modernisiert, wobei die ursprüngliche Architektur und der charakteristische Charme der Anlage bewahrt wurden. Die Anlage ist von einem schützenden Grabensystem umgeben, das typisch für befestigte Adelssitze jener Zeit ist und noch heute die Wehrhaftigkeit des Gebäudes vermittelt. Haus Kretier war der Stammsitz der Familie von Cretier, die in den Lehnsregistern der Bischöfe von Münster dokumentiert ist; ein bekanntes Mitglied, Arnt de Wyse genannt Kreytier, verkaufte 1390 Teile des Anwesens. Im 16. Jahrhundert wurde das Haus umfangreich renoviert und umgestaltet, wobei viele bauliche Elemente aus dieser Epoche stammen. Das Anwesen verbindet historisches Erbe mit sichtbaren Spuren späterer Anpassungen und Modernisierungen, die den Charakter eines lebendigen Adelssitzes über die Jahrhunderte hinweg bewahrt haben. Die gepflegte Umgebung, die Gräfte und die Wirtschaftsgebäude vervollständigen das Ensemble und geben einen anschaulichen Eindruck von der Funktion und Bedeutung eines Herrensitzes im Münsterland. (c)WV


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. Rhede, Haus Tenking - im Münsterland

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Rhede, Haus Tenking - im Münsterland

Haus Tenking ist ein zweigeschossiger Herrensitz, der seinen barocken Grundstil bis heute bewahrt und zwischen 1708 und 1710 errichtet wurde. Es wurde für den münsterischen Vizekanzler und hochfürstlichen Beamten von der Familie von Tenking gebaut, die zuvor in Bocholt eine Richterstelle innehatte. Besonders auffällig ist die elegante Freitreppe am Hauptportal aus dem Jahr 1710, die den repräsentativen Charakter des Gebäudes unterstreicht. Ursprünglich diente das Haus als Wohnsitz verschiedener adeliger Familien und bot sowohl Repräsentation als auch funktionalen Wohnraum. Heute wird das Anwesen als Seniorenresidenz genutzt und verbindet historischen Charme mit zeitgemäßer Funktion. Das Gebäude steht seit 1984 unter Denkmalschutz und bewahrt damit nicht nur seine architektonische Substanz, sondern auch die kulturelle Bedeutung eines Herrensitzes der Region. (c)WV


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. Rheine, Falkenhof - im Münsterland

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Rheine, Falkenhof - im Münsterland

Der Falkenhof in Rheine ist ein historischer Adelssitz mit Wurzeln bis ins karolingische Zeitalter, ursprünglich als fränkisches Königsgut „Villa Reni“ bekannt, das 838 von Kaiser Ludwig dem Frommen an die Reichsabtei Herford übertragen wurde. Über Jahrhunderte blieb der Hof im Besitz des Klosters und wurde als Lehen an verschiedene Adelsfamilien vergeben. 1371 übernahm die Familie von Falke den Hof, wodurch der Name Falkenhof entstand, und durch die Heirat von Anna von Falke mit Dietrich von Morrien 1521 gelangte er in den Besitz der Familie von Morrien, die ihn bis 1799 bewohnte. Diese einflussreiche Adelsfamilie erweiterte und verschönerte den Hof über die Jahrhunderte und formte ihn zu einem repräsentativen Wohnsitz. Die heutige barocke Dreiflügelanlage mit markanter Freitreppe und auffälligem Taubenbrunnen stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, während die ältesten Bauteile das Torhaus aus dem 16. Jahrhundert und eine Gewölbehalle im Mittelteil des Hauses sind. Seit 1962 beherbergt der Falkenhof das Städtische Museum Rheine, das eine umfangreiche archäologische Sammlung, eine Kunstsammlung und eine bedeutende Waffensammlung zeigt. Die Ausstellungen umfassen mittelalterliche Waffen, Werkzeuge, Urnen, Haushaltsgegenstände und weitere historische Artefakte, die die Alltags- und Kulturgeschichte der Region veranschaulichen. Besonders beeindruckend ist der Morriensaal mit seiner bemalten Holzdecke aus dem frühen 17. Jahrhundert. Besucher erhalten durch die Ausstellung einen umfassenden Einblick in die Geschichte des Hauses, der Stadt Rheine und ihrer Umgebung sowie in die regionale Kulturgeschichte, wobei das Zusammenspiel von Architektur, Geschichte und musealer Nutzung den Falkenhof zu einem bedeutenden Zeugnis westfälischer Adelstradition macht. (c)WV


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Tourismusinfos/Büro: Rheine, Tiefe Str. 22 Info: Falkenhof-Museum, Besucherservice und Buchung von Führungen Tel. 05971/920610
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. Rosendahl, Schloss Darfeld*** - im Münsterland

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Rosendahl, Schloss Darfeld*** - im Münsterland

Schloss Darfeld, ursprünglich ein landwirtschaftliches Gut und Stammsitz der Familie von Darfeld, wurde zu Beginn des 17. Jahrhunderts an den Ritter Jobst von Vörden vererbt. 1612 beauftragte er den Münsteraner Architekten Gerhard Gröninger mit dem Umbau der Anlage zu einem repräsentativen Achteckbau, der durch Durchfahrten unter den vier nach den Himmelsrichtungen ausgerichteten Türmen eine imposante Wirkung erzielen sollte. Gröninger verließ das Projekt jedoch 1616, bevor es vollständig abgeschlossen war, sodass nur zwei der acht geplanten Arkadenflügel und die Durchfahrt unter dem westlichen Turm fertiggestellt wurden. Spätere Anbauten stammen aus den Jahren 1651 und 1781 und erweiterten die Anlage auf harmonische Weise, ohne den ursprünglichen Charakter zu verfälschen. 1899 zerstörte ein Feuer, ausgelöst durch ein Bügeleisen, einen Großteil des Schlosses, woraufhin der Architekt Hermann Schaedtler den Wiederaufbau bis 1904 im Neo-Renaissancestil leitete. Dabei wurden die historischen Elemente weitgehend originalgetreu wiederhergestellt und moderne Stilelemente behutsam integriert. Die Schlossanlage erstreckt sich über zwei Inseln, die von Wassergräben umgeben sind, und verkörpert die architektonische Vielfalt des Münsterlandes. Der weitläufige Schlosspark mit seinen alten Baumgruppen, gepflegten Rasenflächen und Wasserflächen lädt zu ausgedehnten Spaziergängen ein und bietet Besuchern einen malerischen Rahmen, der die eindrucksvolle Gestaltung des Schlosses unterstreicht. Zusammen mit den historischen Wirtschaftsgebäuden und Nebentrakten vermittelt Schloss Darfeld einen lebendigen Eindruck von der Lebensweise und dem repräsentativen Anspruch der dort residierenden Adelsfamilien über die Jahrhunderte hinweg. (c)WV


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Tourismusinfos/Büro: Rosendahl, Schloss Darfeld, Schlossallee, Besichtigung: nur außen möglich, privat, Info: Tourist-Info Rosendahl, Tel. +49(0)2547-77.0
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. Senden, Wasserschloss Senden - im Münsterland

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Senden, Wasserschloss Senden - im Münsterland

Das Wasserschloss Senden, etwa 250 Meter vom Dortmund-Ems-Kanal entfernt an der Stever gelegen, ist ein eindrucksvolles Zeugnis mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Baukunst. Ursprünglich im Mittelalter als Lehen des Bischofs von Münster unter dem Namen Benekamp im Besitz der Familie von Benekamp, ging das Anwesen 1350 an die Herren von Senden über, die dem Schloss seinen heutigen Namen verliehen. Der älteste erhaltene Teil, der markante Dreistaffelgiebel, stammt aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts und gilt als eines der frühesten Beispiele dieses Baustils im Münsterland, der noch heute die historische Bedeutung der Anlage verdeutlicht. Im Verlauf des 17. und 18. Jahrhunderts erlebte das Schloss zahlreiche Plünderungen und Zerstörungen, wurde jedoch jedes Mal wiederaufgebaut, wodurch sich eine vielschichtige Architektur mit Elementen aus verschiedenen Epochen entwickelte. Zu den bemerkenswerten erhaltenen Bauwerken zählen das Torhaus aus dem 16. Jahrhundert sowie mehrere Nebengebäude, die wirtschaftliche und repräsentative Funktionen erfüllten. Die Anlage ist von Wassergräben umgeben, die die ursprüngliche Wehrhaftigkeit betonen, und durch ihre Lage an der Stever eingebettet in die umgebende Parklandschaft, die Spaziergängern und Besuchern einen stimmungsvollen Rahmen bietet. Heute wird das Schloss von der gemeinnützigen Organisation „Schloss Senden e.V.“ betrieben, die sich sowohl der Restaurierung als auch der kulturellen Nutzung widmet. Es dient als Veranstaltungsort für Ausstellungen, Konzerte und Bildungsprogramme, die die Geschichte, Architektur und das kulturelle Erbe der Region erlebbar machen. Zudem ist die Anlage ein beliebter Halt auf der 100-Schlösser-Route, einem Fahrrad- und Wanderweg durch das Münsterland, der die historischen Burgen und Schlösser der Region miteinander verbindet. (c)WV


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Tourismusinfos/Büro: Schloss Senden, Holtrup 3, 48308 Senden, Besichtigung: nur außen, privat, Informationen: 02597-699-0
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. Steinfurt-Burgsteinfurt, Schloss Steinfurt - im Münsterland

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Steinfurt-Burgsteinfurt, Schloss Steinfurt - im Münsterland

Schloss Steinfurt ist eine der ältesten und mächtigsten Wasserburgen des Münsterlandes, deren Ursprung bis ins 12. Jahrhundert zurückreicht, als die Anlage im Zuge kriegerischer Auseinandersetzungen mit den Herren von Ascheberg zu einer befestigten Festung ausgebaut wurde. Die Burg besteht aus einer Vielzahl von Bauwerken aus unterschiedlichen Epochen, die einen eindrucksvollen architektonischen Vergleich ermöglichen und die Entwicklung von Wehrbau zu repräsentativer Adelresidenz anschaulich dokumentieren. Besonders hervorzuheben ist die seltene romanische Doppelkapelle aus dem späten 12. und frühen 13. Jahrhundert, die durch ihre zwei übereinanderliegenden Ebenen beeindruckt und Einblicke in die liturgischen Gepflogenheiten des Mittelalters bietet. Der Rittersaal, ausgestattet mit einem niedrigen Mittelpfeiler und vier massiven Kreuzgewölben, stammt aus dem 13. Jahrhundert und vermittelt ein authentisches Raumgefühl der mittelalterlichen Burgbewohner. Ein weiteres architektonisches Highlight ist die Auslucht, ein zweistöckiger Frührenaissance-Erker, der 1559 am „Haus der Gräfin Walburg“ von Johann Brabender errichtet wurde; die reich verzierte Ornamentik zeugt von der hohen handwerklichen und künstlerischen Qualität der Epoche und ist ein herausragendes Beispiel für die Gestaltung von Adelspalästen der Frührenaissance. Die weitläufige Parkanlage, bekannt als „Bagno“ nach einem früheren Badehaus, wurde ab 1765 nach französischem Vorbild streng geometrisch angelegt und ab 1780 zu einem englischen Landschaftsgarten umgestaltet, was den Wandel vom formalen Barockgarten zur landschaftlich gestalteten Parkanlage eindrucksvoll dokumentiert. Der frühklassizistische Konzertpavillon von 1774 ist bis heute erhalten, wird für kulturelle Veranstaltungen genutzt und bereichert die Anlage um ein zusätzliches architektonisches und gesellschaftliches Element. Insgesamt bietet die Anlage Besuchern nicht nur Einblicke in die militärische, repräsentative und künstlerische Geschichte des Münsterlands, sondern auch die Möglichkeit, die kulturellen und landschaftlichen Entwicklungen über acht Jahrhunderte hinweg zu erleben. (c)WV


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Tourismusinfos/Büro: Verkehrsverein Steinfurt, Tel. 02551-1383, Erreichbar: Von Münster Hbf. mit RB (Richtung Burgsteinfurt oder Enschede) oder mit Bus R73 (Richtung Sonnenapotheke, Altenberge) bis Burgsteinfurt, von dort 600 m Fußweg zur Burg, ca. 45 bzw. 75 Min.
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. Südlohn, Haus Lohn - im Münsterland

Reiseführer Burgen - Schlösser im Münsterland - Südlohn, Haus LohnReiseführer Burgen - Schlösser im Münsterland - Südlohn, Haus Lohn

Südlohn, Haus Lohn - im Münsterland

Haus Lohn ist ein frühklassizistischer Adelssitz in Südlohn, dessen Geschichte bis ins 14. Jahrhundert zurückreicht. Bereits 1357 wurde das Anwesen als Rittergut erstmals erwähnt und diente als Stammsitz einer Nebenlinie des einflussreichen Geschlechts der Grafen von Lohn. Das heutige Herrenhaus wurde 1785 an der Stelle einer älteren, niedergebrannten Anlage errichtet und gilt als einziges erhaltenes Beispiel frühklassizistischer Adelssitze im Westmünsterland. Der zweistöckige Backsteinbau ist mit einem pfannengedeckten Walmdach versehen und von einer Gräfte umgeben, die das Anwesen optisch und historisch klar abgrenzt. Nach einem Brand im Jahr 1837 wurde das Gebäude um ein weiteres Obergeschoss erweitert, und die Außenwände erhielten eine weiße Schlämmung, die dem Bauwerk zusätzliche Eleganz verleiht. Die repräsentative Eingangstür wird durch kunstvolle Sandsteineinfassungen, einen kleinen Treppenaufgang und einen schmalen Mittelrisalit hervorgehoben; darüber befindet sich das Wappen der belgischen Adelsfamilie Looz-Corswarem, die das Haus von 1841 bis 1856 besaß und das Anwesen in dieser Zeit prägte. Seit 1907 ist Haus Lohn im Besitz der Familie Geuking, die es bis heute bewohnt, sodass eine Besichtigung nur von außen möglich ist. Die idyllische Lage an einer Flussschlinge, die harmonische Einbettung in einen gepflegten Park und die Einbindung in die 100-Schlösser-Route machen das Anwesen zu einem beliebten Ziel für Radfahrer, Historiker und Liebhaber westfälischer Schlossarchitektur. Besucher können die harmonische Verbindung von klassizistischer Architektur, historischer Bedeutung und landschaftlicher Schönheit bewundern und die Atmosphäre eines jahrhundertealten Adelssitzes auf sich wirken lassen. (c)WV


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Tourismusinfos/Büro: Südlohn, Lohner Str., Tourist-Information Südlohn-Oeding, Tel. +49(0)2862/95070
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. Tecklenburg, Wasserschloss Haus Marck - im Münsterland

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Tecklenburg, Wasserschloss Haus Marck - im Münsterland

Wasserschloss Haus Marck liegt malerisch am Fuße des historischen Bergstädtchens Tecklenburg, eingebettet in das Naturschutzgebiet der Talaue, und ist von einer schützenden Wassergräfte umgeben, die seine mittelalterliche Wehrhaftigkeit noch heute verdeutlicht. Erstmals im 14. Jahrhundert urkundlich erwähnt, spielte das Anwesen eine bedeutende Rolle in der regionalen Geschichte und war 1643 Schauplatz der Vorverhandlungen zum Westfälischen Frieden, wodurch es einen wichtigen Beitrag zur politischen Entwicklung Europas leistete. Die heutige Schlossanlage besteht aus einem eingeschossigen, vierflügeligen Hauptbau, ergänzt durch einen westlich vorgelagerten Wirtschaftshof, der ehemals landwirtschaftliche und handwerkliche Funktionen erfüllte. Die Innenräume des Schlosses, darunter das historische Landratszimmer, sind durch restaurierte Originaldetails geprägt und vermitteln einen lebendigen Eindruck der Baukunst vergangener Jahrhunderte. Die umliegenden Gärten, die im Laufe der Jahrhunderte gepflegt und erweitert wurden, bieten ein harmonisches Ensemble aus formalen Anlagen und naturnahen Bereichen und dienen heute als stimmungsvolle Kulisse für kulturelle Veranstaltungen, Führungen und Hochzeiten. Seit 1998 können Paare hier standesamtlich heiraten, was die Verbindung von historischer Substanz und moderner Nutzung eindrucksvoll zeigt. Das Zusammenspiel von Architektur, Geschichte und Natur macht Haus Marck zu einem bedeutenden Kulturgut und einem lebendigen Zeugnis westfälischer Schlossgeschichte, das Besucher auf eine Zeitreise durch mehrere Jahrhunderte einlädt. (c)WV


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Tourismusinfos/Büro: Tecklenburg, Haus Marck 1, Info: Gutsverwaltung Haus Marck, Tel. 05482/925773
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. Velen, Schloss Velen - im Münsterland

Reiseführer Burgen - Schlösser im Münsterland - Velen, Schloss VelenReiseführer Burgen - Schlösser im Münsterland - Velen, Schloss Velen

Velen, Schloss Velen - im Münsterland

Schloss Velen prägt das Stadtbild von Velen im Münsterland eindrucksvoll und zählt zu den schönsten Wasserschlössern Westfalens, dessen Ursprünge bis in die erste Hälfte des 15. Jahrhunderts zurückreichen. Im Verlauf der Geschichte wurde die Anlage mehrfach erweitert, umgestaltet und modernisiert, wobei besonders die umfassende Barockumgestaltung in der Mitte des 18. Jahrhunderts unter Leitung des bedeutenden westfälischen Baumeisters Johann Conrad Schlaun herausragt. Nach einem verheerenden Brand im Jahr 1931 erfolgte zwischen 1933 und 1934 der Wiederaufbau nach den alten Plänen, wodurch der historische Charakter der Anlage bewahrt wurde. Seit den umfangreichen Renovierungs- und Restaurierungsarbeiten von 1988 dient das Schloss als Sporthotel, das den historischen Charme des Gebäudes mit modernen Annehmlichkeiten verbindet und Gäste in einem einzigartigen Ambiente empfängt. Der Name des Schlosses geht auf das Geschlecht der Freiherren von Velen zurück, deren erste urkundliche Erwähnung im Jahr 890 erfolgte, und die das Anwesen über viele Generationen prägten. Die Schlossanlage ist von einem weitläufigen Park umgeben, in dem teilweise uralter Baumbestand die historische Kulisse ergänzt. Südlich erstreckt sich der Tiergarten, eine Wald- und Parkanlage, die 2006 nach den historischen Plänen Schlauns restauriert wurde. Besucher können die harmonische Verbindung von Architektur, Gartenkunst und Natur erleben, die weitläufigen Spazierwege erkunden und dabei Sehenswürdigkeiten wie die Orangerie, das Forsthaus und die Fasanerie entdecken. Das Ensemble vermittelt nicht nur die Geschichte der adeligen Familie von Velen, sondern auch die kulturhistorische Bedeutung westfälischer Wasserschlösser und lädt zu einem umfassenden Erlebnis von Historie, Landschaft und Architektur ein. (c)WV


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Tourismusinfos/Büro: Velen-Ramsdorf, Velen, Schlossplatz 1, Besichtigung: außen jederzeit, Schlosspark frei zugänglich, innen nach Vereinbarung, Tel. +49(0)2863/2030
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. Velen, Burg Ramsdorf - im Münsterland

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Velen, Burg Ramsdorf - im Münsterland

Burg Ramsdorf in Velen wurde 1425 im Auftrag des münsterischen Fürstbischofs Heinrich von Moers erbaut und diente ursprünglich als strategischer Wehrbau. Bereits 1451 fiel sie im Verlauf der Münsterischen Stiftsfehde einer Zerstörung zum Opfer, wurde jedoch bald darauf wiederaufgebaut. Im Laufe des 17. Jahrhunderts verfiel die Anlage erneut, bis sie 1696 an den Rentmeister Adam Jungeblodt verkauft wurde, der 1727 das heute bestehende rechteckige Backsteingebäude errichten ließ und dabei Reste der alten Burg, einschließlich des runden Eckturms, integrierte. Während des 18. und 19. Jahrhunderts erfuhr die Burg mehrere Umbauten und Nutzungsänderungen, unter anderem wurde sie ab 1878 als Textilfabrik genutzt. Nach dem Erwerb durch die Gemeinde Velen 1928 wurden die Fabrikgebäude abgerissen, und die Burg wurde ab 1930 zu einem Zentrum für Jugend- und Heimatpflege umgestaltet. Heute beherbergt die Burg das Museum Burg Ramsdorf, das 1993 nach modernen musealen Gesichtspunkten neugestaltet wurde und die regionale Geschichte auf vielfältige Weise präsentiert. Die Ausstellung gliedert sich in Abteilungen zur Ur- und Frühgeschichte, zur Stadt- und Sozialgeschichte sowie zur Naturkunde und vermittelt Einblicke in die historische Entwicklung von Ramsdorf und seiner Umgebung. Besucher können die Burg von April bis Oktober besichtigen und neben den regulären Ausstellungen auch an Führungen teilnehmen, die nach Vereinbarung angeboten werden. Die Burg Ramsdorf gilt als bedeutendes Kulturdenkmal, das die historische und architektonische Entwicklung der Region anschaulich dokumentiert und sowohl Einheimische als auch Touristen anzieht. (c)WV


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Tourismusinfos/Büro: Velen-Ramsdorf, Ortsmitte Ramsdorf, Besichtigung: Mär. - Okt., Di.-So. 15-17 Uhr od. nach Vereinbarung, Info: Tel. +49(0)2863-926215
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. Wadersloh, Schloss Crassenstein - im Münsterland

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Wadersloh, Schloss Crassenstein - im Münsterland

Schloss Crassenstein in Wadersloh, erstmals 1177 urkundlich erwähnt, hat eine lange und wechselvolle Geschichte durchlaufen und gilt als bedeutendes Beispiel westfälischer Schlossarchitektur. Die Anlage erlebte über die Jahrhunderte zahlreiche Um- und Neubauten; der linke Flügel war 1811 noch nicht fertiggestellt, sodass das Schlossprojekt zu einer nahezu unendlichen Geschichte wurde. Aufgrund des schlechten Zustands musste das Gebäude im 19. Jahrhundert fast vollständig erneuert werden, und zwischen 1840 und 1845 erhielt es seine heutige klassizistische Gestalt. 1951 wurde im Schloss ein Realschulinternat eingerichtet, das bis 1982 betrieben wurde. Ab 1983 folgte ein altsprachliches Jungeninternat unter der Trägerschaft der Priesterbruderschaft des Heiligen Pius X., und im Jahr 2016 übernahm die Schloss Crassenstein GmbH die Anlage, die seit dem Schuljahr 2018/2019 eine internationale Privatschule betreibt. Die Schlossanlage ist von einem doppelten Graben umgeben, zusätzlich umschließt ein dritter Graben den Garten. Obwohl das Schloss ursprünglich wahrscheinlich als Vierflügelanlage geplant war, besteht es heute aus einem Hauptgebäude mit seitlichen Pavillonbauten und zwei halben Seitenflügeln; am Eingang zur Hauptinsel stehen zwei Pavillons, und innerhalb des Wassergrabens befinden sich weitere Gartenhäuser und Wirtschaftsgebäude. Die Umgebung der Schlossgräfte lädt zu einem Spaziergang ein, bei dem Mühlenbach, historische Mühle, das klappernde Wasserrad sowie Enten und Schwäne im Wassergraben eine märchenhafte Kulisse schaffen, die den Charme und die historische Atmosphäre der Anlage besonders eindrucksvoll vermittelt. (c)WV


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Tourismusinfos/Büro: Wadersloh-Diestedde, Besichtigung: nur außen
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. Warendorf, Schloss Westerholt - im Münsterland

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Warendorf, Schloss Westerholt - im Münsterland

Schloss Westerholt in Warendorf liegt am Rand des Westerholter Waldes und ist ein von Gräften umgebenes Wasserschloss, das bis heute als Stammsitz des Grafengeschlechts von Westerholt dient. Die Ursprünge des Anwesens reichen bis ins 14. Jahrhundert zurück, als an dieser Stelle erstmals eine wehrhafte Burg erwähnt wurde; von dieser ursprünglichen Anlage sind heute lediglich die Gräften erhalten. Das heutige Schloss wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut und erweitert und besticht durch seine barocke Architektur, die besonders im Innenbereich mit prachtvollen Stuckdecken, historischen Stichen und wertvollen Ölgemälden zur Geltung kommt. Die harmonische Verbindung von Baukunst, historischer Ausstattung und der umgebenden Wasserlandschaft vermittelt den Besuchern ein authentisches Bild adeliger Wohnkultur vergangener Jahrhunderte. Heute dient das Herrenhaus als Hotel, das Gästen die besondere Atmosphäre eines historischen Anwesens mit modernem Komfort bietet. Die Nebengebäude sind in ein Restaurant und ein Café umgewandelt, die inmitten der idyllischen Schlossanlage kulinarische Genüsse in stilvollem Ambiente ermöglichen. Schloss Westerholt ist ein beliebtes Ausflugsziel für Kultur- und Architekturinteressierte, für Romantiker, die die Park- und Wasseranlagen genießen möchten, sowie für Besucher, die eine exklusive Unterkunft oder einen besonderen Ort zum Verweilen suchen. (c)WV


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Tourismusinfos/Büro: Warendorf, Schlossstraße 1, Tel. +49 209 148 940
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Münsterland - weitere Online Reiseführer

Reiseführer 'Sehenswertes im Münsterland'

Reiseführer 'Sehenswertes im Münsterland'Das Münsterland liegt im nordwestlichen Westfalen mit der ehemaligen Provinzialhauptstadt Münster als Zentrum. Je nach historischem, naturräumlichem, gesellschaftlichem oder politischem Zusammenhang lässt es sich unterschiedlich eingrenzen. Einen ungefähren Rahmen bilden der Teutoburger Wald im Nordosten, die Lippe im Süden und die niederländische Staatsgrenze im Westen. Die historische Region geht auf das weltliche Herrschaftsgebiet der Münsteraner Bischöfe zurück. Politisch gehören die Kreise Borken, Coesfeld, Steinfurt, Warendorf und Münster zum Münsterland und landschaftlich gehört es zur Westfälischen Bucht. Das Regionalbewusstsein der Bevölkerung orientiert sich gesellschaftlich aber eher an den abweichenden historischen Grenzen. Verbindend wirken neben der langen gemeinsamen Geschichte vor allem das vorherrschende katholische Bekenntnis. ...

Reiseführer 'Sehenswerte Burgen und Schösser im Münsterland'

Reiseführer 'Sehenswerte Burgen und Schösser im Münsterland'Das Münsterland liegt im nordwestlichen Westfalen mit der ehemaligen Provinzialhauptstadt Münster als Zentrum. Je nach historischen, naturräumlichen, gesellschaftlichen oder politischen Zusammenhang lässt es sich unterschiedlich eingrenzen, einen ungefähren Rahmen bilden der Teutoburger Wald im Nordosten, die Lippe im Süden und die niederländische Staatsgrenze im Westen. Die historische Region geht auf das weltliche Herrschaftsgebiet der Münsteraner Bischöfe zurück. Besondere kulturlandschaftliche Merkmale sind das vielerorts parkartige Landschaftsbild mit seinen zahlreichen Wasserburgen, Kirchen, Klöstern und Schlössern. Schon im Mittelalter sicherten Wassergräben, die hier Gräften genannt werden, die Herrschaftssitze der ansässigen Grundherren. Aus vielen der kleineren Burgen und Herrenhäusern entwickelten sich in der Neuzeit mächtige Schlossanlagen mit oft ...

Reiseführer 'Sehenswertes entlang der Ems'

Reiseführer 'Sehenswertes entlang der Ems'Die Ems ist mit ihren 371km der längste Fluss, der in Deutschland entspringt, ins Meer mündet und zwischen Quelle und Mündung seinen Namen beibehält. Sie entspringt in der Senne bei Schloß Holte-Stukenbrock in Westfalen und fließt zunächst durch die Westfälische Bucht in nordwestlicher Richtung fast parallel zum Teutoburger Wald. Aab der Landesgrenze zu Niedersachsen zwischen Rheine und Salzbergen wendet sich der flusslauf nach Norden bis zur Nordsee. Am Dollart bildet die Ems die Grenze zur niederländischen Provinz Groningen und mündet etwa 27 Kilometer nordwestlich von Emden zwischen Pilsum und Eemshaven in die Nordsee. Das Einzugsgebiet beträgt 13.160km² und liegt als schmales, sich südnördlich erstreckendes annäherndes Rechteck zwischen dem Flusssystem des Rheins im Westen und dem der Weser im Osten. Der westliche Rand des Einzugsgebietes ist ...

Reiseführer 'Sehenswertes entlang der Lippe'

Reiseführer 'Sehenswertes entlang der Lippe'Die 220km lange Lippe entspringt an der Alten Burg in Bad Lippspringe. Die Karstquelle liegt am Südende des Arminiusparks. Von dort fließt sie stets nach Westen an vielen Orten vorbei, deren Namen mit dem Fluss verbunden sind. In Schloß Neuhaus mündet die Pader in die Lippe und bringt dabei etwa dreimal so viel an Wassermenge mit. Auch die Alme, die wenige hundert Meter weiter dazu kommt, ist mit über 59km bis zu ihrem Zusammenfluss mehr als fünfmal so lang wie die Lippe bis zu diesem Punkt. Große Bereiche der Lippeauen sind noch relativ naturnah und stehen zum Teil unter Naturschutz, wie im Naturschutzgebiet Lippeaue im Kreis Soest. Dank der Renaturierung sind der Eisvogel, die Uferschwalbe, die Löffelente und der Weißstorch zurückgekehrt. Die Geschichte der LippeSchiffstour reicht mindestens bis in die Römerzeit zurück. Am Fluss bestanden mehrere römische Legionslager, wie in ...

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Redaktion: Ingrid Walder und Achim Walder
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Text: Ingrid Walder und freie Mitarbeiter*innen und Mitarbeiter*innen des Walder-Verlags
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