Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land -
Zwischen Wupper und Sieg erstreckt sich eine der burgen- und schlösserreichsten Kulturlandschaften Nordrhein-Westfalens, deren historisches Erbe eng mit der politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung des Bergischen Landes verknüpft ist. Über viele Jahrhunderte hinweg prägten die Grafen von Berg sowie zahlreiche weitere Adelsgeschlechter diese Region und hinterließen ein dichtes Netz aus Burgen, Schlössern, Wasserburgen und Herrenhäusern, die bis heute das Landschaftsbild und die Identität der Region bestimmen. Viele dieser Anlagen entstanden ursprünglich als mittelalterliche Adelssitze zur Sicherung von Handelswegen, Flussübergängen, Territorien und Herrschaftsansprüchen. Mit dem Wandel der Zeit passten sich die Bauwerke neuen Anforderungen an und wurden immer wieder erweitert, umgebaut oder neu gestaltet. Aus ehemals wehrhaften Höhenburgen entwickelten sich repräsentative Schlossanlagen, barocke Residenzen oder großzügige Landsitze, während andere Anlagen ihre militärische Bedeutung verloren und als romantische Ruinen erhalten blieben. Besonders reizvoll ist die Vielfalt der Standorte, denn die Burgen und Schlösser finden sich in engen Flusstälern, auf bewaldeten Höhenzügen, an strategisch wichtigen Passagen oder eingebettet in sanfte Kulturlandschaften. Neben den bekannten großen Anlagen existieren zahlreiche kleinere Burghäuser, Rittersitze und Gutshöfe, die oft weniger im Blickfeld stehen, aber ebenso eindrucksvoll von der regionalen Geschichte erzählen. Ihre sorgfältige Erhaltung und Restaurierung ermöglicht es, unterschiedliche Epochen der Baukunst und des adeligen Lebens anschaulich nachzuvollziehen. Dieser Reiseführer lädt dazu ein, die Burgen- und Schlösserlandschaft zwischen Wupper und Sieg als facettenreichen Kulturraum zu entdecken, in dem Architektur, Landschaft und Geschichte auf eindrucksvolle Weise miteinander verschmelzen und jede Anlage ihren eigenen Beitrag zur reichen historischen Vielfalt der Region leistet. (c)WV
Reisetipps-Europa - Walder-Verlag
Herausgeber, Autoren und Redaktion: Ingrid Walder - Achim Walder
Mitarbeiter/innen: Ralf Bayerlein, Peter Höhbusch, Christoph Riedel, Manfred Diekenbrock, Eva Lenhof, Sebastian Walder, Elke Beckert,
Foto: Ingrid Walder - Achim Walder und von Freunde / Mitarbeiter*innen, sowie von Hotels, Tourismusbüros und Tourismus-Marketing Gesellschaften.
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land -
Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land
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Reiseführer 'Sehenswertes im Bergischen Land' - als Taschenbuch
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Reiseführer Sehenswertes im Bergischen Land - Niederbergische Region
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Reiseführer Sehenswertes im Bergischen Land - Rheinischbergische Region
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Reiseführer Sehenswertes im Bergischen Land - Oberbergische Region
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Reiseführer Sehenswertes Burgen und Schlösser im Bergischen Land
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Reisefüher Burgen und Schösser im Bergischen Land - Bergisch Gladbach, Schloss Bensberg
Schloss Bensberg erhebt sich seit 1711 weithin sichtbar über der Stadt Bergisch Gladbach und zählt zu den eindrucksvollsten barocken Schlossanlagen im Rheinland. Die exponierte Lage auf der Anhöhe ermöglicht einen weiten Blick über das Bergische Land bis nach Köln und unterstreicht den repräsentativen Anspruch der Anlage. Erbaut wurde das Schloss im Auftrag des Kurfürsten Johann Wilhelm II. von der Pfalz, genannt Jan Wellem, der es als Jagd- und Lustschloss nutzen ließ und damit seinen politischen Machtanspruch sowie seine ausgeprägte Vorliebe für Kunst, Architektur und höfische Repräsentation sichtbar machte. Die streng symmetrische Gesamtanlage mit ihren großzügigen Ehrenhöfen, klar gegliederten Fassaden und der axialen Ausrichtung folgt konsequent den Idealen barocker Baukunst des frühen 18. Jahrhunderts und verleiht dem Schloss eine außergewöhnliche Monumentalität. Nach 1792 begann eine wechselvolle Phase der Nutzung, in deren Verlauf das Schloss mehrfach umgebaut und zeitweise militärischen sowie administrativen Zwecken zugeführt wurde, was langfristig zu erheblichen Verlusten und Beschädigungen der ursprünglichen Innenausstattung führte. Viele kostbare Möbel, Kunstwerke und dekorative Elemente gingen dabei unwiederbringlich verloren, dennoch sind bedeutende Zeugnisse der einstigen Pracht bis heute erhalten geblieben. Besonders hervorzuheben ist das monumentale Deckengemälde Sturz der Titanen von Domenico Zanetti, das mit seiner dramatischen Bildsprache, dynamischen Bewegung und barocken Ausdruckskraft zu den herausragenden Kunstwerken des Schlosses zählt. Ergänzt wird dieses durch einen bemerkenswerten Bildzyklus des niederländischen Malers Jan Weenix, dessen detailreiche Jagdszenen den höfischen Lebensstil, die Bedeutung der Jagd und die künstlerischen Vorlieben der Zeit eindrucksvoll widerspiegeln. Weitere erhaltene Ausstattungsstücke wie wertvolle Seidentapeten, kunstvoll gearbeiteter Türschmuck und einzelne Gemälde vermitteln einen anschaulichen Eindruck von der ursprünglichen Ausstattung und dem hohen handwerklichen Niveau der barocken Innenräume. Schloss Bensberg verbindet auf eindrucksvolle Weise Architektur, Kunst und Landschaft und gilt als eines der bedeutendsten Barockschlösser der Region Köln, das die Geschichte, den kulturellen Anspruch und die Repräsentationslust des rheinischen Adels bis heute lebendig erfahrbar macht. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Bergisch Gladbach-Bensberg, Kadettenstr.; Besichtigung: Grandhotel; Info: Grandhotel, Tel. +49(0)2204-42.0
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Bergisch Gladbach - Haus Lerbach
Die Geschichte des Hauses Lerbach reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück und ist eng mit der Entwicklung des ländlichen Adels und der Gutshofkultur im Bergischen Land verbunden. Erstmals erwähnt wird ein Gutshof im Jahr 1259 in einem Altenberger Urkundenbuch, was die frühe Bedeutung des Anwesens als landwirtschaftlicher und herrschaftlicher Mittelpunkt belegt. Unter Gottfried IV. von Steinen wurde der mittelalterliche Gutshof später zu einem repräsentativen Renaissance-Schloss ausgebaut, das von einem Wassergraben umgeben war und damit sowohl Schutz als auch Status symbolisierte. Die Anlage spiegelte den Wohlstand, den gesellschaftlichen Rang und den gestalterischen Anspruch ihrer Besitzer wider und entsprach dem zeittypischen Ideal eines befestigten Landsitzes. Über Jahrhunderte hinweg blieb Haus Lerbach ein prägendes Element der regionalen Kulturlandschaft, bevor sich im 19. Jahrhundert gravierende bauliche Probleme einstellten. Im Jahr 1893 musste das gesamte Schloss schließlich abgerissen werden, da die Bausubstanz durch massive Feuchtigkeitsschäden nicht mehr zu retten war. Anstelle des historischen Renaissancebaus entstand ein neues Gebäude im Stil der Gründerzeit, das bewusst etwas hinter dem ursprünglichen Standort errichtet wurde und damit einen respektvollen Abstand zur früheren Anlage wahrt. Trotz des vollständigen Abrisses gelang es, zahlreiche Ausstattungsstücke und Bauelemente des alten Schlosses zu bewahren und in den Neubau zu integrieren, wodurch die historische Kontinuität des Ortes erhalten blieb. Zu den bedeutendsten erhaltenen Elementen zählen der originale Fußboden in der heutigen Hotelhalle sowie ein offener Kamin, die beide bis heute den besonderen historischen Charakter des Hauses prägen. Haus Lerbach verbindet damit mittelalterliche Wurzeln, Renaissance-Tradition und Architektur des 19. Jahrhunderts zu einem vielschichtigen Zeugnis regionaler Bau- und Kulturgeschichte und bleibt ein eindrucksvolles Beispiel für den Wandel adeliger Wohnsitze im Raum Bergisch Gladbach. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Bergisch Gladbach, Lerbacherweg; Besichtigung: Hotel; Info: Schlosshotel, Tel. +49(0)2202-2040
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Bergisch Gladbach, Alte Burg
Die Alte Burg in Bergisch Gladbach entstand Anfang des 12. Jahrhunderts unter den Grafen von Berg als strategisch wichtige Grenzbastion zur Sicherung und Kontrolle des bergischen Territoriums. Ihre Lage war bewusst gewählt, um Machtansprüche sichtbar zu machen und gleichzeitig militärischen Schutz zu gewährleisten. Im 13. Jahrhundert wurde die Anlage baulich erweitert und verstärkt, was ihre wachsende Bedeutung innerhalb der regionalen Herrschaftsstruktur unterstreicht. Ab dem Jahr 1363 diente die Burg als Amtssitz und übernahm damit eine zentrale Rolle in der Verwaltung, Rechtsprechung und Organisation des umliegenden Gebietes. Vermutlich kam es 1406 zu einer teilweisen Zerstörung der Anlage, möglicherweise infolge kriegerischer Auseinandersetzungen oder innerterritorialer Konflikte, was im 15. und 16. Jahrhundert umfangreiche Wiederaufbau- und Restaurierungsmaßnahmen erforderlich machte. Trotz dieser Arbeiten setzte nach dem Dreißigjährigen Krieg ein allmählicher Niedergang ein, da die militärische Bedeutung der Burg schwand und neue Macht- und Verwaltungsstrukturen entstanden. Mit dem Bau eines neuen Schlosses in unmittelbarer Nähe verlor die Alte Burg im frühen 18. Jahrhundert endgültig ihre ursprüngliche Funktion als Herrschafts- und Verwaltungszentrum. In den folgenden Jahrhunderten wechselten Besitzverhältnisse und Nutzungen mehrfach, wodurch die mittelalterliche Substanz weiter in den Hintergrund rückte. Einen entscheidenden Wendepunkt markierte das Jahr 1962, als die Stadt Bensberg die erhaltenen Reste der Burg erwarb und ein zukunftsweisendes Nutzungskonzept umsetzte. In einem architektonisch bemerkenswerten Schritt wurde die historische Burganlage mit einem modernen Rathaus verbunden, dessen Baukörper sich am Grundriss der mittelalterlichen Burg orientiert. Der markante fünfeckige Bergfried wurde dabei bewusst integriert und ist bis heute klar erkennbar. Durch diese gelungene Verbindung von historischer Substanz und zeitgemäßer Nutzung erhielt die Alte Burg eine neue Funktion und bleibt als Teil des Rathauses ein prägendes Zeugnis mittelalterlicher Geschichte und moderner Stadtentwicklung in Bergisch Gladbach. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Bergisch Gladbach-Bensberg, Burggraben; Besichtigung: auf Anfrage; Info: Stadtverwaltung, Tel. +49(0)2202-14.0
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Bergisch Gladbach - Herrenstrunder Komturei
Die Herrenstrunder Komturei in Bergisch Gladbach wurde im 13. Jahrhundert gegründet und entwickelte sich rasch zu einem bedeutenden Zentrum des Malteserordens in der Region. Zu ihr gehörten insgesamt 27 Anwesen, die sich zwischen Kürten und dem Rhein erstreckten und von hier aus verwaltet wurden. Der Malteserorden war zu dieser Zeit in ganz Europa verbreitet, und Herrenstrunden nahm innerhalb dieses weit verzweigten Ordensnetzes eine wichtige Stellung ein. Die Komturei erfüllte sowohl religiöse als auch organisatorische Aufgaben und bildete einen festen Anlaufpunkt für Verwaltung, Versorgung und geistliches Leben. Das heute erhaltene Gebäude stammt aus dem Jahr 1648 und wurde im Stil des Barock errichtet, nachdem ältere Bauten ersetzt oder überformt worden waren. Die barocke Architektur mit ihrer klaren Gliederung und repräsentativen Ausstrahlung verleiht der Anlage bis heute einen besonderen historischen Reiz. Herrenstrunden war jedoch nicht nur ein geistliches Zentrum, sondern zugleich ein wirtschaftlicher Knotenpunkt, von dem aus die Bewirtschaftung der umfangreichen Ländereien koordiniert wurde. Landwirtschaftliche Erträge, Abgaben und organisatorische Abläufe liefen hier zusammen und sicherten die wirtschaftliche Grundlage des Ordens in der Region. Die Herrenstrunder Komturei vermittelt damit anschaulich die enge Verbindung von geistlicher Aufgabe, wirtschaftlicher Verwaltung und barocker Baukultur und zählt zu den bedeutenden historischen Anlagen im Raum Bergisch Gladbach. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Bergisch Gladbach-Herrenstrunden 23; Besichtigung: Hotelbetrieb; Info: Tel. +49(0)2202-189459
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Bergisch Gladbach, Haus Blegge
Haus Blegge geht auf einen mittelalterlichen Rittersitz zurück und zählt zu den geschichtsträchtigen Anwesen des Raumes Bergisch Gladbach. Bereits um 1260 wird Ritter Sibido de Bleghe mehrfach urkundlich erwähnt, der dem Haus seinen Namen gab und hier seinen adeligen Sitz hatte. Im Jahr 1420 gelangte Haus Blegge in den Besitz von Ulrich von Mentzingen, womit ein weiterer Wechsel innerhalb des regionalen Adels verbunden war. In den folgenden Jahrhunderten wechselte das Anwesen mehrfach den Eigentümer, was sich auch in baulichen Veränderungen und Anpassungen an die jeweiligen Nutzungsansprüche widerspiegelte. Einen entscheidenden Einschnitt erlebte Haus Blegge im Jahr 1752, als es an den Kalkfabrikanten Johann Jakob Bützler überging. Er ließ das Gebäude im 18. Jahrhundert umfassend umbauen und prägte damit das Erscheinungsbild, das sich im Wesentlichen bis heute erhalten hat. Unter seiner Führung entwickelte sich das ehemalige Rittergut zu einem repräsentativen Wohnsitz, der den wirtschaftlichen Erfolg und den gesellschaftlichen Aufstieg der Familie Bützler eindrucksvoll dokumentierte. Nach dem Tod Johann Jakob Bützlers ging das Anwesen an seinen Enkel über und verblieb weiterhin im Familienbesitz. Seit dem Jahr 1951 gehört Haus Blegge der Rheinischen Provinz der Missionsschwestern vom Heiligsten Herzen Jesu. Die Ordensgemeinschaft nutzt das historische Gebäude für ihre missionarischen und sozialen Aufgaben und trägt durch diese kontinuierliche Nutzung wesentlich zum Erhalt der Bausubstanz und des kulturellen Erbes bei. Haus Blegge vereint damit mittelalterliche Ursprünge, frühneuzeitliche Umbauten und eine moderne soziale Nutzung zu einem lebendigen Zeugnis regionaler Geschichte. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Bergisch Gladbach, Paffrather Str. 261; Besichtigung: außen zugänglich; Info: Tel. +49(0)2202-95526234
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Bergisch Gladbach, Burgruine Kippekausen
Die Burgruine Kippekausen geht auf eine frühe Holzburg des 10. Jahrhunderts zurück und zählt damit zu den ältesten bekannten Befestigungsanlagen im Raum Bergisch Gladbach. Diese sogenannte Erdhügelburg wurde im Laufe des 12. und 13. Jahrhunderts vermutlich schrittweise mit Stein ausgebaut, um den steigenden Anforderungen an Verteidigung, Dauerhaftigkeit und Wohnkomfort gerecht zu werden. Durch diese bauliche Weiterentwicklung wandelte sich die einfache Holzbefestigung zu einer wehrhaften Burganlage, die eine wichtige Rolle in der regionalen Herrschaftssicherung spielte. Heute sind von der einstigen Burg nur noch wenige, aber aussagekräftige Überreste erhalten. Dazu zählen der rechteckige Hauptburghügel mit Resten von Mauerwerk, Spuren ehemaliger Türme sowie ein Brunnen, der für die Versorgung der Burgbewohner von zentraler Bedeutung war. Diese Relikte lassen Rückschlüsse auf die ursprüngliche Größe und Bedeutung der Anlage zu und verdeutlichen ihre strategische Ausrichtung. Die noch erkennbaren Gräben rund um den Burghügel weisen darauf hin, dass es sich bei der Burg Kippekausen um eine Wasserburg handelte, deren Verteidigung durch gezielt eingesetzte Wasserläufe verstärkt wurde. Diese Gräben boten einen wirksamen Schutz vor Angreifern und unterstrichen die militärische Funktion der Anlage. Trotz ihres heutigen ruinösen Zustands vermittelt die Burgruine Kippekausen einen eindrucksvollen Einblick in die frühe mittelalterliche Burgenbauweise des Bergischen Landes und macht die Entwicklung von einfachen Erdburgen hin zu steinernen Befestigungen anschaulich nachvollziehbar. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Bergisch Gladbach-Frankenforst, Burgplatz; Besichtigung: von der Straße einsehbar; Info: Rhein-Berg-Tourismus, Tel. +49(0)2202-2827.0
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Bergisch Gladbach, Burg Zweiffel
Die ehemalige Burg Zweiffel war über mehrere Jahrhunderte hinweg der repräsentative Landsitz der Kölner Patrizierfamilie von Zweiffel und wurde ursprünglich als Wasserburg angelegt. Rund 300 Jahre lang blieb die Anlage im Besitz dieser einflussreichen Familie, was ihre Bedeutung als adeliger Wohn- und Herrschaftssitz unterstreicht. Die Lage und die wasserumgebenen Befestigungen verliehen der Burg sowohl Schutz als auch ein standesgemäßes Erscheinungsbild. Ab dem Jahr 1581 endete diese lange Phase des Familienbesitzes, und die Burg wechselte in der Folgezeit mehrfach den Eigentümer. Unter den späteren Besitzern befanden sich wohlhabende Kaufleute und Ratsherren, die die Anlage weiterhin als repräsentativen Wohnsitz nutzten und an ihre jeweiligen Bedürfnisse anpassten. Einen schweren Einschnitt in der Geschichte der Burg stellte das Jahr 1942 dar, als ein verheerender Brand das Burghaus vollständig zerstörte. Dabei ging auch das markante Walmdach verloren, wodurch die Anlage einen Großteil ihres charakteristischen Erscheinungsbildes einbüßte. Ein Wiederaufbau der Hauptgebäude erfolgte nicht mehr, sodass die Burg ihre ursprüngliche Gestalt endgültig verlor. Bis heute erhalten geblieben ist jedoch der viereckige Wehrturm mit seiner geschieferten Schweifhaube, der als letztes markantes Relikt an die einstige Burganlage erinnert. Dieser Turm vermittelt einen eindrucksvollen Eindruck von der früheren Wehrhaftigkeit und der architektonischen Bedeutung der Burg Zweiffel. Trotz des Verlustes der Hauptgebäude bleibt der Wehrturm ein sichtbares Zeugnis der historischen Rolle der Anlage und erlaubt es, die frühere Stärke und den strategischen Wert dieses ehemaligen Adelssitzes nachzuvollziehen. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Bergisch Gladbach-Herrenstrunden; Besichtigung: nur außen, privat; Info: Rhein-Berg-Tourismus, Tel. +49(0)2202-2827.0
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Burscheid, Haus Landscheid
Haus Landscheid geht auf ein mittelalterliches Adelsgut zurück, das bereits im 14. Jahrhundert im Besitz des Ritters Heinrich von Nesselrode war und über lange Zeit die Geschichte des Ortes mitprägte. Das heutige Erscheinungsbild wird jedoch vor allem durch das barocke Herrenhaus bestimmt, das zwischen 1718 und 1725 errichtet wurde und den Wandel vom mittelalterlichen Gut zu einem repräsentativen Adelssitz widerspiegelt. Flankiert wird das Herrenhaus von zwei Wohn- und Wirtschaftsgebäuden, die gemeinsam eine harmonische und klar gegliederte Hofanlage bilden. Das zweigeschossige Herrenhaus wurde aus massivem Bruchsteinmauerwerk errichtet und beeindruckt durch seine ausgewogenen Proportionen, die schlichte Eleganz der Fassadengestaltung und die solide handwerkliche Ausführung. Ein besonderes architektonisches Detail ist die Wappenkartusche über dem Mitteleingang, in der die Wappen der Familien von Hall und von Hochstetten dargestellt sind und die auf die verwandtschaftlichen Verbindungen der Bauherren hinweist. Das Wappen der Familie von Hall zeigt einen schwarzen Löwen auf silbernem Grund und verleiht dem Gebäude einen zusätzlichen repräsentativen Akzent. In die Kartusche ist zudem die Jahreszahl 1725 in römischen Zahlzeichen eingearbeitet, die auf das Jahr der Vollendung des Bauwerks verweist. Haus Landscheid gilt als ein eindrucksvolles Beispiel barocker Gutshofarchitektur und vermittelt bis heute einen anschaulichen Eindruck vom architektonischen Anspruch, vom Lebensstil und vom gesellschaftlichen Selbstverständnis des Adels im 18. Jahrhundert. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Burscheid; Besichtigung: vom Weg einsehbar, privat; Info: Tel. +49(0)2174-41082
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Düsseldorf, Schloss Benrath
Düsseldorf, Schloss Benrath Schloss Benrath wurde im Jahr 1755 von Kurfürst Karl Theodor in Auftrag gegeben und zählt zu den bedeutendsten Schlossanlagen des 18. Jahrhunderts im Rheinland. Mit der Planung und Ausführung wurde der renommierte Architekt Nicolas de Pigage betraut, der bis 1770 ein außergewöhnliches Gesamtkunstwerk aus Architektur, Gartenbau und Kunst schuf, das in dieser Geschlossenheit und Qualität in Deutschland nahezu einzigartig ist. Das Schloss war von Beginn an als Jagd- und Gartenschloss konzipiert und verkörpert in idealer Weise die Leichtigkeit, Eleganz und formale Klarheit der Rokokoarchitektur. Besonders charakteristisch ist die strenge Symmetrie der Anlage, die sich sowohl im Baukörper als auch in der Gestaltung der Gartenanlagen widerspiegelt. Der weitläufige, terrassenartig angelegte Park ist durch acht Alleen gegliedert, die sternförmig auf das Schloss zulaufen und eine eindrucksvolle Sicht- und Wegeführung schaffen. Diese Gestaltung verbindet Natur und Baukunst zu einem harmonischen Gesamtbild und unterstreicht den repräsentativen Anspruch der Anlage ebenso wie ihren Charakter als Ort höfischer Muße. Die Gartenanlagen dienten nicht nur der Erholung, sondern waren Ausdruck eines idealisierten Naturverständnisses und höfischer Ordnung. Das Innere des Schlosses umfasst insgesamt 83 Räume, die einst aufwendig ausgestattet waren und den luxuriösen Lebensstil des kurfürstlichen Hofes widerspiegelten. Zwar ging ein Großteil des ursprünglichen Inventars im Laufe der Zeit verloren, dennoch ist es gelungen, die historischen Räume durch gezielte Rückführungen und Ergänzungen wieder mit Atmosphäre zu füllen. In den vergangenen Jahrzehnten wurden zahlreiche Gemälde, Möbelstücke, Uhren, Leuchten und weitere Kunstobjekte zusammengetragen, die den Charakter des 18. Jahrhunderts anschaulich vermitteln. Diese Ausstattung erlaubt einen lebendigen Einblick in die Wohn- und Repräsentationskultur der Zeit und verdeutlicht die hohe Kunstfertigkeit der damaligen Handwerker und Künstler. Schloss Benrath verbindet Architektur, Gartenkunst und Innenausstattung zu einem außergewöhnlichen Ensemble und gilt als herausragendes Zeugnis des Rokoko im Rheinland, das bis heute nichts von seiner Ausstrahlung und kulturellen Bedeutung verloren hat. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Düsseldorf-Benrath, Benrather Schlossallee 104; Besichtigung: Park frei zugänglich, Schlossbesichtigung nur mit Führung, Info: Schloss Benrath, Tel. +49(0)211-8921903; Führungen Tel. +49(0)211-8997219;
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- ein Beispiel finden Sie unter "Sehenswertes entlang des Neckars". ÖPNV-Info: HSt. Schloss Benrath (Straßenbahn 701), S-Bahnhof Benrath
Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Düsseldorf, Schloss Kalkum
Schloss Kalkum in Düsseldorf zählt zu den eindrucksvollen Herrenhausanlagen der Region und entstand im 18. Jahrhundert im Auftrag der Grafen und späteren Fürsten von Hatzfeld an der Stelle älterer gotischer Vorgängerbauten. Die Wahl des Standortes knüpfte bewusst an die lange Tradition adeliger Herrschaft an und verlieh dem neuen Schloss historische Tiefe. Konzipiert wurde die Anlage als kastellartiger Dreiflügelbau mit vier rechteckigen Flankiertürmen, wodurch dem Bau ein repräsentativer, zugleich wehrhaft wirkender Charakter verliehen wurde, der Machtanspruch und Standesbewusstsein sichtbar machte. Trotz dieser wehrhaften Grundform stand das Schloss vor allem als vornehmer Wohn- und Repräsentationssitz im Mittelpunkt. Zwischen 1810 und 1820 erfuhr Schloss Kalkum eine umfassende klassizistische Umgestaltung, die dem Gebäude eine ruhigere, ausgewogenere und zeitlose Erscheinung gab. Die klaren Linien und reduzierten Formen des Klassizismus harmonieren bis heute bemerkenswert mit den barocken Grundstrukturen der Anlage und machen Schloss Kalkum zu einem anschaulichen Beispiel für den architektonischen Wandel vom Barock zum Klassizismus. Ergänzt wird das Herrenhaus durch die Vorburg, deren baulicher Kern aus dem 16. und 17. Jahrhundert stammt und die den historischen Zusammenhang des Schlossensembles eindrucksvoll erweitert. Diese Vorburg verdeutlicht die schrittweise Entwicklung der Anlage über mehrere Jahrhunderte hinweg und lässt frühere Bau- und Nutzungsphasen noch gut erkennen. Einen wesentlichen Beitrag zur Gesamtwirkung des Schlosses leistet der umgebende Landschaftspark, der um 1825 von dem renommierten Gartenarchitekten Maximilian Friedrich Weyhe gestaltet wurde. Der Park verbindet weite Wiesenflächen, geschwungene Wege und gezielt gesetzte Baumgruppen zu einer harmonischen Kulturlandschaft, die das Schloss wirkungsvoll in Szene setzt. Schloss Kalkum vereint damit adelige Wohnkultur, architektonische Entwicklung und Gartenkunst zu einem geschlossenen historischen Ensemble und bleibt ein bedeutendes Zeugnis der Bau- und Kulturgeschichte im Raum Düsseldorf. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Düsseldorf-Kalkum, Oberdorfstr.; Besichtigung: Park frei zugänglich; Info: Düsseldorf - Marketing Tourismus, Tel. +49(0)211-17202854,
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- ein Beispiel finden Sie unter "Sehenswertes entlang des Neckars". ÖPNV-Info: HSt. Schloss Kalkum (Bus 728, 749, 751, 760)
Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Düsseldorf, Schloss Eller
Schloss Eller in Düsseldorf blickt auf eine lange und vielschichtige Geschichte zurück, die bis ins 12. Jahrhundert reicht, als ein Rittergeschlecht namens Eller urkundlich erwähnt wird und an dieser Stelle die Wasserburg castrum Einere errichtete. Diese frühe Burganlage blieb bis ins 15. Jahrhundert im Besitz der Familie Eller und prägte über Generationen hinweg die Entwicklung des Ortes. Einen tiefgreifenden Wandel erlebte das Anwesen im Jahr 1448, als Ritter Adolf Quade den Besitz erwarb und die bestehende Wasserburg zu einer massiven Burganlage ausbauen ließ, die den gestiegenen militärischen und repräsentativen Anforderungen der Zeit entsprach. Aus dieser Ausbauphase hat sich bis heute ein Turm erhalten, der als markantes Relikt an die spätmittelalterliche Befestigung erinnert. Nach dem Tod von Ritter Adolf Quade im Jahr 1469 wechselte Schloss Eller mehrfach den Besitzer, was mit häufigen Nutzungsänderungen und einem allmählichen baulichen Niedergang einherging. Die fehlende kontinuierliche Pflege führte dazu, dass Teile der Anlage verfielen und ihre ursprüngliche Bedeutung als Adelssitz schrittweise verloren. Erst ab dem 18. Jahrhundert stabilisierte sich die Nutzung wieder, als das Anwesen als Amtswohnung für Oberjägermeister und Revierförster diente und damit eine funktionale Rolle innerhalb der landesherrlichen Verwaltung übernahm. Diese Nutzung trug dazu bei, zumindest Teile der Bausubstanz zu erhalten und das Schloss vor weiterem Verfall zu bewahren. Einen entscheidenden Wendepunkt markierte das Jahr 1938, als die Stadt Düsseldorf Schloss Eller erwarb und damit die Grundlage für eine öffentliche Verantwortung für den Erhalt des historischen Bauwerks schuf. Schloss Eller steht heute exemplarisch für die Entwicklung von einer mittelalterlichen Wasserburg über eine wehrhafte Burganlage hin zu einem Wohn- und Verwaltungssitz mit wechselnden Funktionen. Trotz zahlreicher Umbauten, Nutzungsänderungen und Phasen des Verfalls hat sich der historische Charakter der Anlage bis heute erhalten. Das Schloss vermittelt anschaulich die langen Linien der regionalen Geschichte und bleibt ein bedeutendes Zeugnis der Düsseldorfer Burgen- und Schlosslandschaft. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Düsseldorf-Eller, Heidelberger Str.; Besichtigung: nur vom Park aus.; Info: Düsseldorf - Marketing Tourismus, Tel. +49(0)211-17202854;
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Düsseldorf, Schloss Elbroich
Schloss Eller in Düsseldorf blickt auf eine lange und vielschichtige Geschichte zurück, die bis ins 12. Jahrhundert reicht, als ein Rittergeschlecht namens Eller urkundlich erwähnt wird und an dieser Stelle die Wasserburg castrum Einere errichtete. Diese frühe Burganlage blieb bis ins 15. Jahrhundert im Besitz der Familie Eller und prägte über Generationen hinweg die Entwicklung des Ortes. Einen tiefgreifenden Wandel erlebte das Anwesen im Jahr 1448, als Ritter Adolf Quade den Besitz erwarb und die bestehende Wasserburg zu einer massiven Burganlage ausbauen ließ, die den gestiegenen militärischen und repräsentativen Anforderungen der Zeit entsprach. Aus dieser Ausbauphase hat sich bis heute ein Turm erhalten, der als markantes Relikt an die spätmittelalterliche Befestigung erinnert. Nach dem Tod von Ritter Adolf Quade im Jahr 1469 wechselte Schloss Eller mehrfach den Besitzer, was mit häufigen Nutzungsänderungen und einem allmählichen baulichen Niedergang einherging. Die fehlende kontinuierliche Pflege führte dazu, dass Teile der Anlage verfielen und ihre ursprüngliche Bedeutung als Adelssitz schrittweise verloren. Erst ab dem 18. Jahrhundert stabilisierte sich die Nutzung wieder, als das Anwesen als Amtswohnung für Oberjägermeister und Revierförster diente und damit eine funktionale Rolle innerhalb der landesherrlichen Verwaltung übernahm. Diese Nutzung trug dazu bei, zumindest Teile der Bausubstanz zu erhalten und das Schloss vor weiterem Verfall zu bewahren. Einen entscheidenden Wendepunkt markierte das Jahr 1938, als die Stadt Düsseldorf Schloss Eller erwarb und damit die Grundlage für eine öffentliche Verantwortung für den Erhalt des historischen Bauwerks schuf. Schloss Eller steht heute exemplarisch für die Entwicklung von einer mittelalterlichen Wasserburg über eine wehrhafte Burganlage hin zu einem Wohn- und Verwaltungssitz mit wechselnden Funktionen. Trotz zahlreicher Umbauten, Nutzungsänderungen und Phasen des Verfalls hat sich der historische Charakter der Anlage bis heute erhalten. Das Schloss vermittelt anschaulich die langen Linien der regionalen Geschichte und bleibt ein bedeutendes Zeugnis der Düsseldorfer Burgen- und Schlosslandschaft. (c)WV
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Düsseldorf, Schloss Garath
Schloss Garath in Düsseldorf blickt auf eine außergewöhnlich lange und vielschichtige Geschichte zurück, die bis ins 9. Jahrhundert reicht, als an dieser Stelle bereits ein befestigtes Haus als Rittersitz bestand. Dieser frühe Adelssitz wurde im 13. Jahrhundert urkundlich erwähnt und entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einem wichtigen Herrschaftspunkt im südlichen Düsseldorfer Raum. Rund drei Jahrhunderte später ging der Besitz an die Familie von Velbrück über, die das Anwesen nachhaltig prägte und durch zahlreiche An- und Umbauten weiterentwickelte. Aus dieser Bauphase ist bis heute der markante Torturm aus dem Jahr 1620 erhalten, der als eindrucksvolles Relikt der historischen Befestigungsanlagen gilt und die wehrhafte Vergangenheit des Schlosses anschaulich widerspiegelt. Die Anlage wandelte sich im Laufe der Jahrhunderte von einem mittelalterlichen Rittersitz zu einem repräsentativen Landsitz, der zunehmend auf Wohnkomfort und standesgemäße Repräsentation ausgerichtet war. Einen besonderen gestalterischen Akzent erhielt Schloss Garath im 18. Jahrhundert, als der renommierte Architekt Nicolas de Pigage mit der Gestaltung der Gartenanlagen beauftragt wurde. Die Gärten wurden kunstvoll angelegt und schufen eine harmonische Verbindung von Architektur und Landschaft, die den ästhetischen Idealen der Zeit entsprach und den repräsentativen Charakter des Anwesens weiter unterstrich. Die sorgfältig komponierten Sichtachsen, Wegeführungen und Grünflächen spiegeln den Geschmack und das Naturverständnis des 18. Jahrhunderts wider und prägen das Umfeld des Schlosses bis heute. Einen weiteren entscheidenden Wandel erlebte Schloss Garath im Jahr 1912, als es an den Industriellen Albert von Burgsdorff verkauft wurde. Unter seiner Leitung erhielt das Schloss sein heutiges Erscheinungsbild, wobei umfangreiche Modernisierungen und Umgestaltungen vorgenommen wurden. Dabei gelang es, den historischen Charakter der Anlage zu bewahren und zugleich zeitgemäße Elemente zu integrieren, die den Wohn- und Nutzungsansprüchen des frühen 20. Jahrhunderts entsprachen. Schloss Garath vereint damit frühmittelalterliche Ursprünge, barocke Gartenkunst und moderne Umgestaltungen zu einem vielschichtigen Zeugnis regionaler Geschichte und ist ein anschauliches Beispiel für den stetigen Wandel adeliger Sitze im Raum Düsseldorf. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Düsseldorf-Garath, Garather Schlossallee 19; Besichtigung: Mo. - Fr. 8:30 - 17:30 Uhr; Infos: Schloss Garath, +49(0)211- 97080;
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- ein Beispiel finden Sie unter "Sehenswertes entlang des Neckars". ÖPNV-Info: HSt. Adam-Stegerwald-Str., S-Bahnhof D-Garath
Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Düsseldorf, Schloss Mickeln
Schloss Mickeln in Düsseldorf blickt auf eine lange und ereignisreiche Geschichte zurück, die bis ins Jahr 1122 reicht, als an dieser Stelle erstmals ein Fronhof Mickeln urkundlich erwähnt wurde und damit eine frühe landwirtschaftliche und herrschaftliche Nutzung belegt ist. Über viele Jahrhunderte hinweg prägte dieser Fronhof die Entwicklung des Anwesens und bildete die Grundlage für spätere bauliche Erweiterungen und Nutzungsformen. Einen tiefgreifenden Einschnitt erlebte das Anwesen im Jahr 1836, als ein verheerender Brand nahezu alle Gebäude zerstörte und lediglich die Grundmauern sowie die Vorburg erhalten blieben. Auf diesen historischen Fundamenten ließ Prosper Ludwig Herzog von Arenberg zwischen 1839 und 1842 ein neues Schloss errichten, das sich bewusst am Stil des Klassizismus orientierte und dem Anwesen eine neue architektonische Identität verlieh. Das klassizistische Schloss zeichnet sich durch klare Formen, ausgewogene Proportionen und eine zurückhaltende Eleganz aus, die den Geist des 19. Jahrhunderts widerspiegelt und zugleich den repräsentativen Anspruch des Bauherrn erkennen lässt. Die schlichte, harmonische Gestaltung hebt sich bewusst von früheren, stärker wehrhaften oder barocken Bauformen ab und verleiht Schloss Mickeln eine zeitlose Erscheinung. Eine besondere Bedeutung kommt den Garten- und Parkanlagen zu, die von dem renommierten Landschaftsarchitekten Maximilian Friedrich Weyhe entworfen wurden. Er verstand es, die vorhandenen Strukturen der alten Fronhöfe sowie die natürlichen Gegebenheiten der Rheinauen sensibel in die Gestaltung einzubeziehen und so eine Landschaft zu schaffen, die Architektur und Natur in Einklang bringt. Geschwungene Wege, gezielt gesetzte Baumgruppen und offene Wiesenflächen prägen den Charakter des Schlossparks und unterstreichen die ruhige, repräsentative Wirkung des Schlosses. Teile der ursprünglichen Bepflanzung aus dem 19. Jahrhundert sind bis heute erhalten geblieben und tragen wesentlich zur historischen Atmosphäre des Anwesens bei. Schloss Mickeln verbindet damit mittelalterliche Ursprünge, klassizistische Architektur und kunstvolle Landschaftsgestaltung zu einem geschlossenen Ensemble und zählt zu den eindrucksvollen historischen Schlossanlagen im Düsseldorfer Raum. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Düsseldorf, Alt-Himmelgeist 25; Besichtigung: vom Weg einsehbar; Info: Heinrich-Heine-Universität, Tel. +49(0)211-60187020;
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- ein Beispiel finden Sie unter "Sehenswertes entlang des Neckars". ÖPNV-Info: HSt. Alt-Himmelgeist (Bus 835)
Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Düsseldorf, Schloss Heltorf
Schloss Heltorf in Düsseldorf ist der traditionsreiche Familiensitz der Grafen von Spee und geht in seinen Ursprüngen auf eine mittelalterliche Burganlage zurück, die an dieser Stelle einen befestigten Adelssitz bildete. Im Jahr 1649 gelangte das Anwesen in den Besitz der Familie von Spee, die Schloss Heltorf über viele Generationen hinweg prägte, ausbaute und zu einem repräsentativen Landsitz weiterentwickelte. Die lange Kontinuität im Besitz einer Familie verlieh dem Anwesen eine besondere Geschlossenheit und trug maßgeblich zur Bewahrung seines historischen Charakters bei. Das heutige Schlossensemble setzt sich aus mehreren bedeutenden Bauwerken zusammen, die unterschiedliche Bauphasen widerspiegeln. Das klassizistische Hauptgebäude entstand in den Jahren 1822 bis 1827 und besticht durch seine klare Formensprache, ausgewogene Proportionen und eine elegante, bewusst zurückhaltende Gestaltung, die dem Geist des Klassizismus entspricht. Ergänzt wird das Hauptgebäude durch die Vorburg, die bereits 1693 errichtet wurde und einen anschaulichen Einblick in die frühere Nutzung und Organisation des adeligen Gutsbetriebs bietet. Diese ältere Bausubstanz verdeutlicht den Übergang von der wehrhaften Burg zum repräsentativen Schlossensemble. Besonders berühmt ist Schloss Heltorf für seinen weitläufigen Park, der zu den bedeutendsten historischen Parkanlagen der Region zählt. Der Park zeichnet sich durch einen außergewöhnlich alten Baumbestand und eine große Vielfalt an Gehölzen aus und gilt als botanische Besonderheit. Rund 600 verschiedene Baumarten sind hier vertreten, darunter zahlreiche seltene und exotische Exemplare, die dem Park eine besondere landschaftliche Qualität verleihen. Einen besonderen Ruf genießt der Park zudem wegen seiner eindrucksvollen Rhododendrenbestände, die vor allem zur Blütezeit ein prägendes Bild bieten. Schloss Heltorf verbindet mittelalterliche Wurzeln, klassizistische Architektur und herausragende Gartenkunst zu einem einzigartigen Gesamtensemble und bleibt ein bedeutendes Zeugnis adeliger Wohnkultur und Landschaftsgestaltung im Düsseldorfer Raum. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Düsseldorf-Angermund, Heltorfer Schlossallee 100; Besichtigung: privat, nur Parkbesichtigung, Eingang zum Park: Am Froschteich, Eintrittsgebühr Info: Fortsamt, Tel. +49(0)0203-746465, . +49(0)203-782586
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Düsseldorf, Ruine Kaiserpfalz
Die Ruine der Kaiserpfalz in Düsseldorf-Kaiserswerth gehört zu den geschichtsträchtigsten Orten am Niederrhein und reicht in ihren Ursprüngen weit vor die eigentliche Stadtgründung Düsseldorfs zurück. Bereits rund 400 Jahre zuvor errichtete der angelsächsische Missionar Suitbert an dieser Stelle ein Benediktinerkloster, das sich zu einem bedeutenden geistlichen Zentrum entwickelte und den Grundstein für die spätere Bedeutung des Ortes legte. Auf der strategisch günstig gelegenen Rheininsel ließ Kaiser Friedrich I., genannt Barbarossa, im 12. Jahrhundert eine Kaiserpfalz errichten, die zugleich dem Ort den Namen Kaiserswerth verlieh. Diese Pfalzanlage diente als repräsentativer Herrschaftssitz des Kaisers und als wichtiger politischer und militärischer Stützpunkt zur Kontrolle des Rheinverkehrs und der umliegenden Territorien. Die Kaiserpfalz entwickelte sich zu einem zentralen Machtort des Reiches, an dem Reichstage stattfanden und bedeutende politische Entscheidungen vorbereitet wurden. Im 11. Jahrhundert entstand zu Ehren des Klostergründers Suitbert eine große Basilika, die bis heute seinen Namen trägt und das geistliche Zentrum Kaiserswerths bildet. In dieser Kirche befindet sich ein im 14. Jahrhundert gefertigter Schrein mit den Reliquien des heiligen Suitbert, der als bedeutendes kunst- und kirchengeschichtliches Zeugnis gilt. Die wechselvolle Geschichte der Kaiserpfalz fand ihren dramatischen Höhepunkt zu Beginn des 18. Jahrhunderts, als die Anlage im Spanischen Erbfolgekrieg im Jahr 1702 gesprengt und weitgehend zerstört wurde, um sie militärisch unbrauchbar zu machen. Von der einst monumentalen Pfalz blieben nur Ruinen erhalten, die heute offen zugänglich sind und eindrucksvoll die frühere Größe und Bedeutung dieses Machtzentrums erahnen lassen. Die massiven Mauerreste, Türme und Fundamentstrukturen vermitteln bis heute ein lebendiges Bild mittelalterlicher Herrschaftsarchitektur und machen die Ruine der Kaiserpfalz zu einem zentralen Erinnerungsort der regionalen und überregionalen Geschichte. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Düsseldorf-Kaiserswerth; Besichtigung: frei zugänglich; Info: Tel. +49(0)211-172020;
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- ein Beispiel finden Sie unter "Sehenswertes entlang des Neckars". ÖPNV-Info: HSt. Klemensplatz (U79)
Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Engelskirchen, Schloss Ehreshoven
Schloss Ehreshoven zählt zu den bedeutendsten historischen Anwesen der Umgebung und wird erstmals im Jahr 1355 urkundlich erwähnt. Bis heute ist das Schloss von weitläufigen Wassergräben umgeben, die den ursprünglichen Charakter als Wasserburg bewahrt haben und der Anlage eine besonders reizvolle, fast abgeschlossene Wirkung verleihen. Das heutige Erscheinungsbild wird vor allem durch die imposanten barocken Schlossgebäude geprägt, die im 16. und 17. Jahrhundert entstanden und den Wandel von einer mittelalterlichen Burg zu einem repräsentativen Adelssitz deutlich machen. Diese Bauphase verlieh dem Anwesen seine harmonischen Proportionen, die klare Gliederung und den repräsentativen Anspruch, der bis heute sichtbar ist. Über einen außergewöhnlich langen Zeitraum, von 1396 bis 1920, befand sich Schloss Ehreshoven im Besitz der Familie von Nesselrode, einer der einflussreichsten Adelsfamilien der Region, die das Schloss über Generationen hinweg prägte und weiterentwickelte. Mit dem Tod der letzten Gräfin von Nesselrode endete diese Epoche, als sie das Anwesen der Rheinischen Ritterschaft vermachte. Diese richtete bereits 1924 auf dem Schlossgelände ein Fräuleinstift ein, das bis heute besteht und Frauen aus dem Adel eine standesgemäße Unterkunft bietet. Durch diese kontinuierliche Nutzung blieb Schloss Ehreshoven nicht nur erhalten, sondern bewahrte auch seine besondere kulturelle und soziale Funktion. Das Anwesen vermittelt damit eindrucksvoll die Verbindung von adeliger Wohnkultur, barocker Architektur und sozialer Tradition über viele Jahrhunderte hinweg. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Engelskirchen-Ehreshoven; Besichtigung: vom Tor und den umlaufenden Wegen gut einsehbar, privat; Info: Gemeinde Engelskirchen, Tel. +49(0)2263-83.0
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Engelskirchen, Komturei Ehreshoven
Die Komturei Ehreshoven war ursprünglich ein Gutshof, der eng mit dem benachbarten Schloss Ehreshoven verbunden war und über Jahrhunderte hinweg eine wichtige wirtschaftliche und funktionale Rolle innerhalb des Schlossensembles einnahm. Als Teil der historischen Guts- und Verwaltungsstruktur diente sie der Versorgung und Organisation der umfangreichen Ländereien und prägte das Alltagsleben rund um das Schloss maßgeblich mit. In jüngerer Zeit wurde die Komturei aufwendig und mit großem Respekt vor der historischen Bausubstanz restauriert, sodass sie heute in neuem Glanz erscheint und ihre architektonische Qualität wieder voll zur Geltung kommt. Bei der Restaurierung wurde besonderer Wert darauf gelegt, den historischen Charakter der Gebäude zu bewahren und zugleich eine zeitgemäße Nutzung zu ermöglichen. Heute erfüllt die Komturei Ehreshoven eine neue Aufgabe als modernes Tagungs- und Fortbildungszentrum, das sich durch eine gelungene Verbindung von Geschichte und Gegenwart auszeichnet. Die historischen Mauern, Gewölbe und Fassaden schaffen eine besondere Atmosphäre, während die Innenräume mit moderner Technik und komfortabler Ausstattung versehen wurden, um den Anforderungen von Seminaren, Fortbildungen und Veranstaltungen gerecht zu werden. Dadurch entstand ein Ort, der sowohl funktional als auch atmosphärisch überzeugt und vielfältige Nutzungsmöglichkeiten bietet. Die Komturei ist damit nicht nur ein Beispiel für gelungene Denkmalpflege, sondern auch für die nachhaltige Weiterentwicklung historischer Bausubstanz. Besucher und Teilnehmer erleben hier einen Ort, an dem Geschichte spürbar bleibt und zugleich moderne Arbeits- und Begegnungsformen ihren Platz finden. Die Komturei Ehreshoven steht damit exemplarisch für den behutsamen Wandel eines historischen Gutshofes zu einem lebendigen und zeitgemäßen Zentrum mit kultureller und gesellschaftlicher Bedeutung. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Engelskirchen, Ehreshoven 27; Besichtigung: nach Vereinbarung; Info: Malteser Kommende Ehreshoven, Tel. +49(0)2263-800-0
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Engelskirchen, Haus Alsbach
Haus Alsbach geht auf ein historisches Anwesen zurück, das zwischen 1622 und 1627 errichtet wurde und vermutlich einen älteren Vorgängerbau aus dem 14. Jahrhundert ersetzte. Diese lange Baukontinuität spiegelt die Bedeutung des Standortes wider, der über Jahrhunderte hinweg als Wohn- und Wirtschaftssitz genutzt wurde. Das Herrenhaus wurde im Jahr 1896 umfassend verändert und an die damaligen Wohn- und Nutzungsansprüche angepasst, wobei ältere Baustrukturen teilweise überformt, der grundsätzliche Charakter des Anwesens jedoch bewahrt wurde. Bis heute ist das Herrenhaus von einem Wassergraben umgeben, der nicht nur einen wichtigen Teil der ursprünglichen Wehr- und Schutzfunktion erkennen lässt, sondern auch maßgeblich zur malerischen Wirkung der Anlage beiträgt. Dieser Wassergraben verleiht Haus Alsbach eine ruhige, abgeschlossene Atmosphäre und unterstreicht den Charakter eines klassischen Adelssitzes. Im Nordwesten des Herrenhauses befindet sich die Vorburg, die das Ensemble sinnvoll ergänzt und einen anschaulichen Eindruck von der früheren Organisation des Gutes vermittelt. Sie verdeutlicht die funktionale Trennung von Wohn- und Wirtschaftsbereichen und lässt Rückschlüsse auf den Alltag und die Arbeitsabläufe vergangener Jahrhunderte zu. Haus Alsbach präsentiert sich damit als eindrucksvolles Beispiel für die Entwicklung eines historischen Anwesens, in dem mittelalterliche Ursprünge, frühneuzeitliche Bauphasen und spätere Umbauten zu einem harmonischen Gesamtbild zusammengewachsen sind. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Engelskirchen; Besichtigung: nur außen; Info: Gemeinde Engelskirchen, Tel. +49(0)2263-83.0
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Engelskirchen, Haus Ley
Haus Ley ist ein historisches Anwesen, das erstmals im 15. Jahrhundert urkundlich erwähnt wurde und bereits zu dieser Zeit als herrschaftlicher Sitz mit zugehörigen Wirtschaftsgebäuden bestand. Die frühe Nennung belegt die Bedeutung des Gutes innerhalb der ländlich geprägten Umgebung und verweist auf eine lange Phase kontinuierlicher Nutzung und Bewirtschaftung. Über die Jahrhunderte hinweg blieb Haus Ley eng mit der landwirtschaftlichen Nutzung verbunden, wobei sich die baulichen Strukturen schrittweise den jeweiligen Anforderungen anpassten. Trotz dieser Veränderungen ist der historische Charakter der Anlage bis heute gut erkennbar geblieben. Die erhaltenen Gebäude vermitteln anschaulich, wie Wohn- und Wirtschaftsbereiche früher miteinander verbunden waren und welchen Stellenwert Landwirtschaft für den Wohlstand und die Versorgung eines solchen Anwesens hatte. Auch die Anordnung der Hofgebäude und die solide Bauweise spiegeln die funktionale und zugleich repräsentative Gestaltung ländlicher Herrensitze vergangener Jahrhunderte wider. Heute wird Haus Ley weiterhin als landwirtschaftlicher Betrieb genutzt, wodurch sich eine bemerkenswerte Kontinuität von der historischen Nutzung bis in die Gegenwart fortsetzt. Das Anwesen bietet damit einen authentischen Einblick in die Entwicklung landwirtschaftlicher Gutshöfe und die ländliche Lebens- und Arbeitswelt früherer Zeiten und stellt ein anschauliches Zeugnis regionaler Bau- und Wirtschaftsgeschichte dar. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Engelskirchen; Besichtigung: nur außen, privat; Info: Gemeinde Engelskirchen, Tel. +49(0)2263-83.0
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Erkrath, Haus Morp
Haus Morp in Erkrath zählt zu den historisch bedeutenden Anwesen der Region und wurde erstmals im Jahr 1144 urkundlich erwähnt, was auf eine sehr frühe Besiedlungs- und Nutzungsgeschichte hinweist. Ursprünglich als Wasserburg angelegt, erfüllte das Anwesen nicht nur eine schützende Funktion, sondern war zugleich Ausdruck herrschaftlicher Präsenz und regionaler Machtstrukturen. Eine weitere urkundliche Erwähnung aus dem Jahr 1282 bezeichnet Haus Morp als Zehnthof der Honschaft Morp, wodurch seine Rolle als zentrales Verwaltungs- und Wirtschaftszentrum besonders deutlich wird. Als Zehnthof war das Anwesen eng in die landwirtschaftliche Organisation und Abgabenstruktur der Umgebung eingebunden und bildete einen wichtigen Knotenpunkt für die Versorgung und Verwaltung der umliegenden Ländereien. Diese Funktion prägte Haus Morp über viele Jahrhunderte hinweg und verlieh ihm eine nachhaltige Bedeutung innerhalb der regionalen Siedlungs- und Herrschaftsgeschichte. Neben seiner wirtschaftlichen Rolle besaß das Anwesen auch eine ausgeprägte religiöse Dimension, die sich in einer besonderen Tradition widerspiegelt. Alljährlich findet am 14. September eine Prozession der Stiftsdamen statt, die an eine Kapelle erinnert, die sich einst auf dem Gelände von Haus Morp befand und für die geistliche Betreuung der Bevölkerung von großer Bedeutung war. Diese Prozession ist bis heute ein lebendiges Zeugnis der engen Verbindung zwischen dem Anwesen, kirchlichem Leben und lokaler Gemeinschaft. Haus Morp vereint damit mittelalterliche Wehr- und Verwaltungsfunktionen, wirtschaftliche Bedeutung und religiöse Traditionen zu einem vielschichtigen historischen Ort, der die Entwicklung der Region Erkrath über Jahrhunderte hinweg anschaulich widerspiegelt und als wichtiger Bestandteil des kulturellen Erbes erhalten geblieben ist. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Ort: Erkrath, Düsseldorfer Str.; Besichtigung: nur vom Parkplatz, privat; Info: Stadtverwaltung, Tel. +49(0)211-2407.3202
Ort: Erkrath, Parkstr. 10; Besichtigung: tagsüber offen; Info: Stadtverwaltung, Tel. +49(0)211-24070
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Erkrath, Haus Brück
Haus Brück in Erkrath wurde Ende des 14. Jahrhunderts erstmals urkundlich als Gut zu der bruggen erwähnt und zählt zu den anschaulichen Beispielen rheinischer Wasserburgen mit gut erhaltener historischer Struktur. Das Anwesen entwickelte sich aus einem befestigten Gutshof und erfüllte über Jahrhunderte hinweg sowohl wohnliche als auch wirtschaftliche und defensive Funktionen. Charakteristisch ist das dreiteilige Gebäudeensemble, das sich aus einem markanten Wehrturm, der Vorburg und dem umgebenden Park zusammensetzt und die ursprüngliche Organisation der Anlage noch deutlich erkennen lässt. Der Wehrturm bildete den Kern der Burg und diente als Schutz- und Verteidigungsbau, dessen massive Bauweise die einstige wehrhafte Bedeutung von Haus Brück eindrucksvoll widerspiegelt. Die Vorburg ergänzte das Hauptgebäude funktional und nahm Räume für Verwaltung, Lagerung und alltägliche Arbeiten auf, wodurch sie ein wichtiges Element des wirtschaftlichen Betriebs darstellte. Diese klare Gliederung macht die historische Nutzung der Wasserburg bis heute gut nachvollziehbar. Der angrenzende Park verleiht dem Anwesen eine ruhige, landschaftlich reizvolle Umgebung und bildet einen harmonischen Übergang zwischen Architektur und Natur. Er unterstreicht den Wandel der Anlage von einem wehrhaften Adelssitz zu einem repräsentativen Gut mit stärkerem Wohn- und Erholungscharakter. Haus Brück vermittelt damit einen lebendigen Eindruck von der Entwicklung mittelalterlicher Wasserburgen im Bergischen Land und bleibt ein bedeutendes Zeugnis regionaler Bau- und Kulturgeschichte im Raum Erkrath. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Erkrath, Mettmanner Str.; Besichtigung: nur vom Weg, privat; Info: Stadtverwaltung, Tel. +49(0)211-2407.3202
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Die Wasserburg Haus Unterbach zählt zu den bedeutenden historischen Adelssitzen der Region und lässt sich in ihren Ursprüngen bis ins 12. Jahrhundert zurückverfolgen. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Anlage im Jahr 1161, was ihre frühe Bedeutung als befestigter Wohn- und Wirtschaftssitz unterstreicht. Im Jahr 1461 gelangte der zugehörige Fronhof in den Besitz der Familie Quade, die das Anwesen über Generationen hinweg prägte und weiterentwickelte. Wie viele Burgen dieser Art war auch Haus Unterbach im Laufe der Jahrhunderte von Zerstörungen, Umbauten und Veränderungen betroffen, wobei insbesondere kriegerische Auseinandersetzungen und strukturelle Anpassungen ihre Spuren hinterließen. Dennoch gelang es durch umfangreiche Erneuerungsarbeiten im Jahr 1618, wesentliche Teile der historischen Substanz zu bewahren und in die damalige Baugestaltung einzubinden. Bis heute sind eindrucksvolle Überreste der mittelalterlichen Anlage erhalten geblieben, darunter Teile der Ringmauer, ein markanter quadratischer Turm sowie die historische Tordurchfahrt, die einen anschaulichen Eindruck von der ursprünglichen Wehrhaftigkeit der Wasserburg vermitteln. Diese Bauelemente verdeutlichen die defensive Funktion der Anlage ebenso wie ihren Anspruch als repräsentativer Adelssitz. Eine besondere Ergänzung erfährt das Ensemble durch den umgebenden Park, der im 19. Jahrhundert nach Plänen des Gartenarchitekten Maximilian Weyhe gestaltet wurde. Der Park verleiht Haus Unterbach eine malerische, landschaftliche Einbettung und bildet einen reizvollen Kontrast zur mittelalterlichen Bausubstanz. Innerhalb der Parkanlage befinden sich zudem die Grabstätten der letzten Besitzer des Hauses, was die enge Verbindung von Geschichte, Landschaft und persönlichem Schicksal zusätzlich unterstreicht. Haus Unterbach präsentiert sich damit als eindrucksvolles Zeugnis der regionalen Burgen- und Gutshofgeschichte, in dem sich mittelalterliche Wehrarchitektur, frühneuzeitliche Erneuerungen und landschaftliche Gestaltung des 19. Jahrhunderts zu einem stimmigen Gesamtbild verbinden. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Erkrath-Unterfeldhaus, Gerresheimer Landstr. 63; Besichtigung: nach Absprache;
Info: Untere Denkmalbehörde, Tel. +49(0)2104-46169
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Haan, Haus Quall
Haus Quall in Haan blickt auf eine außergewöhnlich lange Geschichte zurück, die bis ins Jahr 1135 reicht, als das Anwesen erstmals urkundlich als Klosterhof mit der Bezeichnung Curtem in Grucena erwähnt wurde. In dieser Urkunde sprach Kaiser Barbarossa dem Kloster Knechtsteden einen Bauernhof zu und legte damit den Grundstein für die über Jahrhunderte währende Entwicklung des Hofes. Ursprünglich diente Haus Quall als landwirtschaftlich genutzter Klosterhof und war eng in die kirchliche Grundherrschaft und die Versorgung des Umlandes eingebunden. Diese frühe Funktion prägte den Charakter des Anwesens über lange Zeit und machte es zu einem wichtigen wirtschaftlichen Bestandteil der Region. Im 16. Jahrhundert erfuhr Haus Quall eine grundlegende Umgestaltung, als der bisherige Hof zu einer Wasserburg ausgebaut wurde. Mit dieser baulichen Veränderung erhielt das Anwesen ein wehrhaftes und zugleich repräsentatives Erscheinungsbild, das den gestiegenen Sicherheitsanforderungen und dem Standesbewusstsein der Zeit entsprach. Wassergräben, massive Mauern und eine geschlossene Anlageform verliehen Haus Quall nun den Charakter eines befestigten Adelssitzes, wie er für diese Epoche typisch war. Im Laufe der folgenden Jahrhunderte verlor die Burg ihre militärische Bedeutung, blieb jedoch als historischer Gebäudekomplex erhalten. Einen entscheidenden Wendepunkt in der jüngeren Geschichte markiert das Jahr 1968, als die Gemeinde Gruiten die verbliebenen Gebäude des Anwesens übernahm. In der Folge engagierte sich der Förderverein Haus am Quall mit großem persönlichem Einsatz und erheblicher Eigenleistung für die Restaurierung und den Erhalt der historischen Bausubstanz. Durch dieses Engagement konnte Haus Quall vor weiterem Verfall bewahrt und als bedeutendes Zeugnis regionaler Geschichte gesichert werden. Heute steht das Anwesen exemplarisch für den Wandel vom mittelalterlichen Klosterhof über die frühneuzeitliche Wasserburg bis hin zu einem identitätsstiftenden Kulturdenkmal und verdeutlicht eindrucksvoll die historische Entwicklung des Raumes Haan über viele Jahrhunderte hinweg. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Haan-Gruiten, Am Quall 1; Besichtigung: auf Anfrage; Info: Tel. +49(0)2104-62806; ÖPNV-Info: Haan-Gruiten, Bf. Gruiten
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Hennef, Schloss Allner
Schloss Allner ist ein geschichtsträchtiges Anwesen in Hennef, das erstmals im Jahr 1420 urkundlich erwähnt wurde und über viele Jahrhunderte hinweg als Rittersitz bedeutender Adelsfamilien aus dem Bergischen Land diente. Als Herrschaftszentrum prägte das Schloss die regionale Geschichte maßgeblich und entwickelte sich im Laufe der Zeit durch zahlreiche bauliche Veränderungen und Erweiterungen zu einer repräsentativen Anlage. Diese Umbauten spiegeln die wechselnden Anforderungen und Wohnvorstellungen der jeweiligen Besitzer wider und verleihen dem Schloss seine vielschichtige architektonische Gestalt. Im 20. Jahrhundert geriet Schloss Allner zunehmend in einen stark renovierungsbedürftigen Zustand, wodurch sein Fortbestand zeitweise gefährdet war. Um das Jahr 1980 erfolgte schließlich eine umfassende Sanierung, bei der das historische Gebäude behutsam instand gesetzt und zu modernen Eigentumswohnungen umgebaut wurde. Diese Umnutzung bewahrte die historische Substanz vor dem Verfall und ermöglichte zugleich eine zeitgemäße Nutzung, sodass Schloss Allner heute als gelungenes Beispiel für die Verbindung von denkmalgeschützter Architektur und moderner Wohnkultur gilt. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Hennef-Allner; Besichtigung: nur vom Weg, privat; Info: Tourist Information Stadt Hennef, Tel. +49(0)2242-19433
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Hennef, Burg und Stadt Blankenberg
Hoch auf einem Felssporn über der Sieg liegt die Stadt Blankenberg, die als einzige Titularstadt Nordrhein-Westfalens mit ihrer eindrucksvollen Burganlage, der Katharinenkirche, den erhaltenen Tortürmen und den weitläufigen Mauerruinen einen außergewöhnlichen Einblick in das mittelalterliche Stadtleben bietet. Die historisch gewachsene Stadtanlage bewahrt bis heute ihren ursprünglichen Charakter und vermittelt anschaulich die Bedeutung Blankenbergs als regionales Macht- und Verwaltungszentrum vergangener Jahrhunderte. Die Burg Blankenberg, die noch vor dem Jahr 1180 von den Grafen von Sayn errichtet wurde, gilt als Keimzelle der Stadt und zählt zu den am besten erhaltenen Beispielen einer hochmittelalterlichen Großburganlage im Rheinland. Sie umfasst die Hauptburg, die Vorburg sowie die klar gegliederte Alt- und Neustadt und liegt strategisch günstig über dem Siegtal, was ihre Funktion als Herrschaftssitz und Sicherungsanlage unterstreicht. Im Jahr 1245 erhielt Blankenberg die Stadtrechte, die bis 1805 bestanden und der Stadt über Jahrhunderte hinweg besondere Privilegien sowie wirtschaftliche und politische Bedeutung verliehen. Auch wenn diese Rechte heute nur noch historischer Natur sind, ist der Titel „Stadt“ bis heute fester Bestandteil des Ortsnamens und Ausdruck des reichen geschichtlichen Erbes. Die imposanten Überreste der Burg mit ihrem markanten Wehrturm und den Ruinen erzählen von Macht, Verteidigung und Alltag im Mittelalter und verleihen dem Ort eine eindrucksvolle Atmosphäre. Die Verbindung aus gut erhaltener Bausubstanz, einzigartiger Lage und historischer Geschlossenheit macht Burg und Stadt Blankenberg zu einem besonders reizvollen Ziel für kultur- und geschichtsinteressierte Besucher. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Hennef-Stadt Blankenberg; Besichtigung: Stadtrundgänge durch Blankenberg, Katharinentor; Info: Tourist Information Tel. +49(0)2242-19433,
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Hückeswagen, Schloss Hückeswagen
Auf einem markanten Bergsporn erhebt sich seit dem späten 12. Jahrhundert die historische Burganlage, die das Ortsbild bis heute prägt und weithin sichtbar über dem Tal thront. Der Bau entstand vermutlich im Zeitraum zwischen 1138 und 1217 und wurde als wehrhafte Höhenburg mit dem Grundriss eines unregelmäßigen Vierecks angelegt. Jede der vier Ecken war mit einem Turm gesichert, was der Anlage eine hohe Verteidigungsfähigkeit verlieh. Zusätzlich verstärkte ein weiterer Turm an der nordwestlichen Wehrmauer den Schutz und unterstrich die strategische Bedeutung des Standortes. Die erstmals 1397 urkundlich belegte Bezeichnung als Schloss verdeutlicht den Wandel von einer reinen Wehranlage hin zu einem repräsentativen Adelssitz, der zunehmend auch Wohn- und Verwaltungsfunktionen übernahm. Nach dem Jahr 1800 verlor die Anlage ihre ursprüngliche Nutzung als Adelssitz und stand längere Zeit leer, wodurch ein allmählicher baulicher Verfall einsetzte. Erst durch umfassende Restaurierungs- und Sicherungsmaßnahmen gelang es, die historische Substanz zu bewahren und das Bauwerk dauerhaft zu erhalten. Heute wird die Anlage wieder aktiv genutzt und erfüllt öffentliche Aufgaben, wodurch sie fest im kulturellen Leben verankert ist. Im Westflügel befindet sich die Stadtverwaltung, während der Nordflügel ein Heimatmuseum beherbergt, das die Geschichte der Region und die Entwicklung der Burg anschaulich dokumentiert. Das Schloss vermittelt damit eindrucksvoll den Wandel von der mittelalterlichen Wehrburg über den herrschaftlichen Adelssitz bis hin zu einem lebendigen Ort öffentlicher Nutzung und kultureller Erinnerung. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Hückeswagen, Altstadt; Besichtigung: außen jederzeit, Rathaus Mo. - Fr. 9 - 12 Uhr, Do. zusätzlich 15 - 18 Uhr; Info: Tel. +49(0)2192-880
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Kürten, Gut Hungenbach
Gut Hungenbach stellt ein außergewöhnliches Beispiel für die Bewahrung und Wiederbelebung historischer Fachwerkarchitektur dar und vermittelt ein lebendiges Bild regionaler Bau- und Alltagsgeschichte. Auf dem Gelände wurden zahlreiche Fachwerkhäuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert originalgetreu wieder aufgebaut, die zuvor im Rheinisch-Bergischen Land standen und dort vom Verfall oder Abriss bedroht waren. Durch ihre sorgfältige Umsetzung und fachgerechte Restaurierung entstand ein historisches Ensemble, das die Bauweisen, Proportionen und handwerklichen Techniken vergangener Jahrhunderte anschaulich erlebbar macht. Die Anlage bewahrt damit nicht nur einzelne Gebäude, sondern ein ganzes Stück gewachsener Kulturlandschaft. Zu den besonders bedeutenden Bauwerken zählt das Wohnhaus von Johann Heinrich Jung-Stilling, einem bekannten Augenarzt, Schriftsteller und engen Freund Goethes, dessen Lebensweg eng mit der geistigen und kulturellen Entwicklung seiner Zeit verbunden war. Das Haus vermittelt eindrucksvoll die schlichten, aber funktionalen Wohnverhältnisse eines gebildeten Bürgers des 18. Jahrhunderts. Ergänzt wird das Ensemble durch ein erhaltenes Stallgebäude aus dem 18. Jahrhundert, das die landwirtschaftliche Nutzung und den engen Zusammenhang von Wohnen und Arbeiten dokumentiert. Darüber hinaus beherbergt Gut Hungenbach eine umfangreiche Sammlung von etwa 200 bis 300 Jahre alten Einrichtungs- und Gebrauchsgegenständen, die vom täglichen Leben, vom Handwerk und von der bäuerlichen Wirtschaft vergangener Generationen erzählen. Möbel, Werkzeuge und Haushaltsgegenstände vermitteln einen authentischen Eindruck vom Alltag früherer Zeiten und machen Geschichte unmittelbar nachvollziehbar. Gut Hungenbach ist damit nicht nur ein architektonisch reizvolles Ensemble, sondern auch ein bedeutender Ort der regionalen Erinnerungskultur, an dem Baugeschichte, Alltagsleben und kulturelles Erbe in besonderer Weise zusammengeführt werden. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Kürten-Hungenbach; Besichtigung: außen möglich, Hotel; Info: Tel. +49(0)2268-6071
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Langenfeld, Gut Dückeberg
Gut Dückeberg in Langenfeld blickt auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurück und zählt zu den historischen Anwesen der Region, deren Entwicklung eng mit dem lokalen Adel und der landwirtschaftlichen Nutzung verbunden ist. Bereits vor 1466 befand sich das von Wassergräben umgebene Gut im Besitz der Herren von Zobbe und Sleberg, was auf seine frühe Bedeutung als befestigter und zugleich wirtschaftlich genutzter Hof hindeutet. Die Wassergräben dienten nicht nur dem Schutz, sondern unterstrichen auch den herrschaftlichen Charakter des Anwesens. In der Folgezeit ging Gut Dückeberg in den Besitz der Familie von Etzbach über, die das Gut über mehr als zwei Jahrhunderte hinweg bewirtschaftete und als Wohnsitz nutzte. Diese lange Phase der Kontinuität prägte das Erscheinungsbild und die Struktur des Gutes nachhaltig und machte es zu einem festen Bestandteil der regionalen Kulturlandschaft. Im 17. Jahrhundert übernahm die Familie Spieß von Büllesheim das Anwesen, eine adelige Familie, die Gut Dückeberg weiterführte und ebenfalls als Lebensmittelpunkt nutzte. Diese Epoche endete abrupt mit einem verheerenden Brand im Jahr 1795, der große Teile der Anlage zerstörte und die bauliche Substanz schwer beschädigte. Trotz dieses einschneidenden Ereignisses blieb Gut Dückeberg im historischen Gedächtnis der Region verankert und verlor seine Bedeutung als Zeugnis adeliger Gutshofkultur nicht. Die erhaltenen Reste der Anlage sowie die noch erkennbaren Wassergräben lassen die frühere Ausdehnung und den einstigen repräsentativen Charakter des Gutes erahnen. Sie vermitteln einen anschaulichen Eindruck von der historischen Funktion des Anwesens und von den wechselnden Besitzverhältnissen, die seine Entwicklung über Jahrhunderte hinweg geprägt haben. Gut Dückeberg steht damit beispielhaft für die Geschichte ländlicher Adelssitze im Rheinland und bietet einen stillen, aber eindrucksvollen Einblick in vergangene Lebens- und Wirtschaftsformen der Region. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Langenfeld, Reusrather Str.; Besichtigung: vom Weg einsehbar, privat; Info: Stadtverwaltung - Pressebüro, Tel. +49(0)2173-794.250
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Langenfeld, Wasserburg Haus Graven
Die Wasserburg Haus Graven in Langenfeld geht in ihren Ursprüngen auf die Zeit um 1300 zurück, als sie als steinerne Ritterburg errichtet wurde und eine ältere mittelalterliche Holz-Erdeburg ersetzte, die zuvor an gleicher Stelle bestanden hatte. Ihre erste urkundliche Erwähnung datiert aus dem Jahr 1364 und belegt die Bedeutung der Anlage als adeliger Wohn- und Herrschaftssitz des Rittergeschlechts von Graven, das der Burg ihren Namen gab. Die Lage in einer wasserreichen Niederung sowie die Umwehrung durch einen Wassergraben verliehen der Burg nicht nur Schutz, sondern unterstrichen auch ihren repräsentativen Charakter. Über die Jahrhunderte hinweg erlebte Haus Graven zahlreiche Veränderungen, Besitzerwechsel und bauliche Anpassungen, die den jeweiligen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen folgten. Eine besonders einschneidende Zäsur stellte der Dreißigjährige Krieg dar, in dessen Verlauf die Burg zerstört wurde und ihre ursprüngliche Funktion als befestigter Adelssitz verlor. Der Wiederaufbau erfolgte nur teilweise, sodass sich die Anlage in der Folgezeit auf einen reduzierten Gebäudebestand beschränkte. Die heute erhaltenen Bauwerke an der Südwestfront der ehemaligen Burganlage stammen überwiegend aus dem 17. und 18. Jahrhundert und gehen auf die letzten Eigentümer zurück, die Haus Graven noch als Wohn- und Wirtschaftssitz nutzten. Diese Gebäude, die bis heute von einem Wassergraben umgeben sind, vermitteln einen anschaulichen Eindruck von der späteren Entwicklung der Burg und von der Bauweise jener Zeit. Trotz des Verlustes großer Teile der ursprünglichen Befestigungen bleibt Haus Graven ein wichtiges Zeugnis der regionalen Burgenlandschaft und der mittelalterlichen Adelsherrschaft im Raum Langenfeld. Die verbliebene Bausubstanz und die landschaftliche Einbindung lassen die bewegte Geschichte der Anlage nachvollziehen und machen Haus Graven zu einem stillen, aber eindrucksvollen historischen Ort innerhalb der rheinischen Kulturlandschaft. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Langenfeld-Wiescheid, Graf-von-Mirbach-Weg; Besichtigung: privat, Stadtverwaltung - Pressebüro, Tel. +49(0)2173-794.250
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Leichlingen, Eicherhof
Der Eicherhof in Leichlingen blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück, die eng mit der wirtschaftlichen Entwicklung der Region verbunden ist. Um 1715 befand sich das Anwesen im Besitz des Kölner Bankiers Wilhelm Hack, der in Leichlingen zwei Kupferhämmer errichten ließ und damit die frühe industrielle Nutzung der Wasserkraft in diesem Raum maßgeblich förderte. Der Eicherhof war in dieser Zeit nicht nur landwirtschaftlicher Mittelpunkt, sondern auch Teil eines wirtschaftlichen Netzwerks, das Handwerk, Handel und Finanzwesen miteinander verband. Nach dem Tod von Wilhelm Hack ging das Anwesen an seinen Neffen Jacob Wilhelm Behagel über, der die Bedeutung des Standortes erkannte und eine grundlegende Neugestaltung veranlasste. In den Jahren 1762 und 1763 ließ Behagel mit den Steinen des ursprünglichen Eicherhofs das Schloss Eicherhof errichten und schuf damit einen repräsentativen Adelssitz, der den gestiegenen Ansprüchen an Wohnkomfort und Standesrepräsentation entsprach. Das Schloss präsentiert sich als barockes Herrenhaus mit klar gegliederter Fassade und ausgewogenen Proportionen, die Eleganz und Zurückhaltung miteinander verbinden. Ergänzt wird das Herrenhaus durch zwei parallel angeordnete Nebengebäude, die den Wirtschaftshof bilden und dem Ensemble eine geschlossene, harmonische Struktur verleihen. Diese Bauten verdeutlichen die enge Verbindung von repräsentativem Wohnen und funktionaler Nutzung, wie sie für barocke Gutshöfe und Landsitze typisch ist. Schloss Eicherhof steht damit beispielhaft für den Wandel vom wirtschaftlich geprägten Hof hin zu einem barocken Landsitz und vermittelt bis heute einen anschaulichen Eindruck von der Bau- und Wirtschaftsgeschichte Leichlingens im 18. Jahrhundert. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Leichlingen, Eicherhof 13, Besichtigung: privat, Info: Tourismusbüro Tel. +49(0)2175-992.102
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Leichlingen, Haus Vorst
Haus Vorst erhebt sich eindrucksvoll über dem Tal der Wupper und zählt zu den geschichtlich vielschichtigen Adelssitzen im Raum Leichlingen, deren Entwicklung mehrere Jahrhunderte umfasst. Ursprünglich als einfaches Bauerngut angelegt, wandelte sich das Anwesen im Laufe der Zeit zunächst zu einem befestigten Rittersitz und später zu einem repräsentativen Jagdschloss, was die steigende Bedeutung und den gesellschaftlichen Rang seiner Besitzer widerspiegelt. Die Lage oberhalb des Wuppertals bot sowohl strategische Vorteile als auch einen landschaftlich reizvollen Rahmen, der den repräsentativen Charakter der Anlage zusätzlich unterstrich. Die ursprüngliche Burganlage wurde im Jahr 1795 von französischen Soldaten zerstört und damit ein wesentlicher Teil der mittelalterlichen Bausubstanz vernichtet. An ihre Stelle trat in den Jahren 1832 und 1833 das heutige Herrenhaus, das den Zeitgeschmack des 19. Jahrhunderts aufgreift und Haus Vorst eine neue architektonische Prägung verlieh. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts wechselte das Anwesen mehrfach den Besitzer und befand sich im Eigentum verschiedener rheinischer und westfälischer Adelsgeschlechter, was die überregionale Bedeutung des Sitzes verdeutlicht und zugleich die wechselnden politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen widerspiegelt. Trotz der Zerstörungen des ausgehenden 18. Jahrhunderts blieben einzelne Teile der mittelalterlichen Burg erhalten, darunter der Bergfried und Abschnitte der Ringmauer aus dem 14. und 15. Jahrhundert, die als einzige Relikte der ursprünglichen Befestigungsanlage gelten. In den Jahren 1986 und 1987 wurden diese historischen Überreste sorgfältig restauriert und damit dauerhaft gesichert. Sie vermitteln bis heute einen anschaulichen Eindruck von der Wehrarchitektur des Mittelalters und schlagen eine sichtbare Brücke zwischen der frühen Geschichte des Rittersitzes und der späteren Nutzung als Herren- und Jagdhaus. Haus Vorst vereint damit bäuerliche Ursprünge, mittelalterliche Wehrarchitektur und neuzeitliche Wohnkultur zu einem vielschichtigen Zeugnis regionaler Geschichte im Wuppertal. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Leichlingen, Besichtigung: von außen, Burghof tagsüber offen, Info: +49(0)2175-71126
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Leichlingen, Haus Nesselrath
Haus Nesselrath in Leichlingen war einst eine bedeutende Burganlage und zählt heute zu den historischen Orten der Region, deren Geschichte vor allem durch erhaltene Fragmente nachvollziehbar bleibt. Die Burg wurde im Jahr 1536 neu errichtet und erfuhr in dieser Zeit eine umfassende bauliche Ausgestaltung, die den Übergang vom mittelalterlichen Wehrbau zu einer stärker repräsentativen Anlage widerspiegelt. Von der ehemals weitläufigen Burg sind heute noch Teile der Vorburg sowie das markante Torhaus erhalten, das mit seiner spitzbogigen Durchfahrt und dem Fachwerk im Giebel typische Gestaltungselemente der Renaissancezeit zeigt. Diese Bauteile vermitteln einen anschaulichen Eindruck von der architektonischen Formensprache des 16. Jahrhunderts und lassen Rückschlüsse auf den einstigen Anspruch und die Funktion der Anlage zu. Als einzige Überreste der älteren Bauphasen gelten die Mauerreste der Ringmauer, die noch aus dem Mittelalter stammen und von der ursprünglichen Größe sowie der Wehrhaftigkeit der Burg zeugen. Über die Jahrhunderte hinweg führten Zerstörungen, Umbauten und Vernachlässigung zu einem allmählichen Verfall der Anlage, sodass große Teile der einstigen Bebauung verloren gingen. Dennoch besitzt Haus Nesselrath bis heute einen hohen historischen Aussagewert, da die erhaltenen Strukturen die verschiedenen Bauphasen und die lange Nutzungsgeschichte des Ortes sichtbar machen. Die verbliebenen Fragmente vermitteln einen stillen, aber eindrucksvollen Einblick in die historische Bauweise und die wechselvolle Geschichte der Region Leichlingen und erinnern an die einstige Bedeutung von Haus Nesselrath als Adelssitz innerhalb der rheinischen Kulturlandschaft. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Leichlingen, Schlossstr.; Besichtigung: privat; Info: Tourismusbüro Tel. +49(0)2175-992.102
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Leverkusen, Schloss Morsbroich
Schloss Morsbroich liegt ruhig und von altem Baumbestand umgeben im Grünen am Rand des heutigen Stadtgebiets von Leverkusen und zählt zu den bedeutendsten spätbarocken Schlossanlagen der Region. An dieser Stelle befand sich ursprünglich eine mittelalterliche Burganlage, die über Jahrhunderte hinweg im Besitz des Deutschen Ritterordens war und als befestigter Verwaltungssitz diente. Diese ältere Burg verlor im 18. Jahrhundert ihre Bedeutung und wurde 1774 vollständig abgebrochen, um Platz für den Neubau eines repräsentativen Schlosses zu schaffen, das den gestiegenen Ansprüchen an Wohnkomfort und barocke Repräsentation entsprach. Das heutige Schloss Morsbroich präsentiert sich als elegantes spätbarockes Wasserschloss mit klar gegliederten Fassaden und einer harmonischen Einbindung in die umgebende Parklandschaft, die den repräsentativen Charakter der Anlage bis heute unterstreicht. Über die folgenden Jahrzehnte hinweg erlebte das Schloss unterschiedliche Nutzungen und Besitzerwechsel, blieb jedoch stets ein markantes architektonisches und landschaftliches Element. Einen entscheidenden Wendepunkt in der jüngeren Geschichte markierte das Jahr 1974, als die Stadt Leverkusen das Anwesen erwarb und damit die Grundlage für eine öffentliche und kulturelle Nutzung schuf. Seit 1985 beherbergt Schloss Morsbroich ein Museum für zeitgenössische Kunst, das weit über die Region hinaus Bedeutung erlangt hat. Die Sammlung umfasst Werke von den 1950er Jahren bis zur Gegenwart und spiegelt zentrale Entwicklungen und Strömungen der modernen Kunst eindrucksvoll wider. In der Verbindung von historischer Schlossarchitektur und zeitgenössischer Kunst entsteht ein spannungsreicher Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart, der Schloss Morsbroich zu einem kulturellen Anziehungspunkt macht. Eingebettet in den weitläufigen Park bleibt die Anlage ein Ort der Ruhe, der Kunstbetrachtung und der Geschichte und nimmt damit eine besondere Stellung im kulturellen Erbe Leverkusens ein. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Leverkusen-Schlebusch, Gustav-Heinemann-Str. 80; Info: Tel. +49(0)214-85556-0 oder Tel. +49(0)214-4039058
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Leverkusen, Friedenberger Hof
Der Friedenberger Hof in Leverkusen zählt zu den historischen Rittersitzen der Region und geht in seiner heutigen Gestalt auf das 16. Jahrhundert zurück. Das markante Hauptgebäude prägt mit seiner hellen, weiß gefassten Fassade und dem großen, weithin sichtbaren Rundturm das Erscheinungsbild des Anwesens und verleiht ihm einen unverwechselbaren, fast wehrhaften Charakter, der an seine ursprüngliche Funktion als adeliger Sitz erinnert. Im Laufe der Jahrhunderte wechselten die Eigentümer des Hofes mehrfach, was die bewegte Geschichte und die wechselnden politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen widerspiegelt, unter denen das Anwesen stand. Jeder Besitzer hinterließ dabei Spuren in Nutzung und Erscheinungsbild, ohne den grundsätzlichen Charakter des Hofes aufzugeben. Einen wichtigen Einschnitt markiert das Jahr 1903, als der Friedenberger Hof in den Besitz der Gemeinde Opladen überging. In der Folgezeit wurde das Anwesen über viele Jahrzehnte hinweg als landwirtschaftliches Gut verpachtet, eine Nutzung, die wesentlich zur Erhaltung der historischen Bausubstanz beitrug und den kontinuierlichen Betrieb des Hofes sicherstellte. Durch diese pragmatische Form der Nutzung blieb der Friedenberger Hof vor größerem Verfall oder tiefgreifenden baulichen Veränderungen bewahrt. Heute dient das Anwesen als Sitz eines Schützenvereins, der die historischen Gebäude nutzt, pflegt und damit in das gesellschaftliche Leben einbindet. Der Friedenberger Hof steht exemplarisch für den gelungenen Wandel eines ehemaligen Rittersitzes zu einer modernen Nutzung und bleibt als kulturelles Erbe ein wichtiger Bestandteil der Stadtgeschichte von Leverkusen. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Leverkusen-Opladen, Am Kreispark; Besichtigung: nur außen, privat; Info: Stadtverwaltung, Tel. +49(0)214-406.0
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Leverkusen, Burg Rheindorf
Burg Rheindorf in Leverkusen wurde erstmals Mitte des 13. Jahrhunderts urkundlich erwähnt und entwickelte sich früh zu einem bedeutenden adeligen Gut mit eigener Kapelle, das sowohl wirtschaftliche als auch herrschaftliche Funktionen erfüllte. Über Jahrhunderte hinweg prägte die Anlage das Umfeld am Rhein und spiegelte die wechselnden politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse der Region wider. Als repräsentativer Adelssitz erfuhr die Burg zahlreiche bauliche Veränderungen und Anpassungen, die jeweils den Bedürfnissen und dem Anspruch ihrer Besitzer entsprachen. Einen tiefgreifenden Einschnitt in der Geschichte der Burg stellte das Jahr 1944 dar, als sie im Zweiten Weltkrieg durch einen Brand nahezu vollständig zerstört wurde und lediglich die Umfassungsmauern erhalten blieben. Der anschließende Wiederaufbau zog sich über einen langen Zeitraum hin und konnte aufgrund der Schäden und der veränderten Rahmenbedingungen nur teilweise realisiert werden. Letztlich gelang es, den Nordtrakt der Anlage vollständig wiederherzustellen, während andere Gebäudeteile verloren blieben oder nur in Fragmenten erhalten sind. Trotz dieser Einschränkungen vermittelt der erhaltene Teil der Burg bis heute einen Eindruck von der ursprünglichen architektonischen Qualität und der einstigen Bedeutung des Anwesens. Im Laufe ihrer Geschichte befand sich Burg Rheindorf im Besitz zahlreicher unterschiedlicher Adelsfamilien, deren Wechsel häufig mit politischen Umbrüchen, Erbfolgen oder wirtschaftlichen Veränderungen verbunden war. Diese Vielzahl an Besitzverhältnissen trug wesentlich zur bewegten Entwicklung der Burg bei und spiegelt die vielschichtige Geschichte des Rheinlands bis ins 20. Jahrhundert hinein wider. Burg Rheindorf bleibt damit ein wichtiges Zeugnis regionaler Geschichte und ein Beispiel für den Wandel adeliger Herrensitze unter den Einflüssen von Krieg, Zerstörung und Wiederaufbau. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Leverkusen-Rheindorf, Burgstr. 5; Besichtigung: von der Straße einsehbar, privat; Info: Stadtverwaltung, Tel. +49(0)214-406.0
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Lindlar, Schloss Georghausen
Schloss Georghausen wurde erstmals 1466 urkundlich erwähnt und entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte zu einem repräsentativen Adelssitz, dessen heutiges Erscheinungsbild maßgeblich von der Barockzeit geprägt ist. Die Anlage besteht aus einem barocken Herrenhaus, einer dreiflügeligen Vorburg sowie einem markanten Torbau, die überwiegend im frühen 18. Jahrhundert errichtet wurden und gemeinsam ein geschlossenes, harmonisches Ensemble bilden. Das Herrenhaus überzeugt durch seine klare symmetrische Gliederung, ausgewogene Proportionen und sorgfältig ausgearbeitete architektonische Details, die den repräsentativen Anspruch barocker Baukunst deutlich widerspiegeln. Große Fensterflächen, die regelmäßige Fassadengestaltung und die ruhige Wirkung des Baukörpers verleihen dem Gebäude eine elegante Ausstrahlung und unterstreichen seine Funktion als standesgemäßer Wohnsitz. Die dreiflügelige Vorburg ergänzt das Herrenhaus funktional und gestalterisch und vermittelt den Übergang zwischen dem herrschaftlichen Wohnbereich und den ehemals landwirtschaftlich genutzten Flächen. Der Torbau bildet den eindrucksvollen Zugang zur Gesamtanlage und betont die historische Bedeutung des Schlosses als abgeschlossener und zugleich repräsentativer Herrensitz. In seiner Gesamtheit veranschaulicht Schloss Georghausen eindrucksvoll den Wandel von einem mittelalterlichen Gut zu einer barocken Schlossanlage und zählt zu den bedeutenden Beispielen barocker Architektur im Bergischen Land. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Lindlar, Georghausen 8; Besichtigung: frei zugänglich; Info: LindlarTouristik, Tel. +49(0)2266-96407
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Lindlar, Schloss Oberheiligenhoven
Schloss Heiligenhoven gehört zu den bedeutenden historischen Wasserschlössern der Umgebung und wird erstmals im Jahr 1425 urkundlich erwähnt. Damaliger Besitzer war Johann van Eyckelinckhoyven, ein Rittmeister und ehemaliger Söldner, der das Anwesen zum Offenhaus der Stadt Köln erklärte und ihm damit eine besondere politische und strategische Stellung verlieh. In den folgenden Jahrhunderten wechselte das Schloss mehrfach den Besitzer, wobei jede Epoche bauliche Veränderungen und Anpassungen mit sich brachte, die das Erscheinungsbild des Anwesens nachhaltig prägten. Trotz dieser wechselvollen Geschichte blieb Schloss Heiligenhoven über lange Zeit ein repräsentativer Adelssitz, dessen Wassergräben und Lage den Charakter eines klassischen Wasserschlosses bewahrten. Einen tiefgreifenden Einschnitt erlebte die Anlage im Jahr 1973, als ein verheerender Brand das Schloss bis auf die Grundmauern zerstörte. Der anschließende Wiederaufbau erfolgte mit großem Respekt vor der historischen Substanz und ermöglichte es, das Schloss in neuer Form zu erhalten und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Seitdem ist das Anwesen ein beliebtes Ausflugsziel und wird vielfältig genutzt. Besonders reizvoll ist der weitläufige Schlosspark, der mit einem idyllischen Teich, gepflegten Grünflächen und einer außergewöhnlichen Atmosphäre zum Verweilen einlädt. Herausragend sind die bis zu 1000 Jahre alten Eiben, die als eindrucksvolle Naturdenkmäler gelten und dem Park eine fast mystische Ausstrahlung verleihen. Ergänzt wird das historische Ensemble durch die erhaltene Johanneskapelle aus dem 17. Jahrhundert, die einen stillen, besinnlichen Akzent setzt und die lange religiöse Tradition des Ortes widerspiegelt. Schloss Heiligenhoven verbindet auf eindrucksvolle Weise Architektur, Natur und Geschichte und vermittelt Besuchern ein lebendiges Bild adeliger Wohnkultur und landschaftlicher Gestaltung über viele Jahrhunderte hinweg. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Lindlar; Besichtigung: außen jederzeit, Schlossrestaurant; Info: LindlarTouristik, Tel. +49(0)2266-96407
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Gut Ophoven ist eine ehemalige Wasserburg und zählt zu den ältesten erhaltenen Gebäuden seiner Umgebung, deren Geschichte bis in das 14. und 15. Jahrhundert zurückreicht. Das historische Burggebäude aus dieser Zeit vermittelt noch heute einen anschaulichen Eindruck von der ursprünglichen Anlage, während das Pächterhaus und die Wirtschaftsgebäude aus dem 19. Jahrhundert die spätere Entwicklung zu einem landwirtschaftlich geprägten Gut widerspiegeln. Diese verschiedenen Bauphasen sind bis heute gut ablesbar und machen das Anwesen zu einem lebendigen Zeugnis regionaler Bau- und Nutzungsgeschichte. Die erhaltenen Gebäude können besichtigt werden und ermöglichen es, die Entwicklung von der mittelalterlichen Wasserburg zum Gutshof nachvollziehbar zu erleben. Seit dem Jahr 1984 hat Gut Ophoven eine neue, zukunftsorientierte Aufgabe übernommen und beherbergt ein Natur- und Schulbiologiezentrum, das sich gleichermaßen an Kinder, Jugendliche und Erwachsene richtet. In diesem Zentrum werden vielfältige Bildungsangebote rund um Natur, Umwelt und nachhaltiges Handeln vermittelt, die Theorie und praktische Erfahrungen sinnvoll miteinander verbinden. Workshops, Führungen und thematische Veranstaltungen laden dazu ein, ökologische Zusammenhänge besser zu verstehen und ein bewusstes Verhältnis zur Umwelt zu entwickeln. Durch diese moderne Nutzung bleibt die historische Anlage nicht nur erhalten, sondern ist zugleich ein aktiver Lern- und Begegnungsort. Gut Ophoven verbindet damit auf eindrucksvolle Weise mittelalterliches Bauerbe mit zeitgemäßer Umweltbildung und zeigt, wie historische Bausubstanz sinnvoll in die Gegenwart integriert werden kann. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Leverkusen-Opladen, Talstr. 4; Besichtigung: Ausstellung EnergieStadt: Info: Tel. +49(0)2171-7349918
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Lindlar, Ruine Eibach
Die Ruine Eibach geht auf eine ehemals imposante Wasserburg zurück, die einst eine wichtige Stellung innerhalb der regionalen Herrschafts- und Verkehrsstruktur einnahm. Von der ursprünglichen Anlage sind heute nur noch wenige, aber aussagekräftige Baureste erhalten, darunter ein markanter Rundturm sowie der Südflügel der ehemaligen Vorburg. Diese Überreste vermitteln dennoch einen Eindruck von der einstigen Größe und Bedeutung der Burg. Ein verheerender Brand im Jahr 1782 zerstörte den Großteil der Anlage, sodass die Wasserburg fast vollständig unterging und lediglich die heute sichtbaren Teile die Zeiten überdauerten. Die strategische Lage der Burg unmittelbar an der alten Verbindungsstraße nach Gimborn verdeutlicht ihre ursprüngliche Funktion, denn sie diente der Sicherung, Kontrolle und Überwachung dieses wichtigen Verkehrsweges. Über mehrere Jahrhunderte hinweg war die Burg im Besitz unterschiedlicher Adelsfamilien, was ihre regionale Bedeutung zusätzlich unterstreicht. Vom 15. bis zum 17. Jahrhundert gehörte das Anwesen der Familie Neuenhoff von der Leyen, die das Erscheinungsbild und die Nutzung der Burg maßgeblich prägte. In späteren Jahren folgten die Familien von Steprath und von Seraing als Besitzer, bevor die Anlage schließlich verfiel. Trotz ihres ruinösen Zustands ist die Ruine Eibach bis heute ein eindrucksvolles Zeugnis mittelalterlicher Wehrarchitektur und erinnert an die einstige Funktion der Burg als Herrschafts- und Sicherungsanlage in diesem Teil des Bergischen Landes. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Lindlar, zwischen Scheel und Gimborn; Besichtigung: von außen; Info: LindlarTouristik, Tel. +49(0)2266-96407
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Lohmar, Schloss Auel
Nördlich der Stadt Lohmar liegt das geschichtsträchtige Schloss Auel, ein Anwesen mit Ursprüngen im 14. Jahrhundert, das bis heute den Namen seines ersten bekannten Besitzers Peter van Auel trägt und erstmals im Jahr 1391 urkundlich erwähnt wurde. Ursprünglich als Wasserburg angelegt, entsprach die Anlage der im Mittelalter verbreiteten Bauweise zum Schutz vor Angriffen und prägte über Jahrhunderte die Herrschaftsstruktur der Region. Das heutige Erscheinungsbild des Schlosses wird maßgeblich vom Haupthaus bestimmt, das im Jahr 1763 errichtet wurde und in seiner ursprünglichen Form erhalten geblieben ist, wodurch es eindrucksvoll die repräsentative Architektur des 18. Jahrhunderts widerspiegelt. Schloss Auel blickt auf eine außergewöhnlich reiche Geschichte zurück und war im Laufe der Zeit Aufenthaltsort zahlreicher bedeutender Persönlichkeiten. So machte Napoleon Bonaparte im September 1811 während einer Inspektionsreise der Rheinarmee hier Station, was die strategische und gesellschaftliche Bedeutung des Anwesens unterstreicht. Auch Kaiser Wilhelm II. sowie Zar Alexander I. zählten zu den prominenten Gästen, die Schloss Auel besuchten und damit den Rang des Schlosses als Treffpunkt hochrangiger politischer und militärischer Persönlichkeiten bestätigten. Bis heute steht Schloss Auel für die Verbindung von regionaler Geschichte, adeliger Wohnkultur und überregionaler historischer Bedeutung im Bergischen Land. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Lohmar-Wahlscheid, Haus Auel Besichtigung: nur außen, Hotel; Info: Tel. +49(0)2206-6003.0
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Lohmar, Burg Lohmar
Die Entstehungszeit der ersten Burg Lohmar ist nicht eindeutig überliefert, doch ist ihre frühe Geschichte eng mit rechtlichen und politischen Auseinandersetzungen des Mittelalters verbunden. Eine auf den 19. März 1361 datierte Urkunde des Grafen Godard von Loen belegt, dass der Bau der Burg widerrechtlich erfolgt war, was bereits zur damaligen Zeit erhebliche Spannungen auslöste. Godard von Loen, ein Neffe des Erbauers, legte darin fest, dass die Burgherren ihren Sitz zwar behalten durften, jedoch unter der strikten Auflage, die Anlage niemals zu befestigen. Diese ungewöhnliche Einschränkung verdeutlicht die sensiblen Machtverhältnisse und territorialen Konflikte jener Epoche, in der der Bau von Burgen häufig politische Ansprüche und militärische Bedrohungen symbolisierte. Die Geschichte der Burg Lohmar steht damit exemplarisch für die rechtlichen Auseinandersetzungen des Mittelalters und vermittelt einen aufschlussreichen Einblick in den Umgang mit Herrschaft, Besitz und Kontrolle in einer Zeit, in der Burgen nicht nur Wohnsitze, sondern vor allem Machtinstrumente waren. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Lohmar; Besichtigung: außen möglich; Info: Tel. +49(0) 2246-15.0
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Lohmar, Haus Sülz
Haus Sülz ist eine ehemalige Wasserburg mit Ursprüngen im frühen 8. Jahrhundert und zählt zu den ältesten Adelssitzen im Landkreis, deren Geschichte die Entwicklung der Region über viele Jahrhunderte widerspiegelt. Ursprünglich im Besitz des Pfalzgrafen, wurde das Anwesen im Jahr 1064 an die Abtei Siegburg verschenkt und damit kirchlichem Einfluss unterstellt. Zu Beginn des 15. Jahrhunderts gelangte die Burg in den Besitz der Familie Staël von Holstein, die Haus Sülz über mehrere Generationen hinweg als Wohnsitz nutzte und prägte. Ein tiefgreifender Wandel erfolgte im Jahr 1766, als Johannes Paul La Valette St. George das Anwesen erwarb und umfangreiche Umbauarbeiten veranlasste, um der Anlage ein zeitgemäßes Erscheinungsbild zu verleihen. In diesem Zuge wurden das ursprüngliche Burghaus und die Vorburg abgerissen, während lediglich ein Eckturm sowie der Südwestflügel neu errichtet wurden und dem Anwesen eine veränderte architektonische Gestalt gaben. Erst im Jahr 1936 wurde auch der Nordwestflügel rekonstruiert, wodurch das Ensemble weiter vervollständigt wurde. Die unterschiedlichen Bauphasen und Umbauten machen Haus Sülz zu einem anschaulichen Zeugnis der wechselvollen Geschichte und der verschiedenen Stilepochen, die dieses historische Anwesen bis heute prägen. (c)WV
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Lohmar, Burg Honrath
Burg Honrath ist eine Hangburg aus dem 11. oder 12. Jahrhundert und zählt gemeinsam mit der benachbarten Kirche zu den ältesten noch erhaltenen Bauwerken der Stadt Lohmar. Der genaue Zeitpunkt ihrer Errichtung ist nicht überliefert, doch belegt eine Schenkungsurkunde aus dem Jahr 1117 an das Kloster Siegburg eindeutig, dass die Burg zu diesem Zeitpunkt bereits bestand. Im Jahr 1259 wechselte der Besitz und ging an die Grafen von Sayn über, wodurch die Anlage in einen bedeutenden regionalen Herrschaftszusammenhang eingebunden wurde. Eine prägende bauliche Veränderung erfolgte Mitte des 16. Jahrhunderts, als das heutige Burghaus aus Bruchstein errichtet wurde. Dieses Bauwerk verleiht der Burg ihr heutiges Erscheinungsbild und beeindruckt insbesondere durch die markanten Fachwerkgiebel sowie die charakteristischen Rundtürme, die den wehrhaften und zugleich repräsentativen Charakter der Anlage unterstreichen. Burg Honrath ist damit ein anschauliches Beispiel für die Entwicklung mittelalterlicher Adelssitze im Bergischen Land und bewahrt bis heute ihren historischen Charme. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Lohmar-Agger, Bundesstr. 484; Besichtigung: außen möglich, privat; Info: Tel. +49(0) 2246-15.0
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Lohmar, Burg Schönrath
Burg Schönrath war eine kleine Niederungsburg aus dem 13. Jahrhundert, von der heute nur noch wenige Reste erhalten sind und die dennoch ein interessantes Kapitel der regionalen Burgen- und Adelsgeschichte widerspiegelt. Ursprünglich diente die Anlage als Rittersitz der Herren von Schönrade und erfüllte damit eine typische Funktion mittelalterlicher Niederungsburgen als Wohn- und Herrschaftsort. Im 15. Jahrhundert ging Burg Schönrath in den Besitz der Familie von Plettenberg über, die in dieser Zeit die Hauptburg errichten ließ und der Anlage ein neues bauliches Gepräge verlieh. Einen weiteren Einschnitt erlebte die Burg im Jahr 1695, als Freiherr Ernst von Erlenkamp das Anwesen erwarb und umfangreiche Umgestaltungen einleitete, um es den zeitgenössischen Wohnansprüchen anzupassen. Trotz dieser Maßnahmen verlor Burg Schönrath im 19. Jahrhundert zunehmend an Bedeutung, wurde schließlich aufgegeben und verfiel im Laufe der Zeit. Im Jahr 1928 kam es zur endgültigen Zerstörung der Anlage durch Sprengung, womit Burg Schönrath aus dem Landschaftsbild verschwand, jedoch als historischer Ort bis heute Teil der lokalen Erinnerung und Geschichte von Lohmar geblieben ist. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Lohmar; Besichtigung: nur außen, privat; Info: Tel. +49(0) 2246-15.0
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Lohmar, Burg Hausdorp
Burg Hausdorp geht ursprünglich auf ein Herrenhaus des Freigutes Dorp zurück und blickt auf eine wechselvolle Geschichte mit mehreren Besitzerwechseln in den Jahren 1490 und 1534 zurück. Zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert wurde das Haupthaus der Anlage errichtet, das über lange Zeit den Mittelpunkt des Anwesens bildete, heute jedoch nicht mehr erhalten ist. Trotz des Verlustes des ursprünglichen Herrenhauses bewahrt das Anwesen seinen historischen Charakter und fügt sich mit seiner überlieferten Bausubstanz und der landschaftlich reizvollen Umgebung harmonisch in das Bild der Region ein. Ein besonders bemerkenswertes Detail ist die Grabplatte einer früheren Besitzerin aus dem 17. Jahrhundert, die in die Wand eines Wirtschaftsgebäudes eingelassen wurde und als eindrucksvolles Zeugnis der langen Geschichte von Burg Hausdorp gilt. Dieses steinerne Relikt verleiht dem Ort eine besondere historische Tiefe und ermöglicht einen anschaulichen Blick in die Vergangenheit des einstigen Herrensitzes. (c)WV
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Marienheide, Schloss Gimborn
Schloss Gimborn blickt auf eine lange und vielschichtige Geschichte zurück, deren Anfänge nicht vollständig überliefert sind, die jedoch seit dem Jahr 1273 urkundlich fassbar wird, als die damalige Wasserburg an die Grafen von der Mark verpfändet wurde. Diese frühe Erwähnung belegt die strategische und herrschaftliche Bedeutung der Anlage im Mittelalter. Von 1550 bis 1782 befand sich das Anwesen im Besitz der Freiherren von Schwarzenburg, unter deren Herrschaft das heutige Herrenhaus entstand und die Burganlage entscheidend geprägt wurde. In dieser Zeit wandelte sich die ursprünglich wehrhafte Wasserburg zunehmend zu einem repräsentativen Adelssitz, der den Wohn- und Repräsentationsansprüchen der frühen Neuzeit entsprach. Ein besonders markantes Bauteil ist das mehrstöckige Torhaus, das im Jahr 1601 errichtet wurde und bis heute den Zugang zur Anlage dominiert. Vom einstigen Wasserschloss sind außerdem der umlaufende Burggraben und die historische Zugbrücke erhalten geblieben, die anschaulich an die frühere Wehrhaftigkeit und Schutzfunktion erinnern. Diese Elemente verleihen dem Schloss noch immer den Charakter einer klassischen Wasserburg und machen die mittelalterlichen Wurzeln der Anlage deutlich erkennbar. Seit dem Jahr 1874 gehört Schloss Gimborn den Freiherren von Fürstenberg, die das Anwesen bis in die Gegenwart bewahrt haben. Heute erfüllt das Schloss eine neue Aufgabe als Tagungs- und Begegnungsstätte und ist damit weiterhin ein lebendiger Ort, an dem Geschichte und zeitgemäße Nutzung miteinander verbunden sind. Die Verbindung aus historischer Bausubstanz, landschaftlicher Lage und moderner Funktion verleiht Schloss Gimborn eine besondere Ausstrahlung und macht es zu einem eindrucksvollen Zeugnis adeliger Wohn- und Baugeschichte. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Marienheide, Schlossstr. 10; Besichtigung: von außen; Info: Tel. +49(0)2264-2239
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Monheim, Haus Laach
Schloss Laach liegt in Rheinnähe bei Monheim und blickt auf eine lange, vielschichtige Geschichte zurück, die bis ins 12. Jahrhundert reicht. An dieser Stelle entstand zunächst der Laach-Hof, der nach der Überlieferung vom Ritter Gottfried von Lagheim oder Laichem gegründet wurde und früh eine zentrale Rolle als landwirtschaftlicher und herrschaftlicher Hof spielte. Bereits in der frühen Phase ging der Besitz in kirchliche Hände über, wodurch der Hof über Jahrhunderte hinweg eng mit kirchlicher Verwaltung und Nutzung verbunden blieb. Mit der Säkularisation um 1800 begann eine neue Epoche, in der der Laach-Hof mehrfach den Besitzer wechselte und sich die Nutzung den veränderten politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen anpasste. Einen entscheidenden Einschnitt markierte das Jahr 1910, als Clemens August Engels das Anwesen erwarb und anstelle des historischen Hofes das heutige Schloss Laach errichten ließ, das dem Zeitgeschmack des frühen 20. Jahrhunderts entsprach und dem Anwesen einen repräsentativen Charakter verlieh. Im Jahr 1932 ging das Schloss in den Besitz des damaligen Reichspräsidenten Franz von Papen über, was die überregionale Bedeutung des Anwesens unterstreicht. Seit 1962 gehört der ehemalige Hofkomplex der Firma Bayer, die auf dem Gelände eine landwirtschaftliche Versuchsstation betreibt und damit an die lange Tradition der landwirtschaftlichen Nutzung anknüpft. Das Schlossgebäude selbst wurde vom Kreis Rhein-Wupper übernommen und einer sozialen Nutzung zugeführt, indem es heute als Altersheim dient. Schloss Laach vereint damit mittelalterliche Ursprünge, neuzeitliche Schlossarchitektur und moderne Nutzungsformen zu einem vielschichtigen Zeugnis regionaler Geschichte und verdeutlicht den Wandel vom adeligen und kirchlichen Hof zu einem Ort mit wirtschaftlicher und sozialer Funktion. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Monheim, Schleiderweg 60; Besichtigung: vom Weg einsehbar; Info: Tel. +49(0)2173-930093
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Monheim, Haus Bürgel
Haus Bürgel blickt auf eine außergewöhnlich lange Geschichte von rund 2000 Jahren zurück und gehört zu den bedeutendsten historischen Orten im Raum Monheim. Ursprünglich befand sich hier ein römisches Kastell, das Teil der Grenzsicherung des Römischen Reiches war und strategisch günstig am Rhein lag. Die römischen Fundamente prägten den Ort nachhaltig und blieben auch nach dem Ende der römischen Herrschaft sichtbar und nutzbar. Im 14. Jahrhundert wurde auf diesen antiken Grundmauern ein vierflügeliges Haus errichtet, das die römische Bausubstanz integrierte und den Übergang von der militärischen Nutzung zu einem mittelalterlichen Wohn- und Wirtschaftshof markiert. Bis heute lassen sich die Lage und Struktur der römischen Wehrbauten im Gelände nachvollziehen und vermitteln eindrucksvoll die Kontinuität der Nutzung über viele Jahrhunderte hinweg. Die erhaltenen Mauern, Grundrisse und archäologischen Spuren machen Haus Bürgel zu einem einzigartigen Zeugnis der Verbindung von römischer Antike und mittelalterlicher Baugeschichte im Rheinland. Einen wichtigen Beitrag zum Erhalt und zur wissenschaftlichen Erforschung der Anlage leistete die Nordrhein-Westfalen-Stiftung für Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege, die eine umfassende Restaurierung ermöglichte und damit die historische Substanz dauerhaft sicherte. Zwischen 1989 und 1996 fanden intensive archäologische Ausgrabungen statt, die zahlreiche Funde aus römischer und mittelalterlicher Zeit zutage förderten und neue Erkenntnisse zur Nutzungsgeschichte des Ortes lieferten. Diese Funde werden heute im Eckturm des Hauses präsentiert und geben einen anschaulichen Einblick in das Alltagsleben der römischen Soldaten ebenso wie in die spätere mittelalterliche Nutzung der Anlage. Haus Bürgel vereint damit auf besondere Weise römische Militärgeschichte, mittelalterliche Baukultur und moderne Denkmalpflege und zählt zu den herausragenden kulturhistorischen Orten der Region. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Monheim, Richtung Düsseldorf-Benrath; Besichtigung: Öffnungszeiten erfragen; Tel. +49(0)2173-951140
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- ein Beispiel finden Sie unter "Sehenswertes entlang des Neckars". ÖPNV-Info: HSt. Haus Bürgel (Bus 788)
Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Morsbach, Burg Volperhausen
Die Burg Volperhausen ist ein eindrucksvoller dreigeschossiger Bruchsteinbau, der vermutlich zu Beginn des 16. Jahrhunderts errichtet wurde und bis heute das historische Ortsbild prägt. Das rechteckige Burghaus besitzt einen schlanken Treppenturm, der der Anlage eine markante Silhouette verleiht und zugleich auf ihre repräsentative wie funktionale Gestaltung hinweist. Die solide Bauweise mit besonders dicken Mauern unterstreicht den wehrhaften Charakter der Burg, der für die Übergangszeit vom spätmittelalterlichen Wehrbau zum frühneuzeitlichen Adelssitz typisch ist. Ein verschiefertes Walmdach schließt den Baukörper ab und verleiht dem Gebäude eine ausgewogene, geschlossene Wirkung. Im Jahr 1682 wurde die Burg umfassend renoviert, was nicht nur ihre bauliche Erhaltung sicherte, sondern auch zeigt, dass sie über lange Zeit hinweg genutzt und an neue Anforderungen angepasst wurde. Diese Maßnahmen trugen wesentlich dazu bei, dass die Burg Volperhausen in ihrer Grundstruktur bis heute erhalten geblieben ist. In unmittelbarer Nähe befindet sich das schlossartige Herrenhaus Volperhausen, das das historische Ensemble ergänzt und den Wandel von der wehrhaften Burg hin zu einem komfortableren Wohnsitz verdeutlicht. Gemeinsam vermitteln Burg und Herrenhaus einen anschaulichen Eindruck von der architektonischen Entwicklung und der Lebensweise des regionalen Adels in der frühen Neuzeit und machen Volperhausen zu einem bedeutenden Zeugnis lokaler Bau- und Kulturgeschichte. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Morsbach-Volperhausen; Besichtigung: nur außen, privat; Info: Tel. +49(0)2294-6990
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Much, Burg Overbach
Die befestigte Wasserburg Overbach gehört zu den ältesten bekannten Grundherrschaften der Region und wurde bereits im Jahr 1131 vom Junker Eberhard von Afferath errichtet. Damit reicht ihre Geschichte bis in die Stauferzeit zurück, in der solche Anlagen nicht nur als Wohnsitze des Adels, sondern auch als Zentren von Verwaltung, Rechtsprechung und landwirtschaftlicher Organisation dienten. Die frühe Gründung unterstreicht die strategische und wirtschaftliche Bedeutung des Standortes, der durch Wassergräben zusätzlich gesichert war und Schutz vor äußeren Angriffen bot. Im Jahr 1487 sind erstmals Besitzer nachweisbar, die den Namen Overbach trugen, darunter ein Heinrich von Overbach, was auf eine enge Verbindung zwischen Familie und Burganlage hinweist. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die Burg mehrfach den Eigentümer, was mit baulichen Veränderungen, aber auch mit Zeiten des Niedergangs verbunden war. Besonders im 16. Jahrhundert erlitt die Anlage erhebliche Zerstörungen, die ihre ursprüngliche Gestalt stark beeinträchtigten. Dennoch blieb die Bedeutung der Burg bestehen, sodass sie im Jahr 1685 wieder aufgebaut wurde, wenn auch in vereinfachter Form. Dieser Wiederaufbau zeigt den anhaltenden Wert der Anlage als Wohn- und Wirtschaftssitz. Heute sind von der einst umfangreichen Wasserburg nur noch das Haupthaus sowie Teile der ehemaligen Wassergräben erhalten geblieben. Diese Reste vermitteln jedoch weiterhin einen anschaulichen Eindruck von der ursprünglichen Struktur und der wehrhaften Bauweise der Burg. Burg Overbach steht damit exemplarisch für den Wandel vieler mittelalterlicher Wasserburgen, die von bedeutenden Herrschaftszentren zu reduzierten, aber geschichtsträchtigen Baudenkmälern wurden und bis heute von der langen und wechselvollen Geschichte des ländlichen Adels zeugen. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Much; Besichtigung: jedrzeit; Info: Tel. +49(0)2245-5550
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Niederkassel, Burg Lülsdorf
Burg Lülsdorf entstand vermutlich im 12. oder 13. Jahrhundert und entwickelte sich im 13. und 14. Jahrhundert zum Sitz der Herren von Lülsdorf, die von hier aus ihre Herrschaft ausübten. Im Jahr 1380 ging die Burg in den Besitz des Herzogs von Berg über und wurde fortan als Verwaltungssitz genutzt, wodurch sie eine wichtige administrative Funktion für die Region erhielt. Während des Dreißigjährigen Krieges litten die umliegenden Dörfer unter schweren Plünderungen, von denen auch die Burg Lülsdorf nicht verschont blieb und erhebliche Schäden erlitt. Ein weiterer einschneidender Einschnitt folgte im Spanischen Erbfolgekrieg, als die Burg im Jahr 1702 zerstört wurde. In der Folgezeit nutzte man die Ruine als Steinbruch, sodass große Teile der ursprünglichen Bausubstanz verloren gingen und nur wenige Reste erhalten blieben. Beim Wiederaufbau im Jahr 1949 konnten lediglich die noch vorhandenen Fundamente der ehemaligen Burg genutzt werden, die als Grundlage für neue Gebäude dienten. Diese baulichen Überreste erinnern bis heute an die lange und wechselvolle Geschichte der Burg Lülsdorf und machen den Ort zu einem stillen Zeugnis regionaler Herrschafts- und Kriegsgeschichte. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Niederkassel-Lülsdorf, Burgstraße; Besichtigung: nur vom Tor, privat; Info: Stadtverwaltung, Tel. +49(0)2208-94660
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Nümbrecht, Schloss Homburg
Schloss Homburg geht auf eine frühmittelalterliche Höhenburg der Grafen von Sayn zurück und wurde erstmals im Jahr 1276 urkundlich erwähnt. Die exponierte Lage und die wehrhafte Anlage unterstrichen früh die politische und militärische Bedeutung des Herrschaftssitzes. Zwischen 1635 und 1743 bestand hier eine eigenständige Herrschaft, in deren Zeit die mittelalterliche Burg durch umfangreiche Bautätigkeiten grundlegend umgestaltet wurde. Aus der wehrhaften Höhenburg entwickelte sich schrittweise ein repräsentatives Barockschloss, das den gestiegenen Ansprüchen an Wohnkomfort und fürstliche Repräsentation entsprach. Nach dem Erlöschen der Eigenherrschaft gegen Ende des 18. Jahrhunderts setzte jedoch ein zunehmender baulicher Verfall ein, der den Bestand der Anlage ernsthaft gefährdete. Einen Wendepunkt markierte das Jahr 1926, als der Bergische Geschichtsverein im Herrenhaus ein Heimatmuseum einrichtete und damit den Grundstein für die heutige kulturelle Nutzung legte. In den Jahren 1936 und 1937 begannen gezielte Restaurierungsmaßnahmen an den noch erhaltenen Bauteilen, um die historische Substanz zu sichern. 1960 übernahm der Oberbergische Kreis das Museum, und seit 1970 befindet sich Schloss Homburg vollständig in dessen Besitz. Heute beherbergt das Schloss ein modernes kulturhistorisches Museum, das die Geschichte des Oberbergischen Landes anschaulich und vielschichtig präsentiert. Die Ausstellung spannt einen weiten Bogen vom höfischen Leben, der Welt der Ritter und der Jagd bis hin zu den Lebens- und Arbeitsbedingungen der Bevölkerung in früheren Jahrhunderten. Schloss Homburg verbindet damit eindrucksvoll historische Architektur mit lebendiger Geschichtsvermittlung und zählt zu den herausragenden kulturellen Anziehungspunkten der Region. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Nümbrecht, Schlossstr.; Besichtigung: Info: Schloss Homburg, Tel. +49(0)2293-9101.0
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Odenthal, Burg Strauweiler
An einem malerischen Abhang oberhalb der Dhünn erhebt sich die mittelalterliche Burganlage Strauweiler und prägt bis heute eindrucksvoll die Kulturlandschaft von Odenthal. Die Anlage setzt sich aus drei eng miteinander verbundenen Burghäusern sowie einem Wirtschaftsgebäude mit Stallungen und Scheunen zusammen und vermittelt anschaulich den Charakter eines über Jahrhunderte gewachsenen Adelssitzes. Das älteste der Burghäuser entstand im 15. Jahrhundert und fällt durch seinen viergeschossigen Aufbau sowie das markante, hohe Walmdach auf, das dem Bau eine weithin sichtbare Präsenz verleiht. Diese frühe Bauphase verdeutlicht den repräsentativen Anspruch ebenso wie die Wehrhaftigkeit des ursprünglichen Sitzes. Im 16. und 17. Jahrhundert wurde die Burganlage durch zwei weitere Wohnbauten ergänzt, die das Ensemble erweiterten und an die veränderten Wohn- und Nutzungsansprüche ihrer Zeit angepasst wurden. Diese späteren Bauphasen fügen sich harmonisch in das Gesamtbild ein und spiegeln die architektonische Entwicklung vom spätmittelalterlichen Burgsitz hin zu einem stärker wohnlich geprägten Herrschaftsensemble wider. Die bauliche Geschlossenheit der Anlage dokumentiert eine kontinuierliche Nutzung über mehrere Jahrhunderte hinweg und macht die Anpassungsfähigkeit der Burg an wechselnde gesellschaftliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen deutlich. Burg Strauweiler steht damit exemplarisch für die Entwicklung kleinerer Adelsburgen im Bergischen Land und bewahrt bis heute ihren historischen Charakter als eindrucksvolles Zeugnis regionaler Bau- und Herrschaftsgeschichte. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Odenthal; Besichtigung: von der Straße einsehbar, privat; Info: Tel. +49(0)2202-977870
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Die Burgruine Großbernsau geht auf eine im frühen 14. Jahrhundert errichtete Burganlage zurück, die ab dem Jahr 1348 als neuer Sitz der Ritter von Bernsau diente und damit eine wichtige Rolle innerhalb der regionalen Adelsgeschichte einnahm. Die Burg war über mehrere Generationen hinweg Mittelpunkt der Herrschaft und prägte die Umgebung sowohl politisch als auch wirtschaftlich. Nach dem Aussterben des Geschlechts derer von Bernsau im 16. Jahrhundert ging der Besitz an die Herren von Wylich über, die sich anschließend auf der Burg niederließen und ihre Stellung in der Region weiter festigten. An die Bedeutung dieser Familie erinnern bis heute die Grabsteine von Johann von Wylich und seiner Ehefrau Sebastiana von Brembt, die sich in der Kirche von Overath erhalten haben und als steinerne Zeugnisse adeliger Präsenz gelten. Im Laufe der Jahrhunderte verfiel die Burganlage zunehmend, sodass sie zu Beginn des 20. Jahrhunderts nur noch in ruinösem Zustand bestand. Im Jahr 1904 entschied man sich schließlich zum Abriss der stark beschädigten Gebäude, wobei lediglich ein Turm zunächst stehen blieb. Auch dieses letzte markante Bauwerk überdauerte die Zeit jedoch nicht dauerhaft, denn der Turm stürzte im Jahr 1940 ein. Heute erinnern nur noch wenige Überreste an die einstige Burg Großbernsau, darunter die Reste des eingestürzten Turmes sowie eine erhaltene Bruchsteinmauer mit Kamin. Trotz der geringen baulichen Relikte vermittelt der Ort noch immer einen Eindruck von der früheren Bedeutung der Burg und steht sinnbildlich für den Wandel vieler mittelalterlicher Adelssitze, die von machtvollen Herrschaftszentren zu stillen Erinnerungsorten geworden sind. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Ort: Overath, an B 55; Besichtigung: kaum zu sehen und nicht zugänglich; Info: Overath-Wirtschaftsförderung, Tel. +49(0)2206-602.114
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Ratingen, Wasserschloss Linnep
Die Ursprünge des Wasserschlosses Linnep bei Ratingen reichen mehr als tausend Jahre zurück und machen die Anlage zu einem der ältesten Adelssitze der Region. Besonders der mächtige Bergfried wird aufgrund bauhistorischer Merkmale auf dieses hohe Alter datiert und gilt als eindrucksvolles Zeugnis frühmittelalterlicher Wehrarchitektur. Von 1093 bis etwa 1500 befand sich das Anwesen im Besitz der Herren von Linnep, die dem Schloss nicht nur ihren Namen gaben, sondern es über mehrere Generationen hinweg als Herrschafts- und Verwaltungssitz prägten. Nach dem Ende dieser langen Besitzphase wechselten die Eigentümer mehrfach, was sich in unterschiedlichen baulichen Anpassungen und Nutzungsänderungen widerspiegelt und die wechselvolle Geschichte des Schlosses anschaulich dokumentiert. Eine grundlegende bauliche Neugestaltung erfolgte im Jahr 1769 mit dem Neubau des Herrenhauses, das dem Schloss eine repräsentative und zugleich wohnliche Prägung verlieh. Im Jahr 1790 wurde die Vorburg errichtet, die das Ensemble vervollständigte und die funktionale Trennung zwischen herrschaftlichem Wohnen und wirtschaftlicher Nutzung deutlich machte. Diese Bauphasen prägen bis heute das Erscheinungsbild des Wasserschlosses und spiegeln die architektonischen Vorlieben des späten 18. Jahrhunderts wider. Einen weiteren prägenden Abschnitt erlebte Schloss Linnep im Jahr 1855, als das Anwesen von den Grafen von Spee erworben wurde, die bis heute Eigentümer sind. Unter ihrer Ägide erfolgten weitere Umbauten und behutsame Modernisierungen, mit dem Ziel, das Schloss zeitgemäßen Bedürfnissen anzupassen und zugleich den historischen Charakter und die gewachsene Bausubstanz zu bewahren. Wasserschloss Linnep vereint damit frühmittelalterliche Ursprünge, barocke und klassizistische Bauphasen sowie die Kontinuität adeliger Nutzung zu einem vielschichtigen Zeugnis regionaler Geschichte und bleibt ein markantes Element der historischen Kulturlandschaft rund um Ratingen. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Ratingen-Breitscheid, Linneper Weg; Besichtigung: nur vom Weg einsehbar;
Info: Touristinformation: Tel. +49(0)2102-550.4111
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Ratingen, Wasserburg Haus zum Haus
An der Stelle der heutigen Wasserburg Haus zum Haus in Ratingen befand sich bereits im 12. oder 13. Jahrhundert ein Gehöft, das den Ausgangspunkt für die spätere Entwicklung der Anlage bildete. In der Folge errichteten die Herren vom Haus eine neue Burganlage, die als Wasserburg ausgebaut wurde und vermutlich Teil einer ganzen Kette von Befestigungen war, welche die strategisch wichtige Angerlinie sichern sollten. Diese Lage verlieh der Burg eine militärische und territoriale Bedeutung, die über mehrere Jahrhunderte hinweg Bestand hatte. Bis ins 16. Jahrhundert wurde die Anlage schrittweise erweitert und ausgebaut, wobei sich ihre Struktur immer wieder den veränderten Anforderungen von Verteidigung, Wohnen und Wirtschaft anpasste. Die fortlaufenden Bauphasen führten zu einem vielschichtigen Ensemble, das mittelalterliche Wehrarchitektur mit späteren Ergänzungen verband. Im 18. Jahrhundert ging Wasserburg Haus zum Haus in den Besitz der Grafen von Spee über und verlor in dieser Zeit zunehmend ihre militärische Funktion, da sie vor allem landwirtschaftlich genutzt wurde. Mit dieser veränderten Nutzung begann ein schleichender baulicher Niedergang, der im Laufe der Zeit zum Verfall weiter Teile der Anlage führte. Einen entscheidenden Wendepunkt markierte das Jahr 1973, als die Burg an den Architekten Lambert übertragen wurde. Mit großem Engagement und fachlicher Sorgfalt ließ er die stark verfallenen Bauten instand setzen und bewahrte die historische Substanz vor dem vollständigen Verlust. Durch diese Restaurierung konnte Wasserburg Haus zum Haus als bedeutendes Zeugnis mittelalterlicher Burgenbaukunst erhalten bleiben und vermittelt bis heute anschaulich die Entwicklung einer rheinischen Wasserburg von ihren Anfängen als Gehöft über ihre Blütezeit als Befestigungsanlage bis hin zur modernen Denkmalpflege. (c)WV
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Reichshof-Eckenhagen, Burg Denklingen
Die Burg Denklingen prägt mit ihrem malerischen Burghof bis heute das Ortsbild und bietet eine stimmungsvolle Kulisse für Märkte, Feste und kulturelle Veranstaltungen. Die Ursprünge der historischen Anlage reichen bis ins 14. Jahrhundert zurück, als sie als Wasserburg der Grafen von Berg errichtet wurde und eine wichtige Rolle innerhalb der regionalen Herrschaftsstruktur einnahm. Durch ihre Lage und die wasserumgebenen Befestigungen erfüllte sie sowohl defensive als auch repräsentative Funktionen und diente als Verwaltungsmittelpunkt des umliegenden Gebietes. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Burghaus mehrfach erweitert und baulich verändert, wobei insbesondere die Zeit vom 16. bis zum 18. Jahrhundert das heutige Erscheinungsbild maßgeblich prägte. Diese Umbauten spiegeln den Wandel von der mittelalterlichen Wehrburg zu einem komfortableren Amtssitz wider, der den gestiegenen Wohn- und Verwaltungsansprüchen gerecht wurde. Ein besonders markantes Element der Anlage ist der zweigeschossige Torbau an der Ostseite, der im Jahr 1698 errichtet wurde und bis heute als prägender Zugang zur Burganlage dient. Mit seiner klaren Formensprache und seiner soliden Bauweise ergänzt er das historische Ensemble auf harmonische Weise und verleiht der Burg Denklingen ihren unverwechselbaren Charakter. Insgesamt vermittelt die Anlage ein anschauliches Bild von der baulichen Entwicklung und der historischen Bedeutung eines bergischen Amtssitzes, der bis in die Gegenwart hinein als lebendiger Ort der Begegnung und Kultur genutzt wird. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Reichshof-Denklingen, Ortskern; Besichtigung: nur von außen; Info: Tel. +49(0)2296-801.318
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Remscheid, Haus Cleff
Haus Cleff wurde im Jahr 1778 errichtet und zählt zu den herausragenden Bauwerken Remscheids, da es auf besondere Weise die eleganten Stilelemente des Rokoko mit der traditionellen bergischen Bauweise verbindet. Ursprünglich diente das repräsentative Gebäude als Wohnsitz der wohlhabenden Familie Cleff, die mit dem Haus ihren gesellschaftlichen Status und ihren Sinn für zeitgenössische Architektur zum Ausdruck brachte. Die ausgewogene Fassadengestaltung, die feinen Details und die handwerklich hochwertige Ausführung spiegeln den Übergang von barocker Repräsentation zu einer eher bürgerlich geprägten Wohnkultur wider. Heute gilt Haus Cleff als bedeutendes Kulturdenkmal und vermittelt einen anschaulichen Eindruck von der großbürgerlich-bergischen Lebensart des späten 18. und des 19. Jahrhunderts. Besonders eindrucksvoll ist die vollständig erhaltene bergische Küche aus der Zeit um 1800, die einen authentischen Einblick in den damaligen Alltag, die Haushaltsführung und die kulinarischen Traditionen ermöglicht. Sie veranschaulicht anschaulich, wie eng Wohnen, Arbeiten und Leben miteinander verbunden waren. Ergänzt wird dieses Bild durch das Zinnkabinett, in dem kunstvoll gearbeitete Zinnobjekte ausgestellt sind, die vom handwerklichen Können und vom Geschmack vergangener Generationen zeugen. Neben seiner musealen Funktion erfüllt Haus Cleff heute auch wichtige kulturelle Aufgaben als städtisches Archiv und Bibliothek. Diese Nutzung trägt wesentlich dazu bei, das historische Erbe der Stadt zu bewahren, zu erforschen und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Haus Cleff verbindet damit Architekturgeschichte, Alltagskultur und lebendige Erinnerungskultur zu einem vielschichtigen historischen Ort. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Remscheid Cleffstr. 2 - 6; Besichtigung: siehe Öffnungszeiten; Info: Tel. +49(0)2191-4643518
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Rösrath, Haus Eulenbroich
Haus Eulenbroich ist ein eindrucksvolles historisches Anwesen, das durch seine markante Architektur und seine lange, wechselvolle Geschichte geprägt wird. Der Zugang erfolgt über eine steinerne Brücke, die ursprünglich mit kleinen Kanonen bewehrt war und auf diese Weise die frühere Wehrhaftigkeit der Anlage betont. Diese Brücke führt zu einem zweigeschossigen Torhaus, das als repräsentativer Eingang dient und den Übergang vom äußeren Bereich in den inneren Hof markiert. Von dort gelangt man in einen kleinen, geschlossenen Hof, an den sich das eigentliche Herrenhaus anschließt, das im Jahr 1750 errichtet wurde und den Wandel von der mittelalterlichen Burg zu einem herrschaftlichen Wohnsitz widerspiegelt. Die Ursprünge von Haus Eulenbroich reichen jedoch deutlich weiter zurück, denn bereits zwischen 1388 und 1401 erwarb Wilhelm Stael von Holstein die damalige Burg Eulenbroich, die anschließend fast vier Jahrhunderte lang im Besitz seiner Familie blieb und deren Geschichte nachhaltig prägte. Diese lange Besitzphase unterstreicht die Bedeutung des Anwesens als Adelssitz und Verwaltungszentrum. Später ging Haus Eulenbroich in den Besitz von Johann Werner Freiherr von Francken über, der das heute noch erhaltene Torhaus errichten ließ und damit dem Ensemble ein prägendes architektonisches Element hinzufügte. Im Laufe der Jahrhunderte wechselten die Eigentümer mehrfach, was mit zahlreichen baulichen Veränderungen, Erweiterungen und Anpassungen einherging, die das Erscheinungsbild der Anlage Schritt für Schritt formten. Seit dem Jahr 1981 befindet sich die ehemalige Burg im Besitz der Stadt und erfüllt heute eine öffentliche Funktion, indem sie die Gemeindeverwaltung beherbergt. Durch diese Nutzung blieb die historische Bausubstanz erhalten und wurde zugleich in das moderne Leben integriert. Haus Eulenbroich vermittelt damit eindrucksvoll den Wandel von einer wehrhaften Burg über einen adeligen Wohnsitz bis hin zu einem lebendigen Verwaltungs- und Begegnungsort und bleibt ein bedeutendes Zeugnis regionaler Geschichte und Baukultur. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Rösrath, Zum Eulenbroicher Auel 19; Besichtigung: außen zugänglich; Info: Tel. +49(0)2202-907320
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Rösrath, Burg Scheltensülz
Burg Scheltensülz, auch unter den Namen Burg Obersülz oder Heidenhaus bekannt, gehört zu den ältesten historischen Anlagen der Umgebung und wurde bereits im 12. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt. Ursprünglich stand das imposante Burghaus weitgehend isoliert in der sumpfigen Landschaft der Sülzaue und war vollständig von einem Wassergraben umgeben, was seine Wehrhaftigkeit zusätzlich unterstrich. Überlieferten Berichten zufolge soll das frühe Burghaus eine außergewöhnliche Höhe von bis zu acht Stockwerken besessen haben, was auf eine besondere strategische und repräsentative Bedeutung hinweist. Das massive Bruchsteingebäude diente im Mittelalter vermutlich nicht nur als Wohn- und Herrschaftssitz, sondern auch zur Kontrolle und Überwachung des Erzbergbaus in der näheren Umgebung, der für die regionale Wirtschaft von großer Bedeutung war. Der heute erhaltene Bau stammt aus der Spätgotik und wurde um 1470 errichtet, wobei er ältere Baustrukturen ersetzte oder in sie integriert wurde. In seiner Gestaltung spiegelt das Gebäude die typischen Bauformen und Verteidigungsanforderungen dieser Epoche wider, mit starken Mauern, klar gegliederten Baukörpern und einer auf Schutz und Dauerhaftigkeit ausgelegten Konstruktion. Trotz späterer Veränderungen, Anpassungen und baulicher Ergänzungen hat Burg Scheltensülz ihren ursprünglichen Charakter weitgehend bewahrt und vermittelt noch heute einen eindrucksvollen Eindruck mittelalterlicher Wehr- und Zweckarchitektur. Die Anlage steht exemplarisch für die Verbindung von wirtschaftlicher Nutzung, militärischer Sicherung und adeliger Herrschaftsausübung und ist ein anschauliches Zeugnis der historischen Entwicklung dieser Landschaft. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Rösrath-Hoffnungsthal, Sülzer Burg 9; Besichtigung: außen zugänglich; Info: Eigentümer Sturm, Tel. +49(0)2205-81507
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Rösrath, Haus Stade
Haus Stade war einst ein bedeutender Rittersitz und gehörte zu den prägenden Adelssitzen der Umgebung. Ursprünglich war das Anwesen von einem Wassergraben umgeben und von weitläufigen Ländereien eingefasst, die seine wirtschaftliche und herrschaftliche Bedeutung unterstrichen. Bereits im Jahr 1363 wird das Burghaus urkundlich erwähnt, was auf eine lange Geschichte als befestigter Wohn- und Verwaltungssitz hinweist. Diese frühe Nennung verdeutlicht die Rolle von Haus Stade innerhalb der mittelalterlichen Grundherrschaft und der regionalen Machtstrukturen. Das heutige Erscheinungsbild des Anwesens geht jedoch überwiegend auf das späte 19. Jahrhundert zurück, als umfangreiche Neubauten und Umgestaltungen vorgenommen wurden, die ältere Bauteile ersetzten oder überformten. Trotz dieser Veränderungen blieb der historische Charakter des Gutes erhalten, da sich Grundriss, Lage und einzelne strukturelle Elemente an der mittelalterlichen Vorgängeranlage orientierten. Die Kombination aus ursprünglicher mittelalterlicher Substanz und späteren Erweiterungen macht die Entwicklung des Anwesens über mehrere Jahrhunderte hinweg gut nachvollziehbar. Haus Stade vermittelt dadurch einen anschaulichen Eindruck vom Wandel eines Rittersitzes zu einem neuzeitlichen Gutshof und spiegelt zugleich die architektonischen und gesellschaftlichen Veränderungen der jeweiligen Epochen wider. Als Zeugnis regionaler Bau- und Adelsgeschichte besitzt das Anwesen bis heute einen hohen historischen Aussagewert. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Rösrath; Besichtigung: von der Straße einsehbar, privat; Info: Rösrath-Touristik, Tel. +49(0)2205-802.106
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Ruppichteroth, Burg Herrnstein
Burg Herrnstein, auch unter dem historischen Namen Huys zome Steyne bekannt, geht auf ein um 1300 errichtetes befestigtes Haus zurück und zählt zu den frühen adeligen Wohnsitzen der Region. Im Jahr 1370 wurde das Anwesen als Lehen an Johann von Stein vergeben, was seine Bedeutung innerhalb der damaligen Herrschaftsstrukturen unterstreicht. Eine entscheidende Phase in der Entwicklung der Burg begann 1436, als sie in den Besitz der Grafen von Nesselrode gelangte. Unter dieser einflussreichen Adelsfamilie wurde die als Hangburg angelegte Anlage erheblich erweitert und den repräsentativen wie wohnlichen Ansprüchen der Zeit angepasst. Die Lage am Hang bestimmte dabei maßgeblich die bauliche Gestaltung und verlieh der Burg ihre charakteristische Form. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts kam es zu tiefgreifenden Veränderungen, als große Teile der historischen Bausubstanz abgerissen und anschließend neu errichtet wurden. Trotz dieser Eingriffe sind die ursprünglichen Ausmaße und Strukturen der Burganlage noch immer gut nachvollziehbar. Besonders aufschlussreich sind die Außenseiten der oberen Stockwerke an der östlichen Giebelmauer des Herrenhauses, an denen sich ältere Bauphasen und konstruktive Details ablesen lassen. Diese Baureste geben einen anschaulichen Einblick in die ursprüngliche Architektur und verdeutlichen den Übergang von einem mittelalterlichen befestigten Haus zu einem späteren adeligen Wohnsitz. Burg Herrnstein vermittelt damit eindrucksvoll die bauliche Entwicklung und die wechselvolle Geschichte eines historischen Herrschaftssitzes über mehrere Jahrhunderte hinweg. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Ruppichteroth-Winterscheid; Besichtigung: von der Straße einsehbar, privat, Info: Tel. +49(0)2295-49.0
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Ruppichteroth, Ruine Herrenbröl
Die Ruine Herrenbröl geht auf einen ehemaligen Rittersitz aus dem 13. Jahrhundert zurück und wurde erstmals am 8. Oktober 1417 urkundlich erwähnt. Namensgebend für die ursprünglich als Niederungsburg angelegte Anlage war das Geschlecht derer von Bröl, das hier seinen Herrschaftssitz hatte und die Umgebung über längere Zeit prägte. Die Lage in der Niederung bestimmte sowohl die Bauform als auch die ursprüngliche Befestigung der Burg, die weniger auf Höhenverteidigung als vielmehr auf massive Mauern und Wasser- beziehungsweise Geländeschutz setzte. Die heute noch sichtbaren Baureste stammen überwiegend aus dem 15. Jahrhundert und lassen erkennen, dass die Anlage in dieser Zeit baulich erneuert und verstärkt wurde. Besonders markant ist der rund 12 Meter hohe Turm, der bis heute als weithin sichtbares Relikt erhalten geblieben ist und einen Eindruck von der einstigen Wehrhaftigkeit der Burg vermittelt. Um das Jahr 1803 wurde die Burg schließlich zerstört, womit ihre Funktion als Adelssitz endgültig endete. Das später an ihrer Stelle errichtete Wohnhaus bestand nur vergleichsweise kurze Zeit und wurde 1944 durch die Gemeinde abgerissen. Heute präsentiert sich Herrenbröl als eindrucksvolle Ruinenstätte, an der Besucher noch Teile der Umfassungsmauern, den Keller des ehemaligen Herrenhauses sowie einen weiterhin nutzbaren Brunnen entdecken können. Diese erhaltenen Elemente erlauben es, die Grundstruktur der Anlage nachzuvollziehen und geben einen anschaulichen Einblick in die architektonische Gestaltung und die historische Bedeutung dieses ehemaligen Rittersitzes. Trotz ihres ruinösen Zustands bleibt die Ruine Herrenbröl ein wichtiges Zeugnis regionaler Adels- und Baugeschichte. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Ruppichteroth; Besichtigung: jederzeit; Info: Tel. +49(0)2295-49.0
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Ruppichteroth, Ruine Herrenbröl
Burg Niederpleis ist ein ehemaliger Rittersitz und gilt als Wahrzeichen des Stadtteils Niederpleis in Sankt Augustin, dessen Geschichte bis ins Jahr 1071 zurückreicht, als die Anlage erstmals urkundlich erwähnt wurde. Über viele Jahrhunderte hinweg prägte die Burg als Herrensitz die Entwicklung des Ortes und spiegelt in ihrer Bausubstanz die wechselnden Anforderungen und Besitzverhältnisse wider. Seit etwa 1872 wurde das Anwesen umfassend umgebaut und erhielt in dieser Zeit seine heutige Gestalt, wobei ältere Bausubstanz mit neuen architektonischen Elementen verbunden wurde. Diese Umgestaltungen führten zu einem vielschichtigen Erscheinungsbild, das mittelalterliche Strukturen mit neuzeitlichen Stilformen vereint und die lange Nutzungsgeschichte der Burg sichtbar macht. Burg Niederpleis stellt damit ein eindrucksvolles Beispiel regionaler Bau- und Ortsgeschichte dar und bewahrt bis heute ihre Bedeutung als prägendes historisches Bauwerk im Stadtbild von Sankt Augustin. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Ort: Sankt-Augustin-Niederpleis; Besichtigung: nur außen, privat; Info: Stadtarchiv, Tel. +49(0)2241-243596
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Schloss Birlinghoven entstand zwischen 1900 und 1902 und wurde bewusst im Stil englischer Adelssitze errichtet, um einen repräsentativen Landsitz mit internationalem Flair zu schaffen. Um diesem architektonischen Vorbild möglichst nahe zu kommen, wurden die charakteristischen roten Ziegelsteine eigens aus England importiert, was dem Gebäude sein bis heute unverwechselbares Erscheinungsbild verleiht. Die Gestaltung orientiert sich an englischen Herrenhäusern jener Zeit und verbindet repräsentative Architektur mit einer landschaftlich eingebetteten Lage, die den Anspruch eines herrschaftlichen Wohn- und Gesellschaftssitzes widerspiegelt. Das Schloss hebt sich damit deutlich von regionaltypischen Bauformen ab und dokumentiert den Einfluss internationaler Architekturströmungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Im Laufe seiner Geschichte erfuhr Schloss Birlinghoven einen Wandel von einem privaten Adelssitz hin zu einer öffentlichen Nutzung. Heute befindet sich das Anwesen im Besitz der Bundesrepublik Deutschland und wird von der Fraunhofer-Gesellschaft genutzt. Diese Nutzung verleiht dem historischen Gebäude eine neue, zeitgemäße Bedeutung und verbindet traditionsreiche Architektur mit moderner Forschung und Innovation. Als Standort wissenschaftlicher Einrichtungen steht Schloss Birlinghoven heute für den gelungenen Übergang von repräsentativer Vergangenheit zu zukunftsorientierter Nutzung und zeigt, wie historische Bausubstanz nachhaltig in die Gegenwart eingebunden werden kann. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Ort: Birlinghoven; Besichtigung: nach Absprache; Info: Tel. +49(0)2241-140
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Ruppichteroth, Ruine Herrenbröl
Das Wasserschloss Birlinghoven ist ein reizvolles historisches Anwesen, das inmitten einer dreiflügeligen Hofanlage mit malerischen Fachwerkbauten liegt und bis heute einen besonders harmonischen Gesamteindruck vermittelt. Das Schlösschen vereint stilprägende Elemente des Barock und Rokoko, deren elegante Formen und dekorative Details der Anlage eine außergewöhnliche ästhetische Ausstrahlung verleihen. Diese architektonische Kombination spiegelt den repräsentativen Anspruch früherer Adelssitze wider und macht Wasserschloss Birlinghoven zu einem anschaulichen Beispiel regionaler Baukunst. Die sorgfältig gestaltete Hofanlage und die ausgewogene Einbindung der Gebäude unterstreichen den historischen Charakter des Schlosses und verleihen dem Ensemble eine besondere atmosphärische Geschlossenheit, die seine kulturelle und architektonische Bedeutung bis heute deutlich erkennbar macht. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Ort: Sankt-Augustin-Birlinghoven; Besichtigung: nur außen, privat; Info: Tel. +49(0)2241-2325512
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Siegburg, ehem. Abtei Michaelsberg
Die ehemalige Abtei Michaelsberg in Siegburg blickt auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurück, die eng mit der religiösen, kulturellen und politischen Entwicklung der Region verbunden ist. Im Jahr 1064 wandelte Erzbischof Anno II. die zuvor bestehende pfalzgräfliche Burg in ein Benediktinerkloster um und legte damit den Grundstein für eine der bedeutendsten geistlichen Einrichtungen des Rheinlandes. Diese Gründung leitete eine Blütezeit ein, in der der Michaelsberg zu einem wichtigen religiösen Zentrum heranwuchs. Im 17. Jahrhundert wurden große Teile der mittelalterlichen Klosteranlage durch verheerende Stadtbrände zerstört, woraufhin die Abtei als barocker Neubau wiedererrichtet wurde, dessen monumentale Architektur das Erscheinungsbild des Berges bis heute prägt. Mit der Säkularisation im Jahr 1803 wurde das Kloster aufgelöst, doch blieb der Michaelsberg weiterhin ein zentraler Erinnerungsort der Stadtgeschichte. In einer Seitenkapelle der ehemaligen Abtei befindet sich der Annoschrein mit den sterblichen Überresten des Klostergründers Erzbischof Anno II., der als bedeutendes religiöses und historisches Zeugnis verehrt wird. Ergänzt wird der Besuch durch das Abteimuseum, das mit zahlreichen Fundstücken die Geschichte der Abtei und das Wirken des heiligen Anno anschaulich dokumentiert und den Michaelsberg als kulturellen Höhepunkt Siegburgs erlebbar macht. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Siegburg, Michaelsberg; Besichtigung: Abteimuseum Info: Tel. +49(0)2241-1290
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Solingen, Schloss Burg
Schloss Burg zählt zu den bedeutendsten historischen Anlagen des Bergischen Landes und wurde erstmals im Jahr 1218 urkundlich erwähnt. Über nahezu drei Jahrhunderte hinweg diente die imposante Höhenburg bis 1496 als Residenz der Grafen von Berg, die von hier aus ihre Herrschaft ausübten und das politische, wirtschaftliche und kulturelle Leben der Region maßgeblich prägten. Die strategisch günstige Lage auf einer Anhöhe ermöglichte nicht nur Kontrolle über wichtige Verkehrswege, sondern verlieh dem Schloss auch eine starke symbolische Bedeutung als Machtzentrum. Nach dem Umzug der Grafen nach Düsseldorf verlor Schloss Burg seine Funktion als Hauptresidenz und wurde fortan nur noch unregelmäßig genutzt. Dieser Bedeutungsverlust führte im Laufe der folgenden Jahrhunderte zu einem zunehmenden baulichen Verfall, bei dem große Teile der Anlage verfielen oder zerstört wurden. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts setzte ein grundlegender Wandel ein, als im Jahr 1890 auf private Initiative hin der ambitionierte Wiederaufbau begann. Mit großem historischem Interesse und erheblichem Engagement wurde versucht, die einstige Bedeutung und Gestalt der Burg wieder erlebbar zu machen. Nach Abschluss der Arbeiten im Jahr 1914 entwickelte sich Schloss Burg zu einer der größten und eindrucksvollsten restaurierten Burganlagen in Westdeutschland. Heute erfüllt das Schloss eine zentrale kulturelle Aufgabe und beherbergt das Bergische Museum, das die Geschichte der Burg und der gesamten Region anschaulich vermittelt. Zahlreiche Ausstellungsstücke, archäologische Funde und detailreiche Modelle verdeutlichen die Entwicklung des Bergischen Landes von der mittelalterlichen Grafschaft bis in die Neuzeit. Ergänzt wird dieses Angebot durch historisch eingerichtete Räume, die einen lebendigen Eindruck vom Alltag, vom höfischen Leben und von den Lebensverhältnissen vergangener Jahrhunderte vermitteln. Schloss Burg verbindet damit eindrucksvoll monumentale Architektur, regionale Geschichte und lebendige Kulturvermittlung und ist bis heute ein herausragendes Wahrzeichen der Region. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Solingen, Schlossplatz 2; Besichtigung: Info: Tel. +49(0)212-242260
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Solingen, Burg Hohenscheid
Burg Hohenscheid ist kein mittelalterliches Originalbauwerk, sondern ein historisierender Nachbau des früheren Rittersitzes und wurde im Jahr 1921 errichtet. Die Anlage entstand an historischer Stelle und greift in ihrer Gestaltung bewusst Formen und Elemente traditioneller Burgarchitektur auf, um an die frühere Bedeutung des Ortes zu erinnern. Eingebettet in die waldreiche Landschaft der Wupperberge fügt sich die Burg harmonisch in die natürliche Umgebung des Bergischen Landes ein und wirkt wie ein markanter Aussichtspunkt innerhalb der hügeligen Landschaft. Durch ihre Lage ist Burg Hohenscheid ein beliebtes Ziel für Wanderer und Naturfreunde, die hier Geschichte, Architektur und Naturerlebnis miteinander verbinden können. Die Umgebung mit ihren Wegen, Wäldern und Ausblicken unterstreicht den reizvollen Charakter des Ortes und macht die Burg zu einem lohnenden Zwischenziel bei Ausflügen in die Region. Als bewusst gestalteter Nachbau vermittelt Burg Hohenscheid weniger mittelalterliche Authentizität, dafür aber einen anschaulichen Eindruck davon, wie ein Rittersitz in dieser Landschaft gewirkt haben könnte, und bereichert die Kulturlandschaft durch ihren erinnernden und landschaftsprägenden Charakter. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Solingen, Hohenscheid 3; Besichtigung: nach Absprache; Info: Tel. +49(0)212-22.14.323
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Troisdorf, Burg Wissem
Die Ursprünge der Burg Wissem reichen bis zu der karolingischen Hofanlage „Wiesheim“ zurück, die sich im Laufe der Jahrhunderte zu einer bedeutenden Burg- und Gutsanlage entwickelte und die Geschichte des Ortes nachhaltig prägte. Nach einer wechselvollen Besitzgeschichte ging Burg Wissem im Jahr 1833 in den Besitz der Freiherren von Loe über, unter deren Einfluss das heutige Erscheinungsbild entscheidend gestaltet wurde. Das repräsentative Herrenhaus wurde 1845 fertiggestellt und bildet seither den architektonischen Mittelpunkt der Anlage. An der Ostseite der Burg ist mit der Remise ein besonders wertvolles Bauteil erhalten geblieben, ein Bruchsteintrakt aus der Zeit um 1550, der einen anschaulichen Eindruck von der Bauweise und Nutzung früherer Jahrhunderte vermittelt. Heute besitzt Burg Wissem eine neue kulturelle Bedeutung, da sie das einzige europäische Museum für Bilderbuchkunst und Jugendillustration beherbergt, dessen umfangreiche Sammlung von mehr als 15.000 Kinderbüchern und Illustrationen einen einzigartigen Einblick in die Geschichte der Kinderliteratur bietet und die historische Burganlage mit zeitgemäßem kulturellem Leben erfüllt. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Troisdorf; Besichtigung: Info: Tel. +49(0)2241-8841.11 oder 17
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Velbert, Schloss Hardenberg
Schloss Hardenberg entstand vermutlich im 13. Jahrhundert als wehrhafte Wasserburg und liegt heute im Zentrum des Velberter Stadtteils Neviges, wo es trotz städtischer Umgebung seinen historischen Charakter bewahrt hat. Die Anlage diente ursprünglich der Sicherung und Kontrolle des umliegenden Gebietes und war Teil des dichten Netzes mittelalterlicher Herrschaftssitze im Bergischen Land. Erstmals urkundlich erwähnt werden die Herren von Hardenberg im Jahr 1354 als Besitzer des Schlosses, dessen Name sich bis heute erhalten hat und auf dieses Adelsgeschlecht zurückgeht. Im Laufe des Mittelalters wechselte das Schloss mehrfach den Eigentümer, was auf die politischen, wirtschaftlichen und dynastischen Veränderungen jener Zeit zurückzuführen ist. Dabei wurde Schloss Hardenberg häufig als Anlageobjekt gehandelt und diente weniger als dauerhaft genutzter Wohnsitz, sondern vielmehr als wirtschaftlicher und strategischer Besitz. Diese häufigen Besitzerwechsel führten dazu, dass die Anlage immer wieder angepasst, verändert oder nur eingeschränkt genutzt wurde, was ihre Entwicklung nachhaltig prägte. Trotz dieser wechselvollen Geschichte blieb der Grundcharakter der ehemaligen Wasserburg erhalten und ist bis heute im Baukörper und der Lage der Anlage erkennbar. In der Neuzeit verlor Schloss Hardenberg seine ursprüngliche militärische und herrschaftliche Funktion und wurde zunehmend in das städtische Umfeld integriert. Heute befindet sich das Schloss im Eigentum der Stadt Velbert, die damit Verantwortung für den Erhalt dieses historischen Bauwerks übernommen hat. Schloss Hardenberg steht exemplarisch für den Wandel mittelalterlicher Burganlagen vom wehrhaften Adelssitz über wechselnde Besitzverhältnisse hin zu einem historischen Bauwerk mit öffentlicher Bedeutung und bleibt ein wichtiger Bestandteil der Stadt- und Regionalgeschichte von Velbert. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Velbert-Neviges, Zum Hardenberger Schloss 4; Besichtigung: vom Weg einsehbar; Info: Tel. +49(0)2053-912212
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Windeck, Schloss Mauel
Schloss Mauel ist eine ehemalige Wasserburg, deren Bezeichnung auf die einst umlaufenden Wassergräben zurückgeht, die dem Anwesen Schutz und eine klare Abgrenzung verliehen. Die Anlage wird erstmals im 16. Jahrhundert urkundlich erwähnt und steht exemplarisch für die Entwicklung regionaler Adelssitze in der frühen Neuzeit. Charakteristisch für Schloss Mauel ist die Verwendung von Grauwacke-Bruchsteinen aus der näheren Umgebung, die dem Bauwerk sein markantes, robustes Erscheinungsbild verleihen und zugleich die enge Verbindung zur lokalen Bautradition widerspiegeln. Diese regionaltypischen Materialien sorgten nicht nur für Stabilität, sondern prägten auch den zurückhaltend-wehrenhaften Ausdruck der Anlage. Im Laufe der Zeit verlor die Wasserburg ihre militärische Bedeutung und wurde zunehmend als Wohn- und Wirtschaftssitz genutzt, wobei sich ihre Funktion an die veränderten Anforderungen anpasste. Trotz späterer Veränderungen blieb der historische Kern erkennbar, sodass Schloss Mauel bis heute einen anschaulichen Eindruck von der Bauweise und Lebenswelt des landsässigen Adels vermittelt. Das Zusammenspiel aus schlichter Architektur, regionalem Baumaterial und historischer Funktion macht Schloss Mauel zu einem aussagekräftigen Zeugnis der Bau- und Kulturgeschichte dieser Landschaft. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Windeck-Mauel, Rathausstr. Besichtigung: Info: Tel. +49(0)2292-19433
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Windeck, Burg Windeck
Die Burg Windeck wird erstmals im Jahr 1174 urkundlich erwähnt und gehört damit zu den früh belegten Herrschaftssitzen der Region. Bereits vor der heutigen Anlage existierte an gleicher Stelle eine ältere Befestigung, was die strategische Bedeutung des hoch über der Sieg gelegenen Standortes unterstreicht. Während des Dreißigjährigen Krieges erlitt die Burg schwere Zerstörungen und wurde in dieser Zeit weitgehend vernichtet. In den darauffolgenden Jahren nutzte man die Ruinen als Steinbruch, wodurch ein erheblicher Teil der historischen Bausubstanz verloren ging. Im 19. Jahrhundert entstand neben der mittelalterlichen Burgruine ein neues Schloss, das den romantischen Zeitgeist widerspiegelte und die Anlage erneut zu einem repräsentativen Bauwerk machen sollte. Dieses Schloss hatte jedoch keinen dauerhaften Bestand, denn es wurde im Zweiten Weltkrieg durch einen Brand vollständig zerstört. Die verbliebenen Reste des Schlosses wurden in den 1960er Jahren abgetragen, um die Anlage zu sichern und den Blick auf die mittelalterliche Ruine freizustellen. Gleichzeitig begannen umfangreiche Sicherungs- und Erhaltungsmaßnahmen an der eigentlichen Burgruine, die bis heute markant über dem Siegtal thront. Burg Windeck präsentiert sich heute als eindrucksvolle Ruinenanlage, die trotz der zahlreichen Zerstörungen ein anschauliches Bild ihrer wechselvollen Geschichte vermittelt und die landschaftliche Silhouette der Region nachhaltig prägt. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Windeck-Altwindeck, An der Burgruine; Info: Tel. +49(0)2292-19433
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Das Burghaus Dattenfeld wurde vermutlich zu Beginn des 17. Jahrhunderts von den Brüdern Robens errichtet und entwickelte sich zu einem repräsentativen Adelssitz im Siegtal. Über die frühen Bewohner vor dem 19. Jahrhundert ist nur wenig überliefert, was der Anlage einen besonderen historischen Reiz verleiht. Ab etwa 1850 befand sich das Burghaus im Besitz des Grafen von Kurtzrock-Wellingsbüttel, dessen Familie das Anwesen rund 70 Jahre lang bewohnte und die umliegenden Ländereien prägte. In dieser Zeit wurde das Burghaus mehrfach um- und ausgebaut, wodurch sich unterschiedliche architektonische Einflüsse überlagerten und die Anlage schrittweise an die veränderten Wohn- und Nutzungsansprüche angepasst wurde. Diese baulichen Veränderungen spiegeln anschaulich den Wandel eines frühneuzeitlichen Adelssitzes wider, der sich von einer eher schlichten Wohnanlage zu einem komfortableren Herrensitz entwickelte. Trotz der Umbauten blieb der historische Charakter des Burghauses erhalten, sodass sich bis heute verschiedene Bauphasen ablesen lassen. Das Burghaus Dattenfeld vermittelt damit einen lebendigen Eindruck von der regionalen Baugeschichte und der adeligen Lebenswelt im Bergischen Land und gilt als wichtiges kulturhistorisches Zeugnis, das die lange Nutzungsgeschichte eines ländlichen Herrschaftssitzes anschaulich nachvollziehbar macht. (c)WV
Weitere Informationen und Bilder finden Sie im Reiseführer Sehenswertes im Bergischen Land
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Tourismusinfos/Büro: Windeck-Dattenfeld,; Besichtigung: nur außen; Info: Tel. +49(0)2292-19433
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Wülfrath, Wasserburg Düssel
Die Wasserburg Düssel in Wülfrath geht auf einen historischen Rittersitz der Herren von Düssel zurück, die im Jahr 1298 urkundlich erwähnt wurden, und entwickelte sich aus einem noch älteren Fronhof des Kölner Gereonstiftes, wodurch ihre Bedeutung bereits im Hochmittelalter belegt ist. Die Anlage war über Jahrhunderte hinweg ein wichtiger herrschaftlicher und wirtschaftlicher Mittelpunkt der Region und vereinte landwirtschaftliche Nutzung mit repräsentativem Wohnen und wehrhafter Sicherung. Eine besondere historische Stellung erhielt die Wasserburg im Jahr 1570, als sie als einziges Gebäude einer verheerenden Feuersbrunst entging und damit als seltenes Zeugnis der damaligen Bausubstanz erhalten blieb. Die zweiteilige Anlage ist von breiten Wassergräben umgeben, die den ursprünglichen Verteidigungszweck deutlich erkennen lassen und zugleich den Charakter einer klassischen rheinischen Wasserburg prägen. Im Jahr 1789 wurde die dreiflügelige Vorburg errichtet, die das Ensemble architektonisch ergänzte und die Anlage funktional erweiterte, insbesondere im Hinblick auf Wirtschaft und Verwaltung. Das ursprüngliche Herrenhaus der Burg erlitt im Laufe der Jahrhunderte erhebliche Zerstörungen und wurde nach 1945 durch ein Wohnhaus ersetzt, was den Wandel der Nutzung und die Anpassung an moderne Wohnbedürfnisse widerspiegelt. Trotz dieser tiefgreifenden Veränderungen ist die historische Struktur der Wasserburg Düssel weiterhin gut nachvollziehbar und vermittelt einen anschaulichen Eindruck von der Entwicklung eines mittelalterlichen Fronhofes hin zu einem adeligen Rittersitz und schließlich zu einer Anlage der frühen Neuzeit. Die Wasserburg Düssel bleibt damit ein bedeutendes Zeugnis regionaler Geschichte und ein prägendes Element der historischen Kulturlandschaft von Wülfrath. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Wülfrath-Düssel; Besichtigung: außen zugänglich; Info: Tel. +49(0)2058-18.0
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Reiseführer Burgen und Schlösser im Bergischen Land - Wuppertal, Schloss Lüntenbeck
Schloss Lüntenbeck ist eine denkmalgeschützte Hofanlage, die sich durch ihr geschlossenes historisches Ensemble und ihre vielschichtige Nutzungsgeschichte auszeichnet. Prägend für das Erscheinungsbild ist das barocke Herrenhaus, das mit seiner klaren Gliederung und repräsentativen Wirkung den Anspruch eines herrschaftlichen Guts widerspiegelt. Ein besonderer Blickfang ist der Mühlenturm, der mit dekorativen Elementen im Stil des Rokoko verziert ist und die wirtschaftliche Bedeutung der Anlage eindrucksvoll unterstreicht. Ergänzt wird das Ensemble durch mehrere Ställe, Wirtschafts- und Nebengebäude, die gemeinsam ein anschauliches Bild eines großen Gutshofes vergangener Jahrhunderte vermitteln. Ursprünglich diente das Anwesen als Tafelgut des Stiftes Gerresheim und war damit eng in die Versorgung und Verwaltung kirchlicher Besitzungen eingebunden. Diese Funktion prägte über lange Zeit die Nutzung und Struktur der Anlage. Im 19. und 20. Jahrhundert wandelte sich Schloss Lüntenbeck zu einem landwirtschaftlich geprägten Gutshof, wobei die vorhandenen Gebäude weiter genutzt und an neue Anforderungen angepasst wurden. Seit den 1970er Jahren erfuhr die Anlage eine erneute Umnutzung, bei der die historische Bausubstanz erhalten blieb und zugleich neuen Zwecken zugeführt wurde. Heute sind in den Gebäuden verschiedene Unternehmen sowie Wohnungen untergebracht, wodurch Schloss Lüntenbeck zu einem lebendigen Bestandteil des städtischen Umfelds geworden ist. Die Verbindung aus historischer Architektur, wirtschaftlicher Tradition und moderner Nutzung macht Schloss Lüntenbeck zu einem eindrucksvollen Beispiel für den behutsamen Umgang mit gewachsenem Kulturerbe. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Wuppertal-Lüntenbeck; Besichtigung: zu den Veranstaltungen; Info: Tel. +49(0)202-2987687
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