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Reiseführer Europa

(c) Ingrid + Achim Walder

Deutsche Limes-Straße - UNESCO-Welterbe
Städte, Orte, Kastelle und Wachtürme vom Rhein zur Donau


Reiseführer Deutsche Limes-Straße -
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Deutsche Limes-Straße

Deutsche Limes-Straße: Die Deutsche Limes-Straße folgt als eindrucksvolle Kultur- und Ferienroute dem Verlauf des UNESCO-Welterbes Obergermanisch-Raetischer Limes und verbindet auf rund 700 Kilometern den Rhein bei Bad Hönningen mit der Donau in Regensburg, wobei sie eine der bedeutendsten historischen Grenzlinien Europas erlebbar macht und zugleich abwechslungsreiche Landschaftsräume miteinander verknüpft; initiiert 1995 und getragen vom Engagement engagierter Kommunen und Persönlichkeiten wie dem früheren Aalener Oberbürgermeister Ulrich Pfeifle, hat sich die Deutsche Limes-Straße als feste Größe für kulturhistorisch interessierte Reisende etabliert. Vom Rhein aus führt die Route zunächst durch den Westerwald, den Taunus und die fruchtbare Wetterau, überquert südlich von Hanau den Main und streift mit Aschaffenburg und Miltenberg traditionsreiche Städte mit römischen Wurzeln, bevor sie in den stillen Odenwald eintaucht; anschließend öffnen sich die weiten Ebenen der Hohenloher Ebene, die bewaldeten Höhen des Schwäbisch-Fränkischen Waldes und die markanten Landschaftsformen der Schwäbischen Alb, ehe die Strecke dem idyllischen Verlauf des Altmühltals folgt und schließlich in der geschichtsträchtigen Domstadt Regensburg an der Donau ihren Höhepunkt erreicht. Entlang der gesamten Route begegnen Reisende einem außergewöhnlich dichten Netz römischer Zeugnisse mit rund 60 bedeutenden Denkmälern, darunter Kastelle, Wachtürme, rekonstruierte Grenzanlagen, archäologische Lehrpfade und Museen, die das Leben an der römischen Grenze anschaulich vermitteln und die Antike greifbar machen. Zugleich prägen malerische Städte, kleine Ortschaften und naturnahe Abschnitte das Bild, sodass sich Kulturgeschichte und Landschaftserlebnis harmonisch verbinden und sowohl zu kurzen Etappen als auch zu ausgedehnten Entdeckungsreisen einladen. Ob beim Wandern entlang ehemaliger Grenzlinien, beim Erkunden römischer Relikte oder beim genussvollen Durchqueren historisch gewachsener Regionen – die Deutsche Limes-Straße eröffnet eine faszinierende Zeitreise durch fast zwei Jahrtausende europäischer Geschichte und bietet nachhaltige Reiseerlebnisse mit hohem kulturellem Mehrwert. (c)WV

Reisetipps-Europa - Walder-Verlag

Herausgeber, Autoren und Redaktion: Ingrid Walder - Achim Walder
Mitarbeiter/innen: Ralf Bayerlein, Peter Höhbusch, Christoph Riedel, Manfred Diekenbrock, Eva Lenhof, Sebastian Walder, Elke Beckert,
Foto: Ingrid Walder - Achim Walder und von Freunde / Mitarbeiter*innen, sowie von Hotels, Tourismusbüros und Tourismus-Marketing Gesellschaften.
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Karte zum Germanischen Limes

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Deutsche Limes-Straße - Bad Hönningen - 1. Limesturm

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Limes - Bad Hönningen 1. Wachturm

Im landschaftlich eindrucksvollen Bereich des Obergermanisch-Raetischen Limes befindet sich bei Rheinbrohl ein historisch bedeutender Punkt am nördlichen Beginn dieser römischen Grenzanlage, wo einst das Kleinkastell Rheinbrohl lag und als strategischer Vorposten unmittelbar am damaligen Rheinufer eine Schlüsselrolle innerhalb der römischen Verteidigungsplanung einnahm; das quadratisch angelegte Kastell mit einer Seitenlänge von rund 26 Metern entstand im 2. Jahrhundert zur Zeit des Kaisers Commodus und war mit einer massiven Wehrmauer, vorgelagerten Spitzgräben sowie einem nach Süden zum Rhein orientierten Tor ausgestattet, was seine Funktion als Kontroll- und Überwachungsposten deutlich unterstreicht. Das umliegende Neuwieder Becken besaß bereits früh große militärische Bedeutung für die Römer und diente zunächst als Aufmarschgebiet, bevor es vollständig in das Limes-System integriert wurde, das diese Region weiträumig umschloss und absicherte. Heute ist der Verlauf des Limes in diesem Abschnitt durch den gut erschlossenen Limeswanderweg nachvollziehbar, der durch bewaldete Höhenzüge führt und immer wieder weite Ausblicke auf das Rheintal eröffnet, während entlang des Weges Spuren römischer Bauwerke, rekonstruierte Wachturmstandorte und der ehemalige Limesgraben die Dimension dieser antiken Grenzlinie erlebbar machen. Besonders das Areal um das ehemalige Kleinkastell Rheinbrohl sowie das benachbarte Kleinkastell am Forsthofweg zählen zu den geschichtlichen Höhepunkten dieses Abschnitts, auch wenn oberirdisch keine Baureste mehr erhalten sind. Dennoch vermittelt die Landschaft einen eindrucksvollen Eindruck von der strategischen Lage und der historischen Bedeutung dieses Ortes, der als Ausgangspunkt des Obergermanischen Limes gilt und bis heute ein faszinierendes Zeugnis römischer Präsenz am Rhein darstellt. (c)WV


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Bad Hönningen***

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Bad Hönningen - Region Rheintal / Rheinland-Pfalz

Sehenswürdigkeiten: historische Altstadt, Schloss Arenfels, Limesturm, Burg Ariendorf, Alte Kapelle, Marienburg, Fronhof, Wallfahrtskirche, Ruine Hammerstein

Bad Hönningen, ein malerischer Bade- und Weinort am Mittelrhein, liegt zwischen Bonn und Koblenz und besticht durch seine charmante Lage, die von sonnigen Weinbergen und ausgedehnten Wäldern geprägt ist. Bekannt für seine heilenden Thermalquellen, zieht der Ort bereits seit Jahrhunderten Erholungssuchende an und hat sich als Heilbad etabliert. Die historische Altstadt mit ihren liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern und engen Gassen vermittelt einen Eindruck von vergangener Zeit und zieht Besucher mit ihrem authentischen Charme an. Ein markantes Wahrzeichen von Bad Hönningen ist das Schloss Arenfels, das im 13. Jahrhundert errichtet wurde. Diese imposante Schlossanlage thront hoch über dem Rhein und bietet nicht nur einen faszinierenden Einblick in die Geschichte, sondern auch einen spektakulären Blick auf das Rheintal. Die Region um das Schloss, mit ihren üppigen Weinbergen, trägt zur einzigartigen Atmosphäre bei, die Bad Hönningen auszeichnet. Nicht weit entfernt befindet sich das historische Hammerstein, ein Ort mit bedeutenden Sehenswürdigkeiten. Besonders hervorzuheben ist die Burg Ariendorf, die als Wahrzeichen der Region gilt und einen direkten Bezug zur mittelalterlichen Geschichte von Bad Hönningen hat. Ebenso ist die Ruine Hammerstein ein faszinierendes Relikt der Vergangenheit. Sie gilt als die älteste Burg im Mittelrheintal und bietet einen eindrucksvollen Ausblick auf das umliegende Tal und den Rhein. Die Alte Kapelle und die Marienburg ergänzen das historische Bild und laden zu Entdeckungsreisen in die Geschichte der Region ein. Für Wanderfreunde und Naturliebhaber gibt es in und um Bad Hönningen zahlreiche Möglichkeiten, die Natur zu genießen. Die Weitläufigkeit der umliegenden Wälder und Weinberge sowie der malerische Blick auf den Rhein machen den Ort zu einem perfekten Ausgangspunkt für Wanderungen und Spaziergänge. Der Limesturm und die Wallfahrtskirche sind weitere markante Punkte, die Besucher auf ihren Streifzügen durch die Region entdecken können. Die Region Bad Hönningen ist ein Ort, der Geschichte, Kultur und Natur auf einzigartige Weise vereint. Mit seinen gut erhaltenen historischen Bauwerken, seiner ruhigen Lage und den heilenden Thermalquellen bietet der Ort ein Erlebnis für alle Sinne. (c)WV
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Neuwied**

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Neuwied - Region Rheintal / Rheinland-Pfalz

Sehenswürdigkeiten: Burg Altwied, ev. Kirche, Wiedsches Schloss, Schloss Engers, Altes Rathaus Engers, Schloss Monrepos

Neuwied, offiziell im Jahr 1633 durch Graf Friedrich zu Wied gegründet, liegt malerisch in der Region Rheintal in Rheinland-Pfalz und bietet eine Vielzahl historischer Sehenswürdigkeiten, die einen faszinierenden Einblick in die Stadtgeschichte gewähren. Die Stadt hat sich im Laufe der Jahrhunderte zu einem kulturellen und historischen Zentrum entwickelt, das die Entwicklung von den mittelalterlichen Ursprüngen bis hin zur aristokratischen Pracht des 18. Jahrhunderts widerspiegelt. Ein bedeutendes Wahrzeichen von Neuwied ist das Wiedsche Schloss, das zwischen 1707 und 1712 im rheinisch-nassauischen Klassizismus erbaut wurde. Dieses imposante Gebäude prägt nicht nur die Architektur der Stadt, sondern erzählt auch von der aristokratischen Vergangenheit von Neuwied. Das Schloss ist ein eindrucksvolles Beispiel für die Architektur des Barockzeitalters und ein Zentrum der Stadtgeschichte. Die Burg Altwied, die im 13. Jahrhundert erbaut wurde, gehört ebenfalls zu den markanten Bauwerken der Stadt und zeugt von den mittelalterlichen Ursprüngen Neuwieds. Die Burg, die im Laufe der Jahrhunderte verschiedene Funktionen hatte, ist ein bedeutendes Relikt der Vergangenheit und ein faszinierendes Beispiel für mittelalterliche Architektur. Die Evangelische Pfarrkirche Altwied, ein weiteres Juwel der religiösen Architektur, wurde im spätgotischen Stil erbaut und stellt ein beeindruckendes Beispiel für die religiöse Baukunst der Region dar. Mit ihrer eleganten Gestaltung und ihrer historischen Bedeutung ist sie ein herausragendes Wahrzeichen der Stadt. Ein weiteres Highlight ist das Jagd- und Lustschloss Engers, ein spätbarockes Meisterwerk, das mit seinen prächtigen Freskenmalereien und seiner einzigartigen Architektur die kulturelle Vielfalt Neuwieds widerspiegelt. Das Schloss ist nicht nur ein architektonisches Meisterwerk, sondern auch ein Ort von historischer Bedeutung, der die Bedeutung der Region als Zentrum für die aristokratische Kultur im 18. Jahrhundert unterstreicht. Das Alte Rathaus Engers mit der Schlossschenke, die 1621 erbaut wurde, ist ein weiterer faszinierender Ort in Neuwied. Es war nicht nur ein historisches Verwaltungsgebäude, sondern auch ein Treffpunkt für die Bewohner der Stadt und zeugt von der Bedeutung der Region als politisches Zentrum. Zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten gehört auch Schloss Monrepos, das heute ein Eiszeitmuseum beherbergt. Dieses Museum bietet einen faszinierenden Einblick in die Welt der Eiszeit und unterstreicht die Bedeutung der Region in prähistorischen Zeiten. Es ist ein einzigartiger Ort, der sowohl geschichtlich als auch wissenschaftlich von großem Interesse ist. Insgesamt spiegeln diese Sehenswürdigkeiten die reiche kulturelle und historische Entwicklung von Neuwied wider. Von den mittelalterlichen Ursprüngen bis zur aristokratischen Pracht des 18. Jahrhunderts bietet die Stadt einen faszinierenden Einblick in verschiedene Epochen und ihre Bedeutung für die Region. (c)WV
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Bendorf**

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Bendorf - Region Rheintal / Rheinland-Pfalz

Sehenswürdigkeiten: Burg Sayn, Schloss Sayn, Abteikirche, St. Medardus

Bendorf, eine charmante Stadt im malerischen Rheintal, liegt am Eingang zu den idyllischen Rheinseitentälern der Sayn und der Brex und begeistert mit ihrer einzigartigen Lage und ihrem historischen Charme. Die Stadt ist von ausgedehnten Waldgebieten umgeben, was sie zu einem idealen Ziel für einen aktiven Urlaub macht. Mit gut ausgebauten Wanderwegen und zahlreichen Erholungsgebieten in den Stadtteilen Sayn und Stromberg bietet Bendorf zahlreiche Möglichkeiten, die Natur zu genießen und gleichzeitig zu entspannen. Ein herausragendes Highlight der Stadt ist der Saynsteig, ein Wanderweg, der am imposanten Schloss Sayn seinen Anfang nimmt. Das neugotische Residenzschloss, ein wahres Juwel der Architektur, beeindruckt mit seinen fürstlichen Salons, einer Kapelle, einem exotischen Garten und einem Museum für Eisenkunstguss, das die Geschichte dieser Kunstfertigkeit in der Region dokumentiert. Das Schloss vermittelt den Charme vergangener Zeiten und ist ein beliebtes Ziel für Besucher, die sowohl die prachtvolle Architektur als auch die Ruhe des Gartens genießen möchten. Ein weiteres markantes Wahrzeichen in Bendorf ist die Burg Sayn, eine mittelalterliche Burganlage, die majestätisch über der Stadt thront. Von hier aus haben Besucher einen atemberaubenden Blick auf den Westerwald und das Rheintal, bis hin zu den Vulkanbergen der Eifel. Die Burg selbst ist ein faszinierendes Relikt der mittelalterlichen Geschichte und bietet einen eindrucksvollen Einblick in die Architektur und Verteidigungsstrategien der damaligen Zeit. In der Stadt selbst sind die Abteikirche Sayn und die Doppelkirche St. Medardus weitere kulturelle Höhepunkte. Die Abteikirche, mit ihrem charmanten Brunnenhaus und dem Kreuzgang, ist ein stiller Ort der Besinnung und der religiösen Geschichte der Region. Besonders bemerkenswert ist die Doppelkirche St. Medardus im Stadtkern, die sowohl einen evangelischen als auch einen katholischen Teil umfasst. Diese einzigartige Kirche ist ein faszinierendes Zeugnis der religiösen Vielfalt in Bendorf und stellt ein bemerkenswertes architektonisches Erbe dar. Bendorf vereint Geschichte, Kultur und Natur in einer idyllischen Umgebung. (c)WV
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Deutsche Limes-Straße - Hillscheid

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Limes - Hillscheid - Wachturm und Kleinkastell

In der bewaldeten Höhenlage des Westerwaldes erhebt sich bei Hillscheid eine eindrucksvolle Rekonstruktion eines römischen Wachturms, der den Verlauf des Obergermanisch-Raetischen Limes markiert und die Funktion dieser antiken Grenzanlage anschaulich vermittelt; der Limesturm Hillscheid wurde 1994 unter fachkundiger Begleitung des Saalburg-Museums errichtet und orientiert sich in Proportionen, Bauweise und Erscheinungsbild eng an den römischen Originalen, sodass hier Geschichte sichtbar und nachvollziehbar wird. Entlang des rund acht Kilometer langen Limespfades lassen sich die Spuren der römischen Grenzsicherung durch eine abwechslungsreiche Landschaft verfolgen, die immer wieder weite Ausblicke über den Westerwald, das Neuwieder Becken und bis in die Eifel eröffnet und damit historische Inhalte mit einem intensiven Naturerlebnis verbindet. Ergänzt wird der Besuch durch das Limes-Museum in Hillscheid, das mit Informationstafeln und Ausstellungsstücken das Leben an der Grenze des Römischen Reiches veranschaulicht und sowohl rekonstruierte Keramiken als auch originale Fundstücke zeigt, wodurch Alltag, Technik und Organisation der römischen Grenztruppen greifbar werden. Der Wachturm selbst fällt durch seinen hellen Anstrich und die rot aufgemalten Scheinfugen auf, die typisch für römische Militärarchitektur sind, und vermittelt auch ohne begehbaren Wehrgang einen anschaulichen Eindruck von Funktion und strategischer Bedeutung solcher Beobachtungsposten. In unmittelbarer Nähe ergänzt das Limes-Kleinkastell das Bild der militärischen Präsenz, während der angelegte Hortus Rusticus, ein römischer Nutzgarten, einen zusätzlichen Blick auf die Versorgung und Lebensweise der Soldaten und ihrer Begleiter in dieser abgelegenen Grenzregion eröffnet. Insgesamt bietet der Abschnitt bei Hillscheid eine besonders gelungene Verbindung aus rekonstruierter Antike, anschaulicher Vermittlung und landschaftlicher Weite und zählt zu den eindrucksvollsten Stationen entlang des Limes. (c)WV


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Deutsche Limes-Straße - Arzbach

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Limes - Arzbach Kastell

Auf einem aussichtsreichen Höhenrücken zwischen Wetzel, Ems und Wiesenbach befand sich das römische Kastell Arzbach, dessen strategisch kluge Lage rund 42 Meter südwestlich des ehemaligen Palisadengrabens des Obergermanisch-Raetischen Limes seine Bedeutung als militärischer Sicherungspunkt deutlich macht; als Teil der römischen Grenzverteidigung diente das Kastell der Kontrolle des Umlandes und dem Schutz vor germanischen Vorstößen und ist heute im südlichen Randbereich der Gemeinde Arzbach als bedeutendes archäologisches Bodendenkmal verortet. Die Entdeckung des Kastells im Jahr 1860 im Zuge von Bauarbeiten an der Kirche St. Peter und Paul leitete eine wechselvolle Forschungsgeschichte ein, die 1894 mit systematischen Ausgrabungen durch die Reichs-Limeskommission unter Leitung des Streckenkommissars Otto Dahm ihren wissenschaftlichen Höhepunkt fand, wobei unter anderem Teile der Principia sowie weitere Gebäudestrukturen freigelegt wurden. Gleichzeitig gingen durch unkontrollierte Baumaßnahmen große Teile der Anlage unwiederbringlich verloren, sodass das heutige Bild des Kastells nur noch fragmentarisch überliefert ist. Weitere archäologische Untersuchungen in den 1960er- und 1990er-Jahren, ausgelöst durch den Bau eines Altenheims und eines Kindergartens, brachten zusätzliche Befunde wie Herdstellen, Keller und Gruben zutage, die jedoch nur eingeschränkt dokumentiert werden konnten. Insgesamt gilt heute etwa ein Drittel der ursprünglichen Kastellfläche als zerstört, während die verbleibenden Bereiche unter nicht überbauten Flächen als Bodendenkmal erhalten sind. Trotz der Verluste vermittelt der Ort einen eindrucksvollen Eindruck von der militärischen Organisation und der römischen Präsenz entlang des Limes und lädt dazu ein, sich mit der Geschichte dieser Grenzregion auseinanderzusetzen und die Dimensionen römischer Militärarchitektur gedanklich nachzuvollziehen. (c)WV


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Bad Ems**

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Bad Ems - Region Lahntal / Rheinland-Pfalz

Sehenswürdigkeiten: Kurviertel mit Spielbank, Kurhaus und Kurpromenade, Kurhaus Karlsburg, Kurwaldbahn, Quellenturm, Limesturm

Entlang beider Ufer der Lahn und im Naturpark Nassau gelegen zählt Bad Ems zu den traditionsreichsten Heilbädern Deutschlands und blickt auf eine lange Kurgeschichte zurück, die das Stadtbild bis heute prägt. Das Kurviertel mit Kurhaus, Spielbank und Kurpromenade bildet das historische Zentrum des Badebetriebs und veranschaulicht die Entwicklung des Kurwesens vom 17. bis ins frühe 20. Jahrhundert. Das barocke Kurhaus Karlsburg, zugleich als Vier-Türme-Haus bekannt, gehört zu den charakteristischen Bauwerken der Stadt und verweist mit seiner Anlage und seiner Nutzungsgeschichte auf die Bedeutung Bad Ems’ als internationaler Kurort. Zur historischen Kuranlage zählt auch die Brunnen- bzw. Trinkhalle, in der das Mineralwasser der zahlreichen Quellen ausgeschenkt wurde und die den Stellenwert der örtlichen Heilquellen dokumentiert. Der Quellenturm von 1907 dient als technisches Denkmal und macht die Förderung und Nutzung des Heilwassers anschaulich nachvollziehbar. Mit der Kurwaldbahn, der früheren Malbergbahn, besitzt Bad Ems ein weiteres technikgeschichtliches Zeugnis; die Standseilbahn beförderte bis 1979 Kurgäste auf den Malberg und verdeutlicht die Rolle technischer Innovationen im Kur- und Ausflugsverkehr der damaligen Zeit. Ergänzend dazu erinnert der Limesturm am Wintersberg an die römische Präsenz in der Region, denn der Obergermanisch-Raetische Limes verlief auch durch das Gebiet von Bad Ems; der rekonstruierte Wehrturm zeigt die militärische Struktur dieser Grenzanlage. Die Lage im Lahntal und die waldreichen Höhen des Umlands bilden einen landschaftlichen Rahmen, der den historischen Charakter der Stadt unterstreicht und vielfältige Möglichkeiten zur Erkundung von Natur und Kultur eröffnet. (c)WV
Weitere Infos und Freizeittipps in unserem Online-Reiseführer Sehenswertes entlang der Lahn


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Deutsche Limes-Straße - Kleinkastell Pohl*

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Limes - Kleinkastell Pohl*

Am Ortsrand von Pohl im Rhein-Lahn-Kreis befindet sich mit dem Kleinkastell Pohl, auch als Kleinkastell „An der Ecke bei Pohl“ bekannt, ein bedeutendes Zeugnis der römischen Grenzsicherung am Obergermanisch-Raetischen Limes, der seit 2005 zum UNESCO-Welterbe zählt und hier auf rund 337 Metern Höhe einen markanten Richtungswechsel vollzog; diese exponierte Lage verlieh dem Kastell eine besondere strategische Bedeutung, da von hier aus sowohl ein wichtiger Limesübergang als auch eine alte Fernverbindung vom Rheintal in Richtung Taunus überwacht werden konnten. Ursprünglich handelte es sich um ein rechteckiges Holz-Erde-Kastell, das von einem Erdwall mit Palisaden sowie einem tiefen Spitzgraben umgeben war und damit typische Merkmale römischer Kleinkastelle zur Grenzsicherung aufwies, wobei die dort stationierte Garnison für die Kontrolle dieses verkehrsgeografisch wichtigen Abschnitts verantwortlich war. Heute ist das ursprüngliche Kastell zwar nur noch als Bodendenkmal erhalten, doch archäologische Untersuchungen haben seine Struktur und Funktion nachvollziehbar gemacht und die Bedeutung des Standortes eindrucksvoll bestätigt. Um diese Geschichte wieder sichtbar zu machen, wurde das Projekt „Limeskastell Pohl“ ins Leben gerufen, das vom im Jahr 2007 gegründeten Förderkreis Limeskastell Pohl e. V. getragen wird und sich der Vermittlung und Bewahrung des Limes-Erbes verschrieben hat. Mit einer bewusst als spekulativ gekennzeichneten Rekonstruktion entstand eine anschauliche Nachbildung des Kleinkastells, die im Oktober 2011 eröffnet wurde und seither Besuchern einen lebendigen Zugang zur Welt der römischen Grenzbefestigungen ermöglicht. Das Kleinkastell Pohl verbindet damit archäologisches Bodendenkmal, moderne Geschichtsvermittlung und landschaftlich reizvolle Lage zu einem eindrucksvollen Erinnerungsort, der die Bedeutung des Limes als kulturelles Erbe Europas anschaulich erlebbar macht. (c)WV


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Deutsche Limes-Straße - Holzhausen

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Limes - Holzhausen Kastell

Hoch oben im westlichen Hintertaunus, umgeben von ausgedehnten Wäldern und stiller Mittelgebirgslandschaft, liegt das Kastell Holzhausen als eindrucksvolles Bodendenkmal römischer Militärgeschichte und zählt zu den höchstgelegenen Kastellanlagen am Obergermanisch-Raetischen Limes; auf etwa 495 Metern Höhe am nordwestlichen Hang des Grauen Kopfs, dem zweithöchsten Berg der Region, nahm das Kastell eine strategisch exponierte Lage ein und markierte zugleich das südlichste und letzte römische Kastell auf dem heutigen Gebiet von Rheinland-Pfalz, bevor der Limes wenige hundert Meter weiter in hessisches Gebiet übergeht. Die abgeschiedene Lage bewahrte die Anlage über viele Jahrhunderte weitgehend vor Zerstörungen, bis der Bau der Bäderstraße im frühen 19. Jahrhundert zu erheblichen Eingriffen führte, als Teile der Kastellmauern als Steinbruch genutzt wurden und damit unwiederbringlich verloren gingen. Erst im Verlauf des 19. und frühen 20. Jahrhunderts rückte das Kastell verstärkt in den Fokus der archäologischen Forschung, wobei Persönlichkeiten wie Karl August von Cohausen und Ludwig Pallat im Auftrag der Reichs-Limeskommission maßgeblich zur wissenschaftlichen Erschließung beitrugen. Die Ausgrabungen legten zentrale Strukturen des römischen Militärlagers frei, darunter die eindrucksvolle Porta Praetoria als Haupttor des Kastells sowie weitere Gebäudekomplexe, die Aufbau, Organisation und Verteidigungsfunktion der Anlage nachvollziehbar machen. Trotz der früheren Beschädigungen vermittelt das Kastell Holzhausen bis heute einen anschaulichen Eindruck von der römischen Grenzsicherung in dieser hochgelegenen und klimatisch anspruchsvollen Region und verdeutlicht die Bedeutung des Limes als militärische, geografische und kulturhistorische Grenze des Römischen Reiches. (c)WV


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Traunstein-Wehen

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Taunusstein-Wehen - Region Taunus / Hessen

Sehenswürdigkeiten: Schloss Wehen

Taunusstein-Wehen, als Teil der größten Stadt im Rheingau-Taunus-Kreis, die 1971 durch den Zusammenschluss mehrerer Gemeinden entstand, ist ein Ort, der Kultur, Geschichte und Natur harmonisch miteinander verbindet. Der Beiname „Stadt im Grünen“ spiegelt nicht nur die Lage am Übergang zwischen Taunus und Rheingau wider, sondern auch den Charakter der Umgebung, die von sanften Hügeln, Wäldern und Tälern geprägt ist. Ein besonderes Highlight stellt das Schloss Wehen dar, dessen Ursprünge bis ins Jahr 1330 zurückreichen. Ursprünglich diente es als Jagdschloss, Amtssitz und später als Witwensitz, ehe es in moderner Zeit in ein kulturelles Zentrum verwandelt wurde. Heute beherbergt es das Museum Taunusstein, das mit seiner abwechslungsreichen Sammlung faszinierende Einblicke in die Geschichte der Stadt, die regionale Entwicklung und das Leben vergangener Jahrhunderte bietet. Neben dem Schloss ist die evangelische Kirche Wehen ein weiteres markantes Bauwerk. Errichtet zwischen 1810 und 1812, besticht sie durch ihre schlichte, aber eindrucksvolle Architektur. Besonders bemerkenswert ist die Verwendung von Steinen der ehemaligen Stadtbefestigung, wodurch die Kirche eine direkte Verbindung zur älteren Stadtgeschichte aufweist. Besucher entdecken hier nicht nur religiöse Tradition, sondern auch ein Bauwerk, das wie ein Bindeglied zwischen Vergangenheit und Gegenwart wirkt. Taunusstein lädt zudem mit seinen weitläufigen Grünflächen, gepflegten Parkanlagen und der reizvollen Naturkulisse des Taunus zu erholsamen Spaziergängen, Wanderungen und aktiver Freizeitgestaltung ein. In Kombination mit den kulturellen Angeboten entsteht ein facettenreiches Gesamtbild, das Taunusstein-Wehen sowohl für Geschichtsinteressierte als auch für Naturliebhaber zu einem attraktiven Ziel macht. Die Mischung aus historischem Erbe, landschaftlicher Schönheit und moderner Lebenskultur macht den Ort zu einem eindrucksvollen Beispiel für die Vielfalt der Region. (c)WV


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Deutsche Limes-Straße - Limesturm

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Limes - Idstein-Dasbach - Wachturm 26

Bei Idstein-Dasbach im Taunus erhebt sich mit dem Römerturm Idstein-Dasbach eine eindrucksvolle Rekonstruktion des römischen Limeswachturms Wp 3/26, die 2002 fertiggestellt wurde und heute einen anschaulichen Zugang zur Geschichte des Obergermanisch-Raetischen Limes ermöglicht, jener rund 550 Kilometer langen Grenzanlage, die sich von Rheinbrohl am Rhein bis nach Eining bei Regensburg erstreckte und seit 2005 als größtes Bodendenkmal Deutschlands zum UNESCO-Welterbe zählt. Der Limes entstand gegen Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. als militärische Grenze des Römischen Reiches und wurde von einem dichten Netz aus Palisaden, Gräben, Kastellen und mehr als 900 Wachtürmen überwacht, die zunächst in Holzbauweise errichtet und ab dem 2. Jahrhundert zunehmend durch steinerne, verputzte Türme ersetzt wurden. Der Römerturm Idstein-Dasbach orientiert sich in Bauform und Dimensionen an diesen steinernen Vorbildern und wurde vom Freundeskreis Römerturm Idstein e. V. geplant sowie fachlich vom Saalburgmuseum begleitet, wodurch eine historisch fundierte und zugleich anschauliche Rekonstruktion entstand. Mit einer Höhe von rund 13 Metern und einer Grundfläche von etwa 28 Quadratmetern verfügt der Turm über drei begehbare Stockwerke, die Besuchern einen lebendigen Eindruck vom Alltag und der Funktion römischer Grenzsoldaten vermitteln, während sich vom etwa 8,5 Meter hohen Wehrgang ein weiter Blick über Idstein und die Hügellandschaft des Taunus eröffnet. Im Inneren ergänzt eine kleine Ausstellung zum Thema „Die Römer im Taunus“ das Erlebnis und vertieft das Verständnis für die römische Präsenz in dieser Region. Besondere Bedeutung gewann der Standort durch eine geomagnetische Prospektion im Jahr 2012, bei der der Verlauf der Limespalisade sowie der Standort eines älteren Holzwachturms nachgewiesen wurden, was darauf hindeutet, dass der Limes in diesem Abschnitt möglicherweise früher verlegt wurde als bislang angenommen. Damit verbindet der Wachturm Idstein-Dasbach anschauliche Rekonstruktion, aktuelle Forschungsergebnisse und landschaftliche Eindrücke zu einem besonders eindrucksvollen Ort römischer Geschichte im Taunus. (c)WV


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Idstein**

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Idstein** an der Deutschen Fachwerkstraße

Sehenswürdigkeiten: Historische Fachwerkstadt, Residenzschloss, Burg, Hexenturm, Killingerhaus, Limesturm

Idstein, eingebettet in die reizvolle Landschaft des Taunus, bezaubert Besucher mit seiner gut erhaltenen historischen Altstadt und prächtigen Sehenswürdigkeiten. Die Altstadt, größtenteils unter Denkmalschutz stehend, beeindruckt mit zahlreichen kunstvollen Fachwerkbauten, die die reiche Geschichte der Stadt widerspiegeln. Die ehemalige Burganlage aus dem 11. Jahrhundert thront majestätisch auf einem Felsrücken und bietet nicht nur einen beeindruckenden Ausblick über die Altstadt, sondern auch Einblicke in vergangene Epochen. Das Rathaus, 1698 errichtet, schmückt mit seiner Architektur das Torbogengebäude der Burg. Ein bedeutendes Wahrzeichen und Zeuge der bewegten Vergangenheit Idsteins ist der Bergfried, liebevoll als 'Hexenturm' bekannt, der aus der Zeit um 1170 stammt. Die Geschichte von Idstein ist eng mit dem einstigen Verlauf des Limes verbunden, wie die Überreste eines Wachturms auf der Dasbacher Höhe eindrucksvoll bezeugen. Ein ähnlicher Nachbau neben den Überresten des Kastells Zugmantel in Orlen erinnert an diese bedeutende Zeit. Idstein lädt Besucher dazu ein, durch die engen Gassen der Altstadt zu schlendern, die historischen Bauten zu bewundern und in die faszinierende Vergangenheit der Stadt einzutauchen. Mit seinen kulturellen Schätzen und naturverbundenen Attraktionen bietet Idstein ein abwechslungsreiches Erlebnis für Geschichtsinteressierte und Naturliebhaber gleichermaßen. (c)WO


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Schmitten-Oberreifenberg*

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Schmitten-Oberreifenberg* - Region Taunus / Hessen

Sehenswürdigkeiten: Burgruine Reifenberg, Limeskastell, Großer Feldberg

Schmitten-Oberreifenberg, malerisch gelegen am Fuße des mächtigen Großen Feldbergs im Hochtaunus, verbindet eine faszinierende Naturkulisse mit einer reichen, jahrhundertealten Geschichte und einer Vielzahl bedeutender Sehenswürdigkeiten. Die Ursprünge von Schmitten reichen bis in das Jahr 1399 zurück, als die Gemeinde erstmals urkundlich erwähnt wurde, während Oberreifenberg seit 1849 als eigenständiger Ortsteil in Erscheinung tritt und im Laufe der Zeit eine wichtige Rolle für die Region übernahm. Hoch über dem Ort erhebt sich die imposante Burgruine Reifenberg, eine eindrucksvolle Höhenburg aus dem 14. Jahrhundert, die mit ihren Mauern, Resten von Türmen und ihrer strategischen Lage ein lebendiges Bild mittelalterlicher Wehr- und Wohnkultur vermittelt. Von der Anlage aus bietet sich ein weiter, unvergesslicher Blick über die waldreichen Höhenzüge und Täler des Taunus, der Besuchern zugleich ein Gefühl für die historische Bedeutung der Region vermittelt. Ein weiteres historisches Highlight ist das Kastell Kleiner Feldberg, ein ehemaliges römisches Militärlager, das Teil der weltberühmten Limesgrenze war. Die erhaltenen Grundmauern zeugen von der römischen Präsenz in dieser Region und verdeutlichen, wie wichtig der Hochtaunus in militärischer und logistischer Hinsicht für das Imperium war. Diese Verbindung von antiker und mittelalterlicher Geschichte macht Oberreifenberg zu einem besonderen kulturellen Schatz. Über all dem thront der Große Feldberg, mit 881 Metern der höchste Berg im Taunus und ein weithin sichtbares Wahrzeichen. Er ist ein Magnet für Wanderer, Naturfreunde, Familien und Ausflugsgäste, die die einzigartige Landschaft zu Fuß oder mit dem Rad erkunden. Zahlreiche markierte Wanderwege, Panoramapfade und Schutzhütten bieten Gelegenheit, die Vielfalt des Mittelgebirges zu erleben. Von der Spitze des Feldbergs reicht der Blick weit hinaus über das Rhein-Main-Gebiet, bei klarer Sicht bis in den Odenwald, Spessart und Westerwald. Auch Wintersportmöglichkeiten sowie Natur- und Umweltbildungsangebote machen den Berg zu einem beliebten Ziel das ganze Jahr hindurch. Schmitten-Oberreifenberg vereint damit auf eindrucksvolle Weise die Faszination mittelalterlicher Burgen, die Spuren römischer Vergangenheit und die Schönheit einer einmaligen Mittelgebirgslandschaft, wodurch sich die Gemeinde zu einem unverwechselbaren Ziel für Geschichtsinteressierte, Naturliebhaber, Wanderer und Erholungssuchende gleichermaßen entwickelt hat. (c)WV


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Deutsche Limes-Straße -

Reiseführer Deutsche Limes-Straße -
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Limes - Schmitten - Kleinkastell

Am Nordhang des Kleinen Feldbergs im Hochtaunus liegt mit dem Kastell Kleiner Feldberg, auch Feldbergkastell genannt, eines der eindrucksvollsten römischen Militärlager am Obergermanisch-Raetischen Limes, dessen außergewöhnliche Lage auf über 700 Metern Höhe es zum höchstgelegenen Kastell entlang der gesamten römischen Grenzanlage macht und zugleich die militärische Bedeutung dieses exponierten Standorts unterstreicht. Errichtet um etwa 150 n. Chr., diente das Kastell der Sicherung des nahegelegenen Feldbergpasses am Roten Kreuz, eines wichtigen Verkehrsübergangs über den Taunus, wobei die Wahl des Standorts trotz eines rund einen Kilometer westlich verlaufenden Limesabschnitts vor allem durch die verlässliche Wasserversorgung an der Quelle der Weil bestimmt wurde. Die rechteckige Anlage mit einer Größe von etwa 78 mal 93 Metern war von einer massiven Umfassungsmauer aus unregelmäßig behauenen, vermörtelten Quadersteinen umgeben, die weiß verputzt und mit aufgemalten Scheinfugen versehen waren, um den Eindruck sorgfältiger Steinsetzung zu erzeugen; ein umlaufender Spitzgraben sowie Türme in den abgerundeten Mauerecken ergänzten die Verteidigungsanlagen. Im Inneren befanden sich mehrere Steingebäude, darunter die Principia mit dem Fahnenheiligtum als zentrales Stabsgebäude sowie ein Horreum zur Vorratshaltung, während der Großteil der übrigen Bebauung aus Holz- und Fachwerkkonstruktionen bestand, die heute nicht mehr erhalten sind, deren Existenz jedoch durch archäologische Befunde wie Werkstätten, Stallungen und Mannschaftsunterkünfte belegt ist. Bereits gegen Ende des 18. Jahrhunderts als römische Ruine erkannt, rückte das Feldbergkastell im 19. Jahrhundert verstärkt in den Fokus archäologischer Untersuchungen und gilt seither als bedeutendes Zeugnis römischer Militärorganisation in hochgelegener Mittelgebirgslage. Heute vermitteln die erhaltenen Grundmauern und Strukturen einen eindrucksvollen Eindruck von der Anpassungsfähigkeit römischer Grenztruppen an schwierige klimatische und topografische Bedingungen und machen das Kastell Kleiner Feldberg zu einem besonders eindrucksvollen Ort römischer Geschichte im Taunus. (c)WV


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Bad Homburg***

Reiseführer Deutsche Limes-Straße -
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Bad Homburg - Region Taunus / Hessen

Sehenswürdigkeiten: historische Altstadt, Schloss Homburg, Schlosskirche, Erlöserkirche, Saalburg

Bad Homburg, am Rande des Taunus und um 1180 erstmals urkundlich erwähnt, bezaubert Besucher mit einer historischen Altstadt und einer Vielzahl bedeutender Sehenswürdigkeiten. Ein Spaziergang durch die malerischen Gassen der Altstadt mit ihren liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern und kleinen Plätzen vermittelt den Charme vergangener Jahrhunderte und zeigt die reiche Geschichte der Stadt. Besonders eindrucksvoll ist die Erlöserkirche, ein herausragendes Beispiel wilhelminischer Neuromanik. Diese evangelische Gedächtniskirche, gestiftet von einem Bad Homburger Bürger, beeindruckt mit ihren kunstvollen Mosaiken, den farbenprächtigen Fenstern und der prachtvollen Innenausstattung, die zu den eindrucksvollsten Sakralbauten Hessens zählt. Ein weiteres Highlight ist das imposante Schloss Homburg mit dem markanten Weißen Turm und der Schlosskirche, deren Gewölbe die Familiengruft der Landgrafen beherbergen und so einen eindrucksvollen Einblick in die historische Bedeutung der Region geben. Der Englische Flügel des Schlosses spiegelt den Einfluss europäischer Architekturströmungen wider und verbindet sich harmonisch mit den barocken Elementen der Anlage. Nordwestlich der Stadt liegt auf dem Taunuskamm das rekonstruierte Römerkastell Saalburg, ein UNESCO-Welterbe am Obergermanisch-Raetischen Limes. Es veranschaulicht mit seiner beeindruckenden Rekonstruktion die römische Militärgeschichte seit dem 1. Jahrhundert und bietet mit Ausstellungen und Veranstaltungen spannende Einblicke in das Leben der Legionäre. Bad Homburg ist zudem als mondäner Kurort bekannt, dessen Kurpark und traditionsreiche Heilquellen, allen voran die Elisabethenquelle, die Entwicklung der Stadt seit dem 19. Jahrhundert prägten und bis heute Gäste aus aller Welt anziehen. So vereint Bad Homburg auf einzigartige Weise Tradition und Moderne, prächtige Architektur, kulturelle Vielfalt und natürliche Schönheit. Besucher können hier Geschichte hautnah erleben und zugleich die entspannte Atmosphäre einer Stadt genießen, die seit jeher den Ruf einer „Champagnerluft“-Metropole trägt. (c)WV


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Deutsche Limes-Straße - Saalbrug***

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Limes - Kastell Saalburg

Hoch auf dem Taunuskamm gelegen zählt das Kastell Saalburg zu den bedeutendsten und eindrucksvollsten Zeugnissen römischer Militärarchitektur nördlich der Alpen und vermittelt wie kaum ein anderer Ort die Geschichte des Obergermanisch-Raetischen Limes, der seit 2005 zum UNESCO-Welterbe gehört; nordwestlich von Bad Homburg vor der Höhe und nahe Wehrheim im Hochtaunuskreis errichtet, nahm das Kastell eine strategisch zentrale Position ein, die bereits lange vor der römischen Zeit durch wichtige Handels- und Fernwege geprägt war. Als best erforschtes und vollständig rekonstruiertes Kastell am gesamten Limes bietet die Saalburg heute einen außergewöhnlich authentischen Eindruck vom Aufbau, der Organisation und dem Alltag eines römischen Militärstandortes an der Reichsgrenze, wobei Mauern, Tore, Türme und Innengebäude das antike Lager anschaulich erlebbar machen. Zugleich fungiert die Saalburg als zentrales Landesmuseum für die Archäologie der römischen Provinzen in Hessen und ist Teil des Archäologischen Landesmuseums Hessen, wodurch Forschung, Vermittlung und Denkmalpflege an diesem Ort eng miteinander verbunden sind. Der archäologische Park erlaubt es Besuchern, die rekonstruierten Anlagen inmitten der waldreichen Umgebung des Taunus zu erkunden, während das angeschlossene Forschungszentrum vertiefende Einblicke in die provinzialrömische Archäologie und die wissenschaftliche Erforschung des Limes bietet. Die Bedeutung des Standortes reicht dabei weit über die römische Epoche hinaus, denn schon in vorgeschichtlicher Zeit spielte der Taunuskamm als Verkehrs- und Grenzraum eine wichtige Rolle, was sich unter anderem in historischen Wegen wie dem Lindenweg widerspiegelt und während der Chattenkriege unter Kaiser Domitian militärisch genutzt wurde. Heute liegt das Kastell Saalburg abgeschieden in einem Waldgebiet westlich der Bundesstraße 456 und vermittelt fernab moderner Bebauung ein eindrucksvolles Bild der römischen Grenzsicherung, das Geschichte, Landschaft und Archäologie auf besonders eindringliche Weise miteinander verbindet. (c)WV


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Tourismusinfos/Büro: Römerkastell Saalburg Archäologischer Park, Am Römerkastell 1, 61350 Bad Homburg, www.saalburgmuseum.de - Tel. +49(0)6175 9374-0, info@saalburgmuseum.de
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Deutsche Limes-Straße - Kapersburg

Im bewaldeten Taunusgebiet zwischen Pfaffenwiesbach und Ober-Rosbach liegt das Kastell Kapersburg als eindrucksvolles Zeugnis römischer Militärgeschichte und markiert rund zwei Kilometer südwestlich des Steinkopfs die historische Grenze zwischen dem heutigen Wetteraukreis und dem Hochtaunuskreis, wobei die abgeschiedene Lage fernab moderner Siedlungen bereits in römischer Zeit bewusst gewählt wurde und das umliegende Waldgebiet damals forstwirtschaftlich genutzt war. Die Ursprünge des Kastells reichen vermutlich bis um 98 n. Chr. zurück, wobei archäologische Untersuchungen drei aufeinanderfolgende Bauphasen nachweisen konnten, die von einem frühen Holz-Erde-Kastell über eine Umwehrung aus Trockenmauerwerk bis hin zu einem steinernen Kastell mit Mörtelmauern reichen und damit die langfristige militärische Bedeutung des Standortes belegen. Trotz der politischen und militärischen Krisen des Römischen Reiches in der Mitte des 3. Jahrhunderts blieb die Kapersburg über mehrere Generationen hinweg besetzt, ehe sie im Zuge des Limesfalls ihre strategische Funktion verlor. Heute präsentiert sich das Kastellareal als vollständig restaurierter archäologischer Park, in dem gut erhaltene Mauerzüge, Tore und Grundrisse einen anschaulichen Eindruck von Aufbau, Organisation und Alltag der römischen Grenztruppen vermitteln. Informationstafeln erläutern die Geschichte und Bedeutung des Kastells und machen die römische Grenzsicherung im Taunus nachvollziehbar, während die umliegenden Wälder zu ausgedehnten Spaziergängen und Wanderungen einladen. In unmittelbarer Nähe ergänzt das ehemalige Munitionsdepot Köppern den Besuch und schlägt einen Bogen von der Antike zur neuzeitlichen Militärgeschichte, sodass die Kapersburg nicht nur als Einzeldenkmal, sondern als vielschichtiger historischer Erinnerungsort erlebt werden kann. (c)WV


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Deutsche Limes-Straße - Ober-Mörlen

Reiseführer Deutsche Limes-Straße -
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Limes - Ober-Mörlen Kastell Langenhain

In der weiten Mörlener Bucht am Übergang von Wetterau und Taunus liegt das römische Kastell Langenhain in strategisch günstiger Lage oberhalb des tief eingeschnittenen Usatals, von wo aus wichtige Verbindungen in das Usinger Becken, in die Limburger Gegend und in die fruchtbaren Ebenen der Wetterau kontrolliert werden konnten; während sich der heutige Ort Ober-Mörlen westlich anschließt, befindet sich die antike Anlage an einem südexponierten Hang weitgehend unüberbaut und bewahrt so ihren archäologischen Charakter. Über die genaue Bau- und Nutzungsgeschichte des Kastells ist nur wenig überliefert, doch Funde belegen seine militärische Bedeutung innerhalb des Obergermanisch-Raetischen Limes, wobei hier vermutlich die Cohors I Biturigum Aquitanorum equitata stationiert war, eine teilberittene Einheit aus der Provinz Aquitania, die möglicherweise im Zuge militärischer Neuordnungen unter Kaiser Trajan an diesen Standort verlegt wurde. Die Nutzung des Kastells reichte offenbar bis zum Limesfall um 260 n. Chr., ehe die Anlage nach dem Rückzug der römischen Truppen aufgegeben und in späterer Zeit als Steinbruch genutzt wurde. Kastell und zugehöriger Vicus nahmen ein weitläufiges Areal ein, das durch archäologische Befunde wie einen Töpferofen, ein Kastellbad und ein Gräberfeld ergänzt wird und damit ein lebendiges Bild des militärischen und zivilen Lebens an der römischen Grenze vermittelt. Luftbildaufnahmen zeigen zudem vorgelagerte Gräben sowie die Reste eines älteren Holz-Erde-Kastells, die auf mehrere Bauphasen und eine längere Entwicklung des Standortes hinweisen. Systematische Untersuchungen der Römisch-Germanischen Kommission in den 1980er-Jahren brachten bedeutende Funde ans Licht, darunter ein umfangreiches Geschirrdepot aus dem 3. Jahrhundert, das wertvolle Einblicke in Alltag, Versorgung und Lebensgewohnheiten der römischen Besatzung erlaubt. Das Kastell Langenhain steht damit exemplarisch für die militärische Organisation des Limes in der Wetterau und eröffnet einen spannenden Zugang zur römischen Geschichte dieser landschaftlich reizvollen Region. (c)WV


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Limes - Butzbach* Limesturm

Reiseführer Deutsche Limes-Straße -
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Limes – Butzbach* Limesturm

Am Rand der Wetterau bei Butzbach erinnert der Limesturm eindrucksvoll an die römische Grenzsicherung entlang des Obergermanisch-Raetischen Limes und markiert einen besonders gut nachvollziehbaren Abschnitt dieser antiken Verteidigungslinie, die hier durch die offene Kulturlandschaft führte und den Übergang zwischen Taunus und Wetterau kontrollierte. Der rekonstruierte Wachturm veranschaulicht die Funktion der römischen Beobachtungsposten, die in regelmäßigen Abständen errichtet wurden, um Bewegungen im Vorfeld des Limes frühzeitig zu erkennen und Informationen entlang der Grenze weiterzugeben. Von seiner erhöhten Position aus bot sich den römischen Soldaten ein weiter Blick über das Umland, wodurch der Turm Teil eines engmaschigen Überwachungssystems war, das Kastelle, Palisaden, Gräben und Wege miteinander verband. Heute fügt sich der Limesturm harmonisch in die Landschaft ein und macht die Dimensionen sowie die strategische Bedeutung der römischen Grenzanlagen anschaulich erfahrbar, wobei Informationstafeln den historischen Kontext erläutern und den Alltag der römischen Grenztruppen näherbringen. Der Standort bei Butzbach eignet sich besonders gut für Spaziergänge und kurze Wanderungen entlang des Limesverlaufs und bietet eine gelungene Verbindung aus Archäologie, Landschaftserlebnis und römischer Geschichte, die diesen Abschnitt der Deutschen Limes-Straße zu einem lohnenden Ziel für kulturhistorisch Interessierte macht. (c)WV

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Butzbach***

Reiseführer Deutsche Limes-Straße -
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Butzbach*** - Region Wetterau / Hessen

Sehenswürdigkeiten: historische Altstadt, Rathaus, Marktplatz, Landgrafenschloss, Solmser Schloss, Stadtmauer, Markuskirche, Michaeliskapelle, St. Wendelinskapelle

Butzbach, die Stadt Friedrich-Ludwig Weidigs, liegt eingebettet in die sanften Hügel und fruchtbaren Ebenen der nördlichen Wetterau und ist ein lebendiges Zeugnis hessischer Geschichte und Kultur. Die historische Altstadt mit ihren sorgfältig erhaltenen Fachwerkbauten aus dem 16. bis 18. Jahrhundert verleiht der Stadt ein unverwechselbares Flair. Ein Spaziergang durch die Gassen führt vorbei an Resten der mittelalterlichen Stadtmauer, die noch heute mit ihren markanten Türmen und Schwibbogenhäusern das Stadtbild prägt. Zu den Höhepunkten zählen die gotische Markuskirche aus dem 15. Jahrhundert, deren imposante Architektur Besucher in vergangene Zeiten entführt, und die Michaeliskapelle, die mit ihren kunstvollen Details ein weiteres Zeugnis religiöser Baukunst bietet. Besonders bemerkenswert ist die Wendelinskapelle, erbaut um 1438, die als älteste Fachwerkkirche Hessens gilt und einen Einblick in mittelalterliche Bauweise und religiöse Traditionen eröffnet. Auf der Anhöhe über der Altstadt erheben sich das Landgrafenschloss und das Solmser Schloss, beide auf den Fundamenten ehemaliger Burganlagen errichtet. Diese eindrucksvollen Bauwerke erzählen von der bewegten Geschichte der Stadt und bieten zugleich einen Blick über die malerische Umgebung. Butzbach ist zudem ein bedeutender Punkt entlang der Solmser- und Deutschen Fachwerkstraße, der Deutschen Limesstraße sowie der Hessischen Apfelwein- und Obstwiesenroute. Historische Sehenswürdigkeiten, kulturelle Highlights und die idyllische Lage inmitten der Wetterau machen Butzbach zu einem lohnenden Reiseziel, das Geschichte, Architektur und landschaftliche Schönheit harmonisch vereint und Besucher zu einer inspirierenden Entdeckungsreise einlädt. (c)WV

Deutsche Fachwerkstädte - Route 5 Hessen-Nord

Reiseführer Deutsche-FachwerkstrasseVom Beginn der Weser bei Hann. Münden verläuft diese Route der Deutschen Fachwerkstädte durch das nördliche Hessen bis an den nördlichen Rand der Wetterau. Die Altstadt von Hann. Münden beeindruckt mit einer Vielzahl restaurierter Fachwerkbauten. Eschwege an der Werra mit Landgrafenschloss, Altem Rathaus und der Marktkirche liegt südöstlich. Im Naturpark Meißner-Kaufunger-Wald zeugen in Hessisch Lichtenau viele wunderschöne Fachwerkhäuser vom Traditionsbewusstsein. Melsungen konnte sich über die Jahrhunderte ein einheitliches Fachwerk-Stadtbild erhalten.Dicht an dicht stehende Fachwerkhäuser bilden in Spangenberg eines der schönsten mittelalterlichen Fachwerkensembles in Hessen. Über Homberg-Ohm und Rotenburg a. d. Fulda erreicht diese Route der Fachwerkstädte Bad Hersfeld mit seiner berühmten Stiftsruine ...


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Deutsche Limes-Straße - Pohlheim

Reiseführer Deutsche Limes-Straße -
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Limes - Pohlheim - Wachtum

Zwischen dem Kleinkastell Holzheimer Unterwald und dem Kleinkastell Hainhaus liegt bei Pohlheim der Standort des römischen Limeswachturms Wp 4/49, der einen markanten Punkt am nördlichsten Verlauf des Limes im Wetteraubogen kennzeichnet und die strategische Grenzführung des Römischen Reiches eindrucksvoll verdeutlicht; errichtet im 2. Jahrhundert n. Chr. war dieser Wachturm Teil des komplexen Sicherungssystems des Obergermanisch-Raetischen Limes, dessen Ausbau bereits im 1. Jahrhundert unter Kaiser Domitian begann und unter Trajan und Hadrian systematisch verstärkt wurde. Der Turm diente als Beobachtungs- und Signalposten und war in ein dichtes Netz aus Palisaden, Gräben, Kastellen und weiteren Wachtürmen eingebunden, sodass Bewegungen im Grenzvorfeld frühzeitig erkannt und weitergemeldet werden konnten, während die feste Linienführung des Limes den römischen Machtanspruch in der Region sichtbar machte. Die heutige Rekonstruktion auf dem Sandberg in Pohlheim geht auf das frühe Engagement von Robert Sommer zurück, der bereits mit der Setzung des sogenannten Barbarensteins auf die kulturhistorische Bedeutung dieses Abschnitts aufmerksam machte und damit den Grundstein für eine spätere, umfassendere Würdigung legte. In Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege sowie mit Unterstützung des Landes Hessen und der Stadt Pohlheim entstand schließlich eine Rekonstruktion, die sich eng an den archäologischen Erkenntnissen orientiert und römische Militärarchitektur anschaulich erlebbar macht. Eine Informationstafel vor Ort erläutert den Verlauf des Limes und die besondere Bedeutung dieses Standorts und trägt dazu bei, den Wachturm als Lern- und Erinnerungsort zu etablieren. Eingebettet in die offene Landschaft der Wetterau verbindet der Limeswachturm bei Pohlheim archäologische Geschichte mit Naturerlebnis und lädt dazu ein, die Dimensionen römischer Grenzsicherung sowie die historische Prägung dieser Region bewusst nachzuvollziehen. (c)WV


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Deutsche Limes-Straße - Arnsburg

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Limes - Arnsburg Kastell Alteburg

Am nördlichsten Punkt des Obergermanisch-Raetischen Limes liegt mit dem Kastell Arnsburg-Alteburg ein besonders eindrucksvolles Bodendenkmal römischer Militärgeschichte, das auf einer Hochfläche rund 15 Meter über der Mündung des Welsbaches in die Wetter errichtet wurde und den römischen Truppen eine hervorragende Kontrolle über das umliegende Gelände sowie den etwa 1,5 Kilometer nordöstlich verlaufenden Limes ermöglichte. Die strategisch günstige Lage unterstreicht die Bedeutung des Kastells als Grenzfort, das leicht erreichbar nur wenige Kilometer von der heutigen Autobahn A45 entfernt liegt und über einen kurzen Fußweg vom Rand des ehemaligen Kastellareals aus erschlossen wird, wo bereits erste sichtbare Ausgrabungen am Nordtor einen anschaulichen Einstieg in die Geschichte des Ortes bieten. Ursprünglich als Holz-Erde-Lager angelegt, wurde das Kastell zu Beginn des 2. Jahrhunderts n. Chr. zu einer steinernen Anlage ausgebaut, deren Umfassungsmauern dem klassischen römischen Rechteckschema mit vier Toren und zahlreichen Türmen folgten und Platz für eine rund 600 Mann starke Kohorte sowie für alle notwendigen Funktionsbauten wie Principia, Kommandantenhaus und Speicher boten. Archäologische Untersuchungen brachten zudem die Reste eines größeren Gebäudes in der Nähe des Haupttores zutage, das vermutlich als Gutshof oder Herberge diente und auf eine intensive Nutzung des Umfeldes hinweist. Weitere Funde wie Panzerlaschen und Kleidungsbestandteile aus der ersten Hälfte des 3. Jahrhunderts belegen die lange militärische Nutzung des Kastells bis in die spätrömische Zeit. Heute ermöglichen rekonstruierte Grundmauern, freigelegte Baustrukturen und informative Schautafeln einen eindrucksvollen Einblick in Aufbau, Funktion und Alltag eines römischen Grenzkastells und machen das Kastell Arnsburg-Alteburg zu einem besonders lohnenden Ziel für alle, die die Geschichte des Limes und die römische Präsenz in der Wetterau nachvollziehen möchten. (c)WV


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Lich***

Reiseführer Deutsche Limes-Straße -
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Lich*** - Region Vogelsberg / Hessen

Sehenswürdigkeiten: historische Altstadt, Schloss, Hofgut, Rathaus, Stadtturm, Textorhaus, Klosterruine Arnsburg

Lich, ein staatlich anerkannter Erholungsort im Tal der Wetter und im Herzen Hessens gelegen, fasziniert Besucher mit einer Mischung aus malerischem Fachwerk, herrschaftlicher Architektur und klösterlichem Erbe. Die historische Altstadt mit ihren engen Gassen, romantischen Plätzen und einer Vielzahl an Fachwerkhäusern ist ein lebendiges Zeugnis handwerklicher Kunst und bürgerlicher Baukultur. Besonders sehenswert ist das reich verzierte Textorhaus von 1632, ein Meisterwerk der Fachwerkkunst, das mit kunstvoll geschnitzten Balken und prächtigen Ornamenten zu den schönsten Gebäuden der Stadt zählt. Das Rathaus und der 48 Meter hohe Stadtturm, ein mächtiges Relikt aus dem 15. Jahrhundert, dokumentieren die städtische Entwicklung und die Wehrhaftigkeit vergangener Zeiten. Der Stadtturm, einst Teil der Stadtbefestigung, prägt bis heute die Silhouette und bietet einen eindrucksvollen Blick über die Altstadt und die umliegende Landschaft. Im Süden der Stadt erhebt sich das Schloss der Fürsten zu Solms-Hohensolms-Lich, ein repräsentativer Bau der Spätrenaissance mit weitläufigem Schlosspark, der den Adelssitz zu einem bedeutenden Zentrum adliger Kultur macht. In der Unterstadt erinnert das Hofgut mit seinen Gebäuden an die landwirtschaftlichen Traditionen der Region. Auch der Stadtteil Ober-Bessingen trägt mit dem Fachwerk-Torhaus, das einst Teil der Dorfbefestigung war und heute mit Dachreiter und Turmuhr erhalten ist, zum historischen Bild bei. Sakrale Baukunst zeigt sich in der spätgotischen Marienstiftskirche, die religiöse Geschichte und künstlerische Gestaltung miteinander verbindet. Ein besonderes Highlight in der Umgebung ist die Klosterruine Arnsburg bei Butzbach, eine der eindrucksvollsten Klosteranlagen Hessens, die im Mittelalter von Zisterziensermönchen erbaut wurde. Mit ihrer monumentalen Architektur und den romantischen Ruinen vermittelt sie einen tiefen Eindruck klösterlichen Lebens und ist zugleich ein stimmungsvoller Ort für Konzerte und Veranstaltungen. Für Naturfreunde bietet der nahegelegene Wildpark Klosterwald eine reizvolle Ergänzung, wo heimische Tierarten in großzügigen Gehegen beobachtet werden können. Lich vereint damit Fachwerkpracht, herrschaftliche Bauten, klösterliche Geschichte und naturnahe Erholung zu einem vielfältigen Reiseziel, das Kultur, Geschichte und Natur gleichermaßen erlebbar macht. (c)WV

Deutsche Fachwerkstädte in Hessen - Route 5

Reiseführer Deutsche-FachwerkstrasseVom Beginn der Weser bei Hann. Münden verläuft diese Route der Deutschen Fachwerkstädte durch das nördliche Hessen bis an den nördlichen Rand der Wetterau. Die Altstadt von Hann. Münden beeindruckt mit einer Vielzahl restaurierter Fachwerkbauten. Eschwege an der Werra mit Landgrafenschloss, Altem Rathaus und der Marktkirche liegt südöstlich. Im Naturpark Meißner-Kaufunger-Wald zeugen in Hessisch Lichtenau viele wunderschöne Fachwerkhäuser vom Traditionsbewusstsein. Melsungen konnte sich über die Jahrhunderte ein einheitliches Fachwerk-Stadtbild erhalten.Dicht an dicht stehende Fachwerkhäuser bilden in Spangenberg eines der schönsten mittelalterlichen Fachwerkensembles in Hessen. Über Homberg-Ohm und Rotenburg a. d. Fulda erreicht diese Route der Fachwerkstädte Bad Hersfeld mit ...


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Deutsche Limes-Straße - Echzell

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Limes - Echzell - Kastellbad

Im Ortszentrum von Echzell kam 1960 unter der evangelischen Pfarrkirche ein außergewöhnliches archäologisches Zeugnis römischer Badekultur zum Vorschein, als nach einem Brand Renovierungsarbeiten durchgeführt wurden und dabei die Überreste eines groß dimensionierten Kastellbades freigelegt wurden, das in seinen ursprünglichen Ausmaßen die heutige Kirche deutlich übertraf und mit einer Länge von rund 50 Metern zu den größten bekannten Kastellbädern entlang des Obergermanisch-Raetischen Limes zählt. Die Anlage war streng axial aufgebaut und folgte der typischen römischen Reihenform, bei der Umkleideraum, Kaltbad, Lauwarmbad und Warmbad hintereinander angeordnet waren, wodurch der Badevorgang klar strukturiert und funktional gegliedert wurde. Bemerkenswert ist der gute Erhaltungszustand der Grundmauern, auf denen die heutige Kirche nahezu deckungsgleich errichtet wurde, sodass römische und neuzeitliche Baugeschichte an diesem Ort unmittelbar miteinander verbunden sind. Die sichtbaren Mauerreste auf dem Platz vor der Kirche ermöglichen es Besuchern, den Grundriss des Badehauses nachzuvollziehen und die Dimensionen dieser römischen Anlage anschaulich zu erfassen. Ziegelstempel, die bei den Ausgrabungen gefunden wurden und überwiegend der Legio XXII Primigenia sowie deren Ziegelei in Frankfurt-Nied zuzuordnen sind, erlauben eine zeitliche Einordnung in eine frühe Bauphase des Limes, wobei Parallelen zu den Kastellbädern von Salisberg und Bendorf auf eine vergleichbare Bauweise und Entstehungszeit hinweisen. Das Kastellbad von Echzell ist damit nicht nur ein eindrucksvolles Relikt römischer Ingenieurskunst, sondern auch ein bedeutender Beleg für den hohen Lebensstandard und die ausgeprägte Badekultur der römischen Militärstandorte in der Wetterau und vermittelt bis heute einen lebendigen Eindruck vom Alltag an der römischen Grenze. (c)WV


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Florstadt

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Florstadt - Region Wetterau / Hessen

Sehenswürdigkeiten: Schloss Ysenburg

Florstadt, idyllisch eingebettet in die fruchtbare Wetterau, blickt auf eine mehr als 2000-jährige Geschichte zurück und vereint historischen Charme mit ländlicher Ruhe. Ein herausragendes Bauwerk ist das Schloss Ysenburg im Ortsteil Staden, auch bekannt als Burg Staden, dessen erste urkundliche Erwähnung aus dem Jahr 1156 stammt. Der Renaissancebau von 1574 besticht durch seine imposante Architektur, kunstvolle Details und die noch erhaltenen charakteristischen Elemente der damaligen Baukunst. Heute dient das Schloss als Hotel-Restaurant, das nicht nur Gäste bewirtet, sondern zugleich ein lebendiges Zeugnis der bewegten Geschichte der Region ist. Umgeben von einem malerischen Wassergraben und der gepflegten Parkanlage vermittelt Schloss Ysenburg ein harmonisches Bild zwischen historischer Pracht und naturnaher Schönheit. Florstadt selbst bietet darüber hinaus eine reizvolle Landschaft mit sanften Feldern, Wiesen und Wäldern, die zum Wandern, Radfahren und Entspannen einlädt. Besucher können hier die Verbindung von Geschichte, Kultur und Natur auf vielfältige Weise erleben: Sei es bei einem Rundgang durch die Schlossanlage, beim Erkunden der umliegenden historischen Orte oder beim Genießen der weitläufigen Naturräume der Wetterau. Schloss Ysenburg und die Stadt Florstadt vereinen somit historische Architektur, lebendige Kultur und landschaftliche Idylle zu einem facettenreichen Ausflugsziel. (c)WV


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Deutsche Limes-Straße - Hammersbach

Reiseführer Deutsche Limes-Straße -
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Limes - Hammersbach

Limes – Hammersbach: Im heutigen Ortsteil Marköbel von Hammersbach liegt ein bedeutender Abschnitt des Obergermanisch-Raetischen Limes in einer landschaftlich reizvollen Lage am Rand der Wetterau, wo das Ronneburger Hügelland als westlicher Ausläufer des Vogelsbergs den Übergang zum Mittelgebirgsraum markiert; der historische Ortskern und das römische Kastell befanden sich auf einem Hügelrücken, der sich etwa 10 bis 25 Meter über dem Krebsbach und seinen Zuflüssen erhebt und schon früh eine verkehrsgeografisch wichtige Funktion erfüllte. Bereits in vor­römischer Zeit führte hier ein bedeutender Fernweg vom Untermaingebiet entlang des südlichen Mittelgebirgsrandes bis in das Fuldaer Becken, der in römischer Zeit als Teil der Via Regia genutzt wurde, weshalb am Übergang über den Krebsbach ein kontrollierter Limesübergang entstand und an dieser strategisch sensiblen Stelle das Kastell Marköbel errichtet wurde. Der östliche Teil der Anlage, der direkt zum Limes ausgerichtet war, liegt heute größtenteils unter dem mittelalterlichen und neuzeitlichen Ortskern verborgen und ist nahezu vollständig überbaut, wodurch nur noch begrenzte Einblicke in die ursprüngliche Struktur möglich sind. Erste archäologische Untersuchungen begannen bereits im 19. Jahrhundert, angeregt durch Flurnamen wie „große“ und „kleine Burg“, bevor die Reichs-Limeskommission in den Jahren 1892 und 1893 gezielte Grabungen durchführte und das römische Steinkastell wissenschaftlich nachweisen konnte. Die Anlage umfasste rund 3,3 Hektar, war nach Osten zum Limes orientiert, von einem doppelten Spitzgraben umgeben und mit Türmen an den Ecken sowie entlang der Umwehrung ausgestattet; im Inneren konnten unter anderem das Fahnenheiligtum und weitere Funktionsräume freigelegt werden. Ein besonders aufschlussreicher Fund gelang 1951 mit der Entdeckung der Fundamente des Badegebäudes unter der evangelischen Kirche, was die Bedeutung des Standortes als dauerhaft genutzter Militärplatz unterstreicht. Die Datierung des Kastells weist in die Frühzeit des Limes, möglicherweise bereits in die Regierungszeit Kaiser Domitians oder Trajans, wobei Funde süd­gallischer Terra sigillata sowie Ziegelstempel der Legio XIIII Gemina diese Einordnung stützen, während der Ausbau zum Steinkastell wahrscheinlich unter Kaiser Hadrian erfolgte. Auch wenn große Teile der Anlage heute nicht mehr sichtbar sind, vermittelt der Standort von Hammersbach-Marköbel einen eindrucksvollen Einblick in die frühe römische Grenzsicherung in der Wetterau und verdeutlicht die enge Verbindung von Militär, Verkehr und Landschaft entlang des Limes. (c)WV


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Deutsche Limes-Straße - Erlensee-Rückingen

Reiseführer Deutsche Limes-Straße -
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Limes - Erlensee-Rückingen Kastell Altenburg

Am südöstlichen Rand der Wetterau, unmittelbar an der Kinzig, lag mit dem Kastell Rückingen, auch Kastell Altenburg genannt, ein bedeutender römischer Militärstandort, der das nördliche Ende eines strategisch wichtigen Abschnitts des Obergermanisch-Raetischen Limes markierte und zugleich eine Schlüsselrolle in der Versorgung der Grenztruppen spielte. Der Limes führte hier durch sumpfiges Gelände, während die Kinzig zur Römerzeit für kleinere Schiffe befahrbar war, sodass der Nachschub für große Teile des Wetterau-Limes über Main und Kinzig effizient auf dem Wasserweg erfolgen konnte und das Kastell dadurch eine besondere logistische Bedeutung erlangte. Errichtet wurde die Anlage zwischen etwa 110 und 125 n. Chr., stationiert war die rund 500 Mann starke Cohors III Dalmatarum pia fidelis, deren Aufgabe die Sicherung dieses sensiblen Grenzabschnitts war. Das rechteckige Kastell umfasste eine Fläche von rund 2,5 Hektar und war von zwei breiten Spitzgräben umgeben, während sich im Inneren vermutlich Fachwerkbauten befanden, darunter das Stabsgebäude mit Fahnenheiligtum, das bei Ausgrabungen nachgewiesen werden konnte. Vom eigentlichen Kastell ist heute oberirdisch nichts mehr erhalten, doch südlich davon erinnert das freigelegte Kastellbad eindrucksvoll an die römische Präsenz an der Kinzig; die rekonstruierten Grundmauern veranschaulichen die ausgeprägte römische Badekultur und machen Dimensionen und Aufbau der Anlage nachvollziehbar. In das heutige Ortsbild integriert, bietet das Kastellbad mit Informationstafeln einen anschaulichen Zugang zur Geschichte dieses Standorts und verbindet archäologisches Erbe mit moderner Nutzung. Archäologische Untersuchungen seit dem 19. Jahrhundert haben die Bedeutung des Kastells Rückingen umfassend dokumentiert und ein klares Bild seiner militärischen und logistischen Funktion gezeichnet. Als Teil der Deutschen Limes-Straße steht der Standort heute exemplarisch für die römische Grenzsicherung in der Wetterau und lädt dazu ein, die antike Vergangenheit dieser Region bewusst zu entdecken und nachzuvollziehen. (c)WV


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Hanau***

Reiseführer Deutsche Limes-Straße -
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Hanau*** an der Deutschen Märchenstraße

Sehenswürdigkeiten: historische Altstadt, Goldschmiedehaus, Schloss Philippsruhe, Altstadt Steinheim, Schloss Steinheim, Kirche Steinheim

Hanau, die Stadt der Brüder Grimm und sechstgrößte Stadt Hessens, liegt im Osten des Rhein-Main-Gebietes und beeindruckt mit einer reichen Geschichte, die sich in ihren Bauwerken und kulturellen Schätzen widerspiegelt. In der historischen Altstadt finden Besucher eine Vielzahl markanter Sehenswürdigkeiten, die das Stadtbild prägen. Das Deutsche Goldschmiedehaus, ein prachtvoller Fachwerkbau, gilt als eines der bedeutendsten Zunfthäuser seiner Art und dokumentiert die lange Tradition der Gold- und Silberschmiedekunst in Hanau. Heute dient es als Ausstellungshaus, das die hohe Kunstfertigkeit vergangener und gegenwärtiger Meister anschaulich macht und damit einen zentralen Anziehungspunkt für Kunst- und Kulturinteressierte darstellt. Ein weiteres Juwel ist Schloss Philippsruhe am westlichen Stadtrand, ein barockes Landschloss von europäischem Rang. Mit seiner repräsentativen Architektur, den reich ausgestatteten Innenräumen und dem angrenzenden Schlosspark zählt es zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern Hessens. Der Park mit Belvedere, Orangerie, Amphitheater und Skulpturensammlung lädt zum Flanieren ein, während im Schloss selbst mehrere Museen beheimatet sind, die Einblicke in die Stadtgeschichte, die regionale Kunst und das einzigartige Papiertheater-Museum bieten. Einen besonderen Reiz besitzt die Altstadt von Steinheim, heute ein Stadtteil Hanaus, die mit aufwendig restaurierten Fachwerkhäusern zu den Höhepunkten der Deutschen Fachwerkstraße zählt. Hier erhebt sich Schloss Steinheim, eine ehemalige Burg- und Schlossanlage mit markantem Bergfried und erhaltenen Ring- und Stützmauern. Im Schlossmuseum erhalten Besucher spannende Einblicke in die Vor- und Frühgeschichte der Region sowie in die historische Entwicklung Steinheims. Neben dem Schloss prägen weitere bedeutende Bauwerke wie die Kirche von Steinheim das Ortsbild. Diese sakrale Stätte, die auf eine lange religiöse Tradition zurückgeht, ist nicht nur geistliches Zentrum, sondern auch kulturelles Denkmal, das von der engen Verflechtung von Glaube und Geschichte erzählt. So vereint Hanau mit seiner historischen Altstadt, dem Goldschmiedehaus, Schloss Philippsruhe, der Altstadt Steinheim mit Schloss und Kirche ein faszinierendes Ensemble, das die Stadt zu einem herausragenden Ziel an der Via Regia macht. Besucher erwartet eine eindrucksvolle Mischung aus Märchenwelt, Kulturgeschichte und architektonischer Vielfalt, die Hanau zu einem unvergesslichen Erlebnis werden lässt. (c)WV


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Deutsche Limes-Straße - Hanau-Kesselstadt*

Reiseführer Deutsche Limes-Straße -
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Limes - Hanau-Kesselstadt - Kastellbad

Im Bereich des heutigen Kesselstädter Friedhofs befindet sich mit dem Kastellbad von Hanau-Kesselstadt ein bedeutendes archäologisches Zeugnis römischer Badekultur, das bereits während und nach dem Ersten Weltkrieg von Georg Wolff untersucht und 1989 umfassend freigelegt sowie konserviert wurde und heute einen anschaulichen Einblick in die Infrastruktur eines römischen Militärstandorts am Obergermanisch-Raetischen Limes vermittelt. Die Anlage gliedert sich in ein älteres und ein jüngeres Bad, wobei vom älteren Bau lediglich ein kleiner hypokaustierter Raum mit einer Größe von etwa fünf mal sechs Metern nachgewiesen werden konnte, der dennoch die frühe Nutzung des Standortes belegt. Deutlich eindrucksvoller präsentiert sich das jüngere Bad mit einer Gesamtlänge von rund 43 Metern, das in Aufbau und Dimensionen den typischen Militärbädern entlang des Limes entspricht und auf eine intensive Nutzung durch eine größere Truppeneinheit hindeutet, möglicherweise im Zusammenhang mit der Stationierung einer Kohorte oder einer späteren Erweiterung des Kastells, auch wenn hierfür keine eindeutigen Belege vorliegen. Archäologische Funde aus dem Inneren der Anlage, darunter bemalte Fragmente von Wandverputz aus dem Caldarium, zeigen jedoch, dass zumindest der Warmbaderaum farblich ausgestaltet war und damit den hohen Anspruch an Komfort und Repräsentation unterstreicht, den römische Militärbäder selbst an der Grenze des Reiches erfüllten. Ergänzend dazu verdeutlichen bemalte Teller der sogenannten Wetterauer Ware aus dem 1. und 2. Jahrhundert n. Chr., die im nahegelegenen Hanau-Salisberg gefunden wurden und heute im Museum Schloss Steinheim aufbewahrt werden, das kulturelle Niveau und die handwerkliche Qualität der römischen Präsenz in dieser Region. Das Kastellbad von Hanau-Kesselstadt verbindet damit eindrucksvoll militärische Funktion, römische Lebensweise und archäologische Forschung und stellt einen wichtigen Baustein zum Verständnis der römischen Geschichte in der Wetterau dar. (c)WV


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Deutsche Limes-Straße - Großkrotzenburg

Reiseführer Deutsche Limes-Straße -
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Limes - Großkrotzenburg Kastell

Im historischen Ortskern von Großkrotzenburg liegt das römische Kastell als eindrucksvolles Zeugnis der Grenzsicherung am Obergermanisch-Raetischen Limes, heute von moderner Bebauung umgeben und dennoch in seiner Lage gut nachvollziehbar, da es auf einer erhöhten Schotterterrasse nördlich des Mains errichtet wurde und den wichtigen Flussübergang kontrollierte, der für Handel, Nachschub und Truppenbewegungen von zentraler Bedeutung war. Das zwischen etwa 110 und 125 n. Chr. erbaute Kastell beherbergte die Cohors IV Vindelicorum, eine rund 500 Mann starke Hilfstruppeneinheit aus dem Alpenvorland, und besaß eine rechteckige Umwehrung von etwa 175 mal 123 Metern, was einer Fläche von rund 2,1 Hektar entspricht. Trotz der dichten Überbauung sind im heutigen Ortsbild noch markante Reste der römischen Anlage erhalten, darunter Teile der Umfassungsmauer sowie der besonders gut erhaltene südwestliche Eckturm, der in späterer Zeit sogar als Gefängnis genutzt wurde und die Dimensionen der einstigen Wehranlage anschaulich vor Augen führt. Der Verlauf wichtiger Kastellstraßen ist im Straßennetz noch erkennbar, so folgt die Kirchstraße der ehemaligen via principalis, während die Sackgasse an die via praetoria erinnert, wodurch sich der Grundriss des Kastells auch ohne großflächige Ruinen nachvollziehen lässt. Ein herausragendes Zeugnis römischer Ingenieurskunst stellt die römische Mainbrücke dar, von der im Flussbett hölzerne Pfahlschuhe entdeckt wurden, die dendrochronologisch auf das Jahr 134 n. Chr. datiert werden konnten und damit in die Endphase der Regierungszeit Kaiser Hadrians fallen; diese Brücke verband das Kastell mit dem südlichen Mainufer und ermöglichte sowohl die Kontrolle des Verkehrs als auch schnelle militärische Bewegungen entlang der Grenze. Informationstafeln im Ort erläutern Geschichte und Funktion der erhaltenen Baureste und machen den Rundgang durch Großkrotzenburg zu einer spannenden Entdeckungsreise in die römische Vergangenheit, bei der Militärgeschichte, Siedlungsentwicklung und Landschaft eng miteinander verknüpft sind. (c)WV


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Seligenstadt**

Reiseführer Deutsche Limes-Straße -
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Seligenstadt** - Region Rhein-Main / Hessen

Sehenswürdigkeiten: historische Altstadt , Steinheimertorturm, Rathaus, Einhardsbasilika, Kloster, Klostergarten

Seligenstadt, malerisch am Main zwischen Spessart und Odenwald gelegen, blickt auf eine über tausendjährige Geschichte zurück und zählt zu den besonders reizvollen Orten der Deutschen Fachwerkstraße. Ein Bummel durch die historische Altstadt führt Besucher vorbei an zahlreichen prachtvollen Fachwerkhäusern im mainfränkischen Stil, die aus dem 17. und 18. Jahrhundert stammen und gemeinsam mit klassizistischen Bürgerhäusern, dem Einhardhaus und dem Romanischen Haus aus dem Jahr 1187 ein einzigartiges Stadtbild formen. Der Steinheimertorturm, ein markantes Wahrzeichen, erhebt sich am Eingang der Altstadt und bietet mit seiner massiven Bauweise einen eindrucksvollen Blick auf die historische Stadtmauer und die verwinkelten Gassen, die sich durch den alten Stadtkern ziehen. Das Rathaus von Seligenstadt ist ein weiteres Juwel, das mit seiner eleganten Fassade den zentralen Marktplatz prägt und seit Jahrhunderten Mittelpunkt des kommunalen Lebens ist. Unweit davon erhebt sich die Einhardsbasilika St. Marcellinus und Petrus, eine der bedeutendsten frühmittelalterlichen Kirchenbauten in Hessen, die vom Gelehrten Einhard, dem Biographen Karls des Großen, im 9. Jahrhundert errichtet wurde. Direkt neben der Basilika liegt die eindrucksvolle Klosteranlage, die von Benediktinermönchen geprägt wurde und mit ihren ehrwürdigen Mauern sowie historischen Gebäuden tiefe Einblicke in das geistliche Leben vergangener Jahrhunderte gewährt. Der angrenzende Klostergarten, mit seiner barocken Gestaltung und seinen Heil- und Zierpflanzen, lädt zu einem beschaulichen Spaziergang ein und vermittelt die klösterliche Tradition von Selbstversorgung und Meditation. So vereinen die historische Altstadt, der Steinheimertorturm, das Rathaus, die Einhardsbasilika, das Kloster und der Klostergarten auf eindrucksvolle Weise Geschichte, Architektur und Spiritualität. Seligenstadt bietet seinen Besuchern ein harmonisches Zusammenspiel aus lebendiger Vergangenheit, kultureller Vielfalt und einer malerischen Atmosphäre, die den besonderen Reiz dieses Ortes am Main ausmacht. (c)WV


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Stockstadt am Main

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Stockstadt am Main

Stockstadt am Main liegt malerisch am Unterlauf des Mains im unterfränkischen Landkreis Aschaffenburg und verbindet auf eindrucksvolle Weise römische Vergangenheit, mittelalterliche Geschichte und lebendige regionale Traditionen. Bereits in römischer Zeit besaß der Ort eine strategische Bedeutung, denn hier befand sich ein Kastell zur Sicherung des Mainlimes, dessen Aufgabe es war, den Fluss als Verkehrs- und Grenzlinie des Römischen Reiches zu kontrollieren. Auch wenn die Kastellanlage heute weitgehend überbaut ist, zeugen zahlreiche steinerne Funde von der römischen Präsenz, die in der Region entdeckt wurden und heute unter anderem im Saalburgmuseum anschaulich dokumentiert sind. Die schriftlich belegte Geschichte Stockstadts reicht bis in die Mitte des 9. Jahrhunderts zurück, als der Ort erstmals unter dem Namen „Stocestat“ erwähnt wurde, und spiegelt in den folgenden Jahrhunderten wechselnde Herrschaftsverhältnisse wider, bis Stockstadt im Jahr 1309 an das Erzstift Mainz gelangte. Überregional bekannt wurde der Ort durch einen außergewöhnlichen kulturgeschichtlichen Nachweis, denn aus dem Stockstädter Hübnerwald stammt der älteste urkundlich belegte Weihnachtsbaum Deutschlands, der bereits im Jahr 1527 erwähnt wurde und bis heute einen festen Platz im historischen Selbstverständnis des Ortes einnimmt. Das Ortsbild wird zudem von mehreren markanten Bauwerken geprägt, darunter das kurmainzische Zollhaus, das zwischen 1514 und 1545 errichtet wurde und einst als bedeutende Zollstation des Mainzer Erzbischofs und Kurfürsten Albrecht von Brandenburg diente. Ergänzt wird dieses historische Ensemble durch die Leonharduskirche aus dem Jahr 1773 sowie die St.-Anna-Kapelle, deren Ursprünge bis ins Jahr 1458 zurückreichen und die 2007 nach historischem Vorbild an anderer Stelle neu errichtet wurde. Stockstadt am Main präsentiert sich damit als Ort, an dem römische Grenzgeschichte, kirchliche Tradition und regionale Kultur eng miteinander verflochten sind und Besuchern einen vielschichtigen Einblick in die historische Entwicklung des Maintals eröffnen. (c)WV


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Obernburg am Main

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Obernburg am Main

Obernburg am Main liegt zwischen den Höhenzügen im Süden und Nordwesten des Maintals, die mit dem Obernburger Stadtwald das Landschaftsbild prägen und bis heute Raum für Naturerlebnis und landwirtschaftliche Nutzung bieten. Die Geschichte der Stadt reicht bis in die römische Zeit zurück, als um 107/110 n. Chr. das Kastell Obernburg errichtet wurde, um den sogenannten Nassen Limes am Main zu sichern und den Fluss als Verkehrs- und Grenzlinie zu kontrollieren, wobei Spuren dieser Befestigungsanlage noch immer im Grundriss der Altstadt nachvollziehbar sind. Nach dem Abzug der Römer im 3. Jahrhundert folgten neue Siedlungsphasen germanischer Gruppen, insbesondere der Alemannen, ehe Obernburg im Mittelalter an Bedeutung gewann und 1313 durch den Mainzer Erzbischof Peter von Aspelt die Stadtrechte erhielt. Die weitere Entwicklung war von politischen und kirchlichen Auseinandersetzungen geprägt, unter anderem durch Konflikte zwischen den Herren von Klingenberg und dem Stift Aschaffenburg, sowie von mehrfach wechselnden Herrschaftsverhältnissen, bis die Stadt im Jahr 1814 dauerhaft Teil des Königreichs Bayern wurde. Diese wechselvolle Geschichte ist im heutigen Stadtbild gut ablesbar, denn erhaltene Abschnitte der Stadtbefestigung mit dem Oberen Tor, dem Täschenturm und dem Hexenturm, das historische Rathaus im Zentrum der Altstadt sowie die Annakapelle am ehemaligen Mühlbach vermitteln ein lebendiges Bild vergangener Jahrhunderte. Einen besonderen Reiz bietet der Blick vom Mittleren Höhenweg, auch Franzosenweg genannt, der eine weite Aussicht über die Altstadt und das Maintal eröffnet. Im Gemeindeteil Eisenbach ergänzt die barocke Kirche St. Johannes der Täufer das kulturelle Erbe, während nahe dem Neustädterhof die Reste der mittelalterlichen Bacheburg einen weiteren Einblick in die Geschichte der Region ermöglichen. Obernburg am Main verbindet damit römische Grenzgeschichte, mittelalterliche Stadtentwicklung und die landschaftlichen Reize des Maintals zu einem vielschichtigen historischen Ort. (c)WV


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Klingenberg am Main

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Klingenberg am Main

Klingenberg am Main liegt am Untermain zwischen den Höhenzügen von Spessart und Odenwald und unmittelbar an der Grenze zu Hessen, wodurch sich eine landschaftlich markante Lage mit Weinbergen, Flusslandschaft und historisch gewachsener Stadtstruktur verbindet. Die Stadt besteht aus der Altstadt von Klingenberg sowie den Stadtteilen Trennfurt und Röllfeld und ist weithin bekannt für die steilen Weinlagen am Hohberg und am Schlossberg, auf denen der traditionsreiche Klingenberger Rotwein gedeiht und das Stadtbild prägt. Die Geschichte des Ortes reicht bis in die römische Zeit zurück, was unter anderem durch den Fund eines römischen Weihesteins in der Kirche von Trennfurt belegt wird, und setzt sich im Mittelalter mit der Herrschaft der Herren von Clingenburg und später der Bickenbacher fort. Nach einer weitgehenden Zerstörung im 16. Jahrhundert erlebte Klingenberg einen nachhaltigen Wiederaufbau, der das heutige historische Erscheinungsbild entscheidend formte. Im 19. Jahrhundert führten politische Neuordnungen und der Übergang vom Kurstaat Mainz zum Königreich Bayern zu neuen wirtschaftlichen Impulsen, insbesondere durch den Tonbergbau, der der Stadt über Jahrzehnte Wohlstand und Entwicklung brachte. Dieser Reichtum spiegelt sich bis heute in der eindrucksvollen Altstadt wider, deren Fachwerkhäuser aus dem 16. Jahrhundert, das Alte Rathaus und das Stadtschloss ein geschlossenes historisches Ensemble bilden. Ergänzt wird das Stadtbild durch Reste der mittelalterlichen Stadtmauer, den markanten Brunntorturm und die spätgotische Kirche St. Pankratius. Hoch über der Stadt erhebt sich die Clingenburg, deren Ruinen nicht nur einen weiten Blick über das Maintal ermöglichen, sondern seit 1994 auch Schauplatz der überregional bekannten Clingenburg-Festspiele sind. Klingenberg am Main verbindet damit römische Spuren, mittelalterliche Geschichte, Weinbau und lebendige Kultur zu einem vielschichtigen Stadtbild, das den Charakter des Untermaingebiets in besonderer Weise widerspiegelt. (c)WV


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Miltenberg am Main***

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Miltenberg am Main*** - Region Unterfranken

Sehenswürdigkeiten: historische Altstadt mit Marktplatz, Schloss, Mildenburg, mittelalterliche Tortürme, Rathaus, Hotel zum Riesen

Im Herzen der Region Unterfranken liegt das historische Miltenberg am Main, das zwischen den Landschaften von Spessart und Odenwald eine besonders reizvolle Lage besitzt und dessen Geschichte bis in die frühe Zeit des Mittelalters zurückreicht. Die malerische Altstadt, geprägt von prachtvollen Fachwerkhäusern, engen Gassen und dem stimmungsvollen Marktplatz, zählt zu den eindrucksvollsten historischen Stadtkernen Frankens und vermittelt ein authentisches Bild vergangener Jahrhunderte. Hoch über der Stadt erhebt sich die Mildenburg, deren Ursprünge bis ins 12. Jahrhundert reichen. Die Burg fasziniert durch ihre markante Silhouette, ihre eindrucksvolle Architektur und die herrlichen Ausblicke über das Maintal. Heute beherbergt sie ein Museum, das spannende Einblicke in Kunst und Geschichte bietet und die lange Bedeutung Miltenbergs als Grenz- und Handelsstadt anschaulich macht. An den Rändern der Altstadt wachen noch immer die mittelalterlichen Tortürme – das Würzburger Tor im Osten und das Mainzer Tor im Westen. Sie markieren die historischen Stadteingänge und zählen bis heute zu den charakteristischen Wahrzeichen Miltenbergs. Im Zentrum der Altstadt steht das eindrucksvolle Rathaus, ein repräsentativer Bau, der die Geschichte des städtischen Selbstbewusstseins widerspiegelt und mit seiner Architektur zu den Glanzpunkten des Stadtbildes gehört. Ein weiteres Highlight ist das traditionsreiche Hotel zum Riesen, eines der ältesten Gasthäuser Deutschlands, das seit vielen Jahrhunderten Reisende und Gäste beherbergt und bis heute viel von seiner historischen Atmosphäre bewahrt hat. Miltenberg bietet mit seiner Vielfalt an Sehenswürdigkeiten, seinem lebendigen Stadtbild und der einzigartigen Lage im Maintal ein besonders intensives historisches und kulturelles Erlebnis. Der Besuch dieser charmanten Stadt hinterlässt unvergessliche Eindrücke und lädt dazu ein, immer wieder neue Facetten der reichen Vergangenheit und lebendigen Gegenwart zu entdecken. (c)WV


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Walldürn*

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Walldürn* - Region Heilbronn - Neckar - Odenwald

Sehenswürdigkeiten: Wallfahrtskirche, Römerbad, röm. Kleinkastell Haselburg, Museum, Schloss

Im Herzen der Region Heilbronn-Neckar-Odenwald, eingebettet in die sanften Hügel des Madonnenländchens, liegt Walldürn, ein Ort von besonderer historischer und spiritueller Bedeutung. Als größte Wallfahrtsstätte Deutschlands zieht die Stadt jedes Jahr zahlreiche Pilger und Besucher an, die die prachtvolle Wallfahrtskirche mit ihrem beeindruckenden Barockbauwerk und den kunstvollen Altären bestaunen. Doch Walldürn bietet weit mehr als religiöse Sehenswürdigkeiten: Die Spuren der Römer sind hier noch lebendig, sichtbar im gut erhaltenen Römerbad und im römischen Kleinkastell Haselburg, das einst Teil der Limesbefestigung war. Die historische Altstadt besticht mit einem harmonischen Ensemble aus malerischen Fachwerkhäusern, engen Gassen und dem 1448 errichteten Rathaus, das als eines der ältesten Rathäuser Deutschlands gilt. Das Alte Schloss aus dem Jahr 1492, einst Sitz der Mainzer Kurfürsten, verleiht der Stadt zusätzlich ein herrschaftliches Flair und ist ein Zeugnis mittelalterlicher Baukunst. Abgerundet wird das kulturelle Angebot durch das Odenwälder Freilandmuseum im Ortsteil Gottersdorf, das einen lebendigen Einblick in das bäuerliche Leben vergangener Jahrhunderte bietet. Walldürn vereint auf einzigartige Weise Spiritualität, Geschichte und Kultur und lädt seine Besucher ein, in die facettenreiche Vergangenheit einzutauchen und zugleich die reizvolle Landschaft des Odenwaldes zu genießen. (c)WV


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Deutsche Limes-Straße - Walldürn-Reinhardsachsen

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Limes - Walldürn-Reinhardsachsen

In landschaftlich markanter Lage am Vorderen Limes befindet sich bei Reinhardsachsen das Kleinkastell Haselburg, das nahezu exakt zwischen den Kastellen Miltenberg-Ost und Walldürn errichtet wurde und auf einer sanft nach Osten geneigten Bodenwelle liegt, die das westliche Hambrunner Tal vom östlichen Kaltenbachtal an der badisch-bayerischen Grenze trennt; der Limes verläuft hier auffallend geradlinig von Nordwest nach Südost und ignoriert bewusst die natürlichen Geländestrukturen, was die militärische Planmäßigkeit der römischen Grenzsicherung deutlich erkennen lässt. Die erhöhte Position verschaffte der Besatzung einen weiten Überblick über das Grenzgebiet, mit Sichtverbindung zu benachbarten Wachtürmen nach Norden und Süden sowie besonderer Kontrolle des östlich gelegenen Kaltenbachtals, wo ein aus dem Barbaricum heranführender Weg überwacht werden musste. Die Forschungsgeschichte des Kleinkastells ist wechselvoll, denn bereits im 18. Jahrhundert wurden Teile der Umfassungsmauer zum Bau der Kirche von Reinhardsachsen abgetragen, bevor 1880 erste wissenschaftliche Untersuchungen und 1892 eine größere Grabung unter Wilhelm Conrady erfolgten, deren Ergebnisse jedoch nur unzureichend dokumentiert wurden. Durch intensive landwirtschaftliche Nutzung war die Anlage im 20. Jahrhundert stark gefährdet, sodass zwischen 1975 und 1980 unter der Leitung von Hans Ulrich Nuber eine vollständige archäologische Neuuntersuchung mit teilweiser Rekonstruktion durchgeführt wurde. Dabei konnte nachgewiesen werden, dass das Kleinkastell ursprünglich als Holz-Erde-Anlage errichtet und später durch eine steinerne Umwehrung mit abgerundeten Ecken ersetzt wurde, die über zwei Tore verfügte, ein Haupttor im Osten und ein weiteres im Westen. Trotz erheblicher Zerstörungen gelang es, die Bauphasen, die innere Gliederung sowie die strategische Bedeutung dieses Grenzpostens zuverlässig zu rekonstruieren, sodass das Kleinkastell Haselburg heute als anschauliches Beispiel römischer Militärarchitektur am Obergermanisch-Raetischen Limes gilt und einen eindrucksvollen Einblick in die Organisation und Überwachung der römischen Reichsgrenze vermittelt. (c)WV


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Limes - Walldürn

Das Kastellbad von Walldürn zählt zu den eindrucksvollsten Zeugnissen römischer Badekultur am Vorderen Limes und wurde im Herbst 1896 sowie Ende August 1897 archäologisch freigelegt, anschließend fachgerecht untersucht und konserviert, wodurch sich bis heute ein aussagekräftiges Bild von Bauweise, Nutzung und Entwicklung dieser Anlage erhalten hat. In seiner ersten Bauphase, die in die Mitte des 2. Jahrhunderts n. Chr. datiert wird, entstand das Bad als Reihentypus und nutzte Ziegel aus einer nahegelegenen Legionsziegelei, was durch zahlreiche Ziegelstempel der Legio XXII Primigenia pia fidelis eindeutig belegt ist und zugleich die enge Anbindung des Kastells an die römische Militärorganisation unterstreicht. Das solide Mauerwerk und die sorgfältige Ausführung verdeutlichen den hohen Stellenwert, den Badeanlagen selbst in Grenzregionen des Reiches besaßen, da sie nicht nur der Hygiene, sondern auch dem sozialen Leben der Soldaten und der umliegenden Zivilbevölkerung dienten. Nach ersten Reparaturen um etwa 185 n. Chr. blieb das Bad weiterhin in Betrieb, was eine vor Ort gefundene Schlussmünze des Kaisers Septimius Severus bestätigt und eine Nutzung bis in die Zeit nach 200 n. Chr. nahelegt. In einer zweiten Bauphase wurde das ältere Bad teilweise abgebrochen und durch eine größere Anlage ersetzt, wobei neue Steinpfeiler für die Hypokaustheizung eingebaut wurden, die sich jedoch später als konstruktiv problematisch erwiesen. Die dritte Bauphase ist schließlich von Improvisationen und Notlösungen geprägt, die zeigen, wie versucht wurde, den Badebetrieb trotz zunehmender Schwierigkeiten in der späten römischen Zeit aufrechtzuerhalten. Heute ermöglichen die rekonstruierten Fundamente einen anschaulichen Einblick in Aufbau und Funktion des Kastellbades und lassen erahnen, wie wichtig diese Anlage für den Alltag am Limes war, indem sie Komfort, Erholung und ein Stück römischer Lebensart selbst an der Grenze des Imperiums bot. (c)WV


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Deutsche Limes-Straße - Osterburken**

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Limes - Kastell Osterburken

In einer flachwelligen Hügellandschaft am engen Talgrund der Kirnau liegt das Kastell Osterburken, dessen Standort bereits lange vor der römischen Zeit genutzt wurde, wie der Fund eines bronzezeitlichen Hortfundes aus dem Jahr 1867 eindrucksvoll belegt und damit die frühe Bedeutung dieses Raumes unterstreicht. Die römischen Geometer wählten den Platz für das Kohortenkastell bewusst, da von hier aus der Vordere Limes in nordöstlicher Richtung direkt eingesehen werden konnte und zugleich der Flusslauf der Kirnau eine zusätzliche Kontrollfunktion über den Verkehr im Tal übernahm. Trotz dieser Vorteile stellte die topographische Lage die römischen Soldaten vor Herausforderungen, denn die steil ansteigenden Hänge im Norden und Süden schränkten die Sicht erheblich ein, sodass die Überwachung des Grenzverlaufs nur in bestimmten Richtungen optimal möglich war, unterstützt durch nahegelegene Limeswachtürme zur Signalweitergabe. Zur zusätzlichen Sicherung wurde später ein Annexkastell unmittelbar an die südöstliche Wehrmauer angebaut, dessen Lage jedoch ebenfalls problematisch war, da der Hang stark anstieg und wiederholt Hangwasser in den Bereich der Anlage eindrang. Die Forschungsgeschichte des Kastells Osterburken reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück und wurde vor allem durch die systematischen Untersuchungen der Reichs-Limeskommission in den 1890er Jahren geprägt, denen im 20. Jahrhundert weitere Grabungen und konservatorische Maßnahmen folgten. Heute sind die Überreste des Hauptkastells und des Annexkastells im Gelände nachvollziehbar und vermitteln einen anschaulichen Eindruck von der römischen Grenzsicherung in dieser landschaftlich besonderen Lage. Ergänzt wird der Besuch durch das römische Museum von Osterburken, in dem bedeutende Fundstücke ausgestellt sind, darunter das berühmte Mithrasrelief, das die religiösen Vorstellungen der römischen Soldaten widerspiegelt und die kulturelle Vielfalt am Limes verdeutlicht. Das Kastell Osterburken verbindet damit frühe Siedlungsgeschichte, militärische Strategie und archäologische Forschung zu einem zentralen Ort römischer Geschichte am Obergermanisch-Raetischen Limes. (c)WV


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Jagsthausen*

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Jagsthausen* - Region Heilbronn - Neckar - Odenwald

Sehenswürdigkeiten: Götzenburg, Limeskastell, Rotes und Weisses Schloss, Altes Rathaus, Jakobuskirche

Jagsthausen, idyllisch im Jagsttal gelegen, blickt auf eine bewegte Geschichte zurück, die bis in die Römerzeit reicht. Bereits um 160 n. Chr. entstand hier ein Limeskastell, das als wichtiger militärischer Stützpunkt entlang der römischen Grenzlinie diente. Bei Ausgrabungen wurden Mauerreste, Grundrisse der Thermen und weitere Relikte entdeckt, die Einblicke in den Alltag der damaligen Zeit gewähren und das historische Fundament des Ortes eindrucksvoll dokumentieren. Mittelalterliche Spuren prägen das Ortsbild ebenso stark. Die imposante Götzenburg, Stammsitz der Familie von Berlichingen und einst Wohnsitz des berühmten „Götz von Berlichingen“, erhebt sich majestätisch über dem Ort und wird bis heute bewohnt. Der umgebende Park mit romantischer Ruinenarchitektur verleiht dem Anwesen eine besondere Atmosphäre. Zudem ist die Götzenburg Austragungsort der traditionsreichen Burgfestspiele, die Jahr für Jahr zahlreiche Besucher anziehen und die Geschichte der Region lebendig werden lassen. Ergänzt wird das historische Ensemble durch das Rote und das Weiße Schloss, deren Bauwerke aus dem 16. und 18. Jahrhundert stammen und mit ihrer Architektur vom einstigen Wohlstand des Ortes zeugen. Das Alte Rathaus, mit seinen Fachwerkelementen ein charakteristisches Beispiel regionaler Baukunst, sowie die gotische Jakobuskirche mit ihrem markanten Turm prägen das Zentrum von Jagsthausen und laden zu einer Zeitreise durch Jahrhunderte ein. Die Mischung aus römischen Fundamenten, mittelalterlichen Burgen und barocken Schlossanlagen macht Jagsthausen zu einem außergewöhnlichen Ziel für historisch interessierte Besucher und lässt die Vergangenheit in authentischer Kulisse lebendig werden. (c)WV


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Öhringen**

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Öhringen** - Region Westfranken - Hohenlohe - Main - Tauber

Sehenswürdigkeiten: historische Altstadt, Altes Rathaus, Stiftskirche, Schloss, Hofjägerhaus

Öhringen liegt in der traditionsreichen Region Westfranken–Hohenlohe–Main–Tauber und blickt auf eine Geschichte zurück, die bis in die Römerzeit reicht, was archäologische Funde im Stadtgebiet belegen, während die erste urkundliche Erwähnung im Jahr 1037 erfolgte, als Kaiserinmutter Adelheid hier ein Chorherrenstift gründete und damit den Grundstein für die weitere Entwicklung der Stadt legte. Über Jahrhunderte prägte Öhringen als Residenzstadt der Fürsten zu Hohenlohe die politische, kulturelle und wirtschaftliche Geschichte der Region und entwickelte sich zu einem bedeutenden Zentrum im Hohenloher Land. Das Herz der Stadt bildet die historische Altstadt mit ihrem weitläufigen Marktplatz, der bis heute den mittelalterlichen Grundriss bewahrt und von repräsentativen Bauwerken eingerahmt wird. Prägend ist das Alte Rathaus aus dem Jahr 1504, dessen markanter Fachwerkgiebel und kleines Glockentürmchen zu den bekanntesten Wahrzeichen Öhringens zählen und das eindrucksvoll die bürgerliche Selbstständigkeit der Stadt im Spätmittelalter widerspiegelt. Unmittelbar daneben erhebt sich die evangelische Stiftskirche St. Peter und Paul, eine spätgotische Hallenkirche aus dem 15. Jahrhundert, die mit ihrem reich geschnitzten Holzaltar von 1498 und der bedeutenden Krypta beeindruckt, in der sich der Sarkophag der Kaiserinmutter Adelheid sowie die Grablege des Hauses Hohenlohe befinden. Gegenüber der Kirche dominiert das Schloss Öhringen den Marktplatz, ein Renaissanceschloss, das einst als Residenz der Grafen und Fürsten zu Hohenlohe diente und bis heute die fürstliche Vergangenheit der Stadt sichtbar macht. Ergänzt wird dieses Ensemble durch das Hofjägerhaus, einen Fachwerkbau aus dem Jahr 1578, der mit seiner sorgfältig erhaltenen Architektur die höfische und städtische Baukultur der frühen Neuzeit veranschaulicht. Öhringen verbindet auf besondere Weise römische Wurzeln, mittelalterliche Stadtentwicklung und fürstliche Residenzkultur und präsentiert sich als historisch gewachsene Stadt, deren geschlossenes Stadtbild und kulturelles Erbe den Charakter der gesamten Hohenloher Region widerspiegeln. (c)WV


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Deutsche Limes-Straße - Großerlach-Grab

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Limes - Großerlach-Grab - Wachturm 83

Am Heidenbuckel bei Großerlach-Grab im Rems-Murr-Kreis erhebt sich mit dem Limesturm Wp 9/83 ein besonders eindrucksvoller Punkt am Obergermanisch-Raetischen Limes, der mit 535,9 Metern über NN den höchsten Punkt dieses Limesabschnitts markiert und zugleich zu den zweithöchsten Standorten entlang der gesamten römischen Grenzanlage zählt. Der rekonstruierte Steinturm nimmt eine herausragende Stellung ein, da er als erster Limesturm seiner Art detailgetreu wiederaufgebaut wurde und sich an der Darstellung römischer Wachtürme auf der Trajanssäule in Rom orientiert, wodurch römische Militärarchitektur anschaulich und nachvollziehbar vermittelt wird. Seine besondere Wirkung entfaltet der Standort jedoch vor allem durch die Einbindung in einen umfassend rekonstruierten Limesabschnitt, der Wall, Graben, Palisade sowie eine freigelegte Schneise durch den Wald umfasst und damit den ursprünglichen Charakter der Grenzanlage eindrucksvoll sichtbar macht. Diese Schneise war ein wesentliches Element des Obergermanischen Limes, da sie die notwendige Sichtverbindung zwischen den einzelnen Wachtürmen sicherstellte und so die Signalweitergabe entlang der Grenze ermöglichte. Die Rekonstruktion des Turms im Jahr 1980 machte diesen Abschnitt zu einem anschaulichen Lehr- und Erinnerungsort, an dem die Dimensionen, die Organisation und die landschaftliche Einbindung der römischen Grenzsicherung besonders gut nachvollzogen werden können. Auch wenn der Turm selbst derzeit aus Sicherheitsgründen nicht betreten werden kann, bietet das umgebende Gelände mit dem rekonstruierten Limesverlauf ein eindrucksvolles Erlebnis, das Geschichte, Landschaft und archäologische Vermittlung auf einzigartige Weise verbindet und den Limes als technisches wie auch strategisches Meisterwerk der Römer erlebbar macht. (c)WV


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Deutsche Limes-Straße - Mainhardt

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Limes - Mainhardt

Auf dem sanft geneigten Geländerücken des Riedels liegt das Kastell Mainhardt in strategisch herausragender Lage rund 470 Meter über dem Meeresspiegel und war von drei Seiten von Tälern umgeben, wodurch sich für die römischen Truppen weite Sichtachsen und eine optimale Kontrolle des Umlandes ergaben; nach Osten konnte der nur etwa 320 bis 350 Meter entfernte Grenzwall des Obergermanisch-Raetischen Limes direkt eingesehen werden, während zugleich Sicht- und Verkehrsverbindungen zu den benachbarten Kastellen in Öhringen und Murrhardt bestanden. Eine bedeutende Militär- und Versorgungsstraße führte von hier aus in Richtung Walheim am Neckar, dem früheren Standort der hier stationierten Einheit, was die Rolle Mainhardts als wichtiger Knotenpunkt im römischen Grenzsystem unterstreicht. Heute ist der Kastellbereich teilweise überbaut und nicht mehr vollständig im Gelände sichtbar, doch erhaltene Fundamente und archäologische Befunde erlauben weiterhin einen Eindruck von Ausdehnung und Bedeutung der Anlage, die in unmittelbarer Nähe des heutigen Ortskerns liegt und so Vergangenheit und Gegenwart eng miteinander verbindet. Die Erforschung des Kastells begann bereits im 18. Jahrhundert, als Christian Ernst Hanßelmann die noch sichtbaren Mauern und Wälle der sogenannten Römerschanzen dokumentierte, später folgten systematische Ausgrabungen, bei denen Teile der Umwehrung und der Innenbebauung freigelegt wurden und Hinweise auf die hier stationierte Cohors I Asturum equitata zutage traten. Die Umwehrung bestand aus massivem Gussmauerwerk und besaß vier Tore, die von vorspringenden Türmen gesichert wurden, während im Bereich der Innenbebauung unter anderem Backöfen nachgewiesen werden konnten, die vermutlich zur Herstellung von Fladenbrot dienten und einen seltenen Einblick in den Alltag der römischen Soldaten erlauben. Hinweise auf eine Palisadenreihe aus starken Holzpfosten deuten zudem auf eine frühere Holzbauphase hin, die der steinernen Ausbaustufe vorausging. Errichtet wurde das Kastell im Zusammenhang mit der Vorverlegung der älteren Odenwald-Neckarlinie an die vordere Limeslinie um 159/160 n. Chr. und bildete gemeinsam mit dem Kleinkastell Mainhardt-Ost einen wichtigen Bestandteil der Grenzsicherung. Auch wenn große Teile der Anlage heute nicht mehr sichtbar sind, bleibt das Kastell Mainhardt ein eindrucksvolles Zeugnis römischer Militärorganisation und verdeutlicht die strategische Bedeutung dieses Höhenstandorts innerhalb des Limes-Systems. (c)WV


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Murrhardt

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Murrhardt** - Region Ostwürttemberg

Sehenswürdigkeiten: hist. Altstadt, Stiftskirche, Walterichskapelle, Walterichskirche

Murrhardt entlang des Oberlaufs der Murr zählt zu den geschichtlich bedeutendsten Städten Ostwürttembergs und vereint römisches Erbe mit einer reichen klösterlichen Tradition. Die Ursprünge der Besiedlung reichen bis in die Römerzeit zurück, wovon die Überreste eines Kastells am Limes zeugen, das einst Teil der Grenzsicherung des römischen Imperiums war. Im frühen Mittelalter entwickelte sich Murrhardt zu einem geistigen Zentrum des fränkischen Reiches. Unter der Herrschaft des Merowingerkönigs Pippin entstand im 8. Jahrhundert das erste Kloster, dessen Gründung maßgeblich vom fränkischen Adligen Walterich geprägt wurde, der als erster Abt des Klosters in die Geschichte einging und später als Heiliger verehrt wurde. Die Walterichskirche, die an dieser Stelle um 1489 auf den Grundmauern römischer Kultbauten errichtet wurde, ist ein bedeutendes Zeugnis dieser frühen Klostergeschichte. Ihr schlichtes spätgotisches Langhaus birgt das Grab des heiligen Walterich, kunstvoll gestaltete Grabsteine und ein reich verziertes romanisches Tympanon, das zu den ältesten Kunstwerken der Stadt zählt. Die Stiftskirche, deren Ursprünge auf die Klosterkirche des 9. Jahrhunderts zurückgehen, beeindruckt mit ihrem frühgotischen Langhaus, den mächtigen Pfeilerarkaden und einer Krypta, die die ältesten Relikte der Klosteranlage beherbergt. Direkt an die Stiftskirche angebaut ist die Walterichskapelle, ein architektonisches Juwel spätromanischer Baukunst aus dem 13. Jahrhundert. Besonders bemerkenswert sind die kunstvoll gearbeiteten Rundbogenfenster und die harmonische Proportion des Innenraums, die das Bauwerk zu einem der bedeutendsten romanischen Kleinbauten der Region machen. Die historische Altstadt mit ihren verwinkelten Gassen und liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern vermittelt ein authentisches Bild des mittelalterlichen Stadtlebens und ergänzt das reiche sakrale Erbe Murrhardts. Mit dieser einzigartigen Verbindung von römischer Vergangenheit, fränkischer Klosterkultur und mittelalterlicher Stadtgeschichte bietet Murrhardt einen faszinierenden Einblick in die Entwicklungsgeschichte der Region. (c)WV


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Deutsche Limes-Straße - Welzheim***

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Limes - Kastell Welzheim

Das Kastell Welzheim gehörte zu den bedeutendsten Garnisonsorten am Obergermanisch-Raetischen Limes und nahm mit seinem West- und Ostkastell eine Schlüsselstellung innerhalb der römischen Grenzsicherung ein, auch wenn große Teile des Westkastells heute unter moderner Bebauung verborgen liegen und nur noch archäologisch nachvollzogen werden können. Seit seiner Entdeckung im 19. Jahrhundert wurde das Areal wiederholt untersucht, wobei zahlreiche Grabungen wertvolle Erkenntnisse zur Baugeschichte, zur militärischen Organisation und zum Alltag der römischen Besatzung lieferten. Das weitläufige Kastellareal war durch eine Straße mit dem östlich gelegenen Ostkastell verbunden, was die strategische Bedeutung Welzheims als militärischer Schwerpunkt entlang des Limes unterstreicht. Archäologische Befunde belegen sowohl die militärische als auch die zivile Infrastruktur der Anlage, deren Größe auf eine starke Besatzung und eine zentrale Funktion im Verteidigungssystem des Römischen Reiches hinweist. Besonders aufschlussreich sind Funde aus Brunnen des Ostkastells, die Rückschlüsse auf Vegetation, Klima und Lebensbedingungen im 2. und 3. Jahrhundert erlauben, während im Westkastell Reste von Mannschaftsbaracken, Kellern und sogar eines Kastellbades freigelegt wurden, die ein anschauliches Bild des täglichen Lebens der Soldaten vermitteln. Die Wehranlagen mit Toren, Türmen und umlaufenden Spitzgräben verdeutlichen die ausgeklügelte Verteidigungsstrategie, ergänzt durch die im Inneren nachgewiesenen Principia als Zentrum von Verwaltung und militärischer Organisation. Neben der militärischen Funktion spielte das Kastell auch eine wichtige Rolle für Wirtschaft und Handel, worauf Funde von Handwerksgeräten, Fibeln und Alltagsgegenständen hinweisen. Das Ostkastell von Welzheim ist heute als archäologisches Reservat und Freilichtmuseum zugänglich und erlaubt mit rekonstruierten Baustrukturen einen lebendigen Eindruck vom römischen Leben an der Grenze des Imperiums, wodurch Welzheim zu den eindrucksvollsten Limes-Standorten in Südwestdeutschland zählt. (c)WV


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Lorch*

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Lorch* - Region Ostwürttemberg

Sehenswürdigkeiten: Kloster Lorch, Limesturm

Lorch im Tal der Rems gilt als eine der geschichtlich bedeutendsten Städte Ostwürttembergs und ist untrennbar mit der Geschichte der Staufer verbunden. Die Stadt entwickelte sich im Mittelalter zu einem geistigen und kulturellen Zentrum der Region, was vor allem dem Kloster Lorch zu verdanken ist. Diese eindrucksvolle Klosteranlage wurde 1102 von Herzog Friedrich I. von Schwaben, dem Ahnherrn des staufischen Herrschergeschlechts, gegründet und diente über Jahrhunderte als Hauskloster und Grablege der Staufer. Die Klosterkirche beeindruckt mit ihrem schlichten romanischen Langhaus, das später gotische Veränderungen erfuhr, und beherbergt die Staufer-Tumba aus dem Jahr 1475, ein reich verziertes Grabdenkmal mit kunstvoll gearbeiteten Reliefs, das die Bedeutung der Anlage als staufische Erinnerungsstätte eindrucksvoll unterstreicht. Die vollständig erhaltene Ringmauer, die das Kloster umschließt, vermittelt mit ihren wuchtigen Mauern und den Türmen den wehrhaften Charakter eines mittelalterlichen Klosters. Ein markantes Wahrzeichen ist der Marsiliusturm, der ursprünglich aus dem Mittelalter stammt und im 19. Jahrhundert im historisierenden Stil wiederaufgebaut wurde. Von seiner Aussichtsplattform bietet sich ein weiter Blick über das Remstal und die malerischen Hügel des Klosterbergs. Ergänzt wird das historische Erbe von einem rekonstruierten römischen Limesturm, der an die Zeit erinnert, als Lorch unmittelbar an der Grenze des römischen Imperiums lag. Diese Kombination aus staufischer Klosterkultur und römischer Vergangenheit macht Lorch zu einem eindrucksvollen Ziel, das die wechselvolle Geschichte der Region lebendig werden lässt. (c)WV


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Deutsche Limes-Straße - Lorch

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Limes - Kastell Lorch

Am Rand des Remstals, am Ausgang einer markanten Senke und an einer bereits in der Antike bedeutenden Fernverbindung, liegt das Kastell Lorch als eindrucksvolles Zeugnis römischer Militärarchitektur und markiert einen besonders sensiblen Abschnitt des Obergermanisch-Raetischen Limes, denn hier endete die römische Provinz Germania superior, während wenige Kilometer weiter östlich bereits die Provinz Raetia begann. Diese Grenzlage verlieh dem Kastell eine herausragende strategische Bedeutung innerhalb des römischen Verteidigungssystems, da Verkehrswege kontrolliert und der Übergang zwischen zwei Provinzen militärisch gesichert werden mussten. Erste Hinweise auf das Kastell tauchten bereits im 19. Jahrhundert auf, doch aufgrund schwieriger örtlicher Gegebenheiten blieben die frühen Untersuchungen zunächst begrenzt, bis im Zuge späterer Grabungen und Bauarbeiten weiterführende Erkenntnisse zur Struktur, Ausdehnung und Nutzung der Anlage gewonnen werden konnten. Errichtet nach einem römischen Normplan, war das Kastell von einer teilberittenen Einheit belegt und verfügte über massive Wehrmauern aus lokalem Stubensandstein, deren solide Bauweise bis heute einen Eindruck von der Dauerhaftigkeit und dem militärischen Anspruch der römischen Grenzsicherung vermittelt. Neben den militärischen Kernstrukturen konnten auch Reste des zugehörigen Lagerdorfes nachgewiesen werden, die Einblicke in das zivile Leben rund um den Garnisonsstandort erlauben und zeigen, dass Lorch nicht nur ein Militärposten, sondern auch ein lebendiger Siedlungsschwerpunkt war. Zahlreiche Funde wie Münzen, Keramik und Alltagsgegenstände belegen die lange Nutzung des Standortes und seine enge Einbindung in das regionale Netz römischer Siedlungen und Verkehrswege. Heute präsentiert sich das Kastell Lorch als bedeutendes archäologisches Denkmal, das in Verbindung mit der umgebenden Landschaft des Remstals einen eindrucksvollen Zugang zur römischen Geschichte bietet und anschaulich verdeutlicht, welche Rolle dieser Ort als Grenz- und Übergangspunkt im System des Limes spielte. (c)WV


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Schwäbisch-Gmünd**

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Schwäbisch-Gmünd** - Region Göppingen / Stuttgart

Sehenswürdigkeiten: historische Altstadt, Heilig-Kreuz-Münster, Glockenturm, Fünf-Knopf-Turm, Kulturzentrum Prediger, Neues Forum

Schwäbisch Gmünd zwischen dem Welzheimer Wald und dem Vorland der östlichen Schwäbischen Alb gehört zu den ältesten Städten Württembergs und blickt auf eine über 1200-jährige Geschichte zurück, die eng mit der Entwicklung der Stauferzeit und der Blüte der Reichsstädte verbunden ist. Die historische Altstadt mit ihren verwinkelten Gassen und prächtigen Fachwerkhäusern vermittelt noch heute das Bild einer wohlhabenden Handelsstadt des Mittelalters. Zu den herausragendsten Bauwerken zählt das Heilig-Kreuz-Münster, dessen Bau im 12. Jahrhundert begann und das als eine der bedeutendsten gotischen Hallenkirchen Süddeutschlands gilt. Die dreischiffige Basilika beeindruckt durch ihre mächtigen Pfeilerarkaden, kunstvolle Maßwerkfenster und ein reich verziertes Chorgestühl, das die hohe handwerkliche Kunst der damaligen Zeit eindrucksvoll belegt. Ein weiteres Wahrzeichen ist der Glockenturm, dessen wuchtige Silhouette weit über die Dächer der Stadt hinausragt und der einen weiten Panoramablick über das historische Zentrum ermöglicht. Ebenso markant ist der Fünf-Knopf-Turm, ein Teil der ehemaligen Stadtbefestigung, dessen charakteristische fünf kugelförmige Knöpfe auf den Zinnen ihm seinen Namen gaben und der heute als Symbol für die Wehrhaftigkeit und Geschichte Schwäbisch Gmünds gilt. Das ehemalige Dominikanerkloster mit dem Kulturzentrum Prediger bildet ein bedeutendes Ensemble sakraler und profaner Architektur. Das spätgotische Klostergebäude mit seinen eleganten Spitzbogenfenstern und dem beeindruckenden Kreuzgang wird heute für Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen genutzt und hat sich zu einem lebendigen Zentrum für Kunst und Kultur entwickelt. Das Neue Forum ergänzt dieses historische Ensemble mit moderner Architektur und bietet Raum für Konzerte, Theateraufführungen und Tagungen. Diese gelungene Verbindung von historischen Bauwerken und zeitgenössischen Einrichtungen macht Schwäbisch Gmünd zu einem faszinierenden Reiseziel, das Geschichte und Gegenwart auf eindrucksvolle Weise vereint. (c)WV


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Deutsche Limes-Straße -

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Limes - Böbingen

Auf einem markanten Geländesporn über dem Südufer der Rems lag das römische Kastell Unterböbingen in strategisch hervorragender Position und bildete einen wichtigen Bestandteil des Obergermanisch-Raetischen Limes, von dem aus das Remstal sowie die angrenzenden Verkehrswege zuverlässig überwacht werden konnten. Die erhöhte Lage ermöglichte der römischen Besatzung weite Sichtachsen in das Umland und unterstreicht die militärische Bedeutung dieses Standorts innerhalb des römischen Grenzsicherungssystems. Erste Hinweise auf römische Befestigungen wurden bereits im 19. Jahrhundert erkannt, doch erst durch systematische Untersuchungen der Reichs-Limeskommission konnten Lage, Ausdehnung und Struktur des Kastells Unterböbingen präzise erfasst und wissenschaftlich ausgewertet werden. Das Kastell war Teil eines engmaschigen Netzes aus Kastellen, Wachtürmen und Grenzanlagen, das die römische Herrschaft in dieser Region absicherte und eine schnelle Kommunikation entlang des Limes ermöglichte. Archäologische Ausgrabungen förderten zahlreiche Funde zutage, die sowohl die militärische Nutzung als auch den Alltag der römischen Soldaten widerspiegeln, darunter Fibeln, Münzen und besonders eindrucksvoll die Fragmente einer überlebensgroßen Panzerstatue, die vermutlich einen römischen Kaiser darstellte und auf die repräsentative Bedeutung des Kastells hinweist. Heute ist das Kastell Unterböbingen ein bedeutendes archäologisches Denkmal, dessen erhaltene Strukturen und Fundstücke einen anschaulichen Eindruck von der römischen Militärarchitektur und der Grenzsicherung im Remstal vermitteln und Besucher dazu einladen, die römische Geschichte dieser Region unmittelbar nachzuvollziehen. (c)WV


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Aalen*

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Aalen* - Region Ostalp / Ostwürttemberg

Sehenswürdigkeiten: historische Altstadt, Rathaus, Römerkastell

Aalen im Tal des oberen Kochers, oft als Tor zur Schwäbischen Alb bezeichnet, zählt zu den geschichtsträchtigsten Städten der Ostalb und ist nur eine kurze Fahrt von Stuttgart entfernt. Die Besiedlungsgeschichte reicht bis in die Mittelsteinzeit zurück und belegt die strategische und wirtschaftliche Bedeutung dieser Region seit frühester Zeit. Im Mittelalter entwickelte sich Aalen zu einem wichtigen Handels- und Handwerkszentrum, dessen reiche Vergangenheit in der historischen Altstadt lebendig bleibt. Ein Rundgang führt durch schmale Gassen mit sorgfältig restaurierten Fachwerkhäusern, deren kunstvoll verzierte Giebel und Erker von bürgerlichem Wohlstand und handwerklichem Können zeugen. Das historische Rathaus, dessen Ursprung im 16. Jahrhundert liegt, ist eines der markantesten Bauwerke der Stadt. Besonders bekannt ist der sogenannte „Spion von Aalen“, eine bewegliche Figur im Rathausturm, die den Blick über den Marktplatz schweifen lässt und auf eine alte Sage zurückgeht. Von überregionaler Bedeutung sind die römischen Zeugnisse der Stadt. Das Römerkastell, Teil des UNESCO-Welterbes Obergermanisch-Raetischer Limes, war eines der größten Reiterkastelle nördlich der Alpen und diente der Sicherung der römischen Provinz Raetia. Die Überreste der Grundmauern, Ausgrabungen von Badeanlagen und das rekonstruierte Westtor vermitteln einen anschaulichen Eindruck des römischen Militärlebens. Zahlreiche Funde, darunter Keramik, Münzen und Waffen, sind im Limesmuseum Aalen zu sehen, das zu den bedeutendsten Römermuseen Süddeutschlands zählt und das Alltagsleben der Legionäre lebendig darstellt. Die Kombination aus mittelalterlichem Stadtbild und römischem Erbe macht Aalen zu einem faszinierenden Ziel für Geschichtsinteressierte. (c)WV


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Deutsche Limes-Straße - Aalen Kastell***

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Limes - Kastell Aalen

Am sanften Hang oberhalb des Kochertals, zwischen den Tälern von Rems und Hirschbach, lag das Kastell Aalen in landschaftlich wie strategisch herausragender Position und zählt zu den bedeutendsten römischen Militärstandorten am südlichen Obergermanisch-Raetischen Limes, wobei archäologische Funde belegen, dass dieser Raum bereits in vorgeschichtlicher Zeit genutzt wurde und die Römer hier bewusst einen seit Langem verkehrs- und siedlungsgünstigen Platz wählten. Errichtet wurde das rechteckige Kastell um 150/155 n. Chr. und entwickelte sich rasch zu einem zentralen Stützpunkt der Grenzsicherung, dessen massive Umwehrung mit Mauern und Türmen die militärische Bedeutung ebenso widerspiegelt wie seine Funktion als Knotenpunkt im Limes-System. Die sorgfältig geplante Innenbebauung verdeutlicht die hohe Organisationsleistung der römischen Militärverwaltung, denn im Mittelpunkt stand die Principia als Stabsgebäude, ergänzt durch Wirtschaftsgebäude, Werkstätten und Unterkünfte, die einen reibungslosen Alltag für die hier stationierten Truppen ermöglichten. Archäologische Untersuchungen, die seit dem 19. Jahrhundert kontinuierlich durchgeführt wurden, lieferten wertvolle Einblicke in Bauphasen, Ausstattung und Nutzung des Kastells und zeichnen ein lebendiges Bild vom Leben der römischen Soldaten an der Reichsgrenze. Das Kastell Aalen übernahm eine Schlüsselrolle bei der Überwachung des Umlandes und der Kontrolle wichtiger Verkehrsachsen und verdeutlicht eindrucksvoll, wie eng militärische Strategie, Topographie und Infrastruktur miteinander verknüpft waren. Heute ist der Standort mit seinen erhaltenen Strukturen und dem angeschlossenen Limesmuseum ein zentraler Anlaufpunkt für die Beschäftigung mit der römischen Geschichte Südwestdeutschlands und lädt dazu ein, die Dimensionen römischer Militärmacht, Ingenieurskunst und Alltagskultur unmittelbar nachzuvollziehen. (c)WV


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Tourismusinfos/Büro: Limesmuseum, St.-Johann-Straße 5, 73430 Aalen, www.limesmuseum.de - Tel. +49(0)7361-528.287.0, limesmuseum@aalen.de/
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Deutsche Limes-Straße - Rainau***

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Limes - Limestor Rainau

Auf einer markanten Anhöhe bei Rainau erhebt sich das Limestor Dalkingen als einzigartiges Monument römischer Grenzarchitektur und kennzeichnet einen der bedeutendsten Übergänge am Obergermanisch-Raetischen Limes, wo die Reichsgrenze nicht nur militärisch gesichert, sondern auch repräsentativ inszeniert wurde. Als monumentales Torbauwerk markierte das Limestor einen kontrollierten Durchlass zwischen dem römischen Herrschaftsgebiet und den jenseits liegenden germanischen Räumen und diente damit zugleich dem militärischen Grenzschutz, der Verwaltung sowie dem geregelten Verkehr von Waren und Personen. Archäologische Untersuchungen belegen mehrere Bau- und Nutzungsphasen, in denen das Tor immer wieder angepasst und ausgebaut wurde, wobei insbesondere die außergewöhnliche Ausgestaltung in Form eines triumphbogenartigen Bauwerks den hohen symbolischen Anspruch der Römer an diesem Ort widerspiegelt. Anders als einfache Durchlässe entlang des Limes verkörperte das Limestor Dalkingen sichtbar römische Macht, Ordnung und Baukunst und machte die Grenze selbst zu einem Monument. Heute schützt ein moderner Schutzbau die freigelegten Reste vor Witterungseinflüssen und ermöglicht einen ganzjährigen Besuch, bei dem die Dimensionen und die besondere Stellung dieses Grenztores eindrucksvoll nachvollzogen werden können. Informationstafeln und Führungen vermitteln die historische Bedeutung des Ortes und ordnen ihn in das Gesamtsystem des Limes ein. In unmittelbarer Nähe ergänzen die ausgegrabenen Fundamente des Kastells Buch mit seinem Badegebäude das Bild einer intensiv genutzten Grenzlandschaft und verdeutlichen, dass dieser Abschnitt nicht nur militärisch, sondern auch infrastrukturell von großer Bedeutung war. Das Limestor von Rainau zählt damit zu den eindrucksvollsten Zeugnissen römischer Grenzpolitik nördlich der Alpen und macht Geschichte in besonderer Weise erlebbar. (c)WV


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Ellwangen**

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Ellwangen** - Region Ostalp / Ostwürttemberg

Sehenswürdigkeiten: Schloss ob Ellwangen, Basilika St. Vitus, Stiftsrathaus, Marienwallfahrtskirche

Ellwangen am Oberlauf der Jagst zählt zu den geschichtlich bedeutendsten Städten der Ostalb und verdankt seine Entstehung einem im 8. Jahrhundert gegründeten Benediktinerkloster, das zeitweise zum Besitz Karls des Großen gehörte. Die Stadt entwickelte sich im Mittelalter zu einem wichtigen religiösen und kulturellen Zentrum, was sich bis heute in ihrer eindrucksvollen Bausubstanz widerspiegelt. Die Altstadt breitet sich südlich der mächtigen Basilika St. Vitus aus, die als eine der bedeutendsten romanischen Gewölbebasiliken Schwabens gilt. Der Bau, dessen Errichtung im 12. Jahrhundert begann, beeindruckt mit mächtigen Pfeilerarkaden, einem streng gegliederten Langhaus und der imposanten Vierungskuppel. Die schlichte, aber kraftvolle romanische Architektur vermittelt noch heute die spirituelle Bedeutung des einstigen Stifts. Um den Platz der Basilika gruppieren sich zahlreiche prächtige Gebäude, darunter das Stiftsrathaus, ein markanter Renaissancebau mit barocken Ergänzungen, das mit seinen reich gegliederten Fassaden und den kunstvoll gestalteten Fensterrahmungen von der einstigen Macht der Fürstpröpste zeugt. Hoch über der Stadt erhebt sich das Schloss ob Ellwangen, das auf einer mittelalterlichen Burganlage errichtet wurde. Die heutige Schlossanlage wurde im 17. Jahrhundert zu einem repräsentativen Renaissanceschloss umgebaut und im 18. Jahrhundert im barocken Stil erweitert. Besonders sehenswert sind das prachtvolle doppelläufige Treppenhaus mit seinen eleganten Stuckaturen, die reich verzierte renaissancezeitliche Schlosskapelle und der prunkvolle Thronsaal, der heute Teil des Schlossmuseums ist und einen Einblick in das fürstpröpstliche Leben gewährt. Ein weiteres architektonisches Juwel ist die Marienwallfahrtskirche auf dem Schönenberg, ein barocker Sakralbau von überregionaler Bedeutung. Ihre elegante Doppelturmfassade, die harmonische Raumgestaltung und der reich verzierte Hochaltar machen sie zu einem der bedeutendsten Wallfahrtsorte in Ostwürttemberg. Mit dieser Vielzahl herausragender Bauwerke und seiner engen Verbindung zu kirchlicher und weltlicher Macht spiegelt Ellwangen eindrucksvoll die kulturelle und religiöse Geschichte der Region wider. (c)WV


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Deutsche Limes-Straße - Ellwangen-Halheim

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Limes - Ellwangen-Halheim

Im heutigen Ortsteil Halheim bei Ellwangen liegt das römische Kastell Halheim an einem geschichtsträchtigen Platz, dessen Nutzung bis in vorrömische Zeit zurückreicht, wie latènezeitliche Siedlungsspuren und Keramikfunde auf der Flur „Berg“ belegen, ehe die Römer diesen strategisch günstigen Standort in das System der Grenzsicherung einbanden. Das Kastell entstand vermutlich zwischen etwa 125 und 205 n. Chr. und wurde möglicherweise von einer kleineren römischen Einheit, einem Numerus, errichtet, wohl im Zusammenhang mit dem Ausbau der rätischen Limesmauer, die in dieser Region eine zentrale Rolle für die Sicherung der Reichsgrenze spielte. Archäologische Untersuchungen seit dem 19. Jahrhundert haben die Bedeutung des Kastells immer deutlicher gemacht und erlauben heute eine recht genaue Vorstellung von Aufbau und Funktion der Anlage. Das nahezu quadratische Kastell mit Abmessungen von rund 80 mal 82,5 Metern war von einer massiven Wehrmauer mit abgerundeten Ecken und Türmen umgeben, ergänzt durch einen breiten Spitzgraben und eine innere Erdrampe, die zusätzliche Verteidigung boten und die militärische Funktion des Standortes unterstreichen. Auch wenn die aufgehenden Mauern längst verschwunden sind, zeichnen sich die Ausmaße des Kastells im Gelände noch gut ab, denn ein umlaufender Schuttwall und eine Buschhecke markieren bis heute den Verlauf der einstigen Befestigung. Die zahlreichen Funde aus dem Kastellbereich vermitteln Einblicke in den Alltag der hier stationierten Soldaten und belegen die feste Einbindung des Standortes in das Grenzsystem des Limes. Zugleich bleibt die genaue Rolle des Kastells Halheim innerhalb der römischen Militärstrategie Gegenstand weiterer Forschungen, insbesondere im Zusammenspiel mit den umliegenden Siedlungen und Verkehrswegen. Das nahegelegene Dorf Halheim ist eng mit dieser Geschichte verbunden und macht deutlich, wie stark römische Strukturen die Landschaft bis in die Gegenwart geprägt haben. Als Bodendenkmal bietet das Kastell Halheim heute einen eindrucksvollen Zugang zur römischen Vergangenheit Ostwürttembergs und lädt dazu ein, die Dimensionen und die Organisation der römischen Grenzsicherung unmittelbar nachzuvollziehen. (c)WV


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Deutsche Limes-Straße - Mönchsroth

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Limes - Mönchsroth

Entlang des Limes, der einst die Grenzen des mächtigen Römischen Reiches sicherte, finden sich zahlreiche faszinierende Überreste militärischer Strukturen und Zeugnisse vergangener Epochen. Südlich von Mönchsroth, nahe der Straße Mönchsroth-Eck am Berg, wo die Landesgrenze nach Bayern verläuft, offenbart sich ein reichhaltiges Erbe römischer Befestigungsanlagen. Eine bemerkenswerte Sehenswürdigkeit ist der große Turmrest, bekannt als Wachtposten 13/1, der als flacher Hügel erkennbar ist und Einblicke in die architektonische Pracht römischer Wachtürme gewährt. Doch nicht nur hier, sondern auch südlich von Mönchsroth erwartet Besucher eine faszinierende Rekonstruktion eines Steinturmes, der als Wachtposten 13/2 bekannt ist. Dieser Turm vermittelt ein eindrucksvolles Bild von der militärischen Strategie und den Verteidigungsmaßnahmen entlang des Limes. Weiter südlich, im Wald 'Unterer Espan', liegen die Überreste eines Holz- und Steinturms, der als Wachtposten 13/3 identifiziert wurde. Diese Fundstelle bietet die Möglichkeit, die Vielfalt der Bauweisen und Materialien zu erkunden, die von den römischen Ingenieuren verwendet wurden, um ihre Grenzbefestigungen zu errichten und zu unterhalten. Nicht weit entfernt, östlich der Straße Birkenzell-Gerau, offenbart sich der Limes als schmaler Damm im Wiesengelände. Diese markante Struktur ermöglicht es Besuchern, die einstige Grenzlinie des Römischen Reiches zu verfolgen und die beeindruckende Ingenieurskunst der Römer zu bewundern. Ein besonderes Highlight sind die Wachtposten WP 12/112 und 12/113 östlich von Dambach, deren Überreste als Schuttkegel im Wiesengelände erkennbar sind. Diese Fundstelle bietet Einblicke in die Vielfalt der Strukturen entlang des Limes und verdeutlicht die Herausforderungen, denen die römischen Soldaten gegenüberstanden, während sie die Grenzen des Reiches schützten. Der Limes, mit seinen zahlreichen Überresten und Rekonstruktionen entlang der Strecke zwischen Halheim und Mönchsroth, ist nicht nur ein faszinierendes historisches Erbe, sondern auch ein bedeutendes Zeugnis für die römische Geschichte und Militärarchitektur. Diese Sehenswürdigkeiten bieten Besuchern die Möglichkeit, in die Vergangenheit einzutauchen und die spannende Geschichte dieses einzigartigen Verteidigungssystems zu erkunden. (c)WO


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Weiltingen-Ruffenhofen*** - Römerkastelle - Deutsche Limes-Straße

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Weiltingen-Ruffenhofen** - Region Mittelfranken

Sehenswürdigkeiten: Römerpark, Limeseum

Südlich von Mönchsroth, nahe der Straße in Richtung Eck am Berg und unmittelbar an der heutigen Landesgrenze zu Bayern, wird der Verlauf des römischen Limes besonders anschaulich erlebbar, da sich hier eine außergewöhnliche Dichte an Relikten römischer Grenzsicherung erhalten hat, die eindrucksvoll von der militärischen Organisation und Ingenieurskunst des Römischen Reiches zeugen. Bereits als flacher Hügel erkennbar ist der große Turmrest des Wachtpostens 13/1, der einen Eindruck von Größe und Stabilität römischer Wachtürme vermittelt und die Bedeutung dieses Abschnitts für die Überwachung der Grenze unterstreicht. Südlich davon folgt mit dem rekonstruierten Steinturm des Wachtpostens 13/2 ein besonders anschauliches Beispiel römischer Militärarchitektur, das die Funktion dieser Beobachtungsposten im Zusammenspiel von Sichtverbindungen, Signalweitergabe und Grenzkontrolle deutlich macht. Noch weiter südlich, im Waldgebiet „Unterer Espan“, liegen die Reste eines Holz- und Steinturms des Wachtpostens 13/3, die zugleich die unterschiedlichen Bauweisen dokumentieren, mit denen die Römer ihre Grenzanlagen an Gelände und verfügbare Materialien anpassten. Östlich der Straße Birkenzell–Gerau zeichnet sich der Limes selbst als schmaler Damm im Wiesengelände ab und erlaubt es, den tatsächlichen Verlauf der einstigen Reichsgrenze unmittelbar im Gelände nachzuvollziehen. Ergänzt wird dieses eindrucksvolle Bild durch die Überreste der Wachtposten WP 12/112 und 12/113 östlich von Dambach, die als Schuttkegel im offenen Gelände sichtbar sind und die hohe Dichte der Sicherungsanlagen in diesem Abschnitt verdeutlichen. Der Bereich zwischen Halheim und Mönchsroth zählt damit zu den besonders gut nachvollziehbaren Abschnitten des Limes, an dem Grenzlinie, Wachtürme und Geländestrukturen ein zusammenhängendes Bild römischer Militärstrategie vermitteln und Besuchern einen intensiven Zugang zur Geschichte dieses einzigartigen Verteidigungssystems ermöglichen. (c)WV


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Tourismusinfos/Büro: LIMESEUM und Römerpark Ruffenhofen, Römerpark Ruffenhofen 1, 91749 Wittelshofen, www.limeseum.de - Tel. +49(0)9854-9799242, info@roemerpark-ruffenhofen.de
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Wittelshofen

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Wittelshofen

Wittelshofen wurde erstmals im Jahr 1274 unter dem Namen „Witelshoven“ urkundlich erwähnt und weist mit hoher Wahrscheinlichkeit deutlich ältere Wurzeln auf, denn der Ortsname leitet sich vom Personennamen Witold beziehungsweise Witolf ab und deutet auf eine Gründung bereits in karolingischer Zeit im 8. Jahrhundert hin. Der historische Ortskern wird bis heute von der Pfarrkirche St. Martin geprägt, die bis 1627 als Filialkirche von St. Johannis in Aufkirchen bestand und das religiöse sowie gesellschaftliche Zentrum des Dorfes bildete. Die Entwicklung Wittelshofens ist eng mit dem regionalen Adel verbunden, was sich besonders an der nördlich des Ortes gelegenen Wasserburg ablesen lässt, von der noch Reste der Mauern, Gräben und der Vorburg erhalten sind. Diese Burg entstand im 11. Jahrhundert zunächst als hölzerner Turmbau und wurde im 12. Jahrhundert zu einer steinernen Wehranlage ausgebaut, die über Jahrhunderte hinweg eine wichtige Rolle in der lokalen Herrschaftsstruktur spielte. Im 13. Jahrhundert verpfändete der römisch-deutsche König Rudolf von Habsburg den Zehnt von Wittelshofen und Gerolfingen an die Herren von Nortenberg, womit der Ort erstmals in größere politische Zusammenhänge eingebunden wurde. In der Folge wechselten Besitz- und Herrschaftsverhältnisse mehrfach, unter anderem an die Herren von Merkingen und später an die Markgrafen von Ansbach, die bis zum Ende des 18. Jahrhunderts prägenden Einfluss auf die Region ausübten. Die Burg blieb bis 1791 im markgräflichen Besitz, ehe sie im Jahr 1856 durch einen Brand weitgehend zerstört wurde und damit ein markantes Kapitel der Ortsgeschichte endete. Wittelshofen präsentiert sich heute als historisch gewachsener Ort, in dem sich frühe Siedlungsgeschichte, kirchliche Tradition und adelige Herrschaft in einem ruhigen, ländlichen Umfeld verdichten und die Vergangenheit bis in die Gegenwart hinein sichtbar geblieben ist. (c)WV


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Gunzenhausen***

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Gunzenhausen*** - Region Mittelfranken

Sehenswürdigkeiten: historische Altstadt, Schloss Absberg, Färberturm, Spitalkirche, Stadtkirche, Wehrgang, Blasturm, Stadtmuseum, Altmühlsee, Brombachsee

Gunzenhausen liegt malerisch am Altmühlsee, einem aufgestauten Abschnitt der Altmühl, und kann auf eine außergewöhnlich lange Siedlungsgeschichte zurückblicken, die bis in vorgeschichtliche Zeiten reicht. Archäologische Funde belegen Spuren keltischer wie auch römischer Besiedlung, darunter die Überreste eines römischen Numeruskastells, das einst Teil der Grenzsicherung am Limes war. Bereits im Jahr 823 wird zudem ein Kloster erwähnt, das die Bedeutung des Ortes in frühmittelalterlicher Zeit dokumentiert. Die historische Altstadt entfaltet sich rund um den prächtigen Marktplatz, der von barocken Bürgerhäusern gesäumt wird und mit seinem lebendigen Flair zum Ausgangspunkt für einen inspirierenden Stadtrundgang wird. Von der einst stattlichen Stadtbefestigung sind bis heute mehrere Türme wie der Färberturm und der Blasturm sowie ein begehbarer Abschnitt des alten Wehrgangs erhalten geblieben, die eindrucksvolle Einblicke in die mittelalterliche Wehrarchitektur bieten. Ebenfalls lohnenswert sind die Stadtkirche und die Spitalkirche, die mit ihrer historischen Struktur und ihrer architektonischen Schönheit das sakrale Erbe der Stadt sichtbar machen. Ein besonderer Höhepunkt liegt etwas außerhalb: Schloss und Kirche von Absberg thronen malerisch auf einer Anhöhe über dem Brombachsee und eröffnen weite Ausblicke über die reizvolle Seenlandschaft des Fränkischen Seenlands. Mit der Kombination aus historischer Tiefe, beeindruckenden Bauwerken und den Naturerlebnissen an Altmühlsee und Brombachsee präsentiert sich Gunzenhausen als ein facettenreiches Reiseziel, das Geschichte und landschaftliche Schönheit gleichermaßen eindrucksvoll vereint. (c)WV


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Deutsche Limes-Straße - Theilenhofen

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Limes - Theilenhofen

Auf einem markanten Hochplateau rund 90 Meter über dem Tal der Altmühl lag das römische Kastell Theilenhofen in strategisch hervorragender Lage und ermöglichte von der Flur „Die Weil“, etwa 600 Meter nordwestlich des heutigen Ortes, eine weite Kontrolle des Umlandes und der Grenzlinie des römischen Reiches. Bereits im 17. Jahrhundert waren Reste der Anlage sichtbar, ehe im 18. Jahrhundert große Teile der antiken Mauern abgetragen und landwirtschaftlich überprägt wurden, was jedoch nicht verhindern konnte, dass immer wieder römische Funde ans Licht kamen und das wissenschaftliche Interesse an diesem Standort wachhielten. Durch die Arbeiten engagierter Forscher und systematische archäologische Untersuchungen konnten die Struktur und Bedeutung des Kastells Schritt für Schritt rekonstruiert werden, wobei neben dem Steinkastell auch ein älteres Holz-Erde-Lager sowie ein eindrucksvolles Militärbad nachgewiesen wurden. Errichtet um etwa 100 n. Chr., beherbergte das Kastell die Cohors III Bracaraugustanorum, eine gemischte Infanterie- und Kavallerieeinheit, die bis ins 2. Jahrhundert hier stationiert war und für die Sicherung dieses Abschnitts des Limes verantwortlich zeichnete. Die Anlage folgte einem klaren römischen Normplan mit massiver Umwehrung, regelmäßig angeordneten Gebäuden und gepflasterten Straßen, wobei die Principia als Stabsgebäude das organisatorische Zentrum bildete und von Mannschaftsunterkünften, Werkstätten und Speicherbauten umgeben war. Besonders eindrucksvoll ist das Militärbad von Theilenhofen, dessen restaurierte Mauerreste und Spuren der Hypokaustheizung einen anschaulichen Eindruck vom römischen Badewesen vermitteln und zeigen, welchen Stellenwert Hygiene, Erholung und Gemeinschaft selbst in einem abgelegenen Grenzkastell besaßen. Heute machen die sichtbaren Überreste, die freigelegten Grundmauern und die sorgfältige Präsentation der Befunde das Kastell Theilenhofen zu einem wichtigen Zeugnis römischer Militärorganisation und Alltagskultur und laden dazu ein, die Dimensionen und die Bedeutung des Limes in dieser Landschaft bewusst nachzuvollziehen. (c)WV


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Deutsche Limes-Straße - Waltingen-Pleinfeld

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Limes - Waltingen-Pleinfeld - Kastell Gündersbach

Unmittelbar hinter der Limeslinie bei Gündersbach befand sich ein römisches Kleinkastell von etwa 20 mal 20 Metern Größe, das als Teil der fein abgestuften Grenzsicherung am Obergermanisch-Raetischen Limes diente und vermutlich eine logistische Scharnierfunktion zwischen den größeren Kastellen im Hinterland und den vorgeschobenen Limeswachtürmen erfüllte. Die Lage dieses kleinen Militärpostens deutet darauf hin, dass hier Versorgung, Nachrichtenübermittlung und Kontrolle eng miteinander verknüpft waren, auch wenn die Forschung zu diesen Kleinkastellen bislang vergleichsweise lückenhaft ist. Heute liegt das Areal in einer eingezäunten Waldschonung, sodass von der Anlage selbst nur noch Geländespuren wahrnehmbar sind, doch die markante Böschung im Hangbereich lässt insbesondere die südwestliche Ecke des Kastells noch gut erkennen und vermittelt ein Gefühl für Ausdehnung und Einbindung in die Topografie. Der Standort ist zudem hervorragend in das Umfeld weiterer Limesbefunde eingebettet, denn nur rund 1,3 Kilometer westlich liegt der nächste sichtbare Wachturmplatz Wp 14/24, während in östlicher Richtung nach etwa 1,4 Kilometern Luftlinie die Turmstelle Wp 14/28 im Pfahlholz erreicht wird, was die enge Taktung der römischen Sicherungsanlagen eindrucksvoll verdeutlicht. Trotz der heute nur noch subtilen Spuren eröffnet das Kleinkastell Gündersbach einen authentischen Blick auf die Organisation der römischen Grenzverteidigung und macht deutlich, wie selbst kleine, unscheinbare Standorte eine wichtige Rolle im komplexen System des Limes spielten. (c)WV


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Deutsche Limes-Straße - Ellingen

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Limes - Ellingen

Das Kastell Ellingen entstand in frühhadrianischer Zeit um etwa 120 n. Chr. und zählt zu den bedeutenden Militäranlagen am Raetischen Limes, dessen Ausbau die römische Herrschaft in dieser Region dauerhaft absichern sollte. Zunächst als Holz-Erde-Kastell errichtet, erfuhr die Anlage im Jahr 182 unter Kaiser Commodus eine grundlegende Umgestaltung, bei der die ältere Umwehrung durch eine massive Steinmauer ersetzt wurde, was eine Phase intensiver Bautätigkeit und eine deutliche Aufwertung der Grenzsicherung widerspiegelt. Eine Bauinschrift über einem der Kastelltore dokumentierte diese Erneuerung und unterstrich die politische und militärische Bedeutung des Standortes, auch wenn der Name des Kaisers nach dessen gewaltsamem Tod im Jahr 192 getilgt wurde. Das Kastell präsentierte sich mit einer imposanten, von Türmen flankierten Umfassungsmauer an Nord- und Südfront sowie einem umlaufenden Spitzgraben als wehrhafte Anlage, die Macht und Ordnung des Römischen Reiches sichtbar zum Ausdruck brachte. Im Inneren gliederten rechtwinklig verlaufende Straßen das Lager, während zentrale Gebäude wie die Principia als Stabsgebäude und weitere Funktionsbauten, darunter vermutlich Mannschaftsunterkünfte, das militärische Leben bestimmten. Über die reine Militärfunktion hinaus war das Kastell eng mit dem umliegenden Zivilleben verbunden, denn der angrenzende Vicus bot Handwerkern, Händlern und Familien der Soldaten Lebensraum und Infrastruktur, zu der wahrscheinlich auch ein Kastellbad gehörte, das Hygiene und Erholung ermöglichte. Archäologische Untersuchungen erlauben heute einen anschaulichen Einblick in Aufbau, Nutzung und Entwicklung dieser Anlage und lassen das Leben der römischen Soldaten an der Reichsgrenze nachvollziehbar werden. Im Zuge der Alamannenkriege wurde das Kastell Ellingen wohl spätestens um 233 n. Chr. aufgegeben, möglicherweise im Rahmen einer planmäßigen Rückzugsbewegung, was das Ende der römischen Militärpräsenz an diesem Ort markiert. Dennoch bleibt das Kastell Ellingen ein eindrucksvolles Zeugnis römischer Grenzpolitik und Militärorganisation und eröffnet Besuchern einen lebendigen Zugang zur Geschichte des Raetischen Limes und der römischen Vergangenheit dieser Region. (c)WV


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Ellingen** - Region Mittelfranken

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Ellingen** - Region Mittelfranken

Ellingen liegt im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen am Rand der Weißenburger Alb und verbindet auf eindrucksvolle Weise Landschaft, Geschichte und Architektur zu einem geschlossenen historischen Stadtbild. Die Ursprünge Ellingens reichen weit in die Vor- und Frühgeschichte zurück, wovon keltische Siedlungsreste und Ringwälle in der Umgebung zeugen, ehe der Ort in römischer Zeit durch das Kastell Ellingen am Rätischen Limes eine besondere strategische Bedeutung erhielt und Teil der römischen Grenzsicherung wurde. Im Mittelalter entwickelte sich Ellingen zu einem wichtigen Zentrum des Deutschen Ordens, der hier seine Residenz errichtete und das Stadtbild nachhaltig prägte. Ausdruck dieser Epoche ist die monumentale Residenz Ellingen, eines der bedeutendsten Barockschlösser Süddeutschlands, die zusammen mit der barocken Stadtpfarrkirche St. Georg den historischen Kern der Stadt bestimmt. Neben Zeiten des Wohlstands erlebte Ellingen auch dunkle Kapitel, darunter die Hexenverfolgungen des 16. und 17. Jahrhunderts, die tiefe Spuren in der Stadtgeschichte hinterließen. Heute entfaltet Ellingen seinen besonderen Reiz bei einem Rundgang durch die Altstadt mit ihren eleganten barocken Bürgerhäusern in der Neuen Gasse, dem repräsentativen Rathaus und der Maximilianskirche, die das Stadtbild harmonisch ergänzen. Der Ellinger Barockrundweg verbindet die wichtigsten Sehenswürdigkeiten miteinander und führt unter anderem zur Residenz mit ihrem großzügigen Schlosspark, zum ehemaligen Franziskanerkloster und zur Johannesbrücke, wodurch die historische Entwicklung der Stadt anschaulich nachvollzogen werden kann. Ergänzt wird das kulturelle Angebot durch mehrere Museen, darunter das Kulturzentrum Ostpreußen sowie das Spielzeug- und Bauernmöbelmuseum im Pleinfelder Tor, die Einblicke in die regionale Geschichte und Alltagskultur ermöglichen. Ellingen präsentiert sich damit als historisch gewachsene Stadt, in der römisches Erbe, mittelalterliche Ordensgeschichte und barocke Pracht eine eindrucksvolle Einheit bilden. (c)WV


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Weißenberg** - Region Mittelfranken

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Weißenburg** - Region Mittelfranken

Sehenswürdigkeiten: historische Altstadt, Marktplatz, Rathaus, Ellinger Tor, Seeweihermauer, Stadtbefestigung, Römerkastell, röm. Therme, Festung Wülzberg

Weißenburg, eine ehemalige freie Reichsstadt im Herzen Mittelfrankens, begeistert mit einer eindrucksvollen historischen Altstadt und einem kulturellen Erbe, das bis in die Antike zurückreicht. Majestätisch in der Weißenburger Bucht gelegen, entfaltet die Stadt ein harmonisches Ensemble aus mittelalterlichen Bürgerhäusern, malerischen Plätzen und geschichtsträchtigen Bauwerken. Die hervorragend erhaltene Stadtbefestigung zählt zu den eindrucksvollsten Sehenswürdigkeiten: Besonders das prächtige Ellinger Tor, eines der schönsten Stadttore Süddeutschlands, lässt eindrucksvoll die einstige Wehrhaftigkeit der Stadt erkennen. Ergänzt wird die Anlage durch die Seeweihermauer und weitere Abschnitte der Befestigung, die zu einem inspirierenden Spaziergang einladen. Im Herzen der Altstadt liegt der lebendige Marktplatz, umgeben von historischen Gebäuden, darunter das eindrucksvolle Rathaus, das mit seiner markanten Architektur die Bedeutung Weißenburgs in früheren Jahrhunderten unterstreicht. Von großer historischer Bedeutung ist auch das römische Erbe der Stadt: Das Römerkastell und die römische Therme vermitteln faszinierende Einblicke in das Leben der römischen Truppen und Zivilbevölkerung an der Nordgrenze des Imperiums. Hoch über der Stadt erhebt sich die Hohenzollernfestung Wülzburg, deren imposantes Prunktor und weitläufige Anlage zu den bedeutendsten Festungsbauten der Renaissance in Deutschland zählen. Von hier aus eröffnet sich ein atemberaubender Blick über Weißenburg und die umgebende Landschaft. Mit dieser einzigartigen Kombination aus römischer Geschichte, mittelalterlicher Architektur und eindrucksvoller Festungskultur lädt Weißenburg zu einer inspirierenden Entdeckungsreise ein, die Geschichte und Gegenwart auf faszinierende Weise miteinander verbindet. (c)WV


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Deutsche Limes-Straße - Weißenburg***

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Limes - Weißenburg***

Die antike Stadt Weißenburg nimmt als bedeutender Standort am Obergermanisch-Raetischen Limes eine herausragende Stellung innerhalb der römischen Grenzlandschaft ein und bewahrt bis heute außergewöhnlich aussagekräftige Zeugnisse römischer Militär- und Alltagsgeschichte. Auf der Breitung, einem flachen Plateau oberhalb des Rohrbachtals, befand sich ein frühes Holz-Erde-Kastell, dessen Lage, Ausdehnung und Bauweise durch umfangreiche archäologische Untersuchungen nahezu vollständig rekonstruiert werden konnten. Das Lager war in nordwestlich-südöstlicher Ausrichtung angelegt und wurde von zwei Spitzgräben umgeben, deren Verlauf während des extrem trockenen Sommers 1976 durch Luftbildaufnahmen erstmals eindeutig erkannt wurde. In den folgenden Grabungskampagnen bis in die 1990er Jahre gelang es, die Struktur des Kastells detailliert zu erfassen und zugleich Spuren einer älteren keltischen Besiedlung nachzuweisen, was die lange Bedeutung dieses Platzes unterstreicht. Pfostengruben, Toranlagen mit doppelspurigen Durchfahrten sowie Reste der hölzernen Innenbebauung erlauben heute einen anschaulichen Einblick in Organisation, Bauweise und Nutzung eines frühen römischen Militärlagers nördlich der Alpen. Einen besonderen kulturellen Höhepunkt bildet das Römermuseum Weißenburg, ein Zweigmuseum der Archäologischen Staatssammlung München, das die römische Geschichte der Region eindrucksvoll vermittelt und mit dem weltberühmten Weißenburger Schatzfund eines der bedeutendsten Ensembles antiker Kunsthandwerksobjekte präsentiert. Über hundert hochwertige Stücke, darunter Götterstatuetten, Votivtafeln und Alltagsgegenstände, dokumentieren Reichtum, Handwerkskunst und religiöses Leben der römischen Stadt. Die 2017 neu konzipierte Ausstellung erweitert den Blick auf die römische Besiedlung nördlich der Donau und ordnet Weißenburg als zentralen Ort innerhalb des bayerischen Limesraums ein. Ergänzt durch das Bayerische Limes-Informationszentrum und die Tourist-Information entsteht ein facettenreiches Gesamtbild, das Weißenburg als einen der eindrucksvollsten und informativsten Limes-Standorte präsentiert und die römische Vergangenheit dieser Region lebendig und nachhaltig erfahrbar macht. (c)WV


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Tourismusinfos: Museen Weißenburg Martin-Luther-Platz 3-5, 91781 Weißenburg i. Bayern, www.museen-weissenburg.de/de/unsere-museen/roemermuseum - Tel. 09141-907189, museum@weissenburg.de
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Deutsche Limes-Straße - Burgsalach

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Limes - Burgsalach

Auf der Flur „Harlach“ bei Burgsalach liegt das Kleinkastell Burgsalach als außergewöhnliches archäologisches Zeugnis am Obergermanisch-Raetischen Limes und nimmt durch seine Lage an der wichtigen Verbindungsstraße zwischen den Kastellen Weißenburg und Pfünz eine besondere strategische Stellung ein, die auf eine gezielte Funktion innerhalb der römischen Grenzsicherung hinweist. Bereits im 18. und frühen 19. Jahrhundert rückte der Bau in den Fokus archäologischer Untersuchungen, als Ignaz Pickel im Jahr 1800 und Michael Redenbacher 1805 erste Grabungen durchführten und grundlegende Erkenntnisse zur Struktur der Anlage lieferten, auch wenn ihre genaue Funktion lange Zeit umstritten blieb und zeitweise sogar als mögliche Herberge gedeutet wurde. Neuere Forschungen zeigen jedoch, dass das Kleinkastell durch seine ungewöhnliche Architektur eine Sonderstellung einnimmt, da der karreeförmige Grundriss, das Fehlen eines umlaufenden Grabens und die kompakte Bauweise bislang ohne direkte Parallelen am Limes sind. Diese Besonderheiten deuten darauf hin, dass es sich um eine späte Ausprägung römischer Grenzarchitektur handeln könnte, möglicherweise im Zusammenhang mit den letzten Sicherungs- und Ausbaumaßnahmen unter Kaiser Caracalla. Auffällig ist die ringförmige Umwehrung mit einem halbkreisförmigen Vorhof sowie das zangenförmig angelegte Tor, das sich trichterartig zum Eingang verengt und konstruktive Gemeinsamkeiten mit spätrömischen Befestigungen erkennen lässt. Trotz natürlicher Verwitterung und menschlicher Eingriffe über Jahrhunderte hinweg wurde das Kleinkastell im 20. Jahrhundert wiederentdeckt, archäologisch gesichert und teilweise restauriert, sodass seine Grundstruktur heute gut nachvollziehbar ist. Als Bestandteil eines Römererlebnispfads bietet der Burgus Burgsalach einen anschaulichen Zugang zur römischen Grenzgeschichte und vermittelt eindrucksvoll, wie vielfältig und anpassungsfähig die Militärarchitektur am Limes war. Die einzigartige Bauform und die noch nicht abschließend geklärte Funktion machen Burgsalach zu einem besonders spannenden Ort innerhalb der Limeslandschaft und zu einem lohnenden Ziel für alle, die sich intensiv mit der römischen Vergangenheit dieser Region auseinandersetzen möchten. (c)WV


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Deutsche Limes-Straße - Titting-Erkertshofen

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Limes - Tittingen-Erkerstshofen

Auf der Hochfläche der Südlichen Frankenalb liegt das Pfarrdorf Tittingen-Erkertshofen in landschaftlich offener und geschichtlich vielschichtiger Lage, deren Nutzung bis in die Hallstattzeit zurückreicht und durch keltische Funde eindrucksvoll belegt ist, bevor der Ort in römischer Zeit Teil des Grenzraums am Obergermanisch-Raetischen Limes wurde. Der Verlauf des Limes ist hier bis heute im Gelände nachvollziehbar und wird durch den rekonstruierten Beobachtungsturm des Wachpostens 14/63 besonders anschaulich ergänzt, der im Rahmen des Römerprogramms des Landkreises Eichstätt wiedererrichtet wurde und als markanter Orientierungspunkt die römische Militärarchitektur sowie das System der Grenzüberwachung erlebbar macht. Eingebunden in einen informativen Limes-Lehrpfad verdeutlicht dieser Standort die strategische Bedeutung der Hochfläche, von der aus weite Teile der umliegenden Landschaft kontrolliert werden konnten. Neben der römischen Vergangenheit prägt auch die mittelalterliche Geschichte das Ortsbild, denn Tittingen-Erkertshofen gehörte über Jahrhunderte zum Hochstift Eichstätt, bevor es bayerisch wurde, was sich bis heute in der baulichen und kulturellen Struktur widerspiegelt. Besonders augenfällig ist die katholische Pfarrkirche St. Ägidius, deren romanische, gotische und barocke Elemente die lange religiöse und künstlerische Entwicklung des Dorfes dokumentieren, ergänzt durch kleinere Kapellen wie die Antonius-Kapelle und die Willibaldsruh, die das historische Gefüge abrunden. Die Umgebung ist geprägt von der typischen Karstlandschaft der Frankenalb mit Jura-Marmor-Steinbrüchen, abflusslosen Senken und weiten Blicken über die Hochfläche, wodurch sich Kulturgeschichte und Naturerlebnis auf besondere Weise verbinden. Wanderwege erschließen diese stille Landschaft und führen zugleich zu Orten, an denen sich römische Grenzgeschichte, keltische Vergangenheit und gewachsene Dorfkultur überlagern. Tittingen-Erkertshofen bietet damit einen eindrucksvollen Zugang zum Limes im südlichen Frankenraum und verbindet archäologische Zeugnisse, historisches Ortsbild und landschaftliche Weite zu einem vielschichtigen Erlebnis römischer Grenzgeschichte. (c)WV


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Eichstätt** - Region Oberbayern

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Eichstätt** - Region Oberbayern

Sehenswürdigkeiten: historische Altstadt, Willibaldsburg, Dom, Barockstadt, Kloster Walburga, Kloster Rebdorf, Spitalkirche

Inmitten der malerischen Landschaft Oberbayerns liegt die Barock- und Bischofsstadt Eichstätt, deren Geschichte weit zurückreicht und deren Entwicklung eng mit dem Naturpark Altmühltal verbunden ist. Die Ursprünge der Besiedlung reichen bis in das 8. bis 6. Jahrhundert v. Chr. zurück und machen Eichstätt zu einem Ort mit außergewöhnlicher historischer Tiefe. Heute präsentiert sich die Stadt als kulturelles Zentrum der Region, geprägt von barocken Bauwerken, prächtigen Kirchen und einem liebevoll erhaltenen Altstadtensemble. Eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten ist die imposante Willibaldsburg, eine markante Spornburg aus dem 14. Jahrhundert, die auf einem Felssporn westlich der Altstadt thront. Von ihren Terrassen eröffnet sich ein eindrucksvoller Blick über das Altmühltal und die vielfältige Landschaft der Umgebung – ein Panorama, das Besucher nachhaltig beeindruckt. Die historische Altstadt begeistert durch ihre harmonischen Bürgerhäuser, engen Gassen und barocken Plätze, die ein lebendiges Bild des traditionellen Stadtlebens vermitteln. Besonders hervorzuheben ist der Dom St. Mariä Himmelfahrt und St. Willibald, eines der bedeutendsten mittelalterlichen Baudenkmäler Bayerns. Die majestätische Architektur, die kunstvollen Details und die feierliche Atmosphäre machen ihn zu einem spirituellen und kulturellen Mittelpunkt Eichstätts. Einen besonderen Stellenwert besitzt auch die reiche Klosterlandschaft der Stadt: Das Kloster Walburga und das Kloster Rebdorf stehen für die lange geistliche Tradition Eichstätts und gewähren faszinierende Einblicke in das religiöse Leben vergangener Jahrhunderte. Ergänzt wird das eindrucksvolle Ensemble durch die Spitalkirche, deren kunstvolle Fassade und prachtvolle Innenausstattung ein weiteres Beispiel barocker Gestaltungskraft darstellen. Eichstätt verbindet auf eindrucksvolle Weise Geschichte, Kultur und landschaftliche Schönheit zu einem harmonischen Gesamtbild, das Besucher mit seiner Vielfalt und Atmosphäre begeistert. (c)WV


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Deutsche Limes-Straße - Walting-Pfünz***

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Limes - Walting-Pfünz

Hoch über dem Tal der Altmühl liegt das Kastell Pfünz auf einem steilen Bergsporn der Albhochfläche und nimmt eine strategisch herausragende Position an einer bedeutenden Kreuzung antiker Verkehrswege ein, von der aus sowohl das Tal als auch die umliegenden Höhen kontrolliert werden konnten. Die Anfänge des Kastells reichen vermutlich bis in die Spätzeit Kaiser Domitians um 90 n. Chr. zurück, als hier zunächst ein Holz-Erde-Kastell errichtet wurde, das später unter Kaiser Antoninus Pius zu einem steinernen Kohortenkastell ausgebaut wurde und als rückwärtiger Stützpunkt eine wichtige Rolle innerhalb des Limes-Systems übernahm. Die exponierte Lage verdeutlicht die militärische Bedeutung des Standortes, der weniger der direkten Grenzüberwachung als vielmehr der Sicherung von Nachschub, Verkehrswegen und Truppenbewegungen diente. Archäologische Forschungen seit dem 19. Jahrhundert, ergänzt durch moderne geomagnetische Untersuchungen, erlauben heute einen detaillierten Einblick in Aufbau, Ausdehnung und Nutzung der Anlage. Noch gut erkennbar sind die Umrisse der massiven Umwehrung mit ihren abgerundeten Ecken und Türmen, die den römischen Normbau deutlich widerspiegeln und die Dimensionen des Kastells eindrucksvoll vor Augen führen. Innerhalb der Mauern befanden sich die typischen Funktionsgebäude eines römischen Militärlagers, die den Alltag der hier stationierten Soldaten organisierten und absicherten. Die Lage von Pfünz verbindet römische Militärgeschichte in besonderer Weise mit der markanten Landschaft des Altmühltals, denn rund um das Kastell laden Wege durch Jurafelsen und offene Hochflächen zu eindrucksvollen Ausblicken ein. Geschichte und Natur gehen hier eine enge Verbindung ein und machen den Besuch des Kastells Pfünz zu einem intensiven Erlebnis, das sowohl die strategische Planung der Römer als auch die landschaftlichen Reize dieses Abschnitts des Limes eindrucksvoll vermittelt. (c)WV


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Kipfenberg

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Kipfenberg - Region Oberbayern

Sehenswürdigkeiten: Burg Kipfenberg, ehemaliges Römerkastell

Im Herzen der reizvollen Region Oberbayerns liegt der Markt Kinding, ein staatlich anerkannter Erholungsort, der seit der Gemeindereform im Jahr 1971 aus mehreren traditionsreichen Orten besteht. Die Lage im Naturpark Altmühltal verleiht Kinding seinen besonderen Reiz und macht den Ort zu einem beliebten Ziel für Besucher, die Ruhe, Naturgenuss und kulturelle Entdeckungen miteinander verbinden möchten. Wahrzeichen und bedeutendste Sehenswürdigkeit ist die Kirchenburg Kinding, die eindrucksvoll am nördlichen Hang des Altmühltals aufragt. Diese spätmittelalterliche Wehrkirchenanlage aus dem 14. Jahrhundert diente einst als Schutzraum für die Bevölkerung und beeindruckt noch heute durch ihre kompakte Bauweise und ihren wehrhaften Charakter. Im Inneren der Anlage erwarten Besucher herausragende Beispiele religiöser Kunst, darunter ein Frührokoko-Hochaltar sowie zwei barocke Seitenaltäre und ein Andreas-Altar. Diese kunstvollen Ausstattungsstücke spiegeln die tiefe Glaubenstradition der Region wider und machen die Kirchenburg zu einem faszinierenden kulturellen Anziehungspunkt. Doch nicht nur die historische Bedeutung prägt den Charme von Kinding – auch die malerische Umgebung trägt wesentlich dazu bei. Der Naturpark Altmühltal lädt mit seinen abwechslungsreichen Wegen zu ausgedehnten Wanderungen, Radtouren und erholsamen Spaziergängen ein. Sanfte Hügel, eindrucksvolle Felsformationen und weite Täler schaffen eine Landschaft, die Naturfreunde und Erholungssuchende gleichermaßen begeistert. (c)WV


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Deutsche Limes-Straße - Kipfenberg-Böhming

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Limes - Kastell Kipfenberg-Böhming

In der weiten Altmühlniederung, nur wenige hundert Meter westlich des heutigen Ortsteils Böhming, liegt das Kastell Böhming als eindrucksvolles Zeugnis römischer Militärpräsenz in Bayern und hebt sich mit seinen deutlich erkennbaren Wallkanten und der gut nachvollziehbaren Umwehrung markant aus der umgebenden Landschaft hervor. Die Nähe zur Altmühl sowie die Einbettung zwischen bewaldeten Hängen und steilen Felswänden verliehen dem Standort eine besondere strategische Bedeutung, da Verkehrswege kontrolliert und gleichzeitig natürliche Geländevorteile in die Grenzsicherung einbezogen werden konnten. Die Anfänge des Kastells reichen vermutlich in die Zeit der Markomannenkriege im 2. Jahrhundert zurück, als zunächst eine Holz-Erde-Anlage mit Fachwerkbebauung errichtet wurde, deren Zerstörung durch eine ausgedehnte Brandschicht archäologisch nachgewiesen ist. Im Jahr 181 n. Chr. erfolgte unter der Statthalterschaft des Quintus Spicius Cerialis der Ausbau zu einem steinernen Kastell, ausgeführt durch Soldaten der Legio III Italica aus Regensburg, was durch eine gefundene Bauinschrift aus Ellinger Sandstein eindrucksvoll belegt wird. Das Steinkastell folgte dem römischen Normschema und bildete einen wichtigen Stützpunkt innerhalb des Grenzsystems am Raetischen Limes, wobei seine Lage weniger der direkten Grenzlinie als vielmehr der Sicherung von Talraum, Verkehrswegen und militärischer Infrastruktur diente. Heute sind die Grundrisse und Teile der Umwehrung im Gelände noch gut ablesbar und vermitteln einen anschaulichen Eindruck von Größe und Aufbau der Anlage sowie vom Alltag der hier stationierten römischen Soldaten. Ergänzt wird der Besuch durch die reizvolle Umgebung, denn unweit des Kastells erhebt sich mit der Teufelsmauer ein markantes Naturdenkmal, das weite Ausblicke über das Altmühltal eröffnet und die Verbindung von römischer Geschichte und eindrucksvoller Landschaft besonders erlebbar macht. Das Kastell Böhming verbindet damit archäologische Bedeutung, militärgeschichtliche Tiefe und landschaftliche Schönheit zu einem vielseitigen Ziel entlang des Limes. (c)WV


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Deutsche Limes-Straße - Eining

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Limes - Eining

Südlich des heutigen Ortszentrums von Eining erhebt sich auf dem Hochufer der Donau das römische Kastell Abusina, dessen Lage rund 500 Meter vom Ort entfernt eine außergewöhnliche strategische Bedeutung besaß, da hier sowohl der Schiffsverkehr auf der Donau als auch ein zentraler Straßenknotenpunkt überwacht werden konnte. Zwischen der Donausüdstraße und dem Flüsschen Abens gelegen, das dem römischen Ort seinen Namen gab, kontrollierte das Kastell nicht nur den Verkehr entlang des großen Stromes, sondern auch eine wichtige Donaufurt und die Verbindung in das Hinterland, wodurch Abusina zu einem Schlüsselpunkt der römischen Nordgrenze wurde. Als Teil des Donau-Limes arbeitete das Kastell eng mit benachbarten Militärstandorten wie dem Alenkastell Pförring und dem Legionslager in Regensburg zusammen und trug entscheidend zur Sicherung dieser sensiblen Grenzregion bei. Die Geschichte von Abusina ist durch antike Schriftquellen gut belegt, geriet jedoch nach dem Ende der Römerzeit über Jahrhunderte in Vergessenheit, ehe das Interesse an der antiken Stätte im 19. Jahrhundert neu erwachte und erste Ausgrabungen unter der Leitung des Eininger Pfarrers Wolfgang Schreiner begannen, die später von Paul Reinecke fortgeführt wurden. Errichtet wurde das Kastell vermutlich in flavischer Zeit unter Kaiser Titus zunächst als Holz-Erde-Anlage, die im Laufe der Jahrzehnte mehrfach zerstört, erneuert und schließlich zu einem massiven Steinkastell ausgebaut wurde, dessen wechselvolle Baugeschichte eng mit den politischen und militärischen Ereignissen an der Reichsgrenze verknüpft ist. Während der Markomannenkriege und der späteren Alamanneneinfälle spielte Abusina eine wichtige Rolle, wobei die Garnisonen mehrfach wechselten und sich Struktur und Nutzung der Anlage immer wieder an neue Anforderungen anpassten. Heute präsentiert sich das Kastellgelände als Römerpark Abusina Eining, der trotz kontrovers diskutierter moderner Gestaltungsansätze einen anschaulichen Zugang zur römischen Vergangenheit ermöglicht und historische Grundrisse sowie Tor- und Gebäudezugänge sichtbar macht. Ergänzt wird der Besuch durch das archäologische Museum der Stadt Kelheim, in dem ein Großteil der in Eining geborgenen Fundstücke ausgestellt ist und die Geschichte des Kastells sowie des zugehörigen Vicus vertieft wird. Erhaltene Reste der Principia und weiterer Bauten erlauben Einblicke in Organisation, Alltag und militärische Disziplin der römischen Soldaten und machen deutlich, welch zentrale Rolle Abusina innerhalb des Donau-Limes einnahm. Das Kastell Eining zählt damit zu den bedeutendsten römischen Militärstandorten an der Donau und verbindet eindrucksvoll strategische Lage, wechselvolle Geschichte und moderne Vermittlung zu einem besonders eindrücklichen Zeugnis römischer Grenzpolitik. (c)WV


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Deutsche Limes-Straße - Neustadt-Hienheim

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Neustadt an der Donau - Region Niederbayern

Sehenswürdigkeiten: Hadrianssäule

An der Donau gelegen blickt Neustadt an der Donau auf eine lange und vielschichtige Geschichte zurück und ist eng mit dem römischen Erbe dieser Landschaft verbunden, das bis heute sichtbar geblieben ist. Bereits im Jahr 1273 erhielt der Ort die Stadtrechte und gilt damit als älteste städtische Gemeinde Bayerns, doch seine Bedeutung reicht weit über das Mittelalter hinaus, denn schon in römischer Zeit lag Neustadt im unmittelbaren Umfeld einer der wichtigsten Grenzlinien des Imperiums. Untrennbar mit dieser Epoche verbunden ist die Hadrianssäule, die als markantes Denkmal am Donaulimes an die römische Vergangenheit erinnert und den Beginn des gewaltigen römischen Erdwalles markiert, der einst die Grenze des Römischen Reiches sicherte. Errichtet wurde die Säule im Jahr 1856 und sie steht seither symbolisch für den Übergang von der römischen Provinzwelt in die Gebiete jenseits der Reichsgrenze. Als Erinnerungszeichen verbindet sie die Geschichte Neustadts mit der Epoche Kaiser Hadrians und der systematischen Sicherung der Nordgrenze des Reiches entlang der Donau. In unmittelbarer Nähe liegt der Ortsteil Bad Gögging, der heute als traditionsreicher Kurort bekannt ist und damit auf ganz andere Weise von den natürlichen Ressourcen profitiert, die schon in der Antike geschätzt wurden. Die Hadrianssäule macht die römische Vergangenheit im Stadtbild sichtbar und lädt dazu ein, sich mit der Bedeutung des Limes als politischer, militärischer und kultureller Grenze auseinanderzusetzen. Neustadt an der Donau präsentiert sich damit als Ort, an dem sich römische Geschichte, mittelalterliche Stadtentwicklung und moderne Nutzung der Landschaft zu einem stimmigen Gesamtbild verbinden und die Spuren des Imperiums bis heute lebendig geblieben sind. (c)WV


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