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Reiseführer Europa

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Eisenbahnmagazin Wendelsteinbahn in Bayern
Von Brannenburg mit der altesten Zahnradbahn Deutschlands zum Gipfel


Eisenbahnmagazin Wendelsteinbahn

Eisenbahnmagazin Wendelsteinbahn in Bayern

Der Wendelstein, einer der markantesten Hausberge Münchens, wurde bereits im 19. Jahrhundert zu einem beliebten Ausflugsziel. Mit dem Bau des ersten bewirtschafteten Unterkunftshauses, des Wendelsteinhauses, etwa 100 Meter unterhalb des Gipfels, begann die touristische Erschließung des Berges. Schon bald reiften Pläne, den Gipfel mit einer Bahn zugänglich zu machen – ein ehrgeiziges Vorhaben in einer Zeit, in der hochalpine Eisenbahnprojekte noch als technische Wagnisse galten. Initiator und treibende Kraft war der Industrielle Otto von Steinbeis, dessen Wahlheimat Brannenburg zur Talstation der künftigen Bahn bestimmt wurde. Zwischen 1910 und 1912 entstand unter seiner Leitung die Wendelsteinbahn. Von Anfang an war sie als elektrisch betriebene Zahnradbahn konzipiert – eine für die damalige Zeit fortschrittliche Entscheidung. Da es vor Ort noch kein Stromnetz gab, wurde 1910 eigens ein Wasserkraftwerk in Brannenburg errichtet. Zwei Turbinen erzeugten die notwendige Energie für den Bahnbetrieb und machten das Projekt unabhängig von externer Versorgung. Am 12. Mai 1912 nahm die Bahn erstmals den Betrieb auf, die feierliche Einweihung folgte am 25. Mai 1912. Mit einer Gesamtlänge von 9,95 Kilometern zählt sie zu den beeindruckendsten Zahnradbahnen Deutschlands und ist die älteste noch in Betrieb befindliche Zahnradbahn Bayerns. Die Strecke führt von Brannenburg auf rund 508 Metern Höhe hinauf in die hochalpine Bergwelt. Dabei überwindet sie beträchtliche Steigungen und Höhenunterschiede. Die Bauarbeiten stellten enorme Anforderungen an Ingenieure und Arbeiter. Um die Strecke bestmöglich vor Lawinen zu schützen, wählte man eine besonders anspruchsvolle Linienführung. Acht Galerien, sieben Tunnel und zwölf Brücken sichern die Trasse gegen Witterungseinflüsse und Steinschlag. Zahlreiche Stützmauern tragen die Gleise entlang steiler Felshänge. Der gewaltige Material- und Arbeitsaufwand machte den Bau der Wendelsteinbahn zu einer technischen Pionierleistung des frühen 20. Jahrhunderts. Heute ist die Wendelsteinbahn nicht nur ein Verkehrsmittel, sondern ein lebendiges Denkmal alpiner Ingenieurbaukunst. Die Fahrt bietet eindrucksvolle Ausblicke auf das Inntal, die Bayerischen Alpen und bei klarer Sicht bis weit ins Alpenvorland. Sie verbindet historische Technik mit moderner Sicherheit und bleibt ein faszinierendes Beispiel dafür, wie Mut, Innovationsgeist und unternehmerische Entschlossenheit ein ambitioniertes Projekt Wirklichkeit werden ließen. (c)WV

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Eisenbahnmagazin Wendelsteinbahn

Eisenbahnmagazin WendelsteinbahnVon 1987 bis 1991 wurde die gesamte Anlage modernisiert, und durch zwei moderne Doppeltriebwagen verringerte sich die Fahrtzeit von der Talstation bis zur Bergstation auf 1.723 m Höhe auf 20 Minuten und für die Talfahrt auf 30 Minuten.

Eisenbahnmagazin WendelsteinbahnDie älteste Bergbahn in den deutschen Alpen ist mit modernster Technik ausgestattet.

Eisenbahnmagazin WendelsteinbahnDie alten Bahnen der Wendelsteinbahn waren bis 1991 in Betrieb. Zu besonderen Anlässen werden die beiden historischen Züge aus der Gründerzeit, die immer noch voll funktionsfähig sind, noch eingesetzt.

Eisenbahnmagazin WendelsteinbahnDas ganzjährig bewirtschaftete Unterkunftshaus ist ein beliebtes Ausflugsziel.

Eisenbahnmagazin WendelsteinbahnDie Fahrt zur Bergstation, über schroffe Felsen, vorbei an saftigen Almwiesen und Waldgebieten, bietet wunderschöne Panoramaaussichten.

Eisenbahnmagazin WendelsteinbahnVon der Bergstation der Wendelsteinbahn bis zum Gipfel sind es nochmal 20 Minuten zu Fuß.

Oben angekommen, wird man mit einem einzigartigen 360-Grad-Panorama belohnt.

Die atemberaubenden Aussichten über die Gipfel des Wetterstein-, Karwendel- und Rofangebirges, über die schneebedeckten Gipfel der Zentralalpen, den Wilden Kaiser und die Zugspitze sind besonders beeindruckend.

Auf dem Gipfel finden sich weitere Sehenswürdigkeiten, wie beispielsweise die Wendelstein-Kapelle auf der Schwaigerwand oder die höchstgelegene Schauhöhle Deutschlands, deren Eingang sich unmittelbar hinter dem Bergbahnhof der Wendelsteinbahn befindet.

Eisenbahnmagazin Wendelsteinbahn

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