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Eisenbahnmagazin Bayerische Zugspitzbahn
von Garmisch-Partenkirchen zum höchsten Berg Deutschlands


Eisenbahnmagazin Bayerische-Zugspitzbahn

Zugspitzbahn von Garmisch-Partenkirchen zum höchsten Berg Deutschlands

Die Bayerische Zugspitzbahn verbindet Garmisch-Partenkirchen mit dem höchsten Berg Deutschlands und zählt zu den eindrucksvollsten Gebirgsbahnen im Alpenraum. Als eine von nur noch vier in Betrieb befindlichen Zahnradbahnen in Deutschland besitzt sie sowohl verkehrsgeschichtliche als auch technische Bedeutung. Die 11,5 Kilometer lange Strecke wurde zwischen 1928 und 1930 unter schwierigen topografischen Bedingungen erbaut. Mit ihrer Eröffnung erschloss sie erstmals komfortabel und ganzjährig die hochalpine Welt der Zugspitze für Reisende aus dem In- und Ausland. Die Fahrt beginnt im Bahnhof Garmisch-Partenkirchen auf rund 705 Metern Höhe. Zunächst verläuft die Strecke als Adhäsionsbahn durch das Loisachtal in Richtung Grainau. Bereits hier eröffnet sich ein eindrucksvolles Panorama mit Blick auf das Wettersteingebirge. Ab Grainau beginnt der eigentliche Zahnradabschnitt. Mit Hilfe eines Zahnstangensystems bewältigt die Bahn starke Steigungen und überwindet bis zum Zugspitzplatt eine Höhendifferenz von 1.838 Metern. Besonders spektakulär ist der Abschnitt entlang des Eibsees, dessen smaragdgrünes Wasser einen reizvollen Kontrast zur schroffen Felskulisse bildet. Die Inbetriebnahme erfolgte in drei Bauabschnitten. Zuerst ging im Februar 1929 das Mittelstück zwischen Grainau und Eibsee in Betrieb. Noch im selben Jahr folgte die Verbindung von Garmisch nach Grainau. Der hochalpine Schlussabschnitt zwischen Eibsee und der damaligen Gipfelstation Schneefernerhaus wurde im Juli 1930 eröffnet. Seit November 1992 wird das letzte Stück der ursprünglichen Strecke nicht mehr befahren. Stattdessen führt die Linie durch den 975 Meter langen Rosi-Tunnel zum Zugspitzplatt, wodurch die Bahn wetterunabhängiger und leistungsfähiger wurde. Die Bahn erschließt heute das Zugspitzplatt mit direktem Anschluss an die Gipfel-Seilbahn. Wintersportler, Wanderer und Ausflügler nutzen die komfortablen Triebwagen, die speziell für extreme Steigungen und alpine Bedingungen konstruiert sind. Die Kombination aus Zahnradtechnik, Tunnelbau und hochalpiner Streckenführung macht die Bayerische Zugspitzbahn zu einem eindrucksvollen Beispiel deutscher Ingenieurbaukunst. 2007 wurde sie daher für die Auszeichnung als Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland nominiert. Neben der Bayerischen Zugspitzbahn sind in Deutschland nur noch die Wendelsteinbahn, die Drachenfelsbahn und die Zahnradbahn Stuttgart als klassische Zahnradbahnen in Betrieb. Damit nimmt sie eine besondere Stellung im deutschen Eisenbahnwesen ein. Wer die Fahrt erlebt, spürt nicht nur die technische Meisterleistung, sondern auch die Faszination einer Reise vom grünen Talboden bis in die hochalpine Gletscherwelt – ein eindrucksvolles Erlebnis zwischen Natur und Technik auf höchstem Niveau. (c)WV

Bahnstrecken und Züge in Europa - Walder-Verlag

Herausgeber, Autoren und Redaktion: Ingrid Walder - Achim Walder
Mitarbeiter/innen: Ralf Bayerlein, Peter Höhbusch, Christoph Riedel, Manfred Diekenbrock, Eva Lenhof, Sebastian Walder, Elke Beckert,
Foto: Ingrid Walder - Achim Walder und von Freunde / Mitarbeiter*innen, sowie von Hotels, Tourismusbüros und Tourismus-Marketing Gesellschaften.
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Eisenbahnmagazin Bayerische-Zugspitzbahn

Eisenbahnmagazin Bayerische-ZugspitzbahnBlick von Garmisch-Partenkirchen zur 2962m hohen Zugspitze, Deutschlands höchsten Berg auf der Grenze zu Österreich.

Eisenbahnmagazin Bayerische-ZugspitzbahnEine Fahrt mit der Bayerischen Zugspitzbahn eröffnet viele unterschiedliche Ausblicke auf die hochalpine Bergwelt. Die weiß-blaue Bahn startet ihre Reise in Garmisch-Partenkirchen. Die Talstation befindet sich auf 705m Höhe. Die gesamte Strecke umfasst eine Länge von 19km.

Eisenbahnmagazin Bayerische-ZugspitzbahnDie Strecke der Zugspitzbahn verläuft anfangs parallel zur Strecke der Deutschen Bahn. Nach wenigen Kilometern überquert die Bahn die Normalspurgleise und erreicht den Ort Grainau.

Eisenbahnmagazin Bayerische-ZugspitzbahnEin Zahnradtriebwagen mit 4 * 114 kW Leistung fährt talwärts Richtung Garmisch. Er ist 14,6m lang und Verfügt über 54 Sitzplätze. Bei Bedarf kann ein Beiwagen vorangestellt werden.

Eisenbahnmagazin Bayerische-ZugspitzbahnIn Grainau auf 751m Höhe beginnt der Zahnstangenabschnitt. Von hier aus fährt der Zug als Zahnradbahn. Bei einigen Fahrten muss in den Zahnradtriebwagen umgestiegen werden. Das Bild zeigt einen Triebwagen mit 4 * 300 kW Leistung, einer Länge von 30,6m und 106 Sitzplätzen.

Eisenbahnmagazin Bayerische-ZugspitzbahnGrainau beherbergt auch die Werkstatt der Zugspitzbahn. Hier werden Lokomotiven und Triebwagen gewartet. Im Vordergrund eine AEG-Lok aus den 1950er Jahren.

Eisenbahnmagazin Bayerische-ZugspitzbahnDer erste Abschnitt der Zahnradstrecke verläuft durch Wiesen und Wälder bis zur Station Eibse, die nach einigen Kilometern auf etwa 1000 m Meereshöhe erreicht wird.

Eisenbahnmagazin Bayerische-ZugspitzbahnZwei Fahrzeuge aus dem Jahr 1930 wurden originalgetreu restauriert und werden heute für Nostalgiefahrten eingesetzt.

Eisenbahnmagazin Bayerische-ZugspitzbahnHinter der Station Eibsee wird der Streckenverlauf steiler und die Vegetation spärlicher.

Eisenbahnmagazin Bayerische-ZugspitzbahnAn eine Ausweiche auf 1478m Höhe wartet der bergfahrende auf den talwärts fahrenden Zug.

Eisenbahnmagazin Bayerische-ZugspitzbahnVon der Strecke bietet sich zwischen den Bäumen kurz ein Blick auf den malerischen, türkisfarbenen Eibsee.

Eisenbahnmagazin Bayerische-ZugspitzbahnIn 1640m Höhe gleich hinter der Station Riffelriss beginnt der 4800m lange Tunnel, in dem 948m Höhendifferenz bewältigt werden.

Eisenbahnmagazin Bayerische-ZugspitzbahnIn Spitzenzeiten mit hohem Fahrgastaufkommen sind mehrere Züge hintereinander unterwegs.

Eisenbahnmagazin Bayerische-ZugspitzbahnIm Tunnel bei Kilometer 16,2 auf 2115m Höhe befindet sich eine Ausweichstelle, an der die Züge kreuzen können.

Eisenbahnmagazin Bayerische-ZugspitzbahnNach 19km Fahrstrecke wird die 1987 eröffnete neue Station unter dem Zugspitzplatt in 2588m Höhe erreicht. Der neue Gletscher-Bahnhof liegt mitten im Skigebiet. Von hier sind es nur wenige Meter zum Restaurant Sonn-Alpin.

Eisenbahnmagazin Bayerische-ZugspitzbahnVom Zugspitzplatt mit der neuen Bahnstation eröffnet sich der Blick zur Gipfelstation der Zugspitze und zum Schneefernerhaus.

Eisenbahnmagazin Bayerische-ZugspitzbahnDie Bergstation der Zugspitz-Gletscherbahn liegt auf der Höhe des Münchner Hauses kurz unterhalb des eigentlichen Gipfels.

Eisenbahnmagazin Bayerische-ZugspitzbahnVom Zugspitzplatt führt die Zugspitz-Gletscherbahn zum Münchner Haus. Die Talstation liegt direkt beim Bahnhof der Zahnradbahn.

Eisenbahnmagazin Bayerische-ZugspitzbahnVom österreichischen Ehrwald wird die Zugspitze seit 1964 mit einer Seilbahn erschlossen. Die Fahrt bis zum Gipfel dauert nur wenige Minuten.

Eisenbahnmagazin Bayerische-ZugspitzbahnBlick auf die Zugspitzbahn-Station Eibsee. Von rechts kommt die Strecke von Garmisch-Partenkirchen. Links liegt die Talstation der Seilbahn.

Eisenbahnmagazin Bayerische-ZugspitzbahnDas goldene Gipfelkreuz markiert die Bergspitze auf 2962m Höhe über dem Meer.


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