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Reiseführer Europa

(c) Ingrid + Achim Walder

Eisenbahnmagazin 'Südostbahn und Voralpen-Express
Die Südostbahn zwischen Bodensee, Rapperswil, Luzern und Sargans.
Der Voralpen-Express von Sankt Gallen, Zürichsee nach Luzern Vierwaldstättersee.


Reiseführer Südostbahn - Voralpen-Express

Die Schweizerische Südostbahn AG

Die Schweizerische Südostbahn AG (SOB) ist ein eigenständiges, nach privatwirtschaftlichen Kriterien geführtes und integriertes Eisenbahnunternehmen im öffentlichen Verkehr der Schweiz. Als integrierte Bahn vereint sie sämtliche Bereiche unter einem Dach, die für Planung, Bau, Betrieb und Vermarktung eines modernen Transportunternehmens erforderlich sind. Dazu gehören die strategische Angebotsplanung, der operative Bahnbetrieb, die Instandhaltung von Fahrzeugen und Infrastruktur, kaufmännische Dienstleistungen sowie kundennahe Serviceangebote. In der Verwaltung mit Sitz in St. Gallen sind zentrale Funktionen wie Buchhaltung, Personalwesen, ICT, Marketing und Immobilienmanagement angesiedelt. Der Geschäftsbereich Infrastruktur plant Bauprojekte zur Erneuerung und zum Ausbau des Streckennetzes und setzt diese mit eigenen Fachkräften um. Vom Ingenieur über den Fahrdienstleiter bis hin zum Gleisbauer sind zahlreiche Spezialisten im Einsatz, um die Betriebssicherheit dauerhaft zu gewährleisten. Kunstbauten wie Brücken und Tunnel erfordern kontinuierliche Kontrollen, Wartungen und bei Bedarf umfassende Sanierungen. Das rund 123 Kilometer lange SOB-Schienennetz ist topografisch anspruchsvoll. Etwa ein Achtel davon entfällt auf Kunstbauten: 177 Brücken mit insgesamt rund sechs Kilometern Länge sowie 19 Tunnel mit einer Gesamtlänge von 7,1 Kilometern prägen die Strecke. Besonders markant ist der 99 Meter hohe und 365 Meter lange Sitterviadukt bei St. Gallen, die höchste Eisenbahnbrücke der Schweiz. Mit maximalen Steigungen von bis zu 50 ‰ zwischen Zürichsee, Biberbrugg und Arth-Goldau ist die SOB eine typische Berg-und-Tal-Bahn, die hohe Anforderungen an Fahrzeuge und Infrastruktur stellt. Als aktive Anbieterin im regionalen Personenverkehr ist die SOB in der Ost- und Zentralschweiz tätig und beschäftigt rund 600 Mitarbeitende. Jährlich werden über 13 Millionen Reisende befördert, die Züge legen dabei mehr als 5,7 Millionen Kilometer zurück. Addiert man sämtliche von Fahrgästen zurückgelegten Distanzen, ergeben sich über 244 Millionen Personenkilometer pro Jahr. Die direkte Verbindung vom Bodensee über den Zürichsee bis an den Vierwaldstättersee ist nur dank zahlreicher Ingenieurbauwerke möglich und verbindet wirtschaftlich bedeutende Regionen miteinander. In den vergangenen Jahren hat die SOB ihre betrieblichen Prozesse weiter optimiert, das Leistungsangebot ausgebaut und gezielt in Infrastruktur, Sicherheit und modernes Rollmaterial investiert. Bereits heute arbeiten die Angebotsplaner an Fahrplankonzepten für die Jahre 2030 bis 2040 – ein Ausdruck langfristiger und vorausschauender Unternehmensstrategie. Mit der Einführung der FLIRT-1-Flotte im Jahr 2007 erhielt die SOB moderne, leistungsfähige Triebzüge. 2013 folgte die Beschaffung von zwölf weiteren Kompositionen des Typs FLIRT-2. Diese Fahrzeuge zeichnen sich durch hohe Beschleunigung, Laufruhe, Klimatisierung, barrierefreien Einstieg, moderne Fahrgastinformationssysteme und Videoüberwachung aus. Mit einer Anfahrtsbeschleunigung von 1,2 m/s² gelten sie als besonders leistungsstark und ermöglichen dichte Fahrpläne auch auf steigungsreichen Strecken. Als innovative Privatbahn nutzt die SOB die Chancen des liberalisierten Eisenbahnmarktes und strebt eine führende Rolle im regionalen Schienenverkehr der Ost- und Zentralschweiz an. Zu den zentralen Herausforderungen zählen neben der Instandhaltung zahlreicher historischer Kunstbauten auch Streckenausbauten, Kapazitätserweiterungen sowie die konsequente Umsetzung des Behindertengleichstellungsgesetzes. Damit verbindet die SOB wirtschaftliches Handeln mit hoher technischer Kompetenz und einem klaren Bekenntnis zu Qualität, Sicherheit und Kundenorientierung im öffentlichen Verkehr. (c)WV

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Reiseführer Südostbahn - Voralpen-Express

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SOB - Voralpen-Express
Vom Bodensee über Sankt Gallen, Zürichsee nach Luzern am Vierwaldstättersee

Reiseführer Südostbahn - Voralpen-Express

Geschichte: Schon damals galt die Strecke als wichtige Verbindung für die Reise ins Tessin, da sie die Ost- mit der Zentralschweiz verbindet. Heute, 25 Jahre später, ist der Voralpen-Express aus dem Schweizer Schienennetz nicht mehr wegzudenken. Dies auch aus gutem Grund: Denn wer einmal mit dem beliebten Zug unterwegs war, weiss, dass die Verbindung nicht nur die schnellste, sondern eben auch eine der schönsten ins Tessin darstellt. Von St.Gallen aus wird das mit 99 Metern höchste Eisenbahnviadukt der Schweiz überquert. Danach führt die Fahrt durchs hügelige Toggenburg nach Rapperswil mit Aussicht auf die Zürichseelandschaft. Anschliessend gelangt man via Rothenthurmer Hochmoorebene nach Luzern – die Stadt, die mit dem Vierwaldstättersee und dem Blick auf den Pilatus zum Verweilen einlädt.
Voralpen-Express: Der stündlich zwischen Luzern und St.Gallen verkehrende Voralpen-Express der Schweizerischen Südostbahn AGist die bequemste und attraktivste Verbindung von der Zentral- in die Ostschweiz. Nach einem letzten Blick über Vierwaldstättersee und Pilatus rollt der Voralpen-Express an den Schwyzer Mythen und der prächtigen Rothenthurmer Hochmoorebene vorbei Richtung Rapperswil. Die weite Aussicht auf die Zürichseelandschaft ist ebenso einzigartig wie das Schloss. Durchs hügelige Toggenburg und über das mit 99 Metern höchste Eisenbahnviadukt der Schweiz gelangen Sie in die Ostschweizer Metropole St.Gallen, deren Stiftsbezirk zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Steigen Sie ein und entdecken Sie die Voralpen auf Schienen!


Topografische Informationen:

Neues Rollmaterial: Die neuen Züge werden einen hohen Komfort bieten. Dass man nicht einen fertigen Zug beschaffen konnte, wusste man von Beginn an. «Die Strecke zwischen St.Gallen und Luzern ist sehr anspruchsvoll. Die Abschnitte mit einer Steigung von bis zu 50 Promille stellen hohe Erwartungen an das Triebfahrzeug.» Wer die Strecke mal gefahren ist, weiss, dass es viele enge Bogen und Einspurstrecken gibt. Diese und weitere Eigenheiten der Strecke fordern eine hohe Leistung. Doch nicht nur die Strecke, sondern auch die Fahrgäste haben Ansprüche, die erfüllt werden müssen. Was für manch andere Strecken auf dem Schweizer Schienennetz eine relativ leichte Aufgabe ist, wurde hier zu einer Herausforderung. Es galt einen Spagat zwischen den Anforderungen der Touristen und Tagesausflüglern einerseits und den Pendlern andererseits zu machen. Die unterschiedlichen Bedürfnisse sollten gleichermassen befriedigt werden. Ein Pendler legt viel Wert auf die Steckdose bei seinem Platz und einen guten Netzempfang. Ein Tourist jedoch schätzt die grossen Fenster, die gemütliche Atmosphäre sowie das Verpflegungsangebot. Die vollklimatisierten Züge bieten einen hohen Komfort, die modernste Technologie und viel Raum. Das neue Rollmaterial verfügt zudem über einen verbesserten Handyempfang. Auch ein Familienabteil wurde konzipiert, und jeweils zwei Wagen sind mit Bistroautomaten ausgestattet. Die Wohlfühlatmosphäre, die der jetzige Voralpen-Express ausstrahlt, wollten die Entwickler unbedingt beibehalten. Diese wird vor allem mit Holzelementen geschaffen. Man wolle in den Fahrzeugen die neuste Technologie einbringen. Diese hat sich die letzten Jahrzehnte enorm verändert. Aus diesem Grund erinnert nicht mehr allzu viel an die bisherigen Kompositionen. Ab Frühsommer 2017 beginnt die Produktion des ersten Fahrzeugs. Dann wird das Fahrzeug geprüft, um sicherzustellen, dass es die Sicherheitsanforderungen erfüllt. Im Jahr 2018 wird dann das Fahrpersonal auch auf den neuen Zügen ausgebildet. Die Eisenbahnfans dürfen sich frühestens ab April 2019 freuen. Dann wird ein Fahrzeug zum Probebetrieb auf den Schienen im Umlauf sein.
Fahrräder: Bis zu drei Fahrräder können in einem mit dem Fahrradsymbol gekennzeichneten Wagen befördert werden. Für Gruppen ab zehn Personen ist kein Fahrrad-Selbstverlad möglich.

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Reiseführer Gossau - Kanton Sankt Gallen - Schweiz

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Herausgeber: Walder-Verlag
Redaktion: Ingrid Walder und Achim Walder
Foto: Ingrid Walder und Achim Walder
Text: Ingrid Walder und freie Mitarbeiter*innen und Mitarbeiter*innen des Walder-Verlags
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