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Reiseführer Europa

(c) Ingrid + Achim Walder

Reiseführer Burgen und Schlösser in der Region Köln
Region links und rechts des Rheins


Burgen und Schlössen in der Region KölnReiseführer Burgen und Schlösser in der Region Köln

Burgen und Schlössen in der Region Köln

Burgen und Schlösser in der Region Köln zählen zu den historisch und kulturell reichsten Kulturlandschaften des Rheinlands und vereinen auf engem Raum barocke Residenzen, mittelalterliche Höhenburgen, wehrhafte Wasserburgen sowie bedeutende geistliche Anlagen von überregionalem Rang. Über viele Jahrhunderte hinweg prägten Kurfürsten, mächtige Adelsfamilien, kirchliche Orden und selbstbewusste städtische Machtzentren diesen Raum zwischen Rhein, Erft und Bergischem Land und hinterließen ein außergewöhnlich dichtes Geflecht repräsentativer Bauwerke. Strategisch platzierte Burgen dienten der Sicherung von Handelswegen, Rheinübergängen und Territorien, während prachtvolle Schlösser den Anspruch auf Herrschaft, Repräsentation und kulturelle Blüte sichtbar machten. Zahlreiche Anlagen wurden im Lauf der Zeit umgebaut, erweitert oder neuen Funktionen angepasst und spiegeln bis heute wechselvolle politische Verhältnisse, wirtschaftlichen Wohlstand, kriegerische Auseinandersetzungen und religiösen Einfluss wider. Als Residenzen, Verwaltungssitze, Klöster oder militärische Stützpunkte waren sie stets eng mit der Entwicklung der Region verbunden. Eingebettet in Parklandschaften, Flussauen und historisch gewachsene Kulturräume entfalten Burgen und Schlösser eine besondere Atmosphäre und verbinden eindrucksvoll Architektur, Geschichte und Landschaft. Dieser Reiseführer lädt dazu ein, die Burgen und Schlösser der Region Köln als lebendiges Kulturerbe zu entdecken, ihre Geschichten nachzuvollziehen und die Vielfalt historischer Bauformen und Epochen in einer der traditionsreichsten Regionen des Rheinlands intensiv kennenzulernen. (c)WV

Reisetipps-Europa - Walder-Verlag

Herausgeber, Autoren und Redaktion: Ingrid Walder, Achim Walder
Mitarbeiter/innen: Ralf Bayerlein, Peter Höhbusch, Christoph Riedel, Manfred Diekenbrock, Eva Lenhof, Sebastian Walder, Elke Beckert,
Foto: Ingrid Walder, Achim Walder und von Freunde / Mitarbeiter*innen, sowie von Hotels, Tourismusbüros und Tourismus-Marketing Gesellschaften.
Die Veröffentlichung dieser Reiseführer erfolgt nicht zu kommerziellen Zwecken. Unsere Absicht ist vielmehr, vielen Besuchern und Lesern die vielfältigen Sehenswürdigkeiten in Europa näher zu bringen.
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. Bergisch Gladbach, Schloss Bensberg***

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Bergisch Gladbach, Schloss Bensberg***

Schloss Bensberg erhebt sich seit 1711 weithin sichtbar über der Stadt Bergisch Gladbach und zählt zu den eindrucksvollsten barocken Schlossanlagen im Rheinland. Die exponierte Lage auf der Anhöhe ermöglicht einen weiten Blick über das Bergische Land bis nach Köln und unterstreicht den repräsentativen Anspruch der Anlage. Erbaut wurde das Schloss im Auftrag des Kurfürsten Johann Wilhelm II. von der Pfalz, genannt Jan Wellem, der es als Jagd- und Lustschloss nutzen ließ und damit seinen politischen Machtanspruch sowie seine ausgeprägte Vorliebe für Kunst, Architektur und höfische Repräsentation sichtbar machte. Die streng symmetrische Gesamtanlage mit ihren großzügigen Ehrenhöfen, klar gegliederten Fassaden und der axialen Ausrichtung folgt konsequent den Idealen barocker Baukunst des frühen 18. Jahrhunderts und verleiht dem Schloss eine außergewöhnliche Monumentalität. Nach 1792 begann eine wechselvolle Phase der Nutzung, in deren Verlauf das Schloss mehrfach umgebaut und zeitweise militärischen sowie administrativen Zwecken zugeführt wurde, was langfristig zu erheblichen Verlusten und Beschädigungen der ursprünglichen Innenausstattung führte. Viele kostbare Möbel, Kunstwerke und dekorative Elemente gingen dabei unwiederbringlich verloren, dennoch sind bedeutende Zeugnisse der einstigen Pracht bis heute erhalten geblieben. Besonders hervorzuheben ist das monumentale Deckengemälde Sturz der Titanen von Domenico Zanetti, das mit seiner dramatischen Bildsprache, dynamischen Bewegung und barocken Ausdruckskraft zu den herausragenden Kunstwerken des Schlosses zählt. Ergänzt wird dieses durch einen bemerkenswerten Bildzyklus des niederländischen Malers Jan Weenix, dessen detailreiche Jagdszenen den höfischen Lebensstil, die Bedeutung der Jagd und die künstlerischen Vorlieben der Zeit eindrucksvoll widerspiegeln. Weitere erhaltene Ausstattungsstücke wie wertvolle Seidentapeten, kunstvoll gearbeiteter Türschmuck und einzelne Gemälde vermitteln einen anschaulichen Eindruck von der ursprünglichen Ausstattung und dem hohen handwerklichen Niveau der barocken Innenräume. Schloss Bensberg verbindet auf eindrucksvolle Weise Architektur, Kunst und Landschaft und gilt als eines der bedeutendsten Barockschlösser der Region Köln, das die Geschichte, den kulturellen Anspruch und die Repräsentationslust des rheinischen Adels bis heute lebendig erfahrbar macht. (c)WV
Weitere Informationen und Bilder finden Sie im Reiseführer Sehenswertes im Bergischen Land


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Tourismusinfos/Büro: Bergisch Gladbach-Bensberg, Kadettenstr.; Besichtigung: Grandhotel; Info: Grandhotel, Tel. +49(0)2204-42.0
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. Bergisch Gladbach, Haus Lerbach*

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Bergisch Gladbach, Haus Lerbach*

Die Geschichte des Hauses Lerbach reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück und ist eng mit der Entwicklung des ländlichen Adels und der Gutshofkultur im Bergischen Land verbunden. Erstmals erwähnt wird ein Gutshof im Jahr 1259 in einem Altenberger Urkundenbuch, was die frühe Bedeutung des Anwesens als landwirtschaftlicher und herrschaftlicher Mittelpunkt belegt. Unter Gottfried IV. von Steinen wurde der mittelalterliche Gutshof später zu einem repräsentativen Renaissance-Schloss ausgebaut, das von einem Wassergraben umgeben war und damit sowohl Schutz als auch Status symbolisierte. Die Anlage spiegelte den Wohlstand, den gesellschaftlichen Rang und den gestalterischen Anspruch ihrer Besitzer wider und entsprach dem zeittypischen Ideal eines befestigten Landsitzes. Über Jahrhunderte hinweg blieb Haus Lerbach ein prägendes Element der regionalen Kulturlandschaft, bevor sich im 19. Jahrhundert gravierende bauliche Probleme einstellten. Im Jahr 1893 musste das gesamte Schloss schließlich abgerissen werden, da die Bausubstanz durch massive Feuchtigkeitsschäden nicht mehr zu retten war. Anstelle des historischen Renaissancebaus entstand ein neues Gebäude im Stil der Gründerzeit, das bewusst etwas hinter dem ursprünglichen Standort errichtet wurde und damit einen respektvollen Abstand zur früheren Anlage wahrt. Trotz des vollständigen Abrisses gelang es, zahlreiche Ausstattungsstücke und Bauelemente des alten Schlosses zu bewahren und in den Neubau zu integrieren, wodurch die historische Kontinuität des Ortes erhalten blieb. Zu den bedeutendsten erhaltenen Elementen zählen der originale Fußboden in der heutigen Hotelhalle sowie ein offener Kamin, die beide bis heute den besonderen historischen Charakter des Hauses prägen. Haus Lerbach verbindet damit mittelalterliche Wurzeln, Renaissance-Tradition und Architektur des 19. Jahrhunderts zu einem vielschichtigen Zeugnis regionaler Bau- und Kulturgeschichte und bleibt ein eindrucksvolles Beispiel für den Wandel adeliger Wohnsitze im Raum Bergisch Gladbach. (c)WV
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. Bergisch Gladbach, Alte Burg*

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Bergisch Gladbach, Alte Burg*

Die Alte Burg in Bergisch Gladbach entstand Anfang des 12. Jahrhunderts unter den Grafen von Berg als strategisch wichtige Grenzbastion zur Sicherung und Kontrolle des bergischen Territoriums. Ihre Lage war bewusst gewählt, um Machtansprüche sichtbar zu machen und gleichzeitig militärischen Schutz zu gewährleisten. Im 13. Jahrhundert wurde die Anlage baulich erweitert und verstärkt, was ihre wachsende Bedeutung innerhalb der regionalen Herrschaftsstruktur unterstreicht. Ab dem Jahr 1363 diente die Burg als Amtssitz und übernahm damit eine zentrale Rolle in der Verwaltung, Rechtsprechung und Organisation des umliegenden Gebietes. Vermutlich kam es 1406 zu einer teilweisen Zerstörung der Anlage, möglicherweise infolge kriegerischer Auseinandersetzungen oder innerterritorialer Konflikte, was im 15. und 16. Jahrhundert umfangreiche Wiederaufbau- und Restaurierungsmaßnahmen erforderlich machte. Trotz dieser Arbeiten setzte nach dem Dreißigjährigen Krieg ein allmählicher Niedergang ein, da die militärische Bedeutung der Burg schwand und neue Macht- und Verwaltungsstrukturen entstanden. Mit dem Bau eines neuen Schlosses in unmittelbarer Nähe verlor die Alte Burg im frühen 18. Jahrhundert endgültig ihre ursprüngliche Funktion als Herrschafts- und Verwaltungszentrum. In den folgenden Jahrhunderten wechselten Besitzverhältnisse und Nutzungen mehrfach, wodurch die mittelalterliche Substanz weiter in den Hintergrund rückte. Einen entscheidenden Wendepunkt markierte das Jahr 1962, als die Stadt Bensberg die erhaltenen Reste der Burg erwarb und ein zukunftsweisendes Nutzungskonzept umsetzte. In einem architektonisch bemerkenswerten Schritt wurde die historische Burganlage mit einem modernen Rathaus verbunden, dessen Baukörper sich am Grundriss der mittelalterlichen Burg orientiert. Der markante fünfeckige Bergfried wurde dabei bewusst integriert und ist bis heute klar erkennbar. Durch diese gelungene Verbindung von historischer Substanz und zeitgemäßer Nutzung erhielt die Alte Burg eine neue Funktion und bleibt als Teil des Rathauses ein prägendes Zeugnis mittelalterlicher Geschichte und moderner Stadtentwicklung in Bergisch Gladbach. (c)WV
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. Brühl, Schloss Augustusburg***

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Brühl, Schloss Augustusburg***

Schloss Augustusburg in Brühl zählt zu den bedeutendsten Schlossanlagen des Barock und Rokoko in Deutschland und beeindruckt durch seine architektonische Vollendung sowie seine reiche Geschichte. Errichtet wurde das Schloss ab dem Jahr 1725 im Auftrag des Kölner Kurfürsten Clemens August von Bayern nach Entwürfen der Architekten Johann Conrad Schlaun und François de Cuvilliés auf den Fundamenten einer erzbischöflichen Wasserburg aus dem 13. Jahrhundert, die 1689 von Truppen Ludwigs XIV. zerstört worden war. Herausragend ist das monumentale Treppenhaus, das von Balthasar Neumann entworfen wurde und als Meisterwerk der Raumkunst gilt, geprägt durch die dynamische Verbindung von Marmor, Stuck und Jaspis sowie durch die prachtvollen Deckenfresken von Carlo Carlone. Ebenso eindrucksvoll präsentiert sich der Schlosspark, der ursprünglich als streng geometrischer Barockgarten von Dominique Girard angelegt und später von Peter Joseph Lenné teilweise in einen englischen Landschaftspark umgestaltet wurde, wodurch Architektur und Gartenkunst eine harmonische Einheit bilden. Schloss Augustusburg gehört seit 1984 gemeinsam mit dem Jagdschloss Falkenlust zum UNESCO-Weltkulturerbe und unterstreicht damit seinen außergewöhnlichen Rang in der europäischen Kulturgeschichte. Von 1949 bis 1994 diente das Schloss als Repräsentationssitz des Bundespräsidenten und war Schauplatz zahlreicher Staatsbesuche mit international bedeutenden Gästen. Heute wird Schloss Augustusburg vom Land Nordrhein-Westfalen verwaltet und ist als Museum für die Öffentlichkeit zugänglich, wobei Besucher sowohl die prunkvollen Innenräume als auch die weitläufigen Gartenanlagen erleben können, die den Glanz und die politische wie kulturelle Bedeutung dieses einzigartigen Bauwerks eindrucksvoll widerspiegeln. (c)WV
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. Brühl, Schloss Falkenlust**

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Brühl, Schloss Falkenlust**

Schloss Falkenlust wurde ab dem Jahr 1729 im Auftrag des Kölner Kurfürsten Clemens August von Bayern errichtet und gilt als ein herausragendes Beispiel der Rokoko-Architektur im Rheinland. Die Entwürfe stammen von den Architekten François de Cuvilliés und Michael Leveilly, die dem Jagdschloss eine elegante und zugleich intime Gestaltung verliehen. Schloss Falkenlust diente dem Kurfürsten vor allem als Rückzugsort für die von ihm besonders geschätzte Falkenjagd, wobei die Lage bewusst so gewählt wurde, dass die Flugrouten der Reiher, der bevorzugten Beute, optimal genutzt werden konnten. Die reich ausgestatteten Innenräume spiegeln die Leichtigkeit und den dekorativen Reichtum des Rokoko wider und beeindrucken durch ihre detailreiche Ausführung. Besonders hervorzuheben sind das Spiegelkabinett sowie die Haupttreppe, die mit mehr als 10.000 individuell handbemalten Fliesen verkleidet ist und zu den kunsthandwerklichen Höhepunkten der Anlage zählt. Ergänzt wird das Hauptgebäude durch zwei eingeschossige Seitenflügel, die ursprünglich als Unterkünfte für die Jagdfalken des Kurfürsten dienten und das funktionale Gesamtkonzept des Jagdschlosses verdeutlichen. Heute ist Schloss Falkenlust für Besucher zugänglich und bildet gemeinsam mit dem benachbarten Schloss Augustusburg ein bedeutendes kulturelles Ensemble, das seit 1984 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Ein malerischer Weg durch Barockgärten und Wald verbindet beide Schlösser und vermittelt einen eindrucksvollen Einblick in die höfische Garten- und Jagdkultur des 18. Jahrhunderts, wodurch ein Besuch in Brühl zu einem besonders eindrucksvollen Erlebnis wird. (c)WV
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. Brühl, Palmersdorfer Hof

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Brühl, Palmersdorfer Hof

Der Palmersdorfer Hof in Brühl ist ein historisch bedeutendes Anwesen, dessen Ursprünge bis ins frühe Mittelalter zurückreichen und das eindrucksvoll die lange Siedlungs- und Besitzgeschichte der Region widerspiegelt. Bereits im Jahr 929 wird der Herrenhof Palmerstorp erstmals urkundlich erwähnt, als der Kölner Erzbischof Wichfried den Besitz den St.-Cäcilien-Schwestern in Köln übertrug, was die frühe kirchliche Prägung des Gebietes unterstreicht. Schon zuvor existierten mit den Fronhöfen Pingsdorf und Merreche wichtige landwirtschaftliche Zentren, die im 7. Jahrhundert genannt werden und die wirtschaftliche Grundlage der Umgebung bildeten. Um das Jahr 1180 wurden diese Höfe unter Erzbischof Philipp von Heinsberg zum sogenannten Burghof an dem Brule zusammengefasst, womit der Grundstein für die weitere Entwicklung des späteren Palmersdorfer Hofes gelegt wurde. Über Jahrhunderte hinweg erfüllte der Hof eine zentrale Rolle in der Versorgung und Verwaltung des Umlandes und war eng mit der Geschichte Brühls verbunden. Die heute erhaltenen Gebäude stammen aus dem frühen 18. Jahrhundert und gehen auf einen Wiederaufbau zurück, nachdem der Hof im Jahr 1689 während des Pfälzischen Erbfolgekriegs vollständig zerstört worden war. Die Architektur dieser Gebäude spiegelt die sachliche und zugleich solide Bauweise jener Epoche wider und verleiht dem Ensemble ein geschlossenes, historisch stimmiges Erscheinungsbild. Trotz zahlreicher Veränderungen blieb der ursprüngliche Charakter des Hofes erkennbar und macht ihn bis heute zu einem anschaulichen Zeugnis ländlich-adliger Baukultur im Rheinland. Eine umfassende Renovierung im Jahr 1984 stellte den Erhalt der historischen Substanz sicher und passte das Anwesen behutsam an moderne Wohnbedürfnisse an. Durch diese Sanierung konnte der Palmersdorfer Hof vor dem Verfall bewahrt werden und bildet heute ein gelungenes Beispiel dafür, wie historisches Erbe und zeitgemäße Nutzung miteinander in Einklang gebracht werden können. Der Palmersdorfer Hof steht damit sinnbildlich für die lange Geschichte Brühls und lädt dazu ein, die Entwicklung des Ortes vom frühmittelalterlichen Fronhof bis zur Gegenwart nachzuvollziehen. (c)WV
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. Brühl, Schallenburg

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Brühl, Schallenburg

Die Schallenburg, auch als Schwadorfer Burg bekannt, ist eine historische Wasserburg in Brühl, die im 15. Jahrhundert auf Veranlassung der Familie Schall von Bell errichtet wurde und bis heute ihren spätmittelalterlichen Charakter bewahrt hat. Das ursprünglich spätgotische Bauwerk erfuhr im Jahr 1694 eine umfassende Renovierung und Erweiterung, die der Anlage ihr heutiges Erscheinungsbild verlieh und zugleich ihre Nutzung als adeliger Wohnsitz festigte. Im 19. Jahrhundert wurde ein Park angelegt, der das Anwesen landschaftlich einband und ihm einen besonders malerischen Rahmen gab. Die Schallenburg präsentiert sich als zweiteilige Anlage mit einem querrechteckigen, zweigeschossigen Hauptgebäude aus Backstein, das von zwei gegenüberliegenden runden Ecktürmen flankiert wird und damit eine markante Silhouette ausbildet. Die ursprünglich vorgelagerte Fachwerk-Vorburg wurde im 19. Jahrhundert hinter das Hauptgebäude verlegt, wodurch vor der Burg ein kleiner Park entstand, der das Gesamtbild harmonisch abrundet. Bis heute ist die Schallenburg bewohnt und befindet sich in Privatbesitz, weshalb sie nicht öffentlich zugänglich ist, dennoch stehen sowohl die Gebäude als auch die Parkanlage unter Denkmalschutz. Als geschlossen erhaltenes Ensemble vermittelt die Schallenburg einen anschaulichen Eindruck von regionaler Baugeschichte und von der Lebenswelt des rheinischen Adels vergangener Jahrhunderte. (c)WV
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. Dormagen, Burg Friedestrom

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Dormagen, Burg Friedestrom

Burg Friedestrom liegt im historischen Stadtteil Zons von Dormagen und zählt zu den bedeutenden mittelalterlichen Befestigungsanlagen am Niederrhein mit einer vielschichtigen und gut nachvollziehbaren Geschichte. Die im 14. Jahrhundert errichtete Anlage diente ursprünglich als kurkölnische Landesburg und übernahm eine zentrale Funktion bei der Sicherung des Rheinzolls, womit sie klar dem Typus der Zollburgen zuzuordnen ist. Ihre strategische Lage am Rhein machte sie zu einem wichtigen Kontroll- und Verwaltungsstützpunkt des Kurfürstentums Köln und prägte die Entwicklung des befestigten Ortes Zons nachhaltig. Die Burg ist als zweiteilige Anlage konzipiert und besteht aus der Hauptburg, dem sogenannten Hochschloss, sowie einem hakenförmig angelegten Vorburgbereich, der zusätzliche Schutzfunktionen übernahm und wirtschaftlichen Zwecken diente. Ursprünglich war die gesamte Anlage von einem Wassergraben umgeben, der die Wehrhaftigkeit zusätzlich erhöhte, heute jedoch infolge von Grundwasserabsenkungen durch den Braunkohletagebau trocken gefallen ist. Errichtet wurden die Gebäude aus unterschiedlichen regionaltypischen Gesteinsarten wie Basalt, Trachyt und Tuff, was der Burg ihr charakteristisches Erscheinungsbild verleiht und zugleich die Bauweise des Mittelalters anschaulich dokumentiert. Im Laufe der Jahrhunderte erfuhr Burg Friedestrom verschiedene bauliche Veränderungen und Nutzungsanpassungen, blieb jedoch stets ein zentraler Bestandteil des Ortsbildes. Heute erfüllt die Anlage vielfältige kulturelle und öffentliche Funktionen, die ihre historische Bedeutung mit einer lebendigen Nutzung verbinden. Der West- und Südflügel der Hauptburg beherbergen das Kreisarchiv Neuss sowie das Internationale Mundartarchiv Ludwig Soumagne und machen die Burg zu einem wichtigen Ort der regionalen Geschichts- und Sprachpflege. Der restaurierte Nordflügel dient seit 1989 als Veranstaltungsraum für Konzerte, Lesungen und kulturelle Begegnungen und trägt zur aktiven Nutzung des historischen Bauwerks bei. Bereits seit 1935 wird der östliche Zwingerbereich mit seiner Freilichtbühne für Märchenaufführungen genutzt und ist besonders bei Familien ein beliebter Anziehungspunkt. Ergänzt wird das Ensemble durch das in Teilen der Burg untergebrachte Hotel Schloss Friedestrom, das mit stilvollen Räumen und einer hochwertigen Gastronomie im Restaurant Zum Volksgarten den historischen Rahmen aufgreift und fortführt. Burg Friedestrom verbindet auf eindrucksvolle Weise mittelalterliche Wehrarchitektur, regionale Geschichte und zeitgemäße Nutzung und ist damit ein prägendes Kulturerbe der Region Dormagen und des Rheinlands. (c)WV
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. Frechen, Wasserburg Bachem

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Frechen, Wasserburg Bachem

Die Wasserburg Bachem liegt im Frechener Stadtteil Bachem und zählt zu den historisch vielschichtigen Burganlagen im westlichen Kölner Raum, deren Entwicklung bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht. Die ältesten nachweisbaren Bauteile sind die Fundamente eines Wohnturms aus der Zeit um 1250, die aus Steinen einer noch älteren römischen Wasserleitung errichtet wurden und damit eindrucksvoll auf die lange Nutzungsgeschichte des Ortes verweisen. Diese ungewöhnliche Wiederverwendung antiker Baumaterialien verdeutlicht die strategische Bedeutung des Standortes bereits in römischer Zeit und setzt sich im Mittelalter fort. Im Laufe der Jahrhunderte erfuhr die Burg zahlreiche bauliche Veränderungen, Erweiterungen und Umgestaltungen, die jeweils den politischen, militärischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ihrer Zeit entsprachen. Eine einschneidende Zäsur stellte das Jahr 1583 dar, als die Anlage im Truchsessischen Krieg zerstört wurde und große Teile der damaligen Bebauung verloren gingen. Erst nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges begann der schrittweise Wiederaufbau, bei dem zunächst der Turm sowie der Südflügel erneuert wurden. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts folgten der Bau einer dreibogigen Brücke und die Errichtung des Nordflügels, wodurch die Burg ihre bis heute erkennbare Grundstruktur erhielt. Im 18. Jahrhundert befand sich die Wasserburg im Besitz des Freiherrn Antonius von Geldern und gelangte 1836 an Franz Egon von Fürstenberg-Stammheim, unter dessen Ägide umfangreiche Sanierungs- und Erhaltungsmaßnahmen durchgeführt wurden. Die heutige Anlage besteht aus einer Hauptburg und einer Vorburg, die von einem teilweise wiederhergestellten Wassergrabensystem umgeben sind und den Charakter einer klassischen rheinischen Wasserburg anschaulich bewahren. Die Hauptburg steht auf Holzpfählen und ist als romanischer Backsteinbau ausgeführt, während die erhaltenen Gebäude überwiegend aus dem 17. und 18. Jahrhundert stammen und die wechselnden Bauphasen deutlich widerspiegeln. Zwischen 1973 und 1978 wurde die Hauptburg umfassend saniert und anschließend in den Privatbesitz der Familie von Fürstenberg überführt, wodurch der langfristige Erhalt der historischen Substanz gesichert werden konnte. Wasserburg Bachem verbindet römische Spuren, mittelalterliche Wehrarchitektur und barocke Umbauphasen zu einem eindrucksvollen Zeugnis regionaler Geschichte und ist ein prägendes Element der Kulturlandschaft rund um Frechen. (c)WV
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. Hürth, Burg Kendenich

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Hürth, Burg Kendenich

Burg Kendenich, auch als Schloss Kendenich bekannt, zählt zu den bedeutenden barocken Wasserschlössern im Stadtgebiet von Hürth und prägt als markantes Bauwerk den Stadtteil Kendenich am Osthang der Ville. Die Anlage gilt als Wahrzeichen der Stadt und verbindet repräsentative Architektur mit der landschaftlichen Lage am Übergang zwischen Ville und Rheinebene. Errichtet wurde das dreigeschossige Herrenhaus in den Jahren 1660 bis 1664 durch Sigismund Raitz von Frentz, der mit dem Bau ein standesgemäßes Wohn- und Repräsentationsschloss schuf. Charakteristisch für das Erscheinungsbild sind das mehrfach geschwungene Dach sowie der auffällige Zwiebelturm, die dem Schloss eine unverwechselbare Silhouette verleihen und typische Elemente barocker Baukunst im Rheinland darstellen. Ergänzt wird das Herrenhaus durch die Vorburg, die aus einem Nord- und einem Westflügel sowie einem Ostflügel aus dem Jahr 1667 besteht und die wirtschaftlichen und funktionalen Bereiche der Anlage aufnahm. Über eine steinerne Bogenbrücke mit Säulengeländer gelangt man zum Haupteingang des Herrenhauses, das vollständig von Wasser umgeben ist und damit den klassischen Typus eines barocken Wasserschlosses verkörpert. Auch die Vorburg war ursprünglich von Gräben und Weihern umgeben, die im Laufe der Zeit teilweise verfüllt oder verändert wurden, heute jedoch noch in Resten die ursprüngliche Wasserstruktur erkennen lassen. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde die Vorburg erweitert und den veränderten Bedürfnissen der jeweiligen Besitzer angepasst. Durch eine Heirat ging die Anlage im Jahr 1821 von der Familie von Groote auf die Familie von Kempis über, die das Herrenhaus zwischen 1834 und 1842 klassizistisch umgestalten ließ und damit den barocken Charakter um zeittypische Elemente ergänzte. Nach einer längeren Phase des Niedergangs in den 1960er und 1970er Jahren drohte der Verlust wichtiger Bausubstanz, ehe in den frühen 1980er Jahren eine umfassende Restaurierung erfolgte. In diesem Zuge wurde das Schloss behutsam instand gesetzt und zu Wohnzwecken umgebaut, wodurch der langfristige Erhalt der Anlage gesichert werden konnte. Heute befindet sich Burg Kendenich in Privatbesitz und ist nicht öffentlich zugänglich, bleibt jedoch durch ihre eindrucksvolle äußere Erscheinung ein prägendes historisches Bauwerk und ein wichtiges Zeugnis barocker Schlossarchitektur im Raum Hürth. (c)WV
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. Hürth, Burg Efferen

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Hürth, Burg Efferen

Burg Efferen zählt zu den bedeutenden mittelalterlichen Wasserburgen im Hürther Stadtteil Efferen und blickt auf eine lange, wechselvolle Geschichte zurück, die bis ins 13. Jahrhundert reicht. Bereits früh nahm die Anlage eine strategisch wichtige Stellung im Herzogtum Jülich ein und spielte insbesondere im 14. Jahrhundert während der Auseinandersetzungen mit dem Kölner Erzbischof eine militärisch und politisch relevante Rolle. Die ursprüngliche Burganlage war deutlich größer als das heute sichtbare Ensemble und verfügte über mehrere Türme sowie eine ausgeprägte Befestigung, die durch einen umlaufenden Wassergraben ergänzt wurde. Dieser Wassergraben prägte über Jahrhunderte das Erscheinungsbild der Burg, wurde jedoch 1961 im Zuge der Verbreiterung der Bachstraße trockengelegt, wodurch sich das Umfeld der Anlage nachhaltig veränderte. Das heutige Herrenhaus entstand 1769 unter Franz Freiherr Karl von Bourtscheid und stellt einen repräsentativen Neubau auf historischem Grund dar. Es handelt sich um ein zweigeschossiges, siebenachsiges Gebäude mit Mansardwalmdach, dessen ausgewogene Proportionen und klare Fassadengliederung den repräsentativen Anspruch der Bauzeit widerspiegeln. Besonders hervorgehoben ist die Straßenfront durch einen Mittelrisalit mit Zwerchgiebel, in dem sich das Wappen der Erbauerfamilie befindet und der dem Bau eine deutliche Akzentuierung verleiht. Als ältester erhaltener Teil der Gesamtanlage gilt der Torturm, der bereits im 14. Jahrhundert errichtet wurde und damit ein wichtiges Zeugnis der mittelalterlichen Burgphase darstellt. Seine heutige barocke Welsche Haube stammt aus einer späteren Umbauphase und verdeutlicht den kontinuierlichen Wandel der Anlage über die Jahrhunderte hinweg. Im Verlauf ihrer Geschichte wechselte Burg Efferen mehrfach den Besitzer und war unter anderem im Eigentum bedeutender regionaler Adelsgeschlechter wie der Familien von Orsbeck, der Freiherren von Bourtscheid und der Grafen von Schaesberg. Diese Besitzerwechsel gingen häufig mit baulichen Anpassungen und Veränderungen einher, die das Erscheinungsbild der Burg nachhaltig prägten. Seit dem Jahr 1894 befindet sich die Anlage im Besitz der Nachkommen von Matthias Koch, der die Burg erwarb und damit eine neue Phase der Nutzung einleitete. Burg Efferen verbindet mittelalterliche Wehrarchitektur, barocke Repräsentation und neuzeitliche Nutzung zu einem vielschichtigen Zeugnis regionaler Geschichte und bleibt ein markantes historisches Bauwerk im Stadtbild von Hürth. (c)WV
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. Hürth, Burg Gleuel

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Hürth, Burg Gleuel

Burg Gleuel, auch als Wasserburg Gleuel bekannt, liegt im gleichnamigen Stadtteil von Hürth im Rhein-Erft-Kreis und zählt zu den ältesten erhaltenen Wasserburgen im mittelalterlichen Kölngau. Die Anlage ist von einem öffentlich zugänglichen Park umgeben, der vom Gleueler Bach durchflossen wird und der Burg bis heute einen landschaftlich reizvollen und historischen Rahmen verleiht. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Burg im Jahr 1260, als Gerard von Gluele in einen Konflikt mit dem Kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden verwickelt war, was die frühe politische und militärische Bedeutung des Standortes unterstreicht. In den folgenden Jahrhunderten wechselte die Burg mehrfach den Besitzer und spiegelte damit die wechselvollen Machtverhältnisse und Besitzstrukturen der Region wider. Ein bedeutender Einschnitt erfolgte 1726 mit der Übergabe der Burg an das Domkapitel, wodurch sich ihre Funktion von einem adeligen Herrensitz hin zu einer kirchlich geprägten Nutzung wandelte. Nach der Säkularisation im Jahr 1802 gelangte die Anlage in private Hände und wurde von Herrn Feiten erworben, der zwischen 1817 und 1845 als Bürgermeister von Hürth wirkte und die Burg als Wohn- und Verwaltungssitz nutzte. Das heutige Erscheinungsbild der Burg ist maßgeblich durch Umbauten des 17. Jahrhunderts geprägt, als Johann von Cölln die Anlage neu errichten ließ und ihr die bis heute erkennbare Gestalt verlieh. Das Haupthaus präsentiert sich als zweiflügeliges, zweigeschossiges Gebäude aus weiß geschlämmten Ziegelsteinen, das trotz seiner schlichten Fassadengestaltung einen repräsentativen Eindruck vermittelt. Im Inneren haben sich bemerkenswerte Ausstattungsdetails erhalten, darunter der Rittersaal mit einer sogenannten Kölner Decke sowie den Wappen der Familien von Cölln und Mülheim, die auf frühere Besitzer und deren Einfluss verweisen. Ebenso sehenswert ist die Bibliothek mit ihrem kunstvoll gestalteten Sandsteinkamin, der die gehobene Wohnkultur vergangener Jahrhunderte widerspiegelt. Im Jahr 1976 erwarb der Architekt Ulrich Ahlert die Burg und leitete eine umfassende und denkmalgerechte Restaurierung ein, durch die die historische Substanz gesichert und behutsam erneuert wurde. Seit dieser Zeit wird die Burg Gleuel nicht nur als historisches Bauwerk bewahrt, sondern auch kulturell belebt, indem in den Sommermonaten regelmäßig Veranstaltungen stattfinden, die das Gelände für Besucher öffnen und Geschichte erlebbar machen. Burg Gleuel verbindet mittelalterliche Ursprünge, frühneuzeitliche Architektur und zeitgemäße kulturelle Nutzung zu einem lebendigen Zeugnis regionaler Geschichte im Raum Hürth. (c)WV
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. Hürth, Burg Schallmauer

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Hürth, Burg Schallmauer

Burg Schallmauer liegt am nördlichen Ortsrand von Hürth-Berrenrath und stellt ein eindrucksvolles Beispiel barocker Herrenhausarchitektur im Rheinland dar. Errichtet wurde die heutige Anlage im Jahr 1714 durch Rudolf Adolf von Geyr, vermutlich nach Entwürfen eines kurfürstlichen Schlossbaumeisters aus Bonn, was den repräsentativen Anspruch des Bauwerks unterstreicht. Das dreigeschossige Gebäude zeigt eine bewusst schlichte, klar gegliederte Architektur, die dennoch eine herrschaftliche Wirkung entfaltet und bereits den Übergang zu den später verbreiteten, stärker auf Komfort und Repräsentation ausgerichteten Lustschlössern, den sogenannten Maison de Plaisance, erkennen lässt. An gleicher Stelle befand sich zuvor ein Landschloss der Kölner Domherren aus dem 16. Jahrhundert, das jedoch im Jahr 1673 einem Brand zum Opfer fiel und damit den Anlass für den Neubau bot. Die Geschichte von Burg Schallmauer ist eng mit den tiefgreifenden landschaftlichen Veränderungen des 20. Jahrhunderts verbunden, denn obwohl der umliegende Ort Berrenrath im Zuge des Braunkohlenabbaus umgesiedelt wurde, blieb die Burg selbst von der Zerstörung verschont. Damit zählt sie zu den wenigen historischen Bauwerken der Region, die den massiven Eingriffen des Bergbaus standgehalten haben. In den 1970er Jahren gelangte die Burg in Privatbesitz und wurde in dieser Zeit umfassend und denkmalgerecht renoviert, wodurch die historische Bausubstanz erhalten und zugleich an moderne Nutzungsanforderungen angepasst werden konnte. Heute ist Burg Schallmauer von einem rekultivierten Landschaftsraum umgeben, der mit dem Gotteshülfeteich und neu angelegten Waldflächen einen reizvollen Kontrast zwischen historischer Architektur und wiederhergestellter Natur bildet. Die Anlage gilt als anschauliches Beispiel für den erfolgreichen Erhalt historischer Herrenhäuser in einer durch den Bergbau stark veränderten Kulturlandschaft und steht unter Denkmalschutz, wodurch ihre Bedeutung als kulturhistorisches Zeugnis für kommende Generationen gesichert ist. (c)WV
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. Hürth, Burgruine Fischenich

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Hürth, Burgruine Fischenich

Die Burgruine Fischenich in Hürth zählt zu den ältesten erhaltenen Burgstellen im Vorgebirge zwischen Köln und Bonn und stellt ein bedeutendes Zeugnis hochmittelalterlicher Wehrarchitektur im Rheinland dar. Errichtet wurde die Anlage vermutlich im 12. bis 13. Jahrhundert als ovaler Rundbau mit vier Türmen, der durch seine kompakte Form und starke Befestigung den damaligen Anforderungen an Schutz und Machtdemonstration entsprach. Besonders bemerkenswert ist die Verwendung von Gussbetonblöcken der römischen Wasserleitung beim Bau von Teilen der Burgmauer, was die lange Nutzungsgeschichte des Ortes unterstreicht und eine direkte Verbindung zwischen römischer Infrastruktur und mittelalterlichem Burgenbau herstellt. Diese antiken Baureste verleihen der Anlage einen außergewöhnlichen archäologischen Wert. Während des Truchsessischen Krieges wurde die Burg im Jahr 1584 zerstört und nicht wieder aufgebaut, wodurch sie seitdem als Ruine erhalten blieb. Die Überreste befinden sich heute im Bereich zwischen Gennerstraße, Augustinerstraße und Jakobstraße und sind von moderner Wohnbebauung umgeben, deren Anordnung den Verlauf des ehemaligen Burggrabens bewusst aufgreift und so die historische Struktur im Stadtbild nachzeichnet. Die noch erhaltene Ringmauer erreicht stellenweise eine Höhe von sechs bis zehn Metern und vermittelt eindrucksvoll die ursprüngliche Dimension und Wehrhaftigkeit der Anlage. Über Jahrhunderte hinweg befand sich die Burg im Besitz der Familie Quad von Wickrath zu Alsbach und Fischenich und gelangte später durch Heirat an die Familie Wolff Metternich zur Gracht, was die Bedeutung der Anlage innerhalb des regionalen Adelsgefüges verdeutlicht. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erfuhr das Areal eine neue Nutzung, als es 1903 von der Raiffeisenbank Fischenich erworben und 1906 an den Kölner Orden der Cellitinnen weiterverkauft wurde. Die Ordensgemeinschaft errichtete auf dem Gelände ein Kloster sowie das St. Joseph-Haus als Altenheim, das bis 1980 bestand und damit eine soziale und karitative Nutzung der historischen Stätte begründete. Heute besitzt die Burgruine Fischenich einen hohen kulturhistorischen Stellenwert und ist als sichtbares Relikt mittelalterlicher Geschichte ein fester Bestandteil der regionalen Erinnerungskultur. Besonders eindrucksvoll sind die an der Nordseite zur Augustinerstraße hin deutlich erkennbaren Gussbetonblöcke und der rötliche Wasserputz der römischen Wasserleitung, die den außergewöhnlichen Materialmix der Anlage anschaulich machen. Als historischer Ort zwischen Antike, Mittelalter und Neuzeit vermittelt die Burgruine Fischenich eindrucksvoll die lange Siedlungs- und Baugeschichte des Vorgebirges und bleibt ein markantes Zeugnis vergangener Epochen im heutigen Stadtgebiet von Hürth. (c)WV
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. Köln, Burg Wahn

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Köln, Burg Wahn

Burg Wahn in Köln zählt zu den eindrucksvollen barocken Schlossanlagen im rechtsrheinischen Stadtgebiet und blickt auf eine lange, wechselvolle Geschichte zurück, die bis ins 14. Jahrhundert reicht. An der Stelle der heutigen Anlage befand sich ursprünglich eine mittelalterliche Burg, die mehrfach den Besitzer wechselte und im Lauf der Zeit immer wieder baulich verändert wurde. Zu den frühen Eigentümern gehörten bedeutende Adelsfamilien wie die von Revelen, von Loë und von Zweiffel, die die Entwicklung der Anlage über Generationen hinweg prägten. Im Jahr 1588 wurde die damalige Burg durch ein Söldnerheer zerstört, was einen tiefen Einschnitt in der Geschichte des Anwesens darstellte. Erst im 18. Jahrhundert erfolgte der Wiederaufbau in der heute prägenden barocken Form, als die Grafen von Schall im Jahr 1757 das Schloss errichten ließen und damit ein repräsentatives Herrenhaus schufen, das den gestiegenen Ansprüchen an Wohnkomfort und Standesrepräsentation entsprach. Seit dem Jahr 1820 befindet sich Burg Wahn im Besitz der Freiherren von Eltz-Rübenach, unter deren Leitung das Schloss in den folgenden Jahrzehnten umfassend renoviert, modernisiert und an zeitgemäße Wohn- und Nutzungsbedürfnisse angepasst wurde, ohne dabei seinen historischen Charakter zu verlieren. Während des Zweiten Weltkriegs erlitt die Anlage erhebliche Kriegsschäden, die große Teile der Bausubstanz beeinträchtigten und umfangreiche Wiederherstellungsmaßnahmen erforderlich machten. Ab 1947 begann eine neue Phase der Nutzung, als das Schloss an die Universität zu Köln verpachtet wurde. Seit 1955 ist hier die Theaterwissenschaftliche Sammlung untergebracht, die heute zu den bedeutendsten und umfangreichsten Sammlungen dieser Art weltweit zählt. Sie umfasst zahlreiche wertvolle Nachlässe, darunter jene von Karl Valentin und Willy Millowitsch, sowie eine umfangreiche Sondersammlung zum Hänneschen-Theater, wodurch Burg Wahn eine herausragende kulturelle und wissenschaftliche Bedeutung erlangt hat. Ergänzt wird das Schlossensemble durch den weitläufigen Schlosspark, der im Stil eines englischen Landschaftsgartens gestaltet ist und die barocke Architektur harmonisch in eine naturnahe Umgebung einbindet. Burg Wahn verbindet damit mittelalterliche Ursprünge, barocke Repräsentation und moderne kulturelle Nutzung zu einem vielschichtigen Zeugnis der Kölner Stadt- und Kulturgeschichte und nimmt bis heute eine besondere Stellung im historischen Erbe der Region ein. (c)WV
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. Langenfeld, Gut Dückeberg

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Langenfeld, Gut Dückeberg

Gut Dückeberg in Langenfeld blickt auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurück und zählt zu den historischen Anwesen der Region, deren Entwicklung eng mit dem lokalen Adel und der landwirtschaftlichen Nutzung verbunden ist. Bereits vor 1466 befand sich das von Wassergräben umgebene Gut im Besitz der Herren von Zobbe und Sleberg, was auf seine frühe Bedeutung als befestigter und zugleich wirtschaftlich genutzter Hof hindeutet. Die Wassergräben dienten nicht nur dem Schutz, sondern unterstrichen auch den herrschaftlichen Charakter des Anwesens. In der Folgezeit ging Gut Dückeberg in den Besitz der Familie von Etzbach über, die das Gut über mehr als zwei Jahrhunderte hinweg bewirtschaftete und als Wohnsitz nutzte. Diese lange Phase der Kontinuität prägte das Erscheinungsbild und die Struktur des Gutes nachhaltig und machte es zu einem festen Bestandteil der regionalen Kulturlandschaft. Im 17. Jahrhundert übernahm die Familie Spieß von Büllesheim das Anwesen, eine adelige Familie, die Gut Dückeberg weiterführte und ebenfalls als Lebensmittelpunkt nutzte. Diese Epoche endete abrupt mit einem verheerenden Brand im Jahr 1795, der große Teile der Anlage zerstörte und die bauliche Substanz schwer beschädigte. Trotz dieses einschneidenden Ereignisses blieb Gut Dückeberg im historischen Gedächtnis der Region verankert und verlor seine Bedeutung als Zeugnis adeliger Gutshofkultur nicht. Die erhaltenen Reste der Anlage sowie die noch erkennbaren Wassergräben lassen die frühere Ausdehnung und den einstigen repräsentativen Charakter des Gutes erahnen. Sie vermitteln einen anschaulichen Eindruck von der historischen Funktion des Anwesens und von den wechselnden Besitzverhältnissen, die seine Entwicklung über Jahrhunderte hinweg geprägt haben. Gut Dückeberg steht damit beispielhaft für die Geschichte ländlicher Adelssitze im Rheinland und bietet einen stillen, aber eindrucksvollen Einblick in vergangene Lebens- und Wirtschaftsformen der Region. (c)WV
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. Langenfeld, Wasserburg Haus Graven

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Langenfeld, Wasserburg Haus Graven

Die Wasserburg Haus Graven in Langenfeld geht in ihren Ursprüngen auf die Zeit um 1300 zurück, als sie als steinerne Ritterburg errichtet wurde und eine ältere mittelalterliche Holz-Erdeburg ersetzte, die zuvor an gleicher Stelle bestanden hatte. Ihre erste urkundliche Erwähnung datiert aus dem Jahr 1364 und belegt die Bedeutung der Anlage als adeliger Wohn- und Herrschaftssitz des Rittergeschlechts von Graven, das der Burg ihren Namen gab. Die Lage in einer wasserreichen Niederung sowie die Umwehrung durch einen Wassergraben verliehen der Burg nicht nur Schutz, sondern unterstrichen auch ihren repräsentativen Charakter. Über die Jahrhunderte hinweg erlebte Haus Graven zahlreiche Veränderungen, Besitzerwechsel und bauliche Anpassungen, die den jeweiligen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen folgten. Eine besonders einschneidende Zäsur stellte der Dreißigjährige Krieg dar, in dessen Verlauf die Burg zerstört wurde und ihre ursprüngliche Funktion als befestigter Adelssitz verlor. Der Wiederaufbau erfolgte nur teilweise, sodass sich die Anlage in der Folgezeit auf einen reduzierten Gebäudebestand beschränkte. Die heute erhaltenen Bauwerke an der Südwestfront der ehemaligen Burganlage stammen überwiegend aus dem 17. und 18. Jahrhundert und gehen auf die letzten Eigentümer zurück, die Haus Graven noch als Wohn- und Wirtschaftssitz nutzten. Diese Gebäude, die bis heute von einem Wassergraben umgeben sind, vermitteln einen anschaulichen Eindruck von der späteren Entwicklung der Burg und von der Bauweise jener Zeit. Trotz des Verlustes großer Teile der ursprünglichen Befestigungen bleibt Haus Graven ein wichtiges Zeugnis der regionalen Burgenlandschaft und der mittelalterlichen Adelsherrschaft im Raum Langenfeld. Die verbliebene Bausubstanz und die landschaftliche Einbindung lassen die bewegte Geschichte der Anlage nachvollziehen und machen Haus Graven zu einem stillen, aber eindrucksvollen historischen Ort innerhalb der rheinischen Kulturlandschaft. (c)WV
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. Leichlingen, Eicherhof

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Leichlingen, Eicherhof

Der Eicherhof in Leichlingen blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück, die eng mit der wirtschaftlichen Entwicklung der Region verbunden ist. Um 1715 befand sich das Anwesen im Besitz des Kölner Bankiers Wilhelm Hack, der in Leichlingen zwei Kupferhämmer errichten ließ und damit die frühe industrielle Nutzung der Wasserkraft in diesem Raum maßgeblich förderte. Der Eicherhof war in dieser Zeit nicht nur landwirtschaftlicher Mittelpunkt, sondern auch Teil eines wirtschaftlichen Netzwerks, das Handwerk, Handel und Finanzwesen miteinander verband. Nach dem Tod von Wilhelm Hack ging das Anwesen an seinen Neffen Jacob Wilhelm Behagel über, der die Bedeutung des Standortes erkannte und eine grundlegende Neugestaltung veranlasste. In den Jahren 1762 und 1763 ließ Behagel mit den Steinen des ursprünglichen Eicherhofs das Schloss Eicherhof errichten und schuf damit einen repräsentativen Adelssitz, der den gestiegenen Ansprüchen an Wohnkomfort und Standesrepräsentation entsprach. Das Schloss präsentiert sich als barockes Herrenhaus mit klar gegliederter Fassade und ausgewogenen Proportionen, die Eleganz und Zurückhaltung miteinander verbinden. Ergänzt wird das Herrenhaus durch zwei parallel angeordnete Nebengebäude, die den Wirtschaftshof bilden und dem Ensemble eine geschlossene, harmonische Struktur verleihen. Diese Bauten verdeutlichen die enge Verbindung von repräsentativem Wohnen und funktionaler Nutzung, wie sie für barocke Gutshöfe und Landsitze typisch ist. Schloss Eicherhof steht damit beispielhaft für den Wandel vom wirtschaftlich geprägten Hof hin zu einem barocken Landsitz und vermittelt bis heute einen anschaulichen Eindruck von der Bau- und Wirtschaftsgeschichte Leichlingens im 18. Jahrhundert. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Leichlingen, Eicherhof 13, Besichtigung: privat, Info: Tourismusbüro Tel. +49(0)2175-992.102
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. Leichlingen, Haus Vorst*

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Leichlingen, Haus Vorst*

Haus Vorst erhebt sich eindrucksvoll über dem Tal der Wupper und zählt zu den geschichtlich vielschichtigen Adelssitzen im Raum Leichlingen, deren Entwicklung mehrere Jahrhunderte umfasst. Ursprünglich als einfaches Bauerngut angelegt, wandelte sich das Anwesen im Laufe der Zeit zunächst zu einem befestigten Rittersitz und später zu einem repräsentativen Jagdschloss, was die steigende Bedeutung und den gesellschaftlichen Rang seiner Besitzer widerspiegelt. Die Lage oberhalb des Wuppertals bot sowohl strategische Vorteile als auch einen landschaftlich reizvollen Rahmen, der den repräsentativen Charakter der Anlage zusätzlich unterstrich. Die ursprüngliche Burganlage wurde im Jahr 1795 von französischen Soldaten zerstört und damit ein wesentlicher Teil der mittelalterlichen Bausubstanz vernichtet. An ihre Stelle trat in den Jahren 1832 und 1833 das heutige Herrenhaus, das den Zeitgeschmack des 19. Jahrhunderts aufgreift und Haus Vorst eine neue architektonische Prägung verlieh. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts wechselte das Anwesen mehrfach den Besitzer und befand sich im Eigentum verschiedener rheinischer und westfälischer Adelsgeschlechter, was die überregionale Bedeutung des Sitzes verdeutlicht und zugleich die wechselnden politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen widerspiegelt. Trotz der Zerstörungen des ausgehenden 18. Jahrhunderts blieben einzelne Teile der mittelalterlichen Burg erhalten, darunter der Bergfried und Abschnitte der Ringmauer aus dem 14. und 15. Jahrhundert, die als einzige Relikte der ursprünglichen Befestigungsanlage gelten. In den Jahren 1986 und 1987 wurden diese historischen Überreste sorgfältig restauriert und damit dauerhaft gesichert. Sie vermitteln bis heute einen anschaulichen Eindruck von der Wehrarchitektur des Mittelalters und schlagen eine sichtbare Brücke zwischen der frühen Geschichte des Rittersitzes und der späteren Nutzung als Herren- und Jagdhaus. Haus Vorst vereint damit bäuerliche Ursprünge, mittelalterliche Wehrarchitektur und neuzeitliche Wohnkultur zu einem vielschichtigen Zeugnis regionaler Geschichte im Wuppertal. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Leichlingen, Besichtigung: von außen, Burghof tagsüber offen, Info: +49(0)2175-71126
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. Leichlingen, Haus Nesselrath

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Leichlingen, Haus Nesselrath

Haus Nesselrath in Leichlingen war einst eine bedeutende Burganlage und zählt heute zu den historischen Orten der Region, deren Geschichte vor allem durch erhaltene Fragmente nachvollziehbar bleibt. Die Burg wurde im Jahr 1536 neu errichtet und erfuhr in dieser Zeit eine umfassende bauliche Ausgestaltung, die den Übergang vom mittelalterlichen Wehrbau zu einer stärker repräsentativen Anlage widerspiegelt. Von der ehemals weitläufigen Burg sind heute noch Teile der Vorburg sowie das markante Torhaus erhalten, das mit seiner spitzbogigen Durchfahrt und dem Fachwerk im Giebel typische Gestaltungselemente der Renaissancezeit zeigt. Diese Bauteile vermitteln einen anschaulichen Eindruck von der architektonischen Formensprache des 16. Jahrhunderts und lassen Rückschlüsse auf den einstigen Anspruch und die Funktion der Anlage zu. Als einzige Überreste der älteren Bauphasen gelten die Mauerreste der Ringmauer, die noch aus dem Mittelalter stammen und von der ursprünglichen Größe sowie der Wehrhaftigkeit der Burg zeugen. Über die Jahrhunderte hinweg führten Zerstörungen, Umbauten und Vernachlässigung zu einem allmählichen Verfall der Anlage, sodass große Teile der einstigen Bebauung verloren gingen. Dennoch besitzt Haus Nesselrath bis heute einen hohen historischen Aussagewert, da die erhaltenen Strukturen die verschiedenen Bauphasen und die lange Nutzungsgeschichte des Ortes sichtbar machen. Die verbliebenen Fragmente vermitteln einen stillen, aber eindrucksvollen Einblick in die historische Bauweise und die wechselvolle Geschichte der Region Leichlingen und erinnern an die einstige Bedeutung von Haus Nesselrath als Adelssitz innerhalb der rheinischen Kulturlandschaft. (c)WV
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. Leverkusen, Schloss Morsbroich***

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Leverkusen, Schloss Morsbroich***

Schloss Morsbroich liegt ruhig und von altem Baumbestand umgeben im Grünen am Rand des heutigen Stadtgebiets von Leverkusen und zählt zu den bedeutendsten spätbarocken Schlossanlagen der Region. An dieser Stelle befand sich ursprünglich eine mittelalterliche Burganlage, die über Jahrhunderte hinweg im Besitz des Deutschen Ritterordens war und als befestigter Verwaltungssitz diente. Diese ältere Burg verlor im 18. Jahrhundert ihre Bedeutung und wurde 1774 vollständig abgebrochen, um Platz für den Neubau eines repräsentativen Schlosses zu schaffen, das den gestiegenen Ansprüchen an Wohnkomfort und barocke Repräsentation entsprach. Das heutige Schloss Morsbroich präsentiert sich als elegantes spätbarockes Wasserschloss mit klar gegliederten Fassaden und einer harmonischen Einbindung in die umgebende Parklandschaft, die den repräsentativen Charakter der Anlage bis heute unterstreicht. Über die folgenden Jahrzehnte hinweg erlebte das Schloss unterschiedliche Nutzungen und Besitzerwechsel, blieb jedoch stets ein markantes architektonisches und landschaftliches Element. Einen entscheidenden Wendepunkt in der jüngeren Geschichte markierte das Jahr 1974, als die Stadt Leverkusen das Anwesen erwarb und damit die Grundlage für eine öffentliche und kulturelle Nutzung schuf. Seit 1985 beherbergt Schloss Morsbroich ein Museum für zeitgenössische Kunst, das weit über die Region hinaus Bedeutung erlangt hat. Die Sammlung umfasst Werke von den 1950er Jahren bis zur Gegenwart und spiegelt zentrale Entwicklungen und Strömungen der modernen Kunst eindrucksvoll wider. In der Verbindung von historischer Schlossarchitektur und zeitgenössischer Kunst entsteht ein spannungsreicher Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart, der Schloss Morsbroich zu einem kulturellen Anziehungspunkt macht. Eingebettet in den weitläufigen Park bleibt die Anlage ein Ort der Ruhe, der Kunstbetrachtung und der Geschichte und nimmt damit eine besondere Stellung im kulturellen Erbe Leverkusens ein. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Leverkusen-Schlebusch, Gustav-Heinemann-Str. 80; Info: Tel. +49(0)214-85556-0 oder Tel. +49(0)214-4039058
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. Leverkusen, Friedenberger Hof*

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Leverkusen, Friedenberger Hof*

Der Friedenberger Hof in Leverkusen zählt zu den historischen Rittersitzen der Region und geht in seiner heutigen Gestalt auf das 16. Jahrhundert zurück. Das markante Hauptgebäude prägt mit seiner hellen, weiß gefassten Fassade und dem großen, weithin sichtbaren Rundturm das Erscheinungsbild des Anwesens und verleiht ihm einen unverwechselbaren, fast wehrhaften Charakter, der an seine ursprüngliche Funktion als adeliger Sitz erinnert. Im Laufe der Jahrhunderte wechselten die Eigentümer des Hofes mehrfach, was die bewegte Geschichte und die wechselnden politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen widerspiegelt, unter denen das Anwesen stand. Jeder Besitzer hinterließ dabei Spuren in Nutzung und Erscheinungsbild, ohne den grundsätzlichen Charakter des Hofes aufzugeben. Einen wichtigen Einschnitt markiert das Jahr 1903, als der Friedenberger Hof in den Besitz der Gemeinde Opladen überging. In der Folgezeit wurde das Anwesen über viele Jahrzehnte hinweg als landwirtschaftliches Gut verpachtet, eine Nutzung, die wesentlich zur Erhaltung der historischen Bausubstanz beitrug und den kontinuierlichen Betrieb des Hofes sicherstellte. Durch diese pragmatische Form der Nutzung blieb der Friedenberger Hof vor größerem Verfall oder tiefgreifenden baulichen Veränderungen bewahrt. Heute dient das Anwesen als Sitz eines Schützenvereins, der die historischen Gebäude nutzt, pflegt und damit in das gesellschaftliche Leben einbindet. Der Friedenberger Hof steht exemplarisch für den gelungenen Wandel eines ehemaligen Rittersitzes zu einer modernen Nutzung und bleibt als kulturelles Erbe ein wichtiger Bestandteil der Stadtgeschichte von Leverkusen. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Leverkusen-Opladen, Am Kreispark; Besichtigung: nur außen, privat; Info: Stadtverwaltung, Tel. +49(0)214-406.0
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. Leverkusen, Burg Rheindorf

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Leverkusen, Burg Rheindorf

Burg Rheindorf in Leverkusen wurde erstmals Mitte des 13. Jahrhunderts urkundlich erwähnt und entwickelte sich früh zu einem bedeutenden adeligen Gut mit eigener Kapelle, das sowohl wirtschaftliche als auch herrschaftliche Funktionen erfüllte. Über Jahrhunderte hinweg prägte die Anlage das Umfeld am Rhein und spiegelte die wechselnden politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse der Region wider. Als repräsentativer Adelssitz erfuhr die Burg zahlreiche bauliche Veränderungen und Anpassungen, die jeweils den Bedürfnissen und dem Anspruch ihrer Besitzer entsprachen. Einen tiefgreifenden Einschnitt in der Geschichte der Burg stellte das Jahr 1944 dar, als sie im Zweiten Weltkrieg durch einen Brand nahezu vollständig zerstört wurde und lediglich die Umfassungsmauern erhalten blieben. Der anschließende Wiederaufbau zog sich über einen langen Zeitraum hin und konnte aufgrund der Schäden und der veränderten Rahmenbedingungen nur teilweise realisiert werden. Letztlich gelang es, den Nordtrakt der Anlage vollständig wiederherzustellen, während andere Gebäudeteile verloren blieben oder nur in Fragmenten erhalten sind. Trotz dieser Einschränkungen vermittelt der erhaltene Teil der Burg bis heute einen Eindruck von der ursprünglichen architektonischen Qualität und der einstigen Bedeutung des Anwesens. Im Laufe ihrer Geschichte befand sich Burg Rheindorf im Besitz zahlreicher unterschiedlicher Adelsfamilien, deren Wechsel häufig mit politischen Umbrüchen, Erbfolgen oder wirtschaftlichen Veränderungen verbunden war. Diese Vielzahl an Besitzverhältnissen trug wesentlich zur bewegten Entwicklung der Burg bei und spiegelt die vielschichtige Geschichte des Rheinlands bis ins 20. Jahrhundert hinein wider. Burg Rheindorf bleibt damit ein wichtiges Zeugnis regionaler Geschichte und ein Beispiel für den Wandel adeliger Herrensitze unter den Einflüssen von Krieg, Zerstörung und Wiederaufbau. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Leverkusen-Rheindorf, Burgstr. 5; Besichtigung: von der Straße einsehbar, privat; Info: Stadtverwaltung, Tel. +49(0)214-406.0
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. Monheim, Schloss Laach

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Monheim, Schloss Laach

Schloss Laach liegt in Rheinnähe bei Monheim und blickt auf eine lange, vielschichtige Geschichte zurück, die bis ins 12. Jahrhundert reicht. An dieser Stelle entstand zunächst der Laach-Hof, der nach der Überlieferung vom Ritter Gottfried von Lagheim oder Laichem gegründet wurde und früh eine zentrale Rolle als landwirtschaftlicher und herrschaftlicher Hof spielte. Bereits in der frühen Phase ging der Besitz in kirchliche Hände über, wodurch der Hof über Jahrhunderte hinweg eng mit kirchlicher Verwaltung und Nutzung verbunden blieb. Mit der Säkularisation um 1800 begann eine neue Epoche, in der der Laach-Hof mehrfach den Besitzer wechselte und sich die Nutzung den veränderten politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen anpasste. Einen entscheidenden Einschnitt markierte das Jahr 1910, als Clemens August Engels das Anwesen erwarb und anstelle des historischen Hofes das heutige Schloss Laach errichten ließ, das dem Zeitgeschmack des frühen 20. Jahrhunderts entsprach und dem Anwesen einen repräsentativen Charakter verlieh. Im Jahr 1932 ging das Schloss in den Besitz des damaligen Reichspräsidenten Franz von Papen über, was die überregionale Bedeutung des Anwesens unterstreicht. Seit 1962 gehört der ehemalige Hofkomplex der Firma Bayer, die auf dem Gelände eine landwirtschaftliche Versuchsstation betreibt und damit an die lange Tradition der landwirtschaftlichen Nutzung anknüpft. Das Schlossgebäude selbst wurde vom Kreis Rhein-Wupper übernommen und einer sozialen Nutzung zugeführt, indem es heute als Altersheim dient. Schloss Laach vereint damit mittelalterliche Ursprünge, neuzeitliche Schlossarchitektur und moderne Nutzungsformen zu einem vielschichtigen Zeugnis regionaler Geschichte und verdeutlicht den Wandel vom adeligen und kirchlichen Hof zu einem Ort mit wirtschaftlicher und sozialer Funktion. (c)WV
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. Monheim, Haus Bürgel**

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Monheim, Haus Bürgel**

Haus Bürgel blickt auf eine außergewöhnlich lange Geschichte von rund 2000 Jahren zurück und gehört zu den bedeutendsten historischen Orten im Raum Monheim. Ursprünglich befand sich hier ein römisches Kastell, das Teil der Grenzsicherung des Römischen Reiches war und strategisch günstig am Rhein lag. Die römischen Fundamente prägten den Ort nachhaltig und blieben auch nach dem Ende der römischen Herrschaft sichtbar und nutzbar. Im 14. Jahrhundert wurde auf diesen antiken Grundmauern ein vierflügeliges Haus errichtet, das die römische Bausubstanz integrierte und den Übergang von der militärischen Nutzung zu einem mittelalterlichen Wohn- und Wirtschaftshof markiert. Bis heute lassen sich die Lage und Struktur der römischen Wehrbauten im Gelände nachvollziehen und vermitteln eindrucksvoll die Kontinuität der Nutzung über viele Jahrhunderte hinweg. Die erhaltenen Mauern, Grundrisse und archäologischen Spuren machen Haus Bürgel zu einem einzigartigen Zeugnis der Verbindung von römischer Antike und mittelalterlicher Baugeschichte im Rheinland. Einen wichtigen Beitrag zum Erhalt und zur wissenschaftlichen Erforschung der Anlage leistete die Nordrhein-Westfalen-Stiftung für Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege, die eine umfassende Restaurierung ermöglichte und damit die historische Substanz dauerhaft sicherte. Zwischen 1989 und 1996 fanden intensive archäologische Ausgrabungen statt, die zahlreiche Funde aus römischer und mittelalterlicher Zeit zutage förderten und neue Erkenntnisse zur Nutzungsgeschichte des Ortes lieferten. Diese Funde werden heute im Eckturm des Hauses präsentiert und geben einen anschaulichen Einblick in das Alltagsleben der römischen Soldaten ebenso wie in die spätere mittelalterliche Nutzung der Anlage. Haus Bürgel vereint damit auf besondere Weise römische Militärgeschichte, mittelalterliche Baukultur und moderne Denkmalpflege und zählt zu den herausragenden kulturhistorischen Orten der Region. (c)WV
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. Pulheim, Abtei Brauweiler

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Pulheim, Abtei Brauweiler

Die Abtei Brauweiler zählt zu den bedeutendsten ehemaligen Benediktinerklöstern im Rheinland und blickt auf eine über tausendjährige, wechselvolle Geschichte zurück. Gegründet wurde die Abtei im Jahr 1024 von Pfalzgraf Ezzo von Lotharingien und seiner Frau Mathilde, einer Tochter Kaiser Ottos II., und entwickelte sich rasch zu einem wichtigen geistlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Zentrum der Region. Über Jahrhunderte prägten die Benediktinermönche das religiöse Leben, die Landwirtschaft und die Bildung im Umland, bis die klösterliche Nutzung im Zuge der Säkularisation im Jahr 1802 endete. Bereits im 12. und 13. Jahrhundert erfuhr die Abtei entscheidende bauliche Erweiterungen, in deren Verlauf die heutige Abteikirche St. Nikolaus und St. Medardus entstand, die als herausragendes Beispiel romanischer Architektur gilt und mit ihrer klaren Formensprache bis heute das Ortsbild von Brauweiler bestimmt. Im 18. Jahrhundert wurde die Klosteranlage durch barocke Bauteile ergänzt, darunter der repräsentative Prälatenflügel, der zwischen 1780 und 1785 errichtet wurde und den gestiegenen Repräsentationsanspruch der Abtei widerspiegelt. Mit der französischen Besatzung und der Säkularisation begann eine Phase tiefgreifender Umnutzungen, in der die Mönche vertrieben wurden und die Gebäude unter anderem als Arbeitsanstalt und später als psychiatrische Klinik dienten. Eine besonders dunkle Phase erlebte die Abtei während der Zeit des Nationalsozialismus, als das Gelände als Gefängnis der Gestapo genutzt wurde und zahlreiche politische Gefangene, darunter auch Konrad Adenauer, hier inhaftiert waren. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte ein langsamer Wandel ein, der schließlich in umfangreichen Restaurierungs- und Sanierungsmaßnahmen in den 1980er Jahren mündete. Heute beherbergt die Abtei Brauweiler ein lebendiges Kulturzentrum des Landschaftsverbandes Rheinland und verbindet historische Architektur mit Ausstellungen, Veranstaltungen und kulturellen Angeboten. Ergänzt wird das Ensemble durch den weitläufigen Abteipark, der als englischer Landschaftsgarten gestaltet ist und mit alten Bäumen, Wiesenflächen und ruhigen Wegen einen Ort der Erholung und Besinnung bietet. Die Abtei Brauweiler vereint auf eindrucksvolle Weise religiöse Geschichte, Architektur, politische Zeitzeugnisse und moderne Kulturarbeit und bleibt ein zentraler Erinnerungs- und Begegnungsort im Rheinland. (c)WV
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. Pulheim, Canishof

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Pulheim, Canishof

Der Canishof in Pulheim zählt zu den historischen Herrenhäusern der Region und blickt in seinen Ursprüngen bis ins Jahr 1401 zurück. In diesem Jahr wurde der Hof vom Kölner Adligen Gerhard von Benesis an den Bürger Johann Canus verkauft, dessen Name sich bis heute in der Bezeichnung des Anwesens erhalten hat und auf die frühe bürgerliche Nutzung des ehemals adeligen Besitzes verweist. Über die Jahrhunderte hinweg blieb der Canishof ein prägender Bestandteil des Ortsgefüges und erlebte verschiedene bauliche Veränderungen und Nutzungsanpassungen, die den jeweiligen zeitlichen Anforderungen entsprachen. Das heutige Erscheinungsbild des Canishofs geht auf einen zweigeschossigen Ziegelbau mit sieben Achsen zurück, der in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts errichtet wurde und sich bewusst am Typus eines geschlossenen Hofes orientiert. Diese Bauform greift historische Strukturen auf und fügt sich harmonisch in das gewachsene Umfeld ein. Heute beherbergt der Canishof das Standesamt der Stadt Pulheim und ist damit fest in die städtische Infrastruktur eingebunden. Das Wohn- und Verwaltungsgebäude dient verschiedenen offiziellen Zwecken und verbindet historische Anmutung mit moderner Nutzung. Besonders hervorzuheben ist das Trauzimmer, das mit antikem Mobiliar und einer rheinischen Stuckdecke ausgestattet ist und eine feierliche, stilvolle Atmosphäre für Eheschließungen bietet. Ergänzt wird das Ensemble durch den großzügig angelegten Innenhof, der das historische Ambiente des Gebäudes unterstreicht und dem Rathaus eine offene, einladende Wirkung verleiht. Der Canishof ist damit nicht nur ein funktionaler Verwaltungsstandort, sondern zugleich ein anschauliches Zeugnis regionaler Bau- und Nutzungsgeschichte. Durch die behutsame Restaurierung, die bewusste architektonische Gestaltung und die kontinuierliche Nutzung bleibt das historische Erbe des Canishofs lebendig und erfahrbar und prägt bis heute das kulturelle Erscheinungsbild der Stadt Pulheim. (c)WV
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. Wesseling, Schloss Eichholz

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Wesseling, Schloss Eichholz

Schloss Eichholz in Wesseling blickt auf eine lange und vielschichtige Geschichte zurück, die bis ins 12. Jahrhundert reicht, als das Anwesen im Jahr 1166 erstmals urkundlich als Hof erwähnt wurde. Über viele Jahrhunderte hinweg gehörte der Besitz zum Stift Dietkirchen und war eng mit kirchlicher Verwaltung sowie landwirtschaftlicher Nutzung verbunden. Mit der Säkularisation im Jahr 1803 begann eine Phase des Niedergangs, in deren Verlauf das Anwesen verfiel und schließlich im Jahr 1822 vollständig abbrannte. Auf den verbliebenen Überresten ließ Dr. Carl von Joest als späterer Eigentümer ein schlossartiges Herrenhaus errichten, das dem Anwesen eine neue architektonische Identität verlieh und fortan den Namen Schloss Eichholz trug. Der Neubau verband historische Bezüge mit zeitgemäßer Wohn- und Repräsentationsarchitektur und markierte den Übergang von einem kirchlich geprägten Gut zu einem weltlichen Herrensitz. Einen weiteren prägenden Abschnitt erlebte Schloss Eichholz im Jahr 1955, als es von der Gesellschaft für christlich-demokratische Bildungsarbeit übernommen wurde, der Vorläuferin der späteren Konrad-Adenauer-Stiftung. Über Jahrzehnte hinweg diente das Schloss als Bildungszentrum und war ein bedeutender Ort politischer Bildung, des Austauschs und der Begegnung. Diese Nutzung prägte das Anwesen nachhaltig und machte es überregional bekannt. Nach dem Ende dieser Phase im Jahr 2014 begann erneut eine Umnutzung, die dem historischen Gebäude eine moderne gesellschaftliche Funktion zuwies. Seit 2016 beherbergt Schloss Eichholz eine spezialisierte Traumaklinik, die sich auf die Behandlung psychischer und psychosomatischer Erkrankungen konzentriert und damit einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsversorgung leistet. Die heutige Nutzung verbindet den Erhalt der historischen Bausubstanz mit zeitgemäßen medizinischen Anforderungen und zeigt beispielhaft, wie historische Anlagen sinnvoll in die Gegenwart integriert werden können. Schloss Eichholz steht damit für den Wandel von einem mittelalterlichen Hof über ein schlossartiges Herrenhaus und ein politisches Bildungszentrum hin zu einem modernen Gesundheitsstandort und bleibt ein prägendes Zeugnis regionaler Geschichte in Wesseling. (c)WV
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. Wesseling, Soniter Hof

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Wesseling, Soniter Hof

Der Soniter Hof in Wesseling, auch als Dietkirchener Hof bekannt, zählt zu den historisch bedeutsamen Hofanlagen der Region und blickt mit seinen Ursprüngen bis ins Jahr 1113 zurück. In diesem Jahr wurde der Hof erstmals urkundlich erwähnt und stand in enger Verbindung mit dem Stift Dietkirchen, dem er als Fronhof diente und damit eine wichtige wirtschaftliche Grundlage für den kirchlichen Besitz bildete. Über viele Jahrhunderte hinweg prägte diese Funktion die Nutzung und Entwicklung des Anwesens, das im Umfeld des Rheins eine zentrale Rolle in der landwirtschaftlichen Versorgung spielte. Die ältesten heute noch erhaltenen Gebäudeteile stammen aus dem 18. Jahrhundert und zeugen von einer Phase baulicher Erneuerung und Konsolidierung. Mit der Säkularisation und dem anschließenden Verkauf des Hofes verlor das Anwesen seine kirchliche Bindung und verfiel zeitweise, ehe es in den folgenden Jahrzehnten mehrfach renoviert, umgebaut und an neue Nutzungsanforderungen angepasst wurde. Einen prägenden baulichen Akzent erhielt der Soniter Hof im Jahr 1872, als der damalige Eigentümer ein repräsentatives Herrenhaus errichten ließ, das bis heute das Erscheinungsbild des Anwesens bestimmt und den Übergang von einem reinen Wirtschaftshof zu einem standesgemäßen Wohnsitz verdeutlicht. Im 20. Jahrhundert erlebte der Hof erneut eine besondere Nutzungsphase, als er zeitweise als Residenz diplomatischer Vertretungen diente und damit eine überregionale Bedeutung erlangte. Seit 1988 steht der Soniter Hof unter Denkmalschutz, wodurch seine historische Substanz dauerhaft gesichert ist. Das Anwesen verbindet mittelalterliche Wurzeln, neuzeitliche Bauphasen und wechselnde Nutzungen zu einem vielschichtigen Zeugnis regionaler Geschichte und bleibt ein markantes Beispiel für den Wandel historischer Höfe im Rheinland. (c)WV
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. Wesseling, Burg Godorf

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Wesseling, Burg Godorf

Burg Godorf, auch als Godorfer Hof bekannt, gehört zu den ältesten historischen Anwesen im Raum Wesseling und wurde erstmals im Jahr 1173 urkundlich erwähnt, als der Besitz dem freiadligen Damenstift Schwarzrheindorf geschenkt wurde. In dieser frühen Phase diente das Anwesen als kirchlich geprägter Wirtschaftshof und bildete über lange Zeit eine wichtige Grundlage für die Versorgung und Einkünfte des Stifts. Über die Jahrhunderte hinweg wechselten die Pächter des Hofes häufig, was auf die wechselnden wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen im Rheinland verweist und die bewegte Nutzungsgeschichte der Anlage widerspiegelt. Mit der Säkularisation zu Beginn des 19. Jahrhunderts und dem Einmarsch der französischen Truppen endete die kirchliche Bindung des Anwesens, und der Hof wurde in der Folge verkauft. Eine neue prägende Bauphase begann im Jahr 1870, als der preußische Freiherr von Steffens das Gut erwarb und es um ein schlossartiges Gebäude erweitern ließ. Gleichzeitig wurde ein Park angelegt, der dem Anwesen einen repräsentativen Charakter verlieh und den Übergang vom reinen Wirtschaftshof zu einem herrschaftlichen Landsitz deutlich machte. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es erneut zu mehreren Besitzerwechseln, in deren Verlauf sich eine begriffliche und funktionale Trennung zwischen der Godorfer Burg und dem Godorfer Hof herausbildete. Diese Unterscheidung spiegelt die unterschiedliche Nutzung und den baulichen Zustand der einzelnen Teile des Anwesens wider. Ein einschneidendes Ereignis stellte das Jahr 1988 dar, als der Burgturm aufgrund erheblicher Baufälligkeit abgerissen werden musste und damit ein markantes historisches Element verloren ging. Das ehemalige Herrenhaus des Hofes blieb hingegen erhalten, wurde in späterer Zeit saniert und einer neuen Nutzung zugeführt. Heute beherbergt das Gebäude überwiegend Büros und Wohnungen und ist damit in den modernen Alltag integriert. Burg Godorf steht beispielhaft für den Wandel historischer Hof- und Burganlagen vom mittelalterlichen kirchlichen Besitz über adelige Nutzung bis hin zu zeitgemäßen Wohn- und Arbeitsformen und bleibt ein wichtiges Zeugnis der regionalen Geschichte von Wesseling. (c)WV
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