
Reiseführer Burgen und Schlösser in der Region Düsseldorf
Die Region rund um Düsseldorf gehört zu den vielseitigsten und geschichtsträchtigsten Burgen- und Schlösserlandschaften im Rheinland und vereint auf vergleichsweise engem Raum prachtvolle Residenzen, wehrhafte Höhenburgen, idyllische Wasserburgen und traditionsreiche Herrenhäuser unterschiedlichster Epochen. Über viele Jahrhunderte hinweg prägten Kurfürsten, einflussreiche Adelsgeschlechter sowie geistliche Herrschaften diesen Raum zwischen Rhein, Erft und Düssel und hinterließen ein dichtes Geflecht repräsentativer Bauwerke, die bis heute von Machtanspruch, Wohlstand und strategischer Bedeutung zeugen. Während mächtige Schlossanlagen als höfische Wohnsitze, Verwaltungsmittelpunkte oder Lustschlösser dienten und den kulturellen Anspruch ihrer Bauherren widerspiegelten, übernahmen Burgen wichtige Aufgaben bei der Sicherung von Handelswegen, Rheinübergängen und territorialen Grenzen. Zahlreiche Anlagen wurden im Laufe der Zeit umgebaut, erweitert oder an neue Funktionen angepasst, wodurch sich ihre Baugestalt stetig wandelte und heute eine spannende Vielfalt architektonischer Formen sichtbar wird. Mittelalterliche Wehrarchitektur trifft auf barocke Repräsentationskunst, ergänzt durch klassizistische und historistische Umbauten späterer Jahrhunderte, die den jeweiligen Zeitgeist widerspiegeln. Eingebettet in großzügige Parklandschaften, Flussauen und historisch gewachsene Kulturräume entfalten Burgen und Schlösser der Region eine besondere Atmosphäre und verbinden Architektur, Geschichte und Landschaft zu einem eindrucksvollen Gesamterlebnis. Sie sind nicht nur steinerne Zeugnisse vergangener Epochen, sondern auch identitätsstiftende Orte, die das kulturelle Erbe der Region sichtbar machen. Dieser Reiseführer lädt dazu ein, die Burgen und Schlösser der Region Düsseldorf als lebendiges Kulturerbe zu entdecken, ihre Geschichten nachzuvollziehen und die historische Vielfalt eines Raumes kennenzulernen, der seit Jahrhunderten zu den bedeutendsten und facettenreichsten Kulturlandschaften des Rheinlands zählt. (c)WV

Reiseführer Burgen und Schlösser in der Region Düsseldorf -

Reiseführer Burgen und Schlösser in der Region Düsseldorf - Düsseldorf, Schloss Benrath
Düsseldorf, Schloss Benrath Schloss Benrath wurde im Jahr 1755 von Kurfürst Karl Theodor in Auftrag gegeben und zählt zu den bedeutendsten Schlossanlagen des 18. Jahrhunderts im Rheinland. Mit der Planung und Ausführung wurde der renommierte Architekt Nicolas de Pigage betraut, der bis 1770 ein außergewöhnliches Gesamtkunstwerk aus Architektur, Gartenbau und Kunst schuf, das in dieser Geschlossenheit und Qualität in Deutschland nahezu einzigartig ist. Das Schloss war von Beginn an als Jagd- und Gartenschloss konzipiert und verkörpert in idealer Weise die Leichtigkeit, Eleganz und formale Klarheit der Rokokoarchitektur. Besonders charakteristisch ist die strenge Symmetrie der Anlage, die sich sowohl im Baukörper als auch in der Gestaltung der Gartenanlagen widerspiegelt. Der weitläufige, terrassenartig angelegte Park ist durch acht Alleen gegliedert, die sternförmig auf das Schloss zulaufen und eine eindrucksvolle Sicht- und Wegeführung schaffen. Diese Gestaltung verbindet Natur und Baukunst zu einem harmonischen Gesamtbild und unterstreicht den repräsentativen Anspruch der Anlage ebenso wie ihren Charakter als Ort höfischer Muße. Die Gartenanlagen dienten nicht nur der Erholung, sondern waren Ausdruck eines idealisierten Naturverständnisses und höfischer Ordnung. Das Innere des Schlosses umfasst insgesamt 83 Räume, die einst aufwendig ausgestattet waren und den luxuriösen Lebensstil des kurfürstlichen Hofes widerspiegelten. Zwar ging ein Großteil des ursprünglichen Inventars im Laufe der Zeit verloren, dennoch ist es gelungen, die historischen Räume durch gezielte Rückführungen und Ergänzungen wieder mit Atmosphäre zu füllen. In den vergangenen Jahrzehnten wurden zahlreiche Gemälde, Möbelstücke, Uhren, Leuchten und weitere Kunstobjekte zusammengetragen, die den Charakter des 18. Jahrhunderts anschaulich vermitteln. Diese Ausstattung erlaubt einen lebendigen Einblick in die Wohn- und Repräsentationskultur der Zeit und verdeutlicht die hohe Kunstfertigkeit der damaligen Handwerker und Künstler. Schloss Benrath verbindet Architektur, Gartenkunst und Innenausstattung zu einem außergewöhnlichen Ensemble und gilt als herausragendes Zeugnis des Rokoko im Rheinland, das bis heute nichts von seiner Ausstrahlung und kulturellen Bedeutung verloren hat. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Düsseldorf-Benrath, Benrather Schlossallee 104; Besichtigung: Park frei zugänglich, Schlossbesichtigung nur mit Führung, Info: Schloss Benrath, Tel. +49(0)211-8921903; Führungen Tel. +49(0)211-8997219;
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- ein Beispiel finden Sie unter "Sehenswertes entlang des Neckars". ÖPNV-Info: HSt. Schloss Benrath (Straßenbahn 701), S-Bahnhof Benrath

Reiseführer Burgen und Schlösser in der Region Düsseldorf - Düsseldorf, Schloss Kalkum
Schloss Kalkum in Düsseldorf zählt zu den eindrucksvollen Herrenhausanlagen der Region und entstand im 18. Jahrhundert im Auftrag der Grafen und späteren Fürsten von Hatzfeld an der Stelle älterer gotischer Vorgängerbauten. Die Wahl des Standortes knüpfte bewusst an die lange Tradition adeliger Herrschaft an und verlieh dem neuen Schloss historische Tiefe. Konzipiert wurde die Anlage als kastellartiger Dreiflügelbau mit vier rechteckigen Flankiertürmen, wodurch dem Bau ein repräsentativer, zugleich wehrhaft wirkender Charakter verliehen wurde, der Machtanspruch und Standesbewusstsein sichtbar machte. Trotz dieser wehrhaften Grundform stand das Schloss vor allem als vornehmer Wohn- und Repräsentationssitz im Mittelpunkt. Zwischen 1810 und 1820 erfuhr Schloss Kalkum eine umfassende klassizistische Umgestaltung, die dem Gebäude eine ruhigere, ausgewogenere und zeitlose Erscheinung gab. Die klaren Linien und reduzierten Formen des Klassizismus harmonieren bis heute bemerkenswert mit den barocken Grundstrukturen der Anlage und machen Schloss Kalkum zu einem anschaulichen Beispiel für den architektonischen Wandel vom Barock zum Klassizismus. Ergänzt wird das Herrenhaus durch die Vorburg, deren baulicher Kern aus dem 16. und 17. Jahrhundert stammt und die den historischen Zusammenhang des Schlossensembles eindrucksvoll erweitert. Diese Vorburg verdeutlicht die schrittweise Entwicklung der Anlage über mehrere Jahrhunderte hinweg und lässt frühere Bau- und Nutzungsphasen noch gut erkennen. Einen wesentlichen Beitrag zur Gesamtwirkung des Schlosses leistet der umgebende Landschaftspark, der um 1825 von dem renommierten Gartenarchitekten Maximilian Friedrich Weyhe gestaltet wurde. Der Park verbindet weite Wiesenflächen, geschwungene Wege und gezielt gesetzte Baumgruppen zu einer harmonischen Kulturlandschaft, die das Schloss wirkungsvoll in Szene setzt. Schloss Kalkum vereint damit adelige Wohnkultur, architektonische Entwicklung und Gartenkunst zu einem geschlossenen historischen Ensemble und bleibt ein bedeutendes Zeugnis der Bau- und Kulturgeschichte im Raum Düsseldorf. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Düsseldorf-Kalkum, Oberdorfstr.; Besichtigung: Park frei zugänglich; Info: Düsseldorf - Marketing Tourismus, Tel. +49(0)211-17202854,
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- ein Beispiel finden Sie unter "Sehenswertes entlang des Neckars". ÖPNV-Info: HSt. Schloss Kalkum (Bus 728, 749, 751, 760)

Reiseführer Burgen und Schlösser in der Region Düsseldorf - Düsseldorf, Schloss Eller
Schloss Eller in Düsseldorf blickt auf eine lange und vielschichtige Geschichte zurück, die bis ins 12. Jahrhundert reicht, als ein Rittergeschlecht namens Eller urkundlich erwähnt wird und an dieser Stelle die Wasserburg castrum Einere errichtete. Diese frühe Burganlage blieb bis ins 15. Jahrhundert im Besitz der Familie Eller und prägte über Generationen hinweg die Entwicklung des Ortes. Einen tiefgreifenden Wandel erlebte das Anwesen im Jahr 1448, als Ritter Adolf Quade den Besitz erwarb und die bestehende Wasserburg zu einer massiven Burganlage ausbauen ließ, die den gestiegenen militärischen und repräsentativen Anforderungen der Zeit entsprach. Aus dieser Ausbauphase hat sich bis heute ein Turm erhalten, der als markantes Relikt an die spätmittelalterliche Befestigung erinnert. Nach dem Tod von Ritter Adolf Quade im Jahr 1469 wechselte Schloss Eller mehrfach den Besitzer, was mit häufigen Nutzungsänderungen und einem allmählichen baulichen Niedergang einherging. Die fehlende kontinuierliche Pflege führte dazu, dass Teile der Anlage verfielen und ihre ursprüngliche Bedeutung als Adelssitz schrittweise verloren. Erst ab dem 18. Jahrhundert stabilisierte sich die Nutzung wieder, als das Anwesen als Amtswohnung für Oberjägermeister und Revierförster diente und damit eine funktionale Rolle innerhalb der landesherrlichen Verwaltung übernahm. Diese Nutzung trug dazu bei, zumindest Teile der Bausubstanz zu erhalten und das Schloss vor weiterem Verfall zu bewahren. Einen entscheidenden Wendepunkt markierte das Jahr 1938, als die Stadt Düsseldorf Schloss Eller erwarb und damit die Grundlage für eine öffentliche Verantwortung für den Erhalt des historischen Bauwerks schuf. Schloss Eller steht heute exemplarisch für die Entwicklung von einer mittelalterlichen Wasserburg über eine wehrhafte Burganlage hin zu einem Wohn- und Verwaltungssitz mit wechselnden Funktionen. Trotz zahlreicher Umbauten, Nutzungsänderungen und Phasen des Verfalls hat sich der historische Charakter der Anlage bis heute erhalten. Das Schloss vermittelt anschaulich die langen Linien der regionalen Geschichte und bleibt ein bedeutendes Zeugnis der Düsseldorfer Burgen- und Schlosslandschaft. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Düsseldorf-Eller, Heidelberger Str.; Besichtigung: nur vom Park aus.; Info: Düsseldorf - Marketing Tourismus, Tel. +49(0)211-17202854;
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Reiseführer Burgen und Schlösser in der Region Düsseldorf - Düsseldorf, Schloss Elbroich
Schloss Eller in Düsseldorf blickt auf eine lange und vielschichtige Geschichte zurück, die bis ins 12. Jahrhundert reicht, als ein Rittergeschlecht namens Eller urkundlich erwähnt wird und an dieser Stelle die Wasserburg castrum Einere errichtete. Diese frühe Burganlage blieb bis ins 15. Jahrhundert im Besitz der Familie Eller und prägte über Generationen hinweg die Entwicklung des Ortes. Einen tiefgreifenden Wandel erlebte das Anwesen im Jahr 1448, als Ritter Adolf Quade den Besitz erwarb und die bestehende Wasserburg zu einer massiven Burganlage ausbauen ließ, die den gestiegenen militärischen und repräsentativen Anforderungen der Zeit entsprach. Aus dieser Ausbauphase hat sich bis heute ein Turm erhalten, der als markantes Relikt an die spätmittelalterliche Befestigung erinnert. Nach dem Tod von Ritter Adolf Quade im Jahr 1469 wechselte Schloss Eller mehrfach den Besitzer, was mit häufigen Nutzungsänderungen und einem allmählichen baulichen Niedergang einherging. Die fehlende kontinuierliche Pflege führte dazu, dass Teile der Anlage verfielen und ihre ursprüngliche Bedeutung als Adelssitz schrittweise verloren. Erst ab dem 18. Jahrhundert stabilisierte sich die Nutzung wieder, als das Anwesen als Amtswohnung für Oberjägermeister und Revierförster diente und damit eine funktionale Rolle innerhalb der landesherrlichen Verwaltung übernahm. Diese Nutzung trug dazu bei, zumindest Teile der Bausubstanz zu erhalten und das Schloss vor weiterem Verfall zu bewahren. Einen entscheidenden Wendepunkt markierte das Jahr 1938, als die Stadt Düsseldorf Schloss Eller erwarb und damit die Grundlage für eine öffentliche Verantwortung für den Erhalt des historischen Bauwerks schuf. Schloss Eller steht heute exemplarisch für die Entwicklung von einer mittelalterlichen Wasserburg über eine wehrhafte Burganlage hin zu einem Wohn- und Verwaltungssitz mit wechselnden Funktionen. Trotz zahlreicher Umbauten, Nutzungsänderungen und Phasen des Verfalls hat sich der historische Charakter der Anlage bis heute erhalten. Das Schloss vermittelt anschaulich die langen Linien der regionalen Geschichte und bleibt ein bedeutendes Zeugnis der Düsseldorfer Burgen- und Schlosslandschaft. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Düsseldorf-Elbroich, Am Falder 4; Besichtigung: nur vom Park aus; Info: Schloss Elbroich, Tel. +49(0)211-7570740;
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- ein Beispiel finden Sie unter "Sehenswertes entlang des Neckars". ÖPNV-Info: HSt. Holthausen, Kaldenberger Str.

Reiseführer Burgen und Schlösser in der Region Düsseldorf -Düsseldorf, Schloss Garath
Schloss Garath in Düsseldorf blickt auf eine außergewöhnlich lange und vielschichtige Geschichte zurück, die bis ins 9. Jahrhundert reicht, als an dieser Stelle bereits ein befestigtes Haus als Rittersitz bestand. Dieser frühe Adelssitz wurde im 13. Jahrhundert urkundlich erwähnt und entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einem wichtigen Herrschaftspunkt im südlichen Düsseldorfer Raum. Rund drei Jahrhunderte später ging der Besitz an die Familie von Velbrück über, die das Anwesen nachhaltig prägte und durch zahlreiche An- und Umbauten weiterentwickelte. Aus dieser Bauphase ist bis heute der markante Torturm aus dem Jahr 1620 erhalten, der als eindrucksvolles Relikt der historischen Befestigungsanlagen gilt und die wehrhafte Vergangenheit des Schlosses anschaulich widerspiegelt. Die Anlage wandelte sich im Laufe der Jahrhunderte von einem mittelalterlichen Rittersitz zu einem repräsentativen Landsitz, der zunehmend auf Wohnkomfort und standesgemäße Repräsentation ausgerichtet war. Einen besonderen gestalterischen Akzent erhielt Schloss Garath im 18. Jahrhundert, als der renommierte Architekt Nicolas de Pigage mit der Gestaltung der Gartenanlagen beauftragt wurde. Die Gärten wurden kunstvoll angelegt und schufen eine harmonische Verbindung von Architektur und Landschaft, die den ästhetischen Idealen der Zeit entsprach und den repräsentativen Charakter des Anwesens weiter unterstrich. Die sorgfältig komponierten Sichtachsen, Wegeführungen und Grünflächen spiegeln den Geschmack und das Naturverständnis des 18. Jahrhunderts wider und prägen das Umfeld des Schlosses bis heute. Einen weiteren entscheidenden Wandel erlebte Schloss Garath im Jahr 1912, als es an den Industriellen Albert von Burgsdorff verkauft wurde. Unter seiner Leitung erhielt das Schloss sein heutiges Erscheinungsbild, wobei umfangreiche Modernisierungen und Umgestaltungen vorgenommen wurden. Dabei gelang es, den historischen Charakter der Anlage zu bewahren und zugleich zeitgemäße Elemente zu integrieren, die den Wohn- und Nutzungsansprüchen des frühen 20. Jahrhunderts entsprachen. Schloss Garath vereint damit frühmittelalterliche Ursprünge, barocke Gartenkunst und moderne Umgestaltungen zu einem vielschichtigen Zeugnis regionaler Geschichte und ist ein anschauliches Beispiel für den stetigen Wandel adeliger Sitze im Raum Düsseldorf. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Düsseldorf-Garath, Garather Schlossallee 19; Besichtigung: Mo. - Fr. 8:30 - 17:30 Uhr; Infos: Schloss Garath, +49(0)211- 97080;
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- ein Beispiel finden Sie unter "Sehenswertes entlang des Neckars". ÖPNV-Info: HSt. Adam-Stegerwald-Str., S-Bahnhof D-Garath

Reiseführer Burgen und Schlösser in der Region Düsseldorf - Düsseldorf, Schloss Mickeln
Schloss Mickeln in Düsseldorf blickt auf eine lange und ereignisreiche Geschichte zurück, die bis ins Jahr 1122 reicht, als an dieser Stelle erstmals ein Fronhof Mickeln urkundlich erwähnt wurde und damit eine frühe landwirtschaftliche und herrschaftliche Nutzung belegt ist. Über viele Jahrhunderte hinweg prägte dieser Fronhof die Entwicklung des Anwesens und bildete die Grundlage für spätere bauliche Erweiterungen und Nutzungsformen. Einen tiefgreifenden Einschnitt erlebte das Anwesen im Jahr 1836, als ein verheerender Brand nahezu alle Gebäude zerstörte und lediglich die Grundmauern sowie die Vorburg erhalten blieben. Auf diesen historischen Fundamenten ließ Prosper Ludwig Herzog von Arenberg zwischen 1839 und 1842 ein neues Schloss errichten, das sich bewusst am Stil des Klassizismus orientierte und dem Anwesen eine neue architektonische Identität verlieh. Das klassizistische Schloss zeichnet sich durch klare Formen, ausgewogene Proportionen und eine zurückhaltende Eleganz aus, die den Geist des 19. Jahrhunderts widerspiegelt und zugleich den repräsentativen Anspruch des Bauherrn erkennen lässt. Die schlichte, harmonische Gestaltung hebt sich bewusst von früheren, stärker wehrhaften oder barocken Bauformen ab und verleiht Schloss Mickeln eine zeitlose Erscheinung. Eine besondere Bedeutung kommt den Garten- und Parkanlagen zu, die von dem renommierten Landschaftsarchitekten Maximilian Friedrich Weyhe entworfen wurden. Er verstand es, die vorhandenen Strukturen der alten Fronhöfe sowie die natürlichen Gegebenheiten der Rheinauen sensibel in die Gestaltung einzubeziehen und so eine Landschaft zu schaffen, die Architektur und Natur in Einklang bringt. Geschwungene Wege, gezielt gesetzte Baumgruppen und offene Wiesenflächen prägen den Charakter des Schlossparks und unterstreichen die ruhige, repräsentative Wirkung des Schlosses. Teile der ursprünglichen Bepflanzung aus dem 19. Jahrhundert sind bis heute erhalten geblieben und tragen wesentlich zur historischen Atmosphäre des Anwesens bei. Schloss Mickeln verbindet damit mittelalterliche Ursprünge, klassizistische Architektur und kunstvolle Landschaftsgestaltung zu einem geschlossenen Ensemble und zählt zu den eindrucksvollen historischen Schlossanlagen im Düsseldorfer Raum. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Düsseldorf, Alt-Himmelgeist 25; Besichtigung: vom Weg einsehbar; Info: Heinrich-Heine-Universität, Tel. +49(0)211-60187020;
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- ein Beispiel finden Sie unter "Sehenswertes entlang des Neckars". ÖPNV-Info: HSt. Alt-Himmelgeist (Bus 835)

Reiseführer Burgen und Schlösser in der Region Düsseldorf - Düsseldorf, Schloss Heltorf
Schloss Heltorf in Düsseldorf ist der traditionsreiche Familiensitz der Grafen von Spee und geht in seinen Ursprüngen auf eine mittelalterliche Burganlage zurück, die an dieser Stelle einen befestigten Adelssitz bildete. Im Jahr 1649 gelangte das Anwesen in den Besitz der Familie von Spee, die Schloss Heltorf über viele Generationen hinweg prägte, ausbaute und zu einem repräsentativen Landsitz weiterentwickelte. Die lange Kontinuität im Besitz einer Familie verlieh dem Anwesen eine besondere Geschlossenheit und trug maßgeblich zur Bewahrung seines historischen Charakters bei. Das heutige Schlossensemble setzt sich aus mehreren bedeutenden Bauwerken zusammen, die unterschiedliche Bauphasen widerspiegeln. Das klassizistische Hauptgebäude entstand in den Jahren 1822 bis 1827 und besticht durch seine klare Formensprache, ausgewogene Proportionen und eine elegante, bewusst zurückhaltende Gestaltung, die dem Geist des Klassizismus entspricht. Ergänzt wird das Hauptgebäude durch die Vorburg, die bereits 1693 errichtet wurde und einen anschaulichen Einblick in die frühere Nutzung und Organisation des adeligen Gutsbetriebs bietet. Diese ältere Bausubstanz verdeutlicht den Übergang von der wehrhaften Burg zum repräsentativen Schlossensemble. Besonders berühmt ist Schloss Heltorf für seinen weitläufigen Park, der zu den bedeutendsten historischen Parkanlagen der Region zählt. Der Park zeichnet sich durch einen außergewöhnlich alten Baumbestand und eine große Vielfalt an Gehölzen aus und gilt als botanische Besonderheit. Rund 600 verschiedene Baumarten sind hier vertreten, darunter zahlreiche seltene und exotische Exemplare, die dem Park eine besondere landschaftliche Qualität verleihen. Einen besonderen Ruf genießt der Park zudem wegen seiner eindrucksvollen Rhododendrenbestände, die vor allem zur Blütezeit ein prägendes Bild bieten. Schloss Heltorf verbindet mittelalterliche Wurzeln, klassizistische Architektur und herausragende Gartenkunst zu einem einzigartigen Gesamtensemble und bleibt ein bedeutendes Zeugnis adeliger Wohnkultur und Landschaftsgestaltung im Düsseldorfer Raum. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Düsseldorf-Angermund, Heltorfer Schlossallee 100; Besichtigung: privat, nur Parkbesichtigung, Eingang zum Park: Am Froschteich, Eintrittsgebühr Info: Fortsamt, Tel. +49(0)0203-746465, . +49(0)203-782586
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Reiseführer Burgen und Schlösser in der Region Düsseldorf - Düsseldorf, Ruine Kaiserpfalz
Die Ruine der Kaiserpfalz in Düsseldorf-Kaiserswerth gehört zu den geschichtsträchtigsten Orten am Niederrhein und reicht in ihren Ursprüngen weit vor die eigentliche Stadtgründung Düsseldorfs zurück. Bereits rund 400 Jahre zuvor errichtete der angelsächsische Missionar Suitbert an dieser Stelle ein Benediktinerkloster, das sich zu einem bedeutenden geistlichen Zentrum entwickelte und den Grundstein für die spätere Bedeutung des Ortes legte. Auf der strategisch günstig gelegenen Rheininsel ließ Kaiser Friedrich I., genannt Barbarossa, im 12. Jahrhundert eine Kaiserpfalz errichten, die zugleich dem Ort den Namen Kaiserswerth verlieh. Diese Pfalzanlage diente als repräsentativer Herrschaftssitz des Kaisers und als wichtiger politischer und militärischer Stützpunkt zur Kontrolle des Rheinverkehrs und der umliegenden Territorien. Die Kaiserpfalz entwickelte sich zu einem zentralen Machtort des Reiches, an dem Reichstage stattfanden und bedeutende politische Entscheidungen vorbereitet wurden. Im 11. Jahrhundert entstand zu Ehren des Klostergründers Suitbert eine große Basilika, die bis heute seinen Namen trägt und das geistliche Zentrum Kaiserswerths bildet. In dieser Kirche befindet sich ein im 14. Jahrhundert gefertigter Schrein mit den Reliquien des heiligen Suitbert, der als bedeutendes kunst- und kirchengeschichtliches Zeugnis gilt. Die wechselvolle Geschichte der Kaiserpfalz fand ihren dramatischen Höhepunkt zu Beginn des 18. Jahrhunderts, als die Anlage im Spanischen Erbfolgekrieg im Jahr 1702 gesprengt und weitgehend zerstört wurde, um sie militärisch unbrauchbar zu machen. Von der einst monumentalen Pfalz blieben nur Ruinen erhalten, die heute offen zugänglich sind und eindrucksvoll die frühere Größe und Bedeutung dieses Machtzentrums erahnen lassen. Die massiven Mauerreste, Türme und Fundamentstrukturen vermitteln bis heute ein lebendiges Bild mittelalterlicher Herrschaftsarchitektur und machen die Ruine der Kaiserpfalz zu einem zentralen Erinnerungsort der regionalen und überregionalen Geschichte. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Düsseldorf-Kaiserswerth; Besichtigung: frei zugänglich; Info: Tel. +49(0)211-172020;
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- ein Beispiel finden Sie unter "Sehenswertes entlang des Neckars". ÖPNV-Info: HSt. Klemensplatz (U79)

Reiseführer Burgen und Schlösser in der Region Düsseldorf - Dormagen, Burg Friedestrom
Burg Friedestrom liegt im historischen Stadtteil Zons von Dormagen und zählt zu den bedeutenden mittelalterlichen Befestigungsanlagen am Niederrhein mit einer vielschichtigen und gut nachvollziehbaren Geschichte. Die im 14. Jahrhundert errichtete Anlage diente ursprünglich als kurkölnische Landesburg und übernahm eine zentrale Funktion bei der Sicherung des Rheinzolls, womit sie klar dem Typus der Zollburgen zuzuordnen ist. Ihre strategische Lage am Rhein machte sie zu einem wichtigen Kontroll- und Verwaltungsstützpunkt des Kurfürstentums Köln und prägte die Entwicklung des befestigten Ortes Zons nachhaltig. Die Burg ist als zweiteilige Anlage konzipiert und besteht aus der Hauptburg, dem sogenannten Hochschloss, sowie einem hakenförmig angelegten Vorburgbereich, der zusätzliche Schutzfunktionen übernahm und wirtschaftlichen Zwecken diente. Ursprünglich war die gesamte Anlage von einem Wassergraben umgeben, der die Wehrhaftigkeit zusätzlich erhöhte, heute jedoch infolge von Grundwasserabsenkungen durch den Braunkohletagebau trocken gefallen ist. Errichtet wurden die Gebäude aus unterschiedlichen regionaltypischen Gesteinsarten wie Basalt, Trachyt und Tuff, was der Burg ihr charakteristisches Erscheinungsbild verleiht und zugleich die Bauweise des Mittelalters anschaulich dokumentiert. Im Laufe der Jahrhunderte erfuhr Burg Friedestrom verschiedene bauliche Veränderungen und Nutzungsanpassungen, blieb jedoch stets ein zentraler Bestandteil des Ortsbildes. Heute erfüllt die Anlage vielfältige kulturelle und öffentliche Funktionen, die ihre historische Bedeutung mit einer lebendigen Nutzung verbinden. Der West- und Südflügel der Hauptburg beherbergen das Kreisarchiv Neuss sowie das Internationale Mundartarchiv Ludwig Soumagne und machen die Burg zu einem wichtigen Ort der regionalen Geschichts- und Sprachpflege. Der restaurierte Nordflügel dient seit 1989 als Veranstaltungsraum für Konzerte, Lesungen und kulturelle Begegnungen und trägt zur aktiven Nutzung des historischen Bauwerks bei. Bereits seit 1935 wird der östliche Zwingerbereich mit seiner Freilichtbühne für Märchenaufführungen genutzt und ist besonders bei Familien ein beliebter Anziehungspunkt. Ergänzt wird das Ensemble durch das in Teilen der Burg untergebrachte Hotel Schloss Friedestrom, das mit stilvollen Räumen und einer hochwertigen Gastronomie im Restaurant Zum Volksgarten den historischen Rahmen aufgreift und fortführt. Burg Friedestrom verbindet auf eindrucksvolle Weise mittelalterliche Wehrarchitektur, regionale Geschichte und zeitgemäße Nutzung und ist damit ein prägendes Kulturerbe der Region Dormagen und des Rheinlands. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Aktuelle Infos, Öffnungs- und Fahrzeiten, Stadtführungen, Eintritts- und Fahrpreise
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Reiseführer Burgen und Schlösser in der Region Düsseldorf - Erkrath, Haus Morp
Haus Morp in Erkrath zählt zu den historisch bedeutenden Anwesen der Region und wurde erstmals im Jahr 1144 urkundlich erwähnt, was auf eine sehr frühe Besiedlungs- und Nutzungsgeschichte hinweist. Ursprünglich als Wasserburg angelegt, erfüllte das Anwesen nicht nur eine schützende Funktion, sondern war zugleich Ausdruck herrschaftlicher Präsenz und regionaler Machtstrukturen. Eine weitere urkundliche Erwähnung aus dem Jahr 1282 bezeichnet Haus Morp als Zehnthof der Honschaft Morp, wodurch seine Rolle als zentrales Verwaltungs- und Wirtschaftszentrum besonders deutlich wird. Als Zehnthof war das Anwesen eng in die landwirtschaftliche Organisation und Abgabenstruktur der Umgebung eingebunden und bildete einen wichtigen Knotenpunkt für die Versorgung und Verwaltung der umliegenden Ländereien. Diese Funktion prägte Haus Morp über viele Jahrhunderte hinweg und verlieh ihm eine nachhaltige Bedeutung innerhalb der regionalen Siedlungs- und Herrschaftsgeschichte. Neben seiner wirtschaftlichen Rolle besaß das Anwesen auch eine ausgeprägte religiöse Dimension, die sich in einer besonderen Tradition widerspiegelt. Alljährlich findet am 14. September eine Prozession der Stiftsdamen statt, die an eine Kapelle erinnert, die sich einst auf dem Gelände von Haus Morp befand und für die geistliche Betreuung der Bevölkerung von großer Bedeutung war. Diese Prozession ist bis heute ein lebendiges Zeugnis der engen Verbindung zwischen dem Anwesen, kirchlichem Leben und lokaler Gemeinschaft. Haus Morp vereint damit mittelalterliche Wehr- und Verwaltungsfunktionen, wirtschaftliche Bedeutung und religiöse Traditionen zu einem vielschichtigen historischen Ort, der die Entwicklung der Region Erkrath über Jahrhunderte hinweg anschaulich widerspiegelt und als wichtiger Bestandteil des kulturellen Erbes erhalten geblieben ist. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Ort: Erkrath, Düsseldorfer Str.; Besichtigung: nur vom Parkplatz, privat; Info: Stadtverwaltung, Tel. +49(0)211-2407.3202
Ort: Erkrath, Parkstr. 10; Besichtigung: tagsüber offen; Info: Stadtverwaltung, Tel. +49(0)211-24070
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Reiseführer Burgen und Schlösser in der Region Düsseldorf - Erkrath, Haus Brück
Haus Brück in Erkrath wurde Ende des 14. Jahrhunderts erstmals urkundlich als Gut zu der bruggen erwähnt und zählt zu den anschaulichen Beispielen rheinischer Wasserburgen mit gut erhaltener historischer Struktur. Das Anwesen entwickelte sich aus einem befestigten Gutshof und erfüllte über Jahrhunderte hinweg sowohl wohnliche als auch wirtschaftliche und defensive Funktionen. Charakteristisch ist das dreiteilige Gebäudeensemble, das sich aus einem markanten Wehrturm, der Vorburg und dem umgebenden Park zusammensetzt und die ursprüngliche Organisation der Anlage noch deutlich erkennen lässt. Der Wehrturm bildete den Kern der Burg und diente als Schutz- und Verteidigungsbau, dessen massive Bauweise die einstige wehrhafte Bedeutung von Haus Brück eindrucksvoll widerspiegelt. Die Vorburg ergänzte das Hauptgebäude funktional und nahm Räume für Verwaltung, Lagerung und alltägliche Arbeiten auf, wodurch sie ein wichtiges Element des wirtschaftlichen Betriebs darstellte. Diese klare Gliederung macht die historische Nutzung der Wasserburg bis heute gut nachvollziehbar. Der angrenzende Park verleiht dem Anwesen eine ruhige, landschaftlich reizvolle Umgebung und bildet einen harmonischen Übergang zwischen Architektur und Natur. Er unterstreicht den Wandel der Anlage von einem wehrhaften Adelssitz zu einem repräsentativen Gut mit stärkerem Wohn- und Erholungscharakter. Haus Brück vermittelt damit einen lebendigen Eindruck von der Entwicklung mittelalterlicher Wasserburgen im Bergischen Land und bleibt ein bedeutendes Zeugnis regionaler Bau- und Kulturgeschichte im Raum Erkrath. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Erkrath, Mettmanner Str.; Besichtigung: nur vom Weg, privat; Info: Stadtverwaltung, Tel. +49(0)211-2407.3202
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Reiseführer Burgen und Schlösser in der Region Düsseldorf - Haan, Haus Quall
Haus Quall in Haan blickt auf eine außergewöhnlich lange Geschichte zurück, die bis ins Jahr 1135 reicht, als das Anwesen erstmals urkundlich als Klosterhof mit der Bezeichnung Curtem in Grucena erwähnt wurde. In dieser Urkunde sprach Kaiser Barbarossa dem Kloster Knechtsteden einen Bauernhof zu und legte damit den Grundstein für die über Jahrhunderte währende Entwicklung des Hofes. Ursprünglich diente Haus Quall als landwirtschaftlich genutzter Klosterhof und war eng in die kirchliche Grundherrschaft und die Versorgung des Umlandes eingebunden. Diese frühe Funktion prägte den Charakter des Anwesens über lange Zeit und machte es zu einem wichtigen wirtschaftlichen Bestandteil der Region. Im 16. Jahrhundert erfuhr Haus Quall eine grundlegende Umgestaltung, als der bisherige Hof zu einer Wasserburg ausgebaut wurde. Mit dieser baulichen Veränderung erhielt das Anwesen ein wehrhaftes und zugleich repräsentatives Erscheinungsbild, das den gestiegenen Sicherheitsanforderungen und dem Standesbewusstsein der Zeit entsprach. Wassergräben, massive Mauern und eine geschlossene Anlageform verliehen Haus Quall nun den Charakter eines befestigten Adelssitzes, wie er für diese Epoche typisch war. Im Laufe der folgenden Jahrhunderte verlor die Burg ihre militärische Bedeutung, blieb jedoch als historischer Gebäudekomplex erhalten. Einen entscheidenden Wendepunkt in der jüngeren Geschichte markiert das Jahr 1968, als die Gemeinde Gruiten die verbliebenen Gebäude des Anwesens übernahm. In der Folge engagierte sich der Förderverein Haus am Quall mit großem persönlichem Einsatz und erheblicher Eigenleistung für die Restaurierung und den Erhalt der historischen Bausubstanz. Durch dieses Engagement konnte Haus Quall vor weiterem Verfall bewahrt und als bedeutendes Zeugnis regionaler Geschichte gesichert werden. Heute steht das Anwesen exemplarisch für den Wandel vom mittelalterlichen Klosterhof über die frühneuzeitliche Wasserburg bis hin zu einem identitätsstiftenden Kulturdenkmal und verdeutlicht eindrucksvoll die historische Entwicklung des Raumes Haan über viele Jahrhunderte hinweg. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Haan-Gruiten, Am Quall 1; Besichtigung: auf Anfrage; Info: Tel. +49(0)2104-62806; ÖPNV-Info: Haan-Gruiten, Bf. Gruiten
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Reiseführer Burgen und Schlösser in der Region Düsseldorf - Jüchen, Schloss Dyck
Schloss Dyck in Jüchen zählt zu den bedeutendsten und am besten erhaltenen Wasserburgen des Rheinlandes und blickt auf eine über tausendjährige Geschichte zurück. Bereits im 11. Jahrhundert wurde die Anlage erstmals urkundlich erwähnt und entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte von einem befestigten Adelssitz zu einer repräsentativen Schlossanlage von überregionaler Bedeutung. Durch zahlreiche Erweiterungen, Umbauten und Anpassungen an den jeweiligen Zeitgeschmack erhielt Schloss Dyck vor allem im 17. und 18. Jahrhundert seinen heute prägenden barocken Charakter. Die vierflügelige Hauptburg mit ihren klar gegliederten Fassaden, Ecktürmen und Innenhöfen ist vollständig von Wassergräben umgeben und vermittelt bis heute eindrucksvoll die Verbindung von Wehrhaftigkeit und repräsentativem Wohnen. Umgeben wird das Schloss von einer weitläufigen Parklandschaft, die im 19. Jahrhundert grundlegend neu gestaltet wurde und heute als herausragendes Beispiel englischer Landschaftsgartenkunst gilt. Der Schlosspark wurde von dem berühmten Gartenarchitekten Peter Joseph Lenné entworfen und zeichnet sich durch großzügige Sichtachsen, sanft geschwungene Wege, Wiesenflächen, Baumgruppen und Wasserläufe aus, die Architektur und Landschaft zu einem harmonischen Gesamtkunstwerk verbinden. Im Inneren des Schlosses haben sich zahlreiche historisch eingerichtete Räume erhalten, darunter prächtige Salons, eine umfangreiche Bibliothek und ein Musikzimmer, die einen anschaulichen Einblick in das adelige Leben des 18. und 19. Jahrhunderts vermitteln. Die Ausstattung dieser Räume verdeutlicht den kulturellen Anspruch, den Bildungsgrad und den repräsentativen Lebensstil der Schlossbewohner. Heute wird Schloss Dyck von der Stiftung Schloss Dyck betreut und als internationales Zentrum für Gartenkunst und Landschaftskultur genutzt. Neben der Bewahrung des historischen Erbes finden hier Ausstellungen, Veranstaltungen und Fachprojekte statt, die sich mit Garten- und Landschaftsgestaltung beschäftigen. Schloss Dyck verbindet auf einzigartige Weise mittelalterliche Wurzeln, barocke Schlossarchitektur und moderne Nutzungskonzepte und ist ein beliebtes Ausflugsziel, das Architektur, Geschichte und Gartenkunst in besonderer Qualität erlebbar macht. (c)WV
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Reiseführer Burgen und Schlösser in der Region Düsseldorf - Kaarst, Haus Lauvenburg
Haus Lauvenburg in Kaarst gehört zu den geschichtlich vielschichtigen Gutshäusern der Region und blickt in seinen Ursprüngen bis ins Mittelalter zurück. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1300 und belegt die frühe Bedeutung des Anwesens als adeliger Besitz und landwirtschaftlicher Mittelpunkt. Über die Jahrhunderte hinweg wechselten die Eigentümer mehrfach, was die Entwicklung des Hauses nachhaltig prägte. Im 18. Jahrhundert befand sich Haus Lauvenburg im Besitz des Freiherrn von Frentz und später der Freiherren von Kortenbach, die das Gut als standesgemäßen Wohn- und Wirtschaftssitz nutzten. Eine grundlegende Zäsur erlebte das Anwesen gegen Ende des 19. Jahrhunderts, als der Neusser Schraubenfabrikant Christian Schaurte um 1897 die alte Burg abreißen ließ und an ihrer Stelle eine Villa im englischen Landhausstil errichten ließ. Dieser Neubau verlieh dem Anwesen ein völlig neues Erscheinungsbild und spiegelt den Zeitgeist sowie den repräsentativen Anspruch wohlhabender Industrieller jener Epoche wider. Das heute erhaltene Herrenhaus ist ein zweigeschossiger Bau mit einem markanten Bruchsteinsockel aus Tuffstein, der dem Gebäude eine solide und zugleich historisch anmutende Basis verleiht. Besonders prägend für das äußere Erscheinungsbild sind die offene Eingangshalle mit Balkon sowie die reich gestalteten Türmchen und Erker, die dem Bau einen romantisch-historistischen Charakter verleihen. Ergänzt wird das Ensemble durch ein weiteres bemerkenswertes Bauwerk auf dem Gelände, das dreiflügelige Torhaus mit überhöhtem Mitteltrakt. Dieses wurde als Fachwerkbau im Stil der Neurenaissance errichtet und unterstreicht den repräsentativen Anspruch des Gesamtanwesens. Haus Lauvenburg vereint damit mittelalterliche Wurzeln, adelige Gutshoftradition und bürgerlich-industrielle Baukultur des späten 19. Jahrhunderts zu einem vielschichtigen Zeugnis regionaler Geschichte und bleibt ein markantes historisches Anwesen im Raum Kaarst. (c)WV
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Reiseführer Burgen und Schlösser in der Region Düsseldorf - Korschenbroich, Schloss Myllendonk
Schloss Myllendonk im Korschenbroicher Ortsteil Herrenshoff zählt zu den eindrucksvollen Wasserschlössern des Rheinlands und blickt auf eine lange, vielschichtige Geschichte zurück, die bis ins 12. Jahrhundert reicht. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Anlage im Jahr 1166 und entwickelte sich über Jahrhunderte hinweg zum Sitz der Herrschaft und späteren Reichsherrschaft Myllendonk, wodurch sie eine zentrale politische und verwaltungsgeschichtliche Bedeutung erlangte. Die Schlossanlage ist als dreiteilige Wasseranlage konzipiert und setzt sich aus dem Herrenhaus, einem Winkelbau mit großem Eckturm sowie einem markanten Treppenturm zusammen, deren Anordnung die ursprüngliche Wehr- und Repräsentationsfunktion noch gut erkennen lässt. Die Hauptbausubstanz ist mittelalterlichen Ursprungs und vermittelt bis heute den Charakter einer befestigten Wasserburg, wurde jedoch im 16. und 17. Jahrhundert umfassend erweitert und den veränderten Wohn- und Repräsentationsansprüchen der jeweiligen Besitzer angepasst. Diese Umbauten prägten das Erscheinungsbild nachhaltig und führten zu einer Verbindung von mittelalterlicher Wehrarchitektur mit Elementen der frühen Neuzeit. Die Wirtschaftsgebäude auf dem Schlossgelände stammen überwiegend aus dem Jahr 1705 und verdeutlichen die wirtschaftliche Bedeutung des Anwesens als gut organisierter Herrschaftssitz mit landwirtschaftlicher Nutzung. Eine weitere bauliche Veränderung erfolgte 1856 mit der Erneuerung der Hoffassade des Hauptturms, die dem Schloss eine zeitgemäße Akzentuierung verlieh, ohne den historischen Charakter grundlegend zu verändern. In der Gegenwart verbindet Schloss Myllendonk historische Bausubstanz mit moderner Nutzung, da sich auf dem weitläufigen Gelände heute ein 18-Loch-Meisterschaftsgolfplatz befindet, der das Schlossensemble landschaftlich einbindet und zugleich neue Akzente setzt. Trotz dieser zeitgemäßen Nutzung bleibt Schloss Myllendonk ein bedeutendes Zeugnis mittelalterlicher Herrschafts- und Baugeschichte und bewahrt seine Rolle als prägendes Kulturgut in der Region Korschenbroich. (c)WV
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Reiseführer Burgen und Schlösser in der Region Düsseldorf - Korschenbroich, Haus Fürth
Haus Fürth im Korschenbroicher Stadtteil Liedberg zählt zu den außergewöhnlichsten historischen Anwesen im Rheinland und nimmt als einzig erhaltenes Fachwerk-Wasserschloss dieser Region eine besondere Stellung ein. Die Wasserburg entstand im 15. Jahrhundert und bewahrt bis heute in seltener Geschlossenheit ihre ursprüngliche Bauform und Struktur. Die Anlage besteht aus einem Herrenhaus und einer Vorburg, die von Wassergräben umgeben sind und gemeinsam einen großzügigen Wirtschaftshof einschließen, der die frühere wirtschaftliche Bedeutung des Anwesens anschaulich widerspiegelt. Das Herrenhaus von Haus Fürth wurde auf einem kreuzförmigen Grundriss errichtet, eine für diese Zeit anspruchsvolle Bauform, die sowohl repräsentative als auch funktionale Aspekte vereint. Charakteristisch sind die zeittypischen Treppengiebel, die dem Gebäude eine markante Silhouette verleihen und den spätmittelalterlichen Ursprung deutlich erkennen lassen. Das Fachwerk ruht auf massiven Sockeln aus Liedberger Sandstein, was der Konstruktion Stabilität verleiht und zugleich die regionale Bauweise unterstreicht. Die umliegenden Wirtschaftsgebäude ergänzen das Ensemble zu einer nahezu vollständig erhaltenen Burganlage und geben Einblick in den Alltag eines wasserburgtypischen Gutshofes. Dazu zählen ein Torhaus sowie eine große Fachwerkscheune, die die landwirtschaftliche Nutzung und Organisation des Anwesens dokumentieren. Ein besonders markantes Detail ist das im Mittelgiebel des Torhauses eingelassene Allianzwappen aus Sandstein, das auf die adeligen Besitzer verweist und die repräsentative Funktion der Anlage betont. Haus Fürth vereint auf eindrucksvolle Weise Wehrarchitektur, Wohnkultur und Wirtschaftsorganisation des Spätmittelalters und vermittelt ein seltenes, authentisches Bild rheinischer Wasserburgen in Fachwerkbauweise. Als einzigartiges kulturhistorisches Zeugnis ist das Anwesen von herausragender Bedeutung für die Burgen- und Schlösserlandschaft im Rheinland und prägt bis heute das historische Erscheinungsbild von Liedberg. (c)WV
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Reiseführer Burgen und Schlösser in der Region Düsseldorf - Korschenbroich, Schloss Liedberg
Schloss Liedberg liegt malerisch auf einer markanten Quarzitkuppe im Ortsteil Liedberg der Stadt Korschenbroich und zählt zu den wenigen erhaltenen Höhenburgen am Niederrhein. Die Ursprünge der Burganlage reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück und machen sie zu einem der ältesten befestigten Adelssitze der Region. Errichtet wurde die ursprüngliche Burg aus dem regionaltypischen Liedberger Sandstein, der dem Bauwerk bis heute seinen charakteristischen, massiven Eindruck verleiht. Besonders prägend für das Erscheinungsbild ist der mächtige Mittelturm aus dem 14. Jahrhundert, der als zentraler Bestandteil der Anlage weithin sichtbar ist. Der Turm umfasst vier Stockwerke, wobei das oberste Geschoss durch einen Spitzbogenfries geschmückt ist und von einer barocken Dachhaube bekrönt wird, die vermutlich aus dem Jahr 1673 stammt und den mittelalterlichen Bau um ein repräsentatives Element späterer Zeit ergänzt. Durch den Turm führt eine Durchfahrt, die in den inneren Schlosshof leitet, welcher von steinernen Umfassungsmauern umgeben ist und die ursprüngliche Wehrhaftigkeit der Anlage noch gut erkennen lässt. Weitere Teile der Ringmauer sowie ein Rundturm stammen ebenfalls aus der mittelalterlichen Bauphase; letzterer wurde später zu einer Mühle umfunktioniert und verdeutlicht damit den Wandel der Anlage von einer reinen Wehranlage zu einem wirtschaftlich genutzten Herrschaftssitz. Im 17. Jahrhundert erfuhr Schloss Liedberg eine bedeutende Erweiterung durch zusätzliche Gebäude aus Backstein, die mit charakteristischen Walmdächern versehen wurden und dem Ensemble eine neue architektonische Prägung gaben. Diese Bauten verbinden mittelalterliche Substanz mit frühneuzeitlicher Baukunst und bestimmen maßgeblich das heutige Erscheinungsbild des Schlosses. Umgeben wird die Anlage von einem Park, der die erhöhte Lage zusätzlich betont und Schloss Liedberg harmonisch in die Landschaft einbindet. Als seltene Höhenburg am Niederrhein vereint Schloss Liedberg militärische Architektur, repräsentative Wohnbauten und landschaftliche Lage zu einem außergewöhnlichen historischen Ensemble und bleibt ein bedeutendes Zeugnis regionaler Burgen- und Siedlungsgeschichte. (c)WV
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Reiseführer Burgen und Schlösser in der Region Düsseldorf - Korschenbroich, Haus Raedt
Haus Raedt, auch als Herrenhaus Raedt bezeichnet, liegt am Kellereiweg im Korschenbroicher Stadtteil Liedberg und ist ein typisches Beispiel eines Wasserschlosses im Maison-de-plaisance-Stil des 18. Jahrhunderts. Die Anlage entstand in der Mitte des 18. Jahrhunderts und diente als vornehmer Landsitz, der weniger auf Wehrhaftigkeit als auf Wohnkomfort, Eleganz und repräsentative Zurückhaltung ausgelegt war. Das zweigeschossige Herrenhaus präsentiert sich als schlichtes, ausgewogen proportioniertes Backsteingebäude mit sieben Fensterachsen, deren flache Segmentbogenfenster von sorgfältig gearbeiteten Sandsteinrahmungen eingefasst sind. Diese Gestaltung verleiht dem Bau eine ruhige, harmonische Fassadenwirkung, die dem zeittypischen Geschmack des Rokoko und des frühen Klassizismus entspricht. Besonders charakteristisch sind die an den Gebäudeecken ausgeführten Quadervortäuschungen aus Ziegelstein, die dem ansonsten zurückhaltenden Baukörper eine dezente plastische Gliederung und ein markantes Erscheinungsbild verleihen. Das mittig angeordnete Hauptportal ist ebenfalls von Sandstein eingefasst und trägt das Wappen von Franz-Josef Graf von Wolff-Metternich und Theresia von Gymnich, die im Jahr 1737 heirateten, wodurch sich die Anlage eindeutig in den historischen Kontext des regionalen Adels einordnen lässt. Gedeckt ist das Herrenhaus mit einem Mansarddach, das für die Bauzeit typisch ist und zusätzlichen Wohnraum im Dachgeschoss ermöglichte. Umgeben wird das Gebäude von später errichteten, heute modern wirkenden Scheunentrakten, die an die landwirtschaftliche Nutzung des Anwesens erinnern und den Charakter eines adeligen Gutshofes ergänzen. Haus Raedt verbindet auf anschauliche Weise repräsentatives Wohnen, ländliche Umgebung und elegante Zurückhaltung und steht beispielhaft für die Entwicklung adeliger Landsitze im 18. Jahrhundert im Raum Liedberg. (c)WV
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Reiseführer Burgen und Schlösser in der Region Düsseldorf - Langenfeld, Gut Dückeberg
Gut Dückeberg in Langenfeld blickt auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurück und zählt zu den historischen Anwesen der Region, deren Entwicklung eng mit dem lokalen Adel und der landwirtschaftlichen Nutzung verbunden ist. Bereits vor 1466 befand sich das von Wassergräben umgebene Gut im Besitz der Herren von Zobbe und Sleberg, was auf seine frühe Bedeutung als befestigter und zugleich wirtschaftlich genutzter Hof hindeutet. Die Wassergräben dienten nicht nur dem Schutz, sondern unterstrichen auch den herrschaftlichen Charakter des Anwesens. In der Folgezeit ging Gut Dückeberg in den Besitz der Familie von Etzbach über, die das Gut über mehr als zwei Jahrhunderte hinweg bewirtschaftete und als Wohnsitz nutzte. Diese lange Phase der Kontinuität prägte das Erscheinungsbild und die Struktur des Gutes nachhaltig und machte es zu einem festen Bestandteil der regionalen Kulturlandschaft. Im 17. Jahrhundert übernahm die Familie Spieß von Büllesheim das Anwesen, eine adelige Familie, die Gut Dückeberg weiterführte und ebenfalls als Lebensmittelpunkt nutzte. Diese Epoche endete abrupt mit einem verheerenden Brand im Jahr 1795, der große Teile der Anlage zerstörte und die bauliche Substanz schwer beschädigte. Trotz dieses einschneidenden Ereignisses blieb Gut Dückeberg im historischen Gedächtnis der Region verankert und verlor seine Bedeutung als Zeugnis adeliger Gutshofkultur nicht. Die erhaltenen Reste der Anlage sowie die noch erkennbaren Wassergräben lassen die frühere Ausdehnung und den einstigen repräsentativen Charakter des Gutes erahnen. Sie vermitteln einen anschaulichen Eindruck von der historischen Funktion des Anwesens und von den wechselnden Besitzverhältnissen, die seine Entwicklung über Jahrhunderte hinweg geprägt haben. Gut Dückeberg steht damit beispielhaft für die Geschichte ländlicher Adelssitze im Rheinland und bietet einen stillen, aber eindrucksvollen Einblick in vergangene Lebens- und Wirtschaftsformen der Region. (c)WV
Weitere Informationen und Bilder finden Sie im Reiseführer Sehenswertes im Bergischen Land
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Tourismusinfos/Büro: Langenfeld, Reusrather Str.; Besichtigung: vom Weg einsehbar, privat; Info: Stadtverwaltung - Pressebüro, Tel. +49(0)2173-794.250
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Reiseführer Burgen und Schlösser in der Region Düsseldorf - Langenfeld, Wasserburg Haus Graven
Die Wasserburg Haus Graven in Langenfeld geht in ihren Ursprüngen auf die Zeit um 1300 zurück, als sie als steinerne Ritterburg errichtet wurde und eine ältere mittelalterliche Holz-Erdeburg ersetzte, die zuvor an gleicher Stelle bestanden hatte. Ihre erste urkundliche Erwähnung datiert aus dem Jahr 1364 und belegt die Bedeutung der Anlage als adeliger Wohn- und Herrschaftssitz des Rittergeschlechts von Graven, das der Burg ihren Namen gab. Die Lage in einer wasserreichen Niederung sowie die Umwehrung durch einen Wassergraben verliehen der Burg nicht nur Schutz, sondern unterstrichen auch ihren repräsentativen Charakter. Über die Jahrhunderte hinweg erlebte Haus Graven zahlreiche Veränderungen, Besitzerwechsel und bauliche Anpassungen, die den jeweiligen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen folgten. Eine besonders einschneidende Zäsur stellte der Dreißigjährige Krieg dar, in dessen Verlauf die Burg zerstört wurde und ihre ursprüngliche Funktion als befestigter Adelssitz verlor. Der Wiederaufbau erfolgte nur teilweise, sodass sich die Anlage in der Folgezeit auf einen reduzierten Gebäudebestand beschränkte. Die heute erhaltenen Bauwerke an der Südwestfront der ehemaligen Burganlage stammen überwiegend aus dem 17. und 18. Jahrhundert und gehen auf die letzten Eigentümer zurück, die Haus Graven noch als Wohn- und Wirtschaftssitz nutzten. Diese Gebäude, die bis heute von einem Wassergraben umgeben sind, vermitteln einen anschaulichen Eindruck von der späteren Entwicklung der Burg und von der Bauweise jener Zeit. Trotz des Verlustes großer Teile der ursprünglichen Befestigungen bleibt Haus Graven ein wichtiges Zeugnis der regionalen Burgenlandschaft und der mittelalterlichen Adelsherrschaft im Raum Langenfeld. Die verbliebene Bausubstanz und die landschaftliche Einbindung lassen die bewegte Geschichte der Anlage nachvollziehen und machen Haus Graven zu einem stillen, aber eindrucksvollen historischen Ort innerhalb der rheinischen Kulturlandschaft. (c)WV
Weitere Informationen und Bilder finden Sie im Reiseführer Sehenswertes im Bergischen Land
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Tourismusinfos/Büro: Langenfeld-Wiescheid, Graf-von-Mirbach-Weg; Besichtigung: privat, Stadtverwaltung - Pressebüro, Tel. +49(0)2173-794.250
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Reiseführer Burgen und Schlösser in der Region Düsseldorf - Leichlingen, Eicherhof
Der Eicherhof in Leichlingen blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück, die eng mit der wirtschaftlichen Entwicklung der Region verbunden ist. Um 1715 befand sich das Anwesen im Besitz des Kölner Bankiers Wilhelm Hack, der in Leichlingen zwei Kupferhämmer errichten ließ und damit die frühe industrielle Nutzung der Wasserkraft in diesem Raum maßgeblich förderte. Der Eicherhof war in dieser Zeit nicht nur landwirtschaftlicher Mittelpunkt, sondern auch Teil eines wirtschaftlichen Netzwerks, das Handwerk, Handel und Finanzwesen miteinander verband. Nach dem Tod von Wilhelm Hack ging das Anwesen an seinen Neffen Jacob Wilhelm Behagel über, der die Bedeutung des Standortes erkannte und eine grundlegende Neugestaltung veranlasste. In den Jahren 1762 und 1763 ließ Behagel mit den Steinen des ursprünglichen Eicherhofs das Schloss Eicherhof errichten und schuf damit einen repräsentativen Adelssitz, der den gestiegenen Ansprüchen an Wohnkomfort und Standesrepräsentation entsprach. Das Schloss präsentiert sich als barockes Herrenhaus mit klar gegliederter Fassade und ausgewogenen Proportionen, die Eleganz und Zurückhaltung miteinander verbinden. Ergänzt wird das Herrenhaus durch zwei parallel angeordnete Nebengebäude, die den Wirtschaftshof bilden und dem Ensemble eine geschlossene, harmonische Struktur verleihen. Diese Bauten verdeutlichen die enge Verbindung von repräsentativem Wohnen und funktionaler Nutzung, wie sie für barocke Gutshöfe und Landsitze typisch ist. Schloss Eicherhof steht damit beispielhaft für den Wandel vom wirtschaftlich geprägten Hof hin zu einem barocken Landsitz und vermittelt bis heute einen anschaulichen Eindruck von der Bau- und Wirtschaftsgeschichte Leichlingens im 18. Jahrhundert. (c)WV
Weitere Informationen und Bilder finden Sie im Reiseführer Sehenswertes im Bergischen Land
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Tourismusinfos/Büro: Leichlingen, Eicherhof 13, Besichtigung: privat, Info: Tourismusbüro Tel. +49(0)2175-992.102
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Reiseführer Burgen und Schlösser in der Region Düsseldorf - Leichlingen, Haus Vorst
Haus Vorst erhebt sich eindrucksvoll über dem Tal der Wupper und zählt zu den geschichtlich vielschichtigen Adelssitzen im Raum Leichlingen, deren Entwicklung mehrere Jahrhunderte umfasst. Ursprünglich als einfaches Bauerngut angelegt, wandelte sich das Anwesen im Laufe der Zeit zunächst zu einem befestigten Rittersitz und später zu einem repräsentativen Jagdschloss, was die steigende Bedeutung und den gesellschaftlichen Rang seiner Besitzer widerspiegelt. Die Lage oberhalb des Wuppertals bot sowohl strategische Vorteile als auch einen landschaftlich reizvollen Rahmen, der den repräsentativen Charakter der Anlage zusätzlich unterstrich. Die ursprüngliche Burganlage wurde im Jahr 1795 von französischen Soldaten zerstört und damit ein wesentlicher Teil der mittelalterlichen Bausubstanz vernichtet. An ihre Stelle trat in den Jahren 1832 und 1833 das heutige Herrenhaus, das den Zeitgeschmack des 19. Jahrhunderts aufgreift und Haus Vorst eine neue architektonische Prägung verlieh. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts wechselte das Anwesen mehrfach den Besitzer und befand sich im Eigentum verschiedener rheinischer und westfälischer Adelsgeschlechter, was die überregionale Bedeutung des Sitzes verdeutlicht und zugleich die wechselnden politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen widerspiegelt. Trotz der Zerstörungen des ausgehenden 18. Jahrhunderts blieben einzelne Teile der mittelalterlichen Burg erhalten, darunter der Bergfried und Abschnitte der Ringmauer aus dem 14. und 15. Jahrhundert, die als einzige Relikte der ursprünglichen Befestigungsanlage gelten. In den Jahren 1986 und 1987 wurden diese historischen Überreste sorgfältig restauriert und damit dauerhaft gesichert. Sie vermitteln bis heute einen anschaulichen Eindruck von der Wehrarchitektur des Mittelalters und schlagen eine sichtbare Brücke zwischen der frühen Geschichte des Rittersitzes und der späteren Nutzung als Herren- und Jagdhaus. Haus Vorst vereint damit bäuerliche Ursprünge, mittelalterliche Wehrarchitektur und neuzeitliche Wohnkultur zu einem vielschichtigen Zeugnis regionaler Geschichte im Wuppertal. (c)WV
Weitere Informationen und Bilder finden Sie im Reiseführer Sehenswertes im Bergischen Land
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Tourismusinfos/Büro: Leichlingen, Besichtigung: von außen, Burghof tagsüber offen, Info: +49(0)2175-71126
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Reiseführer Burgen und Schlösser in der Region Düsseldorf - Leichlingen, Haus Nesselrath
Haus Nesselrath in Leichlingen war einst eine bedeutende Burganlage und zählt heute zu den historischen Orten der Region, deren Geschichte vor allem durch erhaltene Fragmente nachvollziehbar bleibt. Die Burg wurde im Jahr 1536 neu errichtet und erfuhr in dieser Zeit eine umfassende bauliche Ausgestaltung, die den Übergang vom mittelalterlichen Wehrbau zu einer stärker repräsentativen Anlage widerspiegelt. Von der ehemals weitläufigen Burg sind heute noch Teile der Vorburg sowie das markante Torhaus erhalten, das mit seiner spitzbogigen Durchfahrt und dem Fachwerk im Giebel typische Gestaltungselemente der Renaissancezeit zeigt. Diese Bauteile vermitteln einen anschaulichen Eindruck von der architektonischen Formensprache des 16. Jahrhunderts und lassen Rückschlüsse auf den einstigen Anspruch und die Funktion der Anlage zu. Als einzige Überreste der älteren Bauphasen gelten die Mauerreste der Ringmauer, die noch aus dem Mittelalter stammen und von der ursprünglichen Größe sowie der Wehrhaftigkeit der Burg zeugen. Über die Jahrhunderte hinweg führten Zerstörungen, Umbauten und Vernachlässigung zu einem allmählichen Verfall der Anlage, sodass große Teile der einstigen Bebauung verloren gingen. Dennoch besitzt Haus Nesselrath bis heute einen hohen historischen Aussagewert, da die erhaltenen Strukturen die verschiedenen Bauphasen und die lange Nutzungsgeschichte des Ortes sichtbar machen. Die verbliebenen Fragmente vermitteln einen stillen, aber eindrucksvollen Einblick in die historische Bauweise und die wechselvolle Geschichte der Region Leichlingen und erinnern an die einstige Bedeutung von Haus Nesselrath als Adelssitz innerhalb der rheinischen Kulturlandschaft. (c)WV
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Reiseführer Burgen und Schlösser in der Region Düsseldorf - Leverkusen, Schloss Morsbroich
Schloss Morsbroich liegt ruhig und von altem Baumbestand umgeben im Grünen am Rand des heutigen Stadtgebiets von Leverkusen und zählt zu den bedeutendsten spätbarocken Schlossanlagen der Region. An dieser Stelle befand sich ursprünglich eine mittelalterliche Burganlage, die über Jahrhunderte hinweg im Besitz des Deutschen Ritterordens war und als befestigter Verwaltungssitz diente. Diese ältere Burg verlor im 18. Jahrhundert ihre Bedeutung und wurde 1774 vollständig abgebrochen, um Platz für den Neubau eines repräsentativen Schlosses zu schaffen, das den gestiegenen Ansprüchen an Wohnkomfort und barocke Repräsentation entsprach. Das heutige Schloss Morsbroich präsentiert sich als elegantes spätbarockes Wasserschloss mit klar gegliederten Fassaden und einer harmonischen Einbindung in die umgebende Parklandschaft, die den repräsentativen Charakter der Anlage bis heute unterstreicht. Über die folgenden Jahrzehnte hinweg erlebte das Schloss unterschiedliche Nutzungen und Besitzerwechsel, blieb jedoch stets ein markantes architektonisches und landschaftliches Element. Einen entscheidenden Wendepunkt in der jüngeren Geschichte markierte das Jahr 1974, als die Stadt Leverkusen das Anwesen erwarb und damit die Grundlage für eine öffentliche und kulturelle Nutzung schuf. Seit 1985 beherbergt Schloss Morsbroich ein Museum für zeitgenössische Kunst, das weit über die Region hinaus Bedeutung erlangt hat. Die Sammlung umfasst Werke von den 1950er Jahren bis zur Gegenwart und spiegelt zentrale Entwicklungen und Strömungen der modernen Kunst eindrucksvoll wider. In der Verbindung von historischer Schlossarchitektur und zeitgenössischer Kunst entsteht ein spannungsreicher Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart, der Schloss Morsbroich zu einem kulturellen Anziehungspunkt macht. Eingebettet in den weitläufigen Park bleibt die Anlage ein Ort der Ruhe, der Kunstbetrachtung und der Geschichte und nimmt damit eine besondere Stellung im kulturellen Erbe Leverkusens ein. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Leverkusen-Schlebusch, Gustav-Heinemann-Str. 80; Info: Tel. +49(0)214-85556-0 oder Tel. +49(0)214-4039058
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Reiseführer Burgen und Schlösser in der Region Düsseldorf -Leverkusen, Friedenberger Hof
Der Friedenberger Hof in Leverkusen zählt zu den historischen Rittersitzen der Region und geht in seiner heutigen Gestalt auf das 16. Jahrhundert zurück. Das markante Hauptgebäude prägt mit seiner hellen, weiß gefassten Fassade und dem großen, weithin sichtbaren Rundturm das Erscheinungsbild des Anwesens und verleiht ihm einen unverwechselbaren, fast wehrhaften Charakter, der an seine ursprüngliche Funktion als adeliger Sitz erinnert. Im Laufe der Jahrhunderte wechselten die Eigentümer des Hofes mehrfach, was die bewegte Geschichte und die wechselnden politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen widerspiegelt, unter denen das Anwesen stand. Jeder Besitzer hinterließ dabei Spuren in Nutzung und Erscheinungsbild, ohne den grundsätzlichen Charakter des Hofes aufzugeben. Einen wichtigen Einschnitt markiert das Jahr 1903, als der Friedenberger Hof in den Besitz der Gemeinde Opladen überging. In der Folgezeit wurde das Anwesen über viele Jahrzehnte hinweg als landwirtschaftliches Gut verpachtet, eine Nutzung, die wesentlich zur Erhaltung der historischen Bausubstanz beitrug und den kontinuierlichen Betrieb des Hofes sicherstellte. Durch diese pragmatische Form der Nutzung blieb der Friedenberger Hof vor größerem Verfall oder tiefgreifenden baulichen Veränderungen bewahrt. Heute dient das Anwesen als Sitz eines Schützenvereins, der die historischen Gebäude nutzt, pflegt und damit in das gesellschaftliche Leben einbindet. Der Friedenberger Hof steht exemplarisch für den gelungenen Wandel eines ehemaligen Rittersitzes zu einer modernen Nutzung und bleibt als kulturelles Erbe ein wichtiger Bestandteil der Stadtgeschichte von Leverkusen. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Leverkusen-Opladen, Am Kreispark; Besichtigung: nur außen, privat; Info: Stadtverwaltung, Tel. +49(0)214-406.0
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Reiseführer Burgen und Schlösser in der Region Düsseldorf - Leverkusen, Burg Rheindorf
Burg Rheindorf in Leverkusen wurde erstmals Mitte des 13. Jahrhunderts urkundlich erwähnt und entwickelte sich früh zu einem bedeutenden adeligen Gut mit eigener Kapelle, das sowohl wirtschaftliche als auch herrschaftliche Funktionen erfüllte. Über Jahrhunderte hinweg prägte die Anlage das Umfeld am Rhein und spiegelte die wechselnden politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse der Region wider. Als repräsentativer Adelssitz erfuhr die Burg zahlreiche bauliche Veränderungen und Anpassungen, die jeweils den Bedürfnissen und dem Anspruch ihrer Besitzer entsprachen. Einen tiefgreifenden Einschnitt in der Geschichte der Burg stellte das Jahr 1944 dar, als sie im Zweiten Weltkrieg durch einen Brand nahezu vollständig zerstört wurde und lediglich die Umfassungsmauern erhalten blieben. Der anschließende Wiederaufbau zog sich über einen langen Zeitraum hin und konnte aufgrund der Schäden und der veränderten Rahmenbedingungen nur teilweise realisiert werden. Letztlich gelang es, den Nordtrakt der Anlage vollständig wiederherzustellen, während andere Gebäudeteile verloren blieben oder nur in Fragmenten erhalten sind. Trotz dieser Einschränkungen vermittelt der erhaltene Teil der Burg bis heute einen Eindruck von der ursprünglichen architektonischen Qualität und der einstigen Bedeutung des Anwesens. Im Laufe ihrer Geschichte befand sich Burg Rheindorf im Besitz zahlreicher unterschiedlicher Adelsfamilien, deren Wechsel häufig mit politischen Umbrüchen, Erbfolgen oder wirtschaftlichen Veränderungen verbunden war. Diese Vielzahl an Besitzverhältnissen trug wesentlich zur bewegten Entwicklung der Burg bei und spiegelt die vielschichtige Geschichte des Rheinlands bis ins 20. Jahrhundert hinein wider. Burg Rheindorf bleibt damit ein wichtiges Zeugnis regionaler Geschichte und ein Beispiel für den Wandel adeliger Herrensitze unter den Einflüssen von Krieg, Zerstörung und Wiederaufbau. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Leverkusen-Rheindorf, Burgstr. 5; Besichtigung: von der Straße einsehbar, privat; Info: Stadtverwaltung, Tel. +49(0)214-406.0
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Reiseführer Burgen und Schlösser in der Region Düsseldorf - Meerbusch, Haus Pesch
Haus Pesch, auch als Schloss Pesch bekannt, liegt im Meerbuscher Stadtteil Ossum-Bösinghoven und gehört zu den geschichtlich vielschichtigen Adelssitzen der Region. Seine Ursprünge reichen bis ins Jahr 1311 zurück, als die Herren von Pesch an dieser Stelle ein Haus beziehungsweise eine Burg errichteten und damit den Grundstein für die spätere Entwicklung des Anwesens legten. Über viele Jahrhunderte hinweg blieb Haus Pesch ein prägender Herrschaftssitz und wechselte mehrfach den Besitzer, darunter einflussreiche Adelsfamilien wie die von Hallberg und die Herzöge von Arenberg, die jeweils bauliche und funktionale Veränderungen vornahmen. Ab etwa 1840 setzte sich zunehmend die Bezeichnung Schloss durch, was den gestiegenen repräsentativen Anspruch der Anlage widerspiegelt. Das zweigeschossige Herrenhaus wurde im Maison-de-plaisance-Stil errichtet und war damit weniger auf Wehrhaftigkeit als auf komfortables, standesgemäßes Wohnen ausgerichtet. Eine einschneidende Zäsur erlebte das Anwesen im Jahr 1795, als es von französischen Revolutionstruppen geplündert und niedergebrannt wurde. In der Folgezeit erfolgte der Wiederaufbau, bei dem das Schloss erweitert und den veränderten Wohnbedürfnissen angepasst wurde. Im 19. Jahrhundert nahm die Familie von Hallberg weitere Umbauten vor, bevor das Anwesen im Jahr 1885 in den Besitz der Herzöge von Arenberg überging. Diese ließen Schloss Pesch durch den Architekten Fritz August Breuhaus de Groot zu einem repräsentativen Jagdschloss in der heute prägenden Form umgestalten und gaben der Anlage ihr charakteristisches Erscheinungsbild. Zum Schlossensemble gehört eine Rentei als Verwaltungsteil mit markantem Uhrenturm und Toreinfahrt, die die herrschaftliche Organisation des Gutes verdeutlicht. Ein auffälliger Rundbau zwischen Haupthaus und Rentei diente einst als Kapelle und verweist auf die religiöse Dimension adeligen Lebens. Ergänzt wird das Ensemble durch eine offene dreiflügelige Hofanlage mit Remise, Scheune, Stallungen und Vorratsräumen, die die enge Verbindung von repräsentativem Wohnen und landwirtschaftlicher Nutzung anschaulich macht. In den 1980er Jahren wurde das gesamte Anwesen umfassend saniert und unter Denkmalschutz gestellt, wodurch die historische Substanz dauerhaft gesichert werden konnte. Haus Pesch vereint mittelalterliche Wurzeln, barocke und historistische Umbauten sowie die Tradition eines adeligen Jagdschlosses zu einem eindrucksvollen Zeugnis regionaler Geschichte und bleibt ein prägendes Element der Kulturlandschaft von Meerbusch. (c)WV
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Reiseführer Burgen und Schlösser in der Region Düsseldorf - Meerbusch, Haus Gripswald
Haus Gripswald im Meerbuscher Stadtteil Ossum-Bösinghoven blickt auf eine lange und vielschichtige Geschichte zurück, die bis ins 12. Jahrhundert reicht, als das Anwesen erstmals als Wasserburg erwähnt wurde. Der ursprüngliche Burgsitz war von einem Wassergraben umgeben, der vom Buersbach gespeist wurde und dem Gut sowohl Schutz als auch einen repräsentativen Charakter verlieh. Im Jahr 1422 erhob Erzbischof Dietrich von Köln das Anwesen zu einem kurkölnischen Lehnsgut, womit Haus Gripswald eine feste Stellung innerhalb der kurfürstlichen Verwaltungs- und Besitzstrukturen erhielt und bis zur Säkularisation in kurkölnischem Eigentum verblieb. Diese lange Phase kirchlicher Zugehörigkeit prägte die Nutzung und Entwicklung des Gutes nachhaltig. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts ging Haus Gripswald in den Besitz der Adelsfamilie von Arenberg über, die in der Umgebung bereits mit Schloss Pesch präsent war und mehrere bedeutende Anwesen vereinte. Das heutige Erscheinungsbild des Gutes wird durch eine vierflügelige Backsteinhofanlage bestimmt, deren rechteckiges, zweigeschossiges Wohngebäude auf das Jahr 1547 zurückgeht und damit frühneuzeitliche Bauformen widerspiegelt. Charakteristisch für das Hauptgebäude sind der angefügte Rundturm sowie der Treppenturm, die dem Bau eine wehrhafte, zugleich repräsentative Wirkung verleihen und an die ursprüngliche Funktion als befestigter Adelssitz erinnern. Im 19. Jahrhundert wurde der Rundturm um eine zusätzliche Etage erhöht, wobei romanische Doppelsäulen aus den Ruinen des Kreuzgangs des ehemaligen Prämonstratenserklosters St. Maria und Andreas in Knechtsteden verwendet wurden, was dem Bau eine besondere kunst- und kulturhistorische Dimension verleiht. Diese Wiederverwendung älterer Bauteile verdeutlicht den bewussten Umgang mit historischer Substanz und die Wertschätzung vergangener Baukunst. Heute befindet sich Haus Gripswald im Besitz der Publizistin und Familienpolitikerin Michaela Freifrau von Heereman und steht als eingetragenes Baudenkmal unter besonderem Schutz. Bekannt ist das Anwesen zudem durch die sogenannten Gripswalder Matronensteine, römische Kultsteine, die in der Nähe gefunden wurden und auf eine noch ältere, bis in die Antike reichende Besiedlungsgeschichte hinweisen. Haus Gripswald vereint damit mittelalterliche Burgtradition, frühneuzeitliche Gutshofarchitektur, kirchliche Besitzgeschichte und archäologische Zeugnisse zu einem vielschichtigen historischen Ensemble innerhalb der Kulturlandschaft von Meerbusch. (c)WV
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Reiseführer Burgen und Schlösser in der Region Düsseldorf - Neuss, Schloss Reuschenberg
Schloss Reuschenberg in Neuss blickt auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurück und wurde erstmals im 13. Jahrhundert unter dem Namen Haus Selikum urkundlich erwähnt. Der heutige Name geht auf das Adelsgeschlecht derer von Reuschenberg zurück, das dem Anwesen über längere Zeit seinen prägenden Charakter verlieh und es als herrschaftlichen Sitz nutzte. In den folgenden Jahrhunderten wechselte das Schloss mehrfach den Besitzer, was die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen der Region widerspiegelt. Zu den bedeutenden Eigentümerfamilien zählten unter anderem die von Boeselager und die von Braumann, die jeweils Einfluss auf Nutzung, Erscheinungsbild und Bedeutung des Anwesens nahmen. Einen entscheidenden Einschnitt erlebte Schloss Reuschenberg im 19. Jahrhundert, als Freiherr Carl von Boeselager umfangreiche Umbauten veranlasste und dem Schloss eine zeitgemäße, repräsentative Gestalt verlieh, die den Ansprüchen des Adels dieser Epoche entsprach. Diese Bauphase prägte das Erscheinungsbild nachhaltig und markierte den Übergang von einem mittelalterlich geprägten Herrensitz zu einem Schloss mit stärker wohnlichem und repräsentativem Charakter. Nach dem Verkauf im Jahr 1912 begann eine neue Nutzungsphase, in der das Gebäude nicht mehr als Adelssitz diente, sondern als Wirtschaftsschule genutzt wurde und damit eine öffentliche, bildungsbezogene Funktion erhielt. Diese Nutzung trug dazu bei, das Schloss in das gesellschaftliche Leben der Stadt einzubinden und es vor dem Verfall zu bewahren. Im Jahr 1999 ging Schloss Reuschenberg schließlich in privates Eigentum über und begann damit erneut ein neues Kapitel seiner Geschichte. Das Anwesen steht beispielhaft für den Wandel vieler rheinischer Schlösser, die im Laufe der Jahrhunderte unterschiedliche Funktionen erfüllten und sich immer wieder neuen Anforderungen anpassten. Schloss Reuschenberg bleibt damit ein bedeutendes Zeugnis regionaler Adels- und Nutzungsgeschichte und ein prägendes Element der historischen Kulturlandschaft von Neuss. (c)WV
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Reiseführer Burgen und Schlösser in der Region Düsseldorf - Monheim, Schloss Laach
Schloss Laach liegt in Rheinnähe bei Monheim und blickt auf eine lange, vielschichtige Geschichte zurück, die bis ins 12. Jahrhundert reicht. An dieser Stelle entstand zunächst der Laach-Hof, der nach der Überlieferung vom Ritter Gottfried von Lagheim oder Laichem gegründet wurde und früh eine zentrale Rolle als landwirtschaftlicher und herrschaftlicher Hof spielte. Bereits in der frühen Phase ging der Besitz in kirchliche Hände über, wodurch der Hof über Jahrhunderte hinweg eng mit kirchlicher Verwaltung und Nutzung verbunden blieb. Mit der Säkularisation um 1800 begann eine neue Epoche, in der der Laach-Hof mehrfach den Besitzer wechselte und sich die Nutzung den veränderten politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen anpasste. Einen entscheidenden Einschnitt markierte das Jahr 1910, als Clemens August Engels das Anwesen erwarb und anstelle des historischen Hofes das heutige Schloss Laach errichten ließ, das dem Zeitgeschmack des frühen 20. Jahrhunderts entsprach und dem Anwesen einen repräsentativen Charakter verlieh. Im Jahr 1932 ging das Schloss in den Besitz des damaligen Reichspräsidenten Franz von Papen über, was die überregionale Bedeutung des Anwesens unterstreicht. Seit 1962 gehört der ehemalige Hofkomplex der Firma Bayer, die auf dem Gelände eine landwirtschaftliche Versuchsstation betreibt und damit an die lange Tradition der landwirtschaftlichen Nutzung anknüpft. Das Schlossgebäude selbst wurde vom Kreis Rhein-Wupper übernommen und einer sozialen Nutzung zugeführt, indem es heute als Altersheim dient. Schloss Laach vereint damit mittelalterliche Ursprünge, neuzeitliche Schlossarchitektur und moderne Nutzungsformen zu einem vielschichtigen Zeugnis regionaler Geschichte und verdeutlicht den Wandel vom adeligen und kirchlichen Hof zu einem Ort mit wirtschaftlicher und sozialer Funktion. (c)WV
Weitere Informationen und Bilder finden Sie im Reiseführer Sehenswertes im Bergischen Land
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Tourismusinfos/Büro: Monheim, Schleiderweg 60; Besichtigung: vom Weg einsehbar; Info: Tel. +49(0)2173-930093
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Reiseführer Burgen und Schlösser in der Region Düsseldorf - Monheim, Haus Bürgel
Haus Bürgel blickt auf eine außergewöhnlich lange Geschichte von rund 2000 Jahren zurück und gehört zu den bedeutendsten historischen Orten im Raum Monheim. Ursprünglich befand sich hier ein römisches Kastell, das Teil der Grenzsicherung des Römischen Reiches war und strategisch günstig am Rhein lag. Die römischen Fundamente prägten den Ort nachhaltig und blieben auch nach dem Ende der römischen Herrschaft sichtbar und nutzbar. Im 14. Jahrhundert wurde auf diesen antiken Grundmauern ein vierflügeliges Haus errichtet, das die römische Bausubstanz integrierte und den Übergang von der militärischen Nutzung zu einem mittelalterlichen Wohn- und Wirtschaftshof markiert. Bis heute lassen sich die Lage und Struktur der römischen Wehrbauten im Gelände nachvollziehen und vermitteln eindrucksvoll die Kontinuität der Nutzung über viele Jahrhunderte hinweg. Die erhaltenen Mauern, Grundrisse und archäologischen Spuren machen Haus Bürgel zu einem einzigartigen Zeugnis der Verbindung von römischer Antike und mittelalterlicher Baugeschichte im Rheinland. Einen wichtigen Beitrag zum Erhalt und zur wissenschaftlichen Erforschung der Anlage leistete die Nordrhein-Westfalen-Stiftung für Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege, die eine umfassende Restaurierung ermöglichte und damit die historische Substanz dauerhaft sicherte. Zwischen 1989 und 1996 fanden intensive archäologische Ausgrabungen statt, die zahlreiche Funde aus römischer und mittelalterlicher Zeit zutage förderten und neue Erkenntnisse zur Nutzungsgeschichte des Ortes lieferten. Diese Funde werden heute im Eckturm des Hauses präsentiert und geben einen anschaulichen Einblick in das Alltagsleben der römischen Soldaten ebenso wie in die spätere mittelalterliche Nutzung der Anlage. Haus Bürgel vereint damit auf besondere Weise römische Militärgeschichte, mittelalterliche Baukultur und moderne Denkmalpflege und zählt zu den herausragenden kulturhistorischen Orten der Region. (c)WV
Weitere Informationen und Bilder finden Sie im Reiseführer Sehenswertes im Bergischen Land
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Tourismusinfos/Büro: Monheim, Richtung Düsseldorf-Benrath; Besichtigung: Öffnungszeiten erfragen; Tel. +49(0)2173-951140
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- ein Beispiel finden Sie unter "Sehenswertes entlang des Neckars". ÖPNV-Info: HSt. Haus Bürgel (Bus 788)

Reiseführer Burgen und Schlösser in der Region Düsseldorf - Odenthal, Burg Strauweiler
An einem malerischen Abhang oberhalb der Dhünn erhebt sich die mittelalterliche Burganlage Strauweiler und prägt bis heute eindrucksvoll die Kulturlandschaft von Odenthal. Die Anlage setzt sich aus drei eng miteinander verbundenen Burghäusern sowie einem Wirtschaftsgebäude mit Stallungen und Scheunen zusammen und vermittelt anschaulich den Charakter eines über Jahrhunderte gewachsenen Adelssitzes. Das älteste der Burghäuser entstand im 15. Jahrhundert und fällt durch seinen viergeschossigen Aufbau sowie das markante, hohe Walmdach auf, das dem Bau eine weithin sichtbare Präsenz verleiht. Diese frühe Bauphase verdeutlicht den repräsentativen Anspruch ebenso wie die Wehrhaftigkeit des ursprünglichen Sitzes. Im 16. und 17. Jahrhundert wurde die Burganlage durch zwei weitere Wohnbauten ergänzt, die das Ensemble erweiterten und an die veränderten Wohn- und Nutzungsansprüche ihrer Zeit angepasst wurden. Diese späteren Bauphasen fügen sich harmonisch in das Gesamtbild ein und spiegeln die architektonische Entwicklung vom spätmittelalterlichen Burgsitz hin zu einem stärker wohnlich geprägten Herrschaftsensemble wider. Die bauliche Geschlossenheit der Anlage dokumentiert eine kontinuierliche Nutzung über mehrere Jahrhunderte hinweg und macht die Anpassungsfähigkeit der Burg an wechselnde gesellschaftliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen deutlich. Burg Strauweiler steht damit exemplarisch für die Entwicklung kleinerer Adelsburgen im Bergischen Land und bewahrt bis heute ihren historischen Charakter als eindrucksvolles Zeugnis regionaler Bau- und Herrschaftsgeschichte. (c)WV
Weitere Informationen und Bilder finden Sie im Reiseführer Sehenswertes im Bergischen Land
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Tourismusinfos/Büro: Odenthal; Besichtigung: von der Straße einsehbar, privat; Info: Tel. +49(0)2202-977870
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Reiseführer Burgen und Schlösser in der Region Düsseldorf - Ratingen, Wasserschloss Linnep
Die Ursprünge des Wasserschlosses Linnep bei Ratingen reichen mehr als tausend Jahre zurück und machen die Anlage zu einem der ältesten Adelssitze der Region. Besonders der mächtige Bergfried wird aufgrund bauhistorischer Merkmale auf dieses hohe Alter datiert und gilt als eindrucksvolles Zeugnis frühmittelalterlicher Wehrarchitektur. Von 1093 bis etwa 1500 befand sich das Anwesen im Besitz der Herren von Linnep, die dem Schloss nicht nur ihren Namen gaben, sondern es über mehrere Generationen hinweg als Herrschafts- und Verwaltungssitz prägten. Nach dem Ende dieser langen Besitzphase wechselten die Eigentümer mehrfach, was sich in unterschiedlichen baulichen Anpassungen und Nutzungsänderungen widerspiegelt und die wechselvolle Geschichte des Schlosses anschaulich dokumentiert. Eine grundlegende bauliche Neugestaltung erfolgte im Jahr 1769 mit dem Neubau des Herrenhauses, das dem Schloss eine repräsentative und zugleich wohnliche Prägung verlieh. Im Jahr 1790 wurde die Vorburg errichtet, die das Ensemble vervollständigte und die funktionale Trennung zwischen herrschaftlichem Wohnen und wirtschaftlicher Nutzung deutlich machte. Diese Bauphasen prägen bis heute das Erscheinungsbild des Wasserschlosses und spiegeln die architektonischen Vorlieben des späten 18. Jahrhunderts wider. Einen weiteren prägenden Abschnitt erlebte Schloss Linnep im Jahr 1855, als das Anwesen von den Grafen von Spee erworben wurde, die bis heute Eigentümer sind. Unter ihrer Ägide erfolgten weitere Umbauten und behutsame Modernisierungen, mit dem Ziel, das Schloss zeitgemäßen Bedürfnissen anzupassen und zugleich den historischen Charakter und die gewachsene Bausubstanz zu bewahren. Wasserschloss Linnep vereint damit frühmittelalterliche Ursprünge, barocke und klassizistische Bauphasen sowie die Kontinuität adeliger Nutzung zu einem vielschichtigen Zeugnis regionaler Geschichte und bleibt ein markantes Element der historischen Kulturlandschaft rund um Ratingen. (c)WV
Weitere Informationen und Bilder finden Sie im Reiseführer Sehenswertes im Bergischen Land
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Tourismusinfos/Büro: Ratingen-Breitscheid, Linneper Weg; Besichtigung: nur vom Weg einsehbar;
Info: Touristinformation: Tel. +49(0)2102-550.4111
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Reiseführer Burgen und Schlösser in der Region Düsseldorf - Ratingen, Wasserburg 'Haus zum Haus'
An der Stelle der heutigen Wasserburg Haus zum Haus in Ratingen befand sich bereits im 12. oder 13. Jahrhundert ein Gehöft, das den Ausgangspunkt für die spätere Entwicklung der Anlage bildete. In der Folge errichteten die Herren vom Haus eine neue Burganlage, die als Wasserburg ausgebaut wurde und vermutlich Teil einer ganzen Kette von Befestigungen war, welche die strategisch wichtige Angerlinie sichern sollten. Diese Lage verlieh der Burg eine militärische und territoriale Bedeutung, die über mehrere Jahrhunderte hinweg Bestand hatte. Bis ins 16. Jahrhundert wurde die Anlage schrittweise erweitert und ausgebaut, wobei sich ihre Struktur immer wieder den veränderten Anforderungen von Verteidigung, Wohnen und Wirtschaft anpasste. Die fortlaufenden Bauphasen führten zu einem vielschichtigen Ensemble, das mittelalterliche Wehrarchitektur mit späteren Ergänzungen verband. Im 18. Jahrhundert ging Wasserburg Haus zum Haus in den Besitz der Grafen von Spee über und verlor in dieser Zeit zunehmend ihre militärische Funktion, da sie vor allem landwirtschaftlich genutzt wurde. Mit dieser veränderten Nutzung begann ein schleichender baulicher Niedergang, der im Laufe der Zeit zum Verfall weiter Teile der Anlage führte. Einen entscheidenden Wendepunkt markierte das Jahr 1973, als die Burg an den Architekten Lambert übertragen wurde. Mit großem Engagement und fachlicher Sorgfalt ließ er die stark verfallenen Bauten instand setzen und bewahrte die historische Substanz vor dem vollständigen Verlust. Durch diese Restaurierung konnte Wasserburg Haus zum Haus als bedeutendes Zeugnis mittelalterlicher Burgenbaukunst erhalten bleiben und vermittelt bis heute anschaulich die Entwicklung einer rheinischen Wasserburg von ihren Anfängen als Gehöft über ihre Blütezeit als Befestigungsanlage bis hin zur modernen Denkmalpflege. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Ort: Ratingen; Besichtigung: nur außen und Innenhof, privat; Info: Touristinformation: Tel. +49(0)2102-550.4111
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Reiseführer Burgen und Schlösser in der Region Düsseldorf - Rommerskirchen, Burgg Anstel
Burg Anstel, auch als Wasserburg Anstel bekannt, gilt als das älteste profane Baudenkmal in Rommerskirchen und wurde erstmals im Jahr 1155 urkundlich erwähnt. Ihre Ursprünge liegen in einem steinernen romanischen Wohnturm, der als frühmittelalterlicher Adelssitz diente und den Grundstein für die spätere Entwicklung der Anlage legte. Über Jahrhunderte hinweg blieb Burg Anstel ein prägender Herrschaftsort im Ortsteil Anstel und wurde von verschiedenen Adelsfamilien bewohnt, darunter zunächst die Ritter von Anstel und später die Familie von Siegenhofen, die das Anwesen weiterentwickelten und an die jeweiligen Wohn- und Nutzungsansprüche anpassten. Eine grundlegende bauliche Veränderung erfuhr die Burg im Jahr 1722, als der mittelalterliche Wohnturm zu einer barocken Wohnanlage umgebaut wurde und damit ihren heutigen Charakter als herrschaftlicher Landsitz erhielt. Die zweigeschossige Backsteinanlage mit Mansardwalmdach und Sandsteinfenstern spiegelt den Stil des frühen 18. Jahrhunderts wider und verbindet repräsentatives Wohnen mit ländlicher Funktionalität. Umgeben ist die Burg von einem Wassergraben, der die ursprüngliche Wehrhaftigkeit der Anlage erahnen lässt und über eine Backsteinbrücke den Zugang zum Burghof ermöglicht. Seit dem Jahr 1911 befindet sich Burg Anstel im Besitz der Familie Jochemich, die das Anwesen in einen landwirtschaftlichen Betrieb mit Reitstall integrierte und damit eine neue Nutzungsphase einleitete. Die Vorburg wurde im 20. Jahrhundert durch moderne Wirtschaftsgebäude ergänzt, die den landwirtschaftlichen Betrieb unterstützen, ohne den historischen Kern der Anlage wesentlich zu beeinträchtigen. Heute wird Burg Anstel neben der Landwirtschaft auch als Reitbetrieb genutzt und verbindet damit historische Bausubstanz mit zeitgemäßer Nutzung. Die Anlage steht exemplarisch für den Wandel vom mittelalterlichen Adelssitz über eine barocke Wohnburg hin zu einem modernen, lebendig genutzten Gutshof und bewahrt als ältestes weltliches Bauwerk der Gemeinde ein bedeutendes Stück regionaler Geschichte. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Aktuelle Infos, Öffnungs- und Fahrzeiten, Stadtführungen, Eintritts- und Fahrpreise
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Reiseführer Burgen und Schlösser in der Region Düsseldorf - Velbert, Schloss Hardenberg
Schloss Hardenberg entstand vermutlich im 13. Jahrhundert als wehrhafte Wasserburg und liegt heute im Zentrum des Velberter Stadtteils Neviges, wo es trotz städtischer Umgebung seinen historischen Charakter bewahrt hat. Die Anlage diente ursprünglich der Sicherung und Kontrolle des umliegenden Gebietes und war Teil des dichten Netzes mittelalterlicher Herrschaftssitze im Bergischen Land. Erstmals urkundlich erwähnt werden die Herren von Hardenberg im Jahr 1354 als Besitzer des Schlosses, dessen Name sich bis heute erhalten hat und auf dieses Adelsgeschlecht zurückgeht. Im Laufe des Mittelalters wechselte das Schloss mehrfach den Eigentümer, was auf die politischen, wirtschaftlichen und dynastischen Veränderungen jener Zeit zurückzuführen ist. Dabei wurde Schloss Hardenberg häufig als Anlageobjekt gehandelt und diente weniger als dauerhaft genutzter Wohnsitz, sondern vielmehr als wirtschaftlicher und strategischer Besitz. Diese häufigen Besitzerwechsel führten dazu, dass die Anlage immer wieder angepasst, verändert oder nur eingeschränkt genutzt wurde, was ihre Entwicklung nachhaltig prägte. Trotz dieser wechselvollen Geschichte blieb der Grundcharakter der ehemaligen Wasserburg erhalten und ist bis heute im Baukörper und der Lage der Anlage erkennbar. In der Neuzeit verlor Schloss Hardenberg seine ursprüngliche militärische und herrschaftliche Funktion und wurde zunehmend in das städtische Umfeld integriert. Heute befindet sich das Schloss im Eigentum der Stadt Velbert, die damit Verantwortung für den Erhalt dieses historischen Bauwerks übernommen hat. Schloss Hardenberg steht exemplarisch für den Wandel mittelalterlicher Burganlagen vom wehrhaften Adelssitz über wechselnde Besitzverhältnisse hin zu einem historischen Bauwerk mit öffentlicher Bedeutung und bleibt ein wichtiger Bestandteil der Stadt- und Regionalgeschichte von Velbert. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Velbert-Neviges, Zum Hardenberger Schloss 4; Besichtigung: vom Weg einsehbar; Info: Tel. +49(0)2053-912212
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Reiseführer Burgen und Schlösser in der Region Düsseldorf - Wülfrath, Wasserburg Düssel
Die Wasserburg Düssel in Wülfrath geht auf einen historischen Rittersitz der Herren von Düssel zurück, die im Jahr 1298 urkundlich erwähnt wurden, und entwickelte sich aus einem noch älteren Fronhof des Kölner Gereonstiftes, wodurch ihre Bedeutung bereits im Hochmittelalter belegt ist. Die Anlage war über Jahrhunderte hinweg ein wichtiger herrschaftlicher und wirtschaftlicher Mittelpunkt der Region und vereinte landwirtschaftliche Nutzung mit repräsentativem Wohnen und wehrhafter Sicherung. Eine besondere historische Stellung erhielt die Wasserburg im Jahr 1570, als sie als einziges Gebäude einer verheerenden Feuersbrunst entging und damit als seltenes Zeugnis der damaligen Bausubstanz erhalten blieb. Die zweiteilige Anlage ist von breiten Wassergräben umgeben, die den ursprünglichen Verteidigungszweck deutlich erkennen lassen und zugleich den Charakter einer klassischen rheinischen Wasserburg prägen. Im Jahr 1789 wurde die dreiflügelige Vorburg errichtet, die das Ensemble architektonisch ergänzte und die Anlage funktional erweiterte, insbesondere im Hinblick auf Wirtschaft und Verwaltung. Das ursprüngliche Herrenhaus der Burg erlitt im Laufe der Jahrhunderte erhebliche Zerstörungen und wurde nach 1945 durch ein Wohnhaus ersetzt, was den Wandel der Nutzung und die Anpassung an moderne Wohnbedürfnisse widerspiegelt. Trotz dieser tiefgreifenden Veränderungen ist die historische Struktur der Wasserburg Düssel weiterhin gut nachvollziehbar und vermittelt einen anschaulichen Eindruck von der Entwicklung eines mittelalterlichen Fronhofes hin zu einem adeligen Rittersitz und schließlich zu einer Anlage der frühen Neuzeit. Die Wasserburg Düssel bleibt damit ein bedeutendes Zeugnis regionaler Geschichte und ein prägendes Element der historischen Kulturlandschaft von Wülfrath. (c)WV
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Tourismusinfos/Büro: Wülfrath-Düssel; Besichtigung: außen zugänglich; Info: Tel. +49(0)2058-18.0
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Herausgeber: Walder-Verlag
Redaktion: Ingrid Walder und Achim Walder
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Text: Ingrid Walder und freie Mitarbeiter*innen und Mitarbeiter*innen des Walder-Verlags
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