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Reiseführer Europa

(c) Ingrid + Achim Walder

Reiseführer Liparische Inseln - Stromboli und Siziliens
und ausgewählte Ziele im östlichen Teil Siziliens im Oktober


Walder-Verlag Reisetipps-Europa Reiseimpressionen Sizilien und Liparische Inseln - Reise-Impressionen Liparische Inseln - Stromboli und Sizilien

Reiseführer Liparische oder Äolische Inseln und Ziele auf Sizilien

Die Liparischen oder Äolischen Inseln vor der Nordküste Siziliens im Tyrrhenischen Meer zählen trotz ihrer Nähe zum Festland noch immer zu den weniger bekannten Reisezielen Süditaliens. Rund 30 bis 80 Kilometer vom Hafen Milazzo entfernt, erreichen Besucher die sieben bewohnten Inseln ausschließlich mit dem Schiff. Sie sind vulkanischen Ursprungs und von einer außergewöhnlichen geologischen Vielfalt geprägt. Der Stromboli ist durch seine ständige Aktivität als einer der wenigen weltweit regelmäßig ausbrechenden Vulkane bekannt und bietet ein beeindruckendes Schauspiel glühender Lava, das besonders in der Nacht zur Geltung kommt. Auch die Insel Vulcano zeigt mit ihren Fumarolen, aus denen heiße Schwefelgase austreten, sichtbare Spuren innerer Erdkräfte. Die Inselgruppe umfasst rund 14.000 Einwohner und besitzt trotz ihrer kompakten Größe eine erstaunliche landschaftliche und kulturelle Vielfalt. Lipari, als größte und bevölkerungsreichste Insel, bildet das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum mit archäologischen Stätten, einem Kastell aus normannischer Zeit und typischer mediterraner Bebauung in den Gassen der Altstadt. Auf Vulcano erinnern Schwefelquellen und Thermalbecken an antike Heilbäder, während Salina mit ihren bewaldeten Hängen, dem Anbau von Kapern und der Produktion des süßen Malvasia-Weins eine grünere, landwirtschaftlich geprägte Atmosphäre vermittelt. Die übrigen Inseln wie Panarea, Filicudi, Alicudi und Stromboli sind kleiner und ursprünglich geblieben, jede mit eigenem Charakter und besonderem landschaftlichen Reiz. Trotz spärlicher Sandstrände steht auf allen Inseln nicht der Badetourismus, sondern das Naturerlebnis im Vordergrund. Eine einwöchige Reisezeit erlaubt bei guter Planung einen Überblick über die gesamte Inselgruppe. Auf dem Rückweg von den Inseln über Milazzo bietet sich ein mehrtägiger Aufenthalt in Taormina an. Diese Stadt hoch über der Küste ist durch ihr gut erhaltenes antikes Theater bekannt, das mit einem Blick auf den Ätna zu den eindrucksvollsten Orten Siziliens zählt. Taormina bildet zugleich einen günstigen Ausgangspunkt für Exkursionen an die Ostküste Siziliens, etwa zum Ätna selbst, zu den barocken Bauwerken von Syrakus oder zu den malerischen Stränden der Ionischen Küste. Die Liparischen Inseln und das östliche Sizilien verbinden auf besondere Weise vulkanische Ursprungslandschaften mit antiker Kultur und mediterraner Baukunst zu einem vielfältigen historischen und geographischen Erlebnisraum. (c)WV

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Mitarbeiter/innen: Ralf Bayerlein, Peter Höhbusch, Christoph Riedel, Manfred Diekenbrock, Eva Lenhof, Sebastian Walder, Elke Beckert,
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Reise-Impressionen Sizilien - Liparische Inseln - Stromboli

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Reise-Impressionen Isola di Lipari*** - Liparische Inseln

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Reise-Impressionen Lipari*** - Liparische Inseln

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Isola di Lipari***

Sehenswürdigkeiten: Festung, Dom San Bartolomeo, Archäologische Museum

Lipari ist die größte und bevölkerungsreichste der Liparischen Inseln nördlich von Sizilien und zählt rund 11.300 Einwohner, von denen etwa 5.000 in der gleichnamigen Hauptstadt an der Ostküste leben. Die Insel war bereits in der Jungsteinzeit besiedelt und verdankt ihre historische Bedeutung dem Obsidianvorkommen vulkanischen Ursprungs, das über Jahrtausende als wichtiges Handelsgut diente. In der Antike war Lipari Teil der griechischen Kolonialwelt und später römischer Herrschaft unterstellt, im Mittelalter wechselten die Machtverhältnisse zwischen Byzantinern, Arabern und Normannen. Der Ortskern der Hauptstadt Lipari erhebt sich auf einem markanten Basaltfelsen zwischen zwei Naturhäfen, der Marina Lunga für größere Fährverbindungen und der Marina Corta, von der aus kleinere Boote zu den Nachbarinseln starten. Im Mittelpunkt des Ortes steht die mittelalterliche Festung, eine wehrhafte Anlage aus dem 13. Jahrhundert, die unter Kaiser Karl V. im 16. Jahrhundert weiter ausgebaut wurde und mit ihren massiven Bastionen eindrucksvoll über dem Hafen thront. Innerhalb der Festungsmauern befindet sich der Dom San Bartolomeo, der ursprünglich im 12. Jahrhundert auf den Resten eines antiken Tempels errichtet und nach der Zerstörung durch einen Piratenüberfall 1654 barock erneuert wurde. Besonders bemerkenswert ist der gut erhaltene Kreuzgang aus der romanischen Bauphase, der noch aus dem 12. Jahrhundert stammt und heute zu den wenigen architektonischen Zeugnissen dieser Epoche auf den Inseln zählt. Unmittelbar neben dem Dom erstreckt sich das Archäologische Museum von Lipari, das in mehreren historischen Gebäuden untergebracht ist und eine bedeutende Sammlung antiker Funde beherbergt. Die Ausstellung reicht von prähistorischen Keramiken über griechische Grabbeigaben bis zu frühchristlichen Objekten und verdeutlicht die kontinuierliche Besiedlung und kulturelle Entwicklung der Insel seit der Steinzeit. Im Bereich der einstigen Festungsanlage finden sich zudem Ruinen griechischer Befestigungen und römischer Gräber. Zu den industriellen Relikten der jüngeren Vergangenheit zählen die aufgelassenen Bimssteinwerke im Nordosten der Insel, die über Jahrzehnte einen bedeutenden Wirtschaftszweig darstellten und noch heute als Ruinen an die industrielle Phase des 20. Jahrhunderts erinnern. Die Landschaft Liparis ist durch ihren vulkanischen Ursprung geprägt, mit zerklüfteten Küstenlinien, erodierten Lavakegeln und terrassierten Hängen, die teilweise landwirtschaftlich genutzt werden. Eine Erkundung der Insel per Linienbus erschließt eindrucksvolle Aussichtspunkte auf benachbarte Inseln, ehemalige Krater und abgelegene Siedlungen mit traditionellen Steinbauten. Die geologischen Formationen und die weiten Ausblicke über das Tyrrhenische Meer machen Lipari zu einem besonderen Ziel im archipelischen Kontext. (c)WV

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Reise-Impressionen Inselrundfahrt** - Isola di Lipari - Liparische Inseln

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Inselrundfahrt** - Isola di Lipari

Die Isola di Lipari offenbart ihren vulkanischen Ursprung und die Vielfalt ihrer geologischen Formationen besonders eindrucksvoll bei einer Umrundung entlang der Küstenlinie, die meist vom Hafen Marina Corta aus beginnt. Die Route führt entlang zerklüfteter Basaltklippen, weiß leuchtender Bimssteinabbrüche und steil abfallender Felswände, die in jahrtausendelanger Wechselwirkung von Lava, Wind und Meer entstanden sind. Vor der Westküste ragen die markanten Felsen bei Punta di Perciato aus dem Wasser, während die Aussicht vom Meer auf die Klippen bei Quattrocchi einen der eindrucksvollsten Küstenabschnitte der Insel eröffnet. Diese vulkanischen Steilwände, geformt durch erkaltete Lavaströme, bilden mit dem dunkelblauen Wasser einen starken landschaftlichen Kontrast. Nördlich davon liegt die Spiaggia Bianca mit ihren hellen Bimssteinformationen, die durch industrielle Abtragungen im 20. Jahrhundert entstand und heute ein einzigartiges geologisches Bild bietet. Grotten, Felsbögen und kleine Buchten gliedern die Küste, an der sich Spuren früherer vulkanischer Aktivität ebenso zeigen wie die heute ruhige maritime Landschaft. Die Fahrt um die Insel eröffnet zugleich weite Ausblicke auf die benachbarten Inseln des Archipels, darunter Salina mit ihren markanten Doppelgipfeln und der Stromboli am Horizont. Die natürliche Vegetation der Steilhänge mit Macchia, Feigenkakteen und Kapernsträuchern sowie die in kleinen Buchten brütenden Seevögel zeugen von der Anpassung an ein trockenes, sonnenreiches Klima. An mehreren Punkten der Umrundung wird der Einfluss des Menschen sichtbar: ehemalige Bimssteinbrüche im Nordosten, vereinzelte Steinhäuser auf Terrassenfeldern und Reste kleiner Fischeranlegestellen. Die gesamte Küstenlinie Liparis präsentiert sich als ein geologisches Freiluftmuseum, das in eindrucksvoller Weise Zeugnis gibt vom Zusammenspiel vulkanischer Prozesse und maritimer Erosion. (c)WV

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Reise-Impressionen Isola di Vulcano*** - Liparische Inseln

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Isola Vulcano***

Sehenswürdigkeiten: Vulkankrater, Schwefelschlammbad

Vulcano ist die südlichste der Liparischen Inseln und trennt sich durch eine schmale Meerenge nur etwa einen Kilometer von Lipari. Die Insel war in der Antike bekannt als Ort der Götterwerkstatt des Hephaistos und wurde durch ihren intensiven Vulkanismus zu einem mythisch aufgeladenen Ort. Bis ins späte 19. Jahrhundert kam es zu aktiven Ausbrüchen, seither dominiert ein permanenter Fumarolenbetrieb das geologische Geschehen. Bereits bei der Annäherung mit dem Schiff sind die weißen Dampfsäulen der Schwefelquellen sichtbar, die aus zahlreichen Öffnungen des Gran Cratere aufsteigen. Dieser Hauptkrater erhebt sich 391 Meter über dem Meeresspiegel und gehört zu den eindrucksvollsten vulkanischen Formationen des Archipels. Der Aufstieg auf den Kraterrand führt über einen steinigen, stellenweise steil ansteigenden Weg und gewährt auf dem Gipfel einen weiten Blick in die kreisrunde Caldera mit ihren gelblichen Schwefelausfällungen und permanenten Dampfaustritten. Der Boden entlang des Kraterrandes erreicht stellenweise Temperaturen, die festes Schuhwerk notwendig machen. Die vulkanische Aktivität zeigt sich auch in den sogenannten Solfatarenfeldern, wo heiße Gase schwefelig riechend aus dem Gestein austreten und durch chemische Reaktionen mit der feuchten Luft farbige Ablagerungen hinterlassen. Unweit des Fährhafens Porto Levante befindet sich ein künstlich angelegtes Schwefelschlammbad, gespeist von Thermalquellen, das seit dem 20. Jahrhundert als Thermalstätte genutzt wird. Das stark mineralisierte Wasser und der Schwefelschlamm gelten als medizinisch wirksam, insbesondere bei Haut- und Gelenkbeschwerden, wobei die intensive Geruchsentwicklung ein charakteristisches Merkmal bleibt. Die Küstenlinie von Vulcano ist geprägt von schwarzen Lavastränden, steilen Klippen und kleineren Buchten, die sich an der Ost- und Südseite der Insel zwischen den erstarrten Lavaströmen öffnen. Vegetation findet sich nur in tieferen Lagen, vor allem mit Macchia, wilden Oliven und einzelnen Feigenkakteen. Die geologische Struktur Vulcanos mit dem noch aktiven Krater, thermalen Erscheinungen und Spuren früherer Ausbrüche bildet ein eindrucksvolles Beispiel für die Dynamik der Erdkruste und macht die Insel zu einem markanten Schauplatz vulkanischer Prozesse im Tyrrhenischen Raum. (c)WV

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Reise-Impressionen Isola di Salina*, Alcudi* und Filicudi* - Liparische Inseln

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Isola di Salina*

Sehenswürdigkeiten: Wallfahrtskirche Madonna del Terzite

Salina ist die zweitgrößte Insel des Liparischen Archipels und nimmt innerhalb der Inselgruppe eine Sonderstellung ein, da sie als einzige über eine eigenständige Verwaltung mit drei Gemeinden verfügt. Ihre markante Silhouette wird durch zwei erloschene Vulkane geprägt, den Monte Fossa delle Felci mit 962 Metern und den Monte dei Porri mit 860 Metern, die weithin sichtbar aus dem Tyrrhenischen Meer aufragen. Diese doppelte Gipfelform verleiht Salina eine unverwechselbare topographische Gestalt. Der Hauptort Santa Marina Salina an der Ostküste bildet das wirtschaftliche Zentrum der Insel und ist gleichzeitig der wichtigste Hafen. Charakteristisch für die Insel sind die weiß getünchten Häuser, die sich entlang der Küste und an den Hängen der Kraterterrassen ziehen, sowie die gepflegte Vegetation mit Rebstöcken, Kapernsträuchern und Obstbäumen, die durch eigene Wasserquellen begünstigt wird – eine Besonderheit innerhalb des ansonsten wasserarmen Archipels. Zu den bedeutenden Sehenswürdigkeiten gehört die Wallfahrtskirche Madonna del Terzito, die 1630 in der zentralen Ortschaft Valdichiesa errichtet wurde. Sie liegt an einem historischen Pilgerweg, der den Ost- mit dem Westteil der Insel verbindet, und wurde mehrfach erweitert. Heute ist sie das spirituelle Zentrum Salinas und ein architektonisch schlichtes, aber wirkungsvolles Zeugnis barocker Frömmigkeit mit weißer Fassade und freistehendem Campanile. Ein weiteres geologisches Merkmal stellt der halb eingestürzte Krater von Pollara dar, dessen nördlicher Rand zum Meer hin abgebrochen ist und so eine sichelförmige Bucht mit steilen Felswänden bildet. Die Siedlung Pollara liegt am inneren Hang des einstigen Kraters und zählt zu den abgelegensten und ursprünglichsten Orten der Insel. Die geologische Vergangenheit Salinas als vulkanisch geformte Doppelinsel, ihre fruchtbare Vegetation und die Mischung aus religiösem Erbe und naturgeographischer Eigenart machen sie zu einem bedeutenden Bestandteil der Liparischen Inseln. (c)WV

Isola di Alicudi*

Alicudi ist die westlichste und zugleich abgeschiedenste der Liparischen Inseln, mit einer Fläche von nur etwa 5 Quadratkilometern und einer dauerhaft ansässigen Bevölkerung von rund 100 Menschen. Die Insel erhebt sich als stark geneigter, erloschener Vulkankegel aus dem Tyrrhenischen Meer und war bereits in der Antike bekannt, blieb jedoch aufgrund ihrer geringen Größe und Abgelegenheit stets dünn besiedelt. Einziger Anlaufpunkt für Boote ist der kleine Anleger Alicudi Porto an der Ostküste, an dem sich ein kurzer gepflasterter Weg entlang des Ufers erstreckt, bevor dieser im Geröllhang endet. Darüber hinaus ist die gesamte Infrastruktur der Insel durch Maultierpfade und steile Treppenverbindungen geprägt, die sich in Serpentinen entlang des Hangs ziehen und die wenigen verstreuten Häuser miteinander verbinden. Fahrzeuge fehlen vollständig, stattdessen übernehmen Tragtiere den Transport von Waren und Gepäck. Die traditionelle Bauweise aus Naturstein, mit flachen Dächern und kleinen Fenstern, fügt sich harmonisch in das steile Gelände ein. Historisch wurde Alicudi über Jahrhunderte hinweg landwirtschaftlich genutzt, vor allem für den Anbau von Gerste, Linsen und Feigen, wobei Terrassierungen an den Hängen zeugenhaft erhalten sind. Die karge Vegetation besteht aus mediterraner Macchia, Ginster, Feigenkakteen und wildem Thymian, während die vulkanischen Gesteine, die das Bild der Insel prägen, auf ein Alter von über 100.000 Jahren zurückgehen. Die Küstenlinie ist weitgehend steil und unzugänglich, unterbrochen nur von kleineren Felsbuchten mit dunklem Lavagestein. Alicudi besitzt weder museale Einrichtungen noch Kirchen von kunsthistorischer Bedeutung, jedoch ist gerade die ursprüngliche Topografie mit ihren vulkanischen Formen und der völligen Abwesenheit moderner Strukturen ein eindrucksvolles Beispiel für die unberührte Insellandschaft des Archipels. (c)WV

Isola di Filicudi*

Sehenswürdigkeiten: bronzezeitlichen Siedlung, Felsnekropole

Filicudi zählt zu den westlicheren Inseln des Liparischen Archipels und umfasst eine Fläche von etwa neun Quadratkilometern. Die Insel ist vulkanischen Ursprungs und wird von mehreren erloschenen Kratern geprägt, darunter der Monte Fossa Felci mit 774 Metern als höchste Erhebung. Rund 240 Menschen leben dauerhaft auf Filicudi, viele von ihnen in den verstreut liegenden Weilern entlang der Hänge und in der kleinen Hafenansiedlung Filicudi Porto im Südosten, wo die Schiffe anlegen. Eine asphaltierte Straße verbindet den Hafen mit dem höher gelegenen Dorf Valle Chiesa, das von weißen, würfelförmigen Wohnhäusern mit flachen Dächern und kleinen Kuppelkirchen geprägt ist. Oberhalb dieses Dorfes befindet sich die bedeutendste archäologische Stätte der Insel: eine bronzezeitliche Siedlung auf dem Capo Graziano, die durch terrassenförmige Hausfundamente, Keramikreste und Spuren früher Bewirtschaftung einen Einblick in die prähistorische Besiedlung der Insel vermittelt. In unmittelbarer Nähe dieser Siedlung liegt die Felsnekropole von Filicudi, ein antikes Grabfeld mit mehreren in den Fels gehauenen Kammern, das die frühzeitliche Bestattungskultur in der Region dokumentiert. Diese Grabstätten aus der mittleren Bronzezeit zeigen einfache rechteckige Formen und wurden vermutlich über einen längeren Zeitraum hinweg genutzt. Die Küstenlinie Filicudis ist größtenteils steil und felsig, durchzogen von kleinen Grotten, Klippen und vorgelagerten Felsformationen wie der markanten Felsnadel La Canna, einem 85 Meter hohen Basaltpfeiler westlich der Küste, der vulkanischen Ursprungs ist und durch Erosion freigelegt wurde. Die Vegetation besteht aus typischer Macchia, Feigenkakteen, wilden Oliven und duftenden Kräutern wie Rosmarin und Thymian. Die geologische Struktur, das trockene Klima und die abgeschiedene Lage machen Filicudi zu einem bedeutenden Naturraum innerhalb des Archipels, in dem sich frühe Siedlungsspuren und ursprüngliche Landschaft in eindrucksvoller Weise überlagern. (c)WV


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Reise-Impressionen Isola di Panarea* - Liparische Inseln

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Isola di Panarea*

Panarea ist mit einer Fläche von rund 3,4 Quadratkilometern die kleinste bewohnte Insel des Liparischen Archipels und zählt etwa 300 ständige Einwohner. Die Insel ist vulkanischen Ursprungs und wird von mehreren Kegeln geprägt, darunter Punta del Corvo mit 421 Metern als höchste Erhebung. In der Antike war Panarea unter dem Namen Euonymos bekannt und wurde bereits in der Bronzezeit besiedelt, wie Funde aus der Siedlung am Capo Milazzese belegen, deren Fundamentreste auf einer felsigen Terrasse oberhalb der Steilküste erhalten sind. Die heutige Bebauung konzentriert sich auf die Ortschaft San Pietro im Osten der Insel, wo sich zwischen schmalen Wegen und blühenden Gärten weiß getünchte Wohnhäuser mit flachen Dächern und farbigen Fensterläden an den Hang schmiegen. Die dichte Bebauung und die geringe Größe verleihen Panarea ein geschlossenes Ortsbild mit stark mediterranem Charakter. Der Hauptanleger befindet sich südlich des Ortskerns und dient auch als Ausgangspunkt für Küstenrundfahrten zu den vorgelagerten Felsinseln Basiluzzo, Dattilo und Lisca Bianca, die geologisch zum gleichen Vulkankomplex gehören und heute unbewohnt sind. Besonders markant ist die zerklüftete Küstenlinie Panareas mit steilen Basaltwänden, dunklen Grotten und von Lava geformten Buchten. Der Zugang zum Meer erfolgt meist über schmale Pfade oder steinerne Treppen, die sich zwischen den Gebäuden und Gärten hindurchziehen. Die Vegetation auf der Insel beschränkt sich auf niedrig wachsende Macchia, Kapernsträucher, Agaven und Feigenkakteen, die sich in die trockene Landschaft einfügen. Das durchlässige Vulkangestein und das Fehlen größerer Süßwasserquellen führen zu einer weitgehend regenabhängigen Versorgung. Trotz ihrer geringen Größe zählt Panarea aufgrund ihrer geologischen Vielfalt, ihrer bronzezeitlichen Spuren und der harmonischen Architektur zu den kulturell wie landschaftlich reizvollen Zielen innerhalb der Inselgruppe. (c)WV

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Reise-Impressionen Isola di Stromboli*** - Liparische Inseln

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Isola di Stromboli***

Sehenswürdigkeiten: aktiver Vulkan

Stromboli gehört zu den nördlichsten Inseln des Liparischen Archipels und ragt als fast symmetrischer Vulkanberg steil aus dem Tyrrhenischen Meer empor. Der Gipfel erreicht eine Höhe von 950 Metern über dem Meeresspiegel, wobei sich der aktive Krater auf etwa 700 Metern Höhe befindet. Der Vulkan gehört zu den weltweit wenigen ständig aktiven Feuerbergen und ist seit der Antike durch seine regelmäßigen Eruptionen bekannt, was ihm den Beinamen Isola di Fuoco eintrug. Die Ausbrüche erfolgen in kurzen Intervallen über mehrere kleine Krateröffnungen, wobei glühende Schlacken und Lavafontänen in den Nachthimmel geschleudert werden. Ein Großteil des Auswurfmaterials fällt in den Krater zurück oder gleitet über die sogenannte Sciara del Fuoco, eine steile Geröllflanke auf der Nordwestseite der Insel, ins Meer hinab. Diese geologische Struktur bildet zugleich ein Sicherheitsventil des Vulkans und ist vom Meer aus besonders gut sichtbar. Die rund 450 Einwohner leben in den Orten Stromboli und Ginostra, die durch ihre Lage im Osten und Südwesten außerhalb des Gefahrenbereichs liegen. Die dörfliche Bebauung ist durch weiße Flachdachhäuser mit kleinen Fensteröffnungen und engen Wegen geprägt und passt sich der steilen Topographie an. Das Inselinnere ist unwegsam und wird von vulkanischem Gestein, Geröllfeldern und spärlicher Vegetation aus Ginster, Kapernsträuchern und wilden Feigen dominiert. Der Aufstieg zum Kraterrand ist nur im Rahmen geführter Touren erlaubt, die aus Sicherheitsgründen reglementiert sind, nachdem es in der jüngeren Vergangenheit zu Unfällen gekommen war. Der Zugang erfolgt über die Südostflanke des Vulkans, wobei der Weg in zahlreichen Kehren durch Lavageröll führt und Trittsicherheit sowie körperliche Ausdauer voraussetzt. Von der Serra Vancuru auf rund 924 Metern Höhe bietet sich bei klarem Wetter ein freier Blick auf die Kraterzone und bei Dunkelheit auf die glühenden Ausbrüche. In der Umgebung Strombolis finden sich zudem unterseeische Vulkanschlote und geothermisch aktive Zonen, die eine vielfältige Meeresfauna begünstigen. Der Vulkan dominiert als geologisches und visuelles Zentrum das Landschaftsbild der Insel und zählt durch seine regelmäßige Aktivität zu den am besten erforschten und zugleich eindrucksvollsten Feuerbergen Europas. (c)WV

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Reise-Impressionen Taormaina*** - Sizilien

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Taormaina***

Sehenswürdigkeiten: Griechische Theater,

Taormina erstreckt sich auf einem Felsplateau hoch über der Ostküste Siziliens und bietet bei klarer Sicht weite Ausblicke auf die Bucht von Naxos und den dominierenden Ätna im Hintergrund. Die strategische Höhenlage war bereits in der Antike geschätzt, als griechische Siedler im 4. Jahrhundert v. Chr. eine befestigte Stadt gründeten, die später von den Römern übernommen und weiterentwickelt wurde. Das bedeutendste archäologische Zeugnis dieser Zeit ist das Griechische Theater, das ursprünglich im 3. Jahrhundert v. Chr. errichtet und unter römischer Herrschaft ausgebaut wurde. Es ist halbkreisförmig in den Hang gebaut, mit einer Bühne, deren Rückwand eine bewusste Öffnung lässt, durch die sich der Blick auf den Ätna und das Meer öffnet. Diese architektonische Ausrichtung verleiht dem Theater eine einzigartige Kulisse und macht es zu einem der eindrucksvollsten antiken Bauwerke Siziliens. Die Tribünen bestehen aus Kalkstein und bieten Platz für etwa 5.000 Zuschauer. Bis heute wird das Theater für Veranstaltungen genutzt, wobei die ursprüngliche Akustik und das harmonische Zusammenspiel von Baukunst und Landschaft erhalten geblieben sind. In der Stadt finden sich zahlreiche weitere Zeugnisse verschiedener Epochen, darunter Reste römischer Wohnbauten, mittelalterliche Mauern und barocke Kirchen, die sich in das gewachsene Stadtbild einfügen. Die natürliche Topographie Taorminas mit steilen Hängen, terrassierten Gärten und Felsvorsprüngen bestimmt die Anlage der Straßen und Wege, die durch Serpentinen und Treppen miteinander verbunden sind. Die Umgebung ist geprägt von mediterraner Vegetation, darunter Bougainvilleen, Olivenbäume und Zypressen, die sich in die Felsenlandschaft einfügen. An klaren Tagen reicht der Blick bis zur Kalabrischen Küste, während bei Wetterumschwüngen starke Regenfälle die steilen Gassen in reißende Wasserläufe verwandeln können. Taormina vereint auf engstem Raum bedeutende Zeugnisse antiker Baukunst, mittelalterlicher Stadtkultur und eine markante geographische Lage, die das Stadtbild seit Jahrhunderten prägt. (c)WV

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Reise-Impressionen Castelmola** - Sizilien

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Castelmola**

Sehenswürdigkeiten: Wallfahrtskirche Madonna della Rocca

Castelmola erhebt sich auf einem steilen Felsplateau über Taormina und zählt zu den höchstgelegenen Ortschaften an der Ostküste Siziliens. Die mittelalterliche Siedlung entwickelte sich im Schutz einer normannischen Burg, deren Reste noch heute auf dem höchsten Punkt der Ortschaft zu sehen sind. Die erhöhte Lage auf über 500 Metern Höhe eröffnet weite Ausblicke über das Ionische Meer, das Tal von Giardini-Naxos und den Ätna. Die Bebauung ist geprägt von engen, gepflasterten Gassen, kleinen Plätzen und traditionellen Wohnhäusern, die sich an die steile Topografie anschmiegen. Die Wallfahrtskirche Madonna della Rocca gilt als bedeutendste Sehenswürdigkeit des Ortes und liegt etwas unterhalb von Castelmola am Hang oberhalb Taorminas. Diese in den Fels eingelassene Kirche entstand vermutlich im 17. Jahrhundert und stellt mit ihrem schlichten Innenraum, dem Felsaltar und dem Panoramablick auf die Küstenlinie ein eindrucksvolles Beispiel religiöser Volksfrömmigkeit und landschaftsbezogener Sakralarchitektur dar. Der alte Verbindungsweg zwischen Castelmola und Taormina folgt einem steilen Treppenpfad, der über zahlreiche Stufen hinab ins Stadtzentrum führt und dabei wechselnde Perspektiven auf das umliegende Gebirge, das Meer und den Ätna eröffnet. Castelmola bildet mit seiner ursprünglichen Struktur, der erhöhten Lage und der engen Verbindung zu Taormina ein kulturhistorisch und topografisch bemerkenswertes Ensemble innerhalb der östlichen Küstenregion Siziliens. (c)WV

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Reise-Impressionen Siracusa*** - Sizilien

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Siracusa***

Sehenswürdigkeiten: Teatro Greco, Parco Archeologico, Apollontempel, Santa Maria delle Colonne, Amphitheater

Siracusa im Südosten Siziliens zählt zu den historisch bedeutendsten Städten der Insel und war in der griechischen Antike eine der mächtigsten Metropolen des Mittelmeerraums. Die Stadt wurde im 8. Jahrhundert v. Chr. von korinthischen Siedlern gegründet und entwickelte sich unter der Herrschaft mehrerer Tyrannen zu einem politischen, kulturellen und wissenschaftlichen Zentrum, in dem unter anderem Archimedes wirkte. Zu den herausragenden antiken Stätten zählt das Teatro Greco im Parco Archeologico della Neapolis. Dieses große Freilufttheater wurde im 5. Jahrhundert v. Chr. aus dem Kalksteinfelsen herausgeschlagen, hatte ursprünglich 61 Sitzreihen und einen Durchmesser von 138 Metern und bot Platz für etwa 15.000 Zuschauer. Es wurde später von den Römern umgebaut und diente über Jahrhunderte hinweg als Aufführungsstätte. Oberhalb der Ränge finden sich künstlich angelegte Höhlennischen, die teils als Felsgräber, teils zur Wasserspeicherung genutzt wurden. In unmittelbarer Nähe liegt das sogenannte Ohr des Dionysos, eine künstlich geschaffene Felsgrotte mit einer Länge von 60 Metern, einer Höhe von über 20 Metern und einer bemerkenswerten Akustik. Diese Höhle entstand durch den Abbau von Kalkstein im Steinbruch Latomia del Paradiso, der in der Antike auch als Gefängnis diente. Die Römer errichteten später im selben archäologischen Areal ein Amphitheater für Gladiatorenspiele, das durch seine elliptische Form, die erhaltenen Unterbauten und die typische römische Bühnenarchitektur beeindruckt. Der historische Kern der Stadt erstreckt sich über die vorgelagerte Insel Ortigia, die über drei Brücken mit dem Festland verbunden ist. Auf der Piazza Pancali finden sich die Reste des Apollontempels, eines der ältesten dorischen Tempel Siziliens aus dem späten 6. Jahrhundert v. Chr., dessen gewaltige Säulenreste und Stufenunterbau einen Eindruck von der ursprünglichen Tempelanlage vermitteln. Die Piazza Duomo bildet den städtebaulichen Mittelpunkt Ortigias und ist von barocken Palästen gesäumt. Die Kathedrale Santa Maria delle Colonne wurde im 7. Jahrhundert über einem Athenatempel errichtet, dessen dorische Säulen noch heute entlang der Längswände sichtbar sind und vollständig in den Baukörper der christlichen Kirche integriert wurden. Die barocke Fassade stammt aus dem 18. Jahrhundert, nachdem ein Erdbeben den Vorgängerbau zerstört hatte. Siracusa vereint als Stadt herausragende Zeugnisse griechischer und römischer Baukunst mit einer geschichtsträchtigen Topographie und zählt zu den bedeutendsten archäologischen Orten der Insel Sizilien. (c)WV

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Reise-Impressionen Villa Casale*** - Sizilien

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Villa Casale***

Sehenswürdigkeiten: prachtvolle Mosaikböden

Die Villa Romana del Casale befindet sich rund sechs Kilometer südwestlich der Stadt Piazza Armerina im Landesinneren Siziliens und zählt zu den bedeutendsten archäologischen Fundstätten der Spätantike. Entdeckt wurde sie im Jahr 1929 unter meterhohen Erd- und Schlammschichten, die nach einem Bergsturz im 12. Jahrhundert das Anwesen vollständig bedeckt hatten. Die Ausgrabungen legten mehr als fünfzig Räume frei, die nahezu vollständig mit figürlichen Mosaiken ausgelegt sind. Diese Mosaikböden zählen zu den am besten erhaltenen der gesamten römischen Welt und stammen überwiegend aus dem frühen 4. Jahrhundert n. Chr. Die Villa selbst war ein luxuriöses Landsitzanwesen, das vermutlich einem hohen römischen Würdenträger oder einem vermögenden Privatmann mit Verbindungen zu Nordafrika gehörte. Die Mosaike zeigen ein breites Spektrum an Themen, darunter Jagdszenen, Tiertransporte, mythologische Darstellungen und Alltagsmotive, ausgeführt mit hoher technischer Raffinesse und feiner Farbigkeit. Besonders eindrucksvoll ist das große Jagdmosaik im sogenannten großen Korridor, das über 60 Meter lang ist und Szenen der Tierbeschaffung für römische Spiele in Arenen darstellt. Die Darstellung von Löwen, Tigern, Elefanten, Straußen und Giraffen deutet auf Handelsbeziehungen bis nach Afrika und Asien hin. Berühmt wurde auch das sogenannte Bikinimosaik in einem kleineren Raum, das zehn junge Frauen bei sportlichen Wettkämpfen in knapper Bekleidung zeigt – ein einzigartiges Zeugnis der Darstellung weiblicher Athletik in der antiken Kunst. Die Gesamtanlage der Villa folgt einem klar gegliederten Grundriss mit Atrium, Peristylhof, Thermen, Empfangsräumen und privaten Wohnbereichen, deren Ausstattung auf den hohen sozialen Rang und den gehobenen Lebensstil der Besitzer schließen lässt. Die Verbindung von architektonischer Großzügigkeit, reicher Ausstattung und idyllischer Lage in der hügeligen Landschaft des sizilianischen Hinterlands macht die Villa Romana del Casale zu einem herausragenden Beispiel spätantiker Wohnkultur auf römischem Boden. (c)WV

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Reise-Impressionen rundum den Ätna - Sizilien

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Impressionen rund um den Ätna

Im östlichen Teil Siziliens erhebt sich mit dem Ätna einer der aktivsten und zugleich mächtigsten Vulkane Europas, dessen Gipfel je nach Aktivität und Schneelage rund 3340 Meter erreicht und dessen Silhouette bei klarer Sicht von weiten Teilen der Insel aus zu erkennen ist. Die vulkanische Aktivität prägt seit Jahrtausenden das Landschaftsbild und hat eine Region von großer geologischer, landwirtschaftlicher und kultureller Vielfalt entstehen lassen. Die Hänge des Ätna sind von einer markanten Vegetationsgrenze durchzogen, oberhalb derer erstarrte Lavaströme, Aschefelder und Kraterlandschaften dominieren, während darunter Terrassierungen mit Zitrusbäumen, Feigenkakteen und Weinstöcken eine fruchtbare Kulturlandschaft formen, gespeist durch die nährstoffreichen Böden vulkanischen Ursprungs. Ein markanter Ausgangspunkt für Erkundungen ist das auf 1935 Metern gelegene Rifugio Sapienza an der Südflanke des Vulkans, wo sich auch jüngere Lavaströme eindrucksvoll verfolgen lassen. Von dort führt eine Seilbahn auf rund 2900 Meter Höhe, wobei der weitere Aufstieg in Richtung Gipfelzone ausschließlich unter bergkundiger Führung erlaubt ist, da die Aktivitäten des Hauptkraters starken Schwankungen unterliegen. Entlang der Hänge des Ätna reihen sich historische Orte mit markanter Bausubstanz aus dunklem Lavagestein, darunter Randazzo, das mit einer aus schwarzen Basaltblöcken errichteten Kirche ein seltenes Beispiel gotischer Baukunst auf vulkanischem Material zeigt. Im Südwesten bei Adrano überspannt die Ponte dei Saraceni den Fluss Simeto – eine mittelalterliche Brücke mit byzantinisch-arabischen Einflüssen, die den Wandel von Verkehrswegen und Machtverhältnissen auf Sizilien dokumentiert. Weiter südlich liegt Caltagirone, bekannt für ihre über Jahrhunderte gewachsene Keramikkunst. Die monumental gestaltete Keramiktreppe Scalinata di Santa Maria del Monte, die 1608 angelegt wurde, verbindet mit 142 Stufen die Unter- und Oberstadt und ist mit handbemalten Majolikakacheln geschmückt, die Motive aus der sizilianischen Kunst- und Kulturgeschichte darstellen. Die Umrundung des Ätna offenbart nicht nur die geophysikalischen Kontraste eines ständig wachsenden Vulkans, sondern zugleich eine vielschichtige Kulturlandschaft, in der Geschichte, Handwerk und Natur in enger Wechselwirkung stehen. (c)WV

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Redaktion: Ingrid Walder und Achim Walder
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