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Abenteuer Alpenüberquerung
Zu Fuß von Deutschland nach Italien

Immer mehr Junge und jung Gebliebene entdecken das Wandern für sich, so dass der Aktivurlaub in den Mittelgebirgen Deutschlands und in den Alpen seit einigen Jahren einen regelrechten Boom erlebt. Ein unvergessliches Erlebnis, von dem man noch seinen Enkeln berichten wird, stellt hierbei eine Alpenüberquerung zu Fuß dar. Inspiriert von geschichtlichen Ereignissen und von fesselnden Reisebeschreibungen wie denen von Goethe stellen sich immer mehr Menschen der besonderen Herausforderung einer Alpenüberquerung. Mehrere Bergschulen bieten heutzutage geführte Touren für Gruppen und Alleinreisende an. Sie übernehmen das Organisatorische und geben insbesondere Anfängern wertvolle Hinweise zur Vorbereitung. Aber auch individuelle Touren liegen nicht im Bereich des Unmöglichen. Hier sollte man seine Wandertour über die Alpen aber sorgfältig planen und sich unbedingt frühzeitig an die Buchung der Unterkünfte machen, da Wildcampen in freier Natur mit hohen Geldstrafen geahndet wird. Nach dem das Interesse an der faszinierenden Bergwelt der Alpen einmal geweckt ist, stellt sich natürlich als erstes die Frage nach einer geeigneten Route. Schließlich erstreckt sich das höchste Gebirge Mitteleuropas auf die Gebiete von insgesamt acht Ländern, nämlich Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien, Frankreich, Slowenien, Lichtenstein und Monaco. Am beliebtesten ist zweifelsohne die Route von Oberstdorf in den Allgäuer Alpen Bayerns bis nach Meran im italienischen Südtirol. Streng genommen befindet sich dieser Teil des Fernwanderweges E5 noch innerhalb der Alpen. Seine Normalroute hat jedoch besonders für geübte Wanderer ohne alpine Erfahrung den Vorteil, dass keine Gletscher oder Kletterpartien überwunden werden müssen. Gerade in der Hauptsaison sind daher viele Leute auf der E5-Route unterwegs. Die Alpenüberquerung beginnt in Oberstdorf mit dem Aufstieg zur Kemptner Hütte und dem Grenzübertritt nach Österreich kurz dahinter. Als weitere Stationen folgen Holzgau und die Memminger Hütte in den Lechtaler Alpen, Zams im Oberinntal, Braunschweiger Hütte im Pitztal der Ötztaler Alpen, Zwieselstein im Ötztal, dem Timmelsjoch als dem Grenzpass zwischen Österreich und Italien, von dort weiter über Moos in Passeier und der Pfandler Alm bis zur Meraner Hütte als letztes Ziel. Auf dieser Route passieren Wanderer immer wieder majestätische Berggipfel, Almwiesen, Wälder, Seen, Flüsse und Bergdörfer, in denen sie sich mit warmen Mahlzeiten stärken können. Doch auch wenn der Weg an sich nur einige schwierige Streckenabschnitte wie die Seescharte aufweist, darf die Transalp-Route nicht unterschätzt werden. Denn sie erfordert ein erhebliches Maß an Ausdauer und Trittsicherheit, schließlich ist man mehrere Tage (bis zu zwei Wochen) lang für viele Stunden unentwegt auf den Beinen. Auch kann das Wetter in den Alpen schnell umschlagen und selbst in der Hauptsaison von Juli bis September muss mit Schnee gerechnet werden. Somit muss man kleidungstechnisch auf viele Witterungsbedingungen vorbereitet sein; insbesondere wasserdichte Kleidung und Schuhe dürfen nicht fehlen, da Regen und damit schlammige Wege keine Seltenheit sind. Schließlich darf im Rucksack auch Verpflegung nicht fehlen. Denn auch wenn das Netz an Alpenhütten recht dicht ist, braucht der Körper zwischendurch immer mal eine Stärkung, sei es durch Äpfel, Energy-Riegel, Käse, Salami oder Kekse. Die mitgebrachte Trinkflasche kann derweil immer wieder an den zahlreichen Seen und Bächen aufgefüllt werden. Anspruchsvollere Routen über die Alpen führen übrigens von München nach Venedig bzw. von Konstanz am Bodensee bis nach Trieste an der italienisch-slowakischen Grenze. Viele Infos für den Sommer- und Winterurlaub in den Alpen sowie weitere Ideen für Entdeckungsreisen innerhalb Europas gibt es übrigens auch auf Urlaubsreise 24 zu entdecken.
(c) Robert Richter

Impressum:

Herausgeber: Achim Walder

Redaktion: Ingrid Walder und Achim Walder
Foto: Ingrid Walder + Achim Walder
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