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Von den Gipfeln des Schwarzwaldes bis zum Rhein, von Wehr im Westen bis zum Klettgau im Osten – das ist der Landkreis Waldshut. „Ein starkes Stück Land“ ist diese Region: sie umfasst das lebhafte Hochrheintal mit historisch und kulturell interessanten Städten ebenso wie Weinbauregionen, bedeutende Kulturdenkmäler und spektakuläre Naturformationen.
![]() Bad Säckingen |
![]() Bernau |
![]() Bonndorf |
![]() Hohentengen |
![]() Küssaberg |
![]() Laufenburg |
![]() St. Blasien |
![]() St. Märgen |
![]() Stühlingen |
![]() Todtmoos |
![]() Waldshut-Tiengen |
![]() Wehr |
![]() Wutachtal |
Der Naturpark Südschwarzwald liegt größtenteils im Landkreis Waldshut, das bestens ausgebaute Rad- und Wanderwegenetz ermöglicht einen naturnahen Aktivurlaub. Romantisch, auch wild und vor allem Natur pur – das alles bietet eine Wanderung durch die Wutachschlucht. Der Grand Canyon des Schwarzwaldes bei Bonndorf, ein 200 Meter tiefes und 30 Meter langes Flusstal, gilt als eine der letzten Wildflusslandschaften Mitteleuropas. Sie ist nicht nur wegen ihrer spektakulären Landschaftsformation berühmt, sondern auch für eine Vielfalt an Pflanzen- und Tierarten, die anderswo als ausgestorben gelten. Insgesamt finden sich in der Wutachschlucht rund 1200 seltene Pflanzenarten. Die Wutachschlucht ist eine Etappe des „Schluchtensteigs“, einem Qualitätswanderweg in sechs Etappen, auf dem man ideal der sommerlichen Hitze entfliehen kann. Die Schluchtpartien sind angenehm kühl und schattig. Immer wieder bieten sich, mit klarem, sauberen Wasser gefüllte Gumpen, zum Baden oder zum Füße kühlen an. Die Wutachschlucht ist mit dem Wanderbus bequem zu erreichen und ist danke dem Pauschalangebot „Wandern ohne Gepäck“ – ein wahrhaft unbeschwertes Naturerlebnis.
Mit dem Rad durch die Kultur- und Naturlandschaft des Südschwarzwaldes geht es auf dem Südschwarzwald-Radweg. Und das entspannt gänzlich ohne Steigungen. Auf dem insgesamt 280 km langen Radrundweg erfährt man per Rad auf engstem Raum die vielfältige Kultur- und Naturlandschaft des Südschwarzwaldes. Auf und neben der Radstrecke gibt es sowohl die Landschaften des Hochschwarzwaldes als auch die des Rheintals zu entdecken. Beim Start in Bonndorf/Schwarzwald lohnt ein Besuch im Schloss oder, einige Kilometer talwärts, in der einzigartigen Mühle mit drei Mühlrädern bei Stühlingen-Lausheim. Ein Genuss besonderer Art ist es, auf der Weiterfahrt das Wutachtal bis Waldshut-Tiengen bequem und immer mit leichtem Gefälle abwärts zu rollen. In Tiengen lohnt ein Gang in die historische Altstadt mit der bekannten Mariä Himmelfahrtskirche, erbaut von Peter Thumb. In Waldshut erreicht man dann den Hochrhein. Die Kaiserstraße dort, zwischen den beiden Stadttoren, ist auf einen Fall einen Besuch wert. Bei der Weiterfahrt über die deutsch-schweizerische Doppelstadt Laufenburg und der Kurstadt Bad Säckingen ist es reizvoll, einen Abstecher auf die beiden Rheinbrücken zu machen. Bis zum Rheinknie bei Basel ist es nun nicht mehr weit. Hier ist eine Variante über Frankreich möglich. Danach führt die ländereinheitliche Beschilderung am Rhein entlang, nordwärts durch das, an Wein reiche Markgräflerland nach Freiburg und wendet sich dort wieder dem Schwarzwald zu.
Ein Stück bedeutende Kulturgeschichte der Region stellt St. Blasien dar. Der heilklimatische Kurort im Tal der Alb ist vor allem bekannt durch die Kirche der ehemaligen Benediktinerabtei. Die Geschichte und Baugeschichte des einst bedeutendsten Benediktiner-Klosters im Schwarzwald, aber auch Geschichte und Entwicklung des Kurortes zeichnet das Museum im „Haus des Gastes“ nach. Hier sind auch Werke der Maler Hans Thoma, Franz Xaver Winterhalter und Hermann Fidel Winterhalter zu sehen.
Ein beliebtes Ausflugsziel ist auch Schloss Bonndorf. Das markante Bauwerk mit den zwei Türmen, Ende des 16. Jahrhunderts als Wasserschloss errichtet und 1723 – 70 vom Fürstabt von St. Blasien barockisiert, ist heute das Kulturzentrum des Landkreises Waldshut. Hier finden Ausstellungen mit Werken namhafter Künstler, Konzerte und Lesungen statt. Das Schloss beherbergt aber auch ein Narrenmuseum der besonderen Art. Die Schloss-Narrenstuben geben in 15 Räumen einen Einblick in das Fasnachts-Brauchtum in der Region zwischen Schwarzwald, Bodensee und Allgäu und darüber hinaus in den angrenzenden Ländern. Gezeigt werden über 400 Fasnachtfiguren im Miniformat, dazu rund 300 original holzgeschnitzte Masken. Zum Verweilen und Besinnen lädt der Japanische Garten unterhalb des Schlosses mit seinen japan-typischen Elementen ein: Wasserläufe, Pavillon, Teich und Pflanzen, die alle aus dem Land der aufgehenden Sonne stammen.